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Herbig_Verlag

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Liebe LeserInnen!

Wir verlosen 20 Print-Exemplare der zutiefst berührenden deutsch-afghanischen Familiengeschichte „Der Himmel ist ein Taschenspieler“ der Berliner Autorin Tanja Langer und des afghanischen Entwicklungshelfers David Majed. Beide Autoren werden sich an der Leserunde beteiligen und sich mit euch austauschen.

Zum Inhalt des Buches:
Ein altes afghanisches Sprichwort sagt: Der Himmel ist ein Taschenspieler - das Schicksal täuscht uns immer wieder. Das muss auch Mahboob erfahren, als er nach über zwanzig Jahren aus Frankfurt nach Kabul zurückkehrt und dort auf seinen Vater trifft, den er seit der Flucht 1979 nicht mehr gesehen hat. Fragen bedrängen den jungen Mathematiker: Wieso wurde die Familie getrennt? Und was geschah mit seiner Schwester Aziza? Mahboob taucht immer tiefer ein in diese fremde und doch vertraute Welt
Die Rückkehr nach Kabul, in die Stadt seiner Kindheit, ist schwieriger als gedacht: das Haus der Familie ist verfallen, der Vater ein gebrochener Mann. Mahboob beginnt, um den Wiederaufbau seiner alten Schule zu kämpfen, sucht nach verschwundenen Menschen, die er liebte – und ist gleichzeitig auf der Suche nach sich selbst. Vor dem Hintergrund der Geschichte Afghanistans von den freien Siebziger Jahren bis zum Wiederaufbau nach dem Abzug der Taliban spannt sich dieser große Familienroman auf der Suche nach einer dritten Identität.



Die Autoren:
Die Autorenschaft der Berliner Schriftstellerin Tanja Langer ("Der Tag ist hell, ich schreibe dir“, "Der Maler Munch“, "Das Haus") und des Entwicklungshelfers David Majed aus Kabul, ab 1984 in Deutschland aufgewachsen, erstreckt sich über Tausende von Kilometern hinweg. In ihrem gemeinsamen Roman trifft David Majeds Blick auf das Land von innen und außen auf Tanja Langers emotionale, präzise Sprache, seine tiefe Kenntnis auf ihre Neugier. Weiterlesen unter: www.Der-Himmel-ist-ein-Taschenspieler.blogspot.de

LangenMüller verlost 20 Exemplare von „Der Himmel ist ein Taschenspieler“. Schreibt dazu einfach in die Kommentare, warum ihr gerne an der Leserunde teilnehmen möchtet. Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich zum 18. Januar 2015. Am 19. Januar werden die Gewinner dann benachrichtigt.
Viel Spaß beim Mitmachen!

Autor: David Majed
Buch: Der Himmel ist ein Taschenspieler
1 Foto

Dreamworx

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Was für ein wunderschönes Buch! Schon das Cover ist eine Augenweide und lässt einen von einem fernen Land träumen. Hier würde ich sehr gern mitlesen, da ich schon die Kurzzusammenfassung und das Autorenteam sehr interessant finde. Die Bücher von Khaled Hosseini habe ich allesamt verschlungen und lese sie ab und an immer wieder gern.
Wir haben als Familie selbst jahrelang in verschiedenen Ländern gewohnt und erst seit etwas mehr als 3 Jahren bin ich zurück in Deutschland. Eine Station von uns war ebenfalls im Nahen Osten. Die Menschen, die Kultur und auch die Geschichte hinter dem afghanischen Volk interessiert mich deshalb sehr, auch weil wir im Freundeskreis einige Menschen kennen, die einen direkten Bezug zu Afghanistan haben (sei es nun durch das Militär oder die Entwicklungshilfe). Gerne würde ich herausfinden, welche Gefühle in Mahboob geweckt wurden, als er seine alte Heimat wiedergesehen hat. Wollte er sofort wieder Reißaus nehmen oder hat er gespürt, dass hier seine Wurzeln sind. Wie ist das Wiedersehen mit seinem Vater verlaufen nach 20 Jahren. Waren sofort die altbekannten Gefühle wieder da, waren sie sich schnell wieder nah? Und wird Mahboob erfahren, was den anderen Familienmitgliedern zugestoßen ist, werden sie vielleicht wieder zusammenfinden, haben sie sich noch etwas zu sagen? Auch möchte ich erfahren, warum Mahboob seinen Vater so lange Zeit nicht gesehen hat, welche Gründe gab es dafür? Und wird Mahboob in Afghanistan bleiben, sieht er seine Zukunft dort?
All diese Fragen liegen mir auf der Seele und möchten beantwortet werden. Deshalb würde ich dieses Buch sehr gern lesen und bewerbe mich hiermit für einen Platz in der Leserunde und ein Printexemplar.

TochterAlice

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Was für ein verheißungsvolles Buch! Zu gern würde ich hier mitlesen! Ich liebe solche Bücher, in denen es um Familiengeheimnisse, um das Aufdecken von längst Vergangenem geht, gleichzeitig interessiere ich mich aber auch sehr für Kultur, Geschichte und politische Entwicklungen in Afghanistan und so wäre es für mich ungeheuer bereichernd, mitzulesen.

Besonders freue ich mich auf den Austausch mit den Autoren - ich habe im engsten Kreis (Schwester, Freunde) einige Entwicklungshelfer, die teilweise auch in Afghanistan gearbeitet haben.

Zu gerne würde ich eines der Bücher gewinnen und damit an der Leserunde teilnehmen!

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Solengelen

vor 3 Jahren

4. Leseabschnitt: Seite 155 bis 189
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Wie schön, dass Maboob jetzt auch von seiner Mutter Antworten bekommt. Und er kehrt noch einmal nach Afghanistan zurück. Ich bin nach wie vor sehr angetan von dem Buch. Es ist eine Geschichte, stellvertretend für viele Geschichten über Menschen, die ihre "Ursprungsheimat" verlassen mussten. Sie sind für mich so ein bisschen wie "Wanderer zwischen den Welten".

Solengelen

vor 3 Jahren

5. Leseabschnitt: Seite 190 bis 265
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Zurück in Afghanistan erhält er auch Antworten von seinem Vater. Durch den Vertretungsunterricht bekommt Mahboob Einblick in die "Kindheit", wenn man es so nennen darf, seiner Schüler. Er ist hin und her gerissen zwischen den Kulturen. Was ist für ihn Heimat, wo ist er zu Hause?

Leschen

vor 3 Jahren

3. Leseabschnitt: Seite 117 bis 154
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Solengelen schreibt:
Ich habe schon einiges über das Land lesen dürfen. Ein Land, das es nicht verdient hat, so ausgenutzt, ausgebeutet zu werden. Ein Land und dessen wunderbare Menschen schon soviel ertragen mussten und von uns nur auf die negativen Meldungen reduziert werden. Leider neigen wir dazu alle über einen Kamm zu scheren.

Vorurteile und Pauschalisierungen gegenüber Religionen, Kulturen, usw. scheinen leider zu sehr Teil der Menschheit zu sein.

Leschen

vor 3 Jahren

Fragen an die Autoren?

Bevor ich meine Eindrücke zum 7. Abschnitt schreibe, eine Frage: Gibt es eine Fortsetzung? 10 Jahre Afghanische Geschichte, Gesxchichte der Afghanen und derer Menschen mit afghanischen Wurzeln ist noch zu erzählen. Die Geschichte des Mahboob Martin ist definitiv für mich noch nicht zu Ende erzählt. Er und seine Familie in Afghanistan und sein Leben mit Noor und seiner Mutter in Deutschland bieten so viel Potential für eine Fortsetzung.

Leschen

vor 3 Jahren

Fragen an die Autoren?

DavidMajed schreibt:
Ja, ich habe ähnlich empfunden wie Mahboob. Gerade die Pubertätszeit war für mich am heftigsten. Das fiel mir damals natürlich und anderen nicht explizit auf, dass ich mich zerrissen fühlte. Ich habe dieses Phänomen in meinem Artikel „Flüchtlinge und Migration“ beschrieben. Die jugendlichen Flüchtlinge nehmen die deutsche Kultur schnell an. Doch die alten Werte der Ursprungskultur bleiben zum größten Teil erhalten. Das führt zu einem inneren Dilemma. Zum Teil trauen sich die Jugendlichen nicht, mit den Eltern über verschiedene Wertevorstellungen zu diskutieren und ihre Autorität in Frage zu stellen. In ihrer Ursprungskultur gilt dies als höchst respektlos und wird nicht geduldet. So entwickeln nicht wenige ein Leben mit widersprechenden Werten – auch wenn den Betroffenen das oft nicht wirklich bewusst ist: Zu Hause akzeptieren sie bestimmte kulturelle Werte, auf die sie in der Außenwelt keine Rücksicht nehmen. Der Individualpsychologe Theo Schoenaker hat herausgefunden, dass diese Menschen, die nicht wissen, wo ihr Platz in der Welt/in einer Gesellschaft ist, sich nicht nur schlecht, sondern auch minderwertig fühlen. Dies machen nahezu alle jugendlichen Flüchtlinge viele Jahre durch. Dabei verfügen diese Jungen und Mädchen über außergewöhnliche Lebenserfahrungen, haben tiefe Kenntnisse zweier Kulturen und sind bilingual. Mehr dazu: http://www.dandc.eu/de/article/david-majed-wie-junge-fluechtlinge-deutschland-zurechtkommen-und-sich-auf-identitaetssuche

Danke für den Artikel. :0)

Leschen

vor 3 Jahren

7. Leseabschnitt: Seite 311 bis 379
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Am Ende ist Mahboob Martin bewusst geworden, dass er sich nicht zwischen den beiden Kulturen, Ländern und Familienteilen (Afghanistan und Deutschland) entscheiden muss. Seine Identitätssuche ist immer geleitet davon gewesen, dass es nur ein "entweder oder" gibt.
Im vergangenen Jahr hat Mahboob Martin einen Zugang zu seinen Emotionen, seinen Wünschen, Bedürfnissen gewonnen. Der Wissenschaftler, der sich vor seiner "Reise" nach Afghanistan am liebsten mit berechenbaren Dingen umgeben hat, hat in diesem Jahr einen Zugang zu sich Selbst gefunden.
Es sind wie sein Vater aus Goethe "Fausts Osterspaziergang" rezitierte zwei Seelen, die in Mahboobs Brust wohnen, die afghanische und die deutsche Seele. Und beide können - um mit Goethe fortzufahren - nicht ohne die andere Seele sein. Er muss sich also nicht für eine Seele entscheiden.
Das Zusammentreffen mit seinem Halbbruder hat Mahboob Martin viele Fragen beantwortet, seine verwandtschaftlichen Wurzeln geklärt, aber ihm auch viele Momente der emotionalen Nähe zu seiner Familie (Bruder, Vater) ermöglicht, die erstmalig und einmalig waren. Auch sein Verhältnis zu seiner Mutter ist jetzt weniger mit der jahrzehntelangen Vorsicht - sie nicht zu verletzten, traurig zu machen - verbunden, sondern er erzählt ihr von den Tatsachen, dass sein Vater eine weitere Familie hat. Er offenbart sich ihr mit den positiven Gefühlen, die er mit seiner Zweiten Familie verbindet.
Er hat sich seiner Vergangenheit gestellt - auch die seiner Kindheit - und sich in der Gegenwart seinen Wurzeln zugewandt, und dabei sich Selbst besser kennengelernt.

Durch das Widersehen mit Farida erfährt der Leser viel von der afghanischen Geschichte und durch das Kennenlernen mit Mahboobs Familie in der Nähe von Kunduz auch sehr viel von Traditionen und Kultur der afghanischen Bevölkerung.
Dieses geschichtliche, traditionelle und kulturelle "Bild" von Afghanistan mit all seinen Widersprüchen zwischen Stadt und Land sowie zwischen Afghanistan und Deutschland war informativ, interessant, bereichernd, intensiv und poetisch, und hat mir sehr gut gefallen. :0)

Leschen

vor 3 Jahren

Fazit und Rezension

Danke für herausragende, einzigartige, eindrucksvolle und unvergessliche
Lesestunden. Ich bin so froh, dass ich an der Leserunden teilnehmen konnte.
Danke nochmal.

http://www.lovelybooks.de/autor/David-Majed/Der-Himmel-ist-ein-Taschenspieler-1100218637-w/rezension/1137903016/

http://www.amazon.de/gp/cdp/member-reviews/?ie=UTF8&ref_=ya_your_reviews&sort_by=MostRecentReview

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