David Majed

 4.7 Sterne bei 25 Bewertungen

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Der Himmel ist ein Taschenspieler

Der Himmel ist ein Taschenspieler

 (25)
Erschienen am 06.03.2014

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Rezension zu "Der Himmel ist ein Taschenspieler" von David Majed

Sehr schöner Familienroman über die Suche nach der eigenen Identität
Lilith79vor 3 Jahren

"Der Himmel ist ein Taschenspieler" wird aus Sicht des 32-jährigen Mahboob (oder Martin, wie sein in Deutschland angenommener "zweiter" Vorname lautet) erzählt. Er floh im Alter von 8 Jahren zusammen mit seiner Mutter aus Afghanistan, der Vater und seine ältere Schwester hätten eigentlich nachkommen sollen, aber stattdessen wurde die Schwester erschossen und vom Vater hörten die beiden  nichts mehr... Mahboob hat diese Geschehnisse seiner Kindheit weitgehend verdrängt, er integrierte sich (fast über-) motiviert in Deutschland, studierte Mathematik und steht kurz vor seinem Diplom als er einen Brief von seinem Vater aus Afghanistan erhält, der ihn bittet ihn zu besuchen.

Mit diesem Besuch startet der Roman, Mahboob reist nach Afghanistan und soll abgesehen von dem Besuch bei seinem Vater beim Wiederaufbau einer zerstörten Schule helfen. Das Buch erzählt in mehreren Abschnitten von Mahboobs Rückkehr nach Afghanistan aber auch in Rückblenden aus seiner Kindheit und aus dem Leben seiner Familie. Es handelt sich dabei nicht um eine lineare Erzählung mit einer klaren Handlung, das Buch springt viel zwischen verschiedenen Themen und Mahboobs Gedanken hin- und her. Es geht um seine Identitätssuche, er fühlt sich in Deutschland zu "afghanisch", in Afghanistan nervt ihn die dortige Mentalität und er fühlt sich zu "deutsch". Das Buch ist bei aller Beschäftigung mit politischen Themen und mit Mahboobs Identitätssuche aber für mich vor allem ein Familienroman, der sich damit beschäftigt, wie eine Familie durch Schicksalsschläge, aber auch durch Missverständnisse und Sturheit zerbrochen ist.

Mahboob ist dabei ein sehr interessanter Charakter, er ist kein typischer "Held", er ist erstmal keiner der anpackt und die Dinge in die Hand nimmt, er ist unsicher, für einen 32-jährigen wirkte er auch mich oftmals sehr unreif, er erwartet viel von anderen, ist aber selber auch gar nicht so stark wie er gerne wäre, sondern von Selbstzweifeln geplagt und seinen Eltern gegenüber ist er oft sehr ungeduldig (manchmal sogar unfair). Er lässt sich oft treiben, versucht Dinge zu verändern, scheitert, ist frustriert, für mich war er ein sehr authentischer Charakter, wenn auch gar nicht mal immer sympathisch. 

Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen, wenn es auch manchmal etwas sehr sprunghaft daher kommt. Gerne hätte ich auch etwas mehr Hintergrundwissen über die Geschichte Afghanistans gehabt, damit ich die politischen Ereignisse etwas besser einordnen kann, aber dass die mir fehlen, liegt natürlich nicht am Buch, sondern an mir. Etwas merkwürdig fand ich, dass das Buch zu 95% in der Ich-Perspektive erzählt ist, aber zwischendrin immer kleine Abschnitte sind, in denen von Mahboob in der 3. Person gesprochen wird. Das ist zwar wohl ein absichtliches Stilmittel, aber es gab doch immer einen kleinen Bruch.

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Rezension zu "Der Himmel ist ein Taschenspieler" von David Majed

Eine Suche nach den eigenen Wurzeln lassen ihn mehr von sich Selbst kennenlernen als erwartet.
Leschenvor 4 Jahren

September 2002 - Es ist das „Jahr Eins“ nach den Anschlägen der Al-Qaida auf das World Trade Center in New York:

Hamed Karzai ist kurze Zeit zuvor zum Ersten Präsident der afghanischen Übergangsregierung ernannt worden. Bombenabwürfe, Plünderungen und Zerstörungen haben in der Hauptstadt Kabul viele „Wunden“ bei den Menschen, an den Gebäuden und im alltäglichen Leben hinterlassen. 

Denn Kabul war seit den 70er Jahren nicht mehr die Hauptstadt der Afghanen, sondern die Herrschaftselite anderer diktatorischer Regierungen (Sowjetunion) und religiös-orientierter Gruppierungen (Taliban) besetzten das Land bis auf die Regierungsebene. Die Paschtunen (historisch Afghanen) und andere hier lebende Volksgruppen wie die Tadschiken wurden seitdem unterdrückt.


Der afghanisch-deutsche Mathematiker Mahboob Martin Malik – Anfang 30 – reist im September 2002 das erste Mal seit seiner Flucht vor über 20 Jahren von Deutschland nach Afghanistan.

Es herrscht Frieden in Afghanistan!?. Die Menschen sind hoffnungsvoll. Die Afghanischen Völker lassen sich niemals von ganzem Herzen beherrschen. Das bedeutet Traditionen und alt-hergebrachte kulturelle Werte und Normen bestimmten und bestimmen heute noch den Umgang der Afghanen miteinander. 


Mahboob Martins Leben ist seit seinem neunten Geburtstag geprägt durch deutsche und west-europäische Traditionen und kulturelle Werte. Sogar seinem Vornamen Mahboob hat er offiziell einen deutschen Vornamen beigefügt. Er nennt sich nun in Deutschland „Martin“.

Auch die Stadt Kabul ähnelt nicht mehr der Stadt seiner Kindheit. Seine alte Schule, an deren Wiederaufbau er beteiligt ist, hat durch Bombardierungen riesige Krater im Mauerwerk, kein Mobiliar, keine Toiletten und muss im Winter wegen der Kälte geschlossen werden.

Sein Vater ist krank und begegnet seinem erwachsenen Sohn oft abweisend, oder ist verärgert über die Fragen seines Sohnes. Mahboob Martin kommen oft Zweifel auf, ob die Entscheidung nach Kabul zu kommen, die richtige Entscheidung war. Noch dazu, hat Mahboob Martin am Flughafen in Frankfurt eine Frau kennengelernt, die nun tausende Kilometer von ihm entfernt ist… 

Meinung:


Ich glaube, ich war noch nie innerhalb von zwei Sätzen mittendrin im Geschehen, in einer Geschichte, im Leben eines Menschen.

Von Anfang an, hat die Identitätssuche des deutsch-geprägten Afghanen Bilder in meinem Kopf entstehen lassen. Der Autor schaffte es sogar noch weitere meiner Sinne anzuregen. So empfingen meine Nase und meine Geschmacksknospen die Gerüche und den Geschmack von Gewürzen und Speisen, von denen der Ich-Erzähler erzählt. 

In Mahboob Martins Erzählungen aus Gegenwart und kindlicher Vergangenheit haben die Autoren Tanja Langer und David Majed alle meine Sinne angeregt. Es waren aber nicht nur angenehme Sinneseindrücke auch die eindrücklichen und emotional-mit-der-Vergangenheit-verbundenen Vergleiche der Stadt Kabul und ihrer Bewohner zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben mich nachhaltig beeinflusst. Mich zum Nachdenken gebracht.

Ich habe mir beim Lesen viele Fragen gestellt – Eine davon ist: „Ist der fiktive Protagonist ein erzählerisches-fiktives Beispiel für viele mittlerweile erwachsene Landeskinder dieses jahrzehntelang besetzten Landes, die diese erschreckenden "Umwälzungen" in ihrem Ursprungsland zum Nachdenken über ihre biographischen Ursprüngen, ihre Identität beeinflusst haben?"                                                                                                                                   

Die Antwort gibt der Autor David Majed selber. Majed arbeitet im afghanischen Hochschulministerium und regelt dort die Stipendienvergabe von ausländischen Botschaften und Universitäten. Er sagt dazu: „In der Tat verfügt der literarische Roman "Der Himmel ist ein Taschenspieler über autobiographische Züge. Ich bin wie Mahboob in jungen Jahren mit meiner Familie von Afghanistan nach Deutschland geflüchtet. Und die Identitätsfindungsgeschichte ist ziemlich autobiographisch. Aber das Meiste ist erfunden.“


Die Autoren beschreiben Mahboob Martins Gefühlsleben am Anfang der Geschichte so: „Das Leben hatte ihn (Mahboob Martin) nach rechts gewürfelt und nach links, so nannte er es für sich, und es war immer weiter gegangen, und nun hatte er eine Entscheidung getroffen und war hierhergekommen, nach… Er wollte sehen, ob es mit dem Würfeln ein Ende nähme, denn oft kam er sich hilflos, so dumm, in seinem eigenen Leben. Er wollte sehen, wo er herkam, er wollte vor allem seinen Vater wiedersehen, er hatte Angst, nach so langer Zeit, ob er ihn wiedererkennen würde…“ (Seite 9 und 10)


In diesem autobiographisch beeinflussten fiktiven Roman treffen nicht nur in der Person des Mahboob Martin und der Person seines Vaters, zwei unterschiedliche Charaktere aufeinander, sondern auch gegensätzliche Auffassungen, wie sie in ihrer (eigenen) Welt leben. 


Da treffen „respektvolle Langsamkeit" und traditionelle jahrhundertealte afghanische Umgangsweisen zwischen Vater und Sohn, Vorgesetztem und Untergebenen auf einen ernsten und geradlinigen West-Europäer, der Konflikte und Menschen scheut. Martin organisiert gerne alles und hat es gerne ordentlich. Ihm macht, das Unvorhergesehene Angst und die Untätigkeit zermürbt ihn. Nur in der höheren Mathematik sieht er das Ziel seines Seins. Martin liebt Strukturen, sie geben ihm Sicherheit. Doch in Afghanistan sieht er zuerst nur das Fehlen dieser Strukturen, zieht Vergleiche und ist verzweifelt.

Jedoch ist die Figur des Mahboob Martin nicht oberflächlich, sondern er ist ein vielschichtiger Charakter auf der Suche nach seiner Identität, nach seinen Gefühlen, Bedürfnissen und Wünschen.                  

Im Aufeinandertreffen von Mahboob Martin mit anderen Protagonisten und in seinem Handeln spiegelt sich Unsicherheit und Einsamkeit genauso wie nach und nach Einfühlsamkeit und Reflexion, was seine Persönlichkeit betrifft, wider. 


Zusammenfassend kann man sagen: Bei Mahboob Martin wird die Zerrissenheit zwischen zwei Kulturen - zwei Ländern - zwei Sprachen - zwei Teilen seines Lebens besonders deutlich. 

Mahboob Martins Reise nach seinen Ursprüngen, nach seinem vergangenen Leben, seine Reise auf der Suche nach der eigenen Identität und wie diese in der Zukunft weiter bestehen kann, ermöglicht dem Leser auch gut recherchierte, authentische und realistische Einblicke in das Leben in Afghanistan, in die Völker, ihre Kultur und Tradition. Die (jüngste) Afghanische Geschichte und dieses hier erzählte „Bild" von Afghanistan mit all seinen Widersprüchen zwischen Stadt und Land sowie zwischen Afghanistan und Deutschland ist informativ, interessant, bereichernd und intensiv. 


Sprache:


Die Worte und tiefgründigen Formulierungen lesen sich gut und flüssig. Ich bin verzaubert von den Worten, die die Autoren in Mahboob Martins Kopf „pflanzen“. Sprichwörter und Verse von persischen Dichtern sind geschriebene Zeugen der afghanischen Kultur der Vergangenheit und Gegenwart. Der Titel des Buches „Der Himmel ist ein Taschenspieler“ ist ein altes afghanisches Sprichwort - Das Schicksal täuscht uns immer wieder.

Die Worte von Langer und Majed sind poetisch, tiefsinnig und bildhaft, wenn wir in den Kopf des Deutschen mit einer kindlich-verklärten afghanischen Vergangenheit blicken. Emotional erzählt wird besonders die Suche Mahboob Martins nach Antworten zu seiner eigenen Vergangenheit. Hierbei ist es nicht nur der verbale Austausch zwischen den Menschen, sondern das Ungesagte, die Mimik, Gestik und die Handlungen, die den Leser emotional berühren, ihn nachdenklich stimmen und ihn weitere Fragen stellen lassen. 


Fazit:


Ich habe einen authentischen Protagonisten mit autobiographischen Zügen kennengelernt. Gemeinsam mit ihm habe ich spannende, interessante, tiefgründige und Erkenntnis-reiche zwölf Monate erlebt, und ich hoffe darauf, dass die beiden Autoren die afghanische Geschichte ihrer Kinder und Erwachsenen weitererzählen...

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Buecherwurm1973s avatar

Rezension zu "Der Himmel ist ein Taschenspieler" von David Majed

Die Identitätsfindung eines Flüchtlings
Buecherwurm1973vor 4 Jahren

Mahoob   ist 9 jährig, als er mit seiner Mutter aus Kabul flieht. Sein Vater und seine Schwester bleiben zurück und sollen später nachkommen. In Frankfurt findet er mit seiner Mutter eine neue Heimat. Vater und Schwester kommen nicht nach und die Geflohenen wissen nichts über ihren Verbleib.  Deutschland prägt ihn und verdrängt seine afghanischen Wurzeln. Dies bekommt er sehr stark zu spüren, als er nach über 20 Jahren nach Kabul zurückkehrt. Dort sehen alle in ihm den Deutschen. Aber er ist doch Afghane, oder? Bald muss er sich eingestehen, dass die Stadt Kabul aus seiner Kindheit nicht mehr besteht. Ausserdem hat er die Gepflogenheiten und Sitten verlernt. So ist nicht nur die Annäherung zu seinem Vater eine Herausforderung, sondern auch die neue Lebensweise und Mentalität seines Vaterlandes.

 

Der Roman begleitet den Protagonist  bei  seiner Identitätsfindung. Nach der Suche „Wer bin ich und wohin gehöre ich?“ Der Schreibstil von Tanja Langer lässt den Leser dieses Gefühlschaos authentisch nachempfinden.

 

David Majed hat seine Lebensgeschichte in einem Roman verarbeitet. Im Internet hat er nach einem Autor gesucht, der seine Geschichte ausarbeitet. Mit Tanja Langer hat er meiner Meinung den Jackpot gezogen. Ich habe von ihr schon mehrere Bücher gelesen. Sie schafft es mit ihrem Schreibstil sämtliche  Sinne zu berühren.

 

Eine tolle Idee finde ich den Blog zum Buch. Man erfährt einiges an Hintergrundinformationen über die Arbeit am Roman, über Afghanistan und den Veranstaltungen zum Buch. Informationen, die man normalerweise nur am Rande mitbekommt.

 

Wichtig finde ich noch zu erwähnen, dass nicht nur die Identitätsfindung ein Thema ist. Sondern man erfährt auch, welche Zustände nach einem Krieg in einer Stadt herrschen. Das traumatisierte Volk, dem die Kraft und das Geld zum Aufbau fehlen.  Deshalb ist viel Platz für Korruption. Ein Buch, welches viel für die Völkerverständigung tut.

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Herbig_Verlags avatar
Liebe LeserInnen!

Wir verlosen 20 Print-Exemplare der zutiefst berührenden deutsch-afghanischen Familiengeschichte „Der Himmel ist ein Taschenspieler“ der Berliner Autorin Tanja Langer und des afghanischen Entwicklungshelfers David Majed. Beide Autoren werden sich an der Leserunde beteiligen und sich mit euch austauschen.

Zum Inhalt des Buches:
Ein altes afghanisches Sprichwort sagt: Der Himmel ist ein Taschenspieler - das Schicksal täuscht uns immer wieder. Das muss auch Mahboob erfahren, als er nach über zwanzig Jahren aus Frankfurt nach Kabul zurückkehrt und dort auf seinen Vater trifft, den er seit der Flucht 1979 nicht mehr gesehen hat. Fragen bedrängen den jungen Mathematiker: Wieso wurde die Familie getrennt? Und was geschah mit seiner Schwester Aziza? Mahboob taucht immer tiefer ein in diese fremde und doch vertraute Welt
Die Rückkehr nach Kabul, in die Stadt seiner Kindheit, ist schwieriger als gedacht: das Haus der Familie ist verfallen, der Vater ein gebrochener Mann. Mahboob beginnt, um den Wiederaufbau seiner alten Schule zu kämpfen, sucht nach verschwundenen Menschen, die er liebte – und ist gleichzeitig auf der Suche nach sich selbst. Vor dem Hintergrund der Geschichte Afghanistans von den freien Siebziger Jahren bis zum Wiederaufbau nach dem Abzug der Taliban spannt sich dieser große Familienroman auf der Suche nach einer dritten Identität.



Die Autoren:
Die Autorenschaft der Berliner Schriftstellerin Tanja Langer ("Der Tag ist hell, ich schreibe dir“, "Der Maler Munch“, "Das Haus") und des Entwicklungshelfers David Majed aus Kabul, ab 1984 in Deutschland aufgewachsen, erstreckt sich über Tausende von Kilometern hinweg. In ihrem gemeinsamen Roman trifft David Majeds Blick auf das Land von innen und außen auf Tanja Langers emotionale, präzise Sprache, seine tiefe Kenntnis auf ihre Neugier. Weiterlesen unter: www.Der-Himmel-ist-ein-Taschenspieler.blogspot.de

LangenMüller verlost 20 Exemplare von „Der Himmel ist ein Taschenspieler“. Schreibt dazu einfach in die Kommentare, warum ihr gerne an der Leserunde teilnehmen möchtet. Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich zum 18. Januar 2015. Am 19. Januar werden die Gewinner dann benachrichtigt.
Viel Spaß beim Mitmachen!

Zur Leserunde
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Zum Inhalt des Buches:
Ein altes afghanisches Sprichwort sagt: Der Himmel ist ein Taschenspieler - das Schicksal täuscht uns immer wieder. Das muss auch Mahboob erfahren, als er nach über zwanzig Jahren aus Frankfurt nach Kabul zurückkehrt und dort auf seinen Vater trifft, den er seit der Flucht 1979 nicht mehr gesehen hat. Fragen bedrängen den jungen Mathematiker: Wieso wurde die Familie getrennt? Und was geschah mit seiner Schwester Aziza? Mahboob taucht immer tiefer ein in diese fremde und doch vertraute Welt
Die Rückkehr nach Kabul, in die Stadt seiner Kindheit, ist schwieriger als gedacht: das Haus der Familie ist verfallen, der Vater ein gebrochener Mann. Mahboob beginnt, um den Wiederaufbau seiner alten Schule zu kämpfen, sucht nach verschwundenen Menschen, die er liebte – und ist gleichzeitig auf der Suche nach sich selbst. Vor dem Hintergrund der Geschichte Afghanistans von den freien Siebziger Jahren bis zum Wiederaufbau nach dem Abzug der Taliban spannt sich dieser große Familienroman auf der Suche nach einer dritten Identität. Im Jahr 2014, in dem Afghanistan durch die Präsidentschaftswahlen und den Abzug der Bundeswehr wieder im Fokus steht, zeigen uns Tanja Langer und David Majed ein überraschend anderes Afghanistan.


Die Autoren:
Die Autorenschaft der Berliner Schriftstellerin Tanja Langer ("Der Tag ist hell, ich schreibe dir“, "Der Maler Munch“, "Das Haus") und des Entwicklungshelfers David Majed aus Kabul, ab 1984 in Deutschland aufgewachsen, erstreckt sich über Tausende von Kilometern hinweg. In ihrem gemeinsamen Roman trifft David Majeds Blick auf das Land von innen und außen auf Tanja Langers emotionale, präzise Sprache, seine tiefe Kenntnis auf ihre Neugier. Weiterlesen unter: www.Der-Himmel-ist-ein-Taschenspieler.blogspot.de

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