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Raine

vor 2 Jahren

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"Seit ich in diesem Irrenhaus aufgewacht bin, gab es nicht einen Moment geistiger Klarheit."

Die Crew der Enterprise erhält vom Sternenflottengeheimndienst einen wichtigen Auftrag. Gerüchten zufolge schmieden die Klingonen aggressive Eroberungspläne zur Erweiterung ihres Territoriums. Dies würde gegen den Vertrag von Organia verstoßen, welchen die Föderation einst mit den Klingonen und Romulanern schloss. Die Enterprise soll die Eroberungspläne aufdecken und vereiteln. Doch niemals hätte James Kirk gedacht, dass er und seine Crew sich plötzlich vor einem mysteriösen Portal wiederfinden, das nicht nur in eine andere Dimension führt, sondern auch zu einer ihnen völlig fremden Erde. Einer Erde, beherrscht von Affen.

Der Comic Star Trek/Planet der Affen ist, wie der Name bereits vermuten lässt, ein Crossover zwischen der Star Trek-Originalserie (1966-1969) und der ursprünglichen Filmreihe Planet der Affen (1968-1973). Das Aussehen der Charaktere ist somit den entsprechenden Schauspielern dieser Zeit angepasst. Zeichnerisch wurde dies hervorragend umgesetzt. Auch die Hintergründe sind wunderbar detailreich - abgesehen von der Affenstadt, die doch etwas lieblos wirkt. Zudem ist das Comic vollständig koloriert. Die Geschichte wird in fünf Kapitel erzählt und am Ende mit einigen zusätzlichen Artworks von verschiedenen Zeichnern ergänzt. Dabei wirkt die Geschichte wie eine reguläre Star Trek-Folge, in die die Affen sehr gut integriert wurden und in der man vielen bekannten Gesichtern aus beiden Universen begegnet. Für den vollen Lesespaß ist es somit empfehlenswert, zumindest grob die Charaktere und Handlung sowohl der Enterprise-Serie als auch der Planet der Affen-Reihe zu kennen. Die Geschichte selbst ist interessant und zu Beginn spannend, verliert jedoch immer wieder an Fahrt. Dies liegt meiner Meinung nach vor allem an einigen Dialogen und daran, dass die Hauptgeschichte nicht konsequent genug erzählt wird. Dies hat auch zur Folge, dass das Ende ein wenig abrupt und verwirrend wirkt, obwohl es die beiden Universen noch einmal auf überraschende und humorvolle Art und Weise verbindet.

Für Fans beider Film-Universen ist der Comic eine wirkliche Empfehlung. Vor allem weil er sich nicht an neueren Verfilmungen orientiert, obwohl der Comic selbst aus dem Jahr 2015 stammt. So musste ich beim Aussehen der Klingonen ein wenig schmunzeln und gleichzeitig einige Namen aus den alten Planet der Affen-Filmen auffrischen. Und auch aufgrund der tollen Zeichnungen lohnt sich ein Blick in den Comic - vielleicht sogar ein wenig mehr als für die Handlung selbst. Zudem löst Star Trek/Planet der Affen das Verlangen nach "mehr" aus und lässt Gedankenspiele zu, mit welchen Filmuniversen man die Crew der Enterprise vielleicht noch so konfrontieren könnte.

Autor: David Tipton
Buch: Star Trek/Planet der Affen
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