David Whitehouse Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek

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Inhaltsangabe zu „Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek“ von David Whitehouse

Bobby Nusku fristet seine Tage damit, Haare, Kleidungsstücke und weitere Spuren seiner verschwundenen Mutter zu sammeln und zu archivieren. Im Haus seines grobschlächtigen Vaters fühlt er sich nicht geliebt, erst die Freundschaft zum Nachbarsmädchen Rosa und ihrer Mutter Val, die Putzfrau in einem Bücherbus ist, gibt ihm Hoffnung, sich gegen sein Schicksal aufzulehnen. Als alles drunter und drüber geht, machen sich Val, Rosa und Bobby gemeinsam auf eine verrückte Reise mit Vals Bücherbus quer durch England.

Flüssig geschriebene, leicht märchenhafte Geschichte, die wieder das kindliche Gemüt in dir weckt.

— Thorsten_Falke
Thorsten_Falke

Das Buch eignet sich für zwischendurch und lässt sich gut in kleinen Häppchen lesen.

— NicoleP
NicoleP

Zauberhaft, liebevoll,tiefgründig!

— Lotti69
Lotti69

Ein herrlicher Road-Trip mit interessanten Protagonisten.

— Literaturwerkstatt-kreativ
Literaturwerkstatt-kreativ

Freunde sind die Familie, die man sich selbst erwählt...

— Dion
Dion

“Familie ist da wo die Liebe ist.“

— chellytheglubsch
chellytheglubsch

Keine glaubwürdige Geschichte und viel zu öd erzählt.

— seschat
seschat

Eine verrückte, liebenswerte und vor allem LESENSWERTE Geschichte!

— jasimaus123
jasimaus123

Herzerwärmend und berührend! Der Autor verzaubert mit seinen Worten. Lesenswert!

— Seehase1977
Seehase1977

Ein richtiger Lesegenuss

— dowi333
dowi333

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    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
    pamN

    pamN

    19. August 2017 um 19:41

    Bobby wird in der Schule gemobbt, seine Mutter ist weg und sein Vater interessiert sich nicht für ihn. Der einzige Lichtblick ist sein Freund Sunny. Nachdem dieser verschwindet und es zu einigen Vorfällen kommt, machen sich Bobby und seine neuen Freunde Val und Rosa samt einem Bücherbus auf und davon. Auf eine Abenteuerfahrt.Das Cover und der Titel haben mich damals zum Kauf verleitet. Der Klappentext wurde keines Blickes gewürdigt. Die Worte gestohlene Bibliothek und ein Bus, auf dem Bibliothek steht, sind Kaufgrund genug ;)Das Cover ist hell gestalten und strahlt eine Fröhlichkeit aus, bei der man nur von einer tollen Story ausgehen kann.Den schreibstil fand ich zum großen Teil super. Emotionen und leben erweckend , fließend und locker. An einigen Stellen, vor allem den Waldszenen fand ich es aber recht zäh. Im großen und ganzen aber überzeugend. ‎Das ende ist mir richtig ans Herz gegangen. Als Leser wusste man zunächst nicht wie es ausgeht. Gibt es ein happy end? Verlieren bobby und rosa val? Ich bin auch unglaublich froh, dass bobby und sunny wieder zueinander finden. Das sonny für bobbys Sicherheit bereit ist sich zu ein cyborg machen zu lassen und das alles unter solch schmerzhaften bedingungen hat mir das Herz gebrochen. Die emotionen waren unglaublich real und stark. Etwas durcheinander, aber das sind die Gedanken, die mir am stärksten am ende des Buches im Kopf hingen. Jeder der Haupt-Charaktere hat etwas unschuldiges an sich, aber auch unglaubliche staerken‎, mit denen er die anderen stützt und beschützt. Das fand ich richtig klasse. Das Buch ist eine Geschichte über selbstgewaehlte Familie und Abenteuer, die jeder von uns erleben kann.Leider muss ich jedoch sagen, dass es für mich zu wenig Bücherbus gab. Ich hätte es super gefunden, wenn noch mehr Bücher erwähnt worden wären und dessen Beschreibung noch detaillierter ausgefallen wäre.Das und die zähen stellen sind für mich die negativen Aspekte des Buches. Der Rest ist einfach nur toll. Die Charaktere haben sich in mein Herz gestohlen und es wäre wirklich super wieder etwas von ihnen lesen zu können. 

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  • Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
    NicoleP

    NicoleP

    02. July 2017 um 18:56

    Der Junge Bobby Nusku ist ein seltsamer Kerl. Er sammelt und archiviert Haare, Kleidung und was er sonst von seiner verschwundenen Mutter findet. Eines Tages begegnet ihm Rosa, ein Mädchen aus der Nachbarschaft. Er freundet sich mit ihr und ihrer Mutter Val an. Zusammen mit ihnen begibt sich Bobby auf eine abenteuerliche Reise in einem „geliehenen“ Büchereibus.„Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek“ ist eine mit Fantasie und Liebe gefüllte Geschichte. Es ist die kindliche Wahrnehmung der Realität durch Bobbys Augen, die das Buch liebevoll transportiert. Die Abenteuer, welche Bobby mit seinen Freunden erlebt, bringen den Leser in verschiedene Gefühlslagen. Es ist dem Autor gut gelungen, die Gefühle und Stimmungen seiner Protagonisten dem Leser nahe zu bringen. Wenn Bobby in seine gedankliche Fantasiewelt abschweift, nimmt er den Leser mit.Leider hat das Buch auch einige Längen, welche das Lesevergnügen leicht schmälern. Daran ändert auch der lockere Schreibstil nichts. Das Buch dürfte Lesern jeden Alters gefallen. Die Geschichte ist die Dokumentation eines Ausflugs und wie sehr Ereignisse alles verändern können. Hier braucht der Leser selbst auch viel Fantasie, um das Buch genießen zu können.Ganz besonders ist mir Rosa ans Herz gewachsen. Sie ist anders und sieht die Welt auch anders – mehr kann ich, ohne zu spoilern, leider nicht verraten. Während Bobby in das Reich der Fantasie gleiten kann, ist Rosa immer im Hier und Jetzt. Auch wenn Rosa „nur“ eine Nebenfigur ist, sind ihre Reaktionen auf Begebenheiten interessant.Das Buch beginnt übrigens mit dem Ende. Somit wird schon gleich die Neugier geweckt, wie es überhaupt zu den ganzen Ereignissen kommen konnte. Das Buch eignet sich für zwischendurch und lässt sich gut in kleinen Häppchen lesen. Leider hat es so auch keinen besonders straffen Spannungsbogen, der einen Leser am Buch „kleben“ lässt. Nichtsdestotrotz ist es eine liebenswerte Geschichte.Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de

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  • „Bücherbus on Tour“

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
    Literaturwerkstatt-kreativ

    Literaturwerkstatt-kreativ

    12. February 2017 um 22:19

    Dieses Buch hat es in sich gehabt , aber lest selbst: „Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert für Erwachsene „Die Reise in der gestohlenen Bibliothek“ von David Whitehouse Die Mutter des zwölfjährigen Bobby Nusku ist verschwunden. Bobby wartet nun täglich auf ihre Rückkehr. Er lebt bei seinem Vater, der oft betrunken und gewalttätig ist. Bobby hat nur einen Freund und das ist Sunny Clay. Dieser will sich in einen Cyborg verwandeln, um Bobby zu beschützen. Dieser Versuch geht natürlich völlig daneben und Sunny ist nun schwer verletzt und entstellt. Bobby sieht Sunny nicht mehr, denn dieser zieht mit seiner Mutter nach Südengland. Bobby ist wieder alleine. Bei seinen Streifzügen durch die Nachbarschaft lernt er Val und ihre autistische Tochter Rosa kennen. Die drei freunden sich an und Bobby vertraut Val zunehmend. Nach dem Bobby, mal wieder brutal von seinem Vater verprügelt wurde, kümmert sich Val um ihn. Dadurch kommt es aber zu Gerüchten in der Nachbarschaft. Ohne groß nachzudenken stiehlt Val den Bücherbus, den sie regelmäßig putzt, und flüchtet mit den beiden Kindern. Es beginnt nun eine schöne Zeit für alle drei. Sie erleben Abenteuer, Abends liest Val den Kindern aus Büchern vor und erschließt ihnen so die Welt der Literatur. So, finden sie auch immer wieder beim Lesen der Bücher, Lösungen für ihre schwierige Situation. Auf ihrer Reise durch England stoßen sie dann noch auf Joe. Er ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und nun ebenfalls auf der Flucht. Die vier geben sich als Familie aus um nicht aufzufallen. Denn die Polizei ist natürlich schon längst auf der Suche nach dem Bücherbus. Fazit: Es ist keine leichte Lektüre. Kein Buch für Zwischendurch. An einigen Stellen fühlte ich mich sehr stark an so manche Situationen erinnert, die ich als Familienhelferin erlebt habe – wahrlich keine leichten Situationen und manchmal schwer zu ertragen! Trotzdem ist es ein herrlicher Road-Trip mit interessanten Protagonisten. Der Autor hat einen sehr flüssigen Schreibstil, mit Liebe zum Detail. An manchen Stellen ist es sogar poetisch. Mir persönlich gefiel der erste Teil des Buches nicht ganz so gut, schwer zu lesen und teilweise weitschweifig. Um so flüssiger der zweite Teil als der Roadtrip begann. Brillant erzählt und auch viel stimmiger. Hinter dem Buchcover hätte ich eher ein Jugendbuch erwartet. Trotz alledem möchte ich das Buch empfehlen, denn dieser Bücherbus wird im Gedächtnis bleiben !!!

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  • Eine Reise mit Freunden

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
    Dion

    Dion

    18. December 2016 um 20:42

    Der Junge Bobby Nusku sammelt die Haare seiner verschwundenen Mutter, ist das Opfer seiner Klassenkameraden, und was noch viel schlimmer ist, das Opfer seines gewalttätigen Vaters. Gemeinsam mit seiner Freundin Rosa und deren Mutter Val, die den örtlichen Bücherbus putzt, flieht er mit eben diesem Bücherbus aus seinem tristen Alltag. Quer durch England lernt er, das Leben zu genießen..... Einzig seine verschwundene Mutter wird er nie finden, wie ihm klar wird. Trotzdem genießt er das Leben mit seiner neuen Familie. Ein sehr warmherziger Roman, der uns lehrt, die kleinen Dinge im Leben schätzen zu lernen. Vorbehaltlos zu empfehlen!!! Keine seichte Literatur, sondern etwas, das zum Nachdenken und Mitfühlen anregt. Fünf Sterne!!!

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  • In jeder Hinsicht eine wundervolle Geschichte

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
    LilLo

    LilLo

    31. October 2016 um 08:54

    Ist das nicht ein toller Titel? Ich hab ihn gelesen und wollte das Buch sofort haben, davon ab das auch das Cover sehr süß und ansprechend gestaltet ist. Eine Reise mit einer Bibliothek (gestohlen jetzt nicht so unbedingt) würde ich schließlich auch gerne mal machen: Jeden Tag ein anderer Ort mit einem anderen tollen Buch- wäre das nicht der Hammer?Doch von einem interessanten Titel mal abgesehen, hatte ich keine Ahnung was für ein Buch ich mir da gerade gekauft hatte. Auch das erste Kapitel fand ich noch etwas verwirrend, denn es fängt seltsamerweise mit dem Schluss an. Mal etwas Neues, was zwar ordentlich Verwirrung stiftet, mich aber auch extrem neugierig gemacht hat. Erst nach diesem Kapitel geht die Geschichte wirklich von vorne los und mit jeder Seite, die ich mehr gelesen habe, habe ich mich mehr in das Buch verliebt!Der Autor hat einen wundervollen Schreibstil, er schafft es Dinge in so schöne und doch ehrliche Worte zu fassen, die ich nicht mal zu beschreiben wüsste. So kommen viele simple Wahrheiten, interessante Gedankengänge und witzige Situationen zustande.Neben diesem einmalig schönen Schreibstil schafft er es auch noch klasse Charaktere zu erschaffen. Der zwölfjährige Bobby ist eine tolle Hauptperson, er sieht alles noch mit den naiven Augen eines Kindes, aber steht für die, die er liebt, ein wie ein ganz Großer. Er wächst mit jedem Kapitel, mit jeder Aufgabe und mit jedem Buch, das er liest. Auch die anderen Charaktere gefallen mir, vor allem die alleinerziehende Mutter Val und ihre Tochter Rosa, die Namen sammelt. Achja, und nicht zu vergessen Bobbys bester Freund Sunny. Bei den Beiden wurde mir einfach wieder bewusst, wie bedingungslos und naiv die Freundschaft zwischen zwei Kindern sein kann.Aber was mir wohl an dem Buch am besten gefallen hat ist die Art, wie es Bücher feiert. Nicht nur, dass viele bekannte Bücher genannt und thematisiert werden, sondern auch die Weise wie Bobby sich jede Geschichte zu Herzen nimmt, sie auf sein Leben bezieht. So, wie Rosa verlangt, dass Bobby beim Vorlesen den Characteren verschiedene Stimmen gibt, die Art, wie Val davon spricht, das keine Geschichte ein Ende hat, sondern ein Buch nur ein kleiner Ausschnitt ist, und so wie Bobby sich wünscht, dass auch seine Geschichte ein bisschen lesenswert ist. All das hat mich daran erinnert, wie ich mit Büchern groß geworden bin und dass, egal wo man ist, ein Abenteuer nur ein Kapitel weit weg ist.Fazit: Eine wunderschöne Geschichte über Bücher, Freundschaft und das Familie nicht unbedingt was mit Verwandtschaft zu tun hat.

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  • Wenn Freunde zur Familie werden...

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
    chellytheglubsch

    chellytheglubsch

    16. October 2016 um 16:18

    Erzähler ist der junge Bobby Nusku, der in der Schule ziemlich einsam ist und auch Zuhause nicht wirklich beachtung findet. Das ändert sich als er Sunny kennenlernt. Die beiden werden sofort beste Freunde. Da Bobby öfter von den andern Jungs geärgert oder sogar verschlagen wird, beschließt Sunny, wie der Terminator, ein Cyborg zu werden und seinen Körper mit Metall zu versetzen. Diverse 'Unfälle' später beschließt Sunnys Mutter wegzuziehn und Bobby steht wieder ganz alleine da... Aber nicht lange, da lernt er das Nachbarsmädchen Rosa und ihre Mutter Val kennen. Über die Sommerferien lesen sie viele Bücher aus dem Bücherbus zusammen, in dem Val als Putzfrau arbeitet, und es entsteht eine wunderbare Freundschaft. Als Val ihre Stelle gekündigt bekommt und das Verhältnis zwischen Bobby und seinem Vater immer schlimmer wird, packt Val kurzentschlossen ihre Koffer. Zusammen mit Rosa, Bobby und ihrem Hund beginnt nun das Reiseabenteuer mit ihrem gestohlenen Bücherbus, bei dem unterwegs sogar ein Passagier mehr einsteigt. Natürlich werden alle Abenteurer von der Polizei gesucht, aber mit ein bisschen einfallsreichtum lassen sich fast alle Probleme lösen. Witzig am lesen fand ich, dass das erste Kapitel das man als Leser liest, dass Ende der Geschichte ist. Diese Idee fand ich wirklich orginell, hat mich nur leider komplett verwirrt. (später hab ichs doch irgendwann verstanden - danke tollpatschiges dummerchen). Der Roman regt zum nachdenken an und ist an manchen Stellen etwas erschreckend. Gerade am Anfang hab ich lange gebraucht um in die Geschichte hineinzukommen. Das Buch hatte für mich fast bis zum Schluss Schullektüren Charakter (was ja nicht unbedingt schlecht ist - aber ich fand es sehr drückend).  Alle Personen in der Geschichte haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen und Versuchen mit ihnen fertig zu werden. Im laufe ihrer Reise wachsen sie alle zu einer Familie zusammen und merken, dass sie gemeinsam einen besseren Weg finden können sie zu meistern.   Ich muss sagen der Anfang hat mir überhaupt nicht gefallen und war gar nicht mein Fall, aber das letzte drittel des Buchs hat mich total Überzeugt und ich finde es hat sich gelohnt.  In meinen Augen ein Gesellschaftsdrama mit HappyEnd. Die beste Erkenntniss aus dem Buch:   Familie ist da wo die Liebe ist!

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  • Nicht mein Fall

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
    seschat

    seschat

    02. October 2016 um 15:25

    Als Büchernarr hatte ich mich sehr auf die abenteuerliche Geschichte von David Whitehouse gefreut, musste aber bald feststellen, dass sie so gar nicht meinen Vorstellungen entsprach. INHALTDer 12-jährige Bobby Nusku sucht seine Mutter und wird von seinem Vater geschlagen. Nachbarin Val Reed nimmt sich seiner an und flüchtet mit ihm und ihrer behinderten Tochter Rosa in einem gestohlenen Bücherbus. Ihr Ziel ist Großbritanniens Südküste, wo sich Bobbys Mutter aufhalten soll. Doch bis dahin erleben die drei noch eine Menge Abenteuer und lernen verschrobene Menschen kennen. MEINUNGDavid Whitehouses in England hochgelobtes Werk "Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek" konnte mich leider nicht von sich überzeugen. Der Plot wurde unglaubwürdig und wenig nachvollziehbar konstruiert. Das Ziel Reise trat im Laufe der Handlung immer mehr in den Hintergrund, was mich ehrlich gesagt geärgert hat. Zudem blieben die handelnden Personen, allen voran Bobby Nusku, auffallend blass. Ihr Charakter wurde nur schemenhaft greifbar. Weiterhin empfand ich die eingestreuten Erinnerungen aus Bobbys Kindheit eher störend als erhellend. Daran konnten auch die märchenhaften Züge der Geschichte nichts ändern. Sicherlich wird der Roman aus der Sicht eines 12-Jährigen erzählt, der nun einmal noch allerhand Fantasie und Flausen im Kopf hat, doch dies entschuldigt die allzu weit hergeholte Story mitnichten. Ich hätte mir gewünscht, dass Whitehouse mehr auf den gestohlenen Bücherbus und dessen literarische Schätze eingegangen wäre. Doch es blieb nur bei wenigen Titelnennungen bzw. -anspielungen. Die insgesamt 315 Seiten haben sich schleppend und langatmig gelesen, so dass ich mehr als einmal versucht gewesen bin, das Buch zur Seite zu legen. Schade, dass Inhalt und Cover so weit auseinander liegen. Das hätte ich nicht erwartet, weil das Cover richtig toll gestaltet worden ist. FAZITEin öder Stoff, der auf mich einschläfernd wirkte und mich alles andere als vom Hocker riss.

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  • Eine verrückte, liebevolle Geschichte die man nicht oft genug lesen kann!

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
    jasimaus123

    jasimaus123

    01. October 2016 um 11:21

    Der kleine Bobby hat es Zuhause nicht leicht. Seine Mutter ist fort, sein Vater ist streng und dessen Freundin hat ihn nicht gerade ins Herz geschlossen. Kein Wunder das er bald viel mehr Zeit mit seiner neuen Freundin Rosa und deren Mutter Val verbringt, als Zuhause zu sein. Doch das ist dem Vater gar nicht recht und er verbietet seinem Sohn sie zu besuchen. Kurzerhand beschließt Val den Bücherbus, den sie wöchentlich putzt, zu stehlen und mit Bobby und Rosa eine Reise quer durch England zu machen.Der Klappentext klang so verrückt, dass das Buch sofort meine Aufmerksamkeit erregt hat. Tatsächlich hat es David Whitehouse sogar geschafft, dass die Geschichte selbst noch viel verrückter wird als im Klappentext schon angepriesen. Es ist eine chaotische Reise, voller Freude, Lachen und Bücher. Mich konnte das Buch deshalb in seiner Herzlichkeit, die mich durchwegs zum Lächeln brachte, absolut überzeugen und total begeistern. Allein die Idee, drei so unterschiedliche Freunde, auf eine Reise zu schicken und dabei herauszufinden wie das richtige Leben tatsächlich aussieht, fand ich absolut himmlisch.Dabei bleibt es auch durchwegs spannend, da die Reise natürlich einige Komplikationen mit sich bringt. Auch ohne die Tatsache das Val den Bücherbus gestohlen hat und deshalb nach ihr und den beiden Kindern gefahndet wird. Dauernd entwickelt sich der Roman in eine andere Richtung und er schlägt immere wieder neue Wege ein. Das fand ich sehr unterhaltsam, da es nie langweilig wurde und man durch die unterschiedlichen Situationen auch die Charaktere immer besser kennenlernen durfte. Ich könnte gar nicht sagen, welche der drei Personen ich am liebsten mag. Auch kann ich kaum beschreiben, wie schön ich all die Botschaften fand, die der Autor in seine Geschichte eingebaut hat. Davon konnte ich einiges mit in mein Leben nehmen.David Whitehouse Schreibstil ist einfach fantastisch. Er zeigt, dass man keine komplizierten Wörter braucht um eine wundervolle Geschichte entstehen zu lassen. Man merkt nämlich in jeder Zeile, das er mit Freude und Herz schreibt. So kam es auch ganz oft vor, dass ich das Gefühl hatte gemeinsam mit Val, Bobby und Rosa im Bücherbus zu reisen. Ich war keine Leserin die von außen einen Blick hineinwarf - ich war mittendrin und erlebte alles hautnah mit. All die kunterbunten Gefühle die Bobby auf der Reise durchlebt. Wirklich wunderschön!FAZIT:Eine verrückte, liebevolle Geschichte die man mehr als einmal lesen möchte. In mir hat sie nicht nur das Reisefieber geweckt, sondern mir auch vor Augen geführt wie wichtig wahre Freunde und tolle Bücher sind, und das diese beiden Dinge jeden ein Leben lang begleiten werden. Ein sehr empfehlenswertes Buch!

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  • Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
    Seehase1977

    Seehase1977

    20. September 2016 um 19:11

    Zum Inhalt: Der zwölfjährige Bobby Nusku hat es nicht leicht in seinem Leben. Er lebt mit seinem zeitweise gewalttätigen und trunksüchtigen Vater und dessen Lebensgefährtin zusammen, die sich mehr schlecht als recht um ihn kümmern. Seit Bobbys Mutter eines Tages plötzlich verschwunden ist, wartet der Junge jeden Tag sehnsüchtig auf ihre Rückkehr. In der Schule wird Bobby gemobbt, weswegen sich sein bester Freund Sunny in einen Cyborg verwandeln will, damit er seinen Freund Bobby besser beschützen kann. Nun, das Unterfangen geht mächtig schief und Bobby Nusku muss nun mehr oder weniger alleine zurechtkommen. Auf einer seiner Streifzüge durch das Dorf trifft Bobby auf Rosa, ein Mädchen, das anders ist als alle, die er bisher kennengelernt hat und er macht Bekanntschaft mit Rosas bezaubernder und liebenswürdiger Mutter Val. Die drei werden zu dicken Freunden, was von einigen aus dem Dorf verpönt und falsch verstanden wird. Als Val dann noch erfährt, dass die mobile Bücherei, die sie einmal die Woche putzt, eingestellt werden soll und sie somit ihren Job verliert, schnappt sie sich kurzer Hand Bobby, Rosa und den Hund Bert und die vier flüchten mit dem Bücherbus auf eine verrückte Reise durch England… Das Buch „Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek“ von David Whitehouse hat mich durch sein fröhlich buntes Cover wie auch durch den Klappentext angesprochen. Auch wenn ich ein bekennender Fan der Genres „Krimi und Thriller“ bin, so brauche ich zwischendurch immer einmal wieder ein Buch, das mich auf andere Gedanken bring und sich locker leicht weg liest. So bin ich davon ausgegangen, dass ich ein Buch in den Händen halte, in dem es um einen fröhlichen Road-Trip geht, doch dem ist nicht ganz so, denn Whitehouse erzählt eine tragische, tiefgründige aber auch etwas verrückte Geschichte die zu Herzen geht und trotzdem wunderschön ist. Ungewöhnlich ist, dass die Geschichte mit dem Ende beginnt, was im ersten Moment etwas für Verwirrung meinerseits gesorgt hat. Dann aber hat mich die Story, die hauptsächlich aus der Sicht des Jungen Bobby erzählt wird, Seite für Seite in ihren Bann gezogen, mich gefesselt und bis zur letzten Seite nicht mehr los gelassen. Die Protagonisten sind mir alle sehr ans Herz gewachsen. Der Autor hat warmherzige Charaktere mit Tiefgang erschaffen, die vielleicht alle ein bisschen schräg, aber jeder auf seine Weise einzigartig sind. Bücher spielen in diesem Roman ebenfalls eine zentrale Rolle, diese sind Seelentröster, Geschichtenerzähler und Fährtenleger und leisten Hilfestellung in allen Situationen, die die Reisenden während ihrer Flucht erleben. David Whitehouse hat einen wunderschönen Schreibstil, er spielt mit den Worten und lässt zauberhafte Bilder und Szenarien vor dem geistigen Auge seiner Leser emporsteigen. Am liebsten wäre ich ebenfalls eingestiegen in den Bus, zu seinen Büchern und den Menschen die die Reise in der gestohlenen Bibliothek zu etwas ganz Besonderem machen. "Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek" ist eine liebevolle und warmherzige Geschichte über Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt. Ohne dabei ins Kitschige zu verfallen ist sie sehr berührend und wunderschön. David Whitehouse versteht es, seine Leser mit Worten zu verzaubern. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und die Reise mit dem Bücherbus und seinen Insassen sehr genossen und war traurig, als die letzte Seite gelesen war. Von mir gibt es hier eine absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung.

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  • Wilde Reise in einem Bücherbus

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
    dowi333

    dowi333

    27. July 2016 um 19:43

    Bobby Nuskus Mutter ist verschwunden. Er lebt nun bei seinem Vater und dessen neuer Freundin Cindy und wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr seiner Mutter. Soviel sei vorab verraten: Der Verbleib der Mutter wird im Laufe des Buches geklärt und meine dahingehenden Vermutungen bestätigt. Die Zeit vertreibt er sich mit seinem einzigen Freund Sunny Clay, der Bobby um jeden Preis beschützen will. Deswegen hat er sich in den Kopf gesetzt, ein Cyborg zu werden. Der scheitert natürlich. Anstatt eine Gestalt – halb Mensch, halb Maschine – zu werden, wird Sunny nur schwer verletzt. Vielleicht ist genau das der Grund, warum Sunny mit seiner Mutter nach Südengland zieht. Nun hat Bobby auch noch seinen besten Freund verloren. Man würde Bobby nicht zwingend als mutig bezeichnen. Aber er hat ein großes Herz. Eines Tages – noch vor Sunnys Umzug – trifft er die etwa gleichaltrige und geistig behinderte Rosa Reed. Das Zusammensein währt nicht lange, denn drei stadtbekannte Rowdies erscheinen auf der Bildfläche. Entgegen Bobbys Rate ergreift die gutmütige Rose nicht die Flucht. Von den Schlägern wird ihr mächtig zugesetzt. Bobby, der in seinem Versteck alles mit angehört hat, begleitet Rosa nach Hause, wo ihre Mutter Bobby für den Übeltäter hält oder zumindest einen Freund der Schläger. Bobby beschließt, die Sache in seine Hände zu nehmen. Die Rache ist zwar äußerst wirkungsvoll, handelt Bobby aber noch mehr Ärger ein. Dabei hat er davon schon mehr als Genug. Seinem Vater kann er es nicht recht machen. Vielleicht ist das auch nur die Rache für das Verschwinden seiner Frau. So oder so ist Bobby den Handgreiflichkeiten seines Vaters ausgesetzt. Hämatome zieren ständig seinen Körper. Val putzt ihrerseits den Bibliotheksbus, dessen Betrieb nun eingestellt werden soll und sie ihre Anstellung verliert. Diese Arbeit gibt ihr ausreichend Freiraum, sich um die speziellen Belange ihrer Tochter zu kümmern. Schnell entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit zwischen den dreien (Val, Rosa und Bobby); eine Freundschaft, die Bobbys Vater nicht gutheißt und den Umgang mit seinem strikt untersagt. Als Val eines Tages die zahlreichen Blessuren auf Bobbys bemerkt, lädt sie Bobby zu einer Abenteuerreise im Bücherbus ein. Eine verrückte Reise quer durch das vereinigte Königreich beginnt. Die Geschichte ist ansprechend geschrieben. Jede einzelne Hauptfigur hat ihr (mehr oder weniger dunkles) Geheimnis und ein (mehr oder weniger schweres) Los zu tragen. Eine sehr rührende Geschichte, die trotzdem nicht ins Sentimentale oder Melancholische verfällt. Nebenbei wird auf zahlreiche weltbekannte Bücher Bezug genommen, wobei ich die Umsetzung hier wesentlich besser finde, als im Buch "Die Seiten der Welt". Einfach nur ein wunderbar erzähltes Buch, das ich auf jeden Fall noch ein weiteres Mal lesen werde. Ein richtiger Lesegenuss.

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  • Eine verrückte Irrfahrt

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
    BuecherKaterTee

    BuecherKaterTee

    28. May 2016 um 14:02

    mit einem gestohlenen Bücherbus quer durch EnglandDer Titel ist irreführend. Verrückt klingt nett. In Verbindung mit dem sehr schönen Cover hat mich der Klappentext in die Irre geführt. Dieses Buch ist nicht nett und auch nicht lustig oder heiter.Bobby, einer der Helden dieses Romans, hat es schwer. Er ist 12 Jahre alt, wartet auf seine Mutter, die ihn und seinen unsympathischen und oft brutalen Vater verlassen hat. Sein einziger Freund, Sunny, lässt sich verletzen, um durch Implantate zum Cyborg zu werden, der Bobby immer vor den älteren Jungs beschützen kann.Bobby lernt Rosa, ein besonderes Mädchen und deren Mutter Val kennen, die ihm mit Wärme und Freundschaft begegnen.Durch Val lernt Bobby die Freude am Lesen kennen. Durch sie wird Bobby eine neue Welt eröffnet, die ihm sogar hilft mit dem Weggehen der Mutter besser zurecht zu kommen. Als Sunny nicht mehr zur Schule kommt, sind Val und Rosa mitsamt ihrem Hund Bert,"... dem schon vor langer Zeit klar geworden war, dass sein Überleben nicht von seiner Kooperation abhing ...,"Bobbys Rettungsanker, die allerdings selbst gar nicht so stabil im Leben stehen, schon gar nicht, nachdem klar wird, dass Val ihren Job verlieren wird. Um ihren ausweglosen Situationen zu entfliehen, stehlen sie den Bücherbus, in dem Val als Putzfrau arbeitet, und fahren zum Meer. Unterwegs erleben Sie abenteuerliche Situationen und treffen auf den geflohenen Ex – Soldaten Joe, der mit seinem Papagei die zusammengewürfelte Familie komplettiert. Auch Joe hat schwere Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Auch er wird durch die kleine Patchworkfamilie ein bisschen gesunder werden.Am Ende der Reise werde alle Beteiligten neue Erkenntnisse gemacht haben.Mich hat dieses Buch zunächst verblüfft, betrübt, deprimiert, belustigt und später in Spannung versetzt. Ich hatte eine heitere Geschichte erwartet –  die Ausgangslagen aller Beteiligten sind allerdings eher tragisch.Mit der Geschichte werden starke Gefühle transportiert, die mich erreicht haben. Dabei spielt durchaus die Überraschung eine Rolle, die Whitehouse mit seinen Sackgassen erzeugt, in die er mich als Leser immer wieder geführt hat und deren Ausgang ich erst Seiten später gefunden habe.Sprachlich schreibt Whitehouse auf hohem Niveau. Er flappst nicht, er drischt keine Phrasen, er schreibt schöne Sätze und Bilder.Ich habe nicht das bekommen, was ich erwartet habe, aber ein gutes Buch. Ist das nicht großartig?David Whitehouse: Die Reise mit der gestohlenen BibliothekTropen / Klett - CottaISBN: 978 - 3 - 608 - 50148 - 3

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  • Eine Reise ins Glück

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
    buechermaus88

    buechermaus88

    03. April 2016 um 13:17

    Ich habe mich auf ein Abenteuer eingelassen. Ein Buch, dessen Titel mich sofort mitreißt und dass ich unbedingt lesen wollte. Und dann habe ich Meinungen gehört, die nicht zu dem passten, was ich mir vorgestellt habe. Und auch nach dem Lesen muss ich sagen: Das passt nicht zu meinen Vorstellungen zum Titel und trotzdem bin ich überaus angetan. Aber von vorne. Titel und Cover: Abgesehen vom Titel, der zunächst einmal besonders Bücherwürmer wie mich anspricht und eine abenteuerliche Reise rund um Bücher und deren Geschichten verspricht, begeistert mich das Cover.   Ja, wenn man das Buch gelesen hat, dann versteht man es erst im Ganzen, insbesondere was es mit dem Meer und der Klippe auf sich hat. Und einen Kritikpunkt habe ich hier doch: Es wäre toll gewesen, wenn der Bücherbus wie im Buch grün wäre und nicht blau-weiß Aber die Klippe aus Büchern, das Meer und ja, auch die fahrende Bibliothek, das ergibt doch einen wundervollen Traum von Bücherwürmern und lässt mich in der Buchhandlung sofort zu diesem Buch greifen Inhalt: Bobby Nusku, der nur noch seinen gewalttätigen Vater hat, dessen unfreundliche Freundin und keine Freunde außer Sunny, der ihn beschützen will, dann aber wegzieht, lernt eines Tages die kleine Rosa kennen. Rosa muss man einfach mögen, weil sie besonders ist. Und auch Val, Rosa’s Mutter, gibt Bobby das Gefühl, plötzlich willkommen und geborgen zu sein. Zusammen machen sich diese drei mit dem gestohlenen Bücherbus auf den Weg zu einer Abenteuerreise und lernen hier auch den großen Joe kennen, der sich ihnen anschließt. Der Anfang der Story gefiel mir schon sehr gut, weil auch sofort etwas passierte. Und dann wurde es erst einmal ruhig. Ich kam nur schleppend in die Geschichte rein und ich wartete gespannt auf den Bücherbus. Vielleicht hatte ich hier auch zu viel erwartet und zwar, dass sofort zu Beginn des Buches der Bücherbus zum Einsatz kommt und das Abenteuer beginnt. Ich wollte mich endlich auf die Reise machen. Meine Meinung: Das Warten lohnt sich! Die einzelnen Charaktere haben jeder für sich etwas Besonderes und man kann sich gut in die Personen hineinversetzen. Und das liegt an der Perspektive, aus der die Geschichte erzählt wird. Eigentlich fixiert sich der Erzähler auf die Sicht von Bobby, aber ab und zu, und das finde ich besonders gut an dieser Erzählweise, erhält man Einblicke in das Seelenleben der anderen Mitwirkenden. Und auch diese Einblicke sind der Grund, warum mir bis auf wenige Ausnahmen fast alle Charaktere total sympathisch sind. Was meiner Meinung nach etwas zu kurz kommt ist die Freundschaft zwischen Sunny und Bobby. Ja, Sunny ist weggezogen und es ist schwer dann hier wohl weiterzuerzählen, allerdings finde ich, dass man hier besonders sieht, wie stark Freundschaften sein können. Sunny, der sich selbst verletzt, um ein Cyborg zu werden, der Bobby immer vor bösen Menschen beschützen kann und Bobby, der nie aufhört an Sunny zu denken. Das klingt nach einer lebenslangen Freundschaft. Bobby hofft auf diesem Abenteuer auch seinen Freund wiedersehen zu können. Und Val hat zum ersten Mal seit langem wieder jemanden, mit dem sie über fast alles reden kann, jemanden, der sie auch versteht. Besonders erfreut ist sie natürlich darüber, wie Bobby Rosa behandelt. Als ganz normalen Menschen und das, trotz ihrer offensichtlichen, geistigen Behinderung. Die vielen Bücher, die sie alle auf ihrer Reise lesen, schweißt sie zusammen und schon bald wird der Bücherbus ihr zu Hause. Hier fühlen sie sich geborgen. Ich möchte euch natürlich nicht zu viel von der Story verraten, nicht mehr als die Inhaltsangabe es tut, aber wer auf Bücher steht, die sich um Freundschaften drehen, die vermutlich für immer bestehen bleiben und von zufällig zusammengewürfelten Personen handeln, die sich als Familie sehen, sollte dieses Buch gelesen haben. Drei Sätze möchte ich dazu aus diesem Buch zitieren: “Familie ist dort, wo man sie findet. Eine Familie muss nicht aus einem Vater, einer Mutter, einem Sohn und einer Tochter bestehen. Familie ist dort, wo es genug Liebe gibt.” Es geht hier nicht immer darum, wer mit wem blutsverwandt ist. Vielleicht kann man auch diejenigen Familie nennen, die man vielleicht seelenverwandt nennen könnte. Für viele kann das die beste Freundin oder der beste Freund sein, für andere ist es vielleicht der Partner. Vielleicht ist es tatsächlich ein Blutsverwandter. Eins jedoch glaube ich zu wissen: Für jeden Menschen gibt es diese besonderen Menschen, die man Familie nennt. Und die sollte man sich bewahren. Mein Fazit: Ein wirklich lesenswertes Abenteuer, dass sehr viel mehr Tiefe hat, als es zu Anfang den Anschein hat. Es bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

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  • Leserunde zu "Geht's noch, Eierloch!" von Karin Alpert

    Geht's noch, Eierloch!
    Klett-Cotta_Verlag

    Klett-Cotta_Verlag

    Es ist mal wieder Zeit für eine neue Leserunde, diesmal mit einem herrlich bissigen, lustigen und gnadenlos ehrlichen Sachbuch von Karen Alpert »Geht's noch, Eierloch! - Eine Mutter packt aus«, erschienen im Tropen Verlag. Seit dabei, wenn Karen Alpert selbstironisch, unverblümt und sehr liebevoll von den weniger rosigen Seiten des Elternseins erzählt. HIER KÖNNT IHR INS BUCH REINLESENInfos zum Buch:Vor nicht allzu langer Zeit konnten Sie in Ihrem Leben noch frei entscheiden: Essen gehen, Ausschlafen am Wochenende, Freunde treffen. Dann kam Ihr Kind, Ihr süßer Scheißer. Und eines schönen Tages wachen Sie auf und erkennen: Ihr Leben, Ihr ganzer Stolz ist in Wirklichkeit ein kleiner Kotzbrocken.Karen Alpert ist eine ganz normale Mutter, deren Leben mit vier Worten beschrieben werden kann: »Mami, ich hab Kacki.« Ehrlich, unverblümt und dennoch liebevoll schreibt sie, was andere Mütter denken: Die kleinen Monster nerven, wenn sie nachts schreiend aufwachen und nicht wieder schlafen wollen, aber am nächsten Tag auf dem Mittagstisch wegkippen. Sie sind nervig, wenn sie sich kurz nach einem der unzähligen Routine-Arztbesuche aus voller Kehle übergeben, und sie nerven tierisch, wenn sie auf das Kommando »Schuhe anziehen« zum zigsten Mal die Windel vollmachen. Mit bissigem Humor erzählt Karen Alpert aus dem Alltag: von der unbändigen Freude über den ersten Gang zum Töpfchen, unmöglichen Milchpumpen-Anleitungen und diesen unglaublich nervigen Scheißern.Zum Einstimmen ein kleines Video von der Autorin selbstKurzinfo zur Autorin:Karen Alpert war fast fünfzehn Jahre lang für zwei US-amerikanische Bundesbehörden tätig ... bis sie dann ihren neuesten Lieblingsberuf ergreifen durfte: Mama. Außerdem ist sie die selbstironische Autorin eines Mummy-Blogs (babysideburns.com).

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  • Leserunde zu "Deutschland, deine Götter" von Gideon Böss

    Deutschland, deine Götter
    Klett-Cotta_Verlag

    Klett-Cotta_Verlag

    Es wird mal wieder Zeit für eine Leserunde. Diesmal mit einem sehr spannenden Sachbuch von Gideon Böss: »Deutschland, deine Götter. Eine Reise zu Kirchen, Tempeln, Hexenhäusern«, erschienen im Tropen Verlag. Seid dabei und erfahrt, woran in Deutschland so alles geglaubt wird HIER KÖNNT IHR INS BUCH REINLESEN. Infos zum Buch: Gideon Böss schaut sich zwischen Alpen und Nordsee um, ob auch etwas für seine bislang unerlöste Seele dabei ist. Die Auswahl ist groß, vielfältig – und sehr unterhaltsam. Längst haben wir in Deutschland amerikanische Verhältnisse. Zumindest was die religiöse Vielfalt angeht. Neben den Platzhirschen katholische und evangelische Kirche gibt es längst ein multikulturelles Durcheinander der verschiedensten Gottheiten. Magische Wölfe, verheiratete Hexen, gutmütige Aliens, fernöstliche Buddhas und ein lebendiger Johannes der Täufer. Egal welche Art der Seelenrettung dem Einzelnen zusagt, er wird für jede einen Anbieter finden. Gideon Böss reist durch das ganze Land, um sich mit Mitgliedern der verschiedensten Gruppen zu treffen und sich ihre Weltsicht erläutern zu lassen. Dabei entsteht eine kurzweilige und doch informative Momentaufnahme darüber, wie knapp fünfhundert Jahre nach Luther im Land der Reformation geglaubt, gebetet und gehofft wird. Kurzinfo zum Autor: Gideon Böss publiziert seit seinem Studium in verschiedenen Zeitungen, u. a. in Cicero und Focus. Seit 2008 schreibt er für DIE WELT die Online-Kolumne »Böss in Berlin«. Im Jahr 2014 erschien sein Roman »Die Nachhaltigen«. Er glaubt an keinen Gott, würde ihn aber trotzdem gerne mal kennenlernen. Seine Homepage finden Sie unter: www.gideonboess.de

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  • Emotionsreise

    Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
    brauchnix

    brauchnix

    22. February 2016 um 10:13

    Das Buch von David Whitehouse „Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek“ war mein erstes Buch dieses englischen Autors. Es war im Bereich Literatur genau richtig eingeordnet, denn es ist sehr gehaltvoll und in einem durchaus anspruchsvollen Erzählstil geschrieben. Dadurch kann man es nicht so nebenher lesen und es gibt auch jede Menge Stoff zu nachdenken. Die Protagonisten der Geschichte sind nicht die 08/15 Leute von nebenan und haben alle ein Schicksal zu tragen. Allerdings tun sie dies meist mit einem Lächeln auf dem Gesicht und jeder Menge Mut und guter Laune. Bobby Nusku ist ein einsamer Junge, seit seine Mutter gestorben ist und der trinkende Vater sich eine neue Freundin gesucht hat, die ihn nicht mag. Beide Erwachsene leben ihr Leben ohne sich groß um Bobby zu kümmern. In seiner Einsamkeit sammelt er alles, was er von seiner Mutter finden kann. Als auch sein einziger Freund spurlos verschwindet hat er Glück im Unglück, der er lernt das Nachbarskind Rosa kennen. Diese leidet zwar am Downsyndrom ist aber sonst sehr fröhlich und hat eine tolle Mama, Val. Diese schließt auch Bobby sofort ins Herz und wird fast so etwas wie ein Mutterersatz. Irgendwann entschließen die drei sich zu einer heimlichen Reise mit dem Bibliotheksbus, den Val eigentlich putzen soll. Die Geschichte entwickelt sich jetzt zu einem Road-Movie. Sie lernen Joe kennen und nehmen ihn auch noch mit. Und da sie ja den Bus stehlen und Bobbys Vater nicht Bescheid weiß, landen sie irgendwann auf einer Klippe von Polizisten umringt. Dazwischen liegt aber eine Reise, die alle Beteiligten mit neuen Erkenntnissen und Erlebnissen bereichert, die sie glücklich macht und den Leser in ihrem Bann zieht. Das Ende ist weniger phantastisch, als ich befürchtet hatte und rundet das Buch zu einem guten nachvollziehbaren Schlußpunkt ab. Ein Autor mit Großem Potential. Das Cover gefällt mir sehr gut.

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