David Servan-Schreiber Man sagt sich mehr als einmal Lebewohl

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Inhaltsangabe zu „Man sagt sich mehr als einmal Lebewohl“ von David Servan-Schreiber

“Früher oder später würde er zurückkehren, das wusste ich. Ich konnte Zeit gewinnen, gut und ohne Angst leben, ihn fast vergessen. Aber jetzt ist der Rückfall da. The Big One. Er zwingt mich, mir die großen Fragen zu stellen, Rechenschaft abzulegen: Was bleibt von meinem Kampf gegen die Krankheit, vom Antikrebs-Lebensstil, wenn ich diesmal unterliege? Alles, so meine ich. Warum, erkläre ich in diesem Buch. Zugleich möchte ich allen Lebewohl sagen, die meine früheren Bücher gelesen und mich auf meinem Weg begleitet haben. So oder so, ich glaube an ein Wiedersehen: Man sagt sich mehr als einmal Lebewohl.” 19 Jahre nach seiner ersten Diagnose, nach Jahren intensivster Forschung und zwei Büchern, die Millionen Lesern in aller Welt Alternativen im Umgang mit ihrer Krebserkrankung aufzeigten, muss David Servan-Schreiber sich der Erkenntnis stellen, dass die Zeit knapp wird. Rückhaltlos offen schildert er seine Ängste – aber auch den geglückten Versuch, keinen Tag ohne Freude, ohne Hoffnung zu leben. Er stellt seine Erkenntnisse auf den Prüfstand und bekennt, wo er selbst von seinen Ratschlägen abgewichen ist. Und schreibt, mit ungebrochenem Mut, ein sehr persönliches, bewegendes Buch über die Frage, wie wir leben und uns auf den Tod vorbereiten wollen; weise, ehrlich, inspirierend.

Hat mir viele neue Gedanken und Einsichten mitgegeben! Ein weises, einfühlsames und offenes Buch bei Themen um Krankheit und Tod.

— loveisfriendship
loveisfriendship

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  • Rezension zu "Man sagt sich mehr als einmal Lebewohl" von David Servan-Schreiber

    Man sagt sich mehr als einmal Lebewohl
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    16. February 2012 um 10:03

    Mit 31 Jahren erkrankte der Neurowissenschaftler David Servan-Schreiber, der in Pittsburgh das Zentrum für integrative Medizin gegründet hatte, an einem Hirntumor. Nach einer erfolgreichen Operation und Therapie widmete sich Servan-Schreiber fortan mit all seiner Kraft der Antikrebsforschung. Seine Bücher „Das Antikrebs-Buch“ und „Die neue Medizin der Emotionen“ erlebten hohe Auflagen in vielen Ländern der Welt und ermutigten Millionen an Krebs erkrankte Menschen, mit einem anderen Ernährungs- und Lebensstil die Hoffnung nicht aufzugeben und den Zeitpunkt der Wiederkehr des Krebs möglichst lange aufzuschieben. Im Juni 2010, nach 19 Jahren erfolgreichen persönlichen Kampfes gegen den Krebs, musste David Servan-Schreiber der Wahrheit ins Auge sehen. Nach einem MRT wurde ein neuer Hirntumor festgestellt, und die Aussichten auf eine neuerliche Rettung waren schlecht. Er stellt sich diesem Schicksal und beginnt schreibend seine Situation zu reflektieren. Entgegen vieler Nachfragen von Freunden, ob nun durch sein eigenes Schicksal der Inhalt seiner beiden Bücher obsolet geworden sei, steht er weiter zu seinen Thesen, muss aber in einem schmerzhaften Reflexionsprozess sich selbst , seiner Familie ( er ist gerade Vater eines kleinen Kindes geworden) und auch seinen Lesern eingestehen, dass seine Lebenspraxis in den vergangenen Jahren nicht der entsprach, die er seinen Patienten empfohlen hatte. Zwar hat er die vielen Reisen und Vorträge in aller Welt genossen, das gibt er zu. Er sagt auch, er würde es wieder so machen, aber über diesen ganzen Stress und einer schlechten Ernährung ist der Tumor zurückgekehrt. Und er schreibt: „Man darf sich nicht übernehmen und erschöpfen. Zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen vor Krebs gehört es, eine gewisse innere Ruhe zu finden.“ Und er gesteht sich ein: „ Ich habe es nicht geschafft, nahe bei der Natur und den natürlichen Rhythmen zu bleiben.“ An anderer Stelle ruft er sich und seinen Lesern in Erinnerung: „Man muss die eigene Gesundheit pflegen, sein seelisches Gleichgewicht pflegen, seine Beziehungen zu anderen Menschen pflegen, die Erde um uns herum pflegen. Die Gesamtheit dieser Bemühungen trägt dazu bei, uns vor Krebs zu schützen, individuell und kollektiv, auch wenn es nie eine hundertprozentige Garantie geben wird.“ Unlängst war in den Nachrichten die Meldung zu hören, dass aufgrund falscher Ernährung und mangelnder Bewegung der Krebs auf dem Vormarsch ist und schon für weit mehr als ein Viertel aller Todesfälle verantwortlich ist, mit steigender Tendenz. David Servan-Schreiber reflektiert aber nicht nur die medizinischen Fragen, sondern er begibt sich in diesem lesenwerten und bewegenden persönlichen Dokument auch auf die Reise nach innen, zu seiner Spiritualität und zu den Fragen, was von ihm bleibt. Der bekannte Therapeut Wolfgang Bergmann hat im Herbst 2011 ein ähnliches Buch geschrieben wie Servan-Schreiber unter dem Titel „Sterben lernen: Notierungen zu Krebs und Not und Tod“, das ich an dieser Stelle empfehlen möchte. Auch er ist einer ihn transzendierenden Wahrheit auf der Spur: "Was ist das für eine Wahrheit, die ich nur zaghaft am Zipfel zu fassen bekomme? Sie ist immer noch da, wie eine unerschütterliche Realität. Ich begreife sie nicht, So wenig wie das Sterben. Aber sie trägt. Gott trägt sie? Aber wohin?" Beide Bücher und ihre persönlichen Texte gehen tief. Ihr Versuch, das "Sterben lernen" in Worte zu fassen, konfrontiert den bewussten und sensiblen Leser mit der eigenen Endlichkeit. Mehr als einmal habe ich beim Lesen an mein gegenwärtiges Leben gedacht, und wie es wäre, mich nach einer ähnlichen Nachricht von ihm schnell verabschieden zu müssen.

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  • Rezension zu "Man sagt sich mehr als einmal Lebewohl" von David Servan-Schreiber

    Man sagt sich mehr als einmal Lebewohl
    Clari

    Clari

    09. February 2012 um 17:12

    Leben und Sterben: eine Erfahrung. Der bevorstehende Tod wird von Menschen in Abhängigkeit von Zeit, Alter, Krankheitsverlauf und Lebensumständen unterschiedlich erlebt. Auf dem Umschlag dieses Buches sehen wir einen gut aussehenden Mann mit tief dunkelblauen Augen. Mit 31 Jahren war David Servan - Schreiber an einem besonders bösartigen Gehirntumor erkrankt und lebte nach einer dramatischen Operation und langjährigen Behandlung noch weitere 19 Jahre. Er war selber Arzt und Psychiater. Seine Krankheit war ihm Ansporn, auf dem Gebiet der biologischen Krebsabwehr aktiv zu werden. Er schrieb mehrere Bücher, reiste auf Kongresse und zu Medienveranstaltungen und wurde zu einem unermüdlichen Kämpfer für die biologische und mentale Krebsabwehr. Als der Tumor nach fast zwanzig Jahren mit ungeheurer Ausdehnung erneut gewachsen war und zu erheblichen Beeinträchtigungen der Motorik und zu zahlreichen lebensbedrohlichen Beschwerden führte, gab es keine Rettung mehr für den Patienten. In seinem letzten Buch beschäftigt sich der Autor mit dem Abschied, den Schmerzen und seiner Todesfurcht. Sehr nüchtern aber nicht ohne Emotionen berichtet er von Freunden und Verwandten, die ihm außerordentlich nah und hilfreich zur Seite standen. Kann man ein solches Schicksal ertragen lernen? Das Wissen um den bevorstehenden Tod, nach dem man zwei sehr kleine Kinder zurücklassen muss, die noch lange des Schutzes und der Begleitung bedürfen, ist mit 51 Jahren nur schwer zu ertragen. Voller Empathie und liebenswürdiger Selbsteinsichten und durchdrungen von dem Gedanken an die Beeinflussbarkeit von Krankheiten durch eine gesunde Lebensführung und positive Gedanken, schafft er es, sich und andere zu einem lebenswerten Leben zu ermutigen. Da der Autor grundehrlich und von innerer Kraft und Ausdauer ist, bekommt man durch sein letztes Buch den Eindruck von einem Mann, der niemals aufgibt. Bemerkenswert ist die Wahrnehmung von Liebe, Freundschaft und Anteilnahme, der er sich nicht verschließt. Wenngleich er auf Selbstständigkeit und Autonomie bedacht ist, kann er sich zuletzt doch der Fürsorge seiner nächsten Verwandten anvertrauen. Beispielhaft ist der Lebensweg dieses Arztes, der sich neben der eigenen schweren Erkrankung mit großem Engagement der ganzheitlichen Medizin verschrieben hat. Dazu gehört die Einheit von Geist, Körper und Seele. Es gelingt ihm glaubhaft, seine letzten Vorkehrungen zu treffen, Abschied zu nehmen und mit leiser Trauer auch seiner kleinen Kinder zu gedenken. Bei David Servan-Schreiber zeigt sich eine unermüdliche Kraft und Stetigkeit, gegen den Tod zu kämpfen und ihn zuletzt in würdiger Weise anzunehmen und zu überstehen. Demut ist nach Aussagen des Autors der letzte Garant für einen würdevollen Tod. Er ist ihm laut Aussagen seines Bruders Eduard, der ein Nachwort zu diesen Auzeichnungen geschrieben hat, gelungen. Dieses kluge und weise Buch gibt anrührend Auskünfte darüber, wie der Tod erlebt werden kann. Dazu gehört die Gewissheit, dass der Tod nicht nur Furcht und Schrecken verbreiten muss, sondern dass dieser mit der Befreiung von Leid und Abschiedsschmerz als eine Art Tröstung und sogar Glücksversprechen erwartet werden kann. Insofern ist dieses letzte Buch von David Servan-Schreiber ein Vermächtnis für alle jene, die sich mit dem bevorstehenden Tod auseinander zu setzen haben und positive Ermutigung suchen, sich dem Unabänderlichen zu stellen.

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