David Pfeifer Die Rote Wand

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Inhaltsangabe zu „Die Rote Wand“ von David Pfeifer

Zum 100. Jahrestag des Gebirgskriegs in den Dolomiten
Wie eine Steinwand, die Gott als natürliche Grenze zwischen Nord- und Südeuropa in die Erde gerammt hat, ragen die Berge hinter Sexten in den Himmel. Hier verläuft 1915 die Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien. Eine Front, die im Ersten Weltkrieg Schauplatz eines erbitterten Stellungskriegs wird. Gekämpft wird auf Felsvorsprüngen, Gipfeln, auf Skiern, mit Stichmessern, Karabinern und Handgranaten. Mann gegen Mann versuchen kleine Einheiten die Höhe zu sichern. In all diesen Scharmützeln hält sich in der roten Wand ein Mädchen auf, das seinem Vater in den Gebirgskrieg gefolgt ist. David Pfeifer erzählt ihre Geschichte und die Geschichte des Dolomitenkriegs in einem eindrucksvollen Roman.
Philipp Schepmann liest mit viel Gefühl für die historischen Zusammenhänge und ohne Pathos – bewegend und spannend von der ersten bis zur letzten Minute.

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    Die Rote Wand

    tootsy3000

    23. September 2015 um 18:15

    Der Roman bezieht sich auf die wahre Geschichte der Victoria Savs. Das junge Mädchen diente im ersten Weltkrieg als Junge verkleidet in den Südtiroler Dolomiten als Soldatin. Auf schaurig eindrucksvolle Art schildert die Erzählung ihre dramatische Zeit im Gebirge. Ihre Ängste, Träume und Freundschaften, aber auch über die grausamen Begegnungen mit dem Feind, als Zuhörer ist man hautnah dabei.  Ab und zu kommen auch die damaligen politischen Entscheidungen zur Sprache. Diese sind aber nur Nebensache der Handlung. Im Fokus sind die Stellungskämpfe der Österreicher rund um die Rote Wand und das bewegende Schicksal der Victoria Savs und ihren Kriegskameraden. Philipp Schepmann hat zwar eine wirklich wunderbare und tolle Stimme, war mir persönlich aber zu Hochdeutsch. Mir fehlte da einfach diese typische Dialektnote, besonders in den Dialogen. Ich meine, Südtiroler unterhalten sich halt ebenso wenig auf Hochdeutsch wie wir Tiroler. Da fehlte mir einfach das Authentische. David Pfeifer ist gebürtiger Münchener, zog in den 90er Jahren nach Hamburg um sich dort beruflich zu entwickeln. Inzwischen ist er nach Berlin umgezogen und ist verantwortlicher Redakteur bei der Wochenendausgabe der SZ. Das Cover zeigt beeindruckende Felswände mit der jungen Soldatin im Vordergrund. In der beigelegten Inhaltsangabe befindet sich noch ein Nachwort des Autors in dem man noch einige geschichtliche Informationen und zu Victoria Savs Person erfährt. Mein Fazit: Eine dramatische Geschichte, die mir persönlich leider nicht den Eindruck machte, als wäre es eine ungekürzte Lesung. Ich hatte doch des Öfteren den Eindruck, als würde ein Stück fehlen. Besonders zu den zeitgeschichtlichen Ereignissen fehlte mir  da einfach etwas. Schade auch, dass die Erzählung so Hochdeutsch ausgefallen ist. Da hätte ich mir mehr “Gebirgsjargon” gewünscht.

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