David Monteagudo Wolfsland

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Inhaltsangabe zu „Wolfsland“ von David Monteagudo

Vollmond in der archaischen Landschaft der galicischen Berge: Eine Serie von Frauenmorden erschüttert das Dorf Brañaganda. Die Bauern haben dafür nur eine Erklärung – ein Werwolf treibt sein Unwesen. Der Waldhüter Enrique, verheiratet mit der Dorfschullehrerin und ein verantwortungsbewusster Familienvater, versucht als einziger, Vernunft in die von Aberglauben bestimmte Aufklärung der Morde zu bringen. Doch ausgerechnet Enrique muss die Grenzen der Rationalität erfahren. Als er sich in eine junge Frau verliebt, gerät sein Leben außer Kontrolle. Und eines Nachts steht der Werwolf vor ihm und stellt ihn vor eine unmögliche Wahl: 'Ich habe Hunger. Du musst dich entscheiden, deine Frau oder deine Geliebte.'
Ein fulminanter Roman über den Willen zur Vernunft und die zerstörerische Kraft der Leidenschaft.

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  • Ungeheuer oder Aberglaube?

    Wolfsland

    Schlehenfee

    26. February 2017 um 21:18

    In der archaischen Landschaft der galicischen Berge folgt das Leben auch im 21. Jahrhundert noch dem langsamen Rhythmus, den die Natur vorgibt. Tradition und Legenden sind fest im Bewusstsein der Menschen verankert. Als eine Serie von Frauenmorden das Dorf Brañaganda erschüttert, die allesamt bei Vollmond geschehen, haben die Bauern nur eine Erklärung: Ein Werwolf treibt sein Unwesen in der Gegend. „Wolfsland“ von David Monteagudo beschreibt das Leben in einem Dorf, wo die Zeit stehen geblieben ist, aus der Sicht des jungen Orlando. Er steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden, daher sehe ich den Roman eher als Geschichte darüber. Im Laufe der Handlung muss Orlando von so manchem Aspekt seiner Kindheit Abschied nehmen: vom unschuldigen Spielen mit dem Mädchen Candida, vom Glauben an seine Eltern und ihre Vollkommenheit. Als Erzählung über das Erwachsenwerden konnte mich „Wolfsland“ absolut überzeugen und gut unterhalten. Die Beschreibungen der Natur Galiciens und des Lebens dort waren sehr präzise, so dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Der Autor schafft es, seine Charaktere facettenreich darzustellen, obwohl man sie „nur“ durch die Augen von Orlando sieht. Er ist der Sohn der Dorfschullehrerin und des belesenen Waldhüters Enrique. Dessen Konflikt, der ihn im Laufe der Handlung immer mehr innerlich auffrisst war ebenfalls hervorragend dargestellt. Orlandos Eltern glauben als einzige an eine rationale Erklärung für den Werwolf. Ihre einsame Position unter den Dorfbewohnern hätte meiner Meinung nach aber noch etwas mehr herausgearbeitet werden können. Enttäuscht war ich vom Ende, bzw. von der Auflösung um den Werwolf. Ohne zu viel zu verraten, ich hatte etwas ganz anderes erwartet und kann mir das Wie und Warum nicht erklären. Es passt für mich einfach nicht in den Zusammenhang der Handlung und des Erzählstils. Daher nur drei Sterne.

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  • Spanischer Surrealismus oder von Wölfen und Menschen

    Wolfsland

    Nespavanje

    12. October 2015 um 19:41

    In Brañaganda, einem sehr weit abgelegenen Dorf in Galicien, prägt die raue Natur, die Jahreszeiten und der Aberglauben das Leben der Bewohner. Der spanische Bürgerkrieg ist noch nicht lange her und spukt noch in den Köpfen der Menschen. Die Frauen nehmen eine untergeordnete Rolle in der Männerdominierten Gesellschaft ein. Nur die Lehrerin und ihr Mann Don Enrique, mit ihren vier Kindern, leben ein scheinbar aufgeklärtes Leben und haben sich dem Lebenstrott nur bedingt angepasst. Als eine Reihe von Frauenmorden geschieht, gibt es für die einfachen Leute nur einen Täter: Ein Werwolf muss hier sein Unwesen treiben. In Wolfsland führt David Monteagudo dem geneigten Leser schnell an die Grenze des Erklärbaren. Er zieht einem schnell in den Bann und seine besondere Fähigkeit Reales und Surreales kunstvoll zu verweben, macht dieses Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Verstörend überschreitet er die Grenzen der Rationalität, lässt sie immer weiter hinter sich, um dann doch wieder zu ihr zurückzukehren. Wolfsland ist magischer Realismus aus Spanien par excellence und ist doch ganz anders, als mein Lieblingsschriftsteller Haruki Murakami, der meiner bescheidenen Meinung nach, den magischen Realismus perfektioniert hat. Monteagudo bedient sich einer frischeren Herangehensweise an dieses Thema und beinhaltet eine erzählerische Dichte die man dem gelernten Mechaniker, der seine Geschichten in der Freizeit schreibt, zuerst gar nicht zutrauen möchte. Zu Ende erzählt werden allerdings nicht alle Dinge. Es bleiben einige Fragen offen und genau das gefällt mir an solchen Romanen: Sie wecken den Hunger, stillen ihn dann nur ein wenig, und lassen den Leser unbefriedigt und ungesättigt zurück. Schenkt man diversen Onlinezeitungen Glauben, wimmelt es in Monteagudos Schublade noch so von brauchbaren Manuskripten und ja, ich möchte sie alle lesen.  Erst mit Mitte 40 reichte er eines seiner Manuskripte bei seinem spanischen Verlag ein. Sein Psychothriller „Ende“ wurde auf Anhieb ein Bestseller und wurde in zehn Sprachen übersetzt. Inzwischen wurde das Buch sogar verfilmt, so versteht es sich natürlich von selbst, dass es auf meiner Wunschliste ganz weit nach oben gerutscht ist.

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  • eBook Kommentar zu Wolfsland von David Monteagudo

    Wolfsland

    Bärbel

    11. April 2015 um 20:01 via eBook 'Wolfsland'

    wolfsland hat mir gut gefallen . Manche Begebenheiten
    werden zu ausführlich beschrieben und fuer die geschichte nicht wichtig.

  • Familiengeschichte aus den Bergen Galiziens

    Wolfsland

    Annette69

    26. February 2015 um 19:18

    Die Menschen in Branaganda, einem abgelegenen Tal in Galizien, sind fromm, aber noch stärker ist der Aberglaube. Und so sind die meisten überzeugt, dass – als eine Reihe von Frauenmorden den kleinen Ort erschüttert – ein Werwolf sein Unwesen treibt. Bis auf die Dorfschullehrerin und ihren Mann . Die beiden stammen nicht aus der Gegend und scheinen sich in eine Art Exil geflüchtet zu haben. Zwei aufgeklärte Menschen mit Idealen. Beide beginnen unabhängig voneinander nach einem Täter aus den eigenen Reihen zu suchen und scheitern. Ich habe viele Auflösungen erwartet, als ich in der Mitte des Buches angekommen bin: einen Psychopathen, der sein Unwesen treibt oder eine jahrhundertalte Fehde unter den Alteingesessenen. Doch diesen rationalen Täter gibt es nicht in “Wolfsland”. Dem Autor Monteagudo geht es nur scheinbar um die Aufklärung der Morde. Vielmehr rückt er den 13-jährigen Sohn von Enrique und seiner Frau in den Mittelpunkt und erzählt die Ereignisse aus seiner Perspektive. Er bewundert seine Eltern und erlebt seine Familie anfangs noch als heile Welt, vernunftbetont und herzlich, und seinen Vater als unangefochtene Autorität. Doch dann muss er mit ansehen, wie dessen Einzelgängertum und Egoismus immer mehr zum Problem wird. Der 1962 in Galicien geborene Autor Monteagudo erzählt letztlich eine Familiengeschichte, ohne den dunklen Zauber der galizischen Berge zu demontieren. Und – man nimmt es ihm ab

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