David Signer Die nackten Inseln

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Inhaltsangabe zu „Die nackten Inseln“ von David Signer

David Signer legt mit seinem zweiten Roman ein sprachlich ausgereiftes und vielschichtiges Buch vor. Die Begegnung des Protagonisten mit der unehelichen Tochter, ihr Verschwinden und die verzweifelte Suche nach ihr bilden den Rahmen für einen furiosen Roman. Von Dakar über Zürich nach Jamaika und Haiti treibt Signer die Geschichte rasant vorwärts bis zum großen Showdown auf den Kapverdischen Inseln. Der Journalist Richard Schlee hat seine Partnerin Johanna fluchtartig verlassen, als sie wegen einer Psychose und eines Selbstmordversuchs in die Psychiatrie eingeliefert wurde. Er lebt jetzt in einem Vorort von Dakar und schreibt von dort aus Reportagen. Was Johanna nicht weiß, und er selber auch noch nicht lange: Er hat eine vierjährige Tochter in Nigeria, deren Mutter vor kurzem gestorben ist. Richard holt die kleine Joy nach Dakar. Damit beginnen sich die Probleme auf einmal zu häufen: Reisebekanntschaften, die er lieber vergessen hätte, melden sich wieder, eine nigerianische Soziologin fühlt sich von ihm belästigt, sein ehemaliger jamaikanischer Fahrer möchte die entwendete Brieftasche von ihm zurückhaben und schließlich bekommt er auch noch Ärger mit einem Konsul, einer Gruppe von Matriarchatsanhängerinnen und seinem Chef. Als er von einer Reportage auf Haiti zurückkehrt, ist sein Haus abgebrannt und Joy unauffindbar. Eine detektivische Verfolgungsjagd führt Richard zur kleinen Atlantikinsel Santo Antão – der Showdown beginnt.

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  • Rezension zu "Die nackten Inseln" von David Signer

    Die nackten Inseln
    doktormabuse

    doktormabuse

    07. May 2012 um 11:10

    Ich weiß nicht so recht... Gut sind die Schilderungen der Verhältnisse in Afrikas Städten. Hier hat Signer, der Ethnologe, seine Hausarbeiten gemacht. Die Story ist eher schlecht, unlogisch auch der Hauptcharakter, der sich zwar munter durch die Welt vögelt, gleichzeitig natürlich super Journalist ist und dann plötzlich eine vier-(andernorts heißt es dann fünf-) jährige Tochter aus Nordnigeria nach Dakar holt, von der er erst kurz zuvor erfuhr, um die er sich auch nur nachlässig kümmert (kaum ist sie da, 'muss' er für zwei Wichen nach Haiti!) - dann aber (mit ihtrem Verschwinden) fast wahnsinnig vor Verlustgegfühlen wird. Er selbst floh vor seiner 'Frau' (eine Ehe, die natürlich nicht vor dem Standesamt geschlossen ist, daher egal), die er in einer Irrenanstalt zurückläßt, aus der Schweiz ausgerechnet nach Dakar, um von dort aus als Journalist für angesehene Zeitschriften in die Welt geschickt zu werden (denen Spesen offenbar keine Rolle spielt). Er reist nach Jamaica, vögelt jede Hure, die ihm vor die Linse läuft, hält auch mit jeder von ihnen e-mail-Kontakt - und wundert sich nicht, als seine Frau ihm, dank gehacktem Password, ins Mailkonto spuckt und auf ihre Faust verfasste. kompromittierende mails an seine Geschäftspartner (und die Huren) verschickt - sehr gewieft, der Herr Journalist. Alles in allem muss ich nach der Lektüre, die mir am Ende immer schwerer fiel, noch einen Stern entfernen. Die 2 Sterne gibt es auch nur, weil afrikanische (und karibische) Verhältnisse gut getroffen sind. Ansonsten wird mittels der Hetzerei an verschiedendste Schauplätze nicht wirklich was für die Story erreicht. Sie sind nur die Matrix, um das soziologisch/ethnologische Fachwissen unterzubringen, was, wie gesagt, auch gut gelungen ist - aber NICHT sinnvoll für das Buch ist. Mich haben Story und Hauptperson jedenfalls zunehmend genervt. Ein erfahrener Journalist ist was anderes. Ein Sachbuch oder eine Anekdotensammlung des sicher sehr versierten Ethnologen Signer wäre besser investierte Schreibezeit gewesen.

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