David Schnarch Die Psychologie sexueller Leidenschaft

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Inhaltsangabe zu „Die Psychologie sexueller Leidenschaft“ von David Schnarch

»David Schnarch zeigt, dass Liebesbeziehungen zu einer Differenzierung des Selbst herausfordern. Man muss lernen, sich dem Partner gegenüber mit echten Gefühlen zu zeigen und in der Intimität bei sich selbst zu bleiben. Das ist eine sehr hohe Anforderung, deren Erfüllung oft schwierig und schmerzlich ist. Intimität und enge Bindung sind nach Schnarch nur möglich, wenn die Autonomie der Partner gesichert bleibt. Erst das eröffnet die Möglichkeit, die Beziehung auch sexuell spannungsgeladen und lebendig zu erhalten.« (Jürg Willi im Vorwort)

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  • Rezension zu "Die Psychologie sexueller Leidenschaft" von David Schnarch

    Die Psychologie sexueller Leidenschaft

    Jari

    07. March 2011 um 19:25

    Inhalt: Es ist nicht einfach, ein Paar zu sein. Nach der anfänglichen Verliebheit machen sich nach fünf, sechs, sieben Jahre Ehe oder Partnerschaft Langeweile und Errektionsprobleme im Bett breit. Man beginnt, sich über die kleinsten Dinge zu streiten. Man versteht sich nicht mehr und plötzlich fragt man sich, ob man noch an dieser Beziehung festhalten soll oder nicht. In dieser Situation befinden sich viele Paare, wenn sie Doktor Schnarch, seines Zeichens seit über 20 Jahren als Sexualtherapeut tätig, in seiner Praxis aufsuchen. Doch im Gegensatz zu den weitverbreiteten Ansätzen, wie "Konzentriere dich beim Sex auf dich selbst", hat Schnarch ein ganz neues Konzept entwickelt: Das Konzept der Differenzierung. Meine Meinung: Es gibt Bücher, die werden erst dann gelesen, wenn die richtige Zeit für sie gekommen ist. Bei mir verhält es sich bei David Schnarchs Buch "Die Psychologie der sexuellen Leidenschaft" so. Nein, ich habe weder mit Langeweile noch mit Erregungsstörungen im Bett zu kämpfen, aber in mir keimte schon lange der Gedanke, dass ich eine bessere Beziehung zu mir selbst haben sollte, mehr zu mir selbst stehen soll, auch beziehungstechnisch. Und genau da setzt Schnarch an. Das Prinzip der Differenzierung beruht darauf, dass man sich auf sich selbst zurückbesinnt und lernt, sich selbst Halt zu geben und das, ohne den Partner zu etwas zu zwingen. Man trifft Entscheidungen für sich selbst, nicht für den Partner. Es geht darum, dass man eine gesunde Beziehung zu sich selbst aufbaut, sodass man seinem Partner nahe sein kann, jedoch nicht aus der Bahn geworfen wird, falls man von ihm/ihr kritisiert wird oder mal eine Zeit ohne die geliebte Person auskommen muss. Dass man seine Meinung äussern und zu ihr stehen kann, ohne sich ausgeschlossen und verletzt zu fühlen, ist ebenfalls ein wichtiger Part des Differenzierungsprozesses. Das Prinzip, an sich selbst zu arbeiten, finde ich wahnsinnig interessant. Denn es ist bewiesen, dass eine gute Beziehung zu sich selbst und die Fähigkeit, zu sich selbst zu stehen, sich auf alle Bereiche des Lebens auswirken. Man tritt selbstbewusster auf und fühlt sich dadurch auch so und so kommt es, dass man sich auch in der Beziehung und im Sexleben Neues traut und alte Bahnen verlässt. Jedoch macht Schnarch kein Geheimnis daraus, dass dieser Prozess schmerzvoll ist. Man muss alte Pfade verlassen, was für viele Menschen nicht einfach ist. Anstatt den Partner mit Vorwürfen und Wünschen zu überhäufen, tut man sich selber etwas Gutes. Man fängt bei sich selber an. Schnarch sagt, dass die Monogamie kein Versprechen gegenüber einer anderen Person ist, sondern gegenüber sich selber. Geht man fremd, so verrät man nicht den Partner, sondern seine eigenen Prinzipien. Schnarch führt den Leser von Beginn an gut durch das Buch. Er erklärt seine Theorien und begründet seine Praxis. Er stellt uns verschiedene Paare vor, die mit verschiedenen Problemen zu kämpfen haben. Dadurch, dass wir viel über diese Menschen erfahren, liest sich das Buch manchmal wie ein kleiner Roman oder eine Kurzgeschichte. Das leichtert die anstonsten doch etwas anstrengende Lektüre auf. Nachdem wir über den Grundgedanken des "Differenzierungsprozesses" aufgeklärt wurden und erfahren haben, was Schnarch unter "siamesischen Beziehungszwillingen" (unser heutiges Bild einer Beziehung) versteht, erklärt Schnarch im zweiten Teil des Buches, wie man zu einem gesunden Ich-Gefühl findet und so lernt, wahre Intimität zuzulassen. Denn das, was wir im allgemeinen als "Intimität" wahrnehmen ist nur der Anfang einer tiefergehenden Intimität, die jedoch von unseren Ängsten und Befürchtungen blockiert ist. So führt Schnarch zum Beispiel die "Umarmung bis zur Entspannung" auf. Ausserdem empfiehlt er auch, beim Sex die Augen ab und zu mal offen zu halten. Im abschliessenden Part geht es um die Frage der Trennung, der Spiritualität und vor allem den "normalen Sadismus in jeder Paarbeziehung", ein wahrlich aufschlussreiches Kapitel für jeden Leser. Es führt auf, dass jeder zu einem gewissen Grad sadistisch handelt, um vom Partner das zu bekommen, was wir wollen. Dabei verletzen wir nicht nur den Partner, sondern auch uns selber. Ich muss sagen, es ist nicht einfach, dieses Buch zu lesen, aber es lohnt sich allemal! "Die Psychologie sexueller Leidenschaft" wird als "Klassiker" im Bereich der Sexualratgeber gehandelt und ich kann dies nur unterschreiben. Denn Schnarch bringt wirklich mal etwas anderes. Hier muss man bei sich selber anfangen und nicht beim Partner. Jedoch ist dies nicht leicht zu bewerkstelligen und viele fürchten sich davor, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Aber genau das finde ich wichtig. Wie soll mein Partner mich verstehen, wenn ich mich nicht einmal selber verstehe? Anmerken muss ich, dass ich gerne etwas mehr Tipps und Hinweise von Schnarch erhalten hätte, wie man zu einer selbstbestimmten Persönlichkeit wird. Ausserdem bemängelt der Autor die Praxis, sich beim Sex in seine Phantasien zurückziehen. Jedoch merkt er an, dass dies nicht an für sich schlecht ist. Da habe ich mich selbst gefragt, wie man sich in Phantasien verlieren kann, ohne den Kontakt zum Partner zu verlieren. Darauf hatte Schnarch wohl keine Antwort, zumindest vermisste ich diese. Jedoch muss ich wiederholen, dass sich die Lektüre für mich als Person und für mich als Teil einer Beziehung durchaus gelohnt hat. Ich habe einige von Schnarchs Vorschlägen für mehr Kontakt zum Partner und mehr Intimität bereits in die Tat umgesetzt. Nun möchte ich mich also daran machen, von einer Person mit einem einem geringen Differenzierungsgrad zu einer Person mit hohem Differenzierungsgrad zu werden! Fazit: Ein sehr interessanter Beziehungsratgeber, dem ich jedem empfehlen würde, der sich für die Mechanismen hinter unserem Verhalten interessieren. Man muss nicht unbedingt in einer kriselnden Partnerschaft stecken, um dieses Buch zu lesen, denn man kann den Grundgedanken Schnarchs auf alle Bereiche des alltäglichen Lebens anwenden. Jedoch kann man von der Lektüre nur profitieren, wenn man bereit ist, an sich SELBST zu arbeiten und für sich selbst Entscheidungen zu treffen. Dies ist ein langer und schwerer Weg und nicht jeder ist bereit dazu, anstatt den Partner zu kritisieren, sich selbst zu analysieren und sich mit sich selber auseinanderzusetzen.

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  • Rezension zu "Die Psychologie sexueller Leidenschaft" von David Schnarch

    Die Psychologie sexueller Leidenschaft

    variety

    01. January 2008 um 15:55

    Was für dieses Buch gilt, soll auch in langjährigen Beziehungen stattfinden: nicht zu schnell aufgeben, bitte! Denn der Anfang ist ziemlich theoretisch und gewöhnungsbedürftig. Ist man dann aber einmal im Thema drin, packt es einen unweigerlich. Insbesondere die Fallbeispiele sind direkt aus dem Leben gegriffen und werden intensiv analysiert. Manchmal ertappte ich mich beim Lesen dabei, dass ich am liebsten die berühmte Ameise im Therapeutenzimmer gewesen wäre, um ja alle Details der Gespräche mitzubekommen...! Pflichtlektüre für alle Paare.

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