Miss Gladys und ihr Astronaut

von David M. Barnett 
4,4 Sterne bei156 Bewertungen
Miss Gladys und ihr Astronaut
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Ein lockerleichter angenehmer Schreibstil kombiniert mit ernsteren Themen, leider blieben die Charaktere trotz Flashbacks sehr blass...

M

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Inhaltsangabe zu "Miss Gladys und ihr Astronaut"

Die Geschichte einer unglaublichen Freundschaft!

Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas Major ist am Apparat, gerade auf dem Weg zum Mars. Er hat sich natürlich verwählt und will am liebsten gleich wieder auflegen. Aber Miss Gladys und ihre Enkel brauchen seine Hilfe. Zögerlich und leise fluchend wird der Mann im All zum Helfer in der Not. Tausende von Kilometern entfernt, führt er die drei auf seine ganz eigene Art durch schwere Zeiten, denn Familie Ormerod droht ihr Zuhause zu verlieren. Miss Gladys und ihr Astronaut brauchen einen galaktisch guten Plan …

„Eine lustige, bewegende, lebensbejahende Geschichte“ Sunday Express

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548289540
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:28.05.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 28.05.2018 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

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    Leseratte2007s avatar
    Leseratte2007vor 8 Stunden
    Kurzmeinung: Ein lockerleichter angenehmer Schreibstil kombiniert mit ernsteren Themen, leider blieben die Charaktere trotz Flashbacks sehr blass...
    Chaotisches Familienleben trifft auf griesgrämigen musikverrückten Astronauten...

    Darum geht es (Klappentext):

    Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas Major ist am Apparat, gerade auf dem Weg zum Mars. Er hat sich natürlich verwählt und will am liebsten gleich wieder auflegen. Aber Miss Gladys und ihre Enkel brauchen seine Hilfe. Zögerlich und leise fluchend wird der Mann im All zum Helfer in der Not. Tausende von Kilometern entfernt, führt er die drei auf seine ganz eigene Art durch schwere Zeiten, denn Familie Ormerod droht ihr Zuhause zu verlieren. Miss Gladys und ihr Astronaut brauchen einen galaktisch guten Plan …

    Meine Meinung:

    Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen, obwohl ich direkt sagen muss, dass ich mit anderen Erwartungen an das Buch gegangen bin. Ich dachte, mich würde eine lockerleichte und witzige Geschichte erwarten, die man schnell weglesen kann, aber das wurde mir ganz und gar nicht geboten. In dieser Geschichte werden sehr viele ernstere Themen wie Mobbing, Umgang mit Demenz, Geldnöte, Tod, Trauer, Affären, Gefängnis und das einfache ausschließliche schwarz sehen behandelt.
    Der Autor hat es jedoch geschafft, dass mich diese unerwartet ernsten Themen nicht erdrückt haben, sondern er mit einem witzigen und leichten Schreibstil sehr viel Druck und Anspannung lösen konnte.
    Ganz besonders die kurzen Kapitel, die Atmosphäre und das Setting konnten mich überzeugen und waren sehr authentisch dargestellt.
    Leider habe ich ein paar Kritikpunkte bei der Charaktergestaltung. Zwar waren die Charaktere gut ausgestaltet, aber leider blieben sie bis zum Ende immer noch ein wenig blass. Ganz besonders Gladys, nach der auch ein Teil des Titels benannt ist, spielt nicht wirklich eine große Rolle. Sie ist zwar immer mit vorne dabei, aber ich hätte mir mehr Gladys-Charme gewünscht. Die Szenen mit ihr waren immer sehr unterhaltsam und hatten einen Charme für sich. Das ist mir eindeutig zu kurz gekommen.
    Major Tom alias Thomas Major mochte ich von allen Charakteren noch am meisten neben James. Er hat eine sehr faszinierende, teils traurige und hoffnungslose Vergangenheit, mit der ich mich gerne beschäftigt habe. Ganz besonders seine Entwicklung im Laufe der Geschichte fand ich sehr authentisch.
    Neben diesen Charakteren gab es leider auch noch Ellie, die Enkelin von Gladys, die auf jeden Fall am meisten im Vordergrund steht. Sie hat auf jeden Fall sehr viel Verantwortung zu tragen und hält die Familie zusammen, aber ihre Art und Weise hat mich zum Verzweifeln gebracht! Sie war einfach nur gehässig, komisch und nervig. Viele Situationen  hätten viel schneller gelöst werden können, wenn sie einfach mal zugehört hätte und nicht immer so voreilig und beleidigt reagiert hätte.
    Die Handlung war nicht die spannendste und war teils auch ziemlich vorhersehbar, aber ich habe sie dennoch sehr gerne und schnell verfolgt.
    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich kann es durchaus weiterempfehlen!

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    killerprincesss avatar
    killerprincessvor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Ich hatte eine andere Geschichte erwartet. Sprachstil war nicht meins & bin mit den Charakteren nicht warm geworden.
    Miss Gladys und ihr Astronaut

    Meinung


    Ich habe eine andere Geschichte bekommen, als erwartet. 

    Zunächst überraschte es mich, wie viel es um das Leben von "Miss Gladys" und ihren Enkelkindern geht, allen voran aus der Sicht von Ellie, die die ganze Familie zusammenhalten muss und auch die Vergangenheit vom Astronauten Thomas Major. 

    Es werden sehr viele schwierige Themen und Schicksalsschläge angesprochen. Dabei fand ich jedoch, dass nicht mit allen Themen so gut umgegangen wurde. Ich fand es traurig, wie flapsig manchmal mit der Demenz von Gladys umgegangen wurde, wie sich darüber lustig gemacht wurde. Dabei ist es sehr erschrecken und jeder hofft doch darauf, im Alter nicht so vergesslich zu werden bzw. noch schlimmer, an Alzheimer zu erkranken.

    Der lockerlustige Schreibstil sollte vielleicht die ernsten Themen ein bisschen neutralisieren und gerade auch das sehr schwere Leben für Ellie. Bei mir erreichte es jedoch nicht die gewünschte Wirkung. Ich hätte einen einfühlsameren Ton bevorzugt. 

    Auch wenn Ellie mir leid tat, fand ich sie doch auch anstrengend. Genauso wie auch Gladys, statt sie irgendwie witzig, charmant oder als "echtes Unikat" zu empfinden. Der kleine Bruder war da und spielt ja auch eigentlich eine tragende Rolle...aber ich kann nicht behaupten, mit ihm warm geworden zu sein.

    Einzig Major Tom, der ja eigentlich eine ziemliche Kratzbürste ist, fand ich gut und durch seine Vergangenheit wuchs er mir ein kleines bisschen ans Herz. Außerdem macht er eine schöne Wandlung in der Geschichte durch, das war nett zu lesen.

    Fazit

    In der Geschichte geht es um sehr viele schwierige/ernste Themen (Krankheit, Tod, Mobbing, sich alleine & hilflos fühlen,   überfordert sein , unerfüllter Kinderwunsch etc.), vielleicht waren es tatsächlich auch zu viele. Für mich wirkte alles trotz des flapsigen Erzählstils (mit ein bisschen "Pipi-Kacka-Humor", was gar nicht meins ist) sehr deprimierend und ausweglos. Einzig das Ende hat mich dann sehr versöhnlich gestimmt.

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    phoenicss avatar
    phoenicsvor 20 Tagen
    Kurzmeinung: „Miss Gladys und ihr Astronaut“ ist eine wundervolle, herzerwärmende und leichte Unterhaltungslektüre für zwischendurch.
    Herzerwärmend und humorvoll

    Die Story ist gespickt mit einer Vielzahl von Ereignissen, beginnend mit dem Drama der Familie Major und dem Jungen, der anfängt die Menschen zu hassen. Gepaart wird dies mit der Geschichte der Familie Ormerod (der Demenz von Gladys, dem Verlust der Mutter, dem Knast-Vater, Mobbing, Alter, Trauer, verpasste Chancen, Belastung eines Teenagers, Freundschaft, Zusammenhalt, etc.) Also alles in allem teilweise sehr schwer lastende Themen, die aber alle dank des humorvollen und leichten Schreibstils weniger dramatisch wirken und trotzdem zum Nachdenken anregen.

     

    Ellie mochte ich gleich zu Anfang, da sie eine intelligente junge und starke Frau ist, die ihre Familie eisern zusammenhält und versucht, alles irgendwie möglich zu machen und sich dabei selbst fast aufgibt. Delil mochte ich auch sehr gern, er ist ein cooler Typ und ein super Freund. So einen sollte jeder haben! Von ihm hätte ich gern noch ein bisschen mehr lesen wollen, aber er spielte leider nur eine Nebenrolle, wenn auch eine sehr gute! James und Gladys … ja… Gladys, ein wenig verrückt und chaotisch und doch echt liebenswert und ihr Enkel James ebenso liebenswert und manchmal eine kleine Heulsuse, wenn etwas nicht so lief, wie er es geplant hatte. Und trotzdem mag ich die Familie Ormerod sehr gern, weil alle perfekt auf ihre Art und Weise zusammenpassen.

    Und Thomas Major alias Major Tom: Er machte in diesem Buch die wohl größte Veränderung durch. Anfangs war er noch total mürrisch und unausstehlich, auch wenn seine Witze echt cool waren und mich ein ums andere Mal zum Schmunzeln brachten. Am Ende wurde er weicher, menschlicher, liebenswerter und freundlicher … Irgendwie mochte ich diesen mürrischen Kerl gern, der seine Ängste überwand und letztendlich doch Freunde gefunden hat, wenn auch Meilenweit entfernt auf der Erde. Irgendwie habe ich dank Thomas Major nun Lust, mir Musik von David Bowie anzuhören ;)

     

    Wie schon erwähnt, ist der Schreibstil angenehm leicht und flüssig und ich fand mich problemlos in die Geschichte hinein. Geschrieben ist in Präsens aus mehreren Sichtweisen (Gladys, Thomas Major, Ellie, James) und die Kapitel sind angenehm kurz bis mittellang, so dass man schnell mal „noch ein Kapitel“ liest und dann noch eins, weil die Spannung ansteigt. Einige Szenen sind witzig und gut durchdacht, andere hingegen hervorsehbar, was aber meinen Lesefluss nicht störte. Man erfährt auch einiges über Chemie, was mir sehr gefallen hat. Spannend fand ich auch, dass ein Drama das nächste jagte, auch wenn es ein wenig übertrieben war und so viel Unglück real nicht auf einmal auf einen einprasseln. Über die Hauptfiguren erfährt man  - teilweise auch in Rückblenden – ihre Stärken und Schwächen, ihre Sorgen, ihre Hoffnungen und Träume, was sie für mich noch echter wirken lässt.

     

    Der englische Titel „Calling Major Tom“ fand ich viel passender zum Buch als den deutschen Titel. Schließlich telefoniert Thomas Major nicht nur mit Gladys, sondern auch viel mit James und Ellie.

    Das Cover ist faszinierend. Es zeigt einen Astronauten in einer Teetasse, der eine Fahne festhält und irgendwo hineinstecken will. Umringt ist alles vom unendlichen Weltall. Irgendwie wirkt es ein wenig kitschig und doch witzig auf mich. Die Farben und der Astronaut in der Teetasse haben mich neugierig auf das Buch gemacht.

     

    Fazit:

    „Miss Gladys und ihr Astronaut“ ist eine wundervolle, herzerwärmende und leichte Unterhaltungslektüre für zwischendurch mit liebevoll ausgearbeiteten Charakteren, die man zum Entspannen nutzen kann trotz all ihrer kleinen und größeren Dramen. Denn die Geschichte lädt zum Schmunzeln und Nachdenken ein. Von mir gibt es gute 4 von 5 Punkte.

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    Fornikas avatar
    Fornikavor 22 Tagen
    There's a starman waiting in the sky

    Eigentlich war es nur ein blöder Zufall, der Thomas Major zum Astronaut gemacht hat. Plötzlich findet er sich an Bord der Ares-1 wieder, auf dem Weg zum Mars, im Gepäck viele (ungelesene) Handbücher und gute Musik. Endlich hat er seine Ruhe, endlich kann er sein chaotisches Leben hinter sich lassen, endlich nervt ihn niemand mehr. Bis er statt seiner Exfrau aus Versehen Gladys anruft. Die ist fast 71, leicht dement und versucht mit ihren zwei Enkeln Ellie und James über die Runden zu kommen. Oder versuchen sie mit ihr über die Runden zu kommen? Obwohl Major Tom doch alles hinter sich gelassen hat, hat er auf einmal ihre Probleme am Hals. Begeisterung sieht anders aus.

     Barnetts Roman hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert, auch wenn es sich nur auf den ersten Blick um einen reinen Wohlfühlroman handelt. Natürlich gibt es viele komische Szenen, absurde Gespräche oder auch nur den schwarzhumorigen Sarkasmus von Thomas. Doch genauso handelt die Geschichte von Tod, Schuld, Verzweiflung und dem Wunsch alles hinzuschmeißen. Barnett wirft viele Fragen auf, man kommt ins Grübeln, versinkt aber nicht in den schweren Themen, denn die Handlung hat auch viele leichte (oder sollte ich sagen schwerelose?) Momente. Immer wieder gibt es Anspielungen auf Musik und Filme, die man sofort wieder im Ohr und vor Augen hat. Zudem ist Barnetts Erzählweise recht locker, seine Figuren machen einfach Spaß. Ich war mit dem Ende nicht so ganz glücklich, habe mich ansonsten aber gerne mit Tom auf die Reise gemacht.

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    julemausi89s avatar
    julemausi89vor 24 Tagen
    Herzerwärmend

    Ich bin ein geborenes Kind der 90er, auch wenn ich innerlich eher den 80ern verbunden bin. D.h. Star Wars und David Bowie haben schon in meiner Kindheit eine große Rolle gespielt- da sag nochmal einer, dass der Geschmack der Eltern nicht Einfluss auf die Kinder hat ;)

    Allein aus diesem Grund ist "Miss Gladys und ihr Astronaut" ein wahrer Volltreffer und hatte mich spätestens bei dem Satz "Ground Control to Major Tom!"!

    Thomas Major wird in einer Single man-Mission der britischen Space Agency auf einen Flug ohne Wiederkehr zum Mars geschickt; er soll die Besiedelung vorbereiten. In einem Anflug von Torschlusspanik versucht er, von seinem Raumschiff aus Exfrau Janet anzurufen- und landet bei Gladys, einer dementen, aber rüstigen Rentnerin, die straff auf die 71 zugeht und sich alleine um ihre beiden Enkel Ellie und James kümmern soll, bis deren Vater aus dem gefängnis entlassen wird. Der Beginn einer wundervoll schrullig-skurilen Geschichte voller Anspielungen auf popkulturelle Hinterlassenschaften. Und ganz nebenbei eine grandiose Geschichte über Freundschaft und das Nicht-aufgeben!

    David M. Barett ist eine tolle Story gelungen voll Herz und Witz, bei der die Seiten nur so dahinfliegen. Man fiebert mit Familie Ormerod mit und lernt, ebenso wie sie, langsam die freundliche Seite des knurrigen Spacecowboys Tom kennen.

    Allgemein lebt das Buch von seinen Figuren. Alle ein wenig sonderbar, schließt man sie doch sehr gerne und sehr schnell in sein Herz- und weiß doch bis zum Schluss nicht mit Sicherheit, ob man auf ein Happy End zusteuert und wenn ja, wie dieses aussehen wird.

    Fazit:
    Unbedingte Leseempfehlung, mehr Worte sind bei diesem Buch nicht nötig!

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    G
    Gisevor einem Monat
    Kurzmeinung: "Space Oddity" neu geschrieben - Lied laufen lassen und dann das Buch lesen!
    Warmherzige Major-Tom-Version

    Thomas Major ist auf dem Flug ins All, er soll eine Siedlung auf dem Mars vorbereiten. Eigentlich hätte jemand anderes fliegen sollen, doch der hatte im entscheidenden Moment einen Herzinfarkt – und nun sitzt Thomas in der Rakete und hat abgeschlossen mit der Menschheit. Währenddessen kämpft Ellie Ormerod dafür, dass sie mit ihrem Bruder James und ihrer Oma Gladys im Haus wohnen bleiben kann, doch ihnen droht die Räumungsklage und die Einweisung ins Heim. Was auch immer sie sich einfallen lassen, es scheint nicht zu gelingen, so sehr sie sich auch anstrengen. Doch zufällig meldet sich Thomas Major bei ihnen – ob er ihnen aus dem All heraus helfen kann?

    Mit dieser warmherzigen Variante des Songs „Space Oddity“ von David Bowie ist dem Autor David M. Barnett eine Geschichte gelungen, die mich sehr bewegt hat. Schon allein die Namenswahl lässt sofort an Major Tom denken, der im All verloren geht, und der Autor lässt den Leser erahnen, dass auch Thomas Major auf einem solchen Himmelfahrtskommando ist. Aber Major Toms Geschichte wird mit dem Schicksal der Ormerods verbunden, die durch tragische Verwicklungen ihr Heim und ihre Familie zu verlieren drohen. Das ist dann mal lustig, mal chaotisch, mal traurig, mal ernsthaft, immer aber schimmert ein bisschen Nachdenken hindurch, was Freundschaft, was Menschlichkeit ausmacht. Mit viel Feingefühl wird der Autor auch sozialkritisch, gerade am Beispiel der Familie Ormerod, die durch mehrere Verkettungen unglücklicher Umstände in eine existentielle Notlage geraten ist. Die Protagonisten dieses Buches sind sehr authentisch geschildert, man fiebert sehr gerne mit ihnen mit und wünscht sich so sehr eine gute Lösung für sie…

    Seltsamerweise hatte mich die Leseprobe nicht angesprochen, schade eigentlich. Denn das Buch selbst, die Idee und die Umsetzung, haben mich letztendlich umgehauen. Ich kann das Buch aus vollem Herzen weiter empfehlen und vergebe überzeugte 5 Sterne.

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    bookfox2vor einem Monat
    Mich hat ein Astronaut angerufen

    Tom ist Astronaut und auf dem Weg zum Mars – geplant war das allerdings nicht, man könnte eher von einem dummen Zufall reden. Als an Board die Verbindung zur Bodenstation Probleme bereitet, erreicht Tom durch einen weiteren Zufall die ältere Dame Gladys, die sich um ihre beiden minderjährigen Enkel kümmert. Was sich dann entwickelt, ist eine wunderbare Verbindung zwischen All und Erde, zwischen Alt und Jung und zwischen zwei problematischen Familien, die sich unbewusst gegenseitig helfen.

    Dieses Buch hat es geschafft, mich zum Lachen, zum Weinen, zum Nachdenken, zum Trauern und zum Wütend werden zu bringen – was kann man sich mehr wünschen? Die Charaktere sind so vielschichtig und die Einblicke in die Vergangenheit zeigen viel Tiefe und heben das anfangs humorvolle Buch dann auch eine ganz andere, viel tiefgründigere Ebene. Ich wollte es überhaupt nicht mehr aus der Hand legen und es ist eines meiner Buchschätz des Jahres geworden.

    Neben der Hauptgeschichte werden noch Themen wie Rassismus, Mobbing und Armut angesprochen, ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit sehr viel Feingefühl.

    Ein Buch, das ist sofort wieder lesen würde und das mir sehr ans Herz gewachsen ist – auch wenn ich zugeben muss, dass mir einzelne Charaktere anfangs sehr unsympathisch waren, aber das war vielleicht auch beabsichtigt.

    Auch wenn die ganzen Ereignisse eher an einen Hollywood-Roadtrip/Comedy-Film erinnern und sehr unwahrscheinlich ist, dass sie tatsächlich so passieren würden – ausgeschlossen wäre es nicht und das ist es, was das Buch so besonders war – natürlich auch in der Kombination mit einem tollen Schreibstil!

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    BookfantasyXYvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein Roman mit Humor und Tiefsinn.
    Eine Freundschaft zwischen Weltall und Erde

    Irgendwo in England lebt Miss Gladys Ormerod mit ihrer Enkeltochter Ellie und ihrem Enkelsohn James. Die Mutter der beiden Enkel ist vor einiger Zeit verstorben, und der Vater muss derzeit im Gefängnis einsitzen wegen eines Raubüberfalls. Somit übertrug der Vater seiner Mutter Gladys die Vormundschaft für die Zeit, wenn er seine Strafe im Gefängnis absitzen muss. Allerdings gestaltet sich der Alltag der drei Familienmitglieder nicht ganz einfach, denn Gladys zeigt die ersten Anzeichen von Demenz. Und  sie schwelgt gerne in Erinnerungen über ihren verstorbenen Mann Bill. Zur gleichen Zeit irgendwo in England und im Weltall bereitet sich ein Mann auf die Reise zum Planeten Mars vor. Thomas Major, der auch gerne Major Tom nach einem alten Lied benannt wird, soll für einen anderen erkrankten Mann ins All fliegen. Nicht mit voller Überzeugung tritt er die Reise an, und steht dabei dem verantwortlichen Direktor Baumann und seinem Team im ständigen Kontakt zur Erde. Bis zu dem Tag, als bei Miss Gladys das Handy klingelt, ging der Alltag seinen geregelten Ablauf. Am anderen Ende der Leitung ist Major Tom. Miss Gladys ist entzückt über den Anruf aus dem All. Aber Major Tom ist nach mehrmaligen Anrufen der älteren Dame nur genervt. Eigentlich wollte er seine Ex-Frau sprechen. Aufgrund von Turbulenzen in der Familie Ormerod und Hilferufen an Thomas gerichtet, entwickelt sich zwischen Major Tom und der Familie eine Freundschaft, vor allem zwischen James und Thomas.

    David M. Barnett erzählt über eine Freundschaft zwischen der Erde und dem All. Ein einziger verwählter Anruf verbindet eine britische Familie und einen Astronauten. Auf der einen Seite der ehemalige Chemiker Thomas, der eher mürrisch und nachdenklich dargestellt wird, und auf der anderen Seite die Großmutter mit ihren beiden Enkeln, die am Rande ihres Existenzminimums mehr oder weniger leben. Da die Großmutter Gladys von Zeit zu Zeit demente Momente hat und ihre Enkel ebenso ihre Probleme haben, kommt Thomas Major zum richtigen Zeitpunkt, um der Familie helfen zu können, damit die Probleme weniger werden. Aber auch Thomas Major hadert mit seinem Leben, denn auch er hat und hatte Probleme in seiner Familie. Der Autor zeigt in seiner Geschichte auf, wie ein Leben am Rande der Gesellschaft existiert, und wie ein Mensch sein Leben auf der Erde mehr oder weniger sinnlos aufgegeben hat, und dann beginnt ein anderes Leben im Weltall zu bewältigen. Jede Figur zeigt Schwächen und Stärken, aber auch Humor und Tiefsinn, was die Figuren wiederum sympathisch und authentisch machen. Man begleitet sozusagen die Figuren während des Lesens in ihre Vergangenheit und Gegenwart. Vor allem Thomas Major wird viel Raum für seine Entwicklung gegeben, um seine Figur nachvollziehen zu können, warum er so ist wie er ist in der Gegenwart.

    Dieser Roman berührte mich mit einem Emotionenmix von amüsant bis ernsthaft und urkomisch. Eine herzerwärmende Geschichte, bei der man das Ende gerne hinauszögern möchte.

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    R
    readtobeevor einem Monat
    Eine galaktische Beziehung

    Das Cover und die Zusammenfassung laut Klappentext haben mich neugierig gemacht. Das Cover ist einfach toll und passt perfekt. Die Story ist etwas skurril und gerade das braucht es manchmal. 

    Miss Gladys ist eine ältere Frau, die zunehmend vergesslicher wird und sich um ihre Enkel zu kümmern hat. Als wäre das nicht schon genug Stress, droht der Verlust der Wohnung. Eine glückliche Fügung ist da, dass sich Astronaut Tom Major, der sich auf dem Weg zum Mars befindet, verwählt. Er hat Gladys an der "Strippe" und schmiedet einen galaktischen Plan.

    Mich hat die Geschichte sofort für sich eingenommen. Die Figuren sind toll entwickelt und sympatisch, so dass es mir leicht fiel, mich in sie hineinzuversetzen. 



            

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    A
    AKRDvor 2 Monaten
    Lebensbejahend ist in diesen Zeiten schon mal gut..!

    Lebensbejahend ist in diesen Zeiten schon mal gut..!

    Ich bin genau dadurch auch auf dieses Buch aufmerksam geworden.

    Gut – nicht nur dadurch, aber eben hauptsächlich denn der Sunday Express schrieb: „Eine lustige, bewegende, lebensbejahende Geschichte“ und das hat mich nachhaltig neugierig gemacht und nach der Lektüre kann ich nur sagen: Vielen Dank !

    Denn ohne diesen kleinen „Schubser“ hätte ich mir das Buch wohl eher nicht näher angesehen bzw. es eher nicht gelesen und mir wäre ein wahres „Kleinod“ entgangen..!


    Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas Major ist am Apparat, gerade auf dem Weg zum Mars. Er hat sich natürlich verwählt und will am liebsten gleich wieder auflegen. Aber Miss Gladys und ihre Enkel brauchen seine Hilfe. Zögerlich und leise fluchend wird der Mann im All zum Helfer in der Not. Tausende von Kilometern entfernt, führt er die drei auf seine ganz eigene Art durch schwere Zeiten, denn Familie Ormerod droht ihr Zuhause zu verlieren. Miss Gladys und ihr Astronaut brauchen einen galaktisch guten Plan …

    Ein wirklich sehr schönes Buch, das einen doch nachdenklich werden lässt, aber dennoch gut unterhält. Diese Mischung ist selten und veranlasst mich, die volle Punktzahl zu vergeben, denn die hat dieses tolle Buch auch verdient !


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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar

    Wahre Freundschaft kennt keine Grenzen


    Wer hat Lust auf einen Roman der etwas anderen Art? Der Ullstein Verlag und LovelyBooks laden euch zu einer galaktisch guten Leserunde zu "Miss Gladys und ihr Anstronaut" ein. Der englische Autor David M. Barnett bezaubert und berührt mit seiner Geschichte der älteren Dame mit beginnender Demenz, die ganz außergewöhnliche Telefonate mit ihrem Major Tom führt.

    Mehr zum Buch:
    Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas Major ist am Apparat, gerade auf dem Weg zum Mars. Er hat sich natürlich verwählt und will am liebsten gleich wieder auflegen. Aber Miss Gladys und ihre Enkel brauchen seine Hilfe. Zögerlich und leise fluchend wird der Mann im All zum Helfer in der Not. Tausende von Kilometern entfernt, führt er die drei auf seine ganz eigene Art durch schwere Zeiten, denn Familie Ormerod droht ihr Zuhause zu verlieren. Miss Gladys und ihr Astronaut brauchen einen galaktisch guten Plan …

    >> Leseprobe

    Lustig und bewegend zugleich ist "Miss Gladys und ihr Astronaut" ein ganz außergewöhnliches Lesevergnügen. Wer möchte die liebenswerten Figuren dieses Romans kennen lernen? Wir suchen 25 Testleser für unsere Leserunde, die sich über das Buch austauschen und abschließend eine Rezension schreiben. Für die Chance auf ein Leseexemplar müsst ihr nur noch bis zum 31. Mai 2018 auf "Jetzt bewerben" klicken, das Formular ausfüllen und diese Frage beantworten:

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    Ich bin schon gespannt auf eure Antworten!


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    isipisis avatar
    Letzter Beitrag von  isipisivor 2 Monaten
    So, nun auch endlich meine Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/David-M.-Barnett/Miss-Gladys-und-ihr-Astronaut-1514315698-w/rezension/1638355652/ Ich bedanke mich nochmals ganz herzlichst für das Exemplar und habe mich gefreut, mitlesen zu dürfen! :) Es ist immer wieder spannend, die Sichtweisen der anderen Leser zu erfahren und nochmals neue Denkanstöße zu bekommen.
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    Wie klein die Welt von oben ist: Die Geschichte einer unglaublichen Freundschaft!

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    Ulenfluchtvor 3 Monaten
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