David Mitchell Der Wolkenatlas

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Inhaltsangabe zu „Der Wolkenatlas“ von David Mitchell

Sechs Lebenswege, die sich unmöglich kreuzen können: darunter ein amerikanischer Anwalt, der um 1850 Ozeanien erforscht, ein britischer Komponist, der 1931 vor seinen Gläubigern nach Belgien flieht, und ein koreanischer Klon, der in der Zukunft wegen des Verbrechens angeklagt wird, ein Mensch sein zu wollen. Und dennoch sind diese Geschichten miteinander verwoben. Mitchells originelle Menschheitsgeschichte katapultiert den Leser durch Räume, Zeiten, Genres und Erzählstile und liest sich dabei so leicht und fesselnd wie ein Abenteuerroman. "David Mitchell nimmt den Leser mit auf eine literarische Achterbahnfahrt. Und man wünscht sich, diese Reise möge nie enden." (A.S. Byatt)

Grandios! Sowohl Buch, als auch Film!

— BuchHans
BuchHans

Das Buch besteht über 6 Geschichten, die miteinander verbunden sind. Leider war die Auflösung für mich zu langatmig. Abbruch

— schokoloko29
schokoloko29

Dieses Buch ist schwer zu beschreiben... Am ehesten trifft es wohl das Wort << überwältigend >>!

— Catniss
Catniss

Eines der berührendsten Bücher die ich je gelesen habe, über das ich heute noch nachdenke.

— Yuyun
Yuyun

Der Anfang ist echt schwierig.

— literat
literat

Keine leichte Kost, hat mich aber dennoch gefesselt!

— mehe
mehe

Dystopisch angehauchter Roman, vielsträngig und mitreißend!

— KateMindy
KateMindy

Faszinierende Handlungsstränge verflechten sich zu einer großen Geschichte

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein literarisches Meisterwerk, das von Anfang bis Ende eine geniale Komposition ist.

— Book_Bug
Book_Bug

Man muss sich auf das Buch einlassen können - dann ist es unglaublich gut und viel komplexer als der Film.

— soetom
soetom

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  • LovelyBooks Literarische Weltreise 2017

    Reise um die Welt
    Ginevra

    Ginevra

    Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr (wieder) Lust auf eine literarische Weltreise im Jahr 2017? Dann lasst uns gemeinsam durch 21 verschiedene Lese- Regionen reisen! Die Aufgabe besteht darin... - 12 Bücher in einem Jahr zu lesen; - Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen); - Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen. - Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen; - Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen; - Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen, dabei sind 2 Kurzmeinungen erlaubt. - Eure Beiträge werde ich verlinken; - Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich; - Genre und Erscheinungsjahr sind egal: - Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt! Diese Challenge eignet sich für Neuerscheinungen aller Kategorien, um den SuB endlich mal weiter abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren. Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlost Lovelybooks am Ende des Jahres ein kleines Buchpaket! Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Viele tolle Tipps und Empfehlungen findet ihr auf der Seite der LIterarischen Weltreise 2016:  https://www.lovelybooks.de/autor/Lily-King/Euphoria-1117239512-w/leserunde/1210564360/ Dann wünsche ich uns allen... Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездки Счастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! - 旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。- Gute Reise! TeilnehmerInnen: ambermoonArgentumverde Arietta Aleida ban-aislingeach Bellis-Perennis Beust black_horse britta70 buchjunkie Buchraettin Buecherwurm Caroas carathisCaro_LesemausChattysBuecherBlog Code-between-lines Cornelia_RuoffCorsicana CosmoKramer danielamariaursula Elke elmidi faanie fasersprosse Fjordi Florenca Fornika Gela_HK Gelinde Ginevra Gruenente gst Gwendolina haberland86 Hamburgerin hannelore259 Harlequin histeriker Hortensia13 Igela Igelchen Isador Jari jeanne1302 lehmasLeonoraVonToffieFee leselea lesebiene27 lieberlesen21 Jisbon JuliB kingofmusic kleinechaotin krimielse LibriHolly Luiline marpije miss_mesmerized monerlnaninka Nelebooks  niknak Nisnis paevalill Pagina86 papaverorosso parden peedee Petris PMelittaM postbote saku Schlehenfee schokoloko29 seschat Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi TanyBee TraubenbaerulrikerabeValabe vanessabln vielleser18 wandablue waschbaerin Wedma Wermoewe Wichellawidder1987 WollyYolande

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    • 1167
  • Ein Geschichte, die sich zieht

    Der Wolkenatlas
    schokoloko29

    schokoloko29

    16. June 2017 um 11:26

    Es werden sechs verschiedenen Lebensgeschichten beleuchtet, die in unterschiedlichen Zeiten spielen. Eine Geschichte findet in der Pazifik 19. Jahrhundert statt; die andere in Belgien 1930 herum; die andere 1970 in Amerika u.s.w. Die Geschichten leben von der Sprache (Jede Geschichte hat eine eigene Sprache) und sie sind verwoben ineinander. Was es für mich sehr schwer gemacht hatte, war, dass die Geschichten meistens kurz vor dem Showdown aufgehört haben. Dann fing eine neue Geschichte mit neuen Charakteren und einer neuen Sprache an. Dies wiederholte sich bis ca. Seite 380. Leider hatte ich nicht das Durchhaltevermögen die ganzen Geschichten zu lesen und der Autor hat es mir nicht leichtgemacht mich an der Stange zu halten.Da ich den Film zuerst gesehen hatte hoffte ich auf eine baldige Auflösung. Doch nach ca. 350 Seiten 5! Anfänge und Abbrüche konnte ich leider mich nicht zur 6. Geschichte aufraffen und habe es abgebrochen.Irgendwann wenn ich mich mehr auf das Buch einlassen kann werde ich es nochmal versuchen!Die Erzählweise ist sehr gehoben. Als Leser merkt man, dass der Autor was von seinem Handwerk versteht!

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    • 13
  • Sprachliches Kunstwerk

    Der Wolkenatlas
    Semjon22

    Semjon22

    25. February 2017 um 16:01

    Der Aufbau des Buchs in verschiedene Handlungsstränge, die nacheinander erzählt werden, aber jeweils nur bis zur Hälfte, um dann in der Mitte des Buchs in absteigender Form wieder zum Ende zu führen, fand spannend. Die größte schriftstellerische Leistung bestand aber darin, die jeweils richtige Sprache für die entsprechende Epoche zu finden. Von antiquiert über gewählt, schön, flüssig, umgangssprachlich bis futuristisch ist da alles dabei. Manche Handlungsstränge gefallen da einem besser als andere. Ich liebte zum Beispiel die zweite Geschichte des verarmten Pianisten in Belgien, dessen Erlebnisse in Briefform erzählt wurden und tat mir dagegen mit den letzten Geschichten um den koreanischen Klon sowie der postapokalyptischen Schilderung eines Hirtenjungen auf Hawaii am Schwersten. Daher gibt es auch einen Stern Abzug, denn die Phase, bis die Erzählweise wieder meinem Geschmack entsprach, dauerte mir zu lange. Anfang und Ende gehörten dagegen zum Besten, was ich je gelesen habe. Der dünne rote Faden, der alle Geschichten zusammenhält, ist geschickt gelegt worden. Insgesamt ein tolles Buch und ein faszinierende sprachliche Leistung des Autors. Unbedingt lesenswert.

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  • Leserunde zu "VAMPIRE DIARIES" von Lisa J. Smith

    VAMPIRE DIARIES
    stebec

    stebec

    ~~~~~~~~ Hier gibt es KEINE Bücher zu gewinnen~~~~~~~~~~~~~~~Dies ist der Lesemarathon unserer „Zukunft vs Vergangenheits“-Gruppe und unserer Werwolfrunde ~~~~~~~~ Lesemarathon zum Thema „Vampire Diaries“ - 03.02.-05.02.2017 Um dabei zu sein, braucht ihr die Serie nicht zu kennen oder zu mögen.  Zu unserer Werwolfrunde hier auf Lovleybooks veranstalten wir immer einen Lesemarathon. Um dieser Tradition treu zu bleiben, findet auch dieses Mal wieder so ein Marathon statt. Größtenteils wird es sich thematisch um die Serie „Vampire Diaries“ gehen, weil dies das Thema unserer aktuellen Werwolfrunde ist. Welche Bücher ihr euch dazu aussucht ist vollkommen egal.  Wir wollen zusammen lesen und gemütliche Stunden zusammen verbringen. ♦ZIELE:♦ Setzt euch welche! Wie viele Seiten wollt ihr an diesen drei Tagen schaffen? ♦DIE REGELN:♦ Diesmal haben wir uns für euch wieder etwas Neues einfallen lassen, damit sich dieser Vampire Diraries-Lesemarathon von dem letzten Supernatural-Marathon abhebt. Und zwar: Unsere arme hilflose Elena steht zwischen zwei Männern und muss sich für einen von beiden entscheiden. Eure Aufgabe ist es deswegen den beiden Vampiren Stefan und Damon dabei zu helfen, das Herz von Elena für sich zu gewinnen. ♦Dazu werdet ihr in zwei Teams aufgeteilt♦ Team Damon Düster, ein klein wenig sadistisch und immer der Buhmann. Der Badboy der beiden Brüder. Team Stefan Vertrauensvoll, moralisch und immer für Elena da. Der Goodguy der beiden Brüder. Ihr müsst nun versuchen dem jeweiligen Bruder zur Seite zu stehen. Das schafft ihr, indem ihr jede Menge Seiten lest und damit kleine Geschenke erwerbt oder die von uns gestellten Aufgaben löst und dann als Belohnung auch Geschenke für Elena erwerbt. Am Ende gewinnt das Team mit den meisten Geschenken, Elena, damit euer Vampir mit ihr glücklich in den Sonnenuntergang reiten kann (sofern ihr das benötigte Pferd erspielen könnt). ♦GRUPPEN:♦ Ihr könnt gerne angeben in welcher Gruppe ihr euch wohler fühlt. Bitte habt jedoch Verständnis dafür, dass wir euch ggf. einteilen müssen, damit die Teams ausgeglichen sind. Hierbei gilt das Prinzip: First Come, first serve. Betreut werden die Gruppen von katha_strophe, Knorke, Mysticcat und stebec. ♦MITMACHEN:♦ Schreibt bitte einfach kurz einen kleinen Beitrag mit "Hallo ich bin dabei und ich nehme mir vor..." in das Unterthema "Wer ist dabei" und schreibt mir nicht über den Bewerbungsbutton. Danke ^^ ******************************************** WICHTIG: Unsere gestellten Fragen werden so weit wie möglich einen Bezug zu der Serie haben. Dies muss nicht für eure ausgewählten Bücher gelten. Es darf gelesen werden, was Spaß macht. Zudem sind zu diesem Marathon nicht nur Teilnehmer unser " Zukunft vs. Vergangenheitschallenge" und " Werwolfrunde" eingeladen. Jeder Leser ist willkommen. WANN STARTEN WIR? Der Marathon startet am Freitag, den 03.02.2017 um 15 Uhr und endet am 05.02.2017 um Mitternacht. Der Spaß bei unserem Lesemarathon ist natürlich an erster Stelle. Und frei nach dem Motto "Alles kann, nichts muss" könnt ihr euch eure Zeit einteilen, wir ihr mögt. Wir streuen in regelmäßigen Abständen Aufgaben und Rätsel ein und setzten uns gerne Ziele, um den Spaßfaktor ein wenig zu erhöhen, beides ist aber nicht verpflichtend. ******************************************************** Habt ihr Fragen, Anregung oder Rätsel, die ihr uns für den Marathon zukommen lassen mögt? Gerne nehmen wir jede Hilfe an. Schreibt einfach eine kurze PN an: Stebec Katha_strophe Knorke Mysticcat ******************************************************* Teilnehmer inkl. Wunschteam: - Snorki (#TD1) - Nelebooks (#TS1) - Unzertrennlich (#TS2) - Vucha (#TS3) - papaverorosso (#TD2) - AnnikaLeu (#TD3) - BlueSunset (#TD4) - pinu (#TD5) - Mitchel (#TD6) - Sternchen (#TD7) - LadySamira (#TS4) - mareike91 (#TS5) - kattii (#TS6) - Henny176 (#TD8)  -katha_strophe (#TD9) - stebec (#TS7) - Pippo121 (#TS8) - Averyx (#TS9) - Knorke (#TD10) - mystic (TS#10) Vergangene Runden: Wunderschöne Winterzeit (27.12-30.12.) Supernatural (11.11.-13.11) Games of Thrones (14.10-16.10) Asterix - Der Gallier (09.09-11.09) Alice im Wunderland (Mitte Juni)

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    • 842
  • Schwieriger Anfang

    Der Wolkenatlas
    literat

    literat

    04. November 2016 um 09:05

    Das Buch ist grundsätzlich toll. Der Autor beherrschte eine hohe Kunst, das ist ganz klar zu lesen. Er verwebt mehrere GEschichten, die in unterschiedlichen ZEitepochen spielen und natürlich unterschiedliche Erzählstile zu einem großen Ganzen. Es beginnt mit der Geschichte eines jungen amerikanischen Notars, der in Klienenangelegenheiten im 18.. Jahrhundert mit dem Segelschiff erst nach Australien und dann bis nach Honolulu reist. Mitten drin in der Erzählung, die echt spannend ist, reißt die Geschichte ab und im nächsten Kapitel beginnt eine neue Geschichte, undzwar die des jungen Komponisten Thomas Frobisher, der aus Geldnot England Hals über Kopf verlässt und bei einem berühmten Komponisten in Belgien als Assistenz anheuert, undzwar sind wir jetzt zeitlich Anfang des 20. Jahrhunderts. Am Rande bekommt man dann mit, daß er ein Teil des Buchs zur Erzählung vorher hier findet und versilbert. Auch hier endet die Erzählung abrupt und eine Neue beginnt. Und so zieht sich das durch. Ich will da jetzt auch nicht zu viel verraten, bzw. wenn ich hier noch Genauer darauf eingehen, dann wird das eine 5-Seiten-Rezension. Weil das Buch eben so "gehaltvoll" ist. Das Buch vereint für mich irgendwie mehrere Geschichten in Einem. Mir ist das zuviel. Ich hätte lieber eine Geschichte detaillierter und gedanklich aufbereitet, als die vielen GEschichten nebeneinander, wobei man ja am Anfang gar nicht durchsteigt, was hier eigentlich der rote Faden ist, was die Geschichten gemeinsam haben. Ist ja eigentlich eine gute Idee, grundsätzlich aber für mich sind das mehrere Kurzgeschichten, die dann in einen größeren Zusammenhang gebracht wurden, um sie miteinander zu verweben und zu einem Buch zu machen. Mich hat das gedanklich teilweise überfordert. Es ist als würdest Du mindestens 5 Bücher lesen.

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  • Die Welt kondensiert in einem Buch

    Der Wolkenatlas
    Book_Bug

    Book_Bug

    06. July 2016 um 19:32

    So lose, wie diese Geschichten auf den ersten Blick zusammen gewürfelt wirken, so eng sind sie tatsächlich miteinander verbunden. Ich bin mir fast sicher, nicht jede Genialität des Buches begriffen zu haben, denn es ist hochkomplex. Alles scheint zusammenzuhängen, Personen, Handlungen, Ansichten, Zeiten, Kulturen und Entwicklungen. Jeder der einzeln erzählten Geschichten hat auf ihre Weise ihren Reiz, besonders gefallen hat mir die der Duplikantin Sonmi. Herausragend fand ich die Sprache, die Mitchell in jeder Episode variiert und den Personen und Zeiten anpasst. Seiner Kreativität waren keine Grenzen gesetzt - egal ob förmlich im 19. Jahrhundert oder mit futuristischen Slangs in der Zukunft - und so erscheinen die Figuren lebendig und ganz nah. Ein Buch, das durchaus Konzentration beim Lesen fordert, bei dem sich das Durchhalten aber definitiv lohnt!

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  • Leserunde zu "Die Indianische Kalenderchallenge 2016/2017"

    Indianisches Horoskop / Geburtstagskalender (Wandkalender immerwährend DIN A3 quer)
    stebec

    stebec

    Halli Hallo meine Lieben, Vorab: Es handelt sich hier um eine Challenge. Der Kalender kann nicht gewonnen werden!.Wie wir es schon angekündigt haben, möchten kattii und ich euch dieses Jahr auch wieder mit einer Horoskop-Challenge bespaßen. Da wir uns gedacht haben, dass zwei Jahre hintereinander das gleiche Horoskop ziemlich langweilig werden kann, haben wir uns dazu entschlossen dieses Jahr die Chinesischen Sternzeichen durch die Indianischen zu ersetzen. Wir haben auch noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen, damit das Punktesammeln nicht mehr so kompliziert ist, wie letztes Jahr und somit das Lesevergnügen ganz im Vordergrund steht. Außerdem gibt es am Ende der Challenge auch eine Kleinigkeit zu gewinnen. Kommen wir also erstmal zu dem wichtigsten. Die Regeln:1. Wir sammeln diesmal Totems und keine langweiligen Punkte ;)2. Jeden Monat bekommt ihr zwei Aufgaben zu einem Tierkreiszeichen. Die Aufgaben beziehen sich immer auf eine negative und eine positive Charaktereigenschaft. 2.1. Für jede gelöste Monatsaufgabe gibt es ein Totem.3. Zusätzlich bekommt ihr von uns 12 Jahresaufgaben, die ihr über den gesamten Challengezeitraum lösen könnt. Die sind sozusagen eure Joker, falls ihr mal eine Monataufgabe nicht lösen könnt. Diese sind dafür etwas aufwändiger bzw. kniffliger.3.1. Für jede Jahresaufgabe gelöste Jahresaufgabe gibt es ein Totem.4. Denn um am Ende der Challenge in den Lostopf zu hüpfen, müsst ihr mindestens 24 Totems gesammelt haben.5. Gerne könnt ihr die Jahresaufgaben auch zusätzlich lösen. Eure Chance auf den Gewinn beeinflusst das jedoch nicht. 6. Wie auch letztes Jahr bekommt ihr die doppelten Totems, wenn ihr die Monatsaufgaben zu dem Tier löst, was euer Sternzeichen ist. ACHTUNG: Die Jahresaufgaben sind hiervon ausgeschlossen. 7. Eine Rezension oder Kruzmeinung zu den Büchern ist diesmal Pflicht und muss in einem Sammelpost festgehalten werden. Ob ihr diesen in dem Thread erstellt oder doch lieber mit eurem Blog teilnehmen wollt, ist euch überlassen. 8. Die Rezensionen oder Kurzmeinungen müssen immer bis zum 5ten des Folgemonats online sein. 9. Die Monatsaufgaben postet katti immer am 20ten des vorherigen Monats.10. Da noch nachträglich viele Anfragen eingehen. Ist die Anmeldefrist aufgehoben. Man kann jederzeit in die Challenge einsteigen, aber die gelesenen Bücher können nicht nachträglich gezählt werden. Es gelten die Bücher die ab Zeitpunkt der Challenge gelesen wurden.11. Sagt uns bitte bei der Anmeldung, wann ihr Geburtstag habt, damit wir die doppelten Totems nachvollziehen können.12. Wir behalten uns vor jeden Teilnehmer, der drei Monate abwesend war/ist, anzuschreiben und ggf. aus der Challenge auszuschließen.Natürlich interessiert euch auch, was es zu gewinnen gibt:Die Gewinne:1. Ein Überraschungpaket im Wert von 20-30€2. Zweimal einen Buchgutschein im Wert von 10 € von der Bockumer Buchhandlung.Ihr seht wir haben einiges geändert, sodass die Challenge etwas einfach und vielleicht auch attraktiver wird. Wir wünschen euch jetzt erstmal viel Spaß und hoffen, auf eine rege Teilnahme.Fragen können wie immer gerne im dazu vorgesehenen Thread gestellt werden.Die Teilnehmer:Ann-Kathrin Speckmann 07.09.1995 => 8 TotemsBücherwurm 25.06.=> 6 TotemsBuchgespenst 07.01.1981 => 16 TotemsFederzauber 20.06.1982 => 10 TotemsInsider2199 26.03.1968 => 15 Totemsjanaka 02.10.1965 => 14 TotemsJisbon 06.09.1994 => 8 TotemsLadySamira091062 09.10.1962 => 8 Totemslouella2209 22.09.1978 => 17 TotemsPaulamybooksandme 18.04.1993 => 4 Totemssomebody 01.03.1980 => 3 TotemsTatsu 08.10.1988 => 16 Totems

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    • 367
  • Leserunde zu "Die Knochenuhren" von David Mitchell

    Die Knochenuhren
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Herzlich Willkommen zu einer neuen Team-Leserunde von LovelyBooks! Seit unserer letzten Leserunde ist viel Zeit vergangen und es hat uns zwischenzeitlich immer mal wieder in den Fingern gejuckt, eine neue Team-Leserunde zu starten. Doch kein Buch konnte uns so richtig überzeugen.Aber jetzt haben wir den perfekten Kandidaten gefunden: "Die Knochenuhren" von David MitchellWir sind schon ganz gespannt auf die Lektüre und freuen uns auf die anstehende, hoffentlich intensive Diskussion!Vom LovelyBooks-Team sind dabei:aylareadsbooksdocetenHannaBuecherwurmJacky_Jollykai_huebnerKathycaughtfirekultfigurLaMargaritaMalistanordbrezeOribaPumpkinSophia29TinaLiestTree_TrunksIhr habt das Buch selber ungelesen daheim und möchtet mit uns gemeinsam lesen und diskutieren? Oder ihr habt das Buch schon gelesen und möchtet uns jetzt eure Meinung mitteilen? Kein Problem! Wir freuen uns, wenn ihr mit in die Leserunde einsteigt! Ihr kennt das Buch noch nicht? Hier könnt ihr schon einmal den Klappentext lesen:An einem verschlafenen Sommertag des Jahres 1984 begegnet die junge Holly Sykes einer alten Frau, die ihr im Tausch für "Asyl" einen kleinen Gefallen tut. Jahrzehnte werden vergehen, bis Holly Sykes genau versteht, welche Bedeutung die alte Frau dadurch für ihre Existenz bekommen hat. Die Knochenuhren folgt den Wendungen von Holly Sykes' Leben von einer tristen Kindheit am Unterlauf der Themse bis zum hohen Alter an Irlands Atlantikküste, in einer Zeit, da Europa das Öl ausgeht. Ein Leben, das gar nicht so ungewöhnlich ist und doch punktiert durch seltsame Vorahnungen, Besuche von Leuten, die sich aus dem Nichts materialisieren, Zeitlöcher und andere kurze Aussetzer der Gesetze der Wirklichkeit. Denn Holly – Tochter, Schwester, Mutter, Hüterin – ist zugleich die unwissende Protagonistin einer mörderischen Fehde, die sich in den Schatten und dunklen Winkeln unserer Welt abspielt – ja, sie wird sich vielleicht sogar als deren entscheidende Waffe erweisen. Metaphysischer Thriller, moralische Betrachtung und Chronik unseres selbstzerstörerischen Handelns – dieser kaleidoskopische Roman mit seiner Vielfalt von Themen, Schauplätzen und Zeiten birst vor Erfindungsreichtum und jener Intelligenz, die David Mitchell zu einem der herausragenden Autoren seiner Generation gemacht hat.

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    • 293
  • Die Chinesische Kalenderchallenge 2015/2016

    Die Chinesische Astrologie. So erstellen Sie Ihr chinesisches Horoskop selbst.
    stebec

    stebec

    Willkommen zu unserer Challenge des Chinesischen Kalenders. Wir kattii und stebec haben uns ein paar nette Aufgaben überlegt, an deren Erfüllung ihr hoffentlich genauso viel Spaß haben werdet, wie wir bei der Erstellung. Natürlich dreht sich hier alles um den Chinesischen Kalender. Wir stellen euch Aufgaben für dessen Erfüllung ihr Punkte sammeln könnt, wenn ihr fleißig lest, aber alles der Reihe nach. Die Regel: Die Challenge findet vom 01.Mai 2015 bis zum 30.April 2016 statt. Einsteigen könnt ihr jederzeit und die verpassten Aufgaben auch nachholen.  Wir stellen euch jeden Monat zwei Aufgaben, die einem Tier des chinesischen Tierkreiszeichens passen. Die Aufgaben werden immer frühzeitig veröffentlicht, damit ihr genug Zeit habt, um euch eure Bücher herauszusuchen. Zusätzlich könnt ihr jeden Monat Elementaufgaben erfüllen, die Zusatzpunkte einbringen. Hier solltest ihr allerdings auf ein Gleichgewicht zwischen den Elementen sorgen. d.h. das jedes Element nur 6 mal verwendet werden darf. Die Elementaufgaben sind immer gleich. Natürlich müsst ihr auch darauf achten Yin&Yang im Gleichgewicht zu halten. D.h. das jedes Yin oder Yang nur 16 mal verwendet werden darf. Auch die Yin&Yang Aufgaben bleiben gleich. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, den wir verlinken können und in dem ihr eure Punkte aktuell haltet. Das hilft uns die Übersicht nicht zu verlieren.  Haltet euch hierbei bitte an das Beispiel, was wir unten erstellt haben. Die Aufgaben: Jeden Monat gibt es zwei Hauptaufgaben für euch, die von kattii im Monat vorher veröffentlicht werden. Eine zu einer schlechten und eine zu einer guten Eigenschaft des Tieres. Es geht sich also also darum für jeden Monat zwei Bücher zu lesen.  Die Elementzusätze können mit den Hautpaufgaben vereinbart werden. Die Elementzusätze sind keine Pflicht. als Beispiel: Ich lese ein Buch zu einer Hauptaufgabe, das über 450 Seiten hat und kann mir Wasserpunkte auf mein Konto schreiben. Feuer, heiß, leidenschaftlich und zerstörerisch. Um die Feuerpunkte zu bekommen, müsst ein Buch aus dem Genre Liebesroman, Thriller oder Dystopie lesen Wasser, 71% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Das ist ganz schön viel. Deswegen müsst ihr für die Wasserpunkte ein Buch lesen, dass über 450 Seiten hat.  Luft, bedeutet Leichtigkeit. Man ist losgelöst von allem, deswegen lest ein Buch aus dem Genre: Fantasy, historischer Roman oder etwas humorvolles . Erde, ist ein sehr festes Element. Für die Erdenpunkte müsst ihr ein Hardcover lesen. Metall, steht für Fortschritt und deswegen müsst ihr für die Metalpunkte ein Buch lesen, dass nicht vor 2015 erschienen ist. Die Yin&Yang-Aufgaben sind simpel. Auch hier gilt, dass diese mit den Hauptaufgaben vereinbart werden können.  Yin => Ein helles Cover Yang => Ein dunkles Cover Ihr könnt euch hier entscheiden, ob ihr nur die Hauptaufgaben erfüllt oder die Zusätze auch abarbeiten möchtet.  Pro Buch könnt ihr eine Hauptaufgabe, einen Elementzusatz und einmal Yin oder Yang anrechnen. als Beispiel: Wenn ich ein Buch für eine Hauptaufgabe lesen, das über 450 Seiten hat und ein helles Cover besitzt, dann habe ich alle möglichen Aufgaben erfüllt. Sollte ich die Hauptaufgabe im Monat des Aufgabenstellung erfüllen, habe ich die höchstmögliche Punktzahl erreicht.  Die Punkte: Pro erfüllte Tieraufgabe gibt es 1 Punkt Pro erfülltes Element gibt es 1 Punkt Pro erfülltem Yin/Yang gibt es 1 Punkt Wenn ihr im Jahr des aktuellen Tieres geboren wurden seit:  Punktzahl mal 2 Wenn ihr die Aufgabe im Monat lest, in dem sie gestellt wurde: 1 Zusatzpunkt pro Aufgabe. Als Beispiel: Richtige Aufgabe + Element + Yin/Yang = 3 Punkte Ihr könnt also im Monat, wenn ihr beide Aufgaben und Zusatzaufgaben erfüllt habt 6 Punkte sammeln. Bei richtigem Geburtsjahr verdoppeln sich die Punkte auf 12. Und wenn ihr die Aufgabe im richtigen Monat lest gibt noch jeweils 1 Punkt pro Aufgabe dazu. Ihr könnt also bei richtigem Geburtsmonat 14 Punkte sammeln. Und in den anderen Monaten 8 Punkte. Am Ende der Challenge bekommt ihr noch einmal ein paar Bonuspunkte, wenn ihr fürs Gleichgewicht gesorgt habt. Punkte werden im folgenden Verhältnis verteilt. Yin&Yang: Jedes Yin&Yang mindest 8mal: 4 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 10mal: 8 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 12mal: 12 Punkte Elemente: Jedes Element mindestens 3mal: 8 Punkte Jedes Element mindestens 4mal: 12 Punkte Bonus für die Katzenaufgabe: 12 Punkte Am Ende des Jahres könnt ihr somit maximal 138 Punkte erreichen. Wenn wir euch jetzt mit unseren Regeln und Aufgaben nicht total durcheinandergebracht haben, freuen wir uns, wenn ihr uns ein Jahr lang auf dem Weg des chinesischen Kalenders begleitet. Selbstverständlich stehen wir euch immer mit Rat und Tat zur Seite.  Teilnehmer: 123sarah321 [inaktiv?] AberRush AnnaWaffel Anruba ban-aislingeach Bellastella BlueSunset Buchgeborene [inaktiv?] Buchgespenst clary999 DasBuchmonster DieBerta fabulanta [inaktiv?] Federzauber Galina86 hannelore259 Hikari Honeygirl96 [inaktiv?] janaka Jecke JuliB kattii Kitayscha Krimine LadySamira091062 Lavieenverre louella2209 lunaclamor [inaktiv?] mabuerele MiHa_Lore MiniMixi  mrsapplejuiice monana88 [inaktiv?] Niob Paulamybooksandme raphael-edward Regina99 samea Sandra251 scarlett59 Sick stebec sursulapitischi [inaktiv?] Tatsu Tiana_Loreen TigorA weinlachgummi Willia Wolfhound zazzles

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    • 2100
  • „Was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen?“

    Der Wolkenatlas
    Insider2199

    Insider2199

    09. June 2015 um 20:08

    "Was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen?" Dieses Werk ist der dritte Roman des in Irland lebenden Autors, das auf der Shortlist für einen Booker Prize stand und von dem deutschen Regisseur Tom Tykwer sowie den Wachowski-Geschwistern 2012 verfilmt wurde. Zum Inhalt: Der Roman besteht aus sechs verschiedenen, ineinander verschachtelten Handlungssträngen, vergleichbar dem Prinzip der russischen „Matrjoschka-Puppen“, um auszudrücken, dass der Anfang bereits im Ende enthalten ist. Dabei unterscheiden sich die Geschichten sowohl in ihrer Erzählform als auch in ihrer Sprache: „Das Pazifik-Tagebuch des Adam Ewing (1849)“, eine Abenteuergeschichte im Stile Karl Mays, erzählt in Form von Tagebuch-Einträgen, handelt von dem Notar Adam Ewing, der aus Neuseeland mit dem Schoner „Prophetess“ nach Hawaii reist und sich mit einem Moriori-Sklaven anfreundet. „Briefe aus Zedelghem (1936)“, ein Künstlerroman in Form von Briefen, erzählt vom Komponisten Robert Frobisher, der seinem homosexuellen Freund Rufus Sixsmith berichtet, wie er sein "Wolkenatlas-Sextett". komponiert. „Halbwertszeiten: Luisa Reys erster Fall (1973)“, ein Wirtschaftsthriller, in dem der gealterte Atomphysiker Rufus Sixsmith auf die Journalistin Luisa Rey trifft, die mit Hilfe seiner Unterlagen gegen einen skrupellosen Konzern kämpft. „Das grausige Martyrium des Timothy Cavendish (2012)“, die Persiflage eines Schundromans (der später verfilmt wird) schildert aus Sicht des englischen Verlegers Timothy Cavendish seine Flucht vor den kriminellen Verwandten eines Autors und seine Gefangennahme in einem Altersheim. Selbstironie lässt Mitchell in einer Bemerkung Cavendishs aufblitzen: "Als erfahrener Lektor lehne ich Rückblenden, vorausgreifende Andeutungen und raffinierte Kunstgriffe ab, sie gehören wie Examensarbeiten über Postmoderne und Chaostheorie in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts.“ „Sonmis Oratio (2144)“, eine Science-Fiction-Story in Form eines Interviews handelt von dem Klon („Duplikant“) Sonmi-451, der sich in dem futuristischen Korea aus der Unterdrückung befreit und zu einer Rebellion aufruft. „Sloosha's Crossin' (2321)“, eine postapokalyptische Science-Fiction-Story, in Form einer Lagerfeuererzählung des Ziegenhirten Zachary Bailey, der von seinen Erlebnissen mit den „Prescient“ berichtet. Meine Meinung: Nun, zunächst fällt die außergewöhnliche Sprache – „Zuweilen flitzt das flauschige Kaninchen Fassungslosigkeit so rasant um die Kurve, dass der Windhund Sprache perplex in der Startbox sitzen bleibt.“ – und die Form des Romans positiv auf, die ich als kreativ und innovativ empfand (die aber tw. auch ihre Schwächen haben, weil sie das Verständnis erschweren!): Frobishers revolutionäres „Wolkenatlas-Sextett“ nimmt die Form des Romans bereits vorweg, er beschreibt es so: „'Sextett für einander überschneidende Solostimmen'. Klavier, Klarinette, Cello, Flöte, Oboe, Violine, jedes Instrument mit einer ganz eigenen Sprache aus Tonart, Melodik und Klangfarbe. Im 1. Satz wird jedes Solo vom nachfolgenden unterbrochen, im 2. setzen sich die unterbrochenen Soli in umgekehrter Reihenfolge fort." Die elf Kapitel sind streng symmetrisch angeordnet, wie in einem Palindrom, d.h. zuerst werden die Storys chronologisch bis zur Hälfte geschildert, wobei die sechste und letzte Geschichte bis zum Schluss erzählt wird. Danach werden die fünf übrigen Stränge in umgekehrter Reihenfolge zu Ende geführt. Darüber hinaus sind die Handlungen verknüpft: der englische Musiker Robert Frobisher liest das Tagebuch des amerikanischen Notars Adam Ewings über dessen Schiffsreise. Seine Briefe an Rufus Sixsmith geraten in den Besitz der amerikanischen Journalistin Luisa Rey. Der amerikanische Autor, der über Luisa Reys Kampf gegen einen skrupellosen Konzern schreibt, schickt sein Manuskript dem englischen Verleger Timothy Cavendish. Über den wird ein Film gedreht, den die Duplikantin Sonmi 150 Jahre später auf Korea zu sehen bekommt. Die Aufzeichnung von Sonmis Lebensbricht wiederum taucht in der letzten, auf einem postapokalyptischen Hawaii spielenden Geschichte auf. Und der Kreis schließt sich wieder, denn Adam Ewings Reise endet auch in Hawaii. Alle sechs Protagonisten tragen ein Muttermal in der Form eines Kometen, und wenn beispielsweise Luisa Rey erstmals ein paar Takte aus dem von Robert Frobisher komponierten "Wolkenatlas-Sextett“ hört, kommt es ihr bekannt vor. Dies ist eins von vielen Hinweisen auf das Kernthema „Reinkarnation“ mit den Kernfragen wie „Ist unser Leben durch die Taten und Entscheidungen der Menschen vor uns vorherbestimmt?“ oder „Legen wir bereits heute unbewusst das Leben der nachfolgenden Generationen fest?“ – das Thema kommt allerdings im Film noch deutlicher heraus: „Unser Leben gehören nicht uns. Von der Wiege bis zur Bahre sind wir mit anderen verbunden, in Vergangenheit und Gegenwart. Und mit jedem Verbrechen und jedem Akt der Güte erschaffen wir unsere Zukunft.“ „Erst wenn du deinen letzten Atemzug getan hast, wirst du begreifen, dass dein Leben nicht mehr gewesen ist als ein Tropfen in einem grenzenlosen Ozean!“ – „Was aber ist ein Ozean anderes als eine Vielzahl von Tropfen?“ Jede der sechs Hauptfiguren gerät in Abhängigkeit von anderen Menschen oder sogar in Gefangenschaft. Daher ist auch „Freiheit“ ein übergeordnetes Kernthema des Romans: „Freiheit, das einfältige Mantra unserer Zivilisation. Aber nur die, denen sie genommen wurde, haben eine Ahnung, was sie bedeutet.“ (Filmzitat) Auf was man als Leser im Buch vergeblich wartet ist: Spannung und „die Moral von der Geschicht“. Nachdem ich mich durch fast 700 Seiten teilweise „durchgequält“ habe (ich kann es leider nicht positiver ausdrücken), fragte ich mich wie vielleicht viele Leser, was der Autor mit seinem Werk ausdrücken möchte (der Film hilft einem hier auf die Sprünge!). Man kann es nur erahnen, aber letztlich lässt es einen sehr enttäuscht zurück. Wenn ich den Film nicht bereits im Vorfeld gesehen hätte, wäre dies wohl ein Roman gewesen, den ich höchstwahrscheinlich abgebrochen hätte. Warum ich dennoch 3 Sterne vergebe? Sprache, Form und Kernaussage! Fazit: Sprache, Form und Kernaussage haben mir SEHR gefallen – dafür vergebe ich auch gerne 3 Sterne – aber was ich eindeutig beanstande ist die fehlende Dramaturgie bzw. Spannung (minus 1 Stern) und das mangelnde Herausarbeiten eines interessanten Themas (minus 1 Stern). Letzteres wird im Film eindeutig besser gelöst (hier wird zum Glück auch das unnötige Handlungsbeiwerk des Buches eliminiert!) – dies also ein seltenes Beispiel dafür, dass manchmal ein Film in seiner Umsetzung besser (in diesem Falle um Klassen besser!) als seine Vorlage sein kann. Daher kann ich in diesem Falle NUR den Film weiterempfehlen, der mich zum Lesen des Buchs animiert hatte, der Roman allerdings enttäuschte! Zusatz (Mai 2016): Kommt selten vor, aber im Rückblick - und nach Lesen eines weiteren Romans des Autors (Rezi siehe Link unten) - revidiere ich mein Urteil und hebe die Bewertung auf 3,5 Sterne an, weil das Buch auch im Vergleich zu anderen Romanen, die von mir 3 Sterne erhielten, besser ist - außerdem hat der originelle Plot durchaus einen 1/2 Stern verdient. Hier geht es zu "Die Knochenuhren".

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  • Ein literarisches Meisterwerk

    Der Wolkenatlas
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    05. June 2015 um 23:59

    In diesem Buch findet sich der beste und vor allem vielseitigste Schreibstil, der mir jemals untergekommen ist! Es gibt in dem Buch, sechs Handlungsstränge und alle sind so unterschiedlich in ihrem Stil, dass man nie auf Idee käme, dass das aus der Feder von nur einem einzigen Autor stammt. Denn nicht nur der Aufbau (Absätze, Blockschrift, Kapitel) sind unterschiedlich, sondern auch die gesamte Erzählstruktur. Das ist wirklich unglaublich und einzigartig! Ich hatte trotzdem Probleme ab und an der Handlung zu folgen und vor allem voran zu kommen. Was merkwürdig war, denn rein subjektiv habe ich gelesen wie immer und es kam mir nicht anders vor als sonst, aber wenn ich dann auf die Seitenzahl geguckt habe, war die deutlich unterdurchschnittlich, als das was ich sonst so schaffe. Deshalb fängt man irgendwann an darauf zu achten und es wurde jeden Tag etwas schwerer voran zu kommen. Ab und an war es regelrecht quälend. Was auch nicht gerade förderlich für irgendwas ist, ist das es bei ein paar Strängen keine Absätze gibt – es gibt praktisch keine Gedankenpausen. Sie sind aber zu lang, um es in einem Rusch zu lesen. Mein Lieblingsstrang ist der von Sonmi (Dystopie: Klon der ein Mensch sein will), mit Abstand am schlimmsten war der Ziegenhirte Zachry. Weil dort ein Dialekt/Akzent verwendet wurde, das klar furchtbar plump und ein wenig zurückgeblieben – ganz schlimm. Manche Stränge waren also gut, andere kaum zu ertragen, so ging es mir auch mit dem Vorankommen. Wenn in den neuen Welten neue Dinge oder Gepflogenheiten auftauchen, werden die nie erklärt, ein paar Dinge erfährt man aus dem Kontext, bei anderen kann man nur spekulieren. Alle Stränge sind erzählend, indem der jeweilige Protagonist seine Geschichte aufschreibt oder berichtet/erzählt. Wohl bemerkt, bei allen Strängen war die Handlung sehr interessant und bei manchen auch ziemlich spannend. Trotzdem neigt die Geschichte zu sehr vielen Details, also fast zum Schwafeln. Dadurch wirken aber alle Abschnitte sehr echt. Ich habe das Gefühl, dass (gerade weil ich die ersten 130 Seiten vor Jahren gelesen habe) mir ein paar Dinge entgangen sind. Man muss wirklich sehr aufmerksam lesen und immer wissen welcher Name zu welcher Person aus welcher Zeit, von welchem Strang gehört. Bin mir nicht so ganz sicher, was mir die Geschichte mitgibt – es war fast ein wenig unbefriedigend. Weil ich das Gefühl habe, dass mir etwas entgangen sein muss oder ich es einfach nicht verstehe oder da gar nichts ist.   Fazit Dieses Buch bietet den besten bzw. vielfältigsten, beeindrucktesten Schreibstil, den ich je gesehen habe. Die Handlung ist clever und verworren, alles scheint gänzlich unterschiedlich und doch ist alles irgendwie miteinander verstrickt. Trotzdem musste ich mich an manchen Stellen fast quälen um voran zu kommen – es zog sich wirklich furchtbar.

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  • Eine wunderbare Komposition von Inhalten und Erzählstilen

    Der Wolkenatlas
    Code-between-lines

    Code-between-lines

    Zum Inhalt: David Mitchells Roman „Der Wolkenatlas“ ist eine Komposition aus sechs eigenständigen Kurzgeschichten, sechs Schicksalen, die in sechs unterschiedlichen Epochen der Menschheitsgeschichte spielen. Die Lebensumstände der Protagonisten könnte unterschiedlicher nicht sein – ein amerikanischer Notar, der um das Jahr 1850 herum auf einer Schiffsreise durch Ozeanien Schiffsbruch erleidet, ein junger englischer Musiker, der 1931 vor seinen Gläubigern in seiner Heimat flieht und sich bei als Assistent eines berühmten Komponisten in Belgien verdingt, eine junge Journalistin, die im Jahr 1975 die unlauteren Machenschaften eines Energiekonzerns, der Missstände an einem Atomreaktor-Projekt vertuschen will, aufzudecken versucht, ein britischer Verleger, der nach der Jahrtausend-Wende das einzige erfolgreiche Buch seiner Laufbahn verlegt und sich unversehens als Insasse eines Altersheims wiederfindet, ein Klon in einem vereinten Korea einer hochtechnologisierten Zukunft, welcher von der „Reinblüter“-Klasse als billige Arbeitskraft gezüchtet wurde und plötzlich menschliche Züge in sich verspürt und schließlich ein junger Mann, der in einer noch ferneren Zukunft, nach dem Kollaps der menschlichen Zivilisation, als Angehöriger eines einfachen Stamms, umgeben von Barbaren ein Leben fernab jeglicher technischer Errungenschaft führt. Dennoch sind die Leben dieser Personen in den unterschiedlichen Zeitebenen alle miteinander verbunden… Eigene Meinung: Der Einstieg in den „Wolkenatlas“ ist mir nicht leicht gefallen. Jede der sechs Einzelschicksale stellt eine in sich abgeschlossene Geschichte dar, die in ihrem eigenen, sehr charakteristischen Erzählstil geschrieben ist. Die ersten beiden Episoden „lagen“ mir dabei einfach nicht so – weder vom Erzählstil her, noch von der Handlung. Erst als ich ab dem dritten Teil mehr und mehr die Idee des Buches erkannte – auf unterschiedlichen Zeitebenen miteinander verbundene Personen, deren Schicksale zwar im Hier und Jetzt abgeschlossen sind, die sich aber dennoch in späteren Zeitebenen wieder finden, konnte mich das Buch mehr und mehr in seinen Bann ziehen. Die späteren Kapitel, insbesondere jene, die in der Zukunft spielen, haben mir dann auch deutlich besser gefallen und mich schließlich kaum mehr losgelassen. Mitchell schildert eine detailliert ersonnene Zukunft, die bizarr und in ihrer Unmenschlichkeit bedrückend ist  (allem voran der Umgang der „Supraklasse“ mir den Menschen der Subschicht), die aber gleichzeitig als gar nicht so unwahrscheinlich erscheint, da man viele Parallelen von heute bereits stattfindenden Entwicklungen erkennen oder erahnen kann. Auch die Zeitebene nach dem Untergang der menschlichen Zivilisation hat mich sehr beeindruckt – der technische Fortschritt, der in den Kapitel davor bis zur Perversion übertrieben wurde, spielt in der darauf folgenden Zukunft keine Rolle mehr, die wenigen noch verbliebenen Menschen sind zu einem sehr urtümlichen und archaischen Leben zurückgekehrt und nur eine kleine Gruppe von Menschen konnte einen gewissen technischen Fortschritt erhalten. Die engmaschig erzählte Handlung, die vielen Verstrickungen der Handlungsstränge auf unterschiedlichen Ebenen und die vielen, z.T. fremdartigen Details haben dazu geführt, dass ich das Buch nur sehr langsam lesen konnte, immer wieder zurück geblättert habe, das Buch dabei aber umso mehr genossen habe. Auch sprachlich und konzeptionell ist das Buch ein Meisterwerk. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Komposition – so geschickt sind Figuren und Handlungsstränge über die unterschiedlichen Zeitebenen miteinander verknüpft, was sich zum Teil nur in kleinen und geschickt eingefügten Details andeutet.  Auch sprachlich reizt  Mitchell die ganze Palette der Erzählkunst aus – so bedient er sich der Tagebuchform, der Briefform, wählt einen Er- Erzähler sowie eine Sie-Erzählerin, erzählt in der Interviewform und lässt auch den klassischen Geschichten-Erzähler zu Wort kommen. Den unterschiedlichen Protagonisten legt er ihrer Zeit entsprechend die passende Sprache in den Mund, wobei er insbesondere für die beiden in der Zukunft spielenden Handlungsstränge eine beeindruckend detaillierte und glaubwürdige Ausdrucksweise ersonnen hat. Vor dieser grandiosen Erzählleistung kann man nur seinen Hut ziehen. Einen Stern Abzug gibt es daher nur für die Tatsache, dass nicht alle der aufgeführten Handlungsstränge vollständig mein Interesse wecken konnten, aber bis auf dieses kleine Detail bin ich sehr begeistert von Mitchells komplexen und in dieser Art für mich beispiellosem Werk!

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    • 4
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    25. May 2015 um 19:39
  • Alles ist verbunden

    Der Wolkenatlas
    letusreadsomebooks

    letusreadsomebooks

    18. May 2015 um 18:51

    Sechs Geschichten aus unterschiedlichen Epochen, sechs Einzelschicksale, die doch alle miteinander verbunden sind. In seinem Roman Der Wolkenatlas erzählt David Mitchell von einem amerikanischen Notar, der sich um 1850 auf eine Schiffsreise in die Südsee begibt; von einem jungen Komponisten, der vor seinen Gläubigern nach Belgien zu einem der großen Meister der Klassik flieht und dessen Assistent wird; von einer aufstrebenden Journalistin, die einen Atomskandal aufzudecken versucht; von einem alten Verleger, der von seinem Bruder in ein Sanatorium gesteckt wurde und dort gegen seinen Willen festgehalten wird; von einem koreanischen Klon in der Zukunft, der nicht länger die niederen Dienste verrichten will und sich gegen die Obrigkeit auflehnt; sowie von einem Hirten, der in einer postapokalyptischen Welt in der fernen Zukunft lebt, in der es kaum noch hochentwickelte Zivilisationen gibt. Der Wolkenatlas ist ein Roman, der wahrlich eindrucksvoll konstruiert ist. Der Titel bezieht sich auf das gleichnamige Musikstück, an dem der junge Komponist Robert Frobisher und sein Mentor arbeiten: ein Sextett, in dem jedes Instrument seinen eigenen Part erhält, erst in der einen und dann in umgekehrter Reihenfolge. Genau so ist auch das Buch aufgebaut. Es beginnt mit dem ¨Pacifiktagebuch¨ des Notars, der Geschichte, die zeitlich gesehen zuerst spielt. Danach folgen die fünf anderen Geschichten, die jeweils nur zur Hälfte erzählt werden, um anschließend andersherum – von der Zukunft bis in die Vergangenheit – beendet zu werden. Jede einzelne Story hat ihren ganz eigenen Stil. Es gibt Tagebucheinträge, Briefwechsel und ein Verhör. Dazu kommt, dass Mitchell für jede Handlung eine ganz eigene Sprache wählt. Am schwierigsten fand ich den Part über die postapokalyptische, unzivilisierte Welt. Es war sehr ungewohnt, Sätze mit falscher Grammatik und sinnlosen Worten zu lesen und ich fand es anfangs nicht leicht, mich in diesen Stil hineinzufinden. Als ich es dann endlich schaffte, war ich aber begeistert: Der junge, ungebildete Hirte redet ein bisschen wie Mark Twains Huckleberry Finn und spiegelt perfekt den Untergang der Zivilisation wider. Für die meisten Menschen ist es schon kompliziert genug, einen Schreibstil zu finden und ihn konsequent umzusetzen, Mitchell hingegen schafft es, ganze sechs Schreibstile anzuwenden und so jeder Geschichte ihre eigene Note zu geben. Obwohl alle sechs Teile eigenständige Geschichten sind und ihre eignen Besonderheiten haben, sind doch alle miteinander verwoben. Nach und nach entdeckt man kleine Dinge aus der einen Geschichte in einer anderen – ein Charakter aus einer Story taucht in der nächsten am Rande auf und bestimmte Gegenstände finden im Laufe der Jahrzehnte oder Jahrhunderte neue Besitzer. Außerdem haben alle sechs Protagonisten ein ähnliches Schicksal: Sie kämpfen gegen die Unterdrückung und für ihre individuelle Freiheit. Der Roman ist also nicht nur strukturell unglaublich spannend, sondern kritisiert auch noch die rücksichtslose Profitgier der Menschheit, die die Zeit überdauert. David Mitchell ist mit Der Wolkenatlas etwas ganz Großes gelungen. Er erzählt sechs völlig unterschiedliche und spannende Geschichten und verknüpft sie meisterhaft miteinander. Sprachlich und stilistisch wird einem hier wahnsinnig viel geboten. Der Roman unterhält, kritisiert, belehrt und fesselt auf allerhöchstem Niveau.

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  • Der Atlas der Wolken

    Der Wolkenatlas
    Ascari0

    Ascari0

    David Mitchells "Wolkenatlas" lag eigentlich schon auf meinem SuB, seit ich zum ersten Mal die Verfilmung im Kino gesehen hatte ... Seither war ich wieder einmal neugierig, wie unterschiedlich Verfilmung und Original sein würden :). Zum Inhalt: Es ist hier wirklich schwer, etwas zum Inhalt zu sagen, wenn ich nicht gleich einen ganzen Roman schreiben möchte. Der Roman enthält insgesamt sechs Geschichten, die vom 19. Jahrhundert bis in eine unbekannte Zukunft reichen und die alle miteinander durch bestimmte Dinge verflochten sind ... Ein Anwalt, ein Komponist, eine Journalistin, ein Verleger, ein Klon und ein Ziegenhirte erzählen auf unterschiedliche Art und Weise ihre Geschichte, am Anfang in Form eines Tagebuchs, dann mit Briefen, durch einen Thriller, mit einer Erzählung in Ich-Form, mit einem Interview und letztendlich wieder durch eine Erzählung einen Teil ihres Lebens. Meine Meinung: "Der Wolkenatlas" ist ein Roman, wo es mir nicht leicht fällt, eine Bewertung abzugeben. Ich teile auf der einen Seite die Begeisterung derjenigen, die das Buch für genial halten - der unterschiedliche Schreibstil und der Aufbau des Buchs sprechen für sich. Jede Geschichte wird nämlich bis zur Mitte erst einmal zur Hälfte erzählt, beginnend im 19. Jahrhundert reist der Leser bis in die ferne Zukunft, dann folgen die zweiten Hälften, bis man wieder im 19. Jahrhundert am Ende angelangt ist (Man könnte also fast sagen, das Buch ist "symmetrisch" aufgebaut :D). Auf der anderen Seite kann ich auch die Kritik vieler Leute nachvollziehen. Da Mitchell jede Geschichte authentisch schreibst, ist vor allem der Stil aus dem 19. Jahrhundert (inklusive der Rechtschreibung!) und die Erzählung aus der fernen Zukunft (ein sehr verstümmeltes Deutsch) gewöhnungsbedürftig und durchaus anstrengend zu lesen. Sieht man aber einmal darüber hinweg und nimmt sich die Zeit, die Zusammenhänge zu erfassen, merkt man erst, wie ungewöhnlich dieses Buch ist. Mitchell hat jede Menge Details in jede Geschichte eingearbeitet, die mir erst jetzt beim Lesen aufgefallen sind. Dadurch dass der Film mit der "Symmetrie" des Romans bricht und alle sechs Geschichten parallel erzählt, geht einiges von diesen Details im Film verloren (beispielsweise das halbierte Tagebuch des Anwalts) ... Warum ich keine fünf Sterne vergebe, hängt damit zusammen, dass ich einige Male das Gefühl hatte, dass sich Mitchell bei manchen Dingen zu sehr ins Detail verloren hat. Hie und da ein wenig kürzen hätte manchen Passagen sicher nicht geschadet, da ich relativ lange für dieses Buch brauchte, wusste ich beispielsweise am Ende nicht mehr genau, wer die Nebencharaktere in den einzelnen Geschichten waren und welche Rolle sie für den Fortgang der Geschichte darstellten. Mein Fazit: "Der Wolkenatlas" ist meiner Meinung nach kein Roman, den man mal eben nebenher lesen kann. Im Gegenteil, hier muss man sich wirklich Zeit nehmen und sich auf die Geschichte(n) einlassen, um die Genialität hinter dem Buch zu verstehen. Den einen Stern Abzug gibt es dafür, dass ich zwischendurch einige Male die Übersicht verloren habe, wer wo wann wie etwas zu den Geschichten beizutragen hat.

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    • 2
  • EIne Geschichte über Karma und Menschlichkeit

    Der Wolkenatlas
    Rhada

    Rhada

    28. February 2015 um 21:54

    Der Wolkenatlas war das erste Buch, welches ich von David Mitchell in die Finger bekam.  Grund für den Kauf war damals, dass mir die Verfilmung gut gefallen hatte, aber einige Fragen offen ließ. Das Buch besteht aus sechs einzelnen Geschichten. Jede spielt in ihrer Zeit (die sich mitunter in der Sprache und sogar der Rechtschreibung niederschlägt), ihrem Genre und in ihrem Stil. Verbunden werden die Geschichten durch die Charaktere. So beginnt das Buch mit einem Tagebuch eines amerikanischen Anwaltes aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg. Dieses Tagebuch bricht ind er Hälfte ab und man bekommt die Geschichte eines angehenden, homosexuellen Komponisten erzählt. Dieser schreibt Briefe an seinen Liebhaber in England. Darin erwähnt er auch das bereits erwähnte Tagebuch, welches er gefunden und gelesen hat. In der folgenden Geschichte übermittelt der mittlerweile gealterte Liebhaber wichtige Informationen zu einem Atomkraftwerk an eine Journalistin. Diese macht aus ihrer Geschichte wiederrum einen Roman, den ein englischer Verleger in die Hände bekommt. Die Lebensgeschichte des Verlegers wird verfilmt und in der nahen Zukunft in Neukorea vom dortigen Regime (einer "Konzernokratie") verboten. Die Rebellen nutzen den Film allerdings als Antrieb für eine von ihnen gewählte Kämpferin (einen Arbeitsklon). Diese verinnerlicht die Werte des Films und trägt sie im Kampf um Freiheit nach Außen. Auf den Taten des Klons bauen sich in der fernen Zukunft, nach einer großen Katastrophe, schließlich der Glauben und die Wertevorstellungen einer neuen Zivilisation auf. Der Roman erzählt alle Geschichten (außer der sechsten) nur bis zur Hälfte. Am Ende der sechsten Geschichte werden die anderen Geschichten wieder nach und nach in antichronologischer Reihenfolge aufgelöst. Das Buch ließt sich dabei relativ einfach, von einigen Schwierigkeiten mit der Sprache der ältesten Vergangenheit und der fernen Zukunft abgesehen. An diese Feinheiten gewöhnt man sich jedoch schnell. Die Geschichten sind unterhaltsam, mitreißend und bedeutend. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und verbinden diese an sich getrennten Geschichten wunderschön. Trotz seiner teils fantastischen Begebenheiten ist dieser Roman sehr realistisch und schlicht. Mich hat das Lesen von "Der Wolkenatlas" schlagartig von David Mitchells Fähigkeiten als Autor, als Geschichtenerzähler, überzeugt. Eine seltene Perle der modernen Literatur.

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