David Mark Sterbensangst

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Inhaltsangabe zu „Sterbensangst“ von David Mark

Aector McAvoy ist Polizist. Ein guter Polizist. Und er muss einen Mörder jagen. Seit Wochen versetzt der die abgelegene nordenglische Küstenstadt Hullin in Angst und Schrecken. Niemand ahnt, wann er wieder zuschlagen wird, welches Opfer er wählen wird. Aber dann beginnt McAvoy zu verstehen. Erfolgt einem Mann, der eine Mission hat: Er will Gerechtigkeit. Um jeden Preis. McAvoy ist ihm auf der Spur – und riskiert dabei alles: seinen Job, seine Familie, sein Leben …

Englischer Humor, scharfzüngig verpackt und mit blutrünstigen Morden gespickt, zeichnet David Marks Krimis aus.

— Samtpfote
Samtpfote

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  • Atemlos spannend, witzig und kurzweilig

    Sterbensangst
    Samtpfote

    Samtpfote

    23. April 2016 um 00:13

    Meine Meinung: Da ich bereits den dritten Band dieser Krimireihe gelesen hatte und davon hin und weg war, forderte ich vor einiger Zeit auch den ersten und zweiten Band beim Verlag an und nun bin ich tatsächlich so begeistert, dass ich es kaum erwarten kann, bis weitere Bände von David Mark erscheinen. "Sterbensangst" beginnt sehr rätselhaft und erst nach und nach erfährt der Leser mehr über den Polizisten McAvoy, der auch in den Folgebänden die Hauptrolle spielen wird. Da ich den dritten Band bereits gelesen habe, war für mich leider nicht alles ganz so spannend und unbekannt (woran ich ja definitiv selber schuld bin), aber trotzdem war ich total begeistert von der Raffinesse, mit der David Mark uns näher an seinen Protagonisten heran führt. Dieser erste Fall von Aector McAvoy steht unter einem sehr schlechten Stern. Obwohl alle und alles gegen ihn zu arbeiten scheinen, kämpft er ungebrochen für Gerechtigkeit und gegen einen Killer, der ihm seine persönlichen Schwächen so gnadenlos wie ausgeklügelt vor die Nase hält und bis zum Schluss weiss McAvoy nicht, gegen wen oder was er eigentlich kämpft. Erst langsam zeigt sich ein Muster und verschiedene Teilchen setzen sich zu einem grossen Puzzle zusammen. Doch nicht zuletzt seine Vorgesetzten legen McAvoy teilweise bewusst, aber manchmal auch unbewusst immer wieder neue Steine in den Weg. Zum Glück aber hat er einen untrüglichen Instinkt und sucht so immer wieder nach neuen Wegen, um seine persönlichen und seine beruflichen Ziele zu verfolgen. Schreibstil und Handlung: Auch in diesem ersten Band lässt sich David Marks Schreibstil sehr klar erkennen. Dieser ist handlungsbezogen und lässt uns am Alltag der Ermittler teilnehmen. Lange Schilderungen von Ortschaften oder dem Aussehen gewisser Protagonisten findet man in Marks Bücher vergeblich. Vielmehr werden Personen nur stichwortartig charakterisiert. Da gibt es einen einarmigen Mann, der irgendwie immer wieder auftaucht oder zum Beispiel McAvoys kleine und zierliche Frau, die fast schon zerbrechlich wirkt, aber einen starken Willen hat. So wird die Geschichte auf das Wesentliche reduziert, nämlich auf die klar strukturierte und brutale Handlung und die bissigen und teilweise vernichtenden Dialoge, sowie den immer wieder durchscheinenden schwarzen britischen Humor. Der Leser merkt sich Verdächtige, Zeugen und Ermittler dank einfachen Stichworten oder ihren Namen, wenn sie dann genannt werden, und kann sich somit gewisse Abläufe besser vor Augen führen, oder sich selber Gedanken zu jedem auch noch so ausgefallenen Tathergang machen. Die Handlung ist brutal und die Dialoge sind scharfzüngig und direkt. Wer David Marks Krimis lesen will, darf sich nicht vor genauesten Schilderungen von Morden und Verletzungen fürchten. Auch sexuelle Handlungen jeglicher Art kommen in seinen Büchern vor. Dabei verzichtet er aber auf die ihm sonst eigene Genauigkeit, sondern überlässt auch einiges der Fantasie des Lesers, was ich als Kontrapunkt zu seinem sonstigen Stil sehr zu schätzen weiss. Meine Empfehlung: Englischer Humor, scharfzüngig verpackt und mit blutrünstigen Morden gespickt, zeichnet David Marks Krimis aus. Einmal mehr möchte ich anmerken, dass er seine Bilder in den Dienst der Handlung stellt und seine Beschreibungen nicht plakativ, sondern als in ein Gesamtkonzept eingegliederte Bestandteile verwendet. Zusätzliche Infos: Autor: David Mark Taschenbuch: 352 Seiten Sprache: Deutsch Originalsprache: Englisch Übersetzt von: Peter Friedrich Verlag: Ullstein Buchverlag ISBN  13 9783548284330

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  • Abgebrochen

    Sterbensangst
    Das_Leseding

    Das_Leseding

    11. November 2014 um 10:42

    Ich muss gestehen, dass ich wohl zu früh abgebrochen habe um etwas aussagekräftiges zu diesem Buch zu schreiben. Mein Grund dieses Werk nicht weiter zu lesen, war meine Abneigung gegen den Schreibstil oder die Übersetzung, wer weiß … Die Geschichte ist im Präsens (Gegenwart) gehalten und wird vom allwissenden Erzähler erzählt. Ich mag Geschichten, die im Präsens geschrieben sind nicht sonderlich gern und wenn doch, dann müssen sie packend sein, mich fesseln und dermaßen Kopfkino verursachen, dass ich es liebe in dieser (geschichtlichen) Gegenwart zu verweilen. Und genau dies ist hier nicht der Fall Auch gruselig: “Er öffnet die Tür. Man sieht einen großen Raum mit bunten Fliesen.” Wer ist denn “man”? “Er” ist doch allein dort! Diese Distanzierung oder ist es gar das Einbeziehen des Lesers (?) geht gar nicht! Fazit: Ein Buch, welches ich nicht empfehlen kann. Ein Schreibstil der an einen Schulaufsatz erinnert und wirr ist sowie ein Autor, der nicht auf den Punkt kommt. Daher 1 Stern.

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  • Rezension zu "Sterbensangst" von David Mark

    Sterbensangst
    MiraSun

    MiraSun

    08. September 2012 um 20:07

    Harte Fakten: Autor: David Mark Titel: Sterbensangst Übersetzer: Peter Friedrich Verlag: Ullstein : Berlin Jahr: 2012 Seiten: 394 Einheitssacht.: The Dark Winter Sprache: deutsch ISBN: 978-3-548-28433-0 Klappentext: Aector McAvoy ist Polizist. Ein guter Polizist. Und er muss einen Mörder jagen. Seit Wochen versetzt der die abgelegene nordenglische Küstenstadt Hullin in Angst und Schrecken. Niemand ahnt, wann er wieder zuschlagen wird, welches Opfer er wählen wird. Aber dann beginnt McAvoy zu verstehen. Erfolgt einem Mann, der eine Mission hat: Er will Gerechtigkeit. Um jeden Preis. McAvoy ist ihm auf der Spur – und riskiert dabei alles: seinen Job, seine Familie, sein Leben … Über den Autor: David Mark wurde 1977 in Carlisle, England, geboren. Er lebt zusammen mit seiner Partnerin, zwei Kindern und zwei Hunden in einem abgelegenen Bauernhaus. Mark war über zehn Jahre lang als Gerichtsreporter für verschiedene Zeitungen tätig. In seiner Freizeit liest er gerne, trinkt dazu einen Whisky und geht danach zum Boxtraining. Meinung: Ich hab dieses Buch bei der Homepage Blogg dein Buch gewonnen und bin richtig froh für diese Exemplar. Ich hab mich auf Gut Glück auf dieses Buch beworben und einen richtig interessanten Krimi bekommen. Ich muss zugeben das ich bis jetzt wenig Bücher aus dem Ullstein Verlag in meinem Regal habe. Weiß der Teufel warum. Sterbensangst ist auf jeden Fall ein sehr spannender Thriller. Es ist der Auftaktroman des Autors der Reihe über den Ermittler Detective Aector McAvoy! Ich lese sehr viele Thriller und Krimis und muss sagen, ich kann mich an keinen Ermittler erinnern, der nicht irgendwie in einer unerzählten Vorgeschichte n Schlag wegbekommen hat. Aector ist auch so einer. Wobei ich empfand die unerzählte Vorgeschichte nicht so extrem nervtötend wie bei manch anderen Krimis. McAvoy war zwar so wie er war, gerade weil es geschehen ist… aber der Autor braucht die Vergangenheit für diese Geschichte und es ist ein toller Auftaktroman. Ich fühlte mich sofort beim Prolog schon zu Hause, da es auf einem Fischerschiff begann. Ich bin großer Fan der Serie “der gefährlichste Job Alaskas” und sauge seitdem jegliche Geschichte auf Fischerbooten auf, egal was sie fangen… es müssen keine Krabben sein und sie müssen nicht vor Alaska fangen. Deswegen hat David Mark mich sofort mit den ersten Seiten an Land geholt und ich musste weiter lesen. Mir war nicht immer klar warum es auf diesem blöden Schiff angefangen hat, aber ich konnte miträtseln und auch das mag ich sehr an Krimis. Bei Fantasy und Jugendbücher lass ich mich berieseln, tauche in die Geschichte ein, bei Thrillern und Kimis möchte ich mit ermitteln. Das war bei diesem Buch leicht, aber auch irgendwie schwer, da ich das Motiv schnell durch schaut habe… aber nicht wer zur Hölle einen Grund hatte das zu tun. Wenn man auch so ein Rätselkönig ist, wie ich… dann ist dieses Buch definitiv ein Tipp für sie! Ich mag die fesselnde Abfolge der Ereignisse, sie flechten sich ineinander. Manchmal fragt man sich was denn los ist und muss trotzdem weiter lesen, weil es eine so spannende Geschichte ist. Zum Schluss noch eine Anmerkung warum es einen Abzug gibt. Ich hatte ganz lange keinen Peil wo dieser Krimi spielt. Hull sagt mir als Stadt nichts, ich bin halt kein geographisches Genie. Ne Freundin hat mir dann geholfen, irgendwie hat das Raten Spaß gemacht, aber ich hätte ne kurze Anmerkung besser gefunden… naja, mein Problem nicht eures! Aber Bewertungen sind schließlich subjektiv! Fazit: Spannender Auftaktroman einer Kriminalreihe über den Ermittler Aector McAvoy. Tipp für Rätselfreunde und Serienkillerfans! Weil ich die Vergangenheitsbelasteten Ermittler manchmal nervig finde und weil ich anfangs nicht wusste wo dieser Roman spielt gibt es keine Bestnote… aber doch eine B+

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  • Rezension zu "Sterbensangst" von David Mark

    Sterbensangst
    Sue71207

    Sue71207

    02. September 2012 um 00:09

    David Mark war für mich ein völlig unbekannter Autor. Ich hatte bisher keins von seinen Büchern gelesen. Die Inhaltsangabe zu Sterbensangst fand ich allerdings so interessant das ich mich auf das Buch beworben habe. In Sterbensangst geht es um Detective Aector McAvoy der seinen ersten großen Fall nach seinem Jobwechsel bekommt. Es beginnt alles mit dem Mord in einer Kirche. Die Jugendliche Daphne Cotton wird mit einer Machete ermordert. Der Mörder flüchtet aus der Kirche und schlägt dabei Detective Aector McAvoy bewusstlos. Das einzige was McAvoy erkennen kann sind die blauen, feuchten Augen des Mörders. Nebenbei kümmert sich McAvoy noch um den Selbstmord von Mr. Stein, denn seine Schwester behauptet er hätte keinen Selbstmord begangen. Natürlich fängt man ziemlich früh an darüber nach zu denken warum diese Morde passieren und was der Mörder für ein Ziel verfolgt. Die Frage ist natürlich auch: Gehören alle Gegebenheiten zusammen? Ist es ein Mörder oder sind es mehrere? Wird McAvoy sich in das Team integrieren können? Wird er den Fall lösen können oder haben seine Vorgesetzten vorher "die Schnauze voll" von ihm und seinen eigenwilligen Aktionen? McAvoy wirkt nicht sehr Charakterstark. Der Autor beschreibt ihn zu Beginn seiner Geschichte als verschlossenen, geheimniskrämerischen Menschen. Wir wissen Anfangs noch nicht sehr viel über ihn. Er ist verheiratet, hat ein Kind und seine Frau ist erneut schwanger. Ihn selbst umgibt eine traurige Aura. Er scheint nicht sehr viel Selbstbewusstsein zu haben und versucht niemanden in die Quere zu kommen. Er versucht seinen Job so gut wie möglich zu machen und möchte (ohne selbst auf zu fallen) bei allem behilflich sein und sein Bestes geben. Allerdings müssen andere auf ihn aufmerksam werden, denn er traut sich nicht sich in den Mittelpunkt zu stellen, weil er Angst hat das die anderen negativ über ihn denken könnten. In meinen Augen ein etwas schwieriger Charakter. Ich weiß nicht genau wie ich mein Empfinden beim Lesen in Worte fassen soll. Es war das erste mal das es ein Autor es geschafft hat mich eine düstere Aura spüren zu lassen. Natürlich ist es ein Kriminalroman und es geht um Mord. Es ist nun mal keine Liebesgeschichte, aber dies ist nicht mein erster Roman indem es um Mord geht. Man spürt förmlich McAvoy's Selbstzweifel, als wären es die eigenen. Dieses Gefühl lies mich erst zum Ende des Buches los. Für mich war es ein einzigartiger Kriminalroman der mich mit dem Protagonisten mitfühlen lies. Das schaffen nicht viele Autoren.

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  • Rezension zu "Sterbensangst" von David Mark

    Sterbensangst
    fcbfrosch

    fcbfrosch

    25. August 2012 um 11:57

    Zum Inhalt: Englische Krimis haben immer einen ganz besonderen Charme: Dieser hier spielt in der nordenglischen Stadt Hull. Dort wird der rothaarige Polizist McAvoy Zeuge eines grausamen Verbrechens, dessen Täter nach einem ganz eigenen Motiv handelt: er holt das nach, was der Tod Jahre zuvor „vergessen“ hat und sorgt auf grausame Art für Gerechtigkeit. Meine Meinung: Der Krimi weiß vor allem durch den Schreibstil zu punkten, der dichte Atmosphäre heraufbeschwört und ein intensives Lesevergnügen beschert. Er sorgt dafür, dass man als Leser einen guten Eindruck von den Figuren, der regionalen Umgebung, den Motiven des Täters, ... bekommt und sich gut in der Geschichten einfinden kann. Obwohl er so ein etwas gemächliches Tempo anschlägt, weiß der Autor an den entscheidenden Stellen die Spannung anzuziehen und fesselt einen besonders in den Konfrontationen zwischen Polizist und Täter. Der Held der Geschichte ist Aector McAvoy, der sich von anderen literarisch ermittelnden Polizeibeamten sehr unterscheidet. Er handelt streng vorschriftsgetreu, arbeitet gern mit dem Computer und ist Spezialist was Datenbanken angeht. Und für den Telefondienst wird er auch oft eingeteilt. Damit hat er eigentlich nicht viel, was ihm zum Helden machen könnte, dennoch verdankt er all diese Tätigkeiten seinem beherzten Auftreten ein paar Jahre zuvor. Beherzt ist eigentlich genau das Wort, was McAvoy treffend beschreibt: weniger waghalsig oder mutig, wird er mehr von dem Gedanken der Gerechtigkeit angetrieben und verliert sich in diesem Fall, der den Täter eng mit ihm verbindet – denn auch der Täter handelt nach dem eigenen Gerechtigkeitsempfinden. Neben diesem eher „langweiligen“ Arbeitsinhalten, ist McAvoys Leben eigentlich nahezu perfekt: eine perfekte Frau, wie er oft selbst betont, deren Liebe alles ist, was er sich jemals im Leben gewünscht hatte. Und gemeinsam mit ihr hat er einen Sohn, ein kluger, aufgeweckter Junge. Roisin, seine Roisin, ist dankbar, ausgeglichen und verzeiht ihrem „Riesen“ alles. Auch, dass er sein Kind in einer gefährlichen Situation allein im Café sitzen lässt. Überhaupt ist sie sehr großmütig und verständnisvoll. Wären alle Polizistengattinnen so, dann hätte der Großteil der Ermittler keine familiären Probleme und ein erfülltes Leben. Der Fall an sich hat mich nur von der Idee überzeugt. Bei der Umsetzung muss ich bemängeln, dass man als Leser den Ermittlern bestimmt 150 Seiten voraus ist, denn besonders was das Erkennen der Zusammenhänge angeht, weiß man viel früher bescheid und muss die ganze Zeit ungeduldig darauf warten, dass den Polizisten ein Licht aufgeht. Das nimmt leider etwas die Luft raus. Auch wie McAvoy schließlich die Spur zum Täter findet, ist aus meiner Sicht ein Schuss ins Blaue und beruht auf einem riesigen Zufall. Mein Fazit: Sterbensangst“ von David Mark ist ein Kriminalroman, der vor allem durch Atmosphäre begeistern kann und einen soliden Auftakt für eine neue Krimireihe um Aector McAvoy bildet. Der Polizist aus Schottland hat zwar keine familiären Probleme, dafür aber ein kleines Ego und einen starken Gerechtigkeitssinn. Seine Figur gibt sicher ein realistischeres Bild von Polizeiarbeit als man es gewöhnt ist. Der Fall an sich konnte mich jedoch nur von der Idee überzeugen. Bei der Umsetzung muss ich leider bemängeln, dass die Ermittler sich sehr lange daran aufhielten, die Verbindung zwischen den Fällen zu erkennen und man einen deutlichen Vorsprung hat. Das hätte besser gelöst werden können. Wer aber gern gemütliche Krimis liest, dem sei Sterbensangst empfohlen.

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  • Rezension zu "Sterbensangst" von David Mark

    Sterbensangst
    KinderundBuecher

    KinderundBuecher

    22. August 2012 um 11:15

    Kurz vor Weihnachten in einer kleiner Stadt in Nordengland. Ein farbiges Mädchen wird brutal in einer Kirche ermordet und Aector McAvoy stösst mit dem Täter zusammen, der jedoch entkommen kann. Die örtliche Polizei nimmt umgehend ihre Ermittlungen auf, obwohl das Team durch interne Konflikte zurüttet scheint und Aector McAvoy erst vor kurzem zu dieser Einheit gewechselt ist. Kurz darauf passieren weitere Morde - brutal und aufs genaueste geplant - und die scheinbar nichts miteinander verbindet. Nur Aector McAvoy vermutet einen Zusammenhang und macht sich auf die gefährliche Suche nach dem unbekannten Täter. David Mark versteht es mit Aector McAvoy einen neuen Typ Ermittler zu erschaffen. Highländer McAvoy, körperlich ein Riese, der mit seinem Äußeren beeindrucken und sich Respekt verschaffen kann. Jedoch vom Charakter eher der sanfte und ruhige Typ ist, dem seine Familie und Gerechtigkeit über alles geht. Doch auch er hat seine Schattenseiten! Diese Gegensätze haben mir das Lesen anfangs etwas schwer gemacht, aber je mehr man McAvoy kennen lernt umso sympathischer wurde mir der Ermittler mit den schottischen Wurzeln. Die Handlung beginnt langsam und steigert sich zum Ende hin und als Leser wird man unbewusst in einen Sog gezogen und kann nicht mehr aufhören mit Lesen. David Mark hat eine spannende Handlung um die Suche nach einem Serienkiller voller Überraschungen und Wendungen gestrickt. Man erhält Einblicke in die Ermittlungsarbeit, nimmt teil an Fortschritten und Rückschlägen der Polizei. Das macht die Handlung realistisch und gut nachvollziehbar. Der Einstieg in die Geschichte ist jedoch anfangs etwas zäh, man bekommt viele Namen präsentiert und kurze Einblicke McAvoys Vergangenheit, kann das jedoch noch nicht so richtig erfassen und zu einem Ganzen zusammenfügen. Jedoch klärt sich vieles dann im Lauf der Handlung auf. Ebenso wie David Mark mit Aector McAvoy einen etwas anderen Ermittler geschaffen hat, wird uns in "Sterbensangst" ein ganz außergewöhnlicher Typ Serienkiller präsentiert. Leider kann man nicht zu viel verrraten ohne die Geschichte vorweg zu nehmen. Jedoch nimmt der Täter das Zitat "Auge um Auge, Zahn um Zahn" sehr ernst und seine Taten haben bei mir mehr als einmal Gänsehaut hinterlassen. Auch hier versteht es David Mark geschickt die grausamen Taten zu beschreiben, ohne jedoch zu sehr ins Detail zu gehen. Fazit: Ein fesselnder Kriminalroman der mit Aector McAvoy einen neuen Typ Ermittler präsentiert, der einen außergewöhnlichen Serienkiller jagt und man als Leser hautnah bei der Suche dabei ist.

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  • Rezension zu "Sterbensangst" von David Mark

    Sterbensangst
    Nirena

    Nirena

    15. August 2012 um 21:25

    David Mark entführt uns in eine unwirtliche Gegend Englands, in eine nichtssagende Kleinstadt, wo ein farbiges Mädchen in einer Kirche umgebracht wird. Und das auch noch kurz vor Weihnachten - die Empörung der Bevölkerung ist groß und der Druck auf die örtliche Polizei entsprechend hoch. Problematisch, wenn die Polizei nach internen Erschütterungen noch nicht wieder zu ihrer gewohnten Form gefunden hat... David Mark kann mit Sprache umgehen, das merkt man von der ersten Seite an. Hull, diese austauschbare englische Kleinstadt, entsteht vor den Augen des Lesers mit allen Bewohnern, die einem im Laufe der Handlung begegnen. Entsprechend gut ist der Lesefluss, langsam - fast unmerklich - aber stetig wird man von diesem Buch eingesogen, bis man es irgendwann nicht mehr aus der Hand legen kann, weil man spürt, dass noch etwas auf den weiteren Seiten lauert - und man wird nicht enttäuscht. Die Handlung ist flüssig, spannend - immer wieder unterbrochen von den Schattenseiten der Ermittlung, Recherche, Gedankenaustausch - alles wirkt real. Auch die Beschreibung der Polizeihierarchie: die Oberen, denen es mehr um den Ruf und die Statistik geht, als um Gerechtigkeit; Kollegen, die von sich selbst so eingenommen sind, dass sie nicht offen genug sind für Intuition oder Erkenntnisse anderer; gute Polizisten, schlechte Polizisten, desillusionierte Polizisten. Sehr ansprechend finde ich den Charakter der Trish Pharaoh, McAvoys Vorgesetzte - smart, mit beiden Füßen im Leben stehen, balanciert sie gekonnte Berufs- und Privatleben und lässt sich von männlichen Kollegen nicht die Butter vom Brot nehmen - auch erkennt sie McAvoys Qualitäten, die von anderen leicht übersehen werden. Damit kommen wir zur Person des Aector McAvoy, der Hauptprotagonist dieses Buches, das der erste Teil einer Serie um eben diesen Ermittler ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Ermittlern, die einem in Krimis und Thrillern begegnen, haben wir hier keinen zynischen, psychisch angeschlagenen Ermittler. Ganz im Gegenteil - McAvoy ist ein Gutmensch. Im Buch wird er oft als "sanfter Riese" bezeichnet: extrem hochgewachsen mit einem immensen Brustkorb, aber sanften Augen. Liebevoller Ehemann und Vater, der Frau und Sohn hingebungsvoll zugetan ist; guter Polizist: bestrebt einen echten Beitrag zu leisten, für Gerechtigkeit in der Welt zu sorgen. Wahrscheinlich liegt genau da mein Problem mit ihm - ich MAG psychisch angeknackste Ermittler, das macht sie charismatisch und menschlich, zeigt, dass sie auch nicht unverwundbar sind und der dauernde Umgang mit dem Bösen sie nicht unversehrt bleiben lässt. McAvoy hingegen ist gut, zu gut, um charismatisch zu sein, ein Weichei, das auch noch unter Selbstwertproblemen leidet und sich von arroganten Kollegen herumschubsen lässt, ohne aufzumucken. Als seine schlechteste Eigenschaft kann man wohl nur sein Bestreben bezeichnen, für Gerechtigkeit sorgen zu müssen, vielleicht noch eine gewisse Eitelkeit, dass er nur sich selbst für fähig dafür hält. Aber all jene, die in der Vergangenheit geklagt haben, dass es nur noch Ermittler gebe, die psychische Wracks seien, freuen sich bestimmt über Aector McAvoy! Alles in allem ein lesenswerter Krimi, der mich gut unterhalten und gefesselt hat. http://ninis-kleine-fluchten.blogspot.de/2012/08/david-mark-sterbensangst.html

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