David Shields Reality Hunger

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Inhaltsangabe zu „Reality Hunger“ von David Shields

<p>David Shields hat ein in den USA heiß diskutiertes Buch geschrieben. Sein "literarisches Manifest" ist "ultrahip" (The Observer) und nimmt leidenschaftlich und intelligent Stellung zu den wichtigsten Fragen der Gegenwartskultur: Was ist Realität, was ist Wirklichkeit, was ist "echt" und "authentisch", in welchen Formen stellen wir unser Leben in der Kunst dar? Horaz, Friedrich Nietzsche, Samuel Beckett, Thomas Pynchon, Nicholson Baker, Jean-Luc Godard, Lars von Trier und viele andere bekannte Namen der Literatur- und Kulturgeschichte treffen auf die Google- und Facebook-Generation; sie bilden den aktuellen Hintergrund für eine grundlegend neue Kultur des Sampelns, der kreativen Montage von Bildern und der freien Benutzung aller Texte. Urheberrechte sind genauso wie die Forderung nach einer naturalistischen Erzählung und nach einer linearen Handlung Relikte aus der alten Welt.<br /> Shields plädiert in seinem Manifest für die Freiheit von Grenzen, seien es die zwischen Fakt und Fiktion bzw. zwischen Reportage und Erfindung oder die zwischen Erzählung und Essay. Mit seinem ebenso provozierenden wie höchst informativen Werk, das selbst zu einem großen Teil aus Zitaten, Aphorismen und Anekdoten anderer Autoren besteht, regt Shields dazu an, traditionelle Ansichten über Originalität, Authentizität und Kreativität zu überdenken. Man wird sein Buch lieben oder hassen. Ohne Zweifel gelingt es ihm jedoch spielend, allen Seiten in der kontroversen Debatte auf höchst unterhaltsame Art und Weise die Gründe für ihre Argumentation zu liefern.</p>
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  • Rezension zu "Reality Hunger" von David Shields

    Reality Hunger
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    04. June 2011 um 20:43

    Mit seinem 2009 erschienenen Buch „Das Dumme am Leben ist, dass man am Ende tot ist“ hat der amerikanische Schriftsteller David Shields eine damals viel beachtete "Art Anleitung zum Glücklichsein" vorgelegt, bei der er von der einfachen, aber wichtigen und zentralen Erkenntnis ausging: "Das Leben ist einfach, tragisch und schön." Und es ist vergänglich. Nur in der radikalen und wie Shields findet, nicht –spirituellen Anerkennung dieser biologischen Tatsache, liege die Quelle aller möglichen Glückserfahrungen zu Lebzeiten. Das nun vorliegende Buch „Realityhunger“ setzt das letzte Buch in gewisser Weise fort. Er fragt sich immer wieder: was ist eigentlich die Realität, was ist Wirklichkeit, was ist echt und authentisch. Er bringt dabei Generationen von bekannten Schriftstellern zusammen mit der neuen Generation der Netzwerknutzer. In einem Werk, das selbst aus insgesamt 618 Zitaten, Aphorismen und Anekdoten anderer Autoren besteht, kein einziges Wort ist von ihm selbst, lässt er immer wieder seine These durchblicken, dass es längst an der Zeit ist, die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion, zwischen Reprotage und Erfindung, zwischen Erzählung und Essay aufzuheben , sich von ihnen frei zu machen. Er zeichnet eine grundlegend andere neue Kultur, die sampelt, kreativ Bilder montiert und verändert und alle verfügbaren Texte frei benutzt. Es sei an der Zeit, so lässt er durch die Auswahl und die Anordnung seiner 618 Zitate durchblicken, unsere traditionellen Ansichten über Originalität, das Authentische und das Kreative zu überdenken. Das Buch wird heftig diskutiert werden, fällt es doch gerade in eine Debatte, in der ziemlich pharisäerhaft darüber diskutiert wird, ob man Gedanken und Ideen anderen benutzen darf für eigene Texte.

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