Slade House

von David Mitchell 
4,0 Sterne bei22 Bewertungen
Slade House
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (17):
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Spannende Erzählungen, die auf Grund des einzigartigen Sprachstils im Gedächtnis bleiben.

Kritisch (3):
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Ein Stern für das Cover und den flüssigen Schreibstil.

Alle 22 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Slade House"

Das neue Buch von David Mitchell, dem Autor des von den Wachowski-Geschwistern verfilmten, genre- und zeitenübergreifenden Romans "Wolkenatlas": ein Schauerroman par excellence.

Geh die Slade Alley hinunter - schmal, feucht und leicht zu verfehlen, selbst wenn du sie suchst. Finde das kleine schwarze Eisentor in der Mauer zur Rechten. Keine Klinke, kein Schlüsselloch, aber wenn du es berührst, schwingt es auf. Tritt in den sonnendurchfluteten Garten eines alten Hauses, das dort unpassend wirkt: zu nobel für die schäbige Nachbarschaft, irgendwie zu groß für das Grundstück. Ein Fremder begrüßt dich und führt dich hinein. Zunächst möchtest du gar nicht mehr fort. Dann merkst du, dass du es nicht mehr kannst. Denn alle neun Jahre, am letzten Sonntag im Oktober, wird ein "Gast" ins Slade House eingeladen. Doch warum wurde er oder sie ausgewählt, von wem und zu welchem Zweck? Die Antwort findet sich dort am hinteren Ende des Flurs, oben am Absatz der Treppe.

"Slade House" ist ein raffiniert komponiertes Schauerstück. Und auch eine literarische Hommage an die großen Klassiker der fantastischen Literatur, von "Alice im Wunderland" bis zur "Rocky Horror Picture Show" – ein Buch wie eine Escher'sche Kippfigur, von einem der einfallsreichsten und phantasiebegabtesten Schriftsteller der zeitgenössischen Literatur. Mitchell zaubert bunt und lustvoll und verzaubert damit uns.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783498042769
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Rowohlt
Erscheinungsdatum:15.05.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    Buecherwurm2108vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr spannendes Buch
    Zwei Geschwister die das Unmögliche schaffen

    Das " Slade House"  ist von David Michell geschrieben und seit Mai 2018 im Rowohlt Verlag erhältich. Der Preis beträgt 20,00 € im deutschen Buchhandel. 


    Alle neun Jahre erscheint ein Haus in der Slade Alley. Das "Slade House". 
    So geheimnisvoll wie es auch ist- so gefährlich ist es auch:
    Nicht jeder kommt rein und kommt man auch wieder raus?
    Und wer sind die Erbauer?
    Was will man damit bezwecken?

    Ein wunderbarer schauriger Roman. In mehreren Geschichten unterteilt, die sich zu einer Geschichte zusammensetzen. Es ist spannung und Grusel drin. Von allen etwas. Mir hat das Buch gefallen.

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    Buchperlenblogs avatar
    Buchperlenblogvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Subtiler Gruselfaktor, wunderbarer Pageturner!
    Willkommen im Slade House!

    Inhalt

    Eine kleine, unscheinbare Gasse. Sie fällt kaum auf, man möchte schwören, sie war nie hier. Doch da findet man eine kleine schwarze Pforte, und dahinter … Dahinter liegt das Slade House, und du hast Glück, denn heute ist Tag der offenen Tür, also tritt herein und verweile bei uns.

    Rezension

    Ich mag den Charme alter Schauerromane, ich mag das weitestgehend unblutige Gruseln unter der Bettdecke, wenn Geisterhände nach mir greifen. Gleich vorweg: Der richtige Grusel kam bei diesem Buch nicht auf, aber dennoch ist es ein Pageturner. Denn Slade House ist in seinen Einzelteilen sehr komplex, bietet Wege, denen man gedanklich folgen kann. In einer Rezension las ich den Verweis zu David Mitchells Knochenuhren, das wohl thematisch mit dem Slade House verbunden sein könnte. Da ich dieses Werk noch nicht kenne, werde ich diesem Hinweis gerne nachgehen.

    Slade House besteht aus vielen Einzelschicksalen, ein Zyklus von neun Jahren erschafft dieses Haus der Vergangenheit immer wieder neu, um Besucher hineinzulocken. Besucher, die sich ahnungslos in ihr Schicksal begeben. Die Ausgangssituation ist immer anders, doch David Mitchell schafft es trotz neuer Umschreibungen, trotz neuer Gedanken, den alten Lauf der Dinge als immer wiederkehrende Spirale zu komponieren. In ihrer Gleichheit sind die einzelnen Schicksale immer wieder anders, neu, erfrischend, erschreckend.

    Man folgt jedem neuem Gast in der Ich-Perspektive, jeder bringt seine eigene Persönlichkeit mit und unterscheidet sich von den anderen. Eines jedoch haben sie alle gemeinsam: Sie sind auserwählt. Denn nicht jeder nutzt dem Slade House und seinen Bewohnern, nicht jeder kann auserkoren werden für eine gewisse … Aufgabe.

    Was ihr genau entdeckt, wenn ihr euch für einen Besuch des Slade House wappnet, möchte ich euch nicht einmal ansatzweise verraten. Denn der feine Grusel liegt im eigenen Entdecken der Möglichkeiten. Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen, auch wenn der Gruselfaktor geringer als erwartet ausfiel.

    Fazit

    Wenn ihr mutig genug seid, dann schnappt euch dieses wunderbare Buch, das in seiner spiralförmigen Welt einzigartig ist. Denn auch wenn der subtile Grusel tiefer hätte sein können, so kommt man doch nicht umhin zu bewundern, auf welche Wege David Mitchell seine Leser geistig zu führen vermag.

    Bewertung im Detail

    Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

    Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

    Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

    Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

    Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

    =4.2 ★★★★

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    VanaVanilles avatar
    VanaVanillevor 4 Monaten
    Schauriges Spin-Off von den Knochenuhren

    Wie eine Gruselgeschichte kommt es daher, das neue Buch von David Mitchell. Alles kreist sich um das mysteriöse Haus in der Slade Alley, welches nur durch den Hintereingang zu erreichen ist und in dem immer wieder Menschen auf merkwürdige Weise verschwinden. Auf fünf Handlungssträngen, vom Jahr 1979 bis 2015, lernt man das sagenumwobene Haus und seine Bewohner besser kennen und findet nach den kurzweiligen Kapiteln heraus, dass Slade House mehr ist, als nur eine kleine Schauergeschichte. Vor allem für diejenigen, die Mitchells Knochenuhren gelesen haben, ergibt das Ganze am Ende einen ganz anderen Sinn.

    Ich habe Slade House sehr gern gelesen und fand es insbesondere spätabends, wenn es draußen schon dunkel war und die Dielen in meiner Wohnung knarzten, auch richtig gruselig. Mitchell fängt die düstere Atmosphäre einer wahren Horrorgeschichte ein und gab mir am Ende trotzdem das Gefühl, mehr gelesen zu haben als das. Eine emotionale Verbindung konnte ich zwar zu keiner der handelnden Personen aufbauen, aber das war wahrscheinlich auch nicht Ziel der Sache. Ich kann den Roman deswegen vor allem Leser*innen ans Herz legen, die es mögen, wenn ihnen ein Schauer über den Rücken läuft. Ein vorhergegangener Blick in Die Knochenuhren wäre dabei aber von Vorteil.

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    Bris avatar
    Brivor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Große Lesefreude - besonders, wenn man den Wolkenatlas und die Knochenuhren kennt und mag.
    Die Schönheit unserer Seelen

    David Mitchells Werke sind nicht immer einfach - zumindest für mich. Das erste Buch, das ich von ihm las, war der Wolkenatlas, den wohl viele nicht nur als Buch, sondern auch als Verfilmung kennen. Ein komplexes Werk, verschachtelt aufgebaut, immer dann wenn eine der angerissenen Geschichten mich so gepackt hatte, dass ich unbedingt wissen wollte, wie sie sich weiterentwickelt, machte Mitchell mir einen Strich durch die Rechnung, begann eine neue Geschichte. Erst die dystopische Darstellung einer Nachkatastrophengesellschaft auf Hawaii hat einen Abschluss, bevor dann in rückwärtiger Reihenfolge wie zu Beginn des Romans - oder muss man vielleicht eher sagen, der vielen verschachtelten Romane - auch die anderen Geschichten eine Weiterführung erfahren. Box in a box in a box ... Strukturell gut durchdacht, denn die Geschichten folgen einander nicht nur, sondern sind durch kleine Einzelheiten und Personen über die Zeiten hinweg miteinander verbunden.

    Das zweite Buch, das ich dann ohne jedes Zögern, quasi auf Lunge lesend inhaliert habe, war sein 2016 auf Deutsch erschienener Roman Die Knochenuhren. Hier gab er, anders als im Wolkenatlas, der zwar durchaus phantastisch gestaltet ist und Sci-Fi- und Dystopie-Strukturen beinhaltet, einen guten Schuss an Fantasy mit in die Handlung, die wieder über eine längere Zeit erzählt wurde und in die Zukunft reichte. Überaus fesselnd war das für mich und ich war regelrecht geplättet, als ich die Buchdeckel zuklappte. Mitchells Fähigkeit, Geschichten so zu erzählen, dass ich aktiv mitdachte, ja mitdenken musste, um die gesamte Botschaft zu decodieren, der Vorsprung, den er mir zum Teil verschaffte, um mir ein Erfolgserlebnis in der Lektüre à la "hab ich es doch gewusst" zu spendieren, haben mich zum Fangirl gemacht. Deshalb habe ich mich wirklich sehr auf Slade House gefreut. Und ich kann sagen, nicht vergebens.

    Slade House wird vom Verlag als "raffiniert komponiertes Schauerstück" angepriesen - das ist nicht falsch, aber vielleicht ein wenig untertrieben, denn Slade House ist viel mehr als nur ein gut geschriebenes Schauerstück. Es ist erneut ein Teil des übergreifenden Werkes eines mit großartiger Phantasie ausgestatteten Autors, der seine Weltsicht, seine Idee davon, was wir Menschen sind, was unsere Existenz bedeutet oder bedeuten kann, in jedem einzelnen Buch wieder und trotzdem immer neu darlegt. Dabei besitzt er wie kein anderer eine großartige Fähigkeit: Er hinterlässt in jedem seiner Bücher Hinweise auf die vorangegangen. Das ist ein wenig so, als wenn man sich irgendwo im Marvel Cinematic Universum befindet, in dem plötzlich aus allen Teilen der Galaxie die unterschiedlichen Helden auftauchen und einen kleinen Auftritt haben. Fixpunkte tauchen auf, die man wiedererkennt und die einen dazu bringen, die anderen Bücher aus dem Regal zu holen und nochmals zu lesen.

    Die Times bezeichnete Slade House als Einstiegsdroge zu Mitchells Werk. Das sehe ich etwas anders. Natürlich kann man diesen schmalen, viel zu schnell durchgelesenen Pageturner einzeln und als erstes Werk Mitchells lesen, doch mehr Freude macht das, wenn man zumindest Die Knochenuhren kennt und mochte. Wer mit Übersinnlichem, mit Schamanismus, dem Weltbild der Allverbundheit und einer Art von Seelenwanderung, die ich persönlich recht einleuchtend finde - die Seele kann sich nach unserem Ableben aufsplitten und Stücke von ihr finden sich in anderen, wiedergeborenen Seelen wieder - nichts anfangen kann, der wird an dieser Geschichte jedoch nur Freude haben, wenn er sich uneingeschränkt und ohne Vorteile auf diese Lektüre einlässt.

    " Etwas ... sickert heraus und schwebt direkt vor meinen Augen, sieh nur: eine helle Sternenwolke, so klein, dass sie in meine Hand hineinpassen würde.[...]"

    Mitchells Version des von Nietzsche als Ewige Wiederkunft grundlegend formulierten philosophischen Gedankens der unendlichen Wiederholung von Ereignissen und damit der höchsten Form von Lebensbejahung, die bereits im Wolkenatlas zum Ausdruck kam, wird in Slade House quasi formgebendes Element. Immer nach genau neun Jahren erscheint am Ende der schmalen, feuchten Slade Alley das leicht zu übersehende kleine schwarze Eisentor in der Mauer. Es hat keine Klinke, es hat kein Schlüsselloch, aber wenn man es berührt, schwingt es auf.

    "Etwas sickert heraus und schwebt in der Luft, rund, groß wie ein Golfball, direkt vor meinen Augen. Es ist fast durchsichtig, wie Eiweiß oder Gel, und darin schwimmen leuchtende Staubkörner oder Galaxien oder ..."

    Betritt man den Garten, der durch seine üppige Erscheinung weder zur Jahreszeit noch zur eher schäbigen, ärmlichen, ja heruntergekommenen Umgebung passend erscheint, wird man von einem Fremden erwartet, es ist ganz klar, dass man hier sein muss. Etwas zieht einen an, macht es notwendig zu bleiben, wieder zu kommen.

    "Es verdichtet sich vor meinem Gesicht zu einer kleinen, transparenten Kugel. Winziger phosphoriszierender Plankton schwimmt darin. Es scheint also doch eine Seele zu geben."

    Durch den Garten führt ein Weg ins Haus. Für manche ist der Weg lang, für andere nur kurz, aber dafür ist der Aufenthalt im Inneren umso intensiver. Was alle Gäste, die zum Tag der offenen Tür - was hier in diesem Ausdruck alles mitschwingt! - eingeladen wurden erwartet, ist eine Galerie von Bildern von Menschen, die vor etwas zu warnen scheinen. Die Treppe hinauf geht es und dort dann durch eine Tür hinter das Geheimnis, das die Bewohner des Hauses offensichtlich verbergen.

    "[...] da, es schwebt in der Dunkelheit, direkt vor meinen Augen, eine durchscheinende, schimmernde Kugel, etwas kleiner als ein Billardball, und sie ist gefüllt mit Sternen. Es ist mein wahres Ich."

    Doch nicht nur die Gäste wechseln, auch die Bewohner des Hauses scheinen zu wechseln. Ob das alles real ist, ein Traum oder doch etwas ganz anderes, das müsst ihr selbst herausfinden. Über den Inhalt möchte ich nichts verraten, es macht einfach zu viel Spaß, dieses Buch selbst zu entdecken, eigentlich zu decodieren. Mich hat es dazu gebracht, mir die Knochenuhren noch einmal genauer vorzunehmen. Strukturen zu entdecken, Verknüpfungen zu lösen, Fährten zu folgen, das fasziniert mich, Es fordert mich heraus und wenn mir ein Autor nicht ständig erklärt, was ich zu entdecken habe, dann bin ich ihm dafür mehr als dankbar. Mitchell ist ein Meister im Fährtenlegen und das auf verschiedenen Ebenen.

    Seine literarische Auslegung der philosophischen "Ewigen Wiederkunft" hat etwas sehr anziehendes. Man könnte Mitchell vorwerfen, Slade House wäre vielleicht nur ein Nebenprodukt der Knochenuhren, doch dafür ist es zu sehr in sich geschlossen. Obwohl es etwas fragmentarisches hat - nur oberflächlich betrachtet - kann man es gut im Universum der Knochenuhren verorten. Wie Mitchell es schafft, in einem Roman verschiedene sprachliche und erzählerische Stile zu vereinen, so schafft er es in seinem ganzen Werk, einzelne Teilstücke miteinander mühelos und elegant zu verzahnen. Dahinter muss ein größerer Plan, eine umfassendere Idee stehen. Bei den Knochenuhren hatte sich mir schon das Bild der silbernen Fäden - oder Strings - in den Kopf gebrannt, die über Zeiten und Räume die einzelnen Personen miteinander verbinden und in Kontakt halten. Slade House hat diesen Eindruck verstärkt und ich bin gespannt, ob wir noch mehr hören werden von Marinus ...

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    Weltenwandlers avatar
    Weltenwandlervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Stern für das Cover und den flüssigen Schreibstil.
    Schlechteste Buch 2018 bisher

    Ein Schuss in den Ofen!👎 Anfänglich war es interessant, aber dann endete jedes Kapitel mit der gleichen Auswirkung auf die Protagonisten. Bedingt durch das Genre, war mir alles zu konstruiert. Ist eben alles möglich im Horror-/Gruselgenre. Und gegruselt hat mich nur der Verlauf der Geschichte. Wär mein Nachname Scheck, würde das Buch in die Tonne fliegen.

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    -nicole-s avatar
    -nicole-vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine gelungene Gruselgeschichte mit einer besonderen dunklen Atmosphäre, die sich durch den ganzen Roman zieht.
    Eine gelungene Gruselgeschichte

    Ein mysteriöses Haus mit dunklen Geheimnissen…

    Die Slade Alley ist eine schmale, dunkle Gasse, deren Eingang man zwischen zwei Häusern fast übersieht. Hinter der ersten Biegung befindet sich auf der rechten Seite in der Mauer ein kleines, schwarzes Eisentor – völlig unscheinbar ohne Griff oder Schlüsselloch – doch wenn man dagegen drückt, schwingt es auf und offenbart etwas, mit dem man nicht gerechnet hat: Dahinter verbirgt sich ein heller prachtvoller Garten, der etwas verwunschen wirkt – im Hintergrund befindet sich eine prachtvolle Villa. Was hat es mit dem „Slade House“ auf sich? Sicher ist, dass es ein Geheimnis verbirgt – denn alle neun Jahre, am letzten Sonntag im Oktober, wird ein „Gast“ in das Slade House eingeladen. Doch zu welchem Zweck? Das Geheimnis liegt hinter einer der unzähligen Türen…

    „Das Slade House ragt drohend auf. Der rote Efeu ist röter, als roter Efeu normalerweise ist. Die Fenster im Erdgeschoss liegen so hoch, dass man nicht hineingucken kann, und außerdem spiegeln sich darin sowieso nur Himmel und Wolken.“ (Nathan) – Seite 19, eBook

    Eine düstere Gasse, ein unscheinbares Tor und ein mysteriöses Haus mit einem verwunschenen Garten – schon die Inhaltsangabe von David Mitchells neuem Roman verspricht eine unheimliche Geschichte. Diese beginnt im Jahr 1979, wo eine Mutter mit ihrem 13-jährigen Sohn einer Einladung ins Slade House folgt – schon die detaillierten Beschreibungen der Schauplätze sind dem Autor gut gelungen. Die Handlung selbst ist sehr mysteriös und in mehrere Abschnitte unterteilt, die im Neun-Jahres-Rhythmus erstellt wurden – und mit jedem Abschnitt kommt man dem gut gehüteten Geheimnis des Slade House ein klein wenig näher. Mit insgesamt 240 Seiten eine eher kurze Geschichte, doch dafür kommt hier die unheimlich-düstere Atmosphäre sehr gut zur Geltung. Der Schreibstil von Mitchell ist wie gewohnt speziell – man braucht am Anfang der einzelnen Kapitel immer einen Moment, um sich zu recht zu finden, da diese jeweils aus der Ich-Perspektive einer neuen Figur erzählt wird. Auch wenn es manchmal etwas wirr und skurril wird, fügen sich nach und nach die einzelnen Fäden zusammen. Welches mysteriöse Geheimnis sich schließlich um dieses besondere Haus rankt – lasst euch überraschen!

    „Ich habe das Gefühl, nach oben zu stürzen.“
    (Gordon) –Seite 61, eBook

    Mein Fazit: Ein gelungener Schauerroman, der auf nur 240 Seiten eine packende Geschichte erzählt. Besonders gefallen hat mir die dunkle Atmosphäre, die sich durch den ganzen Roman zieht. Detaillierte Schauplätze und interessante Charaktere tun sein übriges. Der Schreibstil ist etwas speziell, manchmal wird es etwas wirr – daher ziehe ich einen Stern ab. Ansonsten ist es eine gute Gruselgeschichte mit einer kleinen Portion Horror. Lesenswert!

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    Daniel_Allertseders avatar
    Daniel_Allertsedervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Was für ein superspannender und mysteriöser Roman!
    Was für ein superspannender und mysteriöser Roman!

    Selten habe ich ein so unheimliches und mysteriöses Buch gelesen. Beziehungsweise ein Buch mit solch einer sensationell geheimnisvollen Geschichte, denn „Slade House“ von David Mitchell ist kein hartgesottener Thriller, kein gefühlvoller Liebesroman, nicht einmal das Genre Fantasy würde hier passen. Das Buch ist eine ungewöhnliche Mischung aus Elementen des Mystery-Metiers, des Horror-Milieus und des Übernatürlichen. Eine überzeugende Mixtur, auch überzeugend, weil der Roman ganz anders war als erwartet. Der Autor hat nämlich den Roman in fünf Teile unterteilt, und alle Teile erzählen von Menschen, die dem Slade House zum Opfer gefallen sind. Ich begann das Buch mit großen Erwartungen, las den ersten Teil, das erste Portrait, der junge Nathan mit seiner Mutter, die ins Slade House eingeladen wurden, mit einem großen Fragezeichen im Kopf – was geschah mit der Familie? Und welches Geheimnis birgt das Slade House? Abrupt endete die erste Geschichte, und wir gingen hinüber zur nächsten. Zusammenfassend: Jeder Teil erzählt von Menschen, die mit dem Slade House etwas zu tun hatten, und von Teil zu Teil wird aufgedeckt, was hinter diesem mysteriösen Haus in der Slade Alley steckt. Der Autor nimmt uns mit auf eine spektakuläre Reise in die unergründlichen Weiten des Jenseits, in die dunklen und tiefen Abgründe der Parallelwelten. Der Autor konstruierte diese außergewöhnliche Geschichte, die im Übrigen perfekt für Halloween wäre, mit einem spannungsgeladenen Schreibstil – unglaublich flüssig, sehr leicht zu lesen und immer wieder humorvoll. Es war überraschend zu lesen, wie David Mitchell seine Charaktere ins Ungewisse schickte, der Leser fiebert mit, man möchte doch gerne die Figur warnen, möchte rufen „Himmel, nein, geh‘ da nicht rein“, doch die Charaktere wissen natürlich von nichts. Bis auf eine Ausnahme. Doch das erfährt der Leser im wirklich tollen Finale im letzten Teil. Das Setting, welches der Autor geschaffen hat, war erdrückend, und auf eine ganz bestimmte Weise auch verrückt – einfach außergewöhnlich, dieses Haus, diese Geschichte, die dahintersteckt, das Lesen war wirklich ein Erlebnis! Die Charaktere des Romans waren allesamt naive, aber dennoch liebenswerte Personen, mit denen man sich aber nicht zu sehr anfreunden sollte. Jede auftretende Person hat Macken, Hintergründe, schlimme Erfahrungen mit dem Leben. Und genau das liebt das Slade House, nach genau solchen Menschen sehnt es sich, ich persönlich fand – trotz des Massensterbens wie die Eintagsfliegen – die Beziehungen zwischen den Figuren und deren Motive überragend gut. Individuelle Köpfe, die allesamt mit dem Slade House mehr oder weniger zufällig in Verbindung geraten – sei es der kleine Nathan, der leidenschaftliche Polizist, die mollige Sally, die kluge Wissenschaftlerin oder die taffe Journalistin; eine tolle Palette an „Opfern“, an Charakteren, an Hauptdarstellern in dieser skrupellosen Odyssee.



    Ein wirklich tolles Buch. Sehr spannend, mit tollem Schreibstil und außergewöhnlichen Charakteren. Mehr aber überzeugte die Konzeption des Slade House, des Motives hinter diesem Horror-Haus. Sehr empfehlenswert!

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    DrWarthrops avatar
    DrWarthropvor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannende Erzählungen, die auf Grund des einzigartigen Sprachstils im Gedächtnis bleiben.
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    docetens avatar
    docetenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Für Fans von „Die Knochenuhren“. Alle anderen Leser bleiben wohl eher ratlos zurück.
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    LeenChavettes avatar
    LeenChavettevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Netter Grusel, aber die Kapitel ähneln sich zu stark.
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