David Suchet

 4.2 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Poirot and Me, Poirot - Morphium, 1 DVD und weiteren Büchern.

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Poirot and Me

Poirot and Me

 (4)
Erschienen am 22.05.2014
Complete NIV Audio Bible

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 (0)
Erschienen am 24.04.2014

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histerikers avatar

Rezension zu "Poirot and Me" von David Suchet

Ein Schauspieler erzählt
histerikervor 5 Monaten

Inhalt:
David Suchet spielte Poirot fast 25 Jahre in der bekannten englischen Serie, die fast alle Geschichten, in den Poirot auftrit, verfilmt hat. Er erzählt, wie sein Leben mit Poirot war.

Bewertung:
Ich kenne nicht alle Geschichten um Poirot und auch nicht alle Filme der Serie. Trotzdem fand ich die Darstellung Suchets in den Filmen, die ich geschaut habe, sehr gelungen und als ich dieses Buch entdeckte, wollte ich es lesen.
Suchet geht ziemlich chronologisch vor, erzählt viele interessante Geschichten aus der Zeit der Dreharbeiten, erwähnt die Vorgehesweise mit der er sich Poirot als Charakter genähert hat. Das waren für mich wirklich die interessanten Teile, wie viel Arbeit hinter so einem Projekt steckt und wie ein Schauspieler wirklich arbeitet.
Andererseits gabe es manchmal auch zu viele Details, die zwar irgendwie dazu gehörten, aber ich mehr als Lückenfühler angesehen habe, weil ich damit wenig anfangen konnte. Hier gehörten zum Beispiel die Namen aller möglichen mitwirkenden Schauspieler, die für mich mal bekannter und mal unbekannter waren.
Gut fand ich aber, wie der Autor Agatha Christie und seine und ihre Gedanken über ihre Werke einbindet. Das macht wirklich Spaß, da ich die Autorin mag und ich seine Einstellung als Bewahrer ihrer Idee sehr gut finde.
Es hat schon Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich kann es empfehlen.

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TheRavenkings avatar

Rezension zu "Poirot and Me" von David Suchet

Poirot und ich
TheRavenkingvor 4 Jahren

25 Jahre lang hat David Suchet in der gleichnamigen Fernsehserie Agatha Christies berühmten Detektiv Hercule Poirot gespielt. Nie zuvor hatte ein Schauspieler im Fernsehen über einen so langen Zeitraum die selbe Rolle verkörpert. Am Ende starb Suchet sogar in der Rolle seines Lebens, in der letzten Episode "Vorhang". Es war ein bittersüßer Abschied und nun, nach Ende der Dreharbeiten blickt der Schauspieler auf sein Leben mit Hercule Poirot zurück.

Dabei war Suchet nicht unbedingt die nahe liegende Wahl für den Part, hatte er seine Karriere doch in ernsthaften, hochliterarischen Rollen begonnen. Das Mitglied der Royal Shakespeare Company interessierte sich kaum für Kriminalliteratur. Zudem war der Rugby-Fan eher ein sportlicher, grobknochiger Typ, weshalb er als Poirot dann auch immer ordentlich ausgepolstert werden musste.

Sein erster Kontakt mit dem Werk der Queen Of Crime kam zustande, als er in einer TV-Adaption von "Dreizehn Bei Tisch" Inspector Japp spielte. Immerhin an der Seite von Sir Peter Ustinov als belgischem Privatdetektiv. Dieser soll ihm sogar scherzhaft anvertraut haben, er sei der Meinung Suchet würde einen hervorragenden Poirot abgeben.

Und wie das Schicksal so will, bot ihm später ein befreundeter Produzent die Hauptrolle in der damals geplanten Serie "Agatha Christies Poirot" an. Suchet zögerte zunächst bevor er die Rolle annahm, sein eigener Bruder riet ihm davon ab, es bestand die Befürchtung, der kleiner Belgier würde zu lächerlich geraten, und damit auch die Karriere des aufstrebenden Charakterdarstellers ruinieren. Schließlich sagte er (nicht zuletzt aus finanziellen Gründen) zu, allerdings unter der Bedingung, dass er möglichst nahe an Agatha Christies literarischer Vorlage bleiben wolle. Er hatte vor Poirot so zu spielen, wie dessen Autorin ihn beschrieben hatte. Also begann David Suchet obsessiv Christies Werke zu lesen, um alles über den kleinen Belgier herauszufinden. Er fertigte sich Notizen an, die alles Wichtige über Aussehen und Verhalten der Figur enthielten.

Die Mühe wurde dann auch belohnt, schließlich stieß bereits die erste Staffel 1989, sowohl bei Kritik als auch beim Publikum auf überwiegend positive Resonanz. Mit der Zeit gelang es Suchet sogar sich als der definitive Poirot-Darsteller zu etablieren.

Zwischenzeitlich stand die Serie aber immer wieder vor dem aus, so musste David Suchet nach jeder abgedrehten Staffel bangen, und wusste nicht ob er als Poirot würde zurückkehren können. Zwischen 1995 und 2001 kam es sogar zu einer quälend langen Pause. Andererseits ermöglichte diese Auszeit David Suchet andere Projekte zu verfolgen. So konnte er sich der Bühnenarbeit widmen, und spielte z.B. in David Mamets Stück Oleanna und dem modernen Klassiker Wer hat Angst vor Virginia Woolfe. Diese Rollen brachten ihm noch zusätzliches Renommee, und als es mit Poirot schließlich doch noch weiterging, übernahm der Darsteller auch noch die Rolle eines der ausführenden Produzenten.

Seit ihrem Anfang hatte sich die Serie stark verändert, in den neueren Langfolgen waren Weggefährten wie Captain Hastings oder Miss Lemon nicht mehr vertreten, und durften erst für die letzte Staffel zurückkehren. Zudem nahm man, zum Leidwesen einiger Fans, immer wieder drastische Änderungen an Christies Originalplots vor, die die eine oder andere Folge zum Rohrkrepierer machten. Doch alles in allem konnten das tolle Schauspiel und die hochwertige Produktion immer noch überzeugen.

David Suchet hatte sich vorgenommen sämtliche existierenden Hercule-Poirot-Storys zu verfilmen. Dies gelang zwar nicht ganz, die Kurzgeschichte The Lemesurier Inheritance fehlt bis heute, und Die Arbeiten des Herkules wurde nur in Form einer 100 Minütigen Folge umgesetzt. (Immerhin trat Suchet auch in dem, später zu einem Roman umgearbeiteten, Theaterstück Black Coffee auf der Bühne auf.) Trotzdem bleibt die Serie bis heute die beste Umsetzung der Werke der Queen Of Crime.

 

Besonders gut gefallen haben mir die Stellen im Buch, wo David Suchet von seinen Begegnungen mit Fans erzählt, immer wieder hat es ihn erstaunt, wie sehr Leute durch Poirot bewegt wurden. Immerhin ist dieses Buch ein schönes Geschenk für all jene, wie mich, die nun traurig sind, dass die Serie zu Ende ist.

Fakt ist, wer immer Suchet als Poirot beerben wird (falls es mal soweit kommen sollte), wird es im Anbetracht von dessen Perfektionismus, extrem schwer haben.

Dieses Jahr erscheint übrigens ein neuer Hercule-Poirot-Roman aus der Feder von Sophie Hannah, und vielleicht wird es ja auch davon irgendwann eine Verfilmung geben.

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