David Richo Versöhnung mit der Vergangenheit

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Inhaltsangabe zu „Versöhnung mit der Vergangenheit“ von David Richo

Der Psychotherapeut David Richo zeigt auf, wie wir die Vergangenheit in unseren gegenwärtigen Beziehungen wiederholen – und wie wir uns von destruktiven Mustern befreien können.Wenn alte Wunden schmerzen, hilft nur Bewusstwerden. Bewusst können wir unser emotionales Gepäck erkennen und Schritte unternehmen, es zu integrieren und innerlich zu wachsen.Ein erhellendes Buch über unsere Neigung, starke Gefühle, Bedürfnisse und Erwartungen aus der Kindheit oder aus früheren Beziehungen zu übernehmen und sie auf die Menschen zu übertragen, mit denen wir heute zu tun haben.Wir erkennen, wie Wunden aus der Kindheit in erwachsenen Beziehungen zutage treten – und weshalb dies ein Geschenk ist. Wir lernen emotionale Risse zu identifizieren und zu heilen. Wir erkennen Abneigungen gegen Personen als Hinweis, unsere emotionalen Hausaufgaben zu erledigen. – Und nicht zuletzt nutzen wir Achtsamkeit, um authentische Intimität zu leben.

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  • Übertragung als persönliches und kollektives Phänomen

    Versöhnung mit der Vergangenheit
    olli2308

    olli2308

    11. February 2014 um 17:35

    Streng genommen handelt das Buch davon, dass wir immer dann, wenn wir unser Gegenüber besonders toll oder schlimm finden, einer Übertragung erliegen. Wir sind dann in der Vergangenheit gefangen und können die Person, mit der wir es gerade zu tun haben, nicht wirklich erkennen, können keine authentische Ich-Du-Beziehung leben, sondern nur das erkennen, was die Vergangenheit zulässt. Nun ist dieser Vorgang der Übertragung, der auch Projektion genannt wird, absolut nichts Besorgniserregendes oder gar Pathologisches, denn er findet jeden Tag mehrmals bei jedem Menschen statt, aber wenn wir dieser Übertragung (von positiven und negativen Eigenschaften, die wir selbst an uns nicht mögen oder nicht entdecken können) keine Aufmerksamkeit schenken und uns dessen nicht bewusst sind, können wir eben auch keine erfüllenden, intimen und authentischen Beziehungen führen, droht die Verlagerung von inneren Konflikten nach außen und sorgt für Lähmung und Vergiftung in der zwischenmenschlichen Atmosphäre. Es gibt viele gute Gründe für eine Übertragung, die aufzuzählen einer der Gründe ist, warum mir das Buch so gut gefallen hat. Übertragung ist der konstituierende Faktor in jeder Beziehung, denn sie ermöglicht es uns, unsere ursprünglichen Bedürfnisse, die unsere Eltern nicht befriedigt haben, in der neuen Beziehung erfüllt zu sehen. Nur dürfen wir dabei nicht stehen bleiben, sonst sehen wir in jedem Partner nur die Mutter oder den Vater. Unsere Reaktionen auf den Partner verraten uns viel über unsere eigenen positiven und negativen verborgenen Eigenschaften, also über unseren Schatten, deshalb ist die Spiegelung über den Partner so wichtig für uns. Dabei gibt es drei Formen von Übertragung, die prozessartig aufeinander aufbauen. Wir benötigen einen Spiegel, um an Selbstvertrauen zu wachsen. Wir brauchen jemanden, zu dem wir in der idealisierenden Übertragung aufblicken können, wenn wir unsere eigenen Ideale herausfinden wollen, und wir brauchen Alter-Ego-Übertragungen, wo die idealisierten Personen als gleichrangig auf Augenhöhe realisiert werden. Schon sich diesen Mechanismus bewusst zu machen ist das Verdienst dieses Buches. Darüber hinaus beleuchtet David Richo auch die spirituelle Dimension der Übertragung, was bei einem buddhistisch und von C.G. Jung beeinflussten Psychotherapeuten auch nicht verwundert. Die Übertragungserfahrung kann persönlich sein und alte Erfahrungen aus der Kindheit in die Gegenwart projizieren, sie kann aber auch eine kosmisch/kollektive Komponente enthalten. Wenn wir zum Beispiel eine Göttin anbeten (oder die Jungfrau Maria), hat das auch mit dem Archetypus der nährenden und Trost spendenden Mutter zu tun, die in allen Religionen vorkommt. Übertragung macht religiöse Hingabe möglich und schenkt uns Zugang sowohl zu ihrem Trost als auch zu Impulsen für ein tugendhaftes Leben. David Richo bringt nicht nur zahlreiche bewusstseinserweiternde psychologische und spirituelle Übungen ins Spiel, um Übertragung zu transformieren, er erläutert auch, bei welchen Gelegenheiten des menschlichen Lebens das Unbewusste ganz nebenbei seine Hausaufgaben für Wachstum und Entwicklung erledigt. Zu einer transformierenden Erfahrung kann es kommen bei Nahtoderlebnissen, mystischen Erlebnissen jeder Art, bei Synchronizitäten (bedeutsame Zufälle), im Tarot, beim Lesen des „I Ging“ (Buch der Wandlungen), in Körpertherapien, beim Holotropen Atmen, beim Rebirthing Prozess oder bei der Energie des Zulassens, des Nichttuns, das Dinge geschehen lässt, was die Daoisten „wu wei“ nennen.

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