David Walton Quantum

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Inhaltsangabe zu „Quantum“ von David Walton

Ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Raum und Zeit Das Leben des Physikprofessors Jacob Kelley gerät völlig aus den Fugen, als eines Tages sein alter Freund Brian vor der Tür steht und behauptet, auf eine außerirdische Quantum-Intelligenz gestoßen zu sein. Als Brian auf Jacobs Frau schießt, verprügelt Jacob seinen alten Freund und wirft ihn aus dem Haus. Wenig später wird Jacob wegen Mordes an Brian verhaftet. Doch er kann Brian nicht getötet haben, schließlich war er zur Tatzeit zu Hause – wo er sich Brians Theorie über die Quantum-Intelligenz anhörte. Als Jacob versucht, das Rätsel zu lösen, stellt er fest, dass die Gesetze von Raum und Zeit nicht mehr gelten ...

Ein interessantes Thema aber sehr hölzern und unstimmig umgesetzt

— rallus
rallus

Spannung und Physik. Geht nicht? Geht doch!

— DunklesSchaf
DunklesSchaf

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  • Für mich war es mal etwas ganz anderes

    Quantum
    Hyosho

    Hyosho

    15. February 2017 um 10:18

    Mit »Quantum« habe ich mich mal an einem Science-Thriller herangewagt. Ich gebe zu, als ich das Buch erhalten habe und es in den Händen hielt war ich erstmal skeptisch. Aus bisheriger Erfahrung kann ich sagen, dass ich mir beim Lesen von Literatur mit politischen oder geschichtlichen Themen immer etwas unwissend vorkam. Mir ist natürlich bewusst, es ist kaum möglich alles zu wissen. Wenn ich mich selbst einschätzen müsste, würde ich behaupten, dass ich ein gutes Grundverständnis für verschiedene wissenschaftliche Gebiete habe. Ob dies allerdings genügt, um diesem Buch gut folgen zu können, musste ich erst einmal herausfinden! Jetzt nach dem Beenden gebe ich zu ich wurde überrascht und ein Studium im Fach Physik ist nicht  notwendig, um dem Inhalt zu folgen. Alles was mit diesem Thema zu tun hat, wird sehr verständlich in Beispielen beschrieben und versucht uns so zu veranschaulichen. So angenehm hätte ich den Umgang mit der Quantenphysik - Thematik nicht erwartet. Positiv also! Angenehm fand ich auch die vorkommenden Charaktere. Jeder von ihnen, Jacob selbst, seine Frau, seine Kollegen, sind sympathisch und authentisch dargestellt. Es sind »normale« Menschen, mit all ihren Alltagssorgen, die wir gut nachvollziehen können. David Walton wirft uns schon auf der ersten Seite sehr rasant ins Geschehen. Brain taucht auf, behauptet Quantenintelligenzen gefunden zu haben und schießt auf Jacobs Frau um seine Behauptung zu beweisen. Die Kugel verletzt sie jedoch nicht. Brain lässt die beiden stehen und kurze Zeit später wird Jacob verhaftet. Wegen Mordes! An Brain, der von ihm an einem fernen Ort getötet worden sein soll, obwohl sie sich zu diesem Zeitpunkt bei Jacob zuhause mit Brain über Quantenintelligenzen unterhalten haben. Wie kann das sein? Es geschehen Dinge, die wir erstmal nicht nach vollziehen können und die uns ans Buch binden. Erst zum Schluss ergeben sie ein stimmiges Ganzes. Wir begleiten Jacob bei dem Versuch das ganze aufzuklären und erleben eine Wahrheitssuche und eine Gerichtsverhandlung. Hier komme ich auch zu einem von zwei Kritikpunkten die mir das Lesen erschwert haben. Zum ersten tauchen sehr oft Gerichtsszenen auf, was grundsätzlich nicht das Problem darstellt. Sie gehören zur Geschichte, nur waren es für mich ein zwei zu viel und das hat aus diesem Thriller den Speed fast völlig genommen. Es zog sich zeitweise im mittleren Teil ganz schön und ich habe die Geschichte immer wieder für ein paar Tage pausiert. Im Buch gibt es wie erwartet einige Wendungen die mich dann doch immer erneut zum Buch greifen ließen. Ich habe Theorien aufgestellt, was wohl wirklich passiert ist? Damit hat der Autor für mich das erfüllt was ich von einem Thriller erwarte. Eine gute Idee war es auch die beiden Jacobs in ihren Kapiteln mit Up-Spin und Down-Spin zu trennen. Jeder Leser hat direkt zu Beginn jedes Kapitels den Hinweis um wen es hier geht. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist, dass ich gerne mehr über den Hintergrund der Varcolacs erfahren hätte. Immer wenn er in der Geschichte auftauchte, sah ich nur Fragezeichen und irgendwie wurden diese Fragezeichen bis zum Schluss nicht aufgeklärt. Ich denke nicht das damit ihre Geistergestalten - Image zerstört worden wäre. Fazit: Im Ganzen ist »Quantum« ein gelungenes Buch. Eine gute Mischung aus Science-Fiction, Wissenschaft und Thriller. Wer sich für dieses Thema interessiert und einen leichten Einstieg sucht, für den ist dieses Werk ein angenehmes Buch. Es war für mich, mit Abzug meiner Kritikpunkt, ein 3 Sterne Buch, dass man zwischendurch als Lektüre in den Lesealltag einbauen kann.

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  • Schrödingers Katze und anderer Quantenwirrwarr

    Quantum
    rallus

    rallus

    28. November 2016 um 16:24

    "Gemeinhin schenken wir in der Literatur der Science Fiction nur eine begrenzte Beachtung. Dennoch hat diesselbe in gewissem Grade ihren Sinn und Wert und ist auf manchen Lebensgebieten von praktischer Bedeutung" Dieser leicht abgeänderte Absatz stammt aus dem Klassiker 'Die Feuerzangenbowle' (Professor Crey zu seiner Klasse vor dem verhängnisvollem 'wönzögen Schlock')  und trifft im hier vorliegenden Roman nur in einem gewissen Grad zu. Leider wird hier das Vorurteil untermauert, ein Science Fiction Roman gehöre einer unterklassigen Literaturschicht an. Alles beginnt, als Jacob Kelly Besuch von seinem alten Freund Brian bekommt. Dieser erzählt ihm ganz unwahrscheinliche Dinge. Jacob und Brian sind beide Physiker und haben zusammen beim NJSC gearbeitet, der einen Superteilchenbeschleuniger betreibt. Jacob hat seine Forschungskarriere wegen seiner Familie aufgegeben. Er ist nun Lehrer an einem College und lebt mit seiner Frau und seinen drei Kinder friedlich und ohne Stress. Brian macht ihm Vorwürfe, dass Jacob seine Karriere weggeworfen habe. Er selbst hätte in seiner Forschung einen Durchbruch erzielt. Zum Beweis läßt er einen Kreisel rotieren, der einfach nicht aufhört zu kreiseln. Die nächste Szene spielt im Gerichtssaal, wir erfahren, dass Jacob Brian umgebracht hat. Doch wie ist es dazu gekommen? Zumal der Ablauf der Verhandlung und Jacobs Verhalten darauf schließen lassen, dass er es wirklich gewesen ist. Die nächsten Kapitel verwirren umso mehr, es scheint als gäbe es zwei Hauptfiguren, die unterschiedliche Dinge erleben. David Walton versteht es anfangs geschickt, die Spannung aufzubauen und auch die komplexen Sachverhalte der Quantenphysik dem erstaunten Leser zu präsentieren. Ein Atom kann immer mehrere Zustände einnehmen, ein Zustand der vorher weder zu berechnen noch eindeutig ist. Werfe ich eine Münze, ist das Resultat, Kopf oder Zahl, erst dann offensichtlich, wenn ich die Hand von der Münze nehme. Genau wie Schrödingers Katze, die in einem Gftgas-Tank sitzt, der durch ein instabiles Atom freigesetzt werden kann. Dessen Zustand kann nicht berechnet werden, also auch nicht der Zustand der Katze. Sie hat nur dann einen bestimmten Zustand, nämlich tot oder lebendig, wenn ich nachschaue, sie kann aber, wenn ich nicht schaue beide Zustände annehmen. Verzwickt? Nun ja, Physik war auch nicht mein Lieblingsfach in der Schule, an Quantenphysik traue ich mich gar nicht heran. David Walton führt seine Leser geschickt hinters Licht, setzt aber gegen Ende doch zu sehr auf den Faktor: erlaubt ist, was die Spannung antreibt. Ob die Geschichte jetzt Logiklöcher hat oder nicht, liegt nicht in meinem Ermessensspielraum. Sie hat beide Seiten, erst wenn Du sie liest weißt Du ob sie welche hat. oder nicht. Aber das wäre jetzt das Spiel zu weit zu treiben. Neben dem etwas unrealistischen Plot und Spiel der Figuren, sind die Interaktionen der Charaktere untereinander recht hölzern, der Plot wirkt auch lieblos zusammengeschustert und so bleibt leider das Vorurteil erhalten was viele über dieses Genre zu Unrecht haben: Unrealistisch, keine Literatur, unverständlich, keine gute Story. Gute Ansätze sind hier vorhanden, doch sie fallen dem Gott des Thrillers zum Opfer. Schade.  

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  • Mit viel Physik: Quantum - David Walton

    Quantum
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    20. September 2016 um 22:58

    Manchmal, ja, manchmal da komme ich mir dumm vor. Oder zumindest unwissend und uninformiert. Immer wenn ich Krimis lese, in denen sich die Handlung um politische oder geschichtliche Ereignisse dreht über die ich nichts oder fast nichts weiß, aber auch wenn über andere Länder oder Kulturen berichtet wird, die ich nicht kenne. Aber ich sehe das durchaus positiv – man kann schlicht und einfach nicht alles wissen und wie langweilige wäre es, wenn man schon alles wüsste? Ich lerne gerne aus Krimis. Ich muss allerdings zugeben, dass ich selten aus Thrillern lerne. Da ist dann doch der Fokus anders, es geht mehr um Spannung. Aber wenn man sich eben einen Science-Thriller aussucht, dann kommt man nicht umhin, auch hier etwas zu lernen. Oder dumm aus dem Buch zu gehen – so wie ich. Sorry, aber Physik war noch nie meins. Äpfel fallen eben auf den Boden – ja und? Nichtsdestotrotz hat mein Unwissen mich nicht daran gehindert, mich mit „Quantum“ gut unterhalten zu haben. Und spannend ist er obendrein noch. Jacob Kelley ist Physikprofessor an einer kleinen Uni und lebt mit seiner Familie, seiner Frau Elena und seinen drei Kindern, ein beschauliches Leben. Aus der Forschung hat er sich zurückgezogen, auch wenn er durchaus bahnbrechende Erfolge gefeiert hat. Als dann eines Tages sein alter Arbeitskollege Brian Vanderhall vor der Tür steht und behauptet Quantenintelligenzen gefunden zu haben, kann Jacob das nicht glauben, auch nicht, als Vanderhall auf Elena schießt und die Kugel sie nicht verletzt. Vanderhall lässt Jacob und Elena verwirrt zurück. Kurz darauf wird Jacob wegen Mordes verhaftet – an Brian Vanderhall. Doch wie soll das möglich sein? Zu dem Zeitpunkt, als Vanderhall an einem völlig anderen Ort von ihm, Jacob erschossen worden sein soll, waren sie alle in Jacobs Wohnzimmer und sprachen über Quantenintelligenzen. Und dann wird es kompliziert. Noch komplizierter? Ja, genau, noch komplizierter. Ich kanns auch nicht erklären, wobei sich der Autor wirklich Mühe gemacht hat und immer wieder Erklärungen eingebaut hat – er kann wirklich nichts dafür, dass ich ein völliges Unverständnis von Physik habe und schon gar nicht darüber hinaus denken kann. Es war auch keinesfalls langweilig oder belehrend – es war immer gut in die Handlung integriert. Jedenfalls gibt es dann zwei Jacob Kelleys. Einen, der für den Mord an Brian Vanderhall verhaftet wurde und eine Gerichtsverhandlung durchstehen muss. Und einen, der nicht verhaftet wurde, sondern sich versteckt und gleichzeitig versucht, zu lösen, worum sich Brian Vanderhalls Forschung gedreht hat und wo seine Familie ist, die durch einen Vorfall verschwindet. Ich könnte jetzt beginnen zu versuchen zu erklären, warum es plötzlich zwei Jacob Kelleys da sind (er ist übrigens nicht der einzige, der zweimal da ist), aber ich erspar Euch das – ich kann es eh nicht. Aber dieses Konstrukt von den zwei Jacobs – im Buch sind die Kapitel übrigens durch die Bezeichnungen Up-Spin und Down-Spin voneinander zu unterscheiden, was bestimmt auch ein toller Hinweis ist, den ich nicht verstehe – macht die Geschichte unglaublich spannend und abenteuerlich. Die Gerichtsverhandlung offenbart nach und nach Jacobs Erlebnisse, der zweite Jacob sucht derweil das Rätsel dahinter zu verstehen und zu verarbeiten. Abwechselnde Kapitel haben ja schon immer für Spannung gesorgt, da die Handlung in dem einen Strang vom anderen unterbrochen wird usw. Nun haben wir aber zwei verschiedene Stränge mit ein und derselben Person – verwirrend, aber aufregend. Und dann gibt es eben noch nebulöse Schattenwesen, eine Freundin und eine Verräterin, einen Pfarrer und zwei Töchter, also eigentlich drei, aber nur zwei identische. Argh – ich lass das jetzt. Ihr lest einfach das Buch. Basta. Fazit: Von der physikalischen Sicht her für mich völlig unverständlich (ist aber meine Schuld!), aber durch zwei identische Hauptfiguren in Abwechslung und die abenteuerliche Suche nach der Lösung hinter dem Rätsel spannend und unterhaltsam!

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