David Remnick Über Bruce Springsteen

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Inhaltsangabe zu „Über Bruce Springsteen“ von David Remnick

The Boss Der eine gehört zu den großen der amerikanischen Rockmusik, der andere hat mit seinen Bücher über Mohammed Ali oder Barack Obama gezeigt, dass er wie kein Zweiter das Land und dessen Menschen versteht. Wenn der Chefredakteur des New Yorker David Remnick über Bruce Springsteen schreibt, kann nur ein absolut einzigartiges Buch entstehen. Um zu begreifen, was Amerika ist, hat es schon immer auch der Rockmusik bedurft. Bruce Springsteen ist wohl der amerikaniste aller Musiker und so erzählt David Remick nicht nur die Geschichte einer lebenden Legende, sondern ihm gelingt ein Griff ins Herz Amerikas. Es öffnet die Augen für den Menschen Springsteen, genauso wie für eine verlorene Generation, die Generation der Väter, die die Träume ihrer Kinder nicht mehr verstanden, die Band als Familie, die Familie als Unternehmen. Ein Blick so nah und aufwühlend, so scharf ohne ein Wort zu viel, dass dieser Text zu den großen Texten der Musikgeschichte wird, genau wie sein Gegenstand.

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    Über Bruce Springsteen
    ankErlesen

    ankErlesen

    19. July 2013 um 20:58

    Bei der "Wrecking Ball-Tour" begleitete David Remnick den wohl amerikanischsten Musikimport aus den USA, Bruce "The Boss" Springsteen. Er schildert in vielen Essays kleine persönliche Erlebnisse. Als Fans haben wir viel Hintergurndwissen von unserem  "Boss" aufgesaugt , jedoch erfahren wir hier einige neue Details von dem Menschen hinter der Maske und von seinem Erfolgsgeheimnis. In der Kürze liegt die Kunst!

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    Über Bruce Springsteen
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    17. June 2013 um 13:09

      Der Chefredakteur des „New Yorker“ hat mit diesem eher unscheinbar wirkenden buch ein doch besonderes Stück Musikgeschichte vorgelegt. Eine Geschichte, die sich nicht mit vielen Einzelheiten aufhält, die, vor die Wahl gestellt, nicht hunderte von Seiten über das durchaus bewegte und bewegende Leben und die Musik von „The Boss“ füllt, sondern, das ist nach der Lektüre deutlich im Raum, zur „Essenz“ vordringt. Sich mit dem Kern von Mann, Musik und, vor allem, dem Land und der gegenseitigen Befruchtung und Bedeutung von Springsteen für Amerika und von Amerika für Springsteen beschäftigt.   Knapp 80 Seiten, ausgewählte, prägnante Fotografien und ein Blick auf ein Leben immer mit dem Hintergrund der Bedeutung für „alles“.   „Die Kämpfe meiner Eltern, das ist das Thema meines Lebens“. Und da Musik und Leben bei Springsteen in eins gehen, er schon rein physisch (auch das im Buch hervorragend herausgestellt) seine Musik und seine Auftritte „arbeitet“, finden sich hier in der Jugend, im Aufwachsen, in den Erkenntnissen vor allem der Schattenseiten des „American Dreams“ Grundpfeiler für Leben und Werk. Sehr, sehr nahe und verständlich wird nach der Lektüre die manches Mal fast aggressive Haltung auf der Bühne, die eher ungelenke Körpersprache, die so wenig geschmeidiges und lockeres hat. Das Leben, das Bruce Springsteen sieht und aus dem er kommt ist eben nicht smart, geschmeidig, tänzerisch locker, es ist harte Arbeit und ein harter Kampf für die eigenen Rechte. Immer schon gewesen.   Der oft und oft kantig nach vorne geschobenen Unterkiefer beim Singen, die Gitarre, die ebenso oft wie ein Schmiedehammer „bearbeitet“ wird, folgt man den empathischen Ausführungen Remnicks, dann ist  das kein „Image, keine „Show“, dann sind das Ausdrucksweisen der echten Persönlichkeit Springsteens. Die sich 1975 im Wer völlig entfaltete.   „Born to run“ als der Beginn der echten Karriere, des „echten Springsteens“ mitsamt der 10 Konzerte im Bottom Line werden so im Buch ebenso in ihrer Bedeutung gewürdigt, wie Remnick wie die „andere Seite“ des Musikers, die „Boss-Seite“. Einer, der sich durchsetzt, der sich ohne Hemmungen trennt. Von Band und Musikerkollegen, von seinem Freund und zeitweise engstem Berater, dem Journalisten Jon Landau, der schon früh prognostiziert hatte: „Ich sah die Zukunft des Rock´n Roll“.   Springsteen ist kein „all american boy“, kein allein „in Musik versunkener“. Sondern, man kann es kaum anders bezeichnen, ein „Kerl“, musikalisch und privat. Bei dem „das kreative Talent immer von den dunklen Strömungen seiner Psyche genährt wird“. „Weißt Du, man sollte die feine Macht des Selbsthasses in all dem nicht unterschätzen“, wie es Springsteen selber ausdrückt.   All das stellt Remnick präzise getroffen und wunderbar nüchtern in der Sprache heraus.   Wer Bruce Springsteen verstehen will, seine Geschichte (auch die Innere) zumindest ein stückweit kennen lernen möchte und die „Allianz“ zwischen dem „eigentlichen Amerika“ und Springsteen verstehen will, nachfühlen möchte, warum diese Bindung so eng ist, der ist mit diesem Buch auf das allerbeste versorgt.

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