David Monteagudo

 3.8 Sterne bei 51 Bewertungen
Autor von Ende und Wolfsland.

Lebenslauf von David Monteagudo

David Monteagudo wurde 1962 in Galizien geboren. Nachdem er viele Jahre als Mechaniker tätig war, entdeckte er das Schreiben für sich und begann mit der Arbeit an seinem ersten Roman. Im Jahr 2012 war es dann so weit und sein Debüt "Ende" wurde veröffentlicht. Mittlerweile wurde es in zahlreiche Sprachen übersetzt; in seiner Heimat avancierte es zum Bestseller. Heute lebt Monteagudo in Barcelona.

Alle Bücher von David Monteagudo

Ende

Ende

 (38)
Erschienen am 01.07.2013
Wolfsland

Wolfsland

 (13)
Erschienen am 22.07.2016

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supersusis avatar

Rezension zu "Ende" von David Monteagudo

10 kleine Negerlein
supersusivor einem Jahr

Eine Clique trifft sich nach 25 Jahren in einer Berghütte wieder. Das geplante Wiedersehen wird von schlechtem Gewissen überschattet, aber derjenige, dem sie damals einen bösen Streich gespielt haben, ist nicht da. Nach einem Stromausfall ist einer von ihnen plötzlich verschwunden. Die Autos starten nicht und die Freunde gehen zu Fuß los, um zur nächsten Siedlung zu gelangen. Dann verschwindet wieder jemand....

Superspannend und ein interessanter Erzählstil. Mal wird ganz normal erzählt, wie in anderen Büchern auch, dann wird erzählt, als sei der Erzähler weiter weg, quasi rausgezoomt und würde aus der Ferne beobachten. z.B. "Der in den Fels gehauene Weg ist eine dünne Schattenlienie auf der Wand, und auf dieser Linie sieht man einen farbigen Klecks- eigentlich zwei, eng beieinander liegende Kleckse-, der sich, immer wieder verweilend, langsam von der Gruppe entfernt." (S.197) Auch gibt es kleine Zeitsprünge, die das ganze interessanter und spannender machen. Z.B. endet ein Kapitel damit, dass sie aufbrechen wollen, um durch die Schlucht zu gehen. Das nächste Kapitel fängt aber dann an, als sie schon Mitten in der Schlucht sind und erzählt dann -eher beiläufig und sachlich-neutral - was in den letzten Stunden passiert ist.

Mich hat sowohl die Geschichte, als auch der Schreibstil sehr angesprochen und ich werde nach weiteren Büchern dieses Autors Ausschau halten !

Sehr spannend bis zum Schluß und auf jeden Fall lesenswert.

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Schlehenfees avatar

Rezension zu "Wolfsland" von David Monteagudo

Ungeheuer oder Aberglaube?
Schlehenfeevor 2 Jahren

In der archaischen Landschaft der galicischen Berge folgt das Leben auch im 21. Jahrhundert noch dem langsamen Rhythmus, den die Natur vorgibt. Tradition und Legenden sind fest im Bewusstsein der Menschen verankert. Als eine Serie von Frauenmorden das Dorf Brañaganda erschüttert, die allesamt bei Vollmond geschehen, haben die Bauern nur eine Erklärung: Ein Werwolf treibt sein Unwesen in der Gegend.

„Wolfsland“ von David Monteagudo beschreibt das Leben in einem Dorf, wo die Zeit stehen geblieben ist, aus der Sicht des jungen Orlando. Er steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden, daher sehe ich den Roman eher als Geschichte darüber.

Im Laufe der Handlung muss Orlando von so manchem Aspekt seiner Kindheit Abschied nehmen: vom unschuldigen Spielen mit dem Mädchen Candida, vom Glauben an seine Eltern und ihre Vollkommenheit. Als Erzählung über das Erwachsenwerden konnte mich „Wolfsland“ absolut überzeugen und gut unterhalten.

Die Beschreibungen der Natur Galiciens und des Lebens dort waren sehr präzise, so dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.

Der Autor schafft es, seine Charaktere facettenreich darzustellen, obwohl man sie „nur“ durch die Augen von Orlando sieht. Er ist der Sohn der Dorfschullehrerin und des belesenen Waldhüters Enrique. Dessen Konflikt, der ihn im Laufe der Handlung immer mehr innerlich auffrisst war ebenfalls hervorragend dargestellt.
Orlandos Eltern glauben als einzige an eine rationale Erklärung für den Werwolf. Ihre einsame Position unter den Dorfbewohnern hätte meiner Meinung nach aber noch etwas mehr herausgearbeitet werden können.

Enttäuscht war ich vom Ende, bzw. von der Auflösung um den Werwolf. Ohne zu viel zu verraten, ich hatte etwas ganz anderes erwartet und kann mir das Wie und Warum nicht erklären. Es passt für mich einfach nicht in den Zusammenhang der Handlung und des Erzählstils. Daher nur drei Sterne.

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Nespavanjes avatar

Rezension zu "Wolfsland" von David Monteagudo

Spanischer Surrealismus oder von Wölfen und Menschen
Nespavanjevor 3 Jahren

In Brañaganda, einem sehr weit abgelegenen Dorf in Galicien, prägt die raue Natur, die Jahreszeiten und der Aberglauben das Leben der Bewohner. Der spanische Bürgerkrieg ist noch nicht lange her und spukt noch in den Köpfen der Menschen. Die Frauen nehmen eine untergeordnete Rolle in der Männerdominierten Gesellschaft ein. Nur die Lehrerin und ihr Mann Don Enrique, mit ihren vier Kindern, leben ein scheinbar aufgeklärtes Leben und haben sich dem Lebenstrott nur bedingt angepasst. Als eine Reihe von Frauenmorden geschieht, gibt es für die einfachen Leute nur einen Täter: Ein Werwolf muss hier sein Unwesen treiben.

In Wolfsland führt David Monteagudo dem geneigten Leser schnell an die Grenze des Erklärbaren. Er zieht einem schnell in den Bann und seine besondere Fähigkeit Reales und Surreales kunstvoll zu verweben, macht dieses Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Verstörend überschreitet er die Grenzen der Rationalität, lässt sie immer weiter hinter sich, um dann doch wieder zu ihr zurückzukehren. Wolfsland ist magischer Realismus aus Spanien par excellence und ist doch ganz anders, als mein Lieblingsschriftsteller Haruki Murakami, der meiner bescheidenen Meinung nach, den magischen Realismus perfektioniert hat. Monteagudo bedient sich einer frischeren Herangehensweise an dieses Thema und beinhaltet eine erzählerische Dichte die man dem gelernten Mechaniker, der seine Geschichten in der Freizeit schreibt, zuerst gar nicht zutrauen möchte. Zu Ende erzählt werden allerdings nicht alle Dinge. Es bleiben einige Fragen offen und genau das gefällt mir an solchen Romanen: Sie wecken den Hunger, stillen ihn dann nur ein wenig, und lassen den Leser unbefriedigt und ungesättigt zurück.

Schenkt man diversen Onlinezeitungen Glauben, wimmelt es in Monteagudos Schublade noch so von brauchbaren Manuskripten und ja, ich möchte sie alle lesen.  Erst mit Mitte 40 reichte er eines seiner Manuskripte bei seinem spanischen Verlag ein. Sein Psychothriller „Ende“ wurde auf Anhieb ein Bestseller und wurde in zehn Sprachen übersetzt. Inzwischen wurde das Buch sogar verfilmt, so versteht es sich natürlich von selbst, dass es auf meiner Wunschliste ganz weit nach oben gerutscht ist.

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