Der Wolkenatlas

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Inhaltsangabe zu „Der Wolkenatlas“ von David Mitchell

Sechs Lebenswege, die sich unmöglich kreuzen können: darunter ein amerikanischer Anwalt, der um 1850 Ozeanien erforscht, ein britischer Komponist, der 1931 vor seinen Gläubigern nach Belgien flieht, und ein koreanischer Klon, der in der Zukunft wegen des Verbrechens angeklagt wird, ein Mensch sein zu wollen. Und dennoch sind diese Geschichten miteinander verwoben. Mitchells originelle Menschheitsgeschichte katapultiert den Leser durch Räume, Zeiten, Genres und Erzählstile und liest sich dabei so leicht und fesselnd wie ein Abenteuerroman. "David Mitchell nimmt den Leser mit auf eine literarische Achterbahnfahrt. Und man wünscht sich, diese Reise möge nie enden." (A.S. Byatt)

Der Anfang ist echt schwierig.

— literat
literat

Keine leichte Kost, hat mich aber dennoch gefesselt!

— mehe
mehe

Dystopisch angehauchter Roman, vielsträngig und mitreißend!

— KateMindy
KateMindy

Faszinierende Handlungsstränge verflechten sich zu einer großen Geschichte

— ShawnV
ShawnV

Ein literarisches Meisterwerk, das von Anfang bis Ende eine geniale Komposition ist.

— Book_Bug
Book_Bug

Man muss sich auf das Buch einlassen können - dann ist es unglaublich gut und viel komplexer als der Film.

— soetom
soetom

Wirklich toll, hat aber seine Längen.

— QueenDebby
QueenDebby

Ein literarisches Meisterstück. Spannende Stories, fabelhafte Verknüpfungen und exzellent ausgearbeitete Erzählstile.

— letusreadsomebooks
letusreadsomebooks

Ein außergewöhnliches Buch - eigentlich mehrere Kurzromane in einem, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft spielen. Sehr lesenswert!

— ToBie
ToBie

Nicht ein Roman, sondern mehrere Romane in einem, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise miteinander verknüpft werden :) ...

— Ascari0
Ascari0

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    Der Wolkenatlas
    literat

    literat

    04. November 2016 um 09:05

    Das Buch ist grundsätzlich toll. Der Autor beherrschte eine hohe Kunst, das ist ganz klar zu lesen. Er verwebt mehrere GEschichten, die in unterschiedlichen ZEitepochen spielen und natürlich unterschiedliche Erzählstile zu einem großen Ganzen. Es beginnt mit der Geschichte eines jungen amerikanischen Notars, der in Klienenangelegenheiten im 18.. Jahrhundert mit dem Segelschiff erst nach Australien und dann bis nach Honolulu reist. Mitten drin in der Erzählung, die echt spannend ist, reißt die Geschichte ab und im nächsten Kapitel beginnt eine neue Geschichte, undzwar die des jungen Komponisten Thomas Frobisher, der aus Geldnot England Hals über Kopf verlässt und bei einem berühmten Komponisten in Belgien als Assistenz anheuert, undzwar sind wir jetzt zeitlich Anfang des 20. Jahrhunderts. Am Rande bekommt man dann mit, daß er ein Teil des Buchs zur Erzählung vorher hier findet und versilbert. Auch hier endet die Erzählung abrupt und eine Neue beginnt. Und so zieht sich das durch. Ich will da jetzt auch nicht zu viel verraten, bzw. wenn ich hier noch Genauer darauf eingehen, dann wird das eine 5-Seiten-Rezension. Weil das Buch eben so "gehaltvoll" ist. Das Buch vereint für mich irgendwie mehrere Geschichten in Einem. Mir ist das zuviel. Ich hätte lieber eine Geschichte detaillierter und gedanklich aufbereitet, als die vielen GEschichten nebeneinander, wobei man ja am Anfang gar nicht durchsteigt, was hier eigentlich der rote Faden ist, was die Geschichten gemeinsam haben. Ist ja eigentlich eine gute Idee, grundsätzlich aber für mich sind das mehrere Kurzgeschichten, die dann in einen größeren Zusammenhang gebracht wurden, um sie miteinander zu verweben und zu einem Buch zu machen. Mich hat das gedanklich teilweise überfordert. Es ist als würdest Du mindestens 5 Bücher lesen.

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  • Die Welt kondensiert in einem Buch

    Der Wolkenatlas
    Book_Bug

    Book_Bug

    06. July 2016 um 19:32

    So lose, wie diese Geschichten auf den ersten Blick zusammen gewürfelt wirken, so eng sind sie tatsächlich miteinander verbunden. Ich bin mir fast sicher, nicht jede Genialität des Buches begriffen zu haben, denn es ist hochkomplex. Alles scheint zusammenzuhängen, Personen, Handlungen, Ansichten, Zeiten, Kulturen und Entwicklungen. Jeder der einzeln erzählten Geschichten hat auf ihre Weise ihren Reiz, besonders gefallen hat mir die der Duplikantin Sonmi. Herausragend fand ich die Sprache, die Mitchell in jeder Episode variiert und den Personen und Zeiten anpasst. Seiner Kreativität waren keine Grenzen gesetzt - egal ob förmlich im 19. Jahrhundert oder mit futuristischen Slangs in der Zukunft - und so erscheinen die Figuren lebendig und ganz nah. Ein Buch, das durchaus Konzentration beim Lesen fordert, bei dem sich das Durchhalten aber definitiv lohnt!

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  • Leserunde zu "Die Indianische Kalenderchallenge 2016/2017"

    Indianisches Horoskop / Geburtstagskalender (Wandkalender immerwährend DIN A3 quer)
    stebec

    stebec

    Halli Hallo meine Lieben, Vorab: Es handelt sich hier um eine Challenge. Der Kalender kann nicht gewonnen werden!.Wie wir es schon angekündigt haben, möchten kattii und ich euch dieses Jahr auch wieder mit einer Horoskop-Challenge bespaßen. Da wir uns gedacht haben, dass zwei Jahre hintereinander das gleiche Horoskop ziemlich langweilig werden kann, haben wir uns dazu entschlossen dieses Jahr die Chinesischen Sternzeichen durch die Indianischen zu ersetzen. Wir haben auch noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen, damit das Punktesammeln nicht mehr so kompliziert ist, wie letztes Jahr und somit das Lesevergnügen ganz im Vordergrund steht. Außerdem gibt es am Ende der Challenge auch eine Kleinigkeit zu gewinnen. Kommen wir also erstmal zu dem wichtigsten. Die Regeln:1. Wir sammeln diesmal Totems und keine langweiligen Punkte ;)2. Jeden Monat bekommt ihr zwei Aufgaben zu einem Tierkreiszeichen. Die Aufgaben beziehen sich immer auf eine negative und eine positive Charaktereigenschaft. 2.1. Für jede gelöste Monatsaufgabe gibt es ein Totem.3. Zusätzlich bekommt ihr von uns 12 Jahresaufgaben, die ihr über den gesamten Challengezeitraum lösen könnt. Die sind sozusagen eure Joker, falls ihr mal eine Monataufgabe nicht lösen könnt. Diese sind dafür etwas aufwändiger bzw. kniffliger.3.1. Für jede Jahresaufgabe gelöste Jahresaufgabe gibt es ein Totem.4. Denn um am Ende der Challenge in den Lostopf zu hüpfen, müsst ihr mindestens 24 Totems gesammelt haben.5. Gerne könnt ihr die Jahresaufgaben auch zusätzlich lösen. Eure Chance auf den Gewinn beeinflusst das jedoch nicht. 6. Wie auch letztes Jahr bekommt ihr die doppelten Totems, wenn ihr die Monatsaufgaben zu dem Tier löst, was euer Sternzeichen ist. ACHTUNG: Die Jahresaufgaben sind hiervon ausgeschlossen. 7. Eine Rezension oder Kruzmeinung zu den Büchern ist diesmal Pflicht und muss in einem Sammelpost festgehalten werden. Ob ihr diesen in dem Thread erstellt oder doch lieber mit eurem Blog teilnehmen wollt, ist euch überlassen. 8. Die Rezensionen oder Kurzmeinungen müssen immer bis zum 5ten des Folgemonats online sein. 9. Die Monatsaufgaben postet katti immer am 20ten des vorherigen Monats.10. Da noch nachträglich viele Anfragen eingehen. Ist die Anmeldefrist aufgehoben. Man kann jederzeit in die Challenge einsteigen, aber die gelesenen Bücher können nicht nachträglich gezählt werden. Es gelten die Bücher die ab Zeitpunkt der Challenge gelesen wurden.11. Sagt uns bitte bei der Anmeldung, wann ihr Geburtstag habt, damit wir die doppelten Totems nachvollziehen können.12. Wir behalten uns vor jeden Teilnehmer, der drei Monate abwesend war/ist, anzuschreiben und ggf. aus der Challenge auszuschließen.Natürlich interessiert euch auch, was es zu gewinnen gibt:Die Gewinne:1. Ein Überraschungpaket im Wert von 20-30€2. Zweimal einen Buchgutschein im Wert von 10 € von der Bockumer Buchhandlung.Ihr seht wir haben einiges geändert, sodass die Challenge etwas einfach und vielleicht auch attraktiver wird. Wir wünschen euch jetzt erstmal viel Spaß und hoffen, auf eine rege Teilnahme.Fragen können wie immer gerne im dazu vorgesehenen Thread gestellt werden.Die Teilnehmer:Ann-Kathrin Speckmann 07.09.1995ban-aislingeach ?Bücherwurm 25.06.Buchgespenst 07.01.1981Federzauber Insider2199 26.03.1968janaka 02.10.1965Jisbon 06.09.1994LadySamira091062 09.10.1962louella2209 22.09.1978Paulamybooksandme 18.04.1993raphael-edward 18.02.1984setbec 31.05.1987Tatsu 08.10.1988

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  • Leserunde zu "Die Knochenuhren" von David Mitchell

    Die Knochenuhren
    nordbreze

    nordbreze

    Herzlich Willkommen zu einer neuen Team-Leserunde von LovelyBooks!Seit unserer letzten Leserunde ist viel Zeit vergangen und es hat uns zwischenzeitlich immer mal wieder in den Fingern gejuckt, eine neue Team-Leserunde zu starten. Doch kein Buch konnte uns so richtig überzeugen.Aber jetzt haben wir den perfekten Kandidaten gefunden: "Die Knochenuhren" von David MitchellWir sind schon ganz gespannt auf die Lektüre und freuen uns auf die anstehende, hoffentlich intensive Diskussion!Vom LovelyBooks-Team sind dabei:aylareadsbooksdocetenHannaBuecherwurmJacky_Jollykai_huebnerKathycaughtfirekultfigurLaMargaritaMalistanordbrezeOribaPumpkinSophia29TinaLiestTree_TrunksIhr habt das Buch selber ungelesen daheim und möchtet mit uns gemeinsam lesen und diskutieren? Oder ihr habt das Buch schon gelesen und möchtet uns jetzt eure Meinung mitteilen? Kein Problem! Wir freuen uns, wenn ihr mit in die Leserunde einsteigt! Ihr kennt das Buch noch nicht? Hier könnt ihr schon einmal den Klappentext lesen:An einem verschlafenen Sommertag des Jahres 1984 begegnet die junge Holly Sykes einer alten Frau, die ihr im Tausch für "Asyl" einen kleinen Gefallen tut. Jahrzehnte werden vergehen, bis Holly Sykes genau versteht, welche Bedeutung die alte Frau dadurch für ihre Existenz bekommen hat. Die Knochenuhren folgt den Wendungen von Holly Sykes' Leben von einer tristen Kindheit am Unterlauf der Themse bis zum hohen Alter an Irlands Atlantikküste, in einer Zeit, da Europa das Öl ausgeht. Ein Leben, das gar nicht so ungewöhnlich ist und doch punktiert durch seltsame Vorahnungen, Besuche von Leuten, die sich aus dem Nichts materialisieren, Zeitlöcher und andere kurze Aussetzer der Gesetze der Wirklichkeit. Denn Holly – Tochter, Schwester, Mutter, Hüterin – ist zugleich die unwissende Protagonistin einer mörderischen Fehde, die sich in den Schatten und dunklen Winkeln unserer Welt abspielt – ja, sie wird sich vielleicht sogar als deren entscheidende Waffe erweisen. Metaphysischer Thriller, moralische Betrachtung und Chronik unseres selbstzerstörerischen Handelns – dieser kaleidoskopische Roman mit seiner Vielfalt von Themen, Schauplätzen und Zeiten birst vor Erfindungsreichtum und jener Intelligenz, die David Mitchell zu einem der herausragenden Autoren seiner Generation gemacht hat.

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  • Der LovelyBooks Lesesommer 2015

    Lesesommer
    Daniliesing

    Daniliesing

    Im letzten Jahr hat uns der Lesesommer mit euch so viel Spaß gemacht, dass wir auch 2015 passend zu den Sommerferien wieder durchstarten. Die sommerlichen Temperaturen sind schon da, deshalb wollen wir nun auch schnell mit unserem LovelyBooks Lesesommer beginnen. Ihr dürft euch dieses Mal wieder auf spannende Aufgaben & zusätzliche Specials freuen. Auf unserer Aktionsseite stellen wir euch außerdem tolle Lesetipps für den Sommer vor und ihr findet dort zusätzlich jede Woche eine Verlosung, bei der ihr weitere Punkte sammeln könnt. Selbstverständlich sind auch all jene herzlich willkommen, die im letzten Jahr noch nicht dabei waren.Erneut möchten wir mit euch 10 Wochen lang über fesselnde Sommerlektüre diskutieren, Fotos austauschen und neue Bücher entdecken. Wir werden euch im Laufe des Lesesommers verschiedene Aufgaben stellen, die ihr bis zum 13. September in beliebiger Reihenfolge bearbeiten könnt. Für jede Aufgabe könnt ihr Punkte sammeln - bei einigen Aufgaben gibt es auch Extra-Punkte zu ergattern. Zusätzlich zu diesen Aufgaben, gibt es jede Woche ein Verlosungsspecial, an dem ihr eine Woche lang teilnehmen und so weitere Punkte sammeln könnt. Schaut dazu am besten immer am Montag auf unserer Aktionsseite zum Lesesommer vorbei, wenn dort das neue Special vorgestellt wird. Bitte beachtet, dass ihr hier immer nur eine Woche lang - von Montag bis Sonntag - teilnehmen & so Punkte sammeln könnt!Wer bis zum Ende des Lesesommers am 13. September die meisten Punkte gesammelt hat, der gewinnt eine literarische Wochenendreise nach Lissabon (Anreise und 2x Übernachtung inkl. Frühstück). Außerdem gibt es für die Plätze 2-5 je ein schönes Buchpaket mit neuem Lesestoff. Zusätzlich verlosen wir unter allen Teilnehmern 5 weitere Buchpakete, egal wie viele Punkte man sammeln konnte.Wenn ihr teilnehmen möchtet, dann meldet euch gleich hier im Thema an und stellt euch gerne ein bisschen vor. Wer noch überlegt, ob er mitmachen möchte, der kann gern auch später noch einsteigen!Wenn ihr über Twitter, Instagram und/oder Facebook über den Lesesommer berichtet, darüber plaudert oder Fotos teilt, freuen wir uns, wenn ihr den Hashtag #LBlesesommer verwendet!Wir freuen uns auf viele sommerliche Buchtipps, sonnige Lesestunden - egal ob im Urlaub am Strand oder daheim auf dem Balkon - und natürlich aufs Lesen wundervoller Bücher!P.S.: Alle Blogger unter euch dürfen sehr gern die Grafik, die ihr hier oben im Thema findet, in ihrem Blog verwenden, falls ihr zur Aktion einen Blogbeitrag schreiben möchtet!

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    • 2823
  • Die Chinesische Kalenderchallenge 2015/2016

    Die Chinesische Astrologie. So erstellen Sie Ihr chinesisches Horoskop selbst.
    stebec

    stebec

    Willkommen zu unserer Challenge des Chinesischen Kalenders.Wir kattii und stebec haben uns ein paar nette Aufgaben überlegt, an deren Erfüllung ihr hoffentlich genauso viel Spaß haben werdet, wie wir bei der Erstellung. Natürlich dreht sich hier alles um den Chinesischen Kalender. Wir stellen euch Aufgaben für dessen Erfüllung ihr Punkte sammeln könnt, wenn ihr fleißig lest, aber alles der Reihe nach.Die Regel: Die Challenge findet vom 01.Mai 2015 bis zum 30.April 2016 statt. Einsteigen könnt ihr jederzeit und die verpassten Aufgaben auch nachholen.  Wir stellen euch jeden Monat zwei Aufgaben, die einem Tier des chinesischen Tierkreiszeichens passen. Die Aufgaben werden immer frühzeitig veröffentlicht, damit ihr genug Zeit habt, um euch eure Bücher herauszusuchen. Zusätzlich könnt ihr jeden Monat Elementaufgaben erfüllen, die Zusatzpunkte einbringen. Hier solltest ihr allerdings auf ein Gleichgewicht zwischen den Elementen sorgen. d.h. das jedes Element nur 6 mal verwendet werden darf. Die Elementaufgaben sind immer gleich. Natürlich müsst ihr auch darauf achten Yin&Yang im Gleichgewicht zu halten. D.h. das jedes Yin oder Yang nur 16 mal verwendet werden darf. Auch die Yin&Yang Aufgaben bleiben gleich. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, den wir verlinken können und in dem ihr eure Punkte aktuell haltet. Das hilft uns die Übersicht nicht zu verlieren.  Haltet euch hierbei bitte an das Beispiel, was wir unten erstellt haben.Die Aufgaben:Jeden Monat gibt es zwei Hauptaufgaben für euch, die von kattii im Monat vorher veröffentlicht werden. Eine zu einer schlechten und eine zu einer guten Eigenschaft des Tieres. Es geht sich also also darum für jeden Monat zwei Bücher zu lesen. Die Elementzusätze können mit den Hautpaufgaben vereinbart werden. Die Elementzusätze sind keine Pflicht.als Beispiel: Ich lese ein Buch zu einer Hauptaufgabe, das über 450 Seiten hat und kann mir Wasserpunkte auf mein Konto schreiben. Feuer, heiß, leidenschaftlich und zerstörerisch. Um die Feuerpunkte zu bekommen, müsst ein Buch aus dem Genre Liebesroman, Thriller oder Dystopie lesen Wasser, 71% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Das ist ganz schön viel. Deswegen müsst ihr für die Wasserpunkte ein Buch lesen, dass über 450 Seiten hat.  Luft, bedeutet Leichtigkeit. Man ist losgelöst von allem, deswegen lest ein Buch aus dem Genre: Fantasy, historischer Roman oder etwas humorvolles . Erde, ist ein sehr festes Element. Für die Erdenpunkte müsst ihr ein Hardcover lesen. Metall, steht für Fortschritt und deswegen müsst ihr für die Metalpunkte ein Buch lesen, dass nicht vor 2015 erschienen ist. Die Yin&Yang-Aufgaben sind simpel. Auch hier gilt, dass diese mit den Hauptaufgaben vereinbart werden können.  Yin => Ein helles Cover Yang => Ein dunkles CoverIhr könnt euch hier entscheiden, ob ihr nur die Hauptaufgaben erfüllt oder die Zusätze auch abarbeiten möchtet. Pro Buch könnt ihr eine Hauptaufgabe, einen Elementzusatz und einmal Yin oder Yang anrechnen.als Beispiel: Wenn ich ein Buch für eine Hauptaufgabe lesen, das über 450 Seiten hat und ein helles Cover besitzt, dann habe ich alle möglichen Aufgaben erfüllt.Sollte ich die Hauptaufgabe im Monat des Aufgabenstellung erfüllen, habe ich die höchstmögliche Punktzahl erreicht.  Die Punkte:Pro erfüllte Tieraufgabe gibt es 1 PunktPro erfülltes Element gibt es 1 PunktPro erfülltem Yin/Yang gibt es 1 PunktWenn ihr im Jahr des aktuellen Tieres geboren wurden seit: Punktzahl mal 2Wenn ihr die Aufgabe im Monat lest, in dem sie gestellt wurde: 1 Zusatzpunkt pro Aufgabe.Als Beispiel:Richtige Aufgabe + Element + Yin/Yang = 3 PunkteIhr könnt also im Monat, wenn ihr beide Aufgaben und Zusatzaufgaben erfüllt habt 6 Punkte sammeln.Bei richtigem Geburtsjahr verdoppeln sich die Punkte auf 12.Und wenn ihr die Aufgabe im richtigen Monat lest gibt noch jeweils 1 Punkt pro Aufgabe dazu.Ihr könnt also bei richtigem Geburtsmonat 14 Punkte sammeln.Und in den anderen Monaten 8 Punkte.Am Ende der Challenge bekommt ihr noch einmal ein paar Bonuspunkte, wenn ihr fürs Gleichgewicht gesorgt habt.Punkte werden im folgenden Verhältnis verteilt.Yin&Yang:Jedes Yin&Yang mindest 8mal: 4 PunkteJedes Yin&Yang mindest 10mal: 8 PunkteJedes Yin&Yang mindest 12mal: 12 PunkteElemente:Jedes Element mindestens 3mal: 8 PunkteJedes Element mindestens 4mal: 12 PunkteBonus für die Katzenaufgabe:12 PunkteAm Ende des Jahres könnt ihr somit maximal 138 Punkte erreichen.Wenn wir euch jetzt mit unseren Regeln und Aufgaben nicht total durcheinandergebracht haben, freuen wir uns, wenn ihr uns ein Jahr lang auf dem Weg des chinesischen Kalenders begleitet.Selbstverständlich stehen wir euch immer mit Rat und Tat zur Seite. Teilnehmer:123sarah321 [inaktiv?]AberRushAnnaWaffelAnrubaban-aislingeachBellastellaBlueSunsetBuchgeborene [inaktiv?]Buchgespenstclary999DasBuchmonsterDieBertafabulanta [inaktiv?]FederzauberGalina86hannelore259HikariHoneygirl96 [inaktiv?]janakaJeckeJuliBkattiiKitayschaKrimineLadySamira091062Lavieenverrelouella2209lunaclamor [inaktiv?]mabuereleMiHa_LoreMiniMixi mrsapplejuiicemonana88 [inaktiv?]NiobPaulamybooksandmeraphael-edwardRegina99sameaSandra251scarlett59Sickstebecsursulapitischi [inaktiv?]TatsuTiana_LoreenTigorAweinlachgummiWilliaWolfhoundzazzles

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    • 2100
  • „Was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen?“

    Der Wolkenatlas
    Insider2199

    Insider2199

    09. June 2015 um 20:08

    "Was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen?"Dieses Werk ist der dritte Roman des in Irland lebenden Autors, das auf der Shortlist für einen Booker Prize stand und von dem deutschen Regisseur Tom Tykwer sowie den Wachowski-Geschwistern 2012 verfilmt wurde. Zum Inhalt: Der Roman besteht aus sechs verschiedenen, ineinander verschachtelten Handlungssträngen, vergleichbar dem Prinzip der russischen „Matrjoschka-Puppen“, um auszudrücken, dass der Anfang bereits im Ende enthalten ist. Dabei unterscheiden sich die Geschichten sowohl in ihrer Erzählform als auch in ihrer Sprache: „Das Pazifik-Tagebuch des Adam Ewing (1849)“, eine Abenteuergeschichte im Stile Karl Mays, erzählt in Form von Tagebuch-Einträgen, handelt von dem Notar Adam Ewing, der aus Neuseeland mit dem Schoner „Prophetess“ nach Hawaii reist und sich mit einem Moriori-Sklaven anfreundet. „Briefe aus Zedelghem (1936)“, ein Künstlerroman in Form von Briefen, erzählt vom Komponisten Robert Frobisher, der seinem homosexuellen Freund Rufus Sixsmith berichtet, wie er sein "Wolkenatlas-Sextett". komponiert. „Halbwertszeiten: Luisa Reys erster Fall (1973)“, ein Wirtschaftsthriller, in dem der gealterte Atomphysiker Rufus Sixsmith auf die Journalistin Luisa Rey trifft, die mit Hilfe seiner Unterlagen gegen einen skrupellosen Konzern kämpft. „Das grausige Martyrium des Timothy Cavendish (2012)“, die Persiflage eines Schundromans (der später verfilmt wird) schildert aus Sicht des englischen Verlegers Timothy Cavendish seine Flucht vor den kriminellen Verwandten eines Autors und seine Gefangennahme in einem Altersheim. Selbstironie lässt Mitchell in einer Bemerkung Cavendishs aufblitzen: "Als erfahrener Lektor lehne ich Rückblenden, vorausgreifende Andeutungen und raffinierte Kunstgriffe ab, sie gehören wie Examensarbeiten über Postmoderne und Chaostheorie in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts.“ „Sonmis Oratio (2144)“, eine Science-Fiction-Story in Form eines Interviews handelt von dem Klon („Duplikant“) Sonmi-451, der sich in dem futuristischen Korea aus der Unterdrückung befreit und zu einer Rebellion aufruft. „Sloosha's Crossin' (2321)“, eine postapokalyptische Science-Fiction-Story, in Form einer Lagerfeuererzählung des Ziegenhirten Zachary Bailey, der von seinen Erlebnissen mit den „Prescient“ berichtet. Meine Meinung: Nun, zunächst fällt die außergewöhnliche Sprache – „Zuweilen flitzt das flauschige Kaninchen Fassungslosigkeit so rasant um die Kurve, dass der Windhund Sprache perplex in der Startbox sitzen bleibt.“ – und die Form des Romans positiv auf, die ich als kreativ und innovativ empfand (die aber tw. auch ihre Schwächen haben, weil sie das Verständnis erschweren!): Frobishers revolutionäres „Wolkenatlas-Sextett“ nimmt die Form des Romans bereits vorweg, er beschreibt es so: „'Sextett für einander überschneidende Solostimmen'. Klavier, Klarinette, Cello, Flöte, Oboe, Violine, jedes Instrument mit einer ganz eigenen Sprache aus Tonart, Melodik und Klangfarbe. Im 1. Satz wird jedes Solo vom nachfolgenden unterbrochen, im 2. setzen sich die unterbrochenen Soli in umgekehrter Reihenfolge fort." Die elf Kapitel sind streng symmetrisch angeordnet, wie in einem Palindrom, d.h. zuerst werden die Storys chronologisch bis zur Hälfte geschildert, wobei die sechste und letzte Geschichte bis zum Schluss erzählt wird. Danach werden die fünf übrigen Stränge in umgekehrter Reihenfolge zu Ende geführt. Darüber hinaus sind die Handlungen verknüpft: der englische Musiker Robert Frobisher liest das Tagebuch des amerikanischen Notars Adam Ewings über dessen Schiffsreise. Seine Briefe an Rufus Sixsmith geraten in den Besitz der amerikanischen Journalistin Luisa Rey. Der amerikanische Autor, der über Luisa Reys Kampf gegen einen skrupellosen Konzern schreibt, schickt sein Manuskript dem englischen Verleger Timothy Cavendish. Über den wird ein Film gedreht, den die Duplikantin Sonmi 150 Jahre später auf Korea zu sehen bekommt. Die Aufzeichnung von Sonmis Lebensbricht wiederum taucht in der letzten, auf einem postapokalyptischen Hawaii spielenden Geschichte auf. Und der Kreis schließt sich wieder, denn Adam Ewings Reise endet auch in Hawaii. Alle sechs Protagonisten tragen ein Muttermal in der Form eines Kometen, und wenn beispielsweise Luisa Rey erstmals ein paar Takte aus dem von Robert Frobisher komponierten "Wolkenatlas-Sextett“ hört, kommt es ihr bekannt vor. Dies ist eins von vielen Hinweisen auf das Kernthema „Reinkarnation“ mit den Kernfragen wie „Ist unser Leben durch die Taten und Entscheidungen der Menschen vor uns vorherbestimmt?“ oder „Legen wir bereits heute unbewusst das Leben der nachfolgenden Generationen fest?“ – das Thema kommt allerdings im Film noch deutlicher heraus: „Unser Leben gehören nicht uns. Von der Wiege bis zur Bahre sind wir mit anderen verbunden, in Vergangenheit und Gegenwart. Und mit jedem Verbrechen und jedem Akt der Güte erschaffen wir unsere Zukunft.“ „Erst wenn du deinen letzten Atemzug getan hast, wirst du begreifen, dass dein Leben nicht mehr gewesen ist als ein Tropfen in einem grenzenlosen Ozean!“ –  „Was aber ist ein Ozean anderes als eine Vielzahl von Tropfen?“ Jede der sechs Hauptfiguren gerät in Abhängigkeit von anderen Menschen oder sogar in Gefangenschaft. Daher ist auch „Freiheit“ ein übergeordnetes Kernthema des Romans: „Freiheit, das einfältige Mantra unserer Zivilisation. Aber nur die, denen sie genommen wurde, haben eine Ahnung, was sie bedeutet.“ (Filmzitat) Auf was man als Leser im Buch vergeblich wartet ist: Spannung und „die Moral von der Geschicht“. Nachdem ich mich durch fast 700 Seiten teilweise „durchgequält“ habe (ich kann es leider nicht positiver ausdrücken), fragte ich mich wie vielleicht viele Leser, was der Autor mit seinem Werk ausdrücken möchte (der Film hilft einem hier auf die Sprünge!). Man kann es nur erahnen, aber letztlich lässt es einen sehr enttäuscht zurück. Wenn ich den Film nicht bereits im Vorfeld gesehen hätte, wäre dies wohl ein Roman gewesen, den ich höchstwahrscheinlich abgebrochen hätte. Warum ich dennoch 3 Sterne vergebe? Sprache, Form und Kernaussage! Fazit: Sprache, Form und Kernaussage haben mir SEHR gefallen – dafür vergebe ich auch gerne 3 Sterne – aber was ich eindeutig beanstande ist die fehlende Dramaturgie bzw. Spannung (minus 1 Stern) und das mangelnde Herausarbeiten eines interessanten Themas (minus 1 Stern). Letzteres wird im Film eindeutig besser gelöst (hier wird zum Glück auch das unnötige Handlungsbeiwerk des Buches eliminiert!) – dies also ein seltenes Beispiel dafür, dass manchmal ein Film in seiner Umsetzung besser (in diesem Falle um Klassen besser!) als seine Vorlage sein kann. Daher kann ich in diesem Falle NUR den Film weiterempfehlen, der mich zum Lesen des Buchs animiert hatte, der Roman allerdings enttäuschte!Zusatz (Mai 2016):Kommt selten vor, aber im Rückblick - und nach Lesen eines weiteren Romans des Autors (Rezi siehe Link unten) - revidiere ich mein Urteil und hebe die Bewertung auf 3,5 Sterne an, weil das Buch auch im Vergleich zu anderen Romanen, die von mir 3 Sterne erhielten, besser ist - außerdem hat der originelle Plot durchaus einen 1/2 Stern verdient.Hier geht es zu "Die Knochenuhren".

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  • Ein literarisches Meisterwerk

    Der Wolkenatlas
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    05. June 2015 um 23:59

    In diesem Buch findet sich der beste und vor allem vielseitigste Schreibstil, der mir jemals untergekommen ist! Es gibt in dem Buch, sechs Handlungsstränge und alle sind so unterschiedlich in ihrem Stil, dass man nie auf Idee käme, dass das aus der Feder von nur einem einzigen Autor stammt. Denn nicht nur der Aufbau (Absätze, Blockschrift, Kapitel) sind unterschiedlich, sondern auch die gesamte Erzählstruktur. Das ist wirklich unglaublich und einzigartig! Ich hatte trotzdem Probleme ab und an der Handlung zu folgen und vor allem voran zu kommen. Was merkwürdig war, denn rein subjektiv habe ich gelesen wie immer und es kam mir nicht anders vor als sonst, aber wenn ich dann auf die Seitenzahl geguckt habe, war die deutlich unterdurchschnittlich, als das was ich sonst so schaffe. Deshalb fängt man irgendwann an darauf zu achten und es wurde jeden Tag etwas schwerer voran zu kommen. Ab und an war es regelrecht quälend. Was auch nicht gerade förderlich für irgendwas ist, ist das es bei ein paar Strängen keine Absätze gibt – es gibt praktisch keine Gedankenpausen. Sie sind aber zu lang, um es in einem Rusch zu lesen. Mein Lieblingsstrang ist der von Sonmi (Dystopie: Klon der ein Mensch sein will), mit Abstand am schlimmsten war der Ziegenhirte Zachry. Weil dort ein Dialekt/Akzent verwendet wurde, das klar furchtbar plump und ein wenig zurückgeblieben – ganz schlimm. Manche Stränge waren also gut, andere kaum zu ertragen, so ging es mir auch mit dem Vorankommen. Wenn in den neuen Welten neue Dinge oder Gepflogenheiten auftauchen, werden die nie erklärt, ein paar Dinge erfährt man aus dem Kontext, bei anderen kann man nur spekulieren. Alle Stränge sind erzählend, indem der jeweilige Protagonist seine Geschichte aufschreibt oder berichtet/erzählt. Wohl bemerkt, bei allen Strängen war die Handlung sehr interessant und bei manchen auch ziemlich spannend. Trotzdem neigt die Geschichte zu sehr vielen Details, also fast zum Schwafeln. Dadurch wirken aber alle Abschnitte sehr echt. Ich habe das Gefühl, dass (gerade weil ich die ersten 130 Seiten vor Jahren gelesen habe) mir ein paar Dinge entgangen sind. Man muss wirklich sehr aufmerksam lesen und immer wissen welcher Name zu welcher Person aus welcher Zeit, von welchem Strang gehört. Bin mir nicht so ganz sicher, was mir die Geschichte mitgibt – es war fast ein wenig unbefriedigend. Weil ich das Gefühl habe, dass mir etwas entgangen sein muss oder ich es einfach nicht verstehe oder da gar nichts ist.   Fazit Dieses Buch bietet den besten bzw. vielfältigsten, beeindrucktesten Schreibstil, den ich je gesehen habe. Die Handlung ist clever und verworren, alles scheint gänzlich unterschiedlich und doch ist alles irgendwie miteinander verstrickt. Trotzdem musste ich mich an manchen Stellen fast quälen um voran zu kommen – es zog sich wirklich furchtbar.

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  • Eine wunderbare Komposition von Inhalten und Erzählstilen

    Der Wolkenatlas
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    Zum Inhalt: David Mitchells Roman „Der Wolkenatlas“ ist eine Komposition aus sechs eigenständigen Kurzgeschichten, sechs Schicksalen, die in sechs unterschiedlichen Epochen der Menschheitsgeschichte spielen. Die Lebensumstände der Protagonisten könnte unterschiedlicher nicht sein – ein amerikanischer Notar, der um das Jahr 1850 herum auf einer Schiffsreise durch Ozeanien Schiffsbruch erleidet, ein junger englischer Musiker, der 1931 vor seinen Gläubigern in seiner Heimat flieht und sich bei als Assistent eines berühmten Komponisten in Belgien verdingt, eine junge Journalistin, die im Jahr 1975 die unlauteren Machenschaften eines Energiekonzerns, der Missstände an einem Atomreaktor-Projekt vertuschen will, aufzudecken versucht, ein britischer Verleger, der nach der Jahrtausend-Wende das einzige erfolgreiche Buch seiner Laufbahn verlegt und sich unversehens als Insasse eines Altersheims wiederfindet, ein Klon in einem vereinten Korea einer hochtechnologisierten Zukunft, welcher von der „Reinblüter“-Klasse als billige Arbeitskraft gezüchtet wurde und plötzlich menschliche Züge in sich verspürt und schließlich ein junger Mann, der in einer noch ferneren Zukunft, nach dem Kollaps der menschlichen Zivilisation, als Angehöriger eines einfachen Stamms, umgeben von Barbaren ein Leben fernab jeglicher technischer Errungenschaft führt. Dennoch sind die Leben dieser Personen in den unterschiedlichen Zeitebenen alle miteinander verbunden… Eigene Meinung: Der Einstieg in den „Wolkenatlas“ ist mir nicht leicht gefallen. Jede der sechs Einzelschicksale stellt eine in sich abgeschlossene Geschichte dar, die in ihrem eigenen, sehr charakteristischen Erzählstil geschrieben ist. Die ersten beiden Episoden „lagen“ mir dabei einfach nicht so – weder vom Erzählstil her, noch von der Handlung. Erst als ich ab dem dritten Teil mehr und mehr die Idee des Buches erkannte – auf unterschiedlichen Zeitebenen miteinander verbundene Personen, deren Schicksale zwar im Hier und Jetzt abgeschlossen sind, die sich aber dennoch in späteren Zeitebenen wieder finden, konnte mich das Buch mehr und mehr in seinen Bann ziehen. Die späteren Kapitel, insbesondere jene, die in der Zukunft spielen, haben mir dann auch deutlich besser gefallen und mich schließlich kaum mehr losgelassen. Mitchell schildert eine detailliert ersonnene Zukunft, die bizarr und in ihrer Unmenschlichkeit bedrückend ist  (allem voran der Umgang der „Supraklasse“ mir den Menschen der Subschicht), die aber gleichzeitig als gar nicht so unwahrscheinlich erscheint, da man viele Parallelen von heute bereits stattfindenden Entwicklungen erkennen oder erahnen kann. Auch die Zeitebene nach dem Untergang der menschlichen Zivilisation hat mich sehr beeindruckt – der technische Fortschritt, der in den Kapitel davor bis zur Perversion übertrieben wurde, spielt in der darauf folgenden Zukunft keine Rolle mehr, die wenigen noch verbliebenen Menschen sind zu einem sehr urtümlichen und archaischen Leben zurückgekehrt und nur eine kleine Gruppe von Menschen konnte einen gewissen technischen Fortschritt erhalten. Die engmaschig erzählte Handlung, die vielen Verstrickungen der Handlungsstränge auf unterschiedlichen Ebenen und die vielen, z.T. fremdartigen Details haben dazu geführt, dass ich das Buch nur sehr langsam lesen konnte, immer wieder zurück geblättert habe, das Buch dabei aber umso mehr genossen habe. Auch sprachlich und konzeptionell ist das Buch ein Meisterwerk. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Komposition – so geschickt sind Figuren und Handlungsstränge über die unterschiedlichen Zeitebenen miteinander verknüpft, was sich zum Teil nur in kleinen und geschickt eingefügten Details andeutet.  Auch sprachlich reizt  Mitchell die ganze Palette der Erzählkunst aus – so bedient er sich der Tagebuchform, der Briefform, wählt einen Er- Erzähler sowie eine Sie-Erzählerin, erzählt in der Interviewform und lässt auch den klassischen Geschichten-Erzähler zu Wort kommen. Den unterschiedlichen Protagonisten legt er ihrer Zeit entsprechend die passende Sprache in den Mund, wobei er insbesondere für die beiden in der Zukunft spielenden Handlungsstränge eine beeindruckend detaillierte und glaubwürdige Ausdrucksweise ersonnen hat. Vor dieser grandiosen Erzählleistung kann man nur seinen Hut ziehen. Einen Stern Abzug gibt es daher nur für die Tatsache, dass nicht alle der aufgeführten Handlungsstränge vollständig mein Interesse wecken konnten, aber bis auf dieses kleine Detail bin ich sehr begeistert von Mitchells komplexen und in dieser Art für mich beispiellosem Werk!

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    • 4
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    25. May 2015 um 19:39
  • Alles ist verbunden

    Der Wolkenatlas
    letusreadsomebooks

    letusreadsomebooks

    18. May 2015 um 18:51

    Sechs Geschichten aus unterschiedlichen Epochen, sechs Einzelschicksale, die doch alle miteinander verbunden sind. In seinem Roman Der Wolkenatlas erzählt David Mitchell von einem amerikanischen Notar, der sich um 1850 auf eine Schiffsreise in die Südsee begibt; von einem jungen Komponisten, der vor seinen Gläubigern nach Belgien zu einem der großen Meister der Klassik flieht und dessen Assistent wird; von einer aufstrebenden Journalistin, die einen Atomskandal aufzudecken versucht; von einem alten Verleger, der von seinem Bruder in ein Sanatorium gesteckt wurde und dort gegen seinen Willen festgehalten wird; von einem koreanischen Klon in der Zukunft, der nicht länger die niederen Dienste verrichten will und sich gegen die Obrigkeit auflehnt; sowie von einem Hirten, der in einer postapokalyptischen Welt in der fernen Zukunft lebt, in der es kaum noch hochentwickelte Zivilisationen gibt. Der Wolkenatlas ist ein Roman, der wahrlich eindrucksvoll konstruiert ist. Der Titel bezieht sich auf das gleichnamige Musikstück, an dem der junge Komponist Robert Frobisher und sein Mentor arbeiten: ein Sextett, in dem jedes Instrument seinen eigenen Part erhält, erst in der einen und dann in umgekehrter Reihenfolge. Genau so ist auch das Buch aufgebaut. Es beginnt mit dem ¨Pacifiktagebuch¨ des Notars, der Geschichte, die zeitlich gesehen zuerst spielt. Danach folgen die fünf anderen Geschichten, die jeweils nur zur Hälfte erzählt werden, um anschließend andersherum – von der Zukunft bis in die Vergangenheit – beendet zu werden. Jede einzelne Story hat ihren ganz eigenen Stil. Es gibt Tagebucheinträge, Briefwechsel und ein Verhör. Dazu kommt, dass Mitchell für jede Handlung eine ganz eigene Sprache wählt. Am schwierigsten fand ich den Part über die postapokalyptische, unzivilisierte Welt. Es war sehr ungewohnt, Sätze mit falscher Grammatik und sinnlosen Worten zu lesen und ich fand es anfangs nicht leicht, mich in diesen Stil hineinzufinden. Als ich es dann endlich schaffte, war ich aber begeistert: Der junge, ungebildete Hirte redet ein bisschen wie Mark Twains Huckleberry Finn und spiegelt perfekt den Untergang der Zivilisation wider. Für die meisten Menschen ist es schon kompliziert genug, einen Schreibstil zu finden und ihn konsequent umzusetzen, Mitchell hingegen schafft es, ganze sechs Schreibstile anzuwenden und so jeder Geschichte ihre eigene Note zu geben. Obwohl alle sechs Teile eigenständige Geschichten sind und ihre eignen Besonderheiten haben, sind doch alle miteinander verwoben. Nach und nach entdeckt man kleine Dinge aus der einen Geschichte in einer anderen – ein Charakter aus einer Story taucht in der nächsten am Rande auf und bestimmte Gegenstände finden im Laufe der Jahrzehnte oder Jahrhunderte neue Besitzer. Außerdem haben alle sechs Protagonisten ein ähnliches Schicksal: Sie kämpfen gegen die Unterdrückung und für ihre individuelle Freiheit. Der Roman ist also nicht nur strukturell unglaublich spannend, sondern kritisiert auch noch die rücksichtslose Profitgier der Menschheit, die die Zeit überdauert. David Mitchell ist mit Der Wolkenatlas etwas ganz Großes gelungen. Er erzählt sechs völlig unterschiedliche und spannende Geschichten und verknüpft sie meisterhaft miteinander. Sprachlich und stilistisch wird einem hier wahnsinnig viel geboten. Der Roman unterhält, kritisiert, belehrt und fesselt auf allerhöchstem Niveau.

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  • Der Atlas der Wolken

    Der Wolkenatlas
    Ascari0

    Ascari0

    David Mitchells "Wolkenatlas" lag eigentlich schon auf meinem SuB, seit ich zum ersten Mal die Verfilmung im Kino gesehen hatte ... Seither war ich wieder einmal neugierig, wie unterschiedlich Verfilmung und Original sein würden :).Zum Inhalt:Es ist hier wirklich schwer, etwas zum Inhalt zu sagen, wenn ich nicht gleich einen ganzen Roman schreiben möchte. Der Roman enthält insgesamt sechs Geschichten, die vom 19. Jahrhundert bis in eine unbekannte Zukunft reichen und die alle miteinander durch bestimmte Dinge verflochten sind ... Ein Anwalt, ein Komponist, eine Journalistin, ein Verleger, ein Klon und ein Ziegenhirte erzählen auf unterschiedliche Art und Weise ihre Geschichte, am Anfang in Form eines Tagebuchs, dann mit Briefen, durch einen Thriller, mit einer Erzählung in Ich-Form, mit einem Interview und letztendlich wieder durch eine Erzählung einen Teil ihres Lebens.Meine Meinung:"Der Wolkenatlas" ist ein Roman, wo es mir nicht leicht fällt, eine Bewertung abzugeben. Ich teile auf der einen Seite die Begeisterung derjenigen, die das Buch für genial halten - der unterschiedliche Schreibstil und der Aufbau des Buchs sprechen für sich. Jede Geschichte wird nämlich bis zur Mitte erst einmal zur Hälfte erzählt, beginnend im 19. Jahrhundert reist der Leser bis in die ferne Zukunft, dann folgen die zweiten Hälften, bis man wieder im 19. Jahrhundert am Ende angelangt ist (Man könnte also fast sagen, das Buch ist "symmetrisch" aufgebaut :D).Auf der anderen Seite kann ich auch die Kritik vieler Leute nachvollziehen. Da Mitchell jede Geschichte authentisch schreibst, ist vor allem der Stil aus dem 19. Jahrhundert (inklusive der Rechtschreibung!) und die Erzählung aus der fernen Zukunft (ein sehr verstümmeltes Deutsch) gewöhnungsbedürftig und durchaus anstrengend zu lesen.Sieht man aber einmal darüber hinweg und nimmt sich die Zeit, die Zusammenhänge zu erfassen, merkt man erst, wie ungewöhnlich dieses Buch ist. Mitchell hat jede Menge Details in jede Geschichte eingearbeitet, die mir erst jetzt beim Lesen aufgefallen sind. Dadurch dass der Film mit der "Symmetrie" des Romans bricht und alle sechs Geschichten parallel erzählt, geht einiges von diesen Details im Film verloren (beispielsweise das halbierte Tagebuch des Anwalts) ...Warum ich keine fünf Sterne vergebe, hängt damit zusammen, dass ich einige Male das Gefühl hatte, dass sich Mitchell bei manchen Dingen zu sehr ins Detail verloren hat. Hie und da ein wenig kürzen hätte manchen Passagen sicher nicht geschadet, da ich relativ lange für dieses Buch brauchte, wusste ich beispielsweise am Ende nicht mehr genau, wer die Nebencharaktere in den einzelnen Geschichten waren und welche Rolle sie für den Fortgang der Geschichte darstellten.Mein Fazit:"Der Wolkenatlas" ist meiner Meinung nach kein Roman, den man mal eben nebenher lesen kann. Im Gegenteil, hier muss man sich wirklich Zeit nehmen und sich auf die Geschichte(n) einlassen, um die Genialität hinter dem Buch zu verstehen. Den einen Stern Abzug gibt es dafür, dass ich zwischendurch einige Male die Übersicht verloren habe, wer wo wann wie etwas zu den Geschichten beizutragen hat.

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    • 2
  • EIne Geschichte über Karma und Menschlichkeit

    Der Wolkenatlas
    Rhada

    Rhada

    28. February 2015 um 21:54

    Der Wolkenatlas war das erste Buch, welches ich von David Mitchell in die Finger bekam.  Grund für den Kauf war damals, dass mir die Verfilmung gut gefallen hatte, aber einige Fragen offen ließ.Das Buch besteht aus sechs einzelnen Geschichten. Jede spielt in ihrer Zeit (die sich mitunter in der Sprache und sogar der Rechtschreibung niederschlägt), ihrem Genre und in ihrem Stil. Verbunden werden die Geschichten durch die Charaktere. So beginnt das Buch mit einem Tagebuch eines amerikanischen Anwaltes aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg. Dieses Tagebuch bricht ind er Hälfte ab und man bekommt die Geschichte eines angehenden, homosexuellen Komponisten erzählt. Dieser schreibt Briefe an seinen Liebhaber in England. Darin erwähnt er auch das bereits erwähnte Tagebuch, welches er gefunden und gelesen hat. In der folgenden Geschichte übermittelt der mittlerweile gealterte Liebhaber wichtige Informationen zu einem Atomkraftwerk an eine Journalistin. Diese macht aus ihrer Geschichte wiederrum einen Roman, den ein englischer Verleger in die Hände bekommt.Die Lebensgeschichte des Verlegers wird verfilmt und in der nahen Zukunft in Neukorea vom dortigen Regime (einer "Konzernokratie") verboten. Die Rebellen nutzen den Film allerdings als Antrieb für eine von ihnen gewählte Kämpferin (einen Arbeitsklon). Diese verinnerlicht die Werte des Films und trägt sie im Kampf um Freiheit nach Außen. Auf den Taten des Klons bauen sich in der fernen Zukunft, nach einer großen Katastrophe, schließlich der Glauben und die Wertevorstellungen einer neuen Zivilisation auf.Der Roman erzählt alle Geschichten (außer der sechsten) nur bis zur Hälfte. Am Ende der sechsten Geschichte werden die anderen Geschichten wieder nach und nach in antichronologischer Reihenfolge aufgelöst.Das Buch ließt sich dabei relativ einfach, von einigen Schwierigkeiten mit der Sprache der ältesten Vergangenheit und der fernen Zukunft abgesehen. An diese Feinheiten gewöhnt man sich jedoch schnell. Die Geschichten sind unterhaltsam, mitreißend und bedeutend. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und verbinden diese an sich getrennten Geschichten wunderschön. Trotz seiner teils fantastischen Begebenheiten ist dieser Roman sehr realistisch und schlicht.Mich hat das Lesen von "Der Wolkenatlas" schlagartig von David Mitchells Fähigkeiten als Autor, als Geschichtenerzähler, überzeugt. Eine seltene Perle der modernen Literatur.

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  • "Bewundere mich, weil ich eine Metapher bin!"

    Der Wolkenatlas
    BluevanMeer

    BluevanMeer

    David Mitchells Wolkenatlas ist kein gewöhnlicher Roman, eigentlich sind es mehrere Romane in einem. Und das Wolkenatlas-Sextett, das dem Roman immerhin seinen Namen gibt, ist anfänglich noch gar nicht so wichtig. Komposition hingegen auf jedenfall – die einzelnen Erzählungen sind ineinander komponiert, Figuren, die sich nicht kennen können, erinnern sich an ähnliche Begebenheiten. Raum und Zeit wird überwunden und manchmal wurde im Zusammenhang mit dem Roman vom Thema Seelenwanderung gesprochen oder wie die NZZ schreibt: “Mitchell kartographiert Seelen und schreibt Weltliteratur.” Insgesamt sind es sechs Lebenswege, die hier geschickt miteinander verwoben werden. Bewundere mich, weil ich eine Metapher bin! (S.223)Die literarische Reise beginnt auf dem Meer, sie beginnt mit dem Pacifictagebuch des Adam Ewing. Der englische Notar soll Mitte des 19. Jahrunderts einen Erben ausfindig machen und befindet sich deshalb auf hoher See. Die Sitten an Bord sind rauh und der einzige Freund, den Ewing hat, ist der Passagier Dr. Goose, der Ewing gegen einen Parasiten behandelt. Als Ewing einem blinden Passagier das Leben rettet und ihn davor bewahrt, dass die Crew ihn über Bord werfen will, hat er einen zweiten Freund gewonnen, doch nichts ist so wie es scheint. Als ich in die enge Kajüte zurückkam, dankte mir der Wilde für meine Fürsorge u. aß die derbe Hausmannskos, als wäre es ein Präsidentenfestmahl. Ich verriet ihm meine wahren Beweggründe nicht, nämlich, je voller sein Magen, desto geringer seine Neigung mich zu verspeisen, sondern frug ihn stattdessen, warum er mich während seiner Auspeitschung angelächelt habe. “Schmerz ist stark, ja, aber Freundauge mehr stark.” Ich bedeutete ihm, daß er so gut wie nichts über mich wisse u. ich nichts über ihn. Er zeigte auf seine Augen u. dann auf die meinen, als wäre diese einfache Geste eine umfassende Erklärung. (S.44)Ich hatte mich gerade an Ewing gewöhnt, Seemannslieder im Ohr (Hurrah, you rolling river…) und wollte Santiano einwerfen um richtig in Stimmung für das Pazifiktagebuch zu kommen – da endet das Tagebuch mitten im Satz. Auf Seite 57. Was passiert denn hier? Überraschung – erstmal nichts mehr mit Ewing.Zeit für den nächsten Roman Briefe aus Zedelghem. Ein junger englischer Komponist, Robert Frobisher, flieht 1931 vor seinen Gläubigern nach West-Flandern und sucht Unterschlupf bei seinem musikalischen Vorbild Vyvyan Ayes, der ihn zu seinem Assistenten macht. Spontan wird Frobisher der Geliebte von dessen Frau (wie man das halt so macht) und gibt vor, über genug flüssige Mittel zu verfügen und von niemandem abhängig zu sein. Doch weit gefehlt. Die Briefe, in denen sich langsam abzeichnet, dass der Komponist an einem Stück namens Wolkenatlas-Sextett arbeitet (wie die sechs Geschichten eben), richten sich an seinen Geliebten und Geldgeber Rufus Sixsmith (und wieder eine sechs!). Sixsmith, gepriesen sei der heilige Rufus, Schutzpatron der bedürftigen Komponisten, gepriesen über alles, amen. Deine Postanweisung kam heute morgen wohlbehalten an – schilderte Dich meinen Gastgebern als senilen Onkel, der meinen Geburtstag vergessen hätte. Mrs. Crommelynck sagte, eine Bank in Brügge werde die Summe auszahlen. Werde dir zu Ehren eine Motette schreiben und das Geld so schnell ich kann zurückzahlen. Schneller vielleicht als du glaubst. Der tiefe Frost auf meinen Aussichten taut ab. (S.80)Doch allzulange sollen die Lesenden sich auch nicht an Frobisher erfreuen – eine Journalistin ist nämlich im nächsten Roman die Hapfigur. Halbwertszeiten – Luisa Reys erster Fall beginnt mit Rufus Sixsmith, der mit Luisa in einem Aufzug steckenbleibt. Luisa ist unterfordert in ihrem Job und hat eigentlich auch keine Lust mehr auf das Schmierblättchen für das sie schreibt. Rufus gibt ihr allerdings einen Tipp und mit einem mal ist Luisa hinter einer Story über die finsteren Machenschaften eine Atomkonzers her – blöd nur, dass ihre ,Journalisten’-kolleg_innen wenig begeistert sind. “Heißes Eisen, so eine Reaktor-Einweihung”, ruft Nussbaum. “Hört ihr das Gerumpel, Leute? Rollt da etwa ein Pulitzer-Preis auf uns zu?” “Ach, leck mich, Nussbaum.” Jerry Nussbaum seufzt: “In meinen feuchtesten Träumen …” Luisa zögert- Soll sie zurückschlagen, dann zeigst du dem Wurm, wie sehr du dich ärgerst, oder soll sie ihn ignorieren, dann zeigst du dem Wurm, dass er sich einfach alles erlauben kann.” (S.133)Und wer dachte, diese Story sei chaotisch, der hat noch nicht den genial-unterhaltsamen nächsten Romanabschnitt Das grausige Martyrium des Timothy Cavendish gelesen. Cavendish ist Verleger, sehr belesen, und hält sich für den Nabel der Welt. Mit seiner Meinung hält er nicht gerne hinter dem Berg. Momentan blättert er in einem windigen Romananfang über eine Luisa Reys, dass er gnadenlos abwatscht, da die Autorin einfach viel zu “kalkuliert einen auf Kunst gemacht hätte” (S.213). Auch die obere Aussage über die Metapher stammt von Cavendish und nimmt doch gleichzeitig auf sehr selbstironische Weise das verschachtelte Roman-im-Roman-Prinzip von Mitchell selbst auf. Cavendish landet durch fiese Intrige in einem knastartigen Altenheim, aus dem er sich dringend befreien muss: Sklaventreiber freuen sich über einsame Rebellen, damit sie jemanden haben, den sie vor den anderen herunterputzen können. In allen Gefängnisbüchern, die ich gelesen habe, sei es der Archipel Gulag, Brian Keenans Schilderung seiner Geiselhaft im Libanon oder Faustfutter, steht, dass Rechte durch geschicktes Feilschen nach und nach erkämpft werden müssen. Der Widerstand der Gefangenen rechtfertigt in den Köpfen der Gefängniswärtern nur umso härtere Bestrafungsmaßnahmen. (S.238)Und um Gefangene geht es auch im nächsten Romanteil Somnis Oratio, in dem eine ,Duplikantin’ von einem Archivar befragt wird. In einem Interview, das mithilfe eines Orators geführt wird und im Ministerium für Testamente archiviert werden soll, schildert die Klonfrau Somni, welcher Verbrechen sie sich schuldig gemacht hat.Und sobald dieses Interview vorbei ist, begegnet man einem Erzähler der ganz besonderen Art. Ein alter Mann erzählt von seiner Kindheit und aus seinem Leben vor dem ,Untergang’, vor dem Ende jeglicher Zivilisation, vor dem Ende von Literatur und Kultur, vor dem Ende einer Sprache, wie wir sie kennen. Abends am Feuer werden wieder Fabeln über das Leben erzählt: Diese Fabel is nix zum drüber Schmunzeln, aber ihr wollt was von meim Leben auf Big Island hörn und das sind die Erinnerungen wo so aus mir rausflutschen. (S.327)Der Wolkenatlas ist ein über 600 Seiten langes Fest. Ich hatte so viel Spaß an diesem Roman, bin kleinsten Verbindungen hinterhergejagt, habe mich über Mitchells Erzählkunst gefreut und war richtig traurig, als ich mich von Somni und Cavendish und Luisa verabschieden musste. Gerade weil jeder eigene Roman einen ganz besonderen Stil hat, wurde die verschachtelte Geschichte nie langweilig. Die Frage danach, was uns als Menschen ausmacht, bleiben in jeder gesellschaftlichen Entwicklungsstufe erhalten. Und die Prognose sieht nicht gut aus: “Eines Tages muss die ganze räuberische Welt sich auffressen” hatten schon die Schiffsreisenden (und zukünftigen Sklavenhalter) auf dem Weg zur Kolonie festgestellt, und auch einige Atomkatastrophen später steht es um die conditio humana nicht besser. Die Starken gegen die Schwachen, Korruption, Machtgier – doch es gibt eben auch Ausnahmen, von denen Mitchell erzählt. Dass die Grundidee hinter dem Wolkenatlas – ein Ozean besteht aus einer Menge von Tropfen, eine Menge Menschen besteht aus vielen unterschiedlichen Individuen und die sind alle völlig verschieden, hängen aber alle zusammen und können eventuell den Lauf des Schicksals bestimmen – philosophisch nicht der größte Wurf ist, fällt bei einem so genial geschriebenen und konstruierten Werk kaum noch ins Gewicht.

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  • Ereignisketten

    Der Wolkenatlas
    dominona

    dominona

    Das Buch ist grandios konzipiert und wurde 2012 als guter Film umgesetzt. Dennoch ersetzt er nicht das Buch. Man braucht eine Weile, um den roten Faden zu finden und ich finde zum Schluss hin verliert es an Fahrt, aber das tut der Idee keinen Abbruch. Die Vorstellung von einer gewissen Reinkarnation und bestimmten Menschenbildern, die sich durch die Jahrhunderte ziehen ist nicht neu, wird hier aber überraschend innovativ miteinander verbunden.Ist es ein Thriller oder Science Fiction? Beides, jeweils zur Hälfte und bei einem Umfang von 700 Seiten kann man sich das auch leisten. Für manch einen könnte es zu kompliziert sein.

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  • Leserunde zu "Der Wolkenatlas" von David Mitchell

    Der Wolkenatlas
    Prinzessin

    Prinzessin

    Hallo ihr Lieben :)Ja, ich weis ich bin früh dran, aber ich hatte gerade Lust dazu und dann ist es wenigstens schon mal gemacht. Leider weis ich nicht wer welches Exemplar hat. Deshalb habe ich die Abschnitte nicht nur mit Seitenzahlen versehen sonder auch mit Namen. Leider besitzt dieses Buch keine Kapitel, was echt ein bisschen stressig gerade war. Ich bin jetzt nach dem Rowolth-Taschenbuch vorgegangen. Schaut euch das Buch mal genau an und sagt mir bescheid, ob ihr mit dieser Einteilung zurecht kommt. Ich sage euch, die Schrift ist winzig und das Buch hat viele viele Seiten. Deshalb sind es auch 8 Abschnitte geworden ich hoffe es sind euch nicht zu viel oder zu wenige?!Ich wünsche liebste Grüße aus BayernEure Jana alias Prinzessin

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