David Rock Brain at Work

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Inhaltsangabe zu „Brain at Work“ von David Rock

Organisieren, führen, entscheiden, kreative Lösungen finden: Die Aufgaben unseres Arbeitsalltags fordern uns und unserem Gehirn Höchstleistungen ab. Doch gerade in kritischen Situationen ist unser Gehirn oft blockiert, gehemmt, überlastet. Warum sind wir nicht in der Lage, unser ganzes Potenzial abzurufen? David Rock kennt die Antwort. Er zeigt uns, wie wir mithilfe der Neurowissenschaft die Mechanismen unseres Gehirns effektiv nutzen und so zu Spitzenleistungen gelangen können. Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse gepaart mit langjähriger Coachingerfahrung und sympathischen, glaubwürdigen Praxisbeispielen machen dieses Buch zu einer ebenso wertvollen wie unterhaltsamen Lektüre. Damit Ihr Kopf zeigen kann, was wirklich in ihm steckt.

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  • Was macht eigentlich unser Brain, wenn wir at Work sind?

    Brain at Work
    R_Manthey

    R_Manthey

    01. July 2015 um 11:45

    Wenn man sich die auf dem Schutzumschlag abgedruckten Lobeshymnen über dieses Buch durchliest, dann kann man das Gefühl bekommen, in ihm werden uns die neusten wunderbaren Erkenntnisse der Neurowissenschaften vorgeführt, die uns dann wiederum zu noch effektiverem, noch schnellerem und noch kreativerem Arbeiten verhelfen werden. Endlich werden wir das ganze Potential unseres Gehirns abrufen können und noch beständiger Höchstleistungen bei unserer Tätigkeit abliefern. Ich habe den Text jedoch ganz anders verstanden. Gerade dieses naive und blödsinnige Streben nach immer höheren Leistungen in immer kürzerer Zeit überfordert unser Gehirn. Dann tritt es zur Unzeit in den Streik, und wir schlagen auf dem Boden der Realität auf oder werden sogar infolge von Dauerstress krank. Bei genauerem Hinsehen sind darüber hinaus die meisten angeblich neuen Erkenntnisse der Neurowissenschaften uralt oder stellen Einsichten dar, die man schlicht als gesunden Menschenverstand bezeichnet. Die Neurowissenschaften können lediglich zeigen, wo im Gehirn etwas passiert, wenn wir in Schwierigkeiten stecken und was die Folgen sein werden. Oder sie untermauern alte Erkenntnisse mit statistischen Untersuchungen. Dennoch ist dieses Buch natürlich lesenswert, denn es offenbart, warum wir immer wieder in Turbulenzen geraten, wenn wir Führungsaufgaben oder komplexe Organisationsprobleme lösen müssen. Und es erklärt, wie unser Gehirn bei zwischenmenschlichen Konflikten agiert. Dadurch kann es durchaus gelingen, die unbewusste Selbstsabotage zu beenden und einen Weg zurück zu einem gesunden Miteinander im eigenen Körper oder mit anderen Menschen zu finden. Der Autor hat versucht sein Werk sehr übersichtlich wie ein Theaterstück aufzubauen. Das Stück besteht aus vier Akten, wobei zwei davon unser Gehirn selbst betreffen und die beiden anderen seine Wechselwirkung mit den Gehirnen anderer. Jeder Akt wiederum besteht aus mehreren Szenen (Kapiteln), an deren Ende der Leser eine kurze und prägnante Zusammenfassung des vorangegangenen Textes findet. In jeder Szene treten Paul und/oder Emily an ihren verschiedenen Arbeitstellen oder in ihrer Familie auf, denn die beiden sind ein Ehepaar mit zwei Kindern. Doch damit nicht genug. Wenn (was die Regel ist) ziemlich viel schief läuft bei Paul oder Emily, dann wird uns erklärt, warum das jeweilige Gehirn ihnen einfach den Dienst verweigerte. Und anschließend kriegen wir die Szene nochmals vorgespielt. Diesmal jedoch in der dem Gehirn vernünftig angepassten Weise. Das klingt so vielleicht als Konzept ganz einleuchtend, wirkte aber auf mich beim Lesen gelegentlich ziemlich überladen und zäh. Für praktische Zwecke erscheint es wohl auch unwichtig, zu wissen, wo sich im Gehirn gerade welcher Vorgang abspielt und wie diese entzückende Region, deren Namen man sich sowieso nicht merken kann, heißt. Weniger ist eben doch mehr. Diese einfache Weisheit, der der Autor nicht immer gefolgt ist, konnte nun auch endlich neurowissenschaftlich untermauert werden. Das lernen wir unter anderem im ersten Akt. Dort geht um unsere eigene Arbeitsorganisation. Anstatt uns zu verzetteln, sollen wir diejenigen Aufgaben, die unsere meiste Aufmerksamkeit erfordern, in Zeiten legen, wo unser Geist frisch und ausgeruht ist. Intensives Nachdenken erfordert enorme Ressourcen im Gehirn, wird uns also nicht nebenbei gelingen. Es gilt Informationen zu vereinfachen und sie in Blöcke aufzuteilen, damit unser Gehirn nicht verwirrt wird. Wenn man eine Aufgabe konzentriert und präzise lösen möchte, dann ist das sogenannte Multi-Tasking garantiert dazu nicht geeignet, denn ein solches Handeln führt nachweislich zu einem dramatischen Leistungsabfall im Gehirn. Ferner gilt es Abläufe in der richtigen Reihenfolge abzuarbeiten, um keine Warteschlangen im Gehirn zu erzeugen. Routinen zu bilden, ist ein weiteres effektives Hilfsmittel. Man sieht bereits an dieser kleinen Aufzählung der Ratschläge aus den ersten drei Kapiteln, dass wirklich praktisch Neues nicht zu erwarten ist. Lediglich die Begründung für diese altbekannten und hilfreichen Regeln wird von den Neurowissenschaften hier nachgeschoben. Nach dem ersten Akt folgt eine sogenannte Pause, in der der Autor über Selbstbeobachtung, Selbsterkenntnis und Achtsamkeit spricht. Seit über 2500 Jahren sind dies Themen von Weisheitslehrern, beispielsweise des Buddhismus oder des Taoismus. Das ist auch dem Autor aufgefallen. Erschrocken schreibt er dann: "Für Neurowissenschaftler hat Achtsamkeit nur wenig mit Spiritualität, Religion oder irgendeinem Meditationstyp zu tun." Auch das wussten die Alten schon. Und sie lehrten bereits in grauer Vorzeit vieles von dem, was in diesem Buch so modern daherkommt. Meditation, egal welche, ist übrigens viel wirksamer für ein achtsames Verhalten als die Vorschläge in diesem Buch. Im zweiten Akt sollen wir lernen, unter Druck gelassen zu bleiben. Wenn man sich neben sich stellen und den eigenen Zustand beobachten kann, dann ist man schon sehr weit. Man hat dafür in der Regel beim Aufkommen von Emotionen nur ein kleines Zeitfenster. Der Autor beschreibt diesen Vorgang zwar recht gut, verrät aber nicht, dass es zum Erlangen einer solchen Fähigkeit eines gewissen Trainings bedarf. In den anderen Kapiteln dieses Teils geht es um eine Veränderung der Wahrnehmung und um das Absenken von Erwartungen, denn Erwartungen verhindern zum Beispiel eine objektive Wahrnehmung. Der dritte Akt befasst sich mit der Zusammenarbeit mit anderen. Ob wir es nun wahrhaben wollen oder nicht: uns steuern uralte unbewusste genetische Programme. Auch wenn der Autor diesen Aspekt nicht direkt tangiert, so beschäftigt er sich indirekt natürlich genau damit, denn es geht hier vorrangig um die Beachtung von Rangordnungen aller Art in der Gemeinschaft. Warum es manchmal schwierig sein kann, Veränderungen im Zusammenwirken von Menschen zu erreichen, erfährt der Leser im letzten Akt. Insbesondere lernt man hier, dass es sehr auf den emotionalen Zustand eines Menschen ankommt, wenn man bei ihm Verhaltensänderungen implizieren möchte. Fazit. Vom Inhalt her ein sehr gutes Buch. Es bietet in zusammengefasster Form viele kluge Ratschläge zur besseren Selbstorganisation und zu einem besseren und konfliktfreieren Miteinander in Arbeitsgruppen oder im Privatleben. Nach meinem Empfinden hat es der Autor durch seine vielfältigen neurowissenschaftlichen Erklärungen leider etwas überfrachtet, denn für die Praxis sind diese Betrachtungen unbedeutend.

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