David Peace 1974

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Inhaltsangabe zu „1974“ von David Peace

Mit »1974«, dem Auftakt seiner Yorkshire-Ripper-Saga, legt David Peace eines der spektakulärsten Debüts der letzten Jahre vor. Bei den Ermittlungen in einer grausamen Mordserie geht der junge Gerichtsreporter Eddie Dunford elf Tage durch die Hölle. »1974« ist eine Orgie des Blutes und der Gewalt, gleichwohl ein »gewaltiges Stück Literatur« (»Die Welt«), das von der internationalen Presse als Ereignis gefeiert und vielfach preisgekrönt wurde.<br />

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    1974
    Gwennilein

    Gwennilein

    03. August 2016 um 12:25

    Was für ein völlig krankes, durchgeknalltes und vor allem bedrückendes Buch. Selten hat mich eine Geschichte dermaßen in ein dreckiges, stinkendes Loch geworfen, dass ich beim Lesen den Drang verspürte ständig den Kopf zu schütteln oder mich aus der Kloake zu befreien. Ein krasser unsympathischer Protagonist, dem keine Gnade gewährt wird. Die Geschichte um die Mordfälle, die er untersucht geraten beinahe in den Hintergrund. Es hat mich beklemmend zurückgelassen. Ich kann nicht sagen, ob ich es gut oder schlecht fände, einfach anders.

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  • Ein Buch wie ein Faustschlag

    1974
    Stefan83

    Stefan83

    Hardboiled. Eine Genrebezeichnung mit der mittlerweile alles andere als sparsam umgegangen wird und die in Zeiten von Blutlinien, Kindersammlern und Belladonnen schon lange kein Maßstab für Qualität mehr ist. Wenn der Begriff allerdings je gepasst hat, dann sicherlich auf "1974", erster Teil des vier Bände umfassenden "Red Riding Quartetts" und Debüt des jungen englischen Autors David Peace. Von der Presse als spektakulärster Neuling der letzten Jahre gefeiert und mit Preisen überhäuft, ist dies ein Krimi Noir, wie man ihn düsterer und beklemmender wohl kaum inszenieren könnte. Vergleiche mit einem James Ellroy drängen sich auf, obwohl man bei einer Gegenüberstellung beiden nicht gerecht werden würde. "1974" trumpft mit einer Sprachgewalt auf, die den Leser ab der ersten Seite einer Faust gleich ins Gesicht fliegt. Knappster Satzbau, Einwortsätze, Schlagzeilenstil, schlichteste, kahlste Gossenpoesie reinsten Wassers. Zwischendurch immer wieder eingestreute Songtitel, wiederholte Verse, Dadaismus in Krimi-Form. Hier ist an der Sprache nichts schön, nichts fließend, alles dreckig, kantig, eckig und unverdaulich. Wer schon zu Beginn im Namengewitter untergeht, welches einem vom Autor um die Ohren gehauen wird, könnte Schwierigkeiten haben, den Einstieg in die Story zu finden. Und diese ist schnell erzählt: Dezember 1974. Der junge Gerichtsreporter Eddie Dunholt wittert die Story seines Lebens, als in Yorkshire die zehnjährige Clare Kemplay zunächst vermisst und einige Zeit ermordet und grausam zugerichtet aufgefunden wird. Dunford glaubt an einen Zusammenhang zwischen dem aktuellen Verbrechen und ähnlich gelagerten Vermisstenfällen in den Vorjahren. Seine elf Tage währende Recherche wird für ihn (und gleichzeitig auch für den Leser) zu einer albtraumartigen Reise in die Hölle. Peace kreiert eine Atmosphäre, die so dicht und dick ist, dass man sie mit dem Messer schneiden könnte und treibt die Geschichte in einem achterbahngleichen Erzähltempo voran. Man liest die Seiten nicht, man frisst sie und man kann nicht umhin sich bei all der Korruption, dem Dreck, der Verdorbenheit, dem Hass, der Scheiße und dem Tod selbst ein wenig schmutzig zu fühlen. Die Suche nach den "Guten" hat man nach gut 30 Seiten aufgegeben. Hier gibt es keine. Moralische Grenzen sind fließend, selbst Edward Dunford ist kein strahlender Held. Was soll's. Dafür hat man eh keine Zeit. Peace verlangt Konzentration vom Leser, der sonst zwischen all den unterschiedlichen Handlungsebenen den Faden zu verlieren droht. Die grausame Wahrheit, die Dunford schließlich zutage fördert, wird dann in einem Finale präsentiert, das dem Buch entsprechend verstörend und bluttriefend gerät. Ein Ende, so unverdaulich und sperrig wie das Werk selbst. Insgesamt ist "1974" ein Krimi-Noir, an dem sich die Geister scheiden werden. Gut oder schlecht. Dazwischen wird's hier nichts geben. Sympathie bringe ich für beide Standpunkte auf, wobei ich jedoch zu ersterem tendiere, denn Peace' Debüt ist wohl das einprägsamste Stück Literatur, das ich seit Jahren gelesen habe. Ein Buch, das im Gedächtnis bleibt, wenngleich die Hoffnung bleibt, dass es nicht stellvertretend für die "Zukunft des Kriminalromans" steht, wie es Ian Rankin auf dem Buchdeckel prophezeit. Soviel Düsternis wäre auf Dauer schwer zu ertragen.

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    • 2
  • Rezension zu 1974

    1974
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    Ein kleines Mädchen wird vermisst, kurz darauf wird zu tot aufgefunden. Der Reporter Edward Dunford nimmt sich der Sache an, und entdeckt das der Fall mit anderen verschwundenen Mädchen zusammenhängt. Bei seinen Nachforschungen gerät er in eine Hölle aus der es anscheinend kein entrinnen gibt.  Die Story an sich sehr spannend und ziemlich blutig. Aber dem Schreibstil kann ich überhaupt nichts abgewinnen. Zu abgehackt, nicht flüssig genug, zu viele Sprünge,  einfach nicht meins. ich hab mich dadurch sehr schwer getan das Buch zu ende zu lesen.

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    • 3
    Leseratz_8

    Leseratz_8

    22. July 2014 um 19:52
  • Rezension zu "1974" von David Peace

    1974
    JessSoul

    JessSoul

    11. October 2012 um 19:05

    Schon lange her, aber ich meine mich an Verwirrung zu erinnern...aber auch Spannung!...wenn ich eure Rezensionen so lese, scheine ich ja arg viel von dem Buch im Nachhinein verdrängt zu haben. Ich kann mich nämlich an nichts brutales mehr erinnern, aber ich bin mir sicher, es gelesen zu haben. Ich bin ein Meister der Verdrängung, juchu :) Krass, schockiert mich jetzt etwas...über mich selbst ;)

  • Rezension zu "1974" von David Peace

    1974
    ingo0403

    ingo0403

    24. July 2011 um 12:04

    Harter Tobak - interessanter Schreibstil!

  • Rezension zu "1974" von David Peace

    1974
    Alexandra-Supertramp

    Alexandra-Supertramp

    05. January 2010 um 16:11

    "Red Riding Quartett" nennt David Peace seine Tetralogie, die sich um das England der 70er und frühen 80er Jahre dreht. "1974" ist deren erster Teil, der international viel Beachtung fand und von der Presse als eines der spektakulärsten Debüts der letzten Jahre gefeiert wird. Ein Krimi Noir, wie er düsterer und beklemmender kaum sein könnte. Vergleiche lassen sich höchstens zu James Ellroy ziehen. Beide Autoren ähneln sich in gewissen Zügen. Beide stricken Geschichten, die ein undurchsichtiges Geflecht von Macht und Korruption, von Gewalt und Brutalität enthalten und beide ziehen ihren düsteren, schwer durchdringbaren Plot mit einer ähnlichen Sprachgewalt und Faszination auf. Knappster Satzbau, Einwortsätze, eingestreute Songtitel und Schlagzeilen, die nebenbei im Radio laufen und den Geist der Zeit heraufbeschwören, Zitate, die stets wiederholt werden - Peaces sprachlichen Mittel erscheinen schlicht, wirken aber umso eindringlicher. Peace webt eine dichte Atmosphäre und baut einen kontinuierlich aufstrebenden Spannungsbogen auf, der den Leser nägelkauend weiterlesen lässt. Peace verlangt dem Leser ein hohes Maß an Konzentration ab. Gerade in den ersten Kapiteln haut Peace dem Leser die Namen um die Ohren, dass einem Hören und Sehen vergeht. Peace treibt die Geschichte in einem geradezu halsbrecherischen Erzähltempo ihrem dunklen Höhepunkt entgegen und nimmt den Leser mit auf eine düstere Achterbahnfahrt. Alles in einen Zusammenhang einzuordnen, fällt dabei nicht immer ganz leicht. Peaces Romangebilde ist halt sehr komplex. Ganz im Zeichen dieser Komplexität steht auch Peaces Umgang mit Klischees. Es gibt keine per Definition rein Guten, so wie es keine irgendwelchen Klischees entsprechenden Bösen gibt. Auch Edward Dunford, der auf der Suche nach der Wahrheit hinter der Story ist, ist längst kein strahlender Held. Das Szenario, das Dunford durch seine Ermittlungen am Ende des Romans entblättert, ist gleichermaßen schockierend und düster. Dunford verknüpft die unterschiedlichen Handlungsebenen, zieht die richtigen Schlüsse und steht am Ende vor der grausamen Wahrheit, ohne selbst genau zu wissen, wie er damit umgehen soll. Entsprechend düster, verstörend und bluttriefend fällt das Finale aus und entsprechend düster ist auch der Abschied von Dunford. FAZIT: Sprachlich, wie inhaltlich ein harter, schwer verdaulicher Brocken, aber dafür einer, der garantiert im Gedächtnis haften bleibt und obendrein Lust auf die weiteren Teile des "Red Riding Quartetts" macht.

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  • Rezension zu "1974" von David Peace

    1974
    emeraldeye

    emeraldeye

    13. August 2009 um 11:41

    Meine Freundin hat ihre Bücherregale aussortiert und zufällig war auch "1974" von David Peace darunter. Da ich mich noch gut an die einhelligen Lobeshymnen der Kritik erinnern konnte, habe ich das Buch gelesen, obwohl ich kein Krimifan bin. Die Story ist wirklich hammerhart. Absolut nichts für zartere Gemüter. Und darum mag ich Krimis nicht. Sie müssen immer noch blutiger, brutaler und schockierender sein, um ihr Publikum zu finden. Als wenn es in der realen Welt nicht schon genug Grausamkeiten gibt, konfrontiert uns David Peace mit kleinen Mädchen, die auf unglaubliche Weise gequält und dann tot mit an den Schultern angenähten Schwanenflügeln irgendwo abgelegt werden. Da fehlen mir wirklich die Worte! David Peace fehlen sie allerdings nicht. Seine ungewöhnliche Sprache und die Spannung erzeugenden Schnitte in der Erzählführung, sowie sein gebrochener Held haben mich das Buch, trotz meines Abscheus, zu Ende lesen lassen.

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  • Rezension zu "1974" von David Peace

    1974
    Magicelmo76

    Magicelmo76

    19. June 2009 um 21:25

    sehr spannend, der Schreibstil zunächst gewöhnungsbedürftig, wenn man sich zuerst wundert, wieso dies ein HEYNE-Hardcore-Buch ist, weiss man im letzten Drittel wieso, sehr gute Story, spannend, erschreckend und hart geschrieben

  • Rezension zu "1974" von David Peace

    1974
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    04. September 2008 um 10:00

    "Bestialische Oper des Wahnsinns" (in vier Akten) Selten trifft ein Klappentext so zu, wie der oben von mir zitierte. Diese vier Bücher -1974, 1977, 1980 und 1983- sind einer "bestialischen Oper in vier Akten" wirklich ähnlich. Ich habe 1974 nur deshalb gelesen, weil es mir von einem wirklich guten Freund (der wie ich dem Krimigenre nicht sehr zugetan ist) eindringlich empfohlen wurde. Die vier Bücher sind eigentlich ein Buch. Unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen, da man, wenn man nicht alle vier gelesen hat, keinen wirklichen Überblick über die Story hat. In 1980 z.B. versteht man einiges nur, wenn man 1970 gelesen hat (dort war es dafür nicht klar). Ereignisse ziehen sich durch die vier Bücher wie Leitmotive, jedes der vier Bücher wird aus verschiedenen Erzählperspektiven erzählt. Ich habe mir schon während der Lektüre von 1974 die anderen drei Bücher gekauft und in einem Trancezustand das komplette "Red Riding Quartett" binnen sieben Tagen gelesen. Ein (in jeder Hinsicht) wahnsinniger Zyklus. Ich habe selten solch archaische Wucht erlebt, wie sie David Peace hier dem Leser entgegenschleudert. Die vier Bücher sind einer Lawine ähnlich, man weiß spätestens in 1977, daß man nicht zur Ruhe kommen wird, bis man am Ende von 1983 schweißgebadet und fertig aus diesem Sog fällt. Ein hartes, ein schwarzes Buch, ein teilweise nicht einfach zu lesendes Buch, viel besser und nicht zu vergleichen mit James Ellroy (der gerne als Vorbild für David Peace zitiert wird), im Schubladendenken "hard core", kongenial von Peter Torberg übersetzt aber eigentlich große Literatur. Ein fesselnder Albtraum! Grandios!

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  • Rezension zu "1974" von David Peace

    1974
    Alliya

    Alliya

    17. December 2007 um 12:02

    Knallharter Thriller in dem es ordentlich zur Sache geht. Wußte oft nicht ob ich den Hauptdarsteller nur mag oder nicht. Und bin jetzt auch noch unentschieden :D

  • Rezension zu "1974" von David Peace

    1974
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. August 2007 um 11:58

    Edward Dunford: Protagonist, Journalist Yorkshire Post Jack Whitehead: Kollege, Konkurrent Box: Typ, der Einkaufszentrum bauen will sein Architekt: der Mörder der 3 kleinen Mädchen Clare, Jeanette und Susan Paula: Mutter eines der Mädchen Paul: Ihr Cousin, Polizist (?) Ihr Bruder: Star-Footballer Mandy Wymer: Medium, die bei Aufklärung der Kindermorde helfen will Don Foster: Bauunternehmer des Einkaufszentrums Edward Dunford versucht Morde aufzuklären. Clare wird tot gefunden mit Schwanenflügeln in eienr Grube, die zu einem Bau von Don Foster gehört. Edward hat hinterher Affäre mit Paula. Sie, das Medium und Don Foster werden von Derek Box umgebracht, der vertuschen will das sein Architekt die Kinder umgebracht hat. Er will das Projekt Einkaufszentrum retten, geht also über Leichen. am 26.7. zuende gelesen

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