David Lozano

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Der Minutendieb.

Lebenslauf von David Lozano

Der spanische Flair: Der spanische Drehbuchautor, Schriftsteller und Rechtsanwalt David Lozano Garbala wurde am 30. Oktober 1974 in Saragossa geboren. Er studierte Rechtswissenschaft und Philologie und fing nach seinem Abschluss an als Rechtsanwalt zu arbeiten. Später machte er seinen Master in Kommunktion und fing an nebenbei als Lehrer zu arbeiten. 

Zu dieser Zeit war er als Schauspieler in diversen Kurzfilmen und Fernsehsendungen zu sehen. Darüber hinaus schrieb er seine eigenen Drehbücher, Fernsehsehndungen, Werbespots und Dokumentationen. Sein Debüt als Autor gab er mit seinem Roman „Wo die Schatten entstehen“. Hierfür wurde er mit dem Premio Gran Angular für Jugendliteratur ausgezeichnet.

Alle Bücher von David Lozano

Cover des Buches Der Minutendieb (ISBN: 9783851794410)

Der Minutendieb

 (3)
Erschienen am 05.08.2019

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Rezension zu "Der Minutendieb" von David Lozano

Über den Preis der Zeit
R_Mantheyvor einem Jahr

Wenn es ernst wird rufen Edus Eltern ihren Sohn bei seinem vollen Vornamen Eduardo-Maria. Edu hasst das. Und er fragt sich, warum sie den ungeliebten zweiten Vornamen nicht genau so einkassieren, wie seinen Geburtstag. Der jedoch wurde von einer höheren Macht abgeschafft, denn die spanische Regierung beschloss, den 6. Oktober ersatzlos zu streichen.

Natürlich macht das keine Regierung einfach so, denn eine solche Streichung zieht gravierende Folgen nach sich. Dagegen ist Edus fehlender Geburtstag geradezu eine Kleinigkeit. Würde jedes Jahr einfach ein Tag gestrichen werden, würde sich die Erde nicht mehr genau in einem Jahr um die Sonne drehen. Die Jahreszeiten würden sich zum Beispiel nach einiger Zeit im Kalender verschieben. Aber darüber denkt der zehnjährige Edu nicht nach. Und vermutlich hat es auch die Regierung nicht getan.

Edu will seinen 11. Geburtstag feiern. Und dazu braucht er den verlorenen 6. Oktober zurück. In seiner Kleinstadt gibt es seltsamerweise einen Laden der verbotenen Dinge. Ein merkwürdiges Geschäft. Dorthin treibt es Edu auf seiner verzweifelten Suche nach dem verlorenen 6. Oktober. Und tatsächlich übergibt ihm der Angestellte ein verbotenes Ding, nämlich einen Zeitsauger. Mit diesem Gerät kann Edu anderen Menschen Zeit stehlen. Er muss dabei allerdings aufpassen, dass es gute Zeit ist, denn der Sauger stiehlt mit der Zeit auch die Stimmung, die gerade herrschte. Edu braucht 1440 Minuten. Das ist genau ein Tag. Danach kann er den Zeitsand wieder aus dem Sauger lassen und hat einen Tag gewonnen. Oder besser gestohlen. Das soll dann sein Geburtstag werden.

Was sich im ersten Moment vortrefflich anhört, macht Edu krank. Ständig sucht er gestresst nach guter Zeit, die er unauffällig stehlen kann. Mit seiner Freundin Laura spricht er nicht mehr, weil es in ihrer Familie Beamte gibt, die Edu den 6. Oktober wegnahmen. Am Ende aber, als Laura unbedingt Zeit braucht, weil sie sehr sterbenskrank ist und auf ein helfendes Medikament wartet, dringt es auch endlich zu Edu durch: Zeitdiebstahl ist keine gute Idee. Und dann macht er das einzig Richtige.

Ein wenig erinnert die Idee zu diesem Buch an Michael Ende. Auch wenn der Geschichte etwas die Logik fehlt, so führt sie doch Lesern der Zielgruppe (12 Jahre) vor Augen, wie kostbar Zeit ist. In Edus Alter spielt Zeit meistens noch überhaupt keine Rolle. Außer wenn sie plötzlich wie bei Edu abhandengekommen zu sein scheint.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie bringt ein Grundproblem des Lebens den kleinen Lesern auf kindliche Weise nahe. So schön habe ich das lange nicht gelesen. Auch wenn das für Kinder nicht so wichtig sein wird, mir hat gefallen, wie gut dieses Buch sich anfasst und wie gut es gebunden wurde. Ein kleiner Fehler hat sich am Ende eingeschlichen: Auf Seite 160 besitzt Edu bereits 1100 Minuten, sechs Seiten später fehlen ihm noch 900. Da hat sich wohl eine überflüssige Null eingeschlichen.

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Rezension zu "Der Minutendieb" von David Lozano

Spannend und hintergründig
heinokovor einem Jahr

Spannend und hintergründig

Ein Jugendbuch, das es verdient, mehrfach gelesen zu werden – und zwar nicht nur von Jugendlichen…

Eduardo ist zehn und ein fröhlicher, unbeschwerter Junge. Bis die Behörden, warum auch immer, beschließen, den 6. Oktober aus dem Kalender zu streichen. Und das treibt Eduardo zur völligen Verzweiflung, denn der 6. Oktober ist der Tag seines Geburtstages, ausgerechnet! Nun soll er also für immer 10 Jahre alt bleiben? Nie mehr Geburtstag feiern dürfen? Nie mehr seine Freunde zur Feier einladen können? Nie mehr Geschenke bekommen? Unfassbar! Da bleibt ihm nur eines: Er geht zu Herrn Vinicius in dessen Laden der Verbotenen Dinge, um ihm sein Leid zu klagen. Und der weiß tatsächlich eine Möglichkeit der Rettung. Er übergibt Eduardo leihweise einen Zeitsauger. Mit diesem Gerät kann Eduardo anderen Menschen heimlich Zeit stehlen, Minute für Minute, über ein ganzes Jahr hinweg, bis er einen ganzen Tag zusammen hat und damit also wieder seinen Geburtstag zurück hat. Doch Zeitdiebstahl ist strengstens verboten, d. h. Eduardo muss sehr, sehr vorsichtig beim Diebstahl sein, um nicht erwischt zu werden. Was alles Eduardo in diesem Jahr des Zeitstehlens erlebt und welche unerwartete Wendung die Geschichte nimmt -  das muss jeder selbst lesen.

Allem voran: Die märchenhafte Geschichte ist spannend zu lesen. Und sie ist leicht zu lesen, dank der relativ großen Schrift, die man normalerweise eher in Büchern für jüngere Leser findet. Doch genau diese unangestrengte Lesbarkeit bekommt der Geschichte ausnehmend gut. Denn man kann das Buch lesen wie ein fantasievolles, abenteuerliches Märchen, unterhaltsam, lebendig frisch erzählt. Und mit einem herrlich verqueren Humor versehen. Dank an dieser Stelle den Übersetzern, denen es offensichtlich ausnehmend gut gelungen ist, die im Text enthaltenen Wortjonglierereien adäquat ins Deutsche zu übersetzen. Das Buch hat es verdient, noch ein weiteres Mal gelesen zu werden, diesmal nachdenklicher vielleicht, denn eigentlich hat der Autor mit dem Minutendieb einen hochphilosophischen Roman geschrieben, der zwar als märchenhafte, schlichte Geschichte daherkommt, aber voller essentieller Fragen (und so mancher wertvoller Antwort) steckt. 

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B

Rezension zu "Der Minutendieb" von David Lozano

Kurzweilig und leicht zu lesen mit Fantasy Elementen
Buecherfilmespielevor einem Jahr

3,5 Sterne. Ein schönes Kinderbuch. Die Geschichte ist schön geschrieben und lässt sich flüssig weg lesen. Zum Schluss hin hätte ich mir allerdings noch ein bisschen mehr Einsicht von Edu erhofft. (Im Sinne von: Die Moral von der Geschichte). Auch von Herr Vinicius hätte meiner Meinung nach noch ein wenig mehr kommen können. Ansonsten hat es mir wirklich gut gefallen und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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