David Simon

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Autor von Homicide, Liebe heilt alles und weiteren Büchern.

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David SimonHomicide
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Homicide
Homicide
 (19)
Erschienen am 29.08.2011
David SimonLiebe heilt alles
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Liebe heilt alles
Liebe heilt alles
 (6)
Erschienen am 09.09.2010
David SimonHomicide: Ein Jahr auf mörderischen Strassen
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Homicide: Ein Jahr auf mörderischen Strassen
David SimonThe Corner
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The Corner
The Corner
 (2)
Erschienen am 14.03.2012
David SimonEnter your Matrix
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Enter your Matrix
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Erschienen am 01.05.2014
David SimonUnd die Welt war eine andere
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Und die Welt war eine andere
Und die Welt war eine andere
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Erschienen am 21.07.2006
David SimonZehn Entscheidungen für ein besseres Leben
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Zehn Entscheidungen für ein besseres Leben
Zehn Entscheidungen für ein besseres Leben
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Erschienen am 01.02.2007
David SimonThe Corner: Bericht aus dem dunklen Herzen der amerikanischen Stadt
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The Corner: Bericht aus dem dunklen Herzen der amerikanischen Stadt

Neue Rezensionen zu David Simon

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Stefan83s avatar

Rezension zu "Homicide" von David Simon

„Es gibt ihn, den perfekten Mord.“
Stefan83vor 3 Jahren

„In den letzten fünfzehn Jahren hat sich unsere Arbeit in mancher Hinsicht verändert. Der sogenannte CSI-Effekt, also die Auswirkung der Darstellung der Ermittlungsarbeit in Krimis und Serien auf das öffentliche Bild von der Polizeiarbeit, hat die Erwartungen von Geschworenen und Richtern in unzumutbare Höhen getrieben und ist überall zum Fluch der Staatsanwälte geworden. Die Einschüchterung von Zeugen hat zugenommen, und die Kooperationsbereitschaft der Bürger ist zurückgegangen, was nicht überrascht. Gangs haben Baltimore für sich entdeckt. Das Drogenproblem ist keineswegs geringer geworden. Es gibt weniger Dunker (der einfache, offensichtliche und schnell zu lösende Mordfall) und mehr Whodunits (das genaue Gegenteil davon). (…) Doch unterm Strich sind solche Veränderungen von geringer Bedeutung, und die Arbeit eines Detectives ist im Großen und Ganzen immer noch genau so, wie David Simon sie geschildert hat. Sie ist bestimmt von Tatorten, Befragungen und Verhören vor dem Hintergrund menschlicher Schwächen. Und so wird es immer sein.“

So die das Buch abschließenden Worte von Terrence „Terry“ McLarney, Lieutenant des Baltimorer Morddezernats, nur einem der vielen Protagonisten in David Simons True-Crime-Werk „Homicide – Ein Jahr auf mörderischen Straßen“, dessen Veröffentlichung in Deutschland fast genau zwei Jahrzehnte (und meiner Ansicht nach damit viel zu lange!) auf sich warten ließ. Eins davon hat inzwischen auch McLarneys Schlusswort auf dem Buckel und dennoch sei es dieser Besprechung vorangestellt, fasst es doch die Entwicklung der Ostküsten-Metropole nicht nur treffend zusammen, sondern auch den „ewigen Kreislauf der Scheiße“ (Richard Price, „Clockers“), in dem sich zwar die beruflichen Begleitumstände und Bedingungen im Wandel der Zeit geändert haben, die Arbeit für den Mordermittler aber immer noch dieselbe geblieben ist. Und sie ist es, welche Simon – aus dessen Buch nicht nur die gleichnamige Serie „Homicide“ (1993-1999) entstand, sondern der auch verantwortlich für die Realisierung solcher TV-Schwergewichte wie „The Wire“ oder „Treme“ zeichnet – in seiner literarischen Reportage in den Vordergrund stellen wollte.

Im Jahr 1988 begann Simon mit seinem Projekt. Von Januar bis Dezember schloss er sich – sonst Reporter bei der „Baltimore Sun“ – den Polizisten der Mordkommission (Homicide) aus Baltimore unter der Leitung von Detective Lieutenant Gary D'Addario an, begleitete sie bei ihren Einsätzen und Ermittlungen, lauschte an der Tür zum Verhörraum, notierte ihre Gespräche, trank mit ihnen und nahm gar an einer Autopsie mit anschließendem Mittagessen teil – wurde damit also zu einem „Embedded Journalist“, wie man ihn sonst eher aus Kriegsgebieten kennt. Das war Baltimore zu diesem Zeitpunkt zwar nicht – sechs Jahre früher hielt der so genannte „Barksdale Krieg“ (thematisch aufgegriffen in „The Wire“) die Stadt in Atem – die Mordrate inzwischen aber weiterhin kontinuierlich gestiegen und am 31. Dezember 1988 sollte die weiße Tafel im Versammlungsraum der Homicide Section 234 Morde verzeichnen. (Nur zum Vergleich: 2015 wurden 344 gezählt. Und das obwohl die Bevölkerung seit den frühen 90er Jahren über 100.000 Einwohner verloren hat) Schon diese Zahl verdeutlicht, was der Job eines Detectives in erster Linie ist –  tagtägliche Fließbandarbeit, die wenig bis nichts mit dem Bild der Polizei gemein hat, was viele TV-Krimiserien und Filme uns in der Regel verkaufen wollen. Ein unrealistisches Bild, das, so lernen wir hier, inzwischen auch das amerikanische Justizsystem bedroht, da es dadurch immer schwieriger wird, Geschworene zu bekommen, die für ihre Aufgabe tatsächlich geeignet sind bzw. verstehen, dass es eben nicht möglich ist, jeden vor Gericht gebrachten Fall mittels DNA-Analyse, Fingerabdrücken, Mordwaffe, Motiv und Zeugen abzusichern.

Nicht selten scheitern genau deshalb Anklagen, was umso härter trifft, als der Leser über 800 Seiten erfahren muss, mit welcher Härte und Hingabe die Ermittler ihre Aufgabe nachgehen, wohl wissend, dass die Mühe durchaus umsonst sein kann. Die Realität – sie ist hart, sie ist ernüchternd und sie ist weit schmerzhafter als es jegliche Fiktion sein könnte. Und sie verändert diejenigen, welche sich jeden Tag damit konfrontiert sehen. Ein guter Detective – das wird man nicht innerhalb kurzer Zeit und schon gar nicht hinter dem Schreibtisch. Das muss in „Homicide“ vor allem Tom Pellegrini erfahren, der gleich zu Beginn seiner Karriere bei der Mordkommission mit einem so genannten „Red-Ball“ konfrontiert wird – einem Tötungsdelikt, dem höchste Aufmerksamkeit gilt. In diesem Fall ist dies Latonya Wallace. Ein elfjähriges Mädchen, auf dem Weg von der Bibliothek nach Hause brutal umgebracht und in einem schäbigen Hinterhof im Stadtteil Reservoir Hill abgelegt. Selbst für die abgebrühten und abgestumpften Ermittler ist dies ein Mord, der längst verloren geglaubte Gefühle weckt. Und für David Simon auch das perfekte Beispiel anhand dem er das Auf und Ab dieses Berufs, das Arbeitspensum, die Gleichgültigkeit der Zeugen und in vielen Phasen auch die Hilflosigkeit des Justizsystems dokumentiert. Während andere Ermittler, wie der alte Donald „Big Man“ Worden sich mit einer Schusswaffenbeteiligung eines Polizisten herumschlagen müssen oder Rich Garvey mit einer unverschämten Glückssträhne zehn Fälle hintereinander löst, quält sich Pellegrini, anfangs noch von einer Vielzahl von Personal unterstützt, irgendwann komplett allein durch die Akten. Sichtet Beweise neu, untersucht den vermeintlichen Tatort und die Umgebung ein drittes und ein viertes Mal. Wartet auf Laborauswertungen. Und ruft immer wieder den „Fish Man“ aufs Revier – einen älteren Bewohner aus der Nachbarschaft, der bereits in den 50ern wegen eines Sexualdelikts angeklagt worden und bekannt dafür ist, einen Blick auf junge Mädchen zu werfen. Er ist Pellegrinis Hauptverdächtiger. Doch wie ihn überführen?

David Simons Reportage ist fernab vom Glanz und Gloria und auch weit davon entfernt, ein Loblied auf den guten, aufrechten Cop zu singen. Stattdessen lässt er uns einen Blick auf eine Gruppe von unterschiedlichen Menschen und Charakteren werden, die verschiedene Talente aufweisen, mal mehr, mal weniger sympathisch daherkommen. Männer, unterbezahlt, überarbeitet und aufgrund vieler rassistischer und homophober Witze nicht immer wirklich gesellschaftsfähig. Und dennoch deshalb nicht gleich Rassisten oder Schwulenhasser. Es sind Männer, die vollkommen in ihrer Arbeit aufgehen, nur selten ein Ventil für ihren Frust finden, Lob nicht zu erwarten haben und denen in den meisten Fällen selbst von denjenigen, denen sie geholfen haben, Abneigung entgegengebracht wird. Das differenzierte Bild, welches wir dank Simon hier erkennen können, zeigt –  vielleicht zum ersten Mal im Genre des „True Crime“ – unverwässert und ohne literarische Ausschmückung, was es heißt, Tag ein, Tag aus, der Arbeit als Detective nachzugehen. Es zeigt die gesundheitlichen und familiären Folgen. Es zeigt, dass Motive in einem Mord weit weniger wichtiger sind, als uns die Rätsel-Krimis weismachen wollen. Und es zeigt, dass Glück und Scheitern in diesem Beruf eng zusammenliegen.

Es gibt drei Säulen jeder Mordermittlung. Spuren. Zeugen. Geständnisse. Und es gibt die zehn goldenen Regeln eines Mordermittlers (in der aufwändig und schön gestalteten Kunstmann-Ausgabe auf dem Lesezeichen aufgedruckt), von denen die letzte vielleicht die wichtigste und am schwersten zu akzeptierende ist:

„Es gibt ihn, den perfekten Mord.“

„Homicide“ - das ist vor allem ein unverdaulicher Brocken. Ein Buch, das sich dem „Page-Turning“ verweigert, das die Aufmerksamkeit des Lesers vollkommen beansprucht und auch dessen seelische Resistenz auf die Probe stellt. Die Nüchternheit, wenn auch immer gepaart mit einen schwarzen, beißenden Humor, sie bestimmt die Szenerie. An einem Spannungsbogen, an künstlerischer Dramatik – an all dem war David Simon nicht gelegen, wodurch die Lektüre Zeit und Geduld einfordert. Und auch das Verstehen, wie kostbar und – vor allem zum damaligen Zeitpunkt – einmalig die Einblick sind, die man uns hier gewährt, was wiederum insofern bemerkenswert ist, da sie nicht immer ein moralisch gutes Licht auf die Mordkommission von Baltimore werfen. Da werden Geständnisse ohne Beisein eines Anwalts ertrickst, Zeugen beeinflusst und – wenn ein gar Kollege zu Schaden kam – auch mal deutlichere Argumente verteilt, um einfach Dampf vom Kessel zu lassen oder jemanden zum Reden zu bringen. Wenngleich an dieser Stelle betont sei: So etwas passiert Simons Erfahrung nach tatsächlich höchst selten. Nicht aufgrund von Zimperlichkeit, sondern vor allem weil es sich bei den meisten Verdächtigen um Drogenhändler und unverbesserliche Kleinkriminelle handelt, für die kein Cop seine Karriere riskiert. „Irgendwann“, so die häufige Einstellung, „werden wir eh ein paar weiße Kreidestriche um deinen Arsch malen.“

Würde ich diesem nachhaltig beeindruckenden und prägenden Werk ein Attribut verleihen müssen, es wäre wohl Ehrlichkeit. David Simon ist der natürlichen Versuchung, sich in dem einen Jahr mit seinen neuen „Kollegen“ zu eng zu verbrüdern, nicht erlegen. Dennoch duldeten und akzeptierten sie ihn an seiner Seite, wohl wissend, dass dabei Dinge ans Licht kommen würden, die ihrer Behörde Schwierigkeiten bereiten konnten. Welche das im einzeln letztlich tatsächlich waren, erläutert Simon in seinem äußerst informativen Nachwort, das nicht nur die Parallelen zwischen dem Niedergang des Journalismus und an Funktion orientierter Polizeistrukturen herausarbeitet, sondern auch gleichzeitig schon eine kleine Brücke zu „The Corner“, Simons zweitem größerem „True-Crime“-Bericht schlägt, den er gemeinsam mit dem Ex-Detective Ed Burns (ehemaliger Partner des eigenwilligen Harry Edgerton, einem weiteren wichtigen Protagonisten von „Homicide“) schrieb und welcher sich auf den Drogenhandel und seine Auswirkungen an einer bestimmten Straßenecke konzentriert. Fans von „The Wire“ (übrigens die beste TV-Produktion, die ich jemals gesehen habe) vermuten richtig, wenn sie hier die Ursprünge der Serie vermuten.

Norman Mailer sagt über Homicide: „Das beste Buch, das je ein amerikanischer Autor über die Ermittler eines Morddezernats geschrieben hat.“

Dem sei an dieser Stelle einfach nichts mehr hinzugefügt.

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Igelmanu66s avatar

Rezension zu "Homicide" von David Simon

Ein Jahr in der Oberliga
Igelmanu66vor 3 Jahren

»In einer Polizeibehörde mit zirka dreitausend vereidigten Cops gehörst du zu den sechsunddreißig, die mit der Verfolgung des schlimmsten Verbrechens überhaupt beauftragt sind: dem Raub eines Menschenlebens. Du bist die Stimme der Toten. Der Rächer der Verschiedenen. Dein Gehaltsscheck kommt vielleicht von der Stadtverwaltung, aber, verdammt, nach sechs Bier glaubst du irgendwann selbst, dass du eigentlich im Dienst des Herrn unterwegs bist.«


David Simon, Reporter und Drehbuchautor, durfte ein Jahr lang als „Praktikant“ das Morddezernat von Baltimore während seiner Arbeit begleiten. Das Ergebnis ist eine packende Reportage, die mich über 800 Seiten lang ans Buch gefesselt hat.

 

Der Bericht startet am 19. Januar 1988, während einer Nachtschicht, mit Mordopfer Nummer 13 des noch jungen Jahres. Im Laufe der Nacht wird Mord Nummer 14 hinzukommen und am 31. Dezember 1988 wird der Zähler ermordeter Menschen in Baltimore bei 234 angekommen sein.


Wer glaubt, sich die tatsächliche Arbeit eines Morddezernats vorstellen zu können, weil er viele Krimis gelesen oder entsprechende Filme  gesehen hat, der wird hier eines besseren belehrt. Die Realität kommt hart und ungeschminkt rüber und man ahnt schon nach den ersten Abschnitten, weshalb sich alle Detectives ständig mit markigen Sprüchen und dreckigen Witzen gegenseitig übertrumpfen wollen und ein Trinkgelage nach dem nächsten stemmen.

 

Der Leser fühlt sich erschlagen von der Vielzahl der Opfer, der Gleichgültigkeit, mit der Zeugen auf Gesehenes reagieren und ist beeindruckt, welches enorme Arbeitspensum die Detectives auf sich nehmen. Und das, obwohl sie nicht mal sicher sein können, dass ein Täter, der von ihnen überführt und verhaftet wurde, auch tatsächlich verurteilt wird. Mal ganz zu schweigen von den Prioritäten, die die Ermittler bei ihrer Arbeit beachten müssen…

»Natürlich darf der Polizeichef nur dann überhaupt Luft holen, wenn er die Bedürfnisse des Bürgermeisters erfüllt hat, der viel entspannter über seine Wiederwahl sinnieren kann, wenn Sein höchsteigenes Polizeipräsidium Ihn nicht mit Peinlichkeiten oder Skandalen belästigt, Ihm höchstpersönlich zu Diensten ist und im Interesse des Gemeinwohls das Verbrechen bekämpft – ungefähr in dieser Reihenfolge.« (Man beachte auch die Großschreibung von „Ihm“)

 

Der Leser erfährt so einiges über „Red Balls – Morde, die zählen." Es geht um Statistik, Kriminalitätsberichte und Aufklärungsquoten, vor dem geistigen Auge (und auch auf einigen Fotos) sieht man sich auftürmende Aktenberge. Wieviel kleinteilige und mühselige Schreibtischarbeit in den Ermittlungen steckt, lässt sich für einen Außenstehenden kaum erahnen.


David Simon führt den Leser an die Arbeit der Mordermittler heran, stellt dazu „Die drei Säulen jeder Mordermittlung – Spuren. Zeugen. Geständnisse.“ und „Die zehn goldenen Regeln eines Mordermittlers“ vor. Als Krimileser ist man erstaunt, wie wenig Bedeutung in der Realität dem Motiv beigemessen wird! Weiter geht es mit Verhörtaktiken, den Abläufen vor Gericht und vielem, vielem mehr.

 

Auch kritische Blicke fehlen nicht, wenn es um Themen wie Rassismus, Homophobie, Gewaltausübung durch Polizisten und den Schusswaffengebrauch geht. Ich war erstaunt, mit welcher Ehrlichkeit sich die Detectives äußersten, mit welcher Freimütigkeit sie den Journalisten an ihrer Seite tolerierten. Im lesenswerten Anhang wird dargestellt, wie Simon in seine „Praktikantenrolle“ hineinwuchs, sich anpasste und einlebte und so vom anfänglichen Störenfried zum kaum noch wahrgenommenen Schatten wurde.


Kleine Warnung noch am Rande: So viel Realität ist reichlich desillusionierend und nicht immer leicht zu verdauen. Es wird blutig, nicht nur an den Tatorten, sondern auch bei den Autopsien. Und im Gegensatz zum normalen Krimi wird nicht jeder Mord aufgeklärt, gibt es auch grausame Kindermorde, die auf Dauer bei den „unerledigten“ Fällen verbleiben. (Punkt 10 der zehn goldenen Regeln: „Es gibt ihn, den perfekten Mord.“)

 

Und noch ein Nachtrag zur Statistik: Im Jahr 1989 wurden in Baltimore 262 Menschen ermordet, im Jahr darauf 305. Die Spitze wurde 1993 mit 353 Toten erreicht. Nach wie vor hat Baltimore bei ca. 620.000 Einwohnern eine der höchsten Mordraten der USA.

 

Fazit: Hart, gesellschaftskritisch, realistisch - ein ungeschönter Einblick in die Polizeiarbeit.


»Das Morddezernat ist die Oberliga, die ganz große Arena, die wahre Show. So war es schon immer. Als Kain seinen Bruder Abel um die Ecke brachte, glauben Sie bloß nicht, dass der Alte da oben ein paar uniformierte Grünschnäbel zu den Ermittlungen schickte. Verdammt, nein, er holte einen Detective. Und so wird es auch immer bleiben, denn das Morddezernat jeder großstädtischen Polizei ist seit Menschengedenken das natürliche Habitat einer ganz seltenen Spezies: das des denkenden Cop.«

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Gulans avatar

Rezension zu "Homicide" von David Simon

Die hohe Kunst der Mordermittlung.
Gulanvor 3 Jahren

Das Morddezernat ist die Oberliga, die ganz große Arena, die wahre Show. So war es schon immer. Als Kain seinen Bruder Abel um die Ecke brachte, glauben Sie bloß nicht, dass der Alte da oben ein paar uniformierte Grünschnäbel zu den Ermittlungen schickte. Verdammt, nein, er holte einen Detective. Und so wird es auch immer bleiben, denn das Morddezernat jeder großstädtischen Polizei ist seit Menschengedenken das natürliche Habitat einer ganz seltenen Spezies: das des denkenden Cop. (S.39-40)

Baltimore war Ende der 1980er eine der amerikanischen Großstädte mit der höchsten Mordrate. Im Jahr 1988 wurden 234 Morde aufgenommen. Autor David Simon begleitete ein Jahr lang die Detectives der Mordkommission. Er zeigt in seinem Buch die Normalität der Gewalt hart und ungeschönt, verzichtet dabei auf Erklärungsansätze. Stattdessen zeichnet er ein umfassendes Bild der Polizeiarbeit, die er in allen Facetten beschreibt. Die Polizisten werden am Tatort, bei der mühsamen Suche nach Zeuge, bei Verhören und Vernehmungen, in der Rechtsmedizin bis hin zur Gerichtsverhandlung beobachtet.

Autor David Simon war bereits mehrere Jahre Polizeireporter der „Baltimore Sun“, als er die Erlaubnis bekam, für das gesamte Jahr 1988, lange vor der Erfindung des „embedded journalist“, uneingeschränkten Zugang zu einer Schicht des Morddezernats des Baltimore Police Department zu erhalten. 12 Monate lang begleitete er die 15 Detectives und 3 Detective Sergeants der Schicht von Lieutenant Gary D'Addario. 1991 erscheint „Homicide – A Year on the Killing Streets“ Das Buch gewann 1992 den Edgar Award und wurde ein Jahr später auch fürs Fernsehen adaptiert. David Simon wurde dadurch ein erfolgreicher Drehbuchautor, u.a. später für die Serie „The Wire“.

David Simon erzählt die Erlebnisse in einem nüchtern-lakonischen, stellenweise auch zynischem Ton. Er erzählt von „Dunkern“, Fälle, die ohne Mühe gelöst werden, weil es ausnahmsweise Augenzeugen gibt oder der Mörder quasi neben der Leiche verhaftet wird. Dann gibt es aber genügend „Whodunits“, bei dem die Detectives harte Arbeit verrichten müssen. Bei Morden im Drogenmilieu und in den heruntergekommenen Stadtteilen sind schon Zeugenbefragungen ein äußerst hartes Brot. Schließlich gibt es noch die „Red Balls“, öffentlichkeitswirksame Morde, oft an Kindern, bei denen die gesamte Abteilung unter großem Druck steht und eine Aufklärung fest erwartet wird. Ein solcher „Red Ball“ bildet das Rückgrat des Buches. Der Sexualmord an der elfjährigen Latonya Wallace beschäftigt Detective Pellegrini über das ganze Jahr. Er hat sich relativ schnell an einem Verdächtigen festgebissen, aber nicht genügend Indizien beisammen, und so kommt er das ganze Jahr zu diesem Fall zurück.

Eine Katharsis machen im Vernehmungsraum nur die wenigsten Verdächtigen durch, in der Regel nur, wenn es um Beziehungsmord oder Kindesmissbrauch geht. Da kommt es vor, dass jemand, der noch kein abgestumpfter Verbrecher ist, unter der bleiernen Last echter Reue zusammenbricht. Doch der Großteil der Frauen und Männer, die ins Präsidium gebracht werden, hat kein Interesse an einer Absolution. Ralph Waldo Emerson bemerkte zu Recht, dass für den Schuldigen der Akt des Tötens „kein so niederschmetternder Gedanke ist wie für den Dichter und Romancier; er beunruhigt ihn nicht und schreckt ihn nicht so sehr, dass er ihn auch von seinen alltäglichen banalen Gedanken abhielte.“ Und obwohl West Baltimore Welten von dem Nest in Massachusetts des 19. Jahrhunderts entfernt ist, in dem Emerson viele Jahre seines Lebens verbrachte, hat seine Beobachtung ihre Gültigkeit nicht verloren. Mord beunruhigt die meisten Menschen nicht sonderlich. In Baltimore verdirbt er ihnen nicht einmal den Tag. (S.274-275)

Die Mordermittlung beschreibt der Autor als Königsdisziplin der Polizei, dementsprechend hat er vor den Detectives großen Respekt, möglicherweise auch hier und da zu großen. Dennoch schildert er die Polizeiarbeit mit einer faszinierenden Authentizität und zeigt wie viel Arbeit, Mühe, aber auch Glück zu einer erfolgreichen Ermittlung gehört. Dabei werden die zahlreichen Enttäuschungen, die zu der Arbeit eines Polizisten aber ebenso beschrieben. Simon gelingt außerdem eine intensive Innenansicht der Mordkommission. Der Zusammenhalt, die moralische Integrität, aber auch die Sticheleien, Rivalitäten sowie ein derber Humor und ein unterschwelliger Rassismus. Das Privatleben der Ermittler bleibt jedoch außen vor, Simon bleibt höchstens bis zum Feierabendbier.

Eine faszinierende Langzeitreportage über die Arbeit einer Mordkommission und eine scharfe Beobachtung der alltäglichen Gewalt auf Amerikas Straßen. Umfangreich, detailliert, aber niemals langweilig. Unbedingt lesen!

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Gespräche aus der Community

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elane_eodains avatar
Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

Ablauf der Debütautorenaktion:

Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
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Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


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  • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
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- Leserunde und Buchverlosung zu "Seelenfall" von Michaela Weiß (Bewerbung Leserunde bis 15. November, Bewerbung Buchverlosung bis 17. November)

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Für Autorinnen & Autoren:

Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
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Zur Leserunde
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LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.
Und auf euch warten tolle Gewinne.

Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!

Liest du gerne Bücher mit Niveau?
Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.

15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.

Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.
Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.

Die Regeln:
  1. Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an.
  2. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts.
  3. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein.
  4. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind!
Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Nimmst du die Herausforderung an?

Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.
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Ziel ist es 15 Debüts bis spätestens 29. Januar 2016 zu lesen und zu rezensieren.

'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch in einem Verlag veröffentlicht hat und im Jahr 2015 nun das erste Buch bzw. die ersten Bücher in einem Verlag erscheint/erscheinen. Eine Ausnahme bilden Romandebüts sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym. Diese zählen ebenfalls. Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen und zu denen es Aktionen mit Autorenbeteiligung gibt, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur der Debütroman.

Wichtig: Es werden keine Ausnahmen gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2015 lag oder das Buch nicht in einem Verlag erscheint. Außerdem muss die Autorin/der Autor in irgendeiner Form selbst an der Aktion teilnehmen, wie beispielsweise die Leserunde begleiten, an einem Tag Fragen beantworten o. ä.

Wie kann man mitmachen?

Schreibt hier im Thread einen Beitrag, dass ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann diesen Beitrag unter eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt euren Anmeldebeitrag auch, um euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten - ihr müsst nicht jede Rezension extra posten, sondern es reicht diesen Sammelbeitrag aktuell zu halten. Der Einstieg in die Aktion ist jederzeit möglich. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werden aber nur alle paar Wochen, in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich in einem neuen Beitrag darauf hin.

Weitere Informationen

  • Ihr könnt euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist möglich.
  • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen man Bücher gewinnen kann, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen.
  • Es ist nicht schlimm, sollte man sich für die Aktion anmelden und später keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
  • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
  • Unter allen, die es schaffen 15 deutschsprachige Debüts (aus den angehängten Büchern) im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks. Und wie bei Überraschungen üblich, bleibt der Inhalt bis zum Auspacken geheim. ;-)
  • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den unten angehängten Büchern auf. Wenn ihr ein Buch entdeckt, von dem ihr denkt, dass es zählen müsste, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das (wenn nötig in Rücksprache mit dem lovelybooks-Team). Diese Bücher dann bitte auch erst in Euren Rezensionslinks auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. das Buch im Startbeitrag angehängt ist.
  • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
  • Und sollte ich Leserunden/Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte auch da Nachsicht und schreibt mir eine PN. Wenn der Titel tatsächlich passt, werde ich diesen dann an den Starbeitrag anhängen. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
Ich wünsche uns allen viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim Plaudern! :-)
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Für Autoren:

Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr Dein erstes Buch in einem Verlag? Du möchtest Dich an der Debütautorenaktion beteiligen? Dann schreib eine Mail an Marina.Mueller@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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PS: Natürlich darf hier im Thread auch munter geplaudert werden - ob über Erfahrungen, Lesewünsche oder Lieblingsautoren usw. - dazu sind alle Leser und (Debüt-)AutorInnen herzlich eingeladen, egal wann ihre Bücher erschienen sind. Ebenso dürft ihr gern Freunde und Autorenkollegen zu dieser Aktion einladen. 
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Aktuelle Leserunden und Buchverlosungen:
(HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)

Teilnehmer: (insgesamt 156 Teilnehmer und bisher 893 gelesene Debüts)
Auswertung: 01.02.2016, aktualisiert am 02.02.2016
- 73california 0 von 15 Debüts
- Alchemilla 0 von 15 Debüts
- Allegra2014 0 von 15 Debüts
- Anja_Seb 22 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- annabchzk 0 von 15 Debüts
- Annabel 0 von 15 Debüts
- annlu 17 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Areti 15 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Arizona 3 von 15 Debüts
- Bambi-Nini 4 von 15 Debüts
- BeaSurbeck 9 von 15 Debüts
- Bellis-Perennis 20 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Biest 10 von 15 Debüts
- birdsong 0 von 15 Debüts
- BookfantasyXY 7 von 15 Debüts
- Bookflower 1 von 15 Debüts
- Brilli 11 von 15 Debüts
- Buchblume 3 von 15 Debüts
- Bücherwurm 0 von 15 Debüts
- Buchraettin 17 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- BUECHERLESERjw 0 von 15 Debüts
- CaptainSwan 0 von 15 Debüts
- Caroas 3 von 15 Debüts
- Cellissima 2 von 15 Debüts
- ChAoT89 0 von 15 Debüts
- chatty68 7 von 15 Debüts
- Chiara-Suki 0 von 15 Debüts
- Chirise 1 von 15 Debüts
- ChrischiD 15 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Condessadelanit 0 von 15 Debüts
- Corpus 3 von 15 Debüts
- Corsicana 8 von 15 Debüts
- Curin 0 von 15 Debüts
- DaniB83 0 von 15 Debüts
- darkshadowroses 3 von 15 Debüts
- DieBerta 2 von 15 Debüts
- dieFlo 13 von 15 Debüts
- dirk67 1 von 15 Debüts
- Donauland 5 von 15 Debüts
- dorli 12 von 15 Debüts
- dorothea84 0 von 15 Debüts
- Drei-Lockenkoepfe 9 von 15 Debüts
- elane_eodain 12 von 15 Debüts
- elmidi 21 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Engel1974 2 von 15 Debüts
- Eva-Maria_Obermann 0 von 15 Debüts
- fabulanta 0 von 15 Debüts
- Fluse 0 von 15 Debüts
- fredhel 79 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT! - SIEGER!
- Gela_HK 4 von 15 Debüts
- Gelinde 28 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Gelsche 0 von 15 Debüts
- Gloeckchen_15 0 von 15 Debüts
- Gruenente 4 von 15 Debüts
- gsimak 1 von 15 Debüts
- hannelore259 10 von 15 Debüts
- hansemann 0 von 15 Debüts
- heidi_59 9 von 15 Debüts
- herminefan 6 von 15 Debüts
- hexe2408 16 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- INA80 0 von 15 Debüts
- Insider2199 4 von 15 Debüts
- Iphigenie34 11 von 15 Debüts
- JamiesBookSpot 1 von 15 Debüts
- janaka 18 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- janni_aroha 0 von 15 Debüts
- JennyReads 0 von 15 Debüts
- Judith1704 2 von 15 Debüts
- Karin_Welters 0 von 15 Debüts
- Katja_Oe 0 von 15 Debüts
- kepplingerbi 1 von 15 Debüts
- Kerst 0 von 15 Debüts
- Kerstin_Lohde 3 von 15 Debüts
- Krimine 22 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Kuisawa 1 von 15 Debüts
- LaDragonia 0 von 15 Debüts
- LadySamira091062 21 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Lalarissa 0 von 15 Debüts
- laraundluca 10 von 15 Debüts
- Lese-Bienchen 0 von 15 Debüts
- lesebiene27 15 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- leselea 7 von 15 Debüts
- Lesesumm 7 von 15 Debüts
- Letanna 9 von 15 Debüts
- leucoryx 17 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- life_of_bookaholic 0 von 15 Debüts
- Lighthous23 0 von 15 Debüts
- Lilli33 7 von 15 Debüts
- LimaKatze 6 von 15 Debüts
- LimitLess 2 von 15 Debüts
- Lisbeth0412 3 von 15 Debüts
- littleblueberry 0 von 15 Debüts
- Looony 0 von 15 Debüts
- Lotta22 11 von 15 Debüts
- mabuerele 18 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- maria61 18 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Marion22 0 von 15 Debüts
- martina400 1 von 15 Debüts
- mary789 0 von 15 Debüts
- Marysol14 3 von 15 Debüts
- Mausezahn 0 von 15 Debüts
- MelE 15 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- merlin78 7 von 15 Debüts
- MichelleRosebird 0 von 15 Debüts
- MimiSoot 0 von 15 Debüts
- Mini-Dee 0 von 15 Debüts
- MiniMixi 0 von 15 Debüts
- Mira20 16 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Mone97 0 von 15 Debüts
- moorlicht 0 von 15 Debüts
- Nachtschwärmer 2 von 15 Debüts
- Nele75 11 von 15 Debüts
- Neytiri888 0 von 15 Debüts
- Nicol74 0 von 15 Debüts
- Nisnis 15 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Paulamybooksandme 15 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Piddi2385 0 von 15 Debüts
- PrinzessinAurora 4 von 15 Debüts
- Puppieslesesuebchen 0 von 15 Debüts
- Ramazoddl 3 von 15 Debüts
- Resaa 0 von 15 Debüts
- robberta 20 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Saruja 0 von 15 Debüts
- ScarlettRaven 0 von 15 Debüts
- SchwarzeRose 0 von 15 Debüts
- seschat 26 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Sick 10 von 15 Debüts
- Smberge 0 von 15 Debüts
- SmilingKatinka 2 von 15 Debüts
- sommerlese 18 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Soulreader 0 von 15 Debüts
- Starlet 1 von 15 Debüts
- Stinsome 2 von 15 Debüts
- sunnessa 0 von 15 Debüts
- sursulapitschi 4 von 15 Debüts
- Thaliomee 2 von 15 Debüts
- The_Reader15 4 von 15 Debüts
- thora01 41 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- thoresan 1 von 15 Debüts
- Tiana_Loreen 17 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- tierklink 0 von 15 Debüts
- Tinkers 0 von 15 Debüts
- tizisalazar 0 von 15 Debüts
- Topica 0 von 15 Debüts
- ubirkel 0 von 15 Debüts
- vanessabln 15 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Wayland 0 von 15 Debüts
- Wortbluete 0 von 15 Debüts
- Wortteufel 8 von 15 Debüts
- xxxxxx 1 von 15 Debüts
- Yaalbo 0 von 15 Debüts
- Yvi33 0 von 15 Debüts
- Zsadista 20 von 15 Debüts - CHALLENGE GEMEISTERT!
- Zwerghuhn 14 von 15 Debüts
- Zwillingsmama2015 0 von 15 Debüts
- Zwinkerling 0 von 15 Debüts

Es zählen ausschließlich die Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden!

Aktiv: Wander- und Tauschthread zur Debütautorenaktion 2015 
Aktiv: Votingliste "Beste/r deutschsprachige/r Debütautor/in 2015" 
Zum Thema

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