Der Blumensammler

von David Whitehouse 
4,2 Sterne bei61 Bewertungen
Der Blumensammler
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buecherwurm1310s avatar

Es ist eine bezaubernde, ungewöhnliche Geschichte über die Liebe, über Blumen und Erinnerungen.

Mira20s avatar

Schönes Cover - sonst konnte das Buch mich nur wenig begeistern!

Alle 61 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Blumensammler"

New York, 1983. Als Peter Manyweathers in einer Bibliothek einen alten Brief entdeckt, weiß er noch nicht, dass er gerade das größte Abenteuer seines Lebens in den Händen hält. Sechs seltene Blumen sind in dem geheimnisvollen Brief notiert. Sechs Blumen, die so unvergleichlich sind, dass Peter Manyweathers für sie um die ganze Welt reisen wird.

Peter Manyweathers hat weder ausgefallene Hobbys noch abenteuerliche Phantasien. Doch dann fällt ihm zwischen den Seiten einer Enzyklopädie ein alter Brief mit den seltensten Blumen der Erde in die Hände, und mit einem Mal erwacht sein Entdeckergeist. Stück für Stück taucht er ab in die sonderbare Welt der Blumen, und als sich die Nachricht verbreitet, dass die geheimnisvolle Udumbara in voller Blüte in China entdeckt wurde, begibt er sich auf eine Reise, die ihn rund um den Kontinent führen wird. Drei Jahrzehnte später wandelt Dove Gale fasziniert auf den Spuren des Blumensammlers. Es sind Erinnerungsfetzen, die dem jungen Mann aus dem Leben von Peter Manyweathers erzählen. Doch weshalb besitzt Dove die Erinnerungen eines anderen und was verbindet die beiden Männer? David Whitehouse ist ein spektakulärer Roman über Liebe und Verlust sowie die ungezähmte Macht der Erinnerung gelungen.

»Außergewöhnlich klug, um nicht zu sagen, genial. Keine Frage, David
Whitehouse ist ein Schriftsteller, den man im Blick haben muss.«
New York Times

»Kraftvoll und exzentrisch: Whitehouses Schreibstil steckt voller Energie und Temperament, gespickt mit überraschenden, zärtlichen Momenten.«
The Times

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783608503739
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:346 Seiten
Verlag:Tropen
Erscheinungsdatum:30.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor 8 Stunden
    Mein schöner Garten

    Manchmal bin ich mäkelig. Heute ist so ein Tag, da will ich nicht nur gute Unterhaltungsliteratur, da will ich einen Sinn.
    Aber ganz von vorn:
    1. Worum geht es?
    Ein etwas langweiliger Reinigungfachmann findet in einem alten Pflanzenlexikon einen Liebesbrief mit einer Liste der seltensten Blumen weltweit. Aus irgendeinem Grunde macht er sich nun auf, all diese Blumen zu entdecken und begegnet dabei Gefahren, falscher Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Liebe.
    Jahre später. Ein junger Mann leidet unter Kopfschmerzen, mit denen immer die Erinnerungsschübe eines anderen Menschen verbunden zu sein scheinen.
    Wie diese Stränge sich verbinden, mag der geneigte Leser selbst herausfinden.
    2. Was möchte der Autor erzählen?
    Wenn ich das wüßte... Menschen werden aufwendig eingeführt, die dann im ganzen Rest des Buches nur noch für kurze Nebensätze gut sind. Das gilt auch für Ereignisse, die angerissen, aber nicht weiter verfolgt werden. Wegstrecken, die erst Tage benötigen, um bewältigt zu werden, können im zweiten Anlauf ganz schnell begangen werden. Kurz, es hakt gewaltig im Getriebe. Die Geschichte selbst ist eine Allerwelts-Dreiecks-Liebesgeschichte mit Konsequenzen, wird aber gewaltig aufgebauscht und um eine Reihe recht unwahrscheinlicher Begebenheiten erweitert. Da nimmt einer gewaltig Anlauf, um in die nächste Pfütze zu springen.
    3. Wie empfinde ich das?
    Um ehrlich zu sein, bin ich sauer. Und enttäuscht. Weil der Roman nämlich richtig gut beginnt und der Autor auch richtig gut schreiben kann. Nur seine Hausaufgaben wollte er wohl nicht machen. Aber nur einen zugegeben kreativen Einfall an den nächsten zu reihen, das reicht mir nicht für einen Roman, Unterhaltungswert hin oder her. Klar könnte man das Ding einfach nur lesen, sich an den Kapriolen und lustigen Ideen Whithouses erfreuen und jauchzen. Will ich aber nicht. Ich will eine durchdachte Konstruktion, auch bei Fantasy- oder Märchenelementen. Die wir hier gar nicht haben, nur esoterisch angehauchte Gedankenübertragung, aber trotzdem. Auch das Unwahrscheinliche sollte in einem Roman seiner eigenen Logik folgen. Dem Leser so etwas vor die Füsse zu werfen und zu sagen "isso" , ist für mich kein guter Ton. Und dann werde ich mäkelig, wobei wir wieder beim Anfang wären.
    Lange Rede, kurzer Sinn: wahnsinnig phantasievoller Autor mit schönem Schreibstil erfindet hanebüchene Story ohne sinnigen Background. Was müsste der für Bücher schreiben können, wenn er vor dem Zerschneiden des Stoffes das Schnittmuster aufzeichnen würde. So sind die Nähte schief und die Passgenauigkeit lässt zu wünschen übrig. Aber das Blümchenmuster ist hübsch.

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Es ist eine bezaubernde, ungewöhnliche Geschichte über die Liebe, über Blumen und Erinnerungen.
    Der Blumensammler

    Professor Jeremiah Cole hat ein Problem auf einem Tauchgang. Er hat schon mit dem Leben abgeschlossen, als ein Schnabelwal ihm Auftrieb verschafft und dabei sein leben lässt. Später findet Cole im Bauch des Wals die Blackbox eines verschollenen Flugzeugs.

    Peter Manyweather mag es gerne sauber und daher hat er eine kleine Putzfirma. In der Bibliothek fällt im eines Tages ein alter Liebesbrief in die Hände, in dem von sechs seltenen Blumen berichtet wird. Er ist so fasziniert, dass er aufbricht, um diese Blumen zu finden.

    Dove ist Waise Er hat sein Studium abgebrochen und arbeitet in einem Callcenter des Rettungswagen-Dienstes. Er wird von Kopfschmerzen gequält, die ihm die Erinnerungen einer anderen Person bringen.

    Was haben diese Geschichten von drei Menschen miteinander zu tun? Anfang scheint es, als würde man drei unterschiedliche Lebensgeschichten erzählt bekommen. Doch mit der Zeit ahnt man Verbindungen und tatsächlich fügt sich am Ende die Lebenswege zusammen.

    Der Autor erzählt uns hier in einer wundervollen, poetischen Sprache eine Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt und eher märchenhaft, denn real ist. Für dieses Buch sollte man sich Zeit nehmen, denn es ist wirklich keine leichte Lektüre.

    Die Charaktere sind interessant, teils etwas skurril dargestellt und entwickeln sich auch im Laufe der Geschichte weiter. Leider tauchen einige Nebencharaktere nur kurz auf.

    Man möchte wissen, warum Dove immer wieder Erinnerungen eines anderen Menschen hat. Diese Frage und einige überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man weiterlesen möchte.

    Es ist eine bezaubernde, ungewöhnliche Geschichte über die Liebe, über Blumen und Erinnerungen.

    Kommentare: 1
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    Mira20s avatar
    Mira20vor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Schönes Cover - sonst konnte das Buch mich nur wenig begeistern!
    Schönes Cover - sonst konnte das Buch mich nur wenig begeistern!

    Trotz des wunderschönen Cover und den positiven Rezensionen konnte das Buch meine Leseerwartungen nicht erfüllen.


    Der mysteriöse Einstieg hat mir das Einlesen und Einleben stark erschwert. So konnte mich das Buch erst ab der Mitte so richtig packen. Die Hauptgeschichte rund um den Blumensammler Peter Manyweathers war ohne Zweifel spannend. Da fieberte ich als Leserin richtig mit. 

    Gestört aber hat mich das Konstrukt der zusätzlichen Handlungsstränge. Da hat sich der Autor extrem Mühe gegeben. Ich empfand es aber als extrem gesucht. Das Buch wurde so meiner Meinung nach schwerfällig und langfädig. 

    Ich habe mich während des Lesens oft gelangweilt. Auch konnte mich der melancholische Tonfall des Buches nicht erreichen. Wäre die Lektüre umfangreicher gewesen, hätte ich das Buch abgebrochen.

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    secretworldofbookss avatar
    secretworldofbooksvor 5 Tagen
    die Geschichte hinter den Blüten

    Auf den ersten Seiten wurde mir ein Inhalt präsentiert, den ich so nicht vermutete. Daraus bildeten sich drei Erzählstränge die wunderschön beschrieben wurden. Drei verschiedene Männer, drei verschiedene Orte und drei verschiedene Leben und doch mit der Zeit ineinander verwoben. Um so weiter die Geschichte voran ging , um so mehr fesselte mich ihre Handlung. Vor allem die sehr detailliert erzählten Beschreibungen der seltenen Blumenarten und Landschaften in den fernen Ländern haben mir sehr gefallen. Sie nahmen mich mit auf die Reise ihrer Entdeckung. Auch das Zwischenmenschliche hat David Whitehouse sehr gut getroffen. So bekommt im Buch neben der Botanik auch die Romantik eine Chance. Die tiefen Abgründe des Schönen treffen hier nicht nur auf Blumen ,sondern auch auf menschliche Charaktere.

    Mich konnte " Der Blumensammler " voll überzeugen und meine anfängliche Skepsis wich wunderschönen Lesestunden, die mich so manchmal die Zeit vergessen liesen. 


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    W
    wiechmann8052vor 10 Tagen
    blumige Fantasie

              Dieses Buch hat ein wunderschönes Cover, viele verschiedene teils sehr seltene Pflanzen sind rund um den Titel angeordnet. 
    Der Klappentext sagt dazu, das Peter in einem Buch einen alten Liebesbrief entdeckt in dem sechs seltene Blumen gelistet sind. Er reist um die Welt um sie einmal in Wirklichkeit gesehen zu haben.
    Aber das ist längst nicht alles, als Leser wird man sehr stark gefordert. Zum einem fängt das Buch mit einem Ozeanforscher an der kurz vor dem Tod durch Sauerstoffmangel am Meeresboden steht. Nirgendwo eine Blume.
    Dann lernen wir Dove kennen der in einer Rettungszentrale arbeitet und plötzlich unter starken Kopfschmerzen leidet die mit fremden Erinnerungen einher gehen.
    Dann Peter ein Sauberkeitsfanatiker dessen Firma besondere Reinigungsaufgaben erledigt.
    Um Grunde wird das Buch von hinten nach vorne erzählt. Ein Kreis entsteht der sich erst auf den letzten Seiten schließt und eine wunderschöne Überraschung enthält.
    Die Suche nach den Blumen ist eher zweitrangig, diese drei Menschen stehen im Mittelpunkt zusammen mit denen die ihnen nahe stehen oder nur begegnen.
    Es sind viele Nebenschauplätze die nur angerissen werden wie ein unvollständiges Bild das der Leser dann zu Ende malen muss.
    Für mich erforderte das beim Lesen, das ich das Buch weglegen und dann das gerade entdeckte Bild "zu Ende zu malen", um dann weiter lesen zu können.
    Es war berührend dieses Buch zu lesen obwohl es anders als erwartet war.
            

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    marialeins avatar
    marialeinvor 11 Tagen
    Der Schmetterlingseffekt

    „Der Blumensammler“ nimmt den Leser mit auf eine Reise rund um die Welt – und zeigt ihm dabei, wie verstrickt unsere Schicksäle doch sein können, ohne dass wir das ahnen.

    Da wäre zum einen Professor Jeremiah Cole, der als junger, frisch verliebter Student in Bibliotheksbüchern Liebesbriefe an seine Angebetete versteckt und mit seinen angeblichen Botanikkenntnissen prahlt. Jahre später entdeckt er als glücklich verheirateter, aber allgemein griesgrämiger Meeresforscher die Blackbox des „vergessenen Flugs“ PS570. Obwohl er damit erheblich zur Aufklärung dieses Mysteriums beiträgt, hält sich seine Freude über die unverhoffte Berühmtheit in Grenzen…

    Dann wäre da der junge Dove, der mit seinem Leben nicht so recht klarkommt. Er führt ein zurückgezogenes Dasein in London, grübelt über seine leiblichen Eltern nach, die er für all sein Unglück verantwortlich macht. Doch immer wieder dringen Erinnerungsfetzen in sein Bewusstsein, die unmöglich die eigenen sein können. Nach und nach erinnert er sich an den Blumensammler Peter Manyweathers, der auf der Suche nach seltenen Blumen durch die ganze Welt gereist ist.

    Eben dieser Peter Manyweathers ist der dritte Charakter, dessen Schicksal der Leser kennen lernt. Er lebt davon, die Wohnungen von lange Verstorbenen zu reinigen und erwartet ansonsten nicht viel vom Leben. Doch dann findet er einen Liebesbrief in einem Bibliotheksbuch, in denen sechs Blumen aufgezählt sind, die die unsterbliche Liebe des Schreibers symbolisieren sollen. Hier deutet sich schon an, wie die Schicksalsfäden zweier Protagonisten verbunden sind. Doch das Geflecht ist komplexer, als der Leser das zu diesem Zeitpunkt ahnen kann.

    Dove erinnert sich etappenweise an die verschiedenen Stationen auf Peters Reisen durch die Welt und was er bei seiner Jagd auf seltene Blumen erlebt. Was nach einem harmlosen, wenn auch etwas ausgefallenen, Hobby klingt, ändert Peter Leben von Grund auf. Er lernt sowohl Angst und Tod kennen als auch, zum ersten Mal im Leben, die große Liebe.

    Wer ein paar interessante Abenteuer auf der Suche nach niedlichen kleinen Blümchen erwartet hat, wird von den dramatischen Ereignissen überrascht sein, die Peter erwarten. Gefahren lauern nicht nur auf dem Weg und von seinen Weggefährten, sondern sogar von den Blumen selbst. Wie im wirklichen Leben sind auch hier schöne und schreckliche Erlebnisse nah beieinander. Und so wie die Todesblume für den einen unsterbliche Liebe symbolisiert, so kann sie für andere Unglück und gar den Tod bedeuten…

    So berührend das Erzählte dargestellt ist, so weit hergeholt erscheinen aber auch manchmal die Verwicklungen, die hier beschrieben sind. Das ist jedoch keineswegs eine Schwäche – schließlich ist doch das wahre Leben auch voller unerwarteter Wendungen und eine kleine Geste kann das Schicksal komplett in eine andere Bahn lenken. Der Unterschied ist, dass einem das in seinem eigenen Leben gar nicht bewusst wird, während der Leser von außen Zusammenhänge erkennt, die den Protagonisten verborgen bleiben.

    Nicht nur inhaltlich berührt einen die Geschichte, die so fantastisch und doch so nah am Leben ist, sondern auch erzählerisch gelingt es dem Roman, den Leser auf Anhieb mitzureißen. Die verschiedenen Handlungsstränge greifen so geschickt ineinander, dass die Puzzleteile nach und nach ein stimmiges Bild ergeben.

    Ein sehr gelungener Roman über die Bedeutung der Erinnerungen und der kleinen Gesten, die so viel verändern können. Sehr empfehlenswert.

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    S
    sternenstaubhhvor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Fantastischer und blumiger Lesespaß
    Fantastischer und blumiger Lesespaß

    Der Roman "Der Blumensammler" von David Whitehouse handelt von Peter Manyweathers, einem auf den ersten Blick recht durchschnittlichen Mann der als Raumpfleger arbetet. Dieser findet durch Zufall einen alten Liebesbrief. Doch was diesen Brief so besonders macht, sind die seltensten Blumen, die dort erwähnt werden. Was hat es mit den Blumen auf sich? Mit diesem Brief macht sich Peter Manyweathers auf eine Reise, sowohl kontinental wie auch zu sich selbst. Was dieses Buch so besonders macht, ist vor allem der Schreibstil des Autors. Fast poetisch schildert er was in dem Mann vor sich geht. Dieses blumige Abenteuer kann den Leser nur verzaubern. Für mich war es ein großer Genuss und ein wahres Vergnügen.

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    Lilith79s avatar
    Lilith79vor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Poetische Geschichte, die sich im Laufe des Buches erschließt
    Poetische Geschichte, die sich im Laufe des Buches erschließt

    Auf das Buch Der Blumensammler von David Whitehouse bin ich wegen des wirklich schönen, liebevoll gestalteten und filigranen Covers aufmerksam geworden. Da das Buch auch sehr gute Amazon-Rezensionen hatte, habe ich es mir besorgt, auch wenn ich mir anhand des Klappentextes noch nicht wirklich viel unter der Handlung vorstellen konnte. Interessanterweise ging es mir beim Lesen des Buches erstmal für eine ziemlich lange Zeit weiterhin so, der Roman spielt abwechselnd auf 2 verschiedenen Zeitebenen und erzählt die Geschichte von 3 unterschiedliche Personen, was diese drei miteinander zu tun haben erschließt sich sich zuerst einmal aber nicht.

    Da ist einmal ein älterer Tiefseeforscher, der bei einem Tauchunfall fast ertrinkt, aber dabei den Flugschreiber eines lang verschollenen Fluges findet. Dann ist da Dove, ein junger einsamer Mann, der als Kleinkind adoptiert wurde und Zeit seines Lebens mit unkontrollierten Wutanfällen zu kämpfen hat und jetzt auch noch von rasenden Kopfschmerzen und merkwürdigen Erinnerungen "angefallen" wird, die nicht seine eigenen zu sein scheinen. Und dann ist da noch Peter, der einige Jahrzehnte vor Dove in der Bibliothek in einem Buch über Blumen einen Liebesbrief entdeckt, der von der Suche nach 6 sehr seltenen Blumen erzählt.

    Natürlich hängen alle diese Geschichten zusammen, wie genau das der Fall ist, erschließt sich aber erst nach und nach im Laufe der Geschichte.

    Ich war mir Lesen teilweise unschlüssig was ich von dem Buch halten soll. Die Geschichten sind durchaus interessant, manchmal auch mit einem feinen Humor zu sehen und die ganze Idee ist auch spannend. Trotzdem wurde ich nie so wirklich hundertprozentig in die Geschichte hineingezogen und alles in Allem ist die Geschichte vielleicht auch ein kleines bisschen zu konstruiert um wirklich die Magie zu entfalten, die der Autor vermutlich beabsichtigt hat. Außergewöhnlich und kreativ ist die Geschichte aber sicherlich und vom Schreibstil auch leicht lesbar und sympathisch (am Anfang fand ich manche Formulierungen manchmal ein bisschen zu blumig - ok beim Thema des Buches ist das vermutlich vertretbar ;-) ).

     

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    SharonBakers avatar
    SharonBakervor 17 Tagen
    Berührend, außergewöhnlich & melancholisch ...

    Peter Manyweathers ist Raumpfleger, aber nicht von der ganz gewöhnlichen Art, sondern man ruft ihn, wenn es Schmutz und Dreck von Jahrzehnten zu beseitigen gibt. Dieser Beruf macht aber auch unglaublich einsam und so kommt es, dass Peter gern liest. Als er bei einer Hausreinigung eine wunderschöne Blume im größten Dreck entdeckt, will er mehr über Pflanzen wissen und stößt bei seinen Nachforschungen in der Bibliothek auf einen Liebesbrief. Dieser junge Mann beschreibt seine Liebe mit sechs seltenen Blumen und macht Peter so neugierig darauf, dass sich fortan alles um Blumen dreht und für ihn das größte Abenteuer beginnt. Nämlich die Reise an den unterschiedlichsten Orten. Wird er alle sechs Blumen finden? Was macht das aus ihm? Und wie wird sich dadurch sein Leben verändern?

    Dieses Buch ist, mir zugespielt worden und das, auf nette und interessante Weise. Eine Geschichte über einen Mann und Botanik, ich war neugierig, vielleicht auch, weil ich dieses Jahr auch meinen Garten neu in Angriff genommen habe. Oder vielleicht auch die Freude über Blumen, die nicht alltäglich sind und unglaubliche Geschichten in sich tragen. Der Klappentext sprach mich auf jeden Fall an und nun ist die Geschichte gelesen. Ob sie mich letztendlich überzeugen konnte, erzähle ich euch nun.

    Die Geschichte wird aus drei Erzählsträngen bestritten und abwechselnd erzählt, wobei noch unterschiedliche Zeitebenen dazu kommen. Alle drei Stränge könnten unterschiedlicher nicht sein und doch laufen sie im Laufe der Geschichte ineinander. Die Eröffnung macht Professor Cole, der direkt am Anfang des Buches, fasst sein Leben im Meer lässt, aber durch seine Rettung einem verschollen Flugschreiber findet. Dieses Flugzeug ist, nie gefunden worden und man verspricht sich endlich eine Aufklärung. Danach lernen wir Dove kennen, ein einsamer junger Mann, der immer noch nach seinem Platz und seiner Identität sucht. Allerdings sind seine Träume oder Erinnerung von Peter Manyweathers geprägt und diese Person übernimmt den Löwenanteil der Geschichte.

    Peter Manywathers Geschichte beginnt in der Vergangenheit, nämlich in New York des Jahres 1983. Er ist vom Beruf her Putzer und hat eine eigene Firma, was er leidenschaftlich gern tun, stößt in seiner Umgebung nicht unbedingt auf Zuneigung und Beliebtheit und so ist er doch einsam. Was im früher nicht so viel ausgemacht hat, stört ihm mit zunehmenden Alter doch ein wenig. Durch seinen Fund in der Bibliothek wendet sich allerdings sein Leben. Nicht nur das er von den Worten tief bewegt ist und selbst über Gefühle nachdenkt, nein er interessiert sich auch mehr für die Botanik, ganz besonders über diese sechs Blumen. So sucht er Anschluss an Gleichgesinnte, aber die meisten sind wohl eher Selbstdarsteller und interessieren sich weniger für seine Blumen, aber so lernt er Hens Berg kennen. Die beiden Männer werden Freunde und bestreiten doch ganz gern die Blumengeschichte weiter voran. Da Hens durch seinen Lehrstuhl in der Welt der Pflanzen mehr Informationen zu getragen wird, ist auch er der Schlüssel zur ersten Reise nach einer der Blumen. So machen sich die beiden unterschiedlichen Männer auf den Weg und so nimmt die Reise ihren Lauf.

    Die Geschichte beschreibt nicht nur die Suche und das Finden der Blumen, sondern entwickelt sich anders, denn die beiden Männer begegnen einer Frau und beide haben Interesse. Hier kommt, der Knall und die wahren Masken fallen.

    David Whithouse beschreibt nicht nur eine kaum unvorstellbare Vegetation, aus Wüste und Dschungel, nein, er schaut auch in die Abgründe der Seelen. Dabei wählt er eine angenehm zu lesende Sprache und treibt es mit Fremdwörtern nicht ganz so doll, was gut ist und nicht verwirrt. Lateinische Pflanzennamen finde ich nämlich Horror. Aber obwohl er die Blumen im ersten Moment in den Vordergrund stellt, ist schnell klar, dass diese nur Mittel zum Zweck ist. Hier geht es nämlich um eine Dreiecksgeschichte und welche folgen daraus geschehen. Mehr werde ich nicht verraten, denn diese Achterbahn aus Freundschaft, Liebe und übergroßen Gefühlen muss man selbst lesen. Außerdem muss doch dieser Fährte noch zu den beiden anderen Erzählsträngen enträtseln.

    Ich muss sagen, ich hatte mit der Entwicklung vorab beim Lesen des Klappentextes nicht gerechnet. Da es doch eher mystisch und geheimnisvoller klang, aber was gibt es Besseres, als über die Liebe zu schreiben und dieser Brief ist ja auch irgendwie der Ausschlag dafür. Geschickt erzählt hier der Autor und lässt schon teilweise erahnen, wie und wer und was alles zusammenhängt. Dabei beschreibt er toll die Gefühlsebenen, lässt gut in die Wut und den Schmerz schauen und einen pausenlos an den Seiten kleben. Je mehr geschieht, umso mehr baut sich ein Tornado auf, der einen kalt erwischt, obwohl man es ahnt.

    Der Blumensammler ist melancholisch, berührend und doch herrlich zu lesen. Ein wahrer Strauß an außergewöhnlichen Blumen und tiefen Gefühlen, dem man gern beim Blühen zu schaut und Lesezeit verbringt.
     

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    weisserKakaduvor 18 Tagen
    surreales Märchen

    Hat man schon jemals von einer schafsfressenden Pflanze gehört? Oder von der Kadupul-Blume oder gar der Todes- bzw. Leichenblume?
    David Whitehouse entführt den Leser in einen exotischen Teil der Botanik und erzählt eine Geschichte um die Verflechtung der Leben dreier Männer, die zunächst gar nichts miteinander zu tun haben scheinen.
    Da ist der Meeresforscher Cole, der bei einer abenteuerlichen Expedition in einem Ein-Mann-Tauchboot einen lang verschollenen Flugschreiber entdeckt. Weiterhin gibt es den jungen Dove Gale, der nach dem Abbruch seines Journalismus-Studiums in einer Rettungsleitstelle arbeitet und bis auf seine neuerlichen Migräneanfälle mit Erinnerungsfetzen eines anderen Mannes ein unaufregendes Leben führt. Und dann gibt es noch Peter Manyweather, der Inhaber einer Reinigungsfirma, welche die Wohnungen längst Verstorbener sauber macht und zufällig in einem Buch in der Bibliothek einen alten Liebesbrief mit der Nennung von sechs sehr seltenen Blumen findet. Dieser Brief eines unbekannten Schreibers hat ihn so sehr fasziniert, dass er sich auf eine Reise um den ganzen Globus begibt, um diese Blumen zu finden. Auf dem Weg von China über Chile, Spanien, Namibia bis nach Sumatra entdeckt Peter nicht nur seltene Pflanzen, sondern lernt auch den Dänen Hens Berg kennen und findet nebenbei noch Harum - seine große Liebe.

    Der Roman springt immer zwischen den Erzählsträngen der drei Männer Peter, Dove und Professor Cole hin und her, was das Lesen etwas anstrengend macht. Erst ganz zum Schluss werden die Zusammenhänge der Biografien sichtbar.
    Die Abenteuer von Peter und Professor Cole sind bisweilen ziemlich abenteuerlich und surreal, worüber man eigentlich hinwegsehen könnte, aber an manchen Stellen wirkte es dann doch zu unlogisch und konstruiert, so dass es mich gestört hat.
    Insgesamt ist es eine rasante Geschichte um Suchen und Entdecken, um Liebe, Verrat und Verlust mit einigem Unterhaltungswert.

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    Eine Fantastische Expedition
    im die Welt der Blumen:
    Spektakulär, verblüffend, herzergreifend.

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    elane_eodains avatar
    elane_eodainvor 3 Monaten
    So ein hübsches Cover! Inhaltlich erinnert es mich ein wenig an "Orichs" - mal sehen, was es kann!
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    Daniliesings avatar
    Daniliesingvor 4 Monaten
    Das geniale Cover hat mich zuerst zu diesem Buch gelockt und auch der Inhalt klingt abenteuerlich und mal ganz anders!
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