David Pfeifer Der Strand der Dinge

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Inhaltsangabe zu „Der Strand der Dinge“ von David Pfeifer

Der Aufstieg war rasant - doch der Absturz ging noch schneller und hat einen Karrieristen mit Fragen zurückgelassen wie: Was bin ich noch wert, wenn ich kein Geld mehr verdiene? Wie sage ich es meinen Feinden? Und warum lerne ich beim Verlieren mehr als beim Gewinnen? Heute verschanzen sie sich in den Cafés von Berlin-Mitte hinter ihren Laptops und nennen sich "digitale Boheme", aber kaum jemand erinnert sich daran, dass diese Menschen einmal Arbeit hatten. Als 2001 die Internet-Blase platzt, steigt der Ich-Erzähler vom Chef einer wundersam erfolgreichen Multimediafirma zum arbeitslosen WG-Bewohner ab – und muss sich seinen Kaffee wieder selbst kochen. Er wird hineingezogen in die Rituale eines Szene-Alltags, der ausschließlich um ein Ziel kreist: Ablenkung. Je länger er sich gegen seine Statuskrise als Nichtstuer stemmt, desto schlimmer wird sie. Zuvor hat er gearbeitet, "um der Zeit einen Sinn zu geben". Nun hat er plötzlich viel zu viel davon, und es fällt ihm nichts Besseres ein, als sie mit exzessivem Ausgehen und wahllosen Affären zu vergeuden. David Pfeifer erzählt von der Zeit, als dem Neuen Markt die Unschuld und den Menschen die Jobs verloren gingen. Die Allmachtsphantasien der Senkrechtstarter und die Verteidigungssprüche der Verlierer werden in seinem Roman zu einem Porträt der Krise als Chance. .

Gu geschrieben auch wenn es weite Teile des Buches nur um das in den Tag hinein leben geht..

— Thala
Thala

Für den, der keine Lust zum lesen hat, ein oberflächliches Buch. Der jenige, der mehr sehen will, kann es mit Tiefgang lesen ;-)

— andrea_strickliesel
andrea_strickliesel

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  • Leserunde zu "Der Strand der Dinge" von David Pfeifer

    Der Strand der Dinge
    if_eBooks

    if_eBooks

    Lust auf einen Neuanfang? Wir (meine Kollegin Doro und ich von if eBooks) möchten Euch heute das neu erschienene eBook "Der Strand der Dinge" des Autors David Pfeifer vorstellen.  Zum Inhalt des eBooks: Philipp Denhart ist gestrandet. Sein Zustand ist das Ergebnis eines Raketen gleichen Aufstiegs, dem ein noch schnellerer Abstieg folgte. Zurück bleibt ein Haufen Fragen, die dem ehemaligen Karrieristen fortan beschäftigen: Was bin ich Wert, wenn ich nichts verdiene? Wie sage ich es meinen Feinden? Und warum lerne ich beim Verlieren mehr als beim Gewinnen? Heute verschanzen sie sich in den Cafés von Berlin-Mitte hinter ihren Laptops und nennen sich digitale Boheme, aber kaum jemand erinnert sich daran, dass diese Menschen einmal Arbeit hatten. David Pfeifer erzählt von der Zeit, als dem Neuen Markt die Unschuld und den Menschen die Jobs verloren gingen. Und davon, wie die Mitte zur Mitte wurde, in Berlin und anderswo. Die Allmachtsphantasien der Senkrechtstarter und die Verteidigungssprüche der Verlierer werden in seinem Roman zu einem Porträt der Krise als Chance. Zum Autor: David Pfeifer schreibt gerne, viel und eigentlich immer. Er wacht morgens auf, setzt sich an seinen Computer, egal wo der gerade steht – und schreibt so lange es geht, wenn der Geist noch unabgelenkt ist. Er steht erst wieder auf, wenn ihm nichts mehr einfällt und irgendetwas auf dem Bildschirm steht, was ihm gefällt. Es kommt vor, dass Pfeifer sich dann erst nachmittags um 15 Uhr in Schlafanzughosen und wirren Haaren im Alltag einfindet, wo er den Rest des Tages eher gute als schlechte Laune hat. Warum denn eine Leserunde nur mit eBooks? Wir bei if eBooks finden alle Buchformate toll - aber wir lieben digitale Bücher. Und wir helfen Autoren und Autorinnen dabei, ihre Werke und Geschichten auch in digitaler Form zu veröffentlichen. So ist es nun auch mit David Pfeifers "Der Strand der Dinge geschehen". Deswegen sind wir auch so gespannt auf Eure Meinungen und Rezensionen und suchen 15 Teilnehmer für eine gemeinsame Leserunde. Der Autor wird uns dabei hier ebenfalls begleiten. Wir vergeben 15 Exemplare von "Der Strand der Dinge" im ePub/Kindle Format (je nach Wunsch). Hier könnt ihr vorab eine Leseprobe herunterladen:  im ePub-Format , im Kindle-Format

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    • 125
  • Was für ein langweiliges Buch!

    Der Strand der Dinge
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. February 2014 um 21:55

    Ein arbeitsloser Ex-Chef bemitleidet sich selbst und läßt sich von seinem neuen Mitbewohner durch die Berliner Partywelt der 20er Jahre ziehen. Er treibt vor sich hin, ohne Zielund hne Plan. Irgendwann fängt er mit Yoga an. Zwischendurch spielen noch sein einziger übriggebliebener Freund und sein Bruder mit Anhang eine Rolle. Sonst passiert leider gaaaaaaaaaaaaaaaaar nichts in diesem Roman. Der Schreibstil an sich is ok, nicht berauschend, aber die Geschichte ist eine der schlechtesten die ich je gelesen habe. Was ich nicht verstehe war, warum das Buch erst 2010 veröffentlicht wurde, wenn die Währung noch DM war. Viell. hat er so viele Jahre nach einem Verlag gesucht, was ich verstehen würde.

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  • In den Tag hineinleben...

    Der Strand der Dinge
    Thala

    Thala

    09. February 2014 um 15:08

    Philipp Denhart hat mit Ende Zwanzig schon das erreicht, wovon andere in seinem Alter nur träumen. Als einer der ersten schwimmt er auf der Well der neuen Medien erfolgreich mit, bis ihm eines Tages das Brett unter den Füßen weggezogen wird und er schmerzlich strandet. Seine Firma ist pleite, fehlten Ihnen doch in letzter Zeit die Ideen und andere, welche bereits mit den Füßen scharrten, sicherten sich die Pole Position. Philipp gibt seine Designerwohnung auf und zieht als Mitbewohner zu Nils, einem Luxusarbeitslosen, den er beim Feiern kennengelernt hat. Der Protagonist reflektiert über sein bisheriges Leben, denkt mit Wehmut an die Zeiten zurück, in der er die Tapete in seiner Wohnung abreißen ließ und die Wand von professionellen Handwerkern verputzen ließ. Gedanken, die ihm beim Anblick der verhassten Raufasertapete kommen. Philipp fühlte sich zu seinen Zeiten als Chef wie ein Sonnengott-mächtig und unantastbar.Ein Blender, der es zu Erfolg geschafft hatte. Doch in einer schnellebigen Zeit muss man sich weiterentwickeln und sich nicht nur auf dem Erfolg ausruhen.. Plötzlich arbeitslos merkt Philipp, dass er sich als einfacher Grafiker ohne Studium kaum auf Führungspositionen bewerben kann. Aber das macht nichts, denn er geniesst das Berliner Partyleben und wird zu einem gern gesehenen Szenegast. Zwischendurch trifft er auf seine Ex Verena und beginnt Yoga, wobei er die Yogalehrerin Alexandra mehr als attraktiv findet. Meine Meinung: Pfeifer vermag es, richtig gut zu erzählen, so dass bei dem Leser kaum Langeweile aufkommt. Jedoch ist in dem Buch nicht wirklich viel passiert. Der Protagonist schleppt sich von Party zu Party und bewegt sich immer wieder in den gleichen Kreisen. Er ertrinkt fast im Selbstmitleid, weiß allerdings nicht, was er genau in seinem Leben verändern möchte. Einziger Lichtblick ist seine neu entdeckte Leidenschaft für Yoga und der geerbte Wagen von seinem Vater. Vielleicht kann man, wenn man sich wirklich intensiv mit dem Roman beschäftigt, Tiefsinn in diesem Buch bemerken- für mich war hier allerdings zu viel Selbstmitleid zu spüren. Ich hätte es nicht schlecht gefunden, hätte jemand dem jammernden Helden mal einen Arschtritt gegeben.

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  • Arbeitsloser Juppie in Berlin Anfang 2000

    Der Strand der Dinge
    andrea_strickliesel

    andrea_strickliesel

    30. January 2014 um 14:17

    Der Strand der Dinge Von David Pfeifer In Berlin wird ein Juppie arbeitslos, nachdem er auf den ersten Erfolgen des Internet mit gesurft ist. Er war der Chef und nun zieht er zu einem Typ, den er fast gar nicht kennt, der von Anderen lebt oder mal einen Gelegenheitsjob übernimmt. Dieser Typ, Nils, schleift ihn fortan durch das Berliner Nachtleben. Er erlebt so manches Saufgelage und dicke Partys, dabei versucht er wieder den Boden unter den Füßen zu finden. Um Geld muß er sich keine Sorgen machen und so lebt er eben in den Tag hinein. David Pfeifer hat einen schnellen und gefälligen Schreibstil. Er lässt den Leser an dem Durcheinander in dem Kopf unseres Aufstrebers teilhaben. Ich hatte zumindest das Gefühl mit dem Kerl durch Berlin zu laufen und auf den Partys dabei zu sein. Ich kann mir aber auch vorstellen, das Leute die diese Stadt und das Leben hier in Berlin nicht kennen, einige Schwierigkeiten haben zu verstehen. Ich habe da eben einen Heimvorteil. Mir persönlich hat es Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Ich hoffe bald mehr von David Pfeifer zu lesen.

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  • take life as it comes

    Der Strand der Dinge
    ud69

    ud69

    29. January 2014 um 13:57

    Da ist einer, der hat im Zuge der Internetblase seine Firma, seinen Job, seine Einnahmequelle, seine Freundin und letztendlich auch seine Perspektiven verloren. Jetzt steht er da und weiß nicht wohin mit sich. Er hat keine Verpflichtungen außer sich selbst gegenüber und er hat genug Geld, um nicht angewiesen darauf zu sein, sich sofort und auf der Stelle nach einem neuen Broterwerb umzusehen. Also lebt er in den Tag hinein, trinkt zu viel, schläft zu lange, tut sehr viel "nichts" und zugleich denkt er sehr viel nach. Er hält es - wie ich es in einem solchen Fall selbst gerne mache - mit PJ Harvey und macht einen auf "take life as it comes". Warum denn auch MUSS er sich jetzt einen Job suchen? Warum MUSS er Geld verdienen? Er muss ja nicht! Er kann sich seinen Wunden widmen. Und wie es immer passiert, wenn man sich darauf verlässt, dass etwas passiert, verändert sich sein Leben auch wieder. Die Partys werden ihm sowieso zuviel, die ONS-Nächte auch. Und so orientiert er sich neu, besucht einen Yogakurs und lernt dort - oho - eine Frau kennen, die in ihm ein *zoiiiing* auslöst, alles fühlt sich besser an als zuvor. Nach ein paar Verwirrungen fährt er fast zufällig mit ihr nach Afrika, weil es dort schön warm ist. Der Rest ist offen. Aber ihm kann ja eigentlich nichts passieren, denn wenn man im Leben nimmt, was kommt, und daraus etwas macht, dann geht es gut. Im Gegensatz zu vielen anderen LeserInnen hier fand ich den Roman keineswegs langweilig, perspektivenlos und ähnliches, sondern fand es sehr amüsant, eine männliche Denkweise so detailreich und auch witzig dargebracht zu bekommen. Auch lese ich sehr wohl die Kritik an unserer schnellen Lebensweise: Unsere Gesellschaft verlangt nach einem schneller-höher-weiter, aber wenn man gerade nicht kann (und es sich auch leisten kann), dann ist es auch viel besser, sich erstmal zu sammeln, als auf Teufel komm raus Job zu suchen - das klappt dann sowieso nicht. Von mir gibt es eindeutig alle Sterne.

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  • Der Strand der Dinge:

    Der Strand der Dinge
    christiane_brokate

    christiane_brokate

    29. January 2014 um 00:12

    Kurzbeschreibung Philipp Denhart ist gestrandet. Sein Zustand ist das Ergebnis eines Raketen gleichen Aufstiegs, dem ein noch schnellerer Abstieg folgte. Zurück bleibt ein Haufen Fragen, die dem ehemaligen Karrieristen fortan beschäftigen: Was bin ich Wert, wenn ich nichts verdiene? Wie sage ich es meinen Feinden? Und warum lerne ich beim Verlieren mehr als beim Gewinnen? Heute verschanzen sie sich in den Cafés von Berlin-Mitte hinter ihren Laptops und nennen sich digitale Boheme, aber kaum jemand erinnert sich daran, dass diese Menschen einmal Arbeit hatten. David Pfeifer erzählt von der Zeit, als dem Neuen Markt die Unschuld und den Menschen die Jobs verloren gingen. Und davon, wie die Mitte zur Mitte wurde, in Berlin und anderswo. Die Allmachtsphantasien der Senkrechtstarter und die Verteidigungssprüche der Verlierer werden in seinem Roman zu einem Porträt der Krise als Chance. Meine  Meinung: Leider war das buch nicht mein geschmack . Ich fand es sehr langatmig und denn Hauptcharakter sehr naiv und kindisch  und Party ohne Ende. Immer wenn man dachte er ändert sich und wird anders war es wieder zerschlagen. die Grundidee war gar nicht schlecht und es war eine Zeit auch zu merken was er haben wollte  bzw sagen wollte, hatte sich dann aber wieder verloren. Der Schreibstil war sehr gut. Brauchte aber leider viel überwindung das Buch nicht abzubrechen. Es wurde auch keine Spannung aufgebaut ich fand das Buch wie gesagt langatmig. Es tut mir in der Selle weh das buch so schlecht zu bewerten aber es ist meine Meinung dazu und dazu stehe ich ale 2 Punkte von 5 für dieses Buch.

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  • Berlin liegt am Meer

    Der Strand der Dinge
    Marapaya

    Marapaya

    28. January 2014 um 22:33

    Was fängt man an, wenn man mit Ende 20 auf der Welle des Erfolges ritt, viel Geld, schöne Frauen und Anerkennung einem zuflog und plötzlich nach einem nüchternen Gespräch auf der Straße steht und keinen Plan hat? Gute Frage. David Pfeifer spielt dieses Spiel literarisch durch und präsentiert einen Protagonisten, der vom einfachen Grafiker zum Firmenchef aufstieg und schließlich arbeitslos wurde, weil die Internetblase platzte. Nach Monaten des Leugnens muss Philipp aus seiner teuren Berliner Wohnung raus und kommt bei einem merkwürdigen Typen namens Nils unter, den er zur Klasse der Luxusarbeitslose zählt. Das sind die, die in Berlin Mitte ab dem frühen Nachmittag die Cafés bevölkern, abends in eine Bar umziehen und bis zum frühen Morgen auf schrägen Partys abfeiern. Philipp gehört allmählich auch dazu, denn er kann seinen Statusverlust nur schwer verkraften und ist deprimiert, weil ihm so schnell kein neuer Chefposten einfällt, den er ausfüllen könnte. Also begnügt er sich damit, seiner Ex Verena hinterher zu heulen, seinen Mitbewohner zu analysieren, seinen Ausgleichssport Yoga zu verheimlichen und seiner Familie aus dem Weg zu gehen. Geldsorgen drücken ihn nicht. Sein Vater stirbt und hinterlässt ihm seinen alten Mercedes und ein bisschen Kohle, damit rückt die Selbstfindung noch ein ganzes Stück weiter nach hinten. Aber Philipp denkt viel nach. Und es sind nicht immer dumme Gedanken. In manchen kann man sich selbst wiedererkennen. Einige hat man sich selbst auch schon mal gestellt und viele sind auch einfach nur alltäglich. Ich ahne, welchen Ansatz David Pfeifer vielleicht im Kopf hatte, als er Der Strand der Dinge schrieb. Und manchmal blitzt ein Gefühl beim Lesen auf, wo ich kurz dachte: Jetzt weiß ich, wo er hin will; das kenne ich, da war ich auch schon mal. Aber leider biegt er dann doch wieder in eine andere Richtung ab und wir finden einfach nicht zusammen. Vielleicht hätte ich alles noch eine Spur ironischer lesen sollen. Da kreist ein junger Mensch ständig um sich selbst, hat keine echten Sorgen und ist unfähig wirklich zu fühlen und zu lieben. Er denkt ganz viele Gedanken und denkt dann doch keinen kaum zu Ende oder zieht eben keine Rückschlüsse daraus. Das ist das Volk, welches Berlin bevölkert – will Pfeifer so verstanden werden? Sprachlich gefällt mir Pfeifers Erzählton sehr gut. Im Beschreiben ist er überzeugend, hat Wortwitz und Sinn für Pointen. Ich habe an einigen Stellen laut lachen müssen. Doch inhaltlich wirkt mir die Handlung zu konstruiert und zu vorhersehbar. Protagonist Philipp kann mich nicht für sich einnehmen, kommt mir mit seinem emotionalen Abstand zur Familie und Freunden, seinen Frauengeschichten und seinem Charisma unecht und aufgesetzt vor. Der wirklich interessante und konsequent gestaltete Charakter in diesem Roman ist Mitbewohner und Luxusarbeitsloser Nils. Sein Lebensstil wirft für mich die eigentlich wirklich spannenden Fragen über das Wie, Warum und Wohin im Leben auf, wenngleich er natürlich getreu seiner Figurengestaltung darauf keine Antwort geben will.

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  • Viel Party, wenig Handlung

    Der Strand der Dinge
    nodi

    nodi

    28. January 2014 um 08:09

    Philipp hatte alles was man sich wünschen konnte. Als Chef einer Multimediafirma war er jemand, hatte Geld, Macht und Einfluss. Dann kommt der Absturz, die Firma ist nicht mehr gefragt. Jetzt lebt er zur Untermiete bei einem Freund, ist ein Niemand und weiß nichts mit seinem Leben anzufangen. Bei seinen alten Kollegen und Freunden meldet er sich nicht mehr, stattdessen geht er mit seinem Mitbewohner Nils auf Partys. Anfangs hat mir das Buch noch sehr gut gefallen, es lässt sich leicht und verständlich lesen. Ich hatte große Erwartungen in die Geschichte gesetzt, doch schon in der Mitte des Buches liest man nur noch von Partys, Alkohol und Frauengeschichten. Der Protagonist ist sehr oberflächlich und bemüht sich nicht einen neuen Job zu finden. Er lebt meistens in den Tag hinein, hat wenigstens später Yoga für sich entdeckt, aber ein wirkliches Ziel hat er nicht. Die anderen Charaktere im Buch sind auch ziemlich bedeutungslos dargestellt, man baut beim Lesen keinerlei Beziehung zu ihnen auf. Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut, nur die Handlung der Geschichte war mir zu belanglos und auch das Ende hat mich nicht ganz überzeugt.

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  • Party ohne Ende

    Der Strand der Dinge
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    25. January 2014 um 13:54

    Die Internetblase platzt, die Aktien in der Branche fallen. Philipp war sehr erfolgreich in der Branche und pflege einen entsprechenden Lebensstil. Er, der immer einen coolen Spruch auf den Lippen hatte und „Luft“ erfolgreich an den Mann/die Frau bringen konnte, verliert mit dem Job auch noch Wohnung und Freundin. Nun hat er als Untermieter bei Nils Unterschlupf gefunden. Er trauert seinem früheren Leben nach und kriegt irgendwie nichts gebacken. Jeder in seinem neuen Umfeld hat nur Party im Kopf. Damit weiß Philipp aber nicht anzufangen, trotzdem lässt er sich in dieses Leben reinziehen. Statt perspektiven für die Zukunft zu suchen, zweifelt er nur an sich selbst. Nachdem sein Vater gestorben ist, versucht Philipp Struktur in sein Leben zu bringen und setzt sich auch mit der Zukunft auseinander. Ich habe mich schwer getan, diese Buch zu Ende zu lesen. Es passiert einfach nichts. Die immer wiederkehrende Beschreibung, was Philipp verloren hat und was er auf Partys erlebt, ermüdet stark. Philipp ist auch kein Charakter, der einem sympathisch ist oder mit dem man mitfühlen könnte, er ist einfach oberflächlich. Alle anderen Personen sind auch nur Randfiguren. Dass er zum Ende hin irgendwie doch noch einen Dreh bekommt, ist dann schon fast verblüffend. Obwohl der Schreibstil schon gut war, sprach mich die Story nicht an.

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  • Ein Roman mit wenig Handlung aber einem guten Schreibstil

    Der Strand der Dinge
    MrsAmy

    MrsAmy

    22. January 2014 um 08:39

    Philipp ist jung, dynamisch, erfolgreich. Als Chef der Firma Tigerblade, die Webauftritte für ihre Kunden erstellt, hat er es geschafft. Auf jedes Event ist er eingeladen, seine Wohnung ist riesig und nur mit den besten Möbeln ausgestattet und natürlich hat er auch eine gutaussehende Freundin. Doch dann platzt plötzlich die Internetblase, die Aktien stürzen ins bodenlose und Philipp verliert nacheinander alles: Freundin, Job, Wohnung. Eher überraschend kommt er bei Nick unter, einem entfernten Bekannten. Nick selbst lebt in den Tag hinein, macht viel Sport und kümmert sich voller Hingabe um seine sozialen Kontakte. Abends weiß er, wo die besten Partys in Berlin abgehen und auch, wie man hineinkommt. Sein Geld verdient er sich mit kleineren Rollen bei Werbefilmen. Philipp weiß nun nichts mehr mit sich anzufangen. Er lebt in den Tag hinein, weder Sport noch Partys sind wirklich sein Ding. Doch – immer gequält von Selbstzweifeln und in Gedanken an seinen früheren Job – beginnt er gefallen zu finden an diesem Leben. Bald schon geht er wöchentlich zum Yoga und abends lässt auch er es so richtig krachen, natürlich mit viel Alkohol und später auch mit allerlei Bekanntschaften. Doch dann stirbt sein Vater und hinterlässt ihm einen alten Mercedes, den sein Vater hingebungsvoll über 40 Jahre lang gepflegt hat. Philipp erkennt, dass er Verantwortung übernehmen muss, und macht sich nun doch ernsthafterer Gedanken um seine Zukunft. „Der Strand der Dinge“ von David Pfeifer ist ein Roman, der sich zweifelsohne gut lesen lässt. Dies liegt aber nicht an der spannenden Story, sondern verdankt sich lediglich dem guten Schreibstil des Autors. Ansonsten würde man das Buch wohl auch spätestens nach der Hälfte aus der Hand legen. Das Problem ist einfach, dass nicht wirklich etwas passiert. Nachdem man erfahren hat, wie Philipps früheres Leben war und was er alles verloren hat, fragt er sich zwar, was nun werden soll, aber nichts weiter. Über Seiten bemitleidet er sich, dass er noch vor Kurzem so wichtig war und sich nun niemand mehr für ihn interessiert. Ansonsten bald nur noch: Party, Party, Party. Erst als sein Vater stirbt, kommt die Handlung etwas voran. Zu den Charakteren, da das Buch nicht wirklich vielschichtig ist, können es natürlich auch die Charaktere nicht. Philipp scheint aber auch an sich eher ein flacher Charakter zu sein. Auch die anderen Charaktere scheinen nicht ganz ausgearbeitet, das ist aber nicht wirklich schlimm, denn sie spielen sowieso immer nur neben Rollen. Insgesamt also ein Buch, indem nicht wirklich etwas passiert – außer gegen Ende. Es ist für die Lektüre zwischendurch zu empfehlen, wenn man gerade nichts anderes zur Hand hat, mehr aber auch nicht. Insgesamt würde ich diesem Roman gerne 2,5 Sterne geben. Das geht natürlich nicht. Da aber viele Bücher, die nur einige Mängel haben nur drei Sterne bekommen, möchte hier nicht aufrunden und vergebe 2.

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  • Frage zu "Paradiso" von Thomas Klupp

    Paradiso
    doceten

    doceten

    Ich lese gerade 'Paradiso' von Thomas Klupp und es gefällt mir sehr gut, wie der Autor mit der Entwicklung von Charakteren spielt. Jetzt suche ich noch andere Bücher, in denen sich die Figuren im Laufe der Geschichte um 180 ° drehen. Habt ihr ein paar tolle Büchertipps für mich?

    • 5
    Chrele

    Chrele

    23. June 2010 um 13:21