David Ross

 4.1 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Schottendisco, The Xenophobe's Guide to the Scots und weiteren Büchern.

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Schottendisco

Schottendisco

 (3)
Erschienen am 29.08.2016
Schottenrock

Schottenrock

 (1)
Erschienen am 26.02.2018
Züge und Lokomotiven

Züge und Lokomotiven

 (0)
Erschienen am 01.09.2005
The Xenophobe's Guide to the Scots

The Xenophobe's Guide to the Scots

 (2)
Erschienen am 01.10.1999
Young Robert Burns

Young Robert Burns

 (1)
Erschienen am 03.01.2007
Greyfriars Bobby (Corbie)

Greyfriars Bobby (Corbie)

 (1)
Erschienen am 15.03.2004

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Rezension zu "Schottendisco" von David Ross

"Weichgespültes" Debüt
Duffyvor 9 Monaten


Ayrshire in Schottland Anfang der 80er Jahre ist nicht gerade die kuscheligste Ecke in Britannien, in der es Margaret Thatcher schaffte, mit eiserner Hand die 3-Millionen Arbeitslosengrenze zu sprengen.
Bobby und Joey sind zwei Teenager und sowas wie beste Freunde und kommen auf die Idee, mit einer mobilen Disco Geld zu verdienen. Doch dieses Geschäftsfeld ist fest in der Hand von Fat Franny, der auch ansonsten clanmäßig ziemlich weit vorne liegt. Es kommt zu den erwarteten Interessenkonflikten, die mehr als einen "Geschäftsmann" auf den Plan rufen.
Währenddessen zieht Bobbys Bruder Gary in den vollkommen sinnlosen Falklandkrieg.
David Ross schreibt eine gute und schlüssige Geschichte. Sein Stil ist geradeaus und flüssig, doch etwas fehlt dem Ganzen, weil er es sich ja gefallen lassen muss, in die "Trainspotting"-Abteilung eingeordnet zu werden. Da liegt das Manko, ihm fehlt die Rauheit eines Welsh, der Enthusiasmus von Doyle und Hornby, was das wichtige Element der Musik angeht. Sein Schottland kommt etwas "weichgespült" daher, als wenn er sich die Härte eines Ken Bruen nicht vorstellen kann. das nimmt dem Roman ein wenig die Authenzität, obwohl er sich gut liest.
Ein zweiter Band ("Schottenrock") wird demnächst erscheinen und man darf gespannt sein, ob sich Ross da ein wenig mehr traut.

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Rezension zu "Schottendisco" von David Ross

Sex and Drugs and Rock ‚n‘ Roll in der Provinz
Haversvor 2 Jahren

Wer „The Commitments“ liebt, diesen genialen Musikfilm nach der Romanvorlage des irischen Schriftstellers Roddy Doyle, wird auch „Schottendisco“ mögen, den Debütroman des schottischen Autors David F. Ross. In beiden Fällen geht es um junge Erwachsene, die ihrem perspektivlosen Leben mit Hilfe von Musik eine Wendung geben möchten.

 Anfang der achtziger Jahre. Eine Kleinstadt in Ayrshire, der Grafschaft im schottischen Südwesten. Der Falklandkrieg beherrscht die Medien in Großbritannien und verunsichert die jungen Wehrtauglichen, die jederzeit damit rechnen müssen, eingezogen und in das Krisengebiet gebracht zu werden. So wie Gary, der Bruder von Bobby Cassidy, der nun gezwungenermaßen für etwas kämpfen muss, das keine Bedeutung für ihn hat. Das haben weder Bobby, noch sein Kumpel Joey,  auf der Liste. Sie wollen ihre Jugend genießen, locker, frei und ohne Verpflichtungen. Ganz entspannt nach dem Motto „Sex and drugs and Rock ‚n‘ Roll“. Die beiden sind seit ihrer frühen Schulzeit befreundet und haben einen Plan, sie wollen mit einer „mobilen Disco“ ins Veranstaltungsgeschäft einsteigen. Denn im ländlichen Ayrshire ist das oftmals die einzige Abwechslung, die den jungen Leuten geboten wird. Nur zu dumm, dass sie damit Fat Franny Duncans Kreise stören, der die Szene fest in der Hand hat. Und dieser hat nicht vor, sich von den beiden Newcomern aus dem Geschäft drängen zu lassen…

„Schottendisco“ ist ein nostalgisches Buch, an dem speziell die älteren Leser ihre Freunde haben werden, katapultiert es sie doch zurück in ihre wilden Jugendjahre. Gleichzeitig ist es eine Hommage sowohl an die 45er Vinylscheiben auf den Plattentellern als auch an die Popkultur der Achtziger, der der Autor mit zahlreichen Hinweisen im Text seine Referenz erweist.

 Doch das Leben ist keine immerwährende Party, und so mischt sich auch dann und wann eine Prise Melancholie in die Story. Die leisen Töne werden in den Briefen angeschlagen, die Gary seinem Bruder von den Falklandinseln schreibt. Hier schildert der Autor sehr eindrucksvoll die Auswirkungen, die dessen Kriegseinsatz auf die Familie und die nächsten Angehörigen hat.

 Spritzig geschrieben, voll mit schräger Situationskomik und warmherzigen Beschreibungen der Personen – die dazu passenden Bilder entstehen fast von selbst im Kopf.

 Am Ende des Buches findet man eine Auflistung der Musiktitel, die den Autor beim Schreiben inspiriert haben, viele kenne und schätze ich, andere habe ich noch nie gehört. Und dann gibt es noch ein wunderbares Goodie, nämlich einen QR-Code zum kostenlosen Song-Download des exklusiven Songs zum Buch,  Interpreten sind „Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen“.

 Wenn ihr wissen wollt, wie eine Jugend in den Achtzigern auf dem Land - nicht nur in Schottland, sondern auch hier bei uns - ausgesehen hat, wenn ihr in das Flair der Achtziger eintauchen wollt, oder wenn ihr einfach nur in Erinnerungen schwelgen wollt – lest „Schottendisco“ von David F. Ross.

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