David Pfeifer Schlag weiter, Herz

(11)

Lovelybooks Bewertung

  • 16 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 4 Rezensionen
(4)
(4)
(2)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Schlag weiter, Herz“ von David Pfeifer

Nichts schlägt härter zu als die Liebe. Mal ist man obenauf, mal am Boden zerstört. Mert kämpft für seine eine große Liebe Nadja, doch immer, wenn er sie gerade für sich gewinnen konnte, setzt es wieder einen Tiefschlag. Bis zum letzten Fight … David Pfeifer gelingen dabei Sätze, die man sich am liebsten auf den Oberarm tätowieren lassen würde.

Stöbern in Romane

Töte mich

Ein tiefgründiger, kurzweiliger und humorvoller Roman mit exzentrischen Caraktheren.

dermoerderistimmerdergaertner

Hotel Laguna

Eine literarische Familienreise in das schöne Mallorca. Gewürzt mit Kritik am Massentourismus

rallus

Und jetzt auch noch Liebe

Emma ist arbeitslos, schwanger und von Vater getrennt. Als sie Joe kennenlernt.Dieser steht vor der Hochzeit.Eine amüsante Zeit beginnt.

Nina_Sollorz-Wagner

Der Brief

Starker Anfang, lasches Ende

baroki

Was man von hier aus sehen kann

Wortgewandt, bildhaft, berührend und voller Humor. Ein Buch über die Liebe, das Leben und den Tod und eine außergewöhnliche Gemeinschaft.

Seehase1977

Dann schlaf auch du

Eine Geschichte, die einem atemlos zurückläßt, grandios erzählt.

dicketilla

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Begeisterung sieht so aus

    Schlag weiter, Herz
    buechermaus88

    buechermaus88

    13. November 2013 um 14:04

    Ich bin begeistert von diesem Buch. Zunächst hat mich der Titel sehr neugierig gemacht und es ist schön gemacht, wie der Titel und der Name des Autors sich als Boxhandschuh formen. Die Inhaltsangabe hat nicht viel preisgegeben, aber neugierig gemacht. Zunächst dachte ich, dass es nichts für mich ist, weil Boxen nicht gerade zu meinen Interessen gehört. Das Lesen ging so einfach. Die Zeit und die Seiten sind einfach schnell verflogen. Es hat Spaß gemacht. Die Geschichte zwischen Nadja und Mert so zu verfolgen und mal beide Sichten zu sehen, das war toll. Die ganz Zeit stellte ich mir die Frage: Wie geht dieses Buch aus? Was kommt da? Werden sie wieder/noch glücklich? Getrennt oder als Paar? Bis zum Schluss konnte ich mir die Fragen nicht beantworten und auch nicht erahnen. Und das war ein schönes Gefühl. Da ich nichts vorwegnehmen möchte sage ich zum Schluss des Buches nur so viel: Es war für mich überraschend. Außerdem war das Ende aus Nadjas Sicht mehr oder weniger nur angedeutet. Das Buch ist für mich auf jeden Fall ein Highlight gewesen.

    Mehr
  • 'Schlag weiter, Herz' - David Pfeifer

    Schlag weiter, Herz
    Wrathchild

    Wrathchild

    29. October 2013 um 13:33

    'Schön, etwas dunkel, verwinkelt, aber vor allem eins: warm.' So empfindet Nadja die Beziehung zu Mert, dem Boxer mit Herz. Und genau diese Worte beschreiben das Buch von David Pfeifer sehr treffend. Das Pfeifer auch selbst als Boxtrainer tätig ist, spürt man deutlich. Nicht nur anhand der fundierten Kenntnisse über diesen Sport, sondern vor allem an seiner zielsicheren Wortwahl, wo jeder Ausdruck sitzt wie ein gekonnter Schlag, mit anschließendem Treffer. Und auch seine Charaktere glänzen mit Durchhaltevermögen. Im Fokus der Geschichte steht Mert. Ein Nachwuchsboxer türkischer Abstammung, der in Hamburg seine ersten Erfolge feiert. Mert, der Boxer ohne Taktik, aber mit viel Herzblut für seinen Sport. Mert, der mit viel Mut und offensiver Haltung seine Kämpfe bestreitet. Nicht aber sein Leben. Am Anfang des Buches finden wir uns in der Gegenwart von Mert wieder. Er hat sich in Phuket, Thailand, niedergelassen. Mittlerweile ist er knapp über 40 und lebt in den Alltag hinein, während er mit dem Gedanken spielt seine eigene Kampfschule zu eröffnen. Und wenn er nicht gerade in seiner Lieblingskneipe sitzt und mit der Inhaberin einen hebt, bereitet er sich auf einen Kampf vor. So auch dieses Mal. Sein letzter großer Kampf. Und während seiner Vorbereitungszeit erleben wir Episoden aus Merts Vergangenheit. Der Zeit, in der er Nadja kennen und lieben lernte. Nadja, die kluge und belesene Schwester seines Teamkollegen Felix hat es Mert sofort angetan. Zum ersten Mal ist er nicht nur auf eine kurze Bettgeschichte aus. Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten kommen die Beiden schließlich zusammen. Sie leben und lieben intensiv. Doch legen sie sich selbst mehr und mehr Steine in den Weg. Sie erheben Tabuthemen. Es kommt öfter zum Streit und irgendann verfällt Mert in alte Muster. Er begeht einen schweren Fehler und Nadja ist es, die einen Schlussstrich zieht. Die Beiden leben ihre Leben fern voneinander weiter. Während Nadja einen neuen Mann in ihr Leben lässt, geht Mert weiter dem Boxsport nach, wirft sich in Affären und verstrickt sich in krumme Geschäfte. Irgendwann droht alles zu eskalieren und die Wege der Beiden kreuzen sich wieder. Und so stellt sich die Frage wohin das Ganze führen wird. Pfeifer hat mit einen Roman geschaffen, der zum Verweilen einlädt. Obwohl die Beziehung zwischen Mert und Nadja den fast einzigen Spannungspunkt bilden, möchten man wissen wie es mit den Beiden ausgeht. Pfeifer schafft es mit seinem geradlinigen Schreibstil zu fesseln. Empfehlenswert! Abschließen möchte ich mit den Worten von Max Schmeling, welcher einst sang: "Das Herz eines Boxers schlägt nur für die Liebe."

    Mehr
  • Das Herz eines Boxers

    Schlag weiter, Herz
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    23. September 2013 um 11:32

      David Pfeiffer ist, unter anderem, auch Box-Trainer. Und wie im Boxen findet sich Sprache und Stil im Buch wieder. Geradaus zugehend, klare Konturen, Durchhaltevermögen, so erzählt Pfeiffer seine Geschichte von Mert, dem Boxer und Nadja, der Schwester seines Teamkollegen (und durchaus auch Konkurrenten) Felix.   Was Technik angeht, da ist Mert hinterher, keine Frage. Aber was Mut und Offensive angeht, was sein Stehvermögen und seine Schlagkraft angeht, da steht er seinen Mann. Nicht nur im Ring. Pfeiffer führt den Leser im Lauf der Geschichte auch in die Lebensgeschichte Merts hinein. Und nur aus dieser heraus ist zu verstehen, was Boxen für ihn bedeutet, warum er sich so hineinwirft in sein Training, in den Schmerz, in das Adrenalin. Momente, die wichtig sind im Buch, um seine Haltung Nadja gegenüber zu verstehen, zu sehen, dass Mert nicht einer ist, gar nichts ein kann, der auf Distanz und Sicherheit geht, der mit dem „Kopf“ boxt und lebt. Der aber auch lebt, wie er boxt und boxt, wie er lebt und ist.   Mert ist einer, der vorangeht, der einsteckt bis es nicht mehr geht und darauf wartet, einmal, zweimal wirklich austeilen zu können. Er hat Mut. Seine einzige Siegchance. Im Ring wie im Leben.   Als Gegenentwurf setzt Pfeiffer diesem intuitiven Boxer und Mann jenen Felix gegenüber. Techniker, klug, einer, der gewinnt, solange er nicht die Beherrschung verliert.   Diese Pole bilden die Blaupause, auf der Pfeiffer diese ungewöhnliche, von Nähe und Distanz, von zueinander finden und sich verlieren, von Angezogensein und abgestoßen werden erzählt. Der schweigsame Mert und die beredte und kluge Nadja, ein ungleiches Paar mit tiefer Verbindung. Ob diese halten wird? Ob am Ende doch etwas wie eine „echte“ Beziehung dabei herauskommt? Ein Spannungsmoment, von dem der Roman durchaus lebt auf seinen verschiedenen Zeitebenen.   In der Gegenwart scheint alles bereits vergangen und gelaufen. Mert ist in Thailand und lebt sich durch den Tag in der kleinen, eher schäbigen Bar mit den mehr oder minder attraktiven Mädchen, die dort arbeiten. In der jüngeren Vergangenheit erzählt Pfeiffer die Geschichte von Nadja und Mert und gibt durchaus fundierte und plakative Einblicke in das Leben eines Amateurboxers und seines Vereins. Und im Rückgriff auf die Entwicklungsgeschichte der Protagonisten vollzieht Pfeiffer deren prägende Jahre in der Jugend nach.   All das ist klar und direkt im Stil, durchaus mit Tempo versehen, leidet aber sicherlich ein stückweit mit daran, dass man schon ein Grundinteresse für den Boxsport einerseits braucht, ums eine Freude an der Lektüre zu finden (und es auf Dauer ein wenig zuviel Boxen auch ist im Buch), und andererseits die Wege der hin- und herwogenden Liebesgeschichte zwischen Nadja und Mert auch nicht unbedingt ganz Neues vor Augen führen. In der ein oder anderen Form hat man solche „nicht mit dir und nicht ohne dich“ Geschichten in ähnlicher Form bereits gelesen und sich zu Gemüte geführt.   Insgesamt aber dennoch ein gut zu lesendes Buch, dass kein Blatt vor den Mund nimmt und seine Protagonisten mit knappen, aber präzisen Beschreibungen lebendig werden lässt.

    Mehr
  • Das Leben hat einen harten linken Haken

    Schlag weiter, Herz
    hundertwasser

    hundertwasser

    03. September 2013 um 10:29

    Von "Fight Club" bis zu Rocky Balboa - Boxen hat schon immer die Kreativität von Autoren und Filmmachern beschäftigt. Mit "Schlag weiter, Herz" legt David Peifer, Journalist und Box-Schach-Trainer, nun einen deutschen Versuch eines großen Box-Romans vor. Pfeifer erzählt vom Boxer Mert, der - so würde man heute politisch korrekt sagen - mit Migrationshintergrund in Hamburg aufwächst. In der Postwendezeit verliebt er sich unsterblich in Nadja, die Schwester von Merts großem Gegner, beginnt eine Boxkarriere, wird geschlagen, steht wieder auf und kämpft für die Liebe, das Leben und sich. Es hätte so schön werden können – ein großer deutsch-deutscher Roman, der die Liebe, das Boxen und das Kämpfen gegen alle Widrigkeiten in literarische Form gießt. Dabei herausgekommen ist leider keineswegs „der“ Roman über Liebe und Boxer – es ist ein zäher Roman geworden, der eher einem Punktsieg beim Boxen gleicht als einem technischen KO. Immerhin, Pfeifer erringt einen Sieg, indem er gelungen die gebrochenen Vita und Seelen zweier Menschen beschreibt und zeigt wie ungewöhnlich sich Liebe manifestieren kann. Dennoch zieht sich der Roman über seine Dauer von 350 Seiten ziemlich zäh hin, da wirkliche Höhepunkte in der Erzählung fehlen. Pfeifer strukturiert seine Erzählung durch zwei Erzählstränge, der eine in der Gegenwart angesiedelt, der andere als Rückblende über Merts Werdegang. Dieser erzählerische Kniff verpufft aber für mein Empfinden zu schnell. Pfeifer beschreibt Mert als Charakter, der eindeutig Nehmerqualitäten besitzt, sein Leben aber ähnlich angeht und wenig um Selbstbestimmung kämpft. Sein Kampf um Nadja bleibt das große Thema seines Lebens, andere Ereignisse nimmt er gleichmütig hin und befreit sich – um aufklärerisch zu sprechen – zu wenig aus seiner Unmündigkeit des Seins. Das könnte faszinierend zu lesen sein, leider nimmt der Leser nicht wirklich Anteil am Schicksal Merts, da dieser nicht unbedingt zu den sympathischsten Figuren in der Literatur zählt. Viel zu unbestimmt lässt er die Schläge des Lebens und der Gegner auf sich einprasseln – wie ein Boxtrainer möchte man aus der Ecke auf ihn einschreien. Wer sich nicht wirklich für die Thematik des Boxens interessiert - die in „Schlag weiter, Herz“ eine zentrale und dominierende Rolle spielt, wie schon das Cover großartig andeutet - wird an diesem Roman eher weniger Freude finden. Boxkämpfe dominieren den in einfacher und roher Sprache geschriebenen Roman und könnten für wenig boxaffine Leser ein Grund sein, auf die Lektüre von „Schlag weiter, Herz“ zu verzichten.

    Mehr