David Weddle Star Trek - Deep Space Nine 8.03

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Inhaltsangabe zu „Star Trek - Deep Space Nine 8.03“ von David Weddle

Sie sind die selbsternannten Wächter der Föderation: Sektion 31. Im Verborgenen agierend und ohne jede Moral, sind sie niemandem Rechenschaft schuldig. Der rätselhafte Geheimbund der Sternenflotte ist dazu entschlossen, die Föderation um jeden Preis zu beschützen. Wenige Tage nach den erschreckenden Ereignissen von „Offenbarung“, steht Dr. Julian Bashir seinem schlimmsten Albtraum gegenüber: Sektion 31 wirbt ihn an, gegen einen der ihren vorzugehen. Doch der Abtrünnige ist kein gewöhnlicher Agent. Wie Bashir ist Dr. Ethan Locken ein genetisch aufgewerteter Mensch, körperlich und geistig überlegen. Und er träumt davon, die Galaxis nach seinen eigenen Vorstellungen umzugestalten. Dazu will er ein neues menschliches Imperium schaffen, ganz nach dem Vorbild des berüchtigten Khan Noonien Singh ...

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  • Rezension zu "Star Trek - Deep Space Nine 8.03" von David Weddle

    Star Trek - Deep Space Nine 8.03
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. February 2011 um 07:43

    Kurz nach dem Ende des Dominionkrieges wird Julian Bashir erneut zu einem Einsatz für die verdeckte Föderationsorganisation Sektion 31 gezwungen. Er soll den ebenfalls genetisch aufgewerteten Ethan Locken in den Badlands aufspüren und dafür sorgen, dass dieser nicht mit einer Armee selbstgezüchteter Jem’Hadar-Soldaten für Unruhe im Quadranten sorgt. „Der Abgrund“ ist im Grunde ein erstklassiger Agententhriller im Star Trek-Universum. Und wirklich klasse geschrieben. Sehr spannender Handlungsbogen und eine kräftige Prise Humor sorgen dafür, dass einem die knapp 300 Seiten sehr kurz erscheinen. Und tatsächlich habe ich den Eindruck, das Potenzial hätte locker für 100 bis 150 Seiten mehr gereicht. Im Mittelpunkt steht klar Dr. Bashir, dessen Verflechtung mit Sektion 31 vorangetrieben wird. Aber auch das Thema „Genetische Verbesserungen“ wird erneut angeschnitten und behandelt. Bashirs Beziehung zu Ezri Dax erfährt keine große Veränderung, auch wenn es erst den Anschein haben mag. Ein bisschen schade ist, dass die Nebenhandlung mit Ro Laren und den ewokartigen Ingavi nicht ausführlicher ausgefallen ist. Dafür sind die Wortgefechte mit Taran’atar (ohnehin eine großartige Bereicherung der DS9-Crew, wenn auch etwas offensichtlich als Odo/Data/Spock-Archetypus angelegt) ein Vergnügen. Auch die Ereignisse im heimischen Bajor-System werden allzu kurz abgehandelt. Dennoch bietet „Der Abgrund“ eine erstklassig erzählte Geschichte mit viel Action, aber auch genügend ethischen Problemstellungen. Die Charaktere sind wirklich ausgezeichnet getroffen (sowohl die von DVD bekannten als auch die Novel Only-Figuren), die Handlung ist eine runde Sache (vielleicht auch hier ein Stück zu kurz, gerade das Ende), an der Übersetzung gibt es nichts zu bemängeln. Überhaupt atmet dieser Roman den Roddenberry-Spirit wie wenige andere. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie es mit der neuen DS9-Crew weitergehen wird. Große Klasse!

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  • Rezension zu "Star Trek - Deep Space Nine 8.03" von David Weddle

    Star Trek - Deep Space Nine 8.03
    Ameise

    Ameise

    05. October 2010 um 21:46

    Dieser Roman erschien bereits 2002 im Heyne-Verlag, obwohl die beiden direkten Vorgänger "Offenbarung 1" und "Offenbarung 2" nicht veröffentlicht wurden. Glücklicherweise kamen diese beiden Romane Jahre später dann doch noch beim Cross Cult-Verlag heraus, und auch "Der Abgrund" erschien noch einmal in einer Neuübersetzung. Ich hoffe, diese Rezension läuft jetzt nicht ZU sehr auf den Vergleich Cross Cult vs. Heyne heraus, aber da ich jetzt beide Romane sozusagen parallelgelesen habe, lässt es sich nicht ganz vermeiden. Zum Inhalt: Dr. Bashir erhält eines Tages einen Auftrag der streng geheimen Organisation Sektion 31. Es geht darum, Ethan Locken ausfindig zu machen, eines ihrer ehemaligen Mitglieder. Locken wurde, genau wie einst Bashir, genetisch aufgewertet, züchtet auf einem Planeten mitten in den Badlands eine eigene Jem'Hadar-Armee heran und sieht sich als Khan Noonien Singhs Nachfolger. Natürlich macht sich Bashir zusammen mit Ro Laren, Ezri Dax und dem Jem'Hadar Taran'atar auf den Weg, um den Größenwahnsinnigen zu stoppen... Auch wenn die "Verrückter-Wissenschaftler"-Story nach einem alten Hut klingt, ist dieser Roman ein ganz großes Highlight unter allen DS9-Romanen. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende stimmig, die Actionszenen perfekt dosiert, das Spannungsniveau durchgehend hoch. Das Beste sind aber die wunderbar getroffenen Charaktere, allen voran natürlich Julian Bashir. Im Nachhinein muss man den Autoren der Serie Deep Space Nine zu der überraschenden Entscheidung gratulieren, aus dem naiv und übereifrig wirkenden Arzt einen genetisch aufgewerten "Supermenschen" zu machen. Dadurch bekam er genau die charakterliche Tiefe, die er vorher dringend nötig hatte, und machte eine Wandlung durch wie kaum eine andere Star Trek-Figur. "Der Abgrund" unterstreicht eindrucksvoll, wie vielschichtig Bashirs Charakter geworden ist. Überdrüssig, ständig sein Licht unter den Scheffel stellen zu müssen, erkennt er widerwillig in Ethan Locken einen Seelenverwandten - eine wirklich fesselnde Charakterstudie des Doktors! Auch Ezri Dax gewinnt immer mehr an Profil und kann in der Zwischenzeit (fast) aus dem übergroßen Schatten der unvergesslichen Jadzia Dax heraustreten. Sogar in den grimmigen Jem'Hadar kann man sich gut hereinversetzen, dafür gebührt den beiden Autoren wirklich Respekt! Der Bösewicht des Romans, Ethan Locken, ist ein sehr interessanter Gegenspieler, da er bei aller Besessenheit und Grausamkeit auch sehr sensibel und verletzlich dargestellt wurde. Die Dialoge zwischen ihm und Bashir sind einfach nur große Klasse. Weniger überzeugen konnten mich dagegen die beiläufige Auflösung der Geschichte und der etwas uninspirierte Ingavi-Nebenplot. Beides war zwar immer noch interessant genug, um den guten Eindruck des Romans nicht zu ruinieren, aber das gewisse Etwas fehlte. Als ich den Roman das erste Mal las, war ich (genau wie die meisten anderen) erstmal ganz erschlagen von den vielen Veränderungen, die sich nach dem Ende der Serie zugetragen hatten. Trotzdem hatte es "damals" (soll heißen: vor einem guten Jahr) für mich auch einen gewissen Reiz, mit den ganzen Neuerungen konfrontiert zu werden ("Wow - Ro Laren ist jetzt auf Deep Space Nine! Und außerdem ein Jem'Hadar! Seit wann ist dieser Vaughn Erster Offizier? Wieso ist die Station in einem so schlechten Zustand? Wieso ist Kira jetzt geächtet? Warum ist Jake Sisko verschwunden?...usw. usw.) Natürlich war es trotzdem sehr schön, jetzt Bescheid zu wissen, ohne das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Mir gefällt sehr, dass zwar einige Dinge ungelöst bleiben, die Haupthandlung aber in in sich geschlossen ist. So bleibt man neugierig auf den Nachfolgeroman, wird aber dennoch nicht von einem Cliffhanger auf die Folter gespannt. Nachdem ich schon von der Heyne-Ausgabe dieses Romans begeistert war, ist es kein Wunder, dass mir das Buch in der Cross-Cult-Ausgabe mindestens genauso gut gefällt, und sogar noch ein bisschen mehr! Wie erwartet schneidet der kleinere Verlag beim direkten Vergleich besser ab, einfach weil man als Leser immer das Gefühl hat, dass die Verantwortlichen echte Star Trek-Fans sind. Christian Humbergs Stil ist nicht nur lockerer als der seines Heyne-Kollegen Andreas Brandhorst, sondern er hält sich auch enger an die deutsche Synchronisation ("Sternenflotte" statt "Starfleet", "Ketracel White" statt "Ketracel Weiß", "Hypospray" statt "Injektor" usw:) Außerdem konnte Brandhorst offensichtlich nichts mit dem Begriff "Deep Space Niners" anfangen, womit die Baseballmannschaft um Sisko aus der Folge "Wettkampf in der Holosuite" gemeint ist, und machte daraus "Kameraden von DS9". Überhaupt unterscheidet sich die Wortwahl der beiden überraschend deutlich voneinander. Gut zu lesen sind jedenfalls beide Ausgaben. Das schlichtere Heyne- bzw. Originalcover gefällt mir persönlich besser als das neue Titelbild mit der Spiegel-Ezri, das ist aber letztendlich Geschmackssache. Fazit: "Der Abgrund" ist so gut, dass es sich durchaus lohnt, es zweimal zu lesen, um beide Versionen zu testen. So oder so ist es einer der besten DS9-Romane überhaupt. Trotzdem schneidet Cross Cult bei mir besser ab, schon allein aus Sympathie! ;-)

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