David Nathan

 3,6 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor*in von Im hohen Gras, Herz aus Stern und weiteren Büchern.

Lebenslauf

David Nathan, 1971 in Berlin geboren, begann bereits mit zehn Jahren erste Synchronrollen zu sprechen und agierte darüber hinaus in diversen Film- und Theaterrollen. Er ist Dialogbuchautor und -regisseur, und als deutsche Stimme von Hollywood-Größen wie Christian Bale, Johnny Depp oder Paul Walker in zahlreichen Kinofilmen zu hören. Mit seiner prägnanten, dunklen Stimme ist er einer der gefragtesten Hörbuchsprecher Deutschlands.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von David Nathan

Cover des Buches Im hohen Gras (ISBN: 9783837123883)

Im hohen Gras

(5)
Erschienen am 12.08.2013
Cover des Buches Herz aus Stern (ISBN: 9783838796574)

Herz aus Stern

(4)
Erschienen am 15.12.2020
Cover des Buches Offenbarung 23 - Folge 39 (ISBN: 9783838766430)

Offenbarung 23 - Folge 39

(2)
Erschienen am 20.03.2010
Cover des Buches Offenbarung 23 - Folge 1 (ISBN: 9783838761947)

Offenbarung 23 - Folge 1

(1)
Erschienen am 12.09.2005
Cover des Buches Offenbarung 23 - Folge 10 (ISBN: 9783838762036)

Offenbarung 23 - Folge 10

(1)
Erschienen am 09.10.2006
Cover des Buches Offenbarung 23 - Folge 11 (ISBN: 9783838762043)

Offenbarung 23 - Folge 11

(1)
Erschienen am 06.11.2006
Cover des Buches Offenbarung 23 - Folge 12 (ISBN: 9783838762050)

Offenbarung 23 - Folge 12

(1)
Erschienen am 06.11.2006
Cover des Buches Offenbarung 23 - Folge 13 (ISBN: 9783838762067)

Offenbarung 23 - Folge 13

(1)
Erschienen am 10.04.2007

Neue Rezensionen zu David Nathan

Cover des Buches Herz aus Stern (ISBN: 9783838796574)
✗

Rezension zu "Herz aus Stern" von David Nathan

Ein LovelyBooks-Nutzer
Herz- und ideenlos

Mit „Herz aus Stern“ versucht sich der deutsche Anime-Youtuber Nino Kerl, bekannt als Ninotaku erstmals als Autor eines Fantasybuches. Um die Hörbuchvariante dieses Erstlings, gesprochen von Synchronsprechergröße David Nathan, soll es in diesem Text gehen.


Hauptfigur des Buches ist die siebenjährige Su. Sie fühlt sich von ihrer Mutter vernachlässigt und weint eines nachts in ihrem Zimmer, als ihre Tränen von der Weltraumpiratenkatze Neko Neko für Diamanten gehalten werden und diese das Kind nach einigen Verhandlungen mit auf ihr Piratenschiff nimmt. Dort ist die Katze der Ausguck und wir lernen die anderen Hauptfiguren Kennen: Hachi der Hund ist Steuermann, Q-MA der Roboterbär ist Smutje und Aison der Löwenmensch ist Kapitän. Nachdem Su prompt in die Crew aufgenommen wurde, macht man sich daran, das Geheimnis der überall in der Milchstraße verschwindenden Sterne zu lösen.


So viel zumindest zur Theorie. In der Praxis erscheint die Aufgabe nicht allzu geheimnisvoll oder auch nur interessant, was an mehreren Problemen liegt. Das erste davon:


Der Spannungsbogen ist nichtexistent. Die Charaktere stolpern von einem Ort zum anderen und erhalten durch Deus ex Machina überall den Hinweis, wo sie als nächstes hinmüssen. Eventuell auftretende Schwierigkeiten werden in kürzester Zeit ohne Anstrengung gelöst. Gerade (Mary) Su wird in diesem Zusammenhang als für eine Siebenjährige überkompetent dargestellt. Sie hat für jedes Problem nahezu sofort eine Lösung parat und kann und weiß Dinge, die ihrem Alter absolut nicht entsprechen, zum Beispiel die genaue Tonfrequenz um Glas zu brechen nebst Anleitung, wie das zu erreichen ist. Ihren Kameraden wird jeweils eine bis zwei Situationen gegönnt, in denen sie glänzen können, ansonsten sind sie reine Stichwortgeber für das überbegabte Mädchen. Das hat auch mit dem zweiten Problem zu tun:


Alle Charaktere außer Su und Aison sind eindimensionale, uninteressante Schablonen. Selbst ihre Crewmitglieder werden auf jeweils genau eine Eigenschaft reduziert: Die Katze ist griesgrämig und der Hund ein stets gut gelauntes Plappermaul. Der Bär kocht und ist treu. Dies sind die einzigen Charaktereigenschaften, die Kerl ihnen zugesteht und die sie in jeder Szene ausleben, was auch zu sich auf ähnliche Art ständig wiederholenden Dialogen führt. Bei den Nebenfiguren setzt sich das Problem fort, dazu kommt, dass die Sätze von manchen von ihnen immer auf einem bestimmten Laut enden. So hängt ein Zug an jeden Satz ein „Tschu Tschu“ an, der Bösewicht ein „Klipp Klipp“. Ein Engel ruft nach jedem Satz „Heilig Heilig“. Das bringt mich zum dritten Problem des Buches:


Kerl verwendet eine Sprache, die er sicher als künstlerisch ansieht, die es aber mit fortschreitender Dauer schwer macht, das Buch zu hören oder zu lesen. Besonders deutlich kann man das an der immer weiter ausufernden Verwendung von Alliterationen erkennen. Werden sie anfangs noch häufig, aber vertretbar oft eingestreut, wird später jeder Ausdruck, bei dem das irgendwie möglich ist, in eine Alliteration gezwängt. Beispiele wären „Morast der Milchstraßen-Mysterien“ oder „Sie stellte stolz strahlend das kryptische Kunstwerk zur Schau“. Der Zuhörer bekommt den Eindruck, dass der Autor, nachdem er dieses Stilmittel verstanden hatte, wahnsinnig stolz auf sich war und es nun möglichst oft verwenden musste. Weitere Beispiele sind die laut Buch milchstraßentypischen Redewendungen („Hera hab Dank und Dank sei Dein“, „Vergib und vergiss, ich bitte dich“), die aber auch so unnatürlich oft verwendet werden, dass die gesamte Sprechweise der Figuren künstlich wirkt. Ihre Sprache ist ein Mischmasch von Deutsch, sehr praktisch für Su, und der Sprache des „Alten Volkes“. Das Alte Volk waren anscheinend raumfahrende Japaner, schließlich sind fast alle Lehnwörter aus dem Japanischen entnommen. Damit komme ich zum vierten Problem:


Auch viele der Charaktere und Konzepte sind anderen Werken entnommen. Animefans werden fast die Hälfte der Nebenfiguren aus anderen Werken wiedererkennen, ein weiteres Drittel wurde verschieden Erdmythologien entlehnt. Auch die Bewohner der Milchstraße sind alle Menschen, Tiere oder Hybride daraus. So wirkt das gesamte Buch wie eine Fanfiction aller möglichen Werke, die dem Autor in den letzten Jahren gefallen haben, in der eigene Ideen jedoch rar bleiben.


David Nathan liest das Buch souverän und mit vielen unterschiedlichen Stimmen. Seine gute Leseleistung kann dieses Buch jedoch auch nicht davor retten, mit zunehmender Dauer immer schwerer anzuhören zu sein.


„Herz aus Stern“ möchte ein unterhaltsamer Fantasyroman sein und scheitert daran umfassend. Es ist langweilig zu hören, die Charaktere sind uninteressant, die Welt zusammengeklaut und die Sprache anstrengend. Ich kann nur jedem davon abraten, Zeit in dieses Buch zu investieren.

Cover des Buches Herz aus Stern (ISBN: 9783838796574)
Coribookprincesss avatar

Rezension zu "Herz aus Stern" von David Nathan

Coribookprincess
Milchstraßenmythologie

Ein außergewöhnliches und fantasievolles Abenteuer.

Ich habe das Hörbuch zu dem Buch gehört und ich war regelrecht gefesselt.

Der Sprecher, David Nathan, weckt die einzelnen Charaktere zum Leben und ich wollte gar nicht aufhören zuzuhören.

Sehr angenehm und lebhaft erzählt er die Geschichte der Crew. 

Ich konnte mir durch seine Erzählungen alles bildlich vorstellen.


Alle Charaktere sind schildernd, faszinierend und einfach so liebevoll.

Durch die bildhafte Sprache des Autors verlor man sich einfach in dem Abenteuer.

Ich hatte teilweise eher das Gefühl ich lese einen Manga, so lebhaft und bildlich war alles.


Neben der Hauptgeschichte gibt es zudem auch einige Einblicke in die Vergangenheit der Charaktere. 

Mir sind die vielseitigen Charaktere richtig ans Herz gewachsen.


Eine Geschichte voller Kreativität und Abenteuer.

Perfekt zum Zuhören und Davonfliegen.


Ein lebhaftes, wildes und faszinierendes Abenteuer, mit bunten Charakteren in einer fantasievollen Welt.


Cover des Buches Herz aus Stern (ISBN: 9783838796574)
sannysnerdlifes avatar

Rezension zu "Herz aus Stern" von David Nathan

sannysnerdlife
"Hera hab Dank, und Dank sei euer!"

Inhalt

Ein unglaubliches Abenteuer, in dem eine Weltraum-Piratenbande und ein kleines gewieftes Menschenmädchen die Milchstraßengalaxie und ihre Bewohner vor einem schrecklichen Schicksal bewahren müssen. Die Sterne der Milchstraße sterben und diese droht in nachtschwarzer Finsternis zu ertrinken. Werden Sie es schaffen, das Geheimnis um das Herz der Sterne zu lüften?

 

Meinung

Allein schon das Cover hat es mir von Anfang an angetan. Ich war so fasziniert von den abgebildeten Charakteren, dass ich einfach mehr über das Buch erfahren musste. 

Das Hörbuch als solches hat mir sehr gut gefallen. David Nathan als Sprecher war hier definitiv die richtige Wahl. Er hat eine sehr angenehme Stimme und ein angenehmes Sprechtempo. Mit dem Wechsel der Sprechweise und der Verwendung anderer Stilmittel, schafft er es gekonnt die Charaktere voneinander abzugrenzen, sodass der Hörer immer genau weiß, wer gerade einen Dialog führt.

Der Schreibstil von Nino Kerl war sehr angenehm. Er verwendet eine recht bildhafte Sprache. Ich hatte zeitweise das Gefühl, dass der Sprecher die Dialoge direkt aus einem Manga liest und die Zeichnungen auf den Seiten zusätzlich beschreibt. Nino Kerl schreibt sehr fantasievoll und auch mit der richtigen Portion Humor. Dies spiegelte sich auch in den Charakteren der Geschichte wider. Jeder von ihnen ist für sich einzigartig und im Laufe der Geschehnisse lernt der Hörer auch die Vergangenheit der meisten kennen. Neben einer Story, die nie langweilig wird, sind einige Passagen enthalten, welche einen Auszug aus der "Milchstraßerverkehrsordnung" oder der "Milchstraßenmythologie" bieten. Dies ist nicht nur informativ und teilweise auch vorbereitend auf folgende Kapitel, es ist zusätzlich auch mit einer guten Menge Witz ausgestattet.

Mein einziger Kritikpunkt wäre, dass ich das Alter der Protagonistin Sue etwas angehoben hätte. Sie wird hier als siebenjähriges Mädchen dargestellt. Im Laufe der Geschichte wird mehrfach klar, welche übermäßige Intelligenz Sue hat. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass diese nicht ganz dem Alter angemessen ist und ihre Handlungen an manchen Stellen etwas unrealistisch wirken. Auch ihre Ausdrucksweise war nicht unbedingt einer siebenjährigen entsprechend.


Fazit

Definitiv handelt es sich hier um ein bildgewaltiges spannendes Abenteuer, das durchaus noch nicht zur Gänze erzählt ist. Eine packende Story und sehr sympathische Charaktere laden hier sowohl jüngere als auch ältere Leser/Hörer ein, in die Geschichte um die Michstraßengalaxie einzutauchen. 


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