David Monteagudo Ende

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Inhaltsangabe zu „Ende“ von David Monteagudo

Neun Freunde am Ende der Welt. Die spanische Antwort auf Cormac McCarthy. Viele Jahre, nachdem sie als Clique auseinander gegangen sind, treffen sich neun Frauen und Männer in einer einsamen Berghütte. Um Mitternacht fällt der Strom aus, die Autos starten nicht mehr,am funkelnden Sternenhimmel ist kein einziges Flugzeug zu entdecken. Eine unheimliche Stille liegt über ihnen. Was ist passiert? Zu Fuß machen sich die einstigen Freunde auf den Weg in die Stadt. Aber einer nach dem anderen verschwindet. Ist das das Ende?

Mich hat sowohl die spannende Geschichte, als auch der ungewöhnliche Schreibstil sehr angesprochen und ich werde nach weiteren Büchern des A

— supersusi
supersusi

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  • 10 kleine Negerlein

    Ende
    supersusi

    supersusi

    20. June 2017 um 10:01

    Eine Clique trifft sich nach 25 Jahren in einer Berghütte wieder. Das geplante Wiedersehen wird von schlechtem Gewissen überschattet, aber derjenige, dem sie damals einen bösen Streich gespielt haben, ist nicht da. Nach einem Stromausfall ist einer von ihnen plötzlich verschwunden. Die Autos starten nicht und die Freunde gehen zu Fuß los, um zur nächsten Siedlung zu gelangen. Dann verschwindet wieder jemand.... Superspannend und ein interessanter Erzählstil. Mal wird ganz normal erzählt, wie in anderen Büchern auch, dann wird erzählt, als sei der Erzähler weiter weg, quasi rausgezoomt und würde aus der Ferne beobachten. z.B. "Der in den Fels gehauene Weg ist eine dünne Schattenlienie auf der Wand, und auf dieser Linie sieht man einen farbigen Klecks- eigentlich zwei, eng beieinander liegende Kleckse-, der sich, immer wieder verweilend, langsam von der Gruppe entfernt." (S.197) Auch gibt es kleine Zeitsprünge, die das ganze interessanter und spannender machen. Z.B. endet ein Kapitel damit, dass sie aufbrechen wollen, um durch die Schlucht zu gehen. Das nächste Kapitel fängt aber dann an, als sie schon Mitten in der Schlucht sind und erzählt dann -eher beiläufig und sachlich-neutral - was in den letzten Stunden passiert ist. Mich hat sowohl die Geschichte, als auch der Schreibstil sehr angesprochen und ich werde nach weiteren Büchern dieses Autors Ausschau halten ! Sehr spannend bis zum Schluß und auf jeden Fall lesenswert.

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  • Ende. Welches Ende?

    Ende
    manoman

    manoman

    15. August 2015 um 21:30

    Eine Clique trifft sich nach 25 Jahren wieder an ihrem alten Treffpunkt, einer einsamen und verlassenen Berghütte. Es soll eine lustige Party werden, obwohl einer der Freunde, Andrés, der schon damals ein Außenseiter war, trotz Zusage nicht erscheint. Mitten in der Nacht dann ein suspekter Stromausfall: Kein Licht, kein Handy, kein Auto, keine Uhr scheint mehr zu funktionieren. Von da an nimmt das Unheil seinen Lauf: Einer nach dem anderen verschwindet. Die Freunde marschieren Richtung Zivilisation, doch jedes Dorf, jede Stadt ist wie ausgestorben. Und die Clique wird immer kleiner...Steckt Andrés hinter diesem Fiasko? Das Buch "Ende" von David Monteagudo hat im Prinzip eine tolle Idee, der Klappentext liest sich spannend und macht Lust auf mehr. Die Protagonisten werden nett vorgestellt, wobei die meisten doch eher unsympathisch wirken. Mit dem plötzlichen Stromausfall wird die Handlung allerdings zunehmend suspekt. Einer nach dem anderen verschwindet wie vom Erdboden verschluckt, doch wirkliche Betroffenheit klingt selbst bei den engsten Angehörigen nicht durch. Vielmehr wird es akzeptiert und als Fügung des "Propheten" abgetan, dessen Schicksal nicht zu entkommen ist. Die Freunde (oder die, die noch übrig sind) marschieren Richtung Zivilisation, doch anstelle von Menschen finden sie nichts als leerstehende Häuser, Autos und wilde Tiere. Spätestens jetzt hat man das Gefühl, ein Fantasy-Buch zu lesen. Nichtsdestotrotz wird die Spannung bis zum Schluss hoch gehalten, erwartet man doch Antworten auf die fragwürdigen Geschehnisse. Und was hat es eigentlich mit Andrés, dem Propheten, auf sich? Dann ist das Ende da. Kurz. Ohne richtig da gewesen zu sein. Vielleicht fehlt in meinem Buch eine Seite. Ich weiß es nicht. Ich weiß gar nichts.

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  • Staub bist du und zu Staub kehrst du zurück

    Ende
    CloudyWhite

    CloudyWhite

    31. October 2013 um 09:58

    Ende, David Monteagudo „Ich glaube, dass wir genau deswegen hier sind“, erklärt Cova und sucht Hugos Blick, „damit es zu Ende gehen kann. Alles geht zu Ende, unsere Ehe, wir selbst. Es ist das Ende, verstehst du? Das Ende von allem.“ Nach 25 Jahren trifft sich die ehemalige Jugendclique, 6 ehemalige Freunde und deren jetzige Partner, in einer entlegenen Herberge in den Bergen um ihren Jahrestag zu feiern. Eine Idee, die die meisten nicht gut heißen, denn längst sind die Freundschaften zerbrochen, und besonders das schlechte Gewissen gegenüber Andrès, den man auch den Propheten nannte, quält alle. Man hatte dem schüchternen Jungen damals übel mitgespielt und es würde keinen wundern, wenn er nicht käme. Die Anfahrt ist unheimlich, die Stimmung gereizt und streitgeladen, der Sternenhimmel, den man betrachten möchte, hinter einer dicken Wolkendecke verschwunden. Und der Prophet taucht tatsächlich nicht auf. Stattdessen fällt gegen Mitternacht auf einmal der Strom aus. Auch funktionieren alle anderen technischen Geräte nicht mehr, einschließlich der Autos. Hat der Prophet etwas damit zu tun, will er sich an allen rächen? Innerhalb der Gruppe kommt Unruhe auf: die Ängstlichen, die ein Inferno befürchten, und alle anderen terrorisieren, die, die ihre Angst verbergen und alles ins Lächerliche ziehen, und die Rationalen, die eine Lösung suchen, weil es für alles eine natürliche Erklärung gibt. Schließlich entscheidet man, am Morgen zu Fuß zur nächsten Siedlung zu gehen. Bevor die Gruppe aufbricht, verschwindet Rafa, der sich noch in der Nacht mit seiner Frau gestritten hat. Und während man sich auf den beschwerlichen Weg macht, ist wieder einer aus der Gruppe wie vom Erdboden verschluckt. Die Häuser, die die übrigen erreichen, sehen menschenleer aus. Lediglich Tiere treiben sich überall herum. Ist das alles Zufall, wer steckt dahinter? Monteagudo versteht es in diesem Roman, den man als apokalyptischen Endzeitthriller bezeichnen kann, von Zeile zu Zeile mehr Spannung aufzubauen. Zunächst zeichnet er ein typisches Bild des Mittelschichtbürgers in den Vierzigern, der mit seinem bisherigen Leben mehr oder weniger zufrieden ist. Noch ahnt der Leser nichts von dem drohenden Unheil, denn der Autor vermag es geschickt, den rational Denkenden in der Gruppe und deren Einschätzung den Vorrang vor den Exzentrikern einzuräumen. Mit dem Hinzutreten weiterer, außergewöhnlicher Ereignisse bröckelt diese Perspektive mehr und mehr und der Leser muss sich fragen, wer nun Recht hat? Nun, ich hatte mit diesem Ende des Romans nicht gerechnet. Die deterministische Sicht bestürzt. Es trifft jeden, wahllos, früher oder später, egal ob er sich versündigt hat oder ein guter Mensch war, egal ob er seine Mitmenschen liebt oder nicht. Adam und Eva. Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück (Gen 3,19) Aber ich will nicht zu viel verraten und denke, dass der Roman eine durchaus lesenswerte Lektüre ist für alle, die ein bisschen Nervenkitzel lieben. 

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  • Ende gut , alles gut? Wohl kaum.

    Ende
    Babscha

    Babscha

    10. August 2013 um 23:30

    Der Plot klang ja schon mal ganz gut: Acht spanische Mittvierziger treffen sich 25 Jahre nach ihrer Cliquenzeit wieder in einer verlassenen Berghütte weit abseits jeder Zivilisation, dort, wohin sie sich damals immer zusammen zurück gezogen haben. Alle hüten ein gemeinsames dunkles Geheimnis, das Böse, das sie damals einem von ihnen angetan haben und das sie seitdem nicht zur Ruhe kommen lässt. Und wie´s der Zufall will, fallen gegen Mitternacht alle elektronischen Geräte aus. Jetzt wird´s echt ungemütlich und nachdem man endlich den Beschluss gefasst hat, sich irgendwie in bewohnte Gegenden durchzuschlagen, holt sich das Schicksal (oder wer auch immer) einen nach dem anderen. Tja, das Thema an sich ist zwar nicht neu, aber da hätte man echt was draus machen können. Was der Autor hier allerdings letztlich zusammenrührt, konnte mich schon nach kurzer Zeit nur noch langweilen. Zum einen sollte ich mich erst mal grundsätzlich entscheiden, ob ich eine Dystopie oder einen gut gemachten Krimi schreiben will. Beides zusammen überfrachtet nämlich alles, behindert sich nur gegenseitig und führt dazu, dass kein Genre glaubhaft rüber kommt. Zum anderen reicht es einfach nicht, ein paar Verhaltensgestörte bzw. Psychopathen einfach aufeinander prallen und in ihrer Vergangenheit wühlen zu lassen. Auch das funktioniert nur, wenn die Dinge sich dann intelligent und unerwartet entwickeln und den Leser entsprechend mitnehmen. Aber auch hier Fehlanzeige. Die ganze nette Truppe hat überhaupt kein Gesicht, die einzelnen Figuren bleiben blass und unglaubwürdig und nerven irgendwann nur noch. Und der Schuss geht wie hier dann so richtig nach hinten los, wenn ich drum herum ein Endzeitszenario ohne Hand und Fuß aufbaue, in das ich die Protagonisten einfach ohne jeden Durchblick und grundlos stürzen lasse. Soll das glaubhaft sein, wenn meine Ehefrau von jetzt auf gleich spurlos verschwindet, ich aber ob der widrigen Gesamtumstände dies nach drei mal schlucken einfach akzeptiere und zur Tagesordnung übergehe? Quatsch mit Soße hat man so was früher genannt. Heute würde ich sagen: Ärgerlich und überflüssig. 

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  • Rezension zu "Ende" von David Monteagudo

    Ende
    Marcuria

    Marcuria

    28. October 2012 um 18:59

    . Wie rezensiert man ein Buch, über dessen Inhalt man kaum etwas verraten kann... oder vielmehr nicht verraten möchte, da der Überraschungseffekt einen Großteil des Reizes dieses Werkes ausmacht? Ich habe beschlossen, neben einer knappen Inhaltsangabe und ausführlicheren Informationen zur Gestaltung des Textes vor allem einen Rat zu geben: Lest euch vorher möglichst wenig zu diesem Buch durch und genießt einfach ein Leseerlebnis, das ihr so vermutlich noch nicht kanntet. . 25 Jahre nach dem Zerbrechen einer Clique beschließt eines der damaligen Mitglieder, alle alten Freunde wieder zusammenzuführen. An eben jenem Ort, wo vor langer Zeit alles so plötzlich auseinandergegangen war. Abgesehen von einer Person tauchen alle auf und verbringen eine, wenn auch nicht immer schöne, dann zumindest interessante, Zeit miteinander, bis plötzlich der Strom ausfällt und sich ein mysteriöses Ereignis an das nächste reiht... . Bereits sehr früh baut der Autor eine unheimliche Stimmung gepaart mit undurchschaubaren Vorkommnissen auf. Wann immer sich die Charaktere und damit auch der Leser in Sicherheit wähnen, passiert plötzlich etwas, das alles wieder umwirft. Während des Lesens ist man ständig mit dem Versuch beschäftigt, das Geschehene zu interpretieren und dadurch mögliche Erklärungen zu finden. Doch immer dann, wenn man sich kurzzeitig mit einer Lösungsmöglichkeit angefreundet hat, schafft der Autor es spielend leicht, dieses Gedankenkonstrukt wieder zu zerschlagen, für erneute Verwirrung zu sorgen und so den Prozess des Grübelns erneut anzuregen. Ist all dies nur Zufall? Steckt Gott dahinter? Oder gar der Teufel? Ein alter Feind? Oder sogar Außerirdische? Das Ende von „Ende“ hätte meiner Meinung nach auf keine andere Weise besser sein können, wird aber nicht jedermanns Geschmack sein. . Bei all der dichten Atmosphäre kommt aber auch der Humor, dezent, aber geschickt eingesetzt, nicht zu kurz. So lässt der Autor nicht nur seine Charaktere lustige, ironische und sarkastische Bemerkungen von sich geben, sondern gibt auch höchstpersönlich seinen Humor zum Besten. So zum Beispiel bei einem nächtlichen Gespräch zwischen 9 Personen, wo er als Einleitung neckisch vermerkt: „Würden wir sie nicht so gut kennen, könnten wir ihre Stimmen nicht auseinanderhalten, sie keinem Namen zuordnen. Mehr noch: Würde jemand die Unterhaltung transkribieren, ohne weitere Hinweise zu geben, könnten wir die männlichen und die weiblichen Stimmen nicht immer unterscheiden.“ (S.113) Woraufhin selbstverständlich ohne jegliche Personen-Zuordnung das lange Gespräch folgt... . Jene Gespräche sind vom Aufbau und Inhalt her gut gestaltet – sehr authentisch, berührend, nachdenklich stimmend – hier lässt der Autor durch spannende Unterhaltungen, wenn auch selten sympathische, in jedem Fall interessante und vor allem glaubwürdige Persönlichkeiten entstehen. Bemerkenswert ist auch die anfängliche Einführung der Charaktere. Um langatmige Einleitungen und trockene Beschreibungen zu vermeiden, baut Monteagudo all dies auf intelligente Art und Weise in die Handlung ein. So stellt zum Beispiel ein Cliquenmitglied seiner Freundin anhand eines Fotos den Rest der Gruppe vor, wodurch der Leser unmittelbar Hintergründe und gleichzeitig das äußere Erscheinungsbild der Charaktere kennenlernt. Überhaupt ist „Ende“ durchgehend in einem Stil geschrieben, der sehr durchdacht scheint, flüssig zu lesen und dennoch alles andere als anspruchslos ist. Auffällig sind hier vor allem die Kapitelüberleitungen und die bildliche Sprache. Während im ersten Abschnitt eine Person etwas erlebt, wird der Verlauf der Situation oft im nächsten Kapitel aus der Sicht eines anderen nacherzählt, was eine spannende Dynamik aufbaut. Zusätzlich wird die Umgebung so eindrücklich geschildert, dass man leicht das Gefühl bekommen kann, in Wirklichkeit einen Film zu schauen, von dem viele Bilder in ihrer einzigartigen Schönheit im Gedächtnis hängenbleiben. . Insgesamt ist „Ende“ also ein Buch, das auf eigenartige Weise fesselt, gut geschrieben und garantiert mit keinem anderen Leseerlebnis vergleichbar ist. Wer ausschweifende, aber schöne Landschaftsbeschreibungen, lange, aber charakterformende Dialoge sowie eine offene Interpretation nicht zu schätzen weiß und auf ein gruseliges Horrorerlebnis hofft, wird enttäuscht werden und an diesem Buch wohl viel zu kritisieren haben. Allen anderen lege ich dieses spanische Debüt sehr ans Herz.

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  • Rezension zu "Ende" von David Monteagudo

    Ende
    joshi_82

    joshi_82

    18. July 2012 um 13:11

    Ich bin ziemlich zwiegespalten, was diesen Roman angeht. Einerseits habe ich mich in der ersten Hälfte der Geschichte ziemlich gelangweilt, da eben diese von Dialogen beherrscht wurden, die ich stellenweise total trocken und sinnlos fand. Die Protagonisten, von denen es ja doch recht viele auf einem Haufen gibt, sind mir fast alle unsympathisch. Irgendwie konnte man nicht wirklich Zugang zu ihnen finden, da man einfach nur beobachtet, nicht jedoch mitten in der Handlung steckt. Man hat auch nicht wirklich den Eindruck, dass diese Personen einmal so gute Freunde waren, dass sie sich nach so einer langen Zeit unbedingt wieder treffen möchten, eher im Gegenteil. Es gibt immer wieder Streit, schon am Anfang, wo es noch gar keine Extremsituation gibt, die die gespannten Nerven vielleicht rechtfertigen würde. Andererseits jedoch konnte ich nach der Hälfte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, denn ich musste einfach wissen, warum all das passiert. Es gibt dann auch einige Szenen, die wirklich spannend und auch überraschend sind, jedoch lässt der Autor einen mit dem Ende ziemlich ratlos zurück. Man muss sich einfach selbst einen Kopf machen, was da denn genau passiert sein könnte. Normalerweise habe ich damit sonst kein Problem, hier finde ich das aber eher unbefriedigend, denn es gibt so gar keine Anhaltspunkte, die einem da helfen können. Auch der Schreibstil des Autors ist jetzt nicht unbedingt eine Glanzleistung, ganz besonders die Dialoge haben mir so gar nicht gefallen. Trotzdem schafft er es, zumindest ab der zweiten Hälfte, Spannung aufzubauen. Auch seine Beschreibungen der Umgebung finde ich stellenweise gut gelungen. Was mich in einem Kapitel extrem gestört hat, war wieder einmal ein Dialog. Bei diesem Dialog hat man wirklich keine Ahnung, wer da gerade spricht. Das finde ich sehr ungewöhnlich, denn normalerweise stelle ich mir schon gerne die Szene beim Lesen vor, hier war das unmöglich, zumal diese Szene sich auch noch im Dunklen abspielte, die Protagonisten sich selbst also auch nicht wirklich sehen konnten. Fazit: Für mich ein wirklich ungewöhnliches Buch, mit nicht wirklich sympathischen Charakteren, schlechten Dialogen und einer ganz anderen Story, als man sie erwartet. Leider ist die Geschichte erst ab der zweiten Hälfte spannend, deswegen gibt es von mir 3 von 5 Punkten.

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  • Rezension zu "Ende" von David Monteagudo

    Ende
    Chrischan

    Chrischan

    08. July 2012 um 11:56

    Die Jugendzeit ist - zumindest in den meisten Fällen - die schönste Zeit eines Lebens. Doch geht sie oftmals viel zu schnell zu Ende und im Falle der Clique von Hugo, Nieves und den anderen auch auf unschöne Art und Weise. Vor 25 Jahren zerbrach die Gruppe, zum einen, weil jeder seiner Wege zog und sich ein Leben aufbauen wollte. Zum anderen aber auch, weil man einem Mitglied der Gemeinschaft damals einen wirklich bösen Streich spielte. Nun, ein viertel Jahrhundert Später scheint der ideale Zeitpunkt, alle noch einmal zusammen zu rufen, um sich auszusprechen und eventuell das Kriegsbeil zu begraben. Und so ruft Nieves alle zusammen und tatsächlich folgen auch alle ihrem Ruf zu einer idyllisch abgelegenen Burg mitten im Nirgendwo. Dort hat man sich auch beim letzten Mal getroffen, die Sterne beobachtet, gezeltet und die Schlucht durchwandert. Welcher Ort wäre also besser für eine Versöhnung geeignet? Doch das Treffen scheint nicht unter günstigen Sternen zu stehen. Der Prophet, eben jener, dem man so übel mitspielte taucht nie auf, punkt 24 Uhr fällt der Strom aus und zu allem Überfluss verschwindet einer der Anwesenden plötzlich spurlos. Er war aber nicht der erste. Einer nach dem anderen verschwindet, spurlos. Angst greift um sich, Paranoia. Ist es eine makabere Rache des Propheten für die erlittene Schmach? Weit gefehlt ... David Monteagudo hat ein Debüt vorgelegt, wie es in letzter Zeit selten eines gab. Ganz im Stil der klassischen Phantastik - erinnert sei an Ludwig Tieck oder E. T. A. Hoffmann - präsentiert er uns eine fesselnde, spannende, mitreißende Geschichte, die den Leser am Ende verwirrt, fragend und doch begeistert zurück lässt. Immer wieder führt er uns an den Rand eines gähnenden Abgrundes, in den wir blicken und doch nichts erkennen können. Der Kopf dreht sich bei der Suche nach Lösungen, dabei ist nicht immer das Einfachste das Naheliegendste. Und so muss man sich irgendwann eingestehen: "Wenn es keine Erklärung mehr gibt, dann ist das das Ende." (c) Christian Hesse Juli 2012

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  • Rezension zu "Ende" von David Monteagudo

    Ende
    Seitenakrobatin

    Seitenakrobatin

    05. June 2012 um 00:30

    Zum Inhalt (Klappentext): Neun Freundinnen und Freunde treffen sich für ein Wochenende in einer Berghütte wieder, viele Jahre nachdem sie als Clique auseinandergegangen sind. Um Mitternacht fällt der Strom aus, die Handys funktionieren nicht mehr, die Autos starten nicht. In dem blanken Sternenhimmel ist kein einziges Flugzeug zu entdecken. Eine unheimliche Stille liegt über ihnen. Die Freunde bemühen sich, ihre Angst mit Scherzen zu überspielen, doch es will ihnen nicht so recht gelingen. In der Nacht tun sie kein Auge zu. Was ist passiert? Keiner von ihnen findet eine Erklärung. Plötzlich entdecken sie, dass einer fehlt. Rafa ist spurlos und von allen unbemerkt verschwunden. Am Morgen brechen sie zu Fuß auf. Der Weg in die Stadt führt durch ein schattiges Tal. Sie gehen hintereinander, und als sie sich zu Cova umdrehen wollen, ist sie nicht mehr da. Wer wird der Nächste sein? Unerbittlich verschwindet einer nach dem andern. Sie lösen sich lautlos in der Landschaft auf, sie verlieren sich im Nichts. Wenn es keine Erklärung mehr gibt, dann ist das das Ende. Meine Meinung zum Buch: >Ende< war kein erstklassiges Buch für mich. Ich habe mir immer wieder eingeredet, dass die Handlung und auch die Charaktere mir irgendwann sympathisch werden, leider kam es nicht dazu. Wenn mir in dem Buch nicht mitgeteilt worden wäre, dass es sich um erwachsene handelt, wäre ich nicht auf die Idee gekommen dass es welche sind. Männer und Frauen Anfang Vierzig, die mitten im Leben stehen sollten, entpuppen sich als unreife Truppe die mit jeder Teenie-Gruppe mithalten konnte. Ich überspringe den Mittelteil und komme zum Ende des Buchs das mir leider noch weniger gefallen hatte. Keine Sorge, ich verrate nichts. Ich möchte nur anmerken, dass >Ende< kein Ende hatte. Für mich jedenfalls gab es kein befriedigendes Ergebnis. Denn, was der Autor sich ausgedacht hat macht für mich überhaupt keinen Sinn und eine Erklärung sucht man vergebens. Es gab aber auch kleine Lichtblicke, wie zum Beispiel Maria. Das Küken der Gruppe und von allen die sympathischste Person die ich in dem Buch finden konnte. Sie war aufgeschlossen, bodenständig und intelligent. Zum Glück gab es sie, sonst wäre das Lesen des Buchs noch viel anstrengender geworden. Positiv fand ich weiterhin diese Einöde. Die allein durch ihre Abgelegenheit diese düstere Atmosphäre erzeugen konnte. Genau das ist es was ich an dieser Landschaft so faszinierend fand und optimal eingefangen wurde. Die Spannungsmomente zog >Ende< aus den ungewissen. Wann verschwindet die nächste Person und warum? Was passiert mit ihr wenn sie verschwunden ist? Diese Momente haben mich stirnrunzelnd zurück gelassen. Ich war mir manchmal nicht mal sicher ob ich etwas überlesen haben könnte und deshalb das Verschwinden so plötzlich für mich war. Mein Fazit: Für ein Erstlingswerk ganz ok, aber ausbaufähig.

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  • Rezension zu "Ende" von David Monteagudo

    Ende
    Natasha

    Natasha

    26. February 2012 um 10:08

    „Ende“ ist ein außergewöhnlicher Roman, spannend wie ein Thriller, der dennoch zum Nachdenken anregt, ohne belehrend zu sein. Ganz sicher nichts zum zwischendurch lesen, sondern Aufmerksamkeit erfordernd und anspruchsvoll. Auf dieses Buch muss man sich einlassen!

  • Rezension zu "Ende" von David Monteagudo

    Ende
    GJay89

    GJay89

    21. February 2012 um 16:27

    Als ich mit “Ende” von David Monteagudo anfing, war ich skeptisch in welche Richtung das Buch sich entwickelt. Nun nachdem ich das Buch beendet habe, kann ich euch sagen: Es ist eine Gesellschaftskritik mit psychologischen Spannungselementen. Die Anfangsidee ist denkbar einfach: Neun Freunde planen nach 25 Jahren eine Réunion. Was erst einmal wie einer Kurzgeschichte klingt, entwickelt sich durch Spannungselemente, wie einem Stromausfall, einem einsam gelegenen Treffpunkt sowie plötzlich verschwindenden Menschen schnell zu einem spannenden Roman mit überraschenden Wendungen. Da jeder unserer Protagonisten etwas aus seinem Leben verheimlicht und alle sich weiterentwickelt haben, kommt es zu zahlreichen Streits und Eskalationen, die so nicht vorhersehbar waren, aber doch zu erahnen, wenn man mal kurz darüber nachdenken, wie sehr ein Mensch durch andere beeinflusst wird. Die Freunde haben sich schlicht und ergreifend in unterschiedliche Richtungen entwickelt. David Monteagudo ist es mit seinem Stil gelungen mir die Beweggründe jedes Einzelnen näher zu bringen. Die Aussage “Zeig es mir!” bekommt in diesem Buch eine echte Bedeutung, denn der Autor beschreibt die Probleme nicht, er zeigt sie. Im Großen und Ganzen kommt dieses Buch ohne große Beschreibungen aus. Ich möchte sogar soweit gehen und folgende Behauptung aufstellen: ”Wenn man dieses Buch 12 Menschen zu lesen gäbe, dann würde man 12 verschiedene Beschreibungen der Örtlichkeiten bekommen, die sehr unterschiedlich sein können. Die einzige Gemeinsamkeit ist die Einsamkeit der Lokalität.” Normalerweise würde mich das kolossal stören, da ja mein Kopfkino so nicht funktioniert. In diesem Fall ist es jedoch anders. Der hat auf große beschreibende Passagen verzichtet, weil er sie nicht braucht. Diese Geschichte könnte so überall passieren und selbst die Figuren könnte man durch andere ersetzen. Worauf es bei diesem Buch ankommt, wird beim Lesen schnell klar. Das Innere der Figuren steht im Mittelpunkt der Handlung. Monteagudo spielt mit zum Teil widersprüchlichen Charakteren, die sehr vielschichtig erscheinen. Tatsächlich geht es hier um ein Problem, dass in unserer Gesellschaft nicht selten ist. Es geht um Toleranz und Akzeptanz. Wie mir das Buch gefallen hat lässt sich nicht einfach in zwei Sätzen sagen. Es ist ein Buch, das aufgrund der Vielzahl der Protagonisten und kritischer Punkte nicht gerade leicht zu lesen ist. Es ist ein Buch, das man nicht mal ebenso weg liest - über das man längere Zeit nachdenken kann und sollte. Mir persönlich gefiel Buch gut. Allerdings muss man für dieses Buch Zeit mitbringen. Fazit: Eine absolute Empfehlung für Liebhaber anspruchsvollerer Bücher, die gerne ein wenig interpretieren.

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  • Rezension zu "Ende" von David Monteagudo

    Ende
    marion_gallus

    marion_gallus

    16. January 2012 um 13:41

    Nach einem viertel Jahrhundert treffen sich neun Freunde einer ehemaligen Clique wieder. Genau 25 Jahre zuvor, an exakt dem gleichen Datum, haben sie sich das in einer Herberge in den Bergen beim nächtlichen Betrachten des Sternenhimmels versprochen und fest vorgenommen. Nieves, mittlerweile Mutter von zwei erwachsenen Kindern, hat die Organisation übernommen und schafft es auch tatsächlich, die ehemaligen Freunde alle zu überzeugen an der Wiedersehensparty teilzunehmen. Sie kommen wieder zu der alten Herberge, für abends ist eine Party vorgesehen. In der Nacht wollen sie wieder gemeinsam den fantastischen Sternenhimmel bewundern und für nächsten Tag ist eine gemeinsame Wanderung durch die Schlucht geplant. Einige der Freunde kommen allein, andere mit ihrem neuen/derzeitigen Partner. Ein Pärchen hat sich innerhalb der ehemaligen Clique gebildet. Die Anreise gestaltet sich etwas umständlich, denn sie müssen alle ihre Autos etwa einen Kilometer vor der Herberge parken und den restlichen Weg zu Fuss zurücklegen. Dann kann der gemeinsame Abend endlich beginnen Es wird gegessen, geredet, getrunken, Musik gehört (eine speziell für diesen Abend erstellte CD mit allen Lieblingssongs der einzelnen Freunde zur damaligen Zeit) und auch diskutiert. Plötzlich fällt der Strom aus, die Handys funktionieren nicht mehr und auch die Autos lassen sich nicht mehr starten. Zunächst macht sich die Gruppe nicht allzu große Gedanken, denn der Himmel ist aufgerissen und ein phänomenaler Sternenhimmel präsentiert sich. Sie sind überwältigt von diesem Anblick, kein blinkendes Flugzeug stört das Firmament, lediglich so viele Sterne sind zu sehen, dass es beinahe unheimlich auf die Freunde wirkt. Plötzlich bemerken sie, dass einer fehlt. Rafa ist verschwunden. Sie vermuten er wäre nach der heftigen Debatte (noch vor dem Stromausfall) vor Wut nach Hause gefahren. Am nächsten Morgen macht sich die Gruppe auf den Weg durch die Schlucht ins nächstgelegene Dorf um zu sehen, ob dort der Strom funktioniert. Auf dem Weg durch die Schlucht ist Cova auf einmal verschwunden. Von einer Sekunde auf die nächste hat sie sich einfach in Luft aufgelöst. Was geschieht hier? Die Angst nimmt überhand, soll das hier das Ende sein … ? ** wetierlesen... http://buchwelten.wordpress.com/2012/01/16/ende-von-david-monteagudo-45/ © Buchwelten 16.01.2012

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