David Whitehouse

 4.2 Sterne bei 203 Bewertungen
David Whitehouse

Lebenslauf von David Whitehouse

Ein aufstrebender Stern britischer Literatur: David Whitehouse ist 1981 in Nuneaton, England geboren. Er arbeitete bereits für verschiedene Zeitungen und Magazine, darunter der Guardian, die Times und das Observer Magazine. Für seine journalistische Tätigkeit wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Heute arbeitet er als Redakteur und als Schriftsteller. Sein Debütroman „Bed“ erschien 2011 und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, beispielsweise dem Betty Trask Prize 2012. Auch sein zweites Buch „Mobile Library“ räumt bei seinem Erscheinen 2015 Literaturpreise ab. Im selben Jahr erscheint mit „Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek“ eine deutsche Übersetzung. Darin entflieht Bobby Nusku gemeinsam mit seiner Nachbarin Rosa, deren Mutter Val und dem Banditen Joe auf eine Reise durch ganz England. Und zwar in einem Bus voller guter Bücher!

Botschaft an meine Leser

Liebe Leser, die deutschen Ausgaben meiner Bücher sind die schönsten Gegenstände, die ich besitze, was bedeutet, dass deutsche Leser wahre Schönheit kennen müssen. Viel Spaß mit "Der Blumensammler", euer David

Neue Bücher

Der Blumensammler
 (62)
Neu erschienen am 30.08.2018 als Hardcover bei Tropen.

Alle Bücher von David Whitehouse

David WhitehouseDie Reise mit der gestohlenen Bibliothek
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
 (137)
Erschienen am 12.09.2016
David WhitehouseDer Blumensammler
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Blumensammler
Der Blumensammler
 (62)
Erschienen am 30.08.2018
David WhitehouseMobile Library
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Mobile Library
Mobile Library
 (4)
Erschienen am 14.01.2016
David WhitehouseThe Long Forgotten
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
The Long Forgotten
The Long Forgotten
 (0)
Erschienen am 22.03.2018
David WhitehouseBed
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Bed
Bed
 (0)
Erschienen am 14.02.2012

Auf einen beinahe tödlich starken Kaffee mit...

David Whitehouse erzählt in seinem neuen Roman "Der Blumensammler" die Geschichte eines Mannes, der in einer Bibliothek auf das Abenteuer seines Lebens stößt. Herzerwärmend, wortgewaltig und voller Zauber aus der Welt der Botanik reist der Leser mit dem Protagonisten über 30 Jahre durch die Welt. Der britische Nachwuchsstar der Literaturszene glänzt in unserem Interview anlässlich der Veröffentlichung seines gefeierten Romanes "Der Blumensammler" in Deutschland nicht nur mit seinem scharfsinnigen britischen Humor sondern auch mit tiefgründigen Gedanken über die Politik, Literatur und einem besonderen Lob an seine deutschen Leser...

Hallo David, danke für deine Zeit! Was ist das schönste Feedback, das du von Lesern erhalten hast?

Eine Leserin meines letzten Buches sah mein Autorenfoto und sagte, dass sie dachte, dass ich älter und dicker wäre als ich bin. Ich denke, das ist ziemlich gutes Feedback.

Wann kommen dir die besten Ideen?

Ich denke, dass es manchmal funktioniert, wenn du dir wirklich die Zeit nimmst, dich Ideen hinzugeben. Manchmal sitze ich einfach an meinem Schreibtisch und rede mir selbst ein, dass ich mich nicht bewegen kann, bis ich drei gute Ideen habe. Ich zwinge mich selbst dazu. Die Ideen mögen völlig unbrauchbar sein, oder sogar gar keinen Sinn ergeben, aber zumindest waren sie da.

Hast du ein Lieblingswort?

"Disbelief" (dt. Unglaube).

Welchen anderen Job würdest du gerne für einen Tag ausüben?

Ich wäre gerne ein Akademiker, um absolut alles über eine spezifische Sache zu wissen, für irgendetwas ein Experte zu sein, wäre toll.

Kannst du uns eine gute Fernsehserie empfehlen?

Ich habe gerade erst die 10-teilige Dokuserie "The Vietnam War" von Ken Burns und Lynn Novick beendet, die zu den faszinierendsten Dingen gehört, die ich je gesehen habe.

Welches Buch verschenkst du gerne?

Ich verschenke immer "Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel Garcia Marquez und in letzter Zeit ein britisches Buch namens "The Ecliptic" von Benjamin Wood.

Wohin sollten wir unbedingt einmal reisen und welches Buch sollte uns begleiten?

Ich habe vor Kurzem eine Memoir namens "This Really Isn't About You" von Jean Hannah Edelstein gelesen, was teilweise von der harten Realität handelt, jung und mit wenig Geld in New York und London leben zu müssen. Es hat in mir den Wunsch geweckt, wieder nach New York zu reisen.

Was ist dein Seelentier?

Ich laufe wie ein Affe. Mein Seelentier wäre also ein Affe, so dass wir als Zwillinge durchgehen könnten.

Gibt es etwas, das du gerne lernen würdest?

So viel, aber ich glaube, die Menschen in Großbritannien verstehen nicht genug von Politik, wie Politik funktioniert oder warum es ist, wie es ist. Jeder sollte mehr über Politik lernen und dann würden wir vielleicht nicht so dumme Entscheidungen treffen.

Hast du eine heimliche Leidenschaft?

Nein. Ich bin ziemlich schamlos darin, die meiste Zeit das zu tun, was ich will.

Dein Lieblingsort in England?

Nicht weit von meinem Wohnort entfernt liegt ein Strand mit dem Namen "Botany Bay", der sehr versteckt und schön ist.

Ein Satz über dein neues Buch:

Der Blumensammler ist eine Liebesgeschichte, die sich über 30 Jahre erstreckt, und von einem Mann handelt, der die Erinnerungen eines anderen besitzt.

Ein Satz aus deinem neuen Buch:

"On the ninth morning, water long gone, he knew his body only as an endless piano of ribs."

Eine Botschaft an deine deutschen Leser:

Die deutschen Ausgaben meiner Bücher sind die wunderschönsten Gegenstände, die ich besitze, was bedeuten muss, dass deutsche Leser etwas von Schönheit verstehen.

Zu guter Letzt: Welchen Buchcharakter würdest du gerne treffen und was würdet ihr zusammen unternehmen?

Ich würde gerne in einem großartigen Restaurant mit Rachel aus Nora Ephrons "Quetschkartoffeln gegen Trübsinn" essen gehen, wo sie sich bei mir über die Welt beschwert.

Neue Rezensionen zu David Whitehouse

Neu
Giselle74s avatar

Rezension zu "Der Blumensammler" von David Whitehouse

Mein schöner Garten
Giselle74vor 2 Tagen

Manchmal bin ich mäkelig. Heute ist so ein Tag, da will ich nicht nur gute Unterhaltungsliteratur, da will ich einen Sinn.
Aber ganz von vorn:
1. Worum geht es?
Ein etwas langweiliger Reinigungfachmann findet in einem alten Pflanzenlexikon einen Liebesbrief mit einer Liste der seltensten Blumen weltweit. Aus irgendeinem Grunde macht er sich nun auf, all diese Blumen zu entdecken und begegnet dabei Gefahren, falscher Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Liebe.
Jahre später. Ein junger Mann leidet unter Kopfschmerzen, mit denen immer die Erinnerungsschübe eines anderen Menschen verbunden zu sein scheinen.
Wie diese Stränge sich verbinden, mag der geneigte Leser selbst herausfinden.
2. Was möchte der Autor erzählen?
Wenn ich das wüßte... Menschen werden aufwendig eingeführt, die dann im ganzen Rest des Buches nur noch für kurze Nebensätze gut sind. Das gilt auch für Ereignisse, die angerissen, aber nicht weiter verfolgt werden. Wegstrecken, die erst Tage benötigen, um bewältigt zu werden, können im zweiten Anlauf ganz schnell begangen werden. Kurz, es hakt gewaltig im Getriebe. Die Geschichte selbst ist eine Allerwelts-Dreiecks-Liebesgeschichte mit Konsequenzen, wird aber gewaltig aufgebauscht und um eine Reihe recht unwahrscheinlicher Begebenheiten erweitert. Da nimmt einer gewaltig Anlauf, um in die nächste Pfütze zu springen.
3. Wie empfinde ich das?
Um ehrlich zu sein, bin ich sauer. Und enttäuscht. Weil der Roman nämlich richtig gut beginnt und der Autor auch richtig gut schreiben kann. Nur seine Hausaufgaben wollte er wohl nicht machen. Aber nur einen zugegeben kreativen Einfall an den nächsten zu reihen, das reicht mir nicht für einen Roman, Unterhaltungswert hin oder her. Klar könnte man das Ding einfach nur lesen, sich an den Kapriolen und lustigen Ideen Whithouses erfreuen und jauchzen. Will ich aber nicht. Ich will eine durchdachte Konstruktion, auch bei Fantasy- oder Märchenelementen. Die wir hier gar nicht haben, nur esoterisch angehauchte Gedankenübertragung, aber trotzdem. Auch das Unwahrscheinliche sollte in einem Roman seiner eigenen Logik folgen. Dem Leser so etwas vor die Füsse zu werfen und zu sagen "isso" , ist für mich kein guter Ton. Und dann werde ich mäkelig, wobei wir wieder beim Anfang wären.
Lange Rede, kurzer Sinn: wahnsinnig phantasievoller Autor mit schönem Schreibstil erfindet hanebüchene Story ohne sinnigen Background. Was müsste der für Bücher schreiben können, wenn er vor dem Zerschneiden des Stoffes das Schnittmuster aufzeichnen würde. So sind die Nähte schief und die Passgenauigkeit lässt zu wünschen übrig. Aber das Blümchenmuster ist hübsch.

Kommentieren0
0
Teilen
buecherwurm1310s avatar

Rezension zu "Der Blumensammler" von David Whitehouse

Der Blumensammler
buecherwurm1310vor 3 Tagen

Professor Jeremiah Cole hat ein Problem auf einem Tauchgang. Er hat schon mit dem Leben abgeschlossen, als ein Schnabelwal ihm Auftrieb verschafft und dabei sein leben lässt. Später findet Cole im Bauch des Wals die Blackbox eines verschollenen Flugzeugs.

Peter Manyweather mag es gerne sauber und daher hat er eine kleine Putzfirma. In der Bibliothek fällt im eines Tages ein alter Liebesbrief in die Hände, in dem von sechs seltenen Blumen berichtet wird. Er ist so fasziniert, dass er aufbricht, um diese Blumen zu finden.

Dove ist Waise Er hat sein Studium abgebrochen und arbeitet in einem Callcenter des Rettungswagen-Dienstes. Er wird von Kopfschmerzen gequält, die ihm die Erinnerungen einer anderen Person bringen.

Was haben diese Geschichten von drei Menschen miteinander zu tun? Anfang scheint es, als würde man drei unterschiedliche Lebensgeschichten erzählt bekommen. Doch mit der Zeit ahnt man Verbindungen und tatsächlich fügt sich am Ende die Lebenswege zusammen.

Der Autor erzählt uns hier in einer wundervollen, poetischen Sprache eine Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt und eher märchenhaft, denn real ist. Für dieses Buch sollte man sich Zeit nehmen, denn es ist wirklich keine leichte Lektüre.

Die Charaktere sind interessant, teils etwas skurril dargestellt und entwickeln sich auch im Laufe der Geschichte weiter. Leider tauchen einige Nebencharaktere nur kurz auf.

Man möchte wissen, warum Dove immer wieder Erinnerungen eines anderen Menschen hat. Diese Frage und einige überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man weiterlesen möchte.

Es ist eine bezaubernde, ungewöhnliche Geschichte über die Liebe, über Blumen und Erinnerungen.

Kommentare: 1
3
Teilen
Mira20s avatar

Rezension zu "Der Blumensammler" von David Whitehouse

Schönes Cover - sonst konnte das Buch mich nur wenig begeistern!
Mira20vor 3 Tagen

Trotz des wunderschönen Cover und den positiven Rezensionen konnte das Buch meine Leseerwartungen nicht erfüllen.


Der mysteriöse Einstieg hat mir das Einlesen und Einleben stark erschwert. So konnte mich das Buch erst ab der Mitte so richtig packen. Die Hauptgeschichte rund um den Blumensammler Peter Manyweathers war ohne Zweifel spannend. Da fieberte ich als Leserin richtig mit. 

Gestört aber hat mich das Konstrukt der zusätzlichen Handlungsstränge. Da hat sich der Autor extrem Mühe gegeben. Ich empfand es aber als extrem gesucht. Das Buch wurde so meiner Meinung nach schwerfällig und langfädig. 

Ich habe mich während des Lesens oft gelangweilt. Auch konnte mich der melancholische Tonfall des Buches nicht erreichen. Wäre die Lektüre umfangreicher gewesen, hätte ich das Buch abgebrochen.

Kommentieren0
22
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Klett-Cotta_Verlags avatar

Träumt ihr auch davon, mit einem Bus voller Bücher einfach loszufahren und den Alltag hinter euch zu lassen? Dann solltet ihr euch »Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek« von David Whitehouse nicht entgehen lassen. Es ist ein ganz besonderes Buch. Habt ihr Lust, mit auf diese verrückte Reise zu kommen? Dann bewerbt euch doch für die Leserunde und mit ein wenig Glück seid ihr bald schon dabei!

Infos zum Buch:

David Whitehouse, der Jungstar der britischen Literatur, erzählt von einer verrückten Irrfahrt mit einem gestohlenen Bücherbus quer durch England. Ihm ist eine tragikomische Abenteuergeschichte über die unbeirrbare Suche nach dem Glück und den Zauber der Literatur gelungen.

Bobby Nusku fristet seine Tage damit, Haare, Kleidungsstücke und weitere Spuren seiner verschwundenen Mutter zu sammeln und zu archivieren. Er fühlt sich im Haus seines grobschlächtigen Vaters und dessen wasserstoffblonder Freundin ziemlich einsam, besonders nachdem sein einziger Freund Sunny eines Tages wie vom Erdboden verschluckt ist. Die Freundschaft zum Nachbarsmädchen Rosa und ihrer Mutter Val, die Putzfrau in einem Bücherbus ist, gibt ihm Hoffnung und macht ihm Mut, sich gegen sein Schicksal aufzulehnen. Als alles drunter und drüber geht, machen sich Val, Rosa und Bobby gemeinsam mit dem sympathischen Outlaw Joe auf eine verrückte Reise mit Vals Bücherbus quer durch England. Im Gepäck haben sie nur das Nötigste: ihre Freundschaft und eine Menge guter Bücher.
 
Kurzinfo zum Autor:

David Whitehouse wurde 1981 in Nuneaton, England geboren. Sein Debut »Bed« wurde 2010 mit dem »To Hell with Prizes Award« ausgezeichnet. Er lebt in London.

HIER GEHT ES ZUR LESEPROBE

Bewerben könnt ihr euch bis zum 23. Februar 2015. Dafür müsst ihr uns nur verraten, welches euer liebstes Tropen-Buch ist. Die Gewinner werden dann am 24. Februar bekanntgegeben.

missmisterslands avatar
Letzter Beitrag von  missmisterslandvor 4 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Community-Statistik

in 348 Bibliotheken

auf 87 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks