David Vann Die Unermesslichkeit

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Inhaltsangabe zu „Die Unermesslichkeit“ von David Vann

Gary und Irene wollen sich ein letztes Mal zusammenraufen, ihre verkorkste Ehe retten, nicht jeder für sich zugrunde gehen. Gary hatte einst einen Traum: Sie lebten in einer einfachen Holzhütte auf Caribou Island, einer kleinen Insel vor Alaska, sie waren glücklich, die Schrecken der Vergangenheit hatten sie hinter sich gelassen. Während eines Unwetters machen sie sich auf den Weg.

Schon kurz nach ihrer Ankunft packt Irene die Angst. Sie sind schlecht vorbereitet, um sie herum ragt die Wildnis, gewaltig, unbarmherzig und von undurchdringlicher Schönheit. Als der Winter kommt, treibt die Einsamkeit der Insel das Paar immer weiter auseinander, Beklemmung stürzt um in Wut. Auch ihre Tochter Rhoda, die mit ihrem eigenen Leben, ihrer eigenen Beziehung alle Hände voll zu tun hat, vermag die beiden nicht zu beruhigen. Hingebungsvoll, aber hilflos muss sie vom Festland aus zusehen, wie ihre Eltern sich langsam, aber sicher zerfleischen.

'Die Unermesslichkeit' erzählt eine dunkle, wahrhaftige Geschichte von den Kämpfen zwischen Mann und Frau – ein packendes Meisterwerk über die letzte Gewissheit, dass wir uns selbst nicht entrinnen können.

Eine Geröllhalde zerstörter Lebensentwürfe.

— Blinkmotte

Hart, schonungslos, super.

— noralachmann

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  • Rezension zu "Die Unermesslichkeit" von David Vann

    Die Unermesslichkeit

    JimmySalaryman

    02. October 2012 um 21:17

    David Vann hatte mich mit seinem Debüt, einer Novelle, sehr überzeugt. Von seinem ersten Roman bin ich regelrecht enttäuscht. Seinen Figuren geht jegliche Lebendigkeit ab, sie bieten weder Identifikationspotential noch kann man ihre Motivationen nachvollziehen. Die wesentliche Handlung hätte man auf der Hälfte an Papier unterbringen können ... er sagte ja selber in einem Interview, er habe Schwierigkeiten mit dem Volumen des Romans gehabt. Merkt man leider.

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  • Rezension zu "Die Unermesslichkeit" von David Vann

    Die Unermesslichkeit

    Boris

    Über den Inhalt hat Clari schon geschrieben, schenke ich mir jetzt. Und natürlich, wie man ja auch an meiner "Bewertung" sehen kann: Ein gutes Buch! Seite 12: "Es würde ein Tag der Bestrafung werden. Er würde sie auskosten, sie stundenlang dehnen, sie beide verbissen antreiben wie das Schicksal. Es bereitete ihm Vergnügen. Irene fügte sich, denn wenn es ausgestanden war, konnte sie ihn bestrafen. Sie würde schon zum Zuge kommen." Diese Sätze auf den ersten Seiten...geht es noch kälter? Trotzdem geht mir dieser Roman nicht so an die Nieren wie "Im Schatten des Vaters". Warum? Er ist durchschaubarer. Das Klima ist festgelegt, von Anfang an. Es beginnt mit der oben zitierten Beschreibung und der Leser merkt: es kann nur noch schlimmer kommen. Das ist konsequent, aber im anderen Buch hoffte man bis zur Mitte: es könnte gut ausgehen und wird dann brutal in der Magengrube getroffen. Mir ist schon klar, so einen erzählerischen Coup kann man nicht wiederholen. Deswegen bin ich dem erzählerischen Mahlstrom in den Abgrund gerne gefolgt. Auch die Paralellhandlung, die Tochter die eine ähnliche "Falle" wie ihre Mutter tappt: klug gemacht. Vielleicht ist das mein Problem: der Roman ist zu gut gemacht. Er stimmt bis zum blutigen Ende. Jetzt noch meine Kritik am Verlag. Wann werden die Eckteile des ersten Buches endlich übersetzt und veröffentlicht!!! Warum dieser dumme Titel! Das Buch heißt im Orginal "Caribou Island". Das Buch spielt auf dieser Insel und nicht in "Der Unermesslichkeit". Banaler geht es nicht mehr. Trotzdem: Lesen!

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  • Rezension zu "Die Unermesslichkeit" von David Vann

    Die Unermesslichkeit

    Clari

    20. April 2012 um 19:49

    Wie flickt man unter äußerst kargen Bedingungen eine zerfallende Ehe? In der kalten, regnerischen und düsteren Gegend hoch oben in Alaska ist eine Geschichte angesiedelt, in der zwei Menschen Mitte fünfzig ihre zerbröselnde Ehe reparieren wollen. Gary und Irene sind in Hass und Abneigung mit einander verbunden. Man spürt keine Gemeinsamkeiten, als Gary den Versuch macht, auf einer kargen Insel unweit ihres Hauses auf dem Festland eine Blockhütte zu bauen. Er pflegte schon lebenslang den Traum vom ursprünglichen Leben in der eisigen Wildnis des Nordens ohne je die Wünsche und das Wohlbefinden seiner Frau im Auge zu haben. Heute nun fährt er bei Wind und Wetter mit seiner Jolle über den See, um die notwendigen Hölzer zum Bauort zu transportieren. Irene, seine Frau, hilft so gut sie kann. Doch sie hasst die Kälte, die Nässe und den rauen Wind. Bis auf die Haut durchnässt sehnt sie sich nur nach ihrem Häuschen auf dem Festland. Dann wird sie krank. Ist es nur eine körperliche Erkrankung oder spielt ihre Seele nicht mehr mit? Nicht nur den beiden geht es so in ihrer Beziehung. Auch ihre Kinder Mark und Rhoda kämpfen um ihre Partner. Überdruss und Ziellosigkeit und auseinanderstrebende Vorstellungen von einem ersehnten Glück erschweren allen das Leben. Passend zu dem Innenleben der Protagonisten ist die äußere Welt eine abweisende, sturmgepeitschte, kalte und nasse Wirklichkeit, in der man keine Geborgenheit finden kann. Nur gelegentlich erfährt man, dass es in den Häusern mit Kaminfeuer und heißem Tee durchaus auch gemütlich sein kann. Warum nur sind alle eingesponnen in ihre eigenen Gedanken und Gefühle? Keiner scheint mehr den Weg zum anderen zu finden. Rhoda träumt verzweifelt von einer Hochzeit mit Jim, einem Zahnarzt und langjährigem Freund. Doch dieser sucht außerhalb der Beziehung das Abenteuer und die sexuelle Freiheit mit ungeahnten Folgen. David Vann entwirft ein schauerliches Bild von Familie. Gebannt folgt man dem Herumirren und Scheitern der Beteiligten, die sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen. Verzweifelte Bemühungen um Rettung aus dem Dickicht der Verstörtheit enden im einem Netz aus Misstrauen und Hass. Die Naturerscheinungen sind umwerfend beschrieben in ihrer überwältigend schroffen und harten Wirklichkeit, aus der es kein Entrinnen gibt. In dem unwirtlichen Außen und eingefangen in der Einsamkeit ihrer verlorenen Innenwelten zerschellen alle Träume von Glück und Zufriedenheit. Die Größe des Romans besteht in dem Gleichklang von aufwühlenden und harschen Naturerscheinungen, einem harten Überlebenskampf unter erschwerten Bedingungen und der inneren Seelenfinsternis, in der besonders die Eltern Gary und Irene zu versinken drohen. Spannend und faszinierend spielt sich hier ein Familiendrama ab, das in seiner Untergangsstimmung, Ausweglosigkeit und in seiner Düsternis an Strindberg erinnert. David Vann ist in Alaska geboren und lebt heute in Kalifornien, wo er an der Universität von San Francisco lehrt.

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