David N. Wilson Puppen. Star Trek Voyager 13.

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Inhaltsangabe zu „Puppen. Star Trek Voyager 13.“ von David N. Wilson

Science-Fiction-Abenteuer für Star Trek-Fans
Auf der Suche nach Nahrung stößt die USS Voyager auf den erdähnlichen Planeten Urrytha. Hocherfreut beschließt man, sich auf die Oberfläche zu begeben. Kurz nach der Landung fällt jedoch ein Besatzungsmitglied ins Koma. Das Team wird unter Quarantäne gestellt. Als die sonderbaren Eingeborenen kurz darauf das bewußtlose Crewmitglied entführen und Captain Janeway mit zwei Offizieren spurlos verschwindet, überstürzen sich die Ereignisse.
Mit einer einfachen, aber dennoch fesselnden Geschichte entführt David Niall Wilson den Leser auf einen fernen Planeten. Dabei kann er seine Ursprünge als Horrorautor nicht ganz verleugnen: Unterirdische Höhlen, verfallene Gebäude und wilde Vegetation beherrschen die Szene und sorgen für gruselige Stimmung. Kritisch ist hingegen die unzureichende Schilderung der Schiffsbesatzung: Wer sich im Voyager-Universum nicht auskennt wird Mühe haben, da das Buch auf der Fernsehserie aufbaut. Gelungen ist die Deutsche Übersetzung: Ganz ohne holprige Passagen wird der Bücherfreund durch die Geschichte geleitet, was bei Sciene-Fiction-Büchern aus dem Englischen keine Selbstverständlichkeit ist.
Puppen ist ein sehr spannend zu lesendes Buch für die langen Stunden zwischen den Fernsehsendungen des Raumschiffs Voyager. Im Gegensatz zu vielen andern Büchern der Reihe arbeitet es mit subtilen Spannungselementen. David Wilson versucht nicht, durch Laserschlachten Spannung zu erzwingen, sondern konzentriert sich auf die Handlung und die ausdrucksvolle Beschreibung von Landschaft und Außerirdischen. Die esoterische Religion der Eingeborenen zum Beispiel ist sehr gut durchdacht, aber nicht einfach zu begreifen. Puppen fordert vom Leser Phantasie und ein bißchen Aufmerksamkeit -- dafür bietet es spannende, tiefgründige Unterhaltung. --Fabian Schaer

Das ist gut, dass das der Tiefpunkt war, dann geht's ab jetzt ja aufwärts. Puh, war ein hartes Stück Arbeit, sich durch das endlose Spiritualitätsgeschwurbel zu wühlen...

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Langweiliger geht's nicht! "Puppen" ist für mich bisher der absolute Tiefpunkt unter den Star Trek-Romanen. Bin übrigens einigermaßen erstaunt über die Inhaltsangabe, die hier steht - "Sehr spannend zu lesen"??! Für mich war jede einzelne Seite eine absolute Qual!

— Ameise

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  • Rezension zu "Puppen. Star Trek Voyager 13." von David N. Wilson

    Puppen. Star Trek Voyager 13.

    Ameise

    24. November 2010 um 23:07

    Die Voyager befindet sich (wieder mal) auf der Suche nach Nahrungsmitteln und steuert deshalb den Planeten Urrytha an, wo es laut Neelix essbare Pflanzen geben soll. Zwar stellt man fest, dass die Sensordaten auf irgendeinem Grund beeinträchtigt werden, aber trotzdem beamt sich Captain Janeway mit einigen Mitgliedern ihrer Crew auf den Planeten. Schnell trifft man auf Einheimische, die friedlich zu sein scheinen. Als ein bajoranischer Fähnrich beim Kontakt mit einem bestimmten Blütenstaub namens Ambiana ins Koma fällt, lehnen die Urrythaner jegliche Hilfe ab - ganz im Gegenteil: Sie beneiden die Bewusstlose um ihren Zustand. Für die streng religiösen Urrythaner gibt es kein höheres Ziel, als mit Hilfe des Ambiana in Harmonie mit der "Einen Stimme" zu geraten und den "Langen Schlaf" zu erreichen (was immer das auch heißen mag...) Jedenfalls hindern die Bewohner des Planeten das Voyager-Außenteam daran, ihrem Crewmitglied zu helfen. Zuerst die positiven Aspekte: Dies ist David Niall Wilsons einziger Star Trek-Roman. Ansonsten... ähm... hmmmm.... Na gut, dann eben die schlechten: Oh Mann, ich verzeihe einem Star Trek-Roman ja so einiges. Er darf von mir aus gerne ein bisschen albern, unlogisch, uneins mit dem Kanon und sogar völlig hirnrissig sein, solange er nur einen klitzekleinen Unterhaltungswert besitzt. Aber dieses Machwerk hier ist dermaßen langweilig, dass ich beim Lesen auch ganz ohne Ambiana nur knapp dem "Langen Schlaf" entging. Eigentlich ging mir alles an diesem Roman auf den Geist, ob es nun das quälend langsame Tempo, die Abstinenz jeglicher Spannung, das seitenlange esoterische Geschwafel oder die erstaunliche Leblosigkeit sämtlicher Charaktere war. Zugegeben, mit spirituellen oder religiösen Themen tue ich mich ohnehin schwer, aber ein Roman wie "Schwert des Damokles" beweist, dass sogar ich so etwas durchaus reizvoll finden kann. Wenn es aber so unfassbar dröge wie in "Puppen" präsentiert wird, wird die Lektüre für mich allerdings zur Folter. Schlimmer noch als das ohnehin schon total uninteressante Thema ist die Darstellung der Voyager-Crew, die völlig lethargisch und naiv agiert. Okay, die Handlung findet ungefähr zum Zeitpunkt der zweiten Staffel statt, aber das ist noch lange kein Grund, sämtliche Protagonisten so haarsträubend falsch zu charakterisieren. Janeway, eigentlich eine Frau der Tat, fällt vor allem durch ihre unglaubliche Unentschlossenheit unangenehm auf. Von Beginn an ist sie am Zögern und am Zaudern, dass sich ein unbedarfter Leser fragen muss, wie sie überhaupt das Kommando über ein Raumschiff bekommen konnte. Der Rest der Crew kommt nicht viel besser weg: Ein hilfloser Chakotay, eine dauerbekiffte Kes, ein heulender (!) Tuvok und ein nerviger Neelix (also noch mehr als üblich) - nein, das ist nicht die Voyager-Crew, die ich kenne! Die Dialoge sind dermaßen schlecht, dass sie schon fast wieder gut sind. Beispiele gefällig? Janeway: "Kim..." Kim: "Ja, Captain?" Janeway: "Wir holen sie zurück. Seien Sie unbesorgt. Und hören Sie auf, sich schuldig zu fühlen." Kim: "Ich versuch's, Captain." *** Janeway: "Setzen Sie die Arbeit fort, Doktor. Ich möchte diesen Planeten verlassen, sobald wir Kayla gefunden haben. Ist das klar?" Doktor: "Ja." *** Neelix: "Kes darf dort unten auf keinen Fall allein sein." Chakotay: "Kes ist nicht allein, Neelix. Sie ist zusammen mit Paris im Shuttle". (ein paar Seiten später...) Neelix: "Ich kann nicht zulassen, dass sie (Kes) allein mit den Urrythanern fertig werden muß." Chakotay: "Sie ist nicht allein, Neelix. Paris leistet ihr Gesellschaft." *** Schlimm, oder? Irgendwann im letzten Drittel des Buches erwacht der Planet übrigens zum Leben, was fatale tektonische Auswirkungen zur Folge hat. Wer jetzt hofft, die Geschichte nähme auf der Zielgeraden endlich mal Fahrt auf, den muss ich leider enttäuschen. Was dann nämlich folgt, ist ein endloses verschwurbeltes Geschwafel über die "Eine Stimme" und die Reaktionen darauf. Allzuviel habe ich davon nicht mitbekommen, weil ich dann längst in eine Art Dämmerzustand verfallen war. Ab und zu drängte sich mir aber doch die Frage auf, auf welchem Trip sich der Autor beim Verfassen dieser Zeilen eigentlich befand. Fazit: Ein so schlechtes Buch wie "Puppen" ist mir schon lange nicht mehr untergekommen. Eigentlich hatte ich schon nach dem ersten Kapitel die Nase voll. Die belangslosen Konflikte mit den völlig uninteressanten Aliens waren mir absolut schnurz, das esoterisch-verbrämte Weltbild der Urrythaner sowieso. Das einzige, was mich an diesem Roman interessierte, war Anzahl der Seiten, die noch vor mir lagen. Von daher: Wenn Ihr Euch fest vorgenommen habt, alle Star Trek-Romane von Heyne und Cross Cult zu lesen, so wie ich, müsst Ihr da wohl leider durch. Alle anderen sollten einen großen Bogen um diesen Roman machen. So, und nun zurück ins Regal mit diesem Buch, auf dass es für ewig darin verstaube...

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