David Mitchell Die Knochenuhren

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Inhaltsangabe zu „Die Knochenuhren“ von David Mitchell

An einem verschlafenen Sommertag des Jahres 1984 begegnet die junge Holly Sykes einer alten Frau, die ihr im Tausch für "Asyl" einen kleinen Gefallen tut. Jahrzehnte werden vergehen, bis Holly Sykes genau versteht, welche Bedeutung die alte Frau dadurch für ihre Existenz bekommen hat. Die Knochenuhren folgt den Wendungen von Holly Sykes' Leben von einer tristen Kindheit am Unterlauf der Themse bis zum hohen Alter an Irlands Atlantikküste, in einer Zeit, da Europa das Öl ausgeht. Ein Leben, das gar nicht so ungewöhnlich ist und doch punktiert durch seltsame Vorahnungen, Besuche von Leuten, die sich aus dem Nichts materialisieren, Zeitlöcher und andere kurze Aussetzer der Gesetze der Wirklichkeit. Denn Holly – Tochter, Schwester, Mutter, Hüterin – ist zugleich die unwissende Protagonistin einer mörderischen Fehde, die sich in den Schatten und dunklen Winkeln unserer Welt abspielt – ja, sie wird sich vielleicht sogar als deren entscheidende Waffe erweisen. Metaphysischer Thriller, moralische Betrachtung und Chronik unseres selbstzerstörerischen Handelns – dieser kaleidoskopische Roman mit seiner Vielfalt von Themen, Schauplätzen und Zeiten birst vor Erfindungsreichtum und jener Intelligenz, die David Mitchell zu einem der herausragenden Autoren seiner Generation gemacht hat.

Mein Buch des Jahre 2016!

— LeGrandGris

hmmmmmmm

— komm_wir_gehen_schaukeln

So liebe ich anspruchsvolle und außergewöhnliche Literatur.

— Floh

Mein erster Mitchell hat mich überzeugt!

— Bibliomania

Leider nicht so gut wie die anderen. Aber immer noch super.

— kai_huebner

Leider nicht so gut wie die anderen. Aber immer noch super.

— kai_huebner

Leider nicht so gut wie die anderen. Aber immer noch super.

— kai_huebner

Überhaupt nicht das was ich vom Einband u Rückseitentext her erwartet hatte, hat mich nicht in seinen Bann gezogen das Buch.

— Petra_84

Zu Recht als "Weltliteratur" bezeichnet. Viel Mystik und ein wenig Anspruch 80er bis in die noch erlebbare Zukunft. Sehr schön.

— RichardParker

mir war es leider zu komplex.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Romane

Kukolka

Hammerharte Realität, hammerhart erzählt. aber Umsetzung + Stil waren leider nicht so mein Fall. Sehr distanziert. Dennoch grausame Realität

Yuyun

Lauter gute Absichten

Kurzweilige Geschichte um einen angry young man, der sich gegen die Familie auflehnt - und an den eigenen Ansprüchen scheitert.

Marina_Nordbreze

Die Lichter von Paris

Generationenübergreifend. Legt sich wie eine kuschelige Decke romantisch um deine Schultern! Angenehme Atmosphäre.

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Was man von hier aus sehen kann

Eine Geschichte, die mich mit ihrer Wärme und liebevollen Erzählart absolut bezaubert hat.

Kathycaughtfire

Wie der Wind und das Meer

Eine wunderbare Geschichte über eine Liebe, die nicht sein darf! Ein Lesegenuss!!!

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Das saphirblaue Zimmer

Drei Frauen, drei Entscheidungen, in Zeiten, wo die Meinung einer Frau nichts galt. Ein grandioser, historischer Liebesroman.

FreydisNeheleniaRainersdottir

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  • komm_wir_gehen_schaukeln

    Die Knochenuhren

    komm_wir_gehen_schaukeln

    11. February 2017 um 19:33

    leider haben das Buch und ich nicht zusammen gefunden ....
    ich fand den Anfang echt toll , bis seite 100 ungefähr .... als Holly weg war ... ich Habe das Buch dreimal zur seite gelegt ab seite 300 habe ich beschlossen das es nichts für micht ist .... ich bin weder in die geschichte richtig reingekommen noch konnte ich mich mit den protagonisten anfreunden 

  • Leserunde zu "Die rote Löwin" von Thomas Ziebula

    Die rote Löwin

    ThomasZ

    Liebe Leseratten und Leserättinen! Euch allen ein glückliches Jahr 2017! Buchmäßig fängt es ziemlich gut an, denn am 13. Januar erscheint mein neuer historischer Roman „Die Rote Löwin“. Heute lade ich Euch zu einer Leserunde mit mir und meinem Buch ein. Die Geschichte in wenigen Sätzen: Anno 1205. Nach dem Tod ihrer Eltern sind Rubina und ihr Bruder Waldemar auf sich allein gestellt. In Magdeburg geraten sie in die Fänge des machtgierigen Domdekans Laurenz. Der erkennt in Rubina – „Runja“ – die einmalige Gelegenheit, den Gelehrten Pirmin auszuschalten, seinen Rivalen um das Bischofsamt. Runja hat nämlich verblüffende Ähnlichkeit mit dessen verstorbener Frau. Mit ihrem Bruder als Druckmittel, zwingt Laurenz die junge Frau in den Orden der Vollstrecker, wo der Schwarze Abt Dagomar sie zur Mörderin ausbildet. Doch das Schicksal will es, dass Runja sich in Pirmin verliebt … Vorweg eine Warnung an alle besonders zart besaiteten unter Euch: „Die rote Löwin“ ist ein Thriller und es geht alles andere als friedlich und idyllisch zu in dieser Geschichte. Eine Leseprobe findet Ihr bei Amazon: https://www.amazon.de/Die-rote-L%C3%B6win-Historischer-Roman/dp/3404174763/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1483282238&sr=1-1&keywords=die+rote+l%C3%B6win#reader_3404174763 und demnächst auch auf meiner website http://www.thomas-ziebula.de/ Die Bewerbungsphase dauert bis zum 13. Januar. Mein großzügiger Verlag spendiert 25 Bücher. Ich wünsche mir Leserundenteilnehmer, die bereit sind, ihre Leseerfahrung mit der „roten Löwin“ aufzuschreiben und außer auf LB auch auf Amazon und anderen Plattformen als Rezension zu veröffentlichen. Ich grüße Euch herzlich und bin gespannt auf Eure Bewerbungen. Thomas Ziebula

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    • 400

    Floh

    03. February 2017 um 08:38
    ThomasZ schreibt Und dann wollt Ihr wissen, welche Stile ich gerne lese. Ich will nicht sagen, dass ich ein literarischer Allesfresser bin, aber in formaler Hinsicht schon. Ich liebe die epische Breite eines John ...

    Danke, Danke für die umfangreiche Antwort auf unsere neugierigen Fragen. "Diestelfink" MUSS ich auch unbedingt noch lesen. Ich höre so viel Gutes zum Buch und handwerk der Autorin. "Stoner" von ...

  • Leserunde zu "Geister" von Nathan Hill

    Geister

    LaLeser

    Die Geister der Vergangenheit. "Geister" von Nathan Hill ist das Erfolgs-Debüt des Jahres! Der Roman wird derzeit weltweit diskutiert und mit der Literatur von John Irving, Jonathan Franzen oder Charles Dickens verglichen. Die Ausgangslage des Plots ist brisant: Eine Frau greift den republikanischen Präsidentschaftskandidaten an. Ihr Sohn, der seine Mutter kaum kennt und sie seit Jahren nicht gesehen hat, wird mit der Tat konfrontiert. Wie positioniert er sich zu seiner Mutter und welche Auswirkungen hat das Ereignis auf sein Leben?Nathan Hill ist mit "Geister" ein großes Familienepos, ein tiefgründiges Psychodrama und ein Gesellschaftsroman der Extraklasse gelungen! Unterhaltsam und psychologisch meisterhaft erzählt, ist dieser fast 900 Seiten schwere Roman ein absolutes Must-Read für alle Literaturbegeisterten! Mehr zum Buch:Ein Anruf der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers verändert schlagartig das Leben des Literaturprofessors Samuel Anderson. Er, der als kleines Kind von seiner Mutter verlassen wurde, soll nun für sie bürgen: Nach ihrem tätlichen Angriff auf einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten verlangt man von ihm, die Integrität einer Frau zu bezeugen, die er seit mehr als zwanzig Jahren nicht gesehen hat. Ein Gedanke, der ihm zunächst völlig abwegig erscheint. Doch Samuel will auch endlich begreifen, was damals wirklich geschehen ist. Ein allumfassender, mitreißender Roman über Liebe, Unabhängigkeit, Verrat und die lebenslange Hoffnung auf Erlösung, ein Familienroman und zugleich eine pointierte Gesellschaftsgeschichte von den Chicagoer Aufständen 1968 bis zu Occupy Wall Street.>> Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!Mehr zum Autor:Nathan Hill wurde 1978 geboren und wuchs im mittleren Westen der USA auf. Eine Zeit lang lebte er außerdem in New England, New York und Chicago. Er arbeitete als Journalist, kümmerte sich um die Website Poets.org an der Academy of American poets und unterrichtete Schreiben an der Florida Gulf Coast University. Heute lehrt er Kreatives Schreiben und Literatur an der University of St. Thomas in St. Paul, Minnesota. "Geister" ist sein Debütroman, der zurzeit in über zwanzig Sprachen übersetzt wird.Gemeinsam mit dem Piper Verlag vergeben wir in dieser Leserunde 22 Exemplare von "Geister" an alle, die sich den Geistern der Vergangenheit stellen möchten.Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 06.11. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button, teilt folgendes Video bei Twitter oder Facebook mit dem Hashtag#beGeistert und fügt den Link zu eurem Posting in euren Bewerbungsbeitrag ein:Wenn ihr dieses Video mindestens 222 mal mit dem Hashtag #beGeistert bei Facebook oder Twitter teilt, steigt die Anzahl der Gewinner von 22 auf 44. Schaffen wir es, das Video 444 mal zu teilen, werden es sogar 66 Bücher, die wir verlosen können! Aber das ist noch längst nicht alles! Einige der Exemplare von "Geister" werden wir in einer besonderen Box versenden. Wer keine Social-Media-Kanäle hat, beantwortet einfach diese Frage, um sich für ein Exemplar von "Geister" zu bewerben: Wurdet ihr schon mal von eurer Vergangenheit eingeholt? Teilt einen Moment mit uns, in dem die Vergangenheit plötzlich Einbruch in euer Leben gefunden hat!Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten und freue mich auf die Leserunde mit euch!Bitte beachte vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.

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    • 941

    Floh

    22. November 2016 um 03:35
    anushka schreibt Diese Liebe zum Detail merkt man ja auch bei der Beschreibung des Videos vom Angriff auf den Gouverneur. Wäre ja eigentlich völlig irrelevant, dass der Kamerabesitzer erstmal nicht mit der Kamera ...

    Da stimme ich dir absolut zu. Für Kopfkino sorgt Nathan Hill auf ganzer Linie und überzeugt mich mehr und mehr damit. Ich bewundere sein Debüt regelrecht. Zuletzt hatte ich "Knochenuhren" von ...

  • Bis die Knochenuhren ihren Takt schlagen! Ein epochales Meisterwerk der Worte und Sinnbilder. WOW.

    Die Knochenuhren

    Floh

    So wie sich das Cover dieses Meisterwerkes zeigt, so entwickelt sich auch die Stimmung und Atmosphäre dieser sagenhaften und hochkomplexen Welt des Ausnahmeautors David Mitchell. Sein Werk „Knochenuhren“ wird nicht nur in Literaturkreisen gelobt und begehrt, sondern auch in der Fantasywelt und in der großen Presse ist sein Name bereits bekannt. In „Knochenuhren“ hat Mitchell etwas ganz besonderes erschaffen, er vereint die Welten und Zeitebenen, Fiktion und Realität, Kriegsgeschehen, Sozialkritik und Metapher. Dieses Buch und lässt Grenzen verschmelzen. Starke Erzähler, viele Puzzleteile, die sich zu einen Ganzen legen, inszenierte Kulissen, großartige Gedanken und ganz viel Stoff und Potential für neugierige Leser sich die Augen öffnen zu lassen. Der Titel ist hier Programm, in mehrerer Hinsicht. Meine Erwartungen an „Knochenuhren“ waren hoch und ich konnte dieses Buch einfach nicht einschätzen, nun kann ich es kaum beschreiben, was ich mit David Mitchell hier erlebt habe… Man muss es einfach selbst erfahren. Keine Rezension könnte das individuelle Leseerlebnis für die Masse beschreiben… So empfinde ich, aber ich versuche es trotzdem… Erschienen im rowohlt Verlag (http://www.rowohlt.de/) Klapptext/Inhalt:„An einem verschlafenen Sommertag des Jahres 1984 begegnet die junge Holly Sykes einer alten Frau, die ihr im Tausch für "Asyl" einen kleinen Gefallen tut. Jahrzehnte werden vergehen, bis Holly Sykes genau versteht, welche Bedeutung die alte Frau dadurch für ihre Existenz bekommen hat.Die Knochenuhren folgt den Wendungen von Holly Sykes' Leben von einer tristen Kindheit am Unterlauf der Themse bis zum hohen Alter an Irlands Atlantikküste, in einer Zeit, da Europa das Öl ausgeht. Ein Leben, das gar nicht so ungewöhnlich ist und doch punktiert durch seltsame Vorahnungen, Besuche von Leuten, die sich aus dem Nichts materialisieren, Zeitlöcher und andere kurze Aussetzer der Gesetze der Wirklichkeit. Denn Holly – Tochter, Schwester, Mutter, Hüterin – ist zugleich die unwissende Protagonistin einer mörderischen Fehde, die sich in den Schatten und dunklen Winkeln unserer Welt abspielt – ja, sie wird sich vielleicht sogar als deren entscheidende Waffe erweisen.Metaphysischer Thriller, moralische Betrachtung und Chronik unseres selbstzerstörerischen Handelns – dieser kaleidoskopische Roman mit seiner Vielfalt von Themen, Schauplätzen und Zeiten birst vor Erfindungsreichtum und jener Intelligenz, die David Mitchell zu einem der herausragenden Autoren seiner Generation gemacht hat.“Meinung:Man erkennt, selbst der Klapptext hat Schwierigkeiten, sich auf das Wesentliche des Meisterwerkes der Sprachkunst und der Genrevielfalt zu beschränken. Wie soll ich das nun bloß mit meiner Rezension bewältigen, wo mir einfach so vieles im Hirn herumschwirrt, was ich über diesen Ausnahmeroman zu berichten und zu erzählen habe? … Ich beginne dann ganz einfach mal und schaue, wohin mich meine Rezension führen wird… Es sei mir verziehen, wenn ich den Rahmen des Üblichen sprenge. Meine Gedanken beginnen allein beim Buchtitel Achterbahn zu fahren: KNOCHENUHREN… Was wird uns hier erwarten? Tod? Zeitreisen? Gebeine? Alter? Osteoporose? Schwund? Eile? Ruhe? Reliquien?... Dieser Titel kombiniert mit diesem atemberaubenden Cover lädt zu Assoziationen ein. David Mitchell ist in aller Munde und auch seine bisherigen Werke sind mit Auszeichnungen und Lobeshymnen gekrönt. Ich kannte den Autor bis zu seinen „Knochenuhren“ noch nicht. Für mich war und ist dieses gewichtige Hardcoverbuch eine wirkliche Überraschung und eine außergewöhnliche Herausforderung mit Worten, Sinnbildern, Wattierungen, Malereien, Genrewelten und Facetten umzugehen zu lernen. David Mitchell ein genialer Märchenerzähler? Gerne verbuche ich in lapidar mit diesem Titel. Doch ich habe entdeckt, dass hinter David Mitchells Worten noch viel mehr steckt. Er beschreibt die Magie, das Unmögliche, den Zauber, aber auch die Vergangenheit die die Gegenwart formt und in die Zukunft schaut. Diese drei Zeitraster wagt er mutig zu vermengen und bietet ein Schauspiel für alle Sinne des Lesers. Nuancen aus tiefer Liebe, bitteren Tod, herrschender Politik, standesmäßigem Verrat, abgrundtiefen Hass, ernste Gesellschaftskritik, labenden Humor, groteske Ironie, liebliche Fürsorge - die Frage nach dem Sinn des Lebens, philosophische Züge und Andeutungen, Sonnen- und Schattenseiten des Lebens… geparkt und in Worte gekleidet, um sie auf über knapp 810 starken Seiten abzurufen und abzuholen um diese Nuancen des Lebens oder Nichtlebens durch die Seiten und durch den Roman zu bewegen. Puuuuuuh, was für ein langer Satz für eine so kurze Aussage: 810 Seiten voller Wortgewalt auf allen (Zeit-)Ebenen, die man erleben und erlesen sollte! Der Romanbeginn (ich nenne dieses Buch jetzt einfach Roman), ist intelligent erschaffen. Wir bewegen uns mit den Charakteren und einzelnen Erzählungen und Visionen durch naheliegende Prophezeiungen, thrillerartiger Spannung, einer sofort beginnenden Erwartungshaltung dem Verlauf gegenüber und dem schieren lesevergnügen mit Gehirnfutter, was den neugierigen und offenen Leser gleich nach wenigen Seiten packt, um sich dann im Glanze weiterführender Fragestellungen mit dem Roman zu identifizieren und mit dem nahenden Ende und Abschluss zu bangen und zu hoffen. Bleibt dieses überwältigende Leseerlebnis erhalten? Wird das Finale und der Abschluss des Buches etwas Bitteres hervorbringen oder gar die Blase der Euphorie über dieses Werk platzen lassen? Wie bei jedem guten Pageturner rückt auch das Ende der über 800 starken und genialen Seiten Zeile um Zeile näher und die Spannung des Lesers steigt. Wie wird der Erfolgsautor David Mitchell die unzähligen Puzzleteile zu einem Ganzen fügen und all die losen Fäden zu einem Teppich verweben? Wird es ein überraschendes Ende, vielleicht sogar ein Happy End mit etwas Kitsch? Wird Mitchell sich in das Leserherz schreiben und einen unvergesslichen Roman hinterlassen, an dem man noch lange die Wärme spürt, als man das Buch in den Händen hielt und mit den Augen darin gewohnt hat und es nun beherzt zur Seite legt und es mit geschlossenen Augen wieder aufnimmt und mit einem Lächeln nochmals an den Körper drückt? Klingt schmalzig? Ja, das stimmt, aber wer sich in diesem Buch verlieren kann, sich mitnehmen lässt, der wird vielleicht diese oder eine ähnliche Szene nach Beenden des Meisterwerks beschreiben können. Ich beschreibe diese zuvor Geschilderte und bin glücklich damit. Basta! So liebe ich anspruchsvolle und außergewöhnliche Literatur. Charaktere:In „Knochenuhren“ verbinden sich epische Manieren, bedächtige Klänge, Wortjonglage und Stimme zu einem Buch. So etwas habe ich noch nie zuvor so intensiv und ausgefeilt gelesen. Dieses Konzept geht auf. Außerdem finde ich, dass Mitchells Figuren und seine eigene Weltanschauung als Schriftsteller eine Symbiose eingegangen sind. In dieser Hinsicht und in diesen Erwartungen wurde ich definitiv nicht enttäuscht. Ein Hoch auf diese sensationelle Buchidee. Dieses Epos beginnt mit einem sehr vielversprechenden Wortklang, es lebt und entwickelt sich mit jeder Seite weiter. Ganz besonders überrascht war ich ob dem Umstand, dass hier neben den üblichen Fantasy Elementen und dem genretypischen Merkmalen, abgearbeitet wurden, sondern etwas Eigenes erschaffen wurde, was ich kaum in ein Genre klassifizieren zu vermag. 5 Erzähler, 5 Welten, eine Geschichte. Sehr starke, bemerkenswerte und überraschende Rollen. Die Charaktere reichen von Gut und Böse, von Schwach bis Stark, von Magisch bis Tödlich, von Dunkel bis Hell, von Bösartig zu Gutgesinnt, von Strategisch zu Kämpferisch, von Geheimnisvoll und offenbarend zu belehrend und mystisch, von menschlich zu fantastisch. Hier ist alles Vertreten und der Leser wird seinen Augen im Kopfkino nicht trauen können. Der Plot kommt mit wenigen Nebenhandlungen aus und wichtige Handlungsstränge aus fünf Ich-Erzählperspektiven reichen sich die Hand. Fünf Charaktere und eine innewohnende Schlüsselrolle:Als Hauptfigur lernen wir Holly Sykes kennen. Holly hört schon als Kind Stimmen und sagt in die Zukunft blicken zu können. Immer wieder erzählt sie von so genannten „Radiomenschen“ in ihrem Kopf. Wir schreiben das Jahr 1984. Holly ist 15 Jahre alt und wächst aus den Kinderschuhen und entwickelt sich zu einer Frau. Hollys Eltern besitzen einen Pub. Holly zeigt sich rebellisch, sie will die Schule abbrechen und sich ganz in den Armen ihres älteren Freundes hingeben. Hollys Mutter versucht diese Unvernünftigkeit zu unterbinden, indem sie Verbote ausspricht. Grund genug für die junge Holly ihren Rucksack zu nehmen und zu ihrem Freund zu ziehen. Kurzentschlossen betritt sie seine Wohnung und muss eine schmerzliche Erfahrung machen: Ihr Göttergatte liegt zusammen mit ihrer besten Freundin im Bett. Inflagranti erwischt. Von der ganzen Welt betrogen, beschließt Holly nun fortzulaufen, in die weite Welt. Sie trifft auf die alte Esther, ein Mysterium, Diese Begegnung wird Hollys Leben verändern… Der versnobte Cambridge Student Hugo Lamb tritt als erster Erzähler auf. Schon sogleich hat der Leser einen Antisympathen an der Seite. Hugo wird es beim Leser schwer haben, seinen Stempel wieder abgewaschen zu bekommen. Er ist ein ziemliches A...loch und seine Gaunereien und Betrügereien werden noch sehr wichtig für die Story werden. Augen auf!Etwas später im Leben von Holly lernen wir ihren Ehemann, Ed Brubeck, kennen. Holly und Ed sind Eltern einer Tochter. Ed ist ein wahrer Workerholic und fleischgewordener Journalist, der keine Story auslässt und sein Leben im Nahen Osten als Kriegsberichterstatter mehr als einmal riskiert. Jenseits des Journalismus hat er kaum was, was sein Leben gestalten könnte und er hat arge Probleme fernab des Kriegs in der heimischen Welt sein Leben aufzubauen und Perspektiven zu haben. Auch seine Familie kann daran wohl wenig ändern. Seine Erzählung hat mich sehr betroffen und der Bezug zur Gegenwart mit seiner Gesellschaftskritik ist enorm. Dann haben wir Crispin Hershey, der Schriftsteller, auch er ist der zu Papier gewordene Widerling und Widersacher. Aber genau seine Züge braucht dieses Buch und ich habe Crispin auf ganz spezieller Weise doch sehr gern in seinem Denken und Handeln besucht und von ihm erfahren. Ob es die Liebe zur Schriftstellerei, bzw. zu Büchern ist?... Seine Kritiken sind vernichtend und sein zynischer Ton sehr scharf, doch diese Würze kommt dem ganzen Roman zu Gute. Man glaubt es kaum. Durch Hollys Niederschrift ihrer Radiomenschen im Kopf blicken wir in die Zukunft ins Jahr 2025 und fühlen uns mit ihr schon fast in einer dystopischen Ära. Hollys Buch führt uns zum letzten Erzähler: Marinius, über den ich nicht mehr verraten möchte um nichts zu spoilern. Er hat eine Schlüsselrolle, die man aufmerksam studieren sollte um zu erfahren, was die besagten und zitierten Anachoreten und Horologen sind und was zum Teufel die verfluchte Knochenuhr ist. In „Knochenuhren“ gibt es viele interessante Charaktere und Einflüsse, wobei das Rad der Literatur nicht neu erfunden wurde. Ja, Knochenuhren fordert den Leser stark heraus. Emotional, gewaltig, an die Grenzen bringend und beinahe zur Verzweiflung treibend. So ein Werk liest man nicht, man durchlebt und durchleidet es. Mit jeder Faser. Versprochen. Um jedoch alles ganz so intensiv zu fühlen, sollte man jedoch bitte Zeit und Muße mitbringen, denn es gibt auch einige zähe Passagen und Längen, die aber wieder nötig sind, um die Glut zu schüren und ein neues Feuer zu entfachen. Mein Ehrenwort. Schreibstil:Der Ausnahme- und Erfolgsautor David Mitchell besitzt einen ganz eigenen Stil. Er macht sich Stilmittel zu Eigen, die er scheint, selbst erdacht zu haben. Ich muss gestehen, dass ich in den ersten Zeilen arge Schwierigkeiten hatte, mich im Roman zu platzieren und zu erkennen, wohin mich der Autor führen will. Diesen Wunsch nach Wegweiser und Ziel sollte man schnell beiseiteschieben und sich von Mitchells gekonnter Leichtigkeit mit süßer Schwere im Wortgeflecht einfach mitnehmen lassen. Sich treiben lassen. Diesen Kunstgriff beherrschen nicht viele Autoren, in meiner Leselaufbahn sind mir wirklich noch nicht viele untergekommen und ich wüsste nicht, mit wessen Feder oder Stil ich Mitchell vergleichen könne… . David Mitchell schafft es aus Worten und Ideen Figuren, Stimmungen und Szenen zu formen, die im Kopf des Lesers Bilder erzeugen und wahr werden. Der talentierte und begeisterte Autor erzählt, phantasiert bringt Zeiten und Welten, sein Wissen und Zeitgeschichte ein, ein modernes Märchen ohne Genrekonzept. Der neugierige Leser tritt von Beginn dieser abwechslungsreichen und vielseitigen Erzählung in den Dialog mit den zahlreichen Erzählern im Buch um die Freude an den Geschichten und das pulsierende und besondere Leben von den Figuren der Holly Sykes, Hugo Lamb, Ed Brubeck, Crispin Hershey und die wichtige Schlüsselfigur des Marinius. In sechs überwältigenden Kapiteln erzählen diese fünf Ich-Erzähler ihre Geschichte und man glaubt es kaum, sie alle sind mit Hollys Lebensweg verbunden und verbandelt. Fünf einzelne Personen, fünf unterschiedliche Welten, die sich dem Leser auftun und ihn aus der Realität reißen und ihn wie Harry Potter oder Stephen King fühlen lassen. Eine fiktive Welt auf gegenwärtigen Säulen, die Elemente der Fantasy, Mystery, Sage und Epos vereinen. Das Lesen gestaltet sich wie eine Suche. Eine Suche nach der Frage der Knochenuhren. Was sind diese? Wo ist der Ursprung? Woher kommt dieser herausragende Buchtitel? Persönliche Kritik:Trotz meiner Euphorie, meiner schieren Bewunderung und Begeisterung: Ja, es gab tatsächlich Kritikpunkte und Passagen, die mich gestört und verärgert haben. Aber das ist Kritik auf sehr hohem Niveau. Die dystopischen Züge haben mich ehrlich gesagt sehr verwirrt und ich wusste lange nicht Marinius Part anzunehmen. Der letzte Erzähler wirft das ganze Buch nochmals um und gibt einen ganz anderen fast visionären und fiktionalen, sowie dystopischen Glanz oder Belag. Je nach Gusto. Für mich war es eher ein schaler Belag, da für mich diese Dystopie, so nenne ich es einfach mal, nicht ganz in den Rahmen meiner Vorstellung passte. Aber ich habe es akzeptiert wie es ist und wurde gegen Ende des Buches mit Antworten beschenkt, die mich diesen kleinen Makel fast ungesehen haben werden lassen. Zum Autor:" David Mitchell, geboren 1969 in Southport, Lancaster, studierte Literatur an der University of Kent, lebte danach in Sizilien und Japan. Er gehört zu jenen polyglotten britischen Autoren, deren Thema nichts weniger als die ganze Welt ist. Für sein Werk wurde er u.a. mit dem John-Llewellyn-Rhys-Preis ausgezeichnet, zweimal stand er auf der Booker-Shortlist. Sein Weltbestseller Wolkenatlas wurde von Tom Tykwer und den Wachowski-Geschwistern verfilmt. David Mitchell lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Clonakilty, Irland."Cover:So aussagekräftig wie der gewaltige und mächtige Inhalt. Das Cover ist eine einzige Einladung zu diesem Buch und sich mit der Frage zu befassen, was Knochenuhren sind und warum das Cover zu diesen Mutmaßungen und Assoziationen weckt, die jeder Leser unweigerlich und fast unbewusst wahrnimmt. Mystisch und symbolisch. Hochwertige Verarbeitung, ansprechende Haptik, angenehmes Schriftbild und tolles Design. Neben dem hochwertigen Papier und dem festen Hardcovereinband gibt es zum Inhalt unheimlich viel zu Interpretieren und im Laufe des Lesens auf knapp 810 Seiten zu entdecken. 6 Kapitel und 5 Erzähler. Das Gewicht des Buches ist trotz seiner über 800 Seiten nicht auffällig schwer und ein angenehmes Lesen ist garantiert. Fazit: Ein gelungener Ritt in andere Welten. Ein atemberaubender Epos, der den Leser vergessen lässt, wo das Buch endet und die Knochenuhren beginnen ihren Takt zu schlagen. Epochal und meisterlich. David Mitchel hat eine neue Leserin für sich überzeugt! Fantastische 4 Sterne!

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    • 18
  • Ein wundervoller Genermix

    Die Knochenuhren

    Gwhynwhyfar

    10. October 2016 um 17:53

    Wie soll ich dieses Buch beschreiben? Freunde von Stefan King und Harry Potter, ihr werdet euer Vergnügen haben! Anachoreten und Horologen, schon mal von ihnen gehört? Die einen sind die Guten, die anderen die Bösen. Die meisten von ihnen können ewig leben. Doch man kann sie zerstören. Holly Sykes gerät zwischen ihre Fronten. Fantasy, Gegenwart, Endzeitstory, Politik, wo setzt man bei diesem Roman an? Von allem ein bisschen. Diese komplexe Geschichte in eine kleine Inhaltsangabe zu pressen, würde mir Schwierigkeiten bereiten, denn es handelt sich um Geschichten in der Geschichte. Anachoreten und Horologen lauern in jeder Ecke. Niemand weiss etwas von ihnen, niemand erkennt sie, sie sind wie du und ich.Die Hauptfigur ist Holly Sykes, die schon als Kind Stimmen hört und Ereignisse in der Zukunft sieht, die Radiomenschen in ihrem Kopf. Die Geschichte beginnt 1984 im englischen Gravesend, die Minenarbeiter organisieren sich gegen Thatcher, Hollys Eltern sind Pubbesitzer. Holly, fünfzehn Jahre alt, möchte die Schule abbrechen, doch die Mutter erlaubt es nicht, verbietet ihr obendrein den ein paar Jahre älteren Freund, der als Autoverkäufer arbeitet. Sie packt ihren Rucksack, will beim Freund einziehen, denn der ist ihre Zukunft. Einen Schlüssel für seine Wohnung besitzt sie bereits. In seiner Wohnung angekommen, findet sie ihn im Bett an, zusammen mit ihrer besten Freundin. Die beiden schicken sie zum Brötchenholen. Von der ganzen Welt betrogen, beschließt Holly nun fortzulaufen, in die weite Welt. Sie trifft auf die alte Esther, die ihr Tee anbietet. Und sie bittet Holly, ihr Asyl zu gewähren. Holly lacht und schlägt ein, nicht wissend, was das bedeutet.Fünf Icherzähler in sechs Kapiteln berichten nun über ihr Leben, alle haben etwas mit Holly zu tun, mit der auch wieder alles endet. Hugo Lamb, ein eingebildeter Cambridge-Student ist der erste, ein ziemliches A...loch und obendrauf ein Betrüger. Ed Brubeck ist der nächste Erzähler, mit Holly verheiratet. Sie haben eine Tochter. Ed ist Journalist, Kriegsberichterstatter im Nahen Osten, süchtig nach seinem Job, findet sich nur noch schwer im realen Leben zurecht. Dann haben wir Crispin Hershey, der Schriftsteller, er steht Hugo Lamb charakterlich in nichts hinterher. Trotz seiner zynischen Lästereien und dem, was einem Kritiker antut, hab ich ihn auf seine Weise gern gehabt, meine Lieblingsfigur. Auch Holly hat ein Buch geschrieben, über die Radiomenschen in ihrem Kopf und über ihre Visionen. Danach befinden wir im Jahre 2025 bei Marinius, über den ich nicht mehr verraten möchte. Nun erfahren wir, was Anachoreten und Horologen sind und was die Knochenuhr ist. »Wenn man uns kitzelt, lachen wir, wenn man uns vergiftet, sterben wir. Aber nach unserem Tod kommen wir zurück. Wir leben unfreiwillig im Kreis der Auferstehung. Unser neuer Körper wächst heran, altert, stirbt, und - paff - sind wir wieder in der Dämmerung und wachen - wusch - 49 Tage später auf der Erde wieder auf.«Wir enden 2043 bei Holly im Endzeitszenarium, Ressourcen der Welt sind verbraucht, Strom ein Privileg, kaum noch vorhanden. Willkommen im Mittelalter. Am Anfang des Romans geschieht nichts Übersinnliches. Es gibt ein paar komische Gestalten, das ist auch alles. Holly erlebt eine merkwürdige Situation mit den Anachoreten und Horologen, die aus ihren Gedächtnis gelöscht wird. Danach geht es real weiter in der Welt von heute, mit allen ihren Problemen. Zwischendurch begegnen wir wiederholt Anachoreten und Horologen, wissen noch nicht viel über sie. Zum Ende hin gleitet der Roman immer weiter in die Fantasywelt und ganz zum Schluss befinden wir uns in einer Dystopie. »Aber nicht wir haben die Welt kaputtgemacht«, sagt Mo. »Das war das System. Wir konnten nichts dagegen tun.«Und die Soldaten antworten, nicht sie würden den Leuten ihre Solaranlagen wegnehmen, sondern das System. Niemand fühlt sich schuldig, wenn etwas geschieht. Apokalypse, Krieg im Nahen Osten, auch politisch hat dieses Buch einiges zu bieten. Aber nie empfindet der Leser den Zeigefinger, den Autor als Prediger. Jeder der Protagonisten erzählt in seiner eigenen Sprache. Über 800 Seiten Spannung und Komik, Kritik an dieser Welt. Cliffhanger, feine Dialoge, spannende Unterhaltung mit kleinen Hieben gegen die Verlagswelt, ein Blick auf die Welt in der wir leben, wie die Zukunft sich gestalten könnte, dazwischen die Wiederkehrer, von denen nicht alle gut sind. Ein gewaltiger Plot mit vielen Einzelgeschichten und Genremix, der aber gradlinig herüberkommt. Nicht gern gesehen in der Verlagswelt wie der Protagonist und Schriftsteller Crispin Hershey erklärt:»In der Verlagsbranche wechselt man den Körper leichter als das Genre.« Und Verleger Hal sagt: »Ein Buch kann ebenso wenig halb Mystery sein wie eine Frau halb schwanger.« David Mitchell kann es! Mitchell erhielt für dieses Buch den World Fantasy Award. Den hat er verdient! 

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  • Zeitreisen mal anders

    Die Knochenuhren

    Bibliomania

    07. October 2016 um 22:50

    Holly Sykes ist ein normales, 15-jähriges Mädchen, das leider feststellen muss, dass ihr Freund sie mit ihrer besten Freundin betrügt. Holly ist wütend. So wütend, dass sie wegläuft und nicht wieder zurückkommen will. Doch dann verschwindet ihr kleiner Bruder spurlos. Jahre später treffen wir Holly in einem Skiort in der Schweiz wieder. Sie trifft auf Hugo Lamb, der fast sein Leben für sie aufgibt und dann ein anderes unwiderstehliches Angebot bekommt. Und so geht es weiter. Man trifft Holly immer wieder in unterschiedlichen Lebensjahren, mit unterschiedlichen Freunden, Feinden, Kindern. Was als harmloses, normales Leben beginnt, entpuppt sich als ausgefuchster Plan, in den Holly nicht eingeweiht ist. Sie wird zum Spielball dunkler Mächte, gewährt als Jugendliche einer Frau "Asyl" und ahnt nicht, wie sehr ihr Leben unter diesem Aspekt gelenkt, geleitet, aber auch gefährdet wird.Der erste Mitchell war definitiv ein besonderer, atmosphärisch dichter Roman. Anfangs bin ich ein wenig schwer hereingekommen, aber dann war es ein wirklich tolles Buch. Besonders sympathisch finde ich die kleinen Anspielungen auf andere Bücher David Mitchells.Das Leben Holly Sykes ist spannend, voller Gefahren, Wendungen, aber auch von langsam ausgehendem Öl gekennzeichnet. Am Ende ist vielleicht das ganze Leben ein Labyrinth, aus dem es vielleicht (oder nicht?) einen Ausweg gibt.Wirklich tolle Unterhaltung! Der Stil der Geschichte erinnert an den Wolkenatlas und ich freue mich auf weitere Bücher von ihm.

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  • mein erster Mitchell

    Die Knochenuhren

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. August 2016 um 13:05

    https://buechermops.com/2016/07/18/die-knochenuhren-david-mitchell/ Ich habe schon viel Gutes von dem Autor David Mitchell gehört. Seine Geschichten und sein Schreibstil sollen sehr außergewöhnlich sein und vor allem die Handlungen und Charaktere sehr raffiniert und vielschichtig. Deshalb dachte ich mir wage mich mal an diesem Buch, obwohl ich eigentlich meistens Fantasy und Jugendbücher lese. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, also probiere ich es mal: Ich habe das Buch nicht gerne in die Hand genommen, aber wenn ich mal mehr als 25 Seiten gelesen habe, habe ich meist über 100 Seiten am Stück verschlungen. David Mitchells Schreibstil ist wunderbar und so schön detailreich. Die einzelnen Szenen sind so gut beschrieben, aber doch hatte ich des Öfteren eine Distanz zu den Charakteren. Ich habe sie nicht wirklich lieb gewonnen, obwohl ich Holly am Anfang sehr mochte. Auch hatte diese Distanz wahrscheinlich mit den ständigen abrupten Wechsel der Protagonisten zu tun. Die Geschichte beginnt nämlich mit Holly, die von ihrem Elternhaus weg läuft und danach passieren ein paar schräge Dinge, deren Zusammenhang ich leider nicht ganz verstanden habe. Ich bin echt ziemlich planlos gewesen und fand diese Szenen teilweise sehr absurd und ich konnte den Dialogen nicht folgen. Ich dachte mir, ehrlich gesagt, ich wäre zu bescheuert für dieses Buch. Ich kam mir zu doof vor teilweise und die Aussage „du hast das Buch nicht verstanden“ würde ziemlich gut passen. Das heißt ich mochte teilweise die einzelnen Geschichten der Personen sehr, vor allem von Hugo Lamb und dem Autor Crispin Hershey. Die eine Szene mit Crispin waren so genial, dass ich mir diese markieren musste, denn er beschwert sich über diese Buchkritiker und indirekt beschwert sich David Mitchell über sein Buch, was ich sehr erheiternd fand. Also das habe ich schon verstanden, aber das große Ganze habe ich nicht so wirklich kapiert. Ich habe auch für das Buch 4 Monate gebraucht um es zu lesen und es war leider nicht sehr kurzweilig. Es hat sich so an gefühlt, als würde man mehrere verschiedenen Bücher lesen, durch die verschiedenen Leseabschnitte und Zeitabschnitte. Der letzte Abschnitt war sehr dystopisch angehaucht, den vorletzten würde ich in das Fantasy Genre einordnen und die vorigen davor erzählen vom ganz „normalen“ Leben. Normal nicht wirklich, aber es gibt nur ein paar dieser schrägen Fantasy Szenen. Die Idee dahinter mit den Horologen und Anachoreten war mir zu verwirrend und wurde mir auch viel zu spät aufgelöst. Erst nach 500 Seiten erfahren wir so halbwegs, was es damit auf sich hat, obwohl ich noch immer keinen Schimmer habe. Das Grundkonzept habe ich verstanden, dass alle miteinander verbunden sind und dass man den Körper wechseln kann, aber ja, ihr merkt schon, ich kann es nicht erklären. Mein eigentliches Fazit aus diesem Versuch ist: ich muss mir der Wolkenatlas anschauen!Ich habe den Trailer schon gesehen und wenn ihr den schaut, dann bekommt ihr einen guten Einblick in die Gedankenwelt von David Mitchell. Es gibt viele verschiedene Geschichten und Protagonisten innerhalb dieses Werks und irgendwie hängen sie alle zusammen. Wer auf Rätsel steht, wird sicher seinen Spaß haben, mir war es jedoch zu hoch, obwohl ich eigentlich auf komplexe und gut durchdachte Geschichten stehe. Von mir gibt es daher gute 3 von 5 Herzen und ich bin schon sehr gespannt auf Wolkenatlas und ich hoffe jemand in meinem Freundeskreis tut sich mit mir diesen Film an. Also für alle die sich unsicher sind, ob David Mitchells Werke etwas für sie sein könnte, empfehle ich wirklich mal den Trailer zu Wolkenatlas zu schauen, denn dort merkt man schon wie die Strukturen des Buches und die Idee dahinter ist. Der Schreibstil und die Erzählweise waren sehr gut und einzigartig, jedoch verliert sich der Autor in vielen Details und hat mich auf jeden Fall eher unbefriedigt zurück gelassen, da ich das große Ganze nicht verstanden habe.

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  • Quadratisch, praktisch, gut

    Die Knochenuhren

    bianca_magrathea

    25. July 2016 um 10:57

    Ein typischer David Mitchell
    Nicht leicht zu lesen, aber lohnenswert und am Ende sinkt man erschöpft und dankbar zurück in seinen Lesesessel

  • Leserunde zu "Die Knochenuhren" von David Mitchell

    Die Knochenuhren

    Marina_Nordbreze

    Herzlich Willkommen zu einer neuen Team-Leserunde von LovelyBooks! Seit unserer letzten Leserunde ist viel Zeit vergangen und es hat uns zwischenzeitlich immer mal wieder in den Fingern gejuckt, eine neue Team-Leserunde zu starten. Doch kein Buch konnte uns so richtig überzeugen.Aber jetzt haben wir den perfekten Kandidaten gefunden: "Die Knochenuhren" von David MitchellWir sind schon ganz gespannt auf die Lektüre und freuen uns auf die anstehende, hoffentlich intensive Diskussion!Vom LovelyBooks-Team sind dabei:aylareadsbooksdocetenHannaBuecherwurmJacky_Jollykai_huebnerKathycaughtfirekultfigurLaMargaritaMalistanordbrezeOribaPumpkinSophia29TinaLiestTree_TrunksIhr habt das Buch selber ungelesen daheim und möchtet mit uns gemeinsam lesen und diskutieren? Oder ihr habt das Buch schon gelesen und möchtet uns jetzt eure Meinung mitteilen? Kein Problem! Wir freuen uns, wenn ihr mit in die Leserunde einsteigt! Ihr kennt das Buch noch nicht? Hier könnt ihr schon einmal den Klappentext lesen:An einem verschlafenen Sommertag des Jahres 1984 begegnet die junge Holly Sykes einer alten Frau, die ihr im Tausch für "Asyl" einen kleinen Gefallen tut. Jahrzehnte werden vergehen, bis Holly Sykes genau versteht, welche Bedeutung die alte Frau dadurch für ihre Existenz bekommen hat. Die Knochenuhren folgt den Wendungen von Holly Sykes' Leben von einer tristen Kindheit am Unterlauf der Themse bis zum hohen Alter an Irlands Atlantikküste, in einer Zeit, da Europa das Öl ausgeht. Ein Leben, das gar nicht so ungewöhnlich ist und doch punktiert durch seltsame Vorahnungen, Besuche von Leuten, die sich aus dem Nichts materialisieren, Zeitlöcher und andere kurze Aussetzer der Gesetze der Wirklichkeit. Denn Holly – Tochter, Schwester, Mutter, Hüterin – ist zugleich die unwissende Protagonistin einer mörderischen Fehde, die sich in den Schatten und dunklen Winkeln unserer Welt abspielt – ja, sie wird sich vielleicht sogar als deren entscheidende Waffe erweisen. Metaphysischer Thriller, moralische Betrachtung und Chronik unseres selbstzerstörerischen Handelns – dieser kaleidoskopische Roman mit seiner Vielfalt von Themen, Schauplätzen und Zeiten birst vor Erfindungsreichtum und jener Intelligenz, die David Mitchell zu einem der herausragenden Autoren seiner Generation gemacht hat.

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  • Alles ist mit Allem verbunden und beeinflusst sich gegenseitig!

    Die Knochenuhren

    Insider2199

    23. May 2016 um 01:57

    Alles ist mit Allem verbunden und beeinflusst sich gegenseitig! Nach „Der Wolkenatlas“ (2006) ist der vorliegende Roman mein zweiter Roman und der insgesamt 6. Roman des in Southport, England geborenen Autors, der Literatur studierte, von 1994-2002 in Hiroshima (Japan) Englisch lehrte und heute mit Frau Keiko und zwei Kindern in Irland lebt. Zum Inhalt: An einem Sommertag im Jahre 1984 begegnet die fast 16-Jährige Holly Sykes einer alten Frau, die ihr ein verhängnisvolles Versprechen abnimmt und somit ihr Leben entscheidend verändern wird. Ohne es zu wissen gerät Holly dadurch in eine Jahre währende Fehde zwischen metaphysischen Kräften, deren Bedeutung sie erst viele Jahrzehnte später begreifen wird. Ist sie vielleicht sogar die entscheidende Waffe, die diesen Kampf beenden wird? Meine Meinung: Es ist schwer, eine angemessene Rezension zu diesem Roman zu schreiben, weil er so komplex und vielschichtig ist. Ich beginne am besten mit der Erzählstruktur, denn sie ist fast so außergewöhnlich wie beim „Wolkenatlas“: in jenem Roman gab es sechs „Einzel-Stories“, deren Protagonisten auf ungewöhnliche Weise miteinander verbunden waren und das Kern-Thema „Reinkarnation“ auch nahelegte, dass es sich evtl. sogar um ein und dieselbe Person handelt. Der vorliegende Roman besteht ebenfalls aus sechs Teilen mit entsprechenden Zeitsprüngen, und hier ist das gemeinsame Bindeglied Holly Sykes, die wir im ersten/letzten Teil aus der Ich-Perspektive erleben (junges 15-Jähriges Mädchen vs. alte 75-Jährige Frau) und in den vier Teilen dazwischen aus der Ich-Perspektive anderer Personen, die in ihrem Leben eine gewisse Rolle spielen. Somit liest sich jeder Teil wie eine abgeschlossene Kurzgeschichte, baut sich jedoch am Ende wie ein Puzzle-Teil zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammen. Ich denke, genau DAS ist auch die Stärke des Autors: Einzelteile zu einem Ganzen zusammenzufügen und damit bildreich zu zeigen, wie Alles mit Allem verbunden ist und sich gegenseitig beeinflusst, nicht alleine bestehen kann, sondern nur als Ganzes. Interessant ist, dass diese Kernaussage nicht durch den Inhalt, sondern durch eine außergewöhnliche Erzählform gezeigt wird und das macht für mich auch den Reiz des Lesens aus. War ich nach dem „Wolkenatlas“ noch ein wenig skeptisch, hat mich dieser Roman so stark beeindruckt, dass ich nun auf jeden Fall auch die übrigen fünf Romane des Autors lesen möchte (sein neuester Roman „Slade House“ soll ja thematisch an dieses Werk anknüpfen; bin schon sehr gespannt darauf, warte aber auf die dt. Übersetzung, denn bei dieser Komplexität traue ich mich nicht an das Original heran!) – auf den Filmbereich übertragen erinnert mich Mitchell sehr an meinen absoluten Lieblingsregisseur Christopher Nolan, der mit Werken wie „Memento“ (2000) „Inception“ (2010) und „Interstellar“ (2014) – meine Top-3-Filme der Neuzeit – ebenfalls mit Kreativität, Fantasiereichtum und komplexen, zum Nachdenken anregenden Plots besticht! Nun zum Inhalt: Die Fantasie des Autors ist schlichtweg beeindruckend, auf so einen komplexen Plot muss man erst mal kommen und die Einzelteile dann noch zu einem Ganzen zu verweben ist nicht einfach, daher meine Hochachtung! Gut ich muss natürlich anmerken, dass Mitchell sowohl thematisch (Spiritualität, z.B. Reinkarnation) als auch in seiner Verwendung von magischen Elementen (als großer Haruki-Murakami-Fan liebe ich das Genre „Magischer Realismus“) voll auf meiner Wellenlänge ist [auch Nolan geht filmisch in diese Richtung], d.h. Leser, die mit Übernatürlichem bzw. Magischem weniger etwas anfangen können, werden einen Mitchell nicht so schätzen. Zum Thema „Magie“ sei noch gesagt: bei Murakami empfinde ich die Magie subtiler, d.h. sie ist (wie beim Genre „Magischen Realismus“ üblich) ganz natürlich in die Realität eingebettet, wohingegen sie bei Mitchell stärker auffällt, weil sich seine Figuren darüber wundern; die Magie wirkt somit mehr wie „Fantasy“ und weniger natürlich. Soll aber kein Kritikpunkt sein, nur eine Feststellung. Sprachlich ist der Roman anspruchsvoll, sehr komplex und facettenreich, d.h. der Autor versteht es meisterhaft, seinen Figuren jeweils eine unterschiedliche Sprache zu geben (was u.a. zum Schwersten beim Schreiben gehört) und er experimentiert auch gerne mit Genres. Der Roman fängt als leichter Jugend-Roman an, wird immer komplexer und endet als düstere Dystopie im Jahr 2043. Am besten gefiel mir der vierte Teil mit Crispin Hershey, einem Schriftsteller im Jahr 2015: einerseits, weil die perfekte Dramaturgie den Teil zu einer gut geschriebenen Kurzgeschichte macht, mit Anfang, Mitte und dramatischem Ende, und andererseits spürt man wegen dem identischen Beruf des Helden die Verbundenheit zum Autor und erhält über diese Figur Einblick in das Denken des Autors, ja es gibt sogar ein paar Schreibtipps als Bonus, sehr amüsant! «Also …», Ersilia Holt (Der Mann mit dem Eispickel, ein Thriller über Triadenbanden gegen Talibanzellen in Vancouver), «… ich find’s irgendwie voll gestört, sich selber Briefe zu schreiben.» «Ganz Ihrer Meinung, Ersilia. Ein Schriftsteller flirtet mit der Schizophrenie, hegt seine synästhetische Wahrnehmung und heißt jede Zwangsstörung willkommen. Ihre Kunst zehrt an Ihnen, an Ihrer Seele und, ja, bis zu einem gewissen Grad auch an Ihrer Psyche. Lesenswerte Romane zu schreiben, wirbelt Ihren Verstand durcheinander, gefährdet Ihre Beziehungen und wirkt sich unangenehm auf ihr gesamtes Leben aus. Denken Sie daran.» Meine zehn Studenten sehen mich unerschrocken an. Richtig so. «Die Kunst frisst ihren Schöpfer.» Der fünfte Teil – der Höhepunkt des Romans – ist bzgl. der magischen Elemente der verrückteste Teil und somit in meinen Augen auch das absolute Highlight, in dem sich alle Puzzle-Steine an ihren Platz fügen. Es lohnt sich, bis hierher „durchzuhalten“. Letzteres Wort soll – Sie ahnen es bereits – zum einzigen Wehrmutstropfen überleiten: richtig, der Roman ist stellenweise leider zu ausschweifend. Daher kann ich auch keine perfekte Bewertung geben, was ich bei diesem Buch fast bedauere. Aber der dritte Teil mit Ed Brubeck war leider für mich der schwächste Teil, weil er einerseits als Nebenfigur zu unwichtig ist, um eine Ich-Perspektive für ihn zu rechtfertigen und andererseits seine sich zäh lesenden Kriegserlebnisse aus dem Irak viel zu weit von der Kernhandlung wegführen. Der Autor hat zwar noch versucht, diese Kriegsrückblicke in eine gegenwärtige Hochzeitsfeier einzuweben (das gelingt ihm meisterhaft!), aber dennoch tut dieser Sub-Plot nichts zur Sache und man stirbt vor Langeweile. Auch der Dystopie-Teil hätte für mich kürzer sein können, aber hier hat die Handlung zumindest noch eine gewisse Berechtigung, aber als eine Art „Epilog/Ausklang“ einfach viel zu lang. Wie bei Eds Kriegserlebnissen hat man hier das Gefühl, es ginge dem Autor NUR darum, dem Leser seine Meinung über ein bestimmtes Thema aufzudrücken, in letzterem Fall wie die knapper werdenden Öl-/Wasser-Reserven unsere Zukunft verändern werden, wobei mich dieser „erhobene Zeigefinger“ einfach nur nervte, nicht zuletzt auch deswegen, weil ich Mitchells Zukunftsvisionen leider nicht ganz teile. Fazit: Ein unheimlich komplexer, intelligent gemachter, äußerst unterhaltsamer, vor Fantasie übersprudelnder, metaphysischer/magischer, stilistisch gut geschriebener Roman, den ich allen Murakami-Fans bedenkenlos empfehlen kann – sicher finden auch andere magiebegeisterte Leser daran Gefallen! –, der mir besser als „Wolkenatlas“ gefiel und dem ich gerne 5 Sterne vergeben hätte, doch leider muss ich einen halben Stern abziehen, weil er manchmal zu weit vom Kern der Handlung wegführt. Doch die Erzählstruktur beeindruckt, denn sie enthält die Kernaussage (vielleicht aller Mitchell-Bücher): Alles ist mit Allem verbunden und beeinflusst sich gegenseitig UND Jeder Mensch hat Einfluss auf das Schicksal eines anderen!

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  • Das Leben ist eine tödliche Krankheit

    Die Knochenuhren

    Bri

    18. May 2016 um 10:44

    " Menschen sind wie Eisberge: Du siehst die Spitze, der große Rest aber bleibt im Verborgenen. " (S. 41)Sommer 1984 - es ist heiß. Holly Sykes, noch keine 16 Jahre alt, steht kurz vor dem Ende ihrer Schulzeit, als sie sich sicher ist, dass es Wichtigeres im Leben gibt, als die Prüfungen zu bestehen. Doch das sieht ihre Mutter ganz anders, und so fasst Holly einen folgenschweren Entschluss. Sie packt ihre Habseligkeiten - unter denen sich auch eines der vielen von ihrem jüngeren Bruder Jacko gemalten Labyrinthen befindet - und geht. Zunächst zu ihrem derzeitigen Dreh- und Angelpunkt namens Vinny, der jedoch nicht ganz so auf Holly fixiert zu sein scheint wie sie auf ihn. Aus einem vor Glück überschäumenden Teenager wird in nur ein paar Stunden eine Ausreißerin, deren Weggehen viel weitreichendere Folgen haben wird, als ihr lange Zeit klar ist ..." Macht wird verloren oder gewonnen, sie lässt sich weder erschaffen noch zerstören. Macht gehört nicht den von ihr Ermächtigten, sie ist nur ein temporärer Gast. Wahnsinnige streben nach ihr, viele geistig Gesunde ebenfalls, die Weisen aber fürchten ihre Langzeitwirkungen. Macht ist Crack für das Ego und Batteriesäure für die Seele. Macht kommt und geht, von Wirt zu Wirt, durch Kriege, Eheschließungen, Wahlurnen, Diktate oder reinen Zufall. Ob die Machthabenden der Gerechtigkeit dienen und die Welt neu gestalten oder blühende Landschaften in rauchende Schlachtfelder verwandeln und Wolkenkratzer zum Einsturz bringen, die Macht an sich ist immer amoralisch." (S.133/134)1991 - Sieben Jahre nach Holly Sykes Ausbruch trifft Hugo Lamb auf eine alte Bekannte Hollys - Immaculée Constantin. Wer oder was genau sie ist? Eine gute Frage. Hugo Lamb jedenfalls fasziniert sie ebensosehr wie die Gedankenspiele über Macht. Etwas was er bereits über gewisse Menschen besitzt und einzusetzen weiß. Meist zu seinem Vorteil, nie aber zum Vorteil desjenigen, den er geschickt "lenkt". Der Sterblichkeitsklausel, die das menschliche Leben beinhaltet, ist sich Hugo sehr bewusst, doch genau das ist es, was ihn zu seinen Manipulationen treibt:"Wir alle müssen eines Tages sterben. Bis dahin allerdings ist die Aussicht, andere zu treten, deutlich attraktiver, als selbst getreten zu werden."und dass es keinen Ausweg aus dieser Sterblichkeit gibt, steht für ihn in Stein gemeißelt. Mit schrägen Theorien über Kryonik oder anderem esoterischen Quatsch hat er nichts am Hut. Dafür lebt er zu sehr im Hier und Jetzt. Doch Immaculée Constantin ist schon zu lange auf ihrem Gebiet tätig, sie weiß genau, wie man Menschen zum Zweifeln bringt:"Sterblichkeit ist in Ihre Zellstruktur eingeschrieben, und Sie sagen, Sie seien nicht krank? Sehen Sie sich das Gemälde an. Sehen Sie genau hin." Sie deutet mit einem Nicken zu Anbetung der Könige. Ich gehorche. Für alle Zeit. "Dreizehn Personen, zählen Sie ruhig nach, wie beim letzten Abendmahl. Hirten, die drei Weisen, Verwandte. Betrachten Sie genau die einzelnen Gesichter. Welche der Personen glaubt, dass der neugeborene Knirps eines Tages den Tod bezwingen wird? Welche verlangt nach einem Beweis? Wer argwöhnt, dass es sich beim Messias um einen falschen Propheten handelt? Wer weiß, dass er sich auf deinem Gemälde befindet und beobachtet wird? Welche Person auf dem Bild beobachtet Sie?" (S. 135)Spätestens nach dem zweiten Kapitel von David Mitchells großartigem neuen Roman Die Knochenuhren ist klar, dass hier wieder einmal alle Grenzen gesprengt werden. Mitchell hat schon mehrfach bewiesen, dass ihn konventionelle literarische Traditionen und Grenzen nicht kümmern, eher reizen, sie zu überschreiten. Und das tut er in diesem Fall durch eine breit angelegte Geschichte, die einen Genremix bietet, der mehr als ungewöhnlich aber perfekt durch ihn umgesetzt ist. Reine Erzähllust ist es, die uns Leser dazu treibt, Nächte durch zu schmökern.Jedes neue Kapitel zeigt uns eine neue Welt, eine neue Sicht. Immer aus der Ich-Perspektive einer Person, nie derselben. Die Erkenntnis, wer da nun spricht, stellt sich recht rasch ein. Die einzelnen Kapitel bilden letztendlich jedoch einen geschlossenen Kreis. Kapitel eins führt Holly Sykes ein, die für alle anderen Personen, die das neue Mitchell Universum zahlreich bevölkern, ein Verbindungspunkt ist. Ja, auch Hugo Lamb, der uns im zweiten Kapitel in das Leben einiger elitärer Studenten mit finanziell gesichertem Hintergrund Anfang der 1990er einführt, wird nicht gänzlich an Holly vorbeikommen.Wie silberne Fäden - oder Strings - ziehen sich die Verbindungen zwischen den Protagonisten durch Zeit und Raum und knüpfen ein Netz, vielleicht auch ein Spinnennetz, in das zu geraten nicht von Vorteil wäre. Einige Leser und Rezensenten bemängeln, dass Mitchell in seinem neuen Roman zu esoterisch, zu fantasylastig unterwegs sei. Doch genau das ist es, was mich so fasziniert: Er achtet nicht auf Regeln oder Erwartungen, sondern erzählt, wie es ihm gefällt. Weil er es kann - und hier ist können nicht im Sinn von, die Gelegenheit haben, sondern im Sinn von Könnerschaft gemeint. Aber auch der Leser muss etwas können: sich einlassen auf das Spiel. Hier ist der Weg das Ziel. Fragen erfahren Antworten, wenn auch nicht sofort, doch lässt Mitchell dem Leser genügend Raum für eigene Gedankenspiele und Entdeckungen und überrascht dabei immer wieder aufs Neue, was die Lektüre erfrischend und spannend macht.Neben Holly und Hugo Lamb gibt es natürlich noch weiteres Personal.Da wäre zum Beispiel in Kapitel drei, das im Jahr 2004 angesiedelt ist, Ed Brubeck - seines Zeichens Kriegsberichterstatter und mit Unterbrechungen Hollys Gefährte seit dem Sommer 1984. Seine Sicht der Dinge ist natürlich durch Erlebnisse und Situationen in verschiedensten Kriegsgebieten geprägt. Hier wird Mitchell sowohl global als auch politisch.Crispin Hershey hingegen ist Schriftsteller, der seinen früheren Ruhm durch ein Buch namens Vertrocknete Embryonen begründete und versucht diesen zu halten. In seinem, dem vierten Kapitel, das im Jahr 2015 einsteigt, geschieht eine Veränderung in der Romanstruktur, die dem aufmerksamen Leser den ein oder anderen Gedanken nach beendeter Lektüre durch die Gehirnwindungen schießen lässt: Hier erzählt nicht nur Hershey selbst, es scheint jemand anderes seine Geschichte zu erleben und als Hershey zu erzählen. Innerhalb eines Kapitels löst sich die Struktur der Metaebene des Romans, der aus 6 Erzählungen aus reiner Ich-Perspektive besteht, auf. Und das ist kein logischer Fehler, sondern ein kunstvoller Griff in die sich scheinbar nicht erschöpfen wollende Trickkiste Mitchells.In Kapitel 5 befinden wir uns nun im Jahr 2025. Hintergründe und Verbindungen zwischen den einzelnen Personen und Geschichten werden dadurch gelöst, dass Mitchell eine der Hauptfiguren, die auch Bezüge zu Mitchells früheren Werken aufzeigt, ihre eigene Geschichte detailreich erzählen lässt: Marinus. Was Marinus tatsächlich ist, soll hier nicht verraten werden, nur eines: Er - oder sie? - kennt Holly Sykes schon lange und weiß um vieles, was ihr nicht mehr bewusst ist. Das letzte Kapitel spielt im Jahr 2045 und wird, wie das erste, aus der Ich-Perspektive von Holly erzählt, womit sich ein Kreis schließt, eine Reise endet, damit eine neue beginnen kann.Man könnte noch so einiges über Verweise, Hintergründe, Struktur oder Sprache sagen. Doch es ist schwer, einen Roman der so sehr von allem spricht und dabei nie wirr ist, der die Genregrenzen überschreitet und trotzdem nie schwammig wird, in seiner Gänze durch einmaliges Lesen zu erfassen und dies auch noch klar zu transportieren. Und so wird es sicher nicht bei dieser einen Lektüre bleiben. Nebenbei bemerkt ist das Buch großartig in die deutsche Sprache übertragen worden.Euch allen kann ich nur raten: Lest dieses Buch, habt keine Erwartungen, lasst euch fallen und genießt! Denn: Der Weg ist das Ziel und "Damit eine Reise beginnen kann, muss eine andere Reise zu Ende gehen." - auch wenn das Verlassen des Mitchell-Universums eine gewisse Leere hinterlässt."Wer nicht in der Poesie lebt, überlebt hier auf der Erde nicht." (HALLDÓR LAXNESS)

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    • 4
  • Die Menschen, das Leben und der ganze Rest

    Die Knochenuhren

    Tree_Trunks

    Die Frage, worum es im neuen Mitchell geht, ist schnell beantwortet: Es geht um alles. Um die Angst vor dem Tod, um Vernunft und Übersinnliches, um Liebe, Gier, Magie und Macht, den Kampf gegen Gut und Böse, Gesellschaftskritik und den Untergang der Welt. "Die Knochenuhren" vereint sämtliche Genres und beweist, was Literatur kann, wenn der Autor sich nicht von Konventionen aufhalten lässt.Doch der Genremix und die Wechsel zwischen den Erzählsträngen sind gewöhnungsbedürftig. Hier wird mit Erwartungen gebrochen, mit ihnen gespielt und der Leser ab und zu sogar frustriert. Mitchell hält Informationen bis zum Schluss zurück und nimmt sich Zeit, seine facettenreiche Geschichte auszubreiten. "Die Knochenuhren" von David Mitchell erzählt von der jungen Holly, die aus einer irischen Familie stammt und von zu Hause abhaut. Merkwürdige Begegnungen, dramatische Ereignisse und übersinnliche Verwicklugen nehmen auf ihrer Reise den Anfang und fortan begleitet der Leser Holly und ihre Familie über ihr ganzes Leben hinweg. Unterbrochen von Erzählsträngen von Figuren, die früher oder später ihren Weg kreuzen, bekommt Mitchells Roman viele Perspektiven, die der Leser verwalten muss. Entwicklungsroman, Fantasy, Historie, Krimi, Liebe und Dystopie stecken hier in einem einzigen Buch, das trotz seiner ausufernden Erzählstränge fesselt und unterhält. Die Frage, wie mir das Buch gefallen hat, ist nicht so leicht zu beantworten: Es gab kurzweilige Episoden, tiefgründige Anspielungen, frustrierende Längen, witzige Passagen, tolle Ideen und absurde Szenen. Wer gern unkonventionell liest, dürfte sich über David Mitchells neuen Roman freuen.

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    • 7
  • Veräppelt mich der Autor mit Absicht?

    Die Knochenuhren

    Marina_Nordbreze

    "Wenn ein Mann oft genug in dir drin war, dauert's wahrscheinlich eine Weile, bis du ihn wieder los bist. Die Liebe ist pures Gratisvergnügen, wenn sie funktioniert. Wenn sie kaputtgeht, zahlst du für die tolle Zeit Wucherzinsen." (S. 57)Insgesamt gliedert sich das Buch in fünf größere Abschnitte und erzählt – ganz grob gesagt – das Leben von Holly Sykes, wobei diese in einigen Abschnitten nur eine Randfigur darstellt. Zu Beginn ist Holly 15 Jahre alt, pubertär und schwer verliebt. Leider muss sie sehr schnell feststellen, dass die große Liebe wohl noch auf sich warten lässt, denn ihr Freund betrügt sie mit ihrer besten Freundin. Zudem gibt es Familienkrach, Holly läuft von zu Hause weg. Doch was wie eine tragische Familiengeschichte klingt, wird sehr bald ein mysteriöser Fantasyroman, denn Holly wird in einen eigenartigen Kampf verwickelt, in dem es um Horologen, eine Kapelle und ein Buch geht. Doch daran kann sie sich nach dem Kampf nicht mehr erinnern. Stattdessen kehrt sie auf Umwegen nach Hause zurück, denn ihr kleiner Bruder Jacko wird urplötzlich vermisst und taucht auch nie wieder auf.Horologen? Was soll das denn sein? Der nächste Abschnitt bringt keine Aufklärung, stattdessen lernen wir Hugo Lamb kennen, Holly ist nicht in Sichtweite, deswegen dürfen wir uns ganz alleine mit dem arroganten Studenten herumschlagen. Erst ganz zum Schluss fällt dem Autor ein, dass Holly ja doch auch noch wichtig ist, weswegen sich Hugo spontan in Holly verliebt, die jetzt als Kellnerin in einer Ski-Bar arbeitet.Doch auch mit Hugo dürfen wir uns nicht länger beschäftigen, wir lernen nun nach einem weiteren Zeitsprung Hollys Mann Ed kennen, der Kriegsberichterstatter im Irak ist und gerade Heimaturlaub macht. Zu diesem Zeitpunkt bemerke ich langsam, dass ich mit Mitchells Art der Sprünge nicht klar komme. Ständig werden andere Personen in den Fokus gesetzt, nie weiß man, wo man eigentlich gerade ist und was das alles mit dem großen Ganzen zu tun hat. Und wer oder was waren nochmal diese komischen Seelenwanderer?Und weil das noch nicht ausreicht, kommt nochmal eine neue Figur mit einem neuen Setting hinzu. Crispin Hershey ist Schriftsteller und trifft Holly, die jetzt auch Schriftstellerin ist, damit sich die beiden anfreunden können und Mitchell weiter an seiner Fantasy-Geschichte schreiben kann. Und wieder ist die Hauptfigur arrogant und nervig. Mitchell, was willst du uns damit denn sagen? Am Schluss sind sie doch alle wieder nett."'Ich liebe dich auch.' Gespräch beendet. Benutzen wir das L-Wort, weil wir es ernst meinen oder weil wir uns einreden wollen, dass wir noch im siebten Himmel schweben?" (S. 451)Es folgt der wohl schlechteste, schlimmste, langweiligste, verworrenste und nervigste Teil des Buches. Anscheinend ist dem Autor langsam aufgefallen, dass er ja mal erklären sollte, was es denn mit den Horologen und ihren Gegenspielern, den Anachoreten, auf sich hat. Deswegen gibt es nun plötzlich einen fancy Showdown in der Kapelle der Dämmerung bei der die Seele des Blinden Kartharers in einer Ikone zerstört werden muss. Was es wirklich alles damit auf sich hat und warum Holly schon wieder in einen Kampf gezogen wird – niemand weiß es. Vielleicht bin ich aber auch nicht klug genug, um die vielen tollen Verknüpfungen und Anspielungen des Autors zu verstehen. Vielleicht versteht es der Autor selber nicht, musste sich aber irgendwas einfallen lassen, weil sein Lektor mit ihm geschimpft hat. (Aber anscheinend war der Lektor so mit Schimpfen beschäftigt, dass ihm Fehler wie folgender, von Holly geäußerter Satz nicht aufgefallen sind: "Aber ich bin Aoifes Mutter und Jackos Bruder […]" S. 658).Weil mich der vorletzte Abschnitt so geärgert hat, konnte mich leider der letzte Teil des Buches nicht mehr versöhnen, obwohl es dort plötzlich um den Weltuntergang geht. Und ich mag doch Geschichten mit Weltuntergängen und Dystopien.Meine anfängliche Begeisterung konnte nicht wieder geweckt werden. Vielleicht ist „Die Knochenuhren“ für Mitchell-Fans ein gar großartiges Buch, doch ich komme mit seiner Art und Weise nicht wirklich klar. Und dabei würde ich jetzt nicht unbedingt von mir behaupten, dass ich total auf lineare Erzählweisen stehe. Ich kam mir einfach durchgehend veräppelt vor. Und so möchte ich mich als Leser nicht fühlen. 

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    • 3
  • Diesmal weniger als die Summe seiner Teile

    Die Knochenuhren

    Olli_Red

    Der insgesamt 4. Mitchell, den ich bisher gelesen habe, leider für mich auch sein bis dato schwächstes Buch. Coming-of-Age- Geschichte, magisch- spirituelle Geschichtensammlung und gesellschaftskritischer Umweltroman in einem. Das wirkt am Ende leider zu gewollt, hat nicht die erzählerische Kraft eines " Wolkenatlas" oder die fesselnde Spannung , die " die Tausend Herbste des Jacob de Zoet" zu einem Genuss gemacht haben. Einige der Stilmittel Mitchells, wie beispielsweise die ständigen Zeitsprünge und das Verweben verschiedener Romanfiguren früherer Romane mit den Schicksalen aktueller Figuren, verlieren im vorliegenden Buch mittlerweile etwas an Kraft. " Die Knochenuhren" mag vor Phantasie zeitweise zwar übersprudeln, insgesamt dauert es aber sehr lange, bis die eigentliche Geschichte an Fahrt aufnimmt, das Ende wirkt dagegen recht überhastet, die Auflösung unausgegoren. Teilweise sehr unterhaltsam, für mich persönlich aber zu glatt und aneinandergereiht um mich wirklich zu begeistern.  

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    • 3
  • Leserunde zu "Die Indianische Kalenderchallenge 2016/2017"

    Indianisches Horoskop / Geburtstagskalender (Wandkalender immerwährend DIN A3 quer)

    stebec

    Halli Hallo meine Lieben, Vorab: Es handelt sich hier um eine Challenge. Der Kalender kann nicht gewonnen werden!.Wie wir es schon angekündigt haben, möchten kattii und ich euch dieses Jahr auch wieder mit einer Horoskop-Challenge bespaßen. Da wir uns gedacht haben, dass zwei Jahre hintereinander das gleiche Horoskop ziemlich langweilig werden kann, haben wir uns dazu entschlossen dieses Jahr die Chinesischen Sternzeichen durch die Indianischen zu ersetzen. Wir haben auch noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen, damit das Punktesammeln nicht mehr so kompliziert ist, wie letztes Jahr und somit das Lesevergnügen ganz im Vordergrund steht. Außerdem gibt es am Ende der Challenge auch eine Kleinigkeit zu gewinnen. Kommen wir also erstmal zu dem wichtigsten. Die Regeln:1. Wir sammeln diesmal Totems und keine langweiligen Punkte ;)2. Jeden Monat bekommt ihr zwei Aufgaben zu einem Tierkreiszeichen. Die Aufgaben beziehen sich immer auf eine negative und eine positive Charaktereigenschaft. 2.1. Für jede gelöste Monatsaufgabe gibt es ein Totem.3. Zusätzlich bekommt ihr von uns 12 Jahresaufgaben, die ihr über den gesamten Challengezeitraum lösen könnt. Die sind sozusagen eure Joker, falls ihr mal eine Monataufgabe nicht lösen könnt. Diese sind dafür etwas aufwändiger bzw. kniffliger.3.1. Für jede Jahresaufgabe gelöste Jahresaufgabe gibt es ein Totem.4. Denn um am Ende der Challenge in den Lostopf zu hüpfen, müsst ihr mindestens 24 Totems gesammelt haben.5. Gerne könnt ihr die Jahresaufgaben auch zusätzlich lösen. Eure Chance auf den Gewinn beeinflusst das jedoch nicht. 6. Wie auch letztes Jahr bekommt ihr die doppelten Totems, wenn ihr die Monatsaufgaben zu dem Tier löst, was euer Sternzeichen ist. ACHTUNG: Die Jahresaufgaben sind hiervon ausgeschlossen. 7. Eine Rezension oder Kruzmeinung zu den Büchern ist diesmal Pflicht und muss in einem Sammelpost festgehalten werden. Ob ihr diesen in dem Thread erstellt oder doch lieber mit eurem Blog teilnehmen wollt, ist euch überlassen. 8. Die Rezensionen oder Kurzmeinungen müssen immer bis zum 5ten des Folgemonats online sein. 9. Die Monatsaufgaben postet katti immer am 20ten des vorherigen Monats.10. Da noch nachträglich viele Anfragen eingehen. Ist die Anmeldefrist aufgehoben. Man kann jederzeit in die Challenge einsteigen, aber die gelesenen Bücher können nicht nachträglich gezählt werden. Es gelten die Bücher die ab Zeitpunkt der Challenge gelesen wurden.11. Sagt uns bitte bei der Anmeldung, wann ihr Geburtstag habt, damit wir die doppelten Totems nachvollziehen können.12. Wir behalten uns vor jeden Teilnehmer, der drei Monate abwesend war/ist, anzuschreiben und ggf. aus der Challenge auszuschließen.Natürlich interessiert euch auch, was es zu gewinnen gibt:Die Gewinne:1. Ein Überraschungpaket im Wert von 20-30€2. Zweimal einen Buchgutschein im Wert von 10 € von der Bockumer Buchhandlung.Ihr seht wir haben einiges geändert, sodass die Challenge etwas einfach und vielleicht auch attraktiver wird. Wir wünschen euch jetzt erstmal viel Spaß und hoffen, auf eine rege Teilnahme.Fragen können wie immer gerne im dazu vorgesehenen Thread gestellt werden.Die Teilnehmer:Ann-Kathrin Speckmann 07.09.1995 => 8 TotemsBücherwurm 25.06.=> 6 TotemsBuchgespenst 07.01.1981 => 16 TotemsFederzauber 20.06.1982 => 10 TotemsInsider2199 26.03.1968 => 15 Totemsjanaka 02.10.1965 => 14 TotemsJisbon 06.09.1994 => 8 TotemsLadySamira091062 09.10.1962 => 8 Totemslouella2209 22.09.1978 => 17 TotemsPaulamybooksandme 18.04.1993 => 4 Totemssomebody 01.03.1980 => 3 TotemsTatsu 08.10.1988 => 16 Totems

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