David Wonschewski

 4,9 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor*in von Schwarzer Frost, Das Seufzen und das Schweben und weiteren Büchern.

Lebenslauf

David Wonschewski, Jahrgang 1977, lebt in Münster und arbeitet seit 25 Jahren als Musikjournalist für Radio, Print & Online. Er war leitender Redakteur landesweiter Radiostationen. Sein literarisches Debüt Schwarzer Frost (2012) wurde von der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft empfohlen. Es folgten mehrere Romane, zuletzt Blaues Blut (2022). Kein Applaus ist sein erster Roman im Braumüller Verlag.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von David Wonschewski

Cover des Buches Schwarzer Frost (ISBN: 9783940767974)

Schwarzer Frost

(7)
Erschienen am 01.11.2012
Cover des Buches Das Seufzen und das Schweben (ISBN: 9783959960441)

Das Seufzen und das Schweben

(2)
Erschienen am 03.03.2017
Cover des Buches Geliebter Schmerz (ISBN: 9783943876703)

Geliebter Schmerz

(2)
Erschienen am 01.02.2014
Cover des Buches Zerteiltes Leid (ISBN: 9783943876857)

Zerteiltes Leid

(2)
Erschienen am 01.05.2015
Cover des Buches Blaues Blut (ISBN: 9783959962193)

Blaues Blut

(1)
Erschienen am 28.03.2022
Cover des Buches Kein Applaus (ISBN: 9783992004010)

Kein Applaus

(0)
Erschienen am 13.10.2025

Neue Rezensionen zu David Wonschewski

Cover des Buches Geliebter Schmerz (ISBN: 9783943876703)

Rezension zu "Geliebter Schmerz" von David Wonschewski

Ein LovelyBooks-Nutzer
Intensive Melancholien in künstlerischer Prosa!

Melancholien. Braucht man das? In der Form von David Wonschwskis Buch, sicher. Der Autor hat seine Erzählungen zum Bersten voll gepackt. Um was geht es?

In achtzehn Kurzgeschichten und Erzählungen, finden wir das pure, ungeschönte Leben. Die Wortakrobatik des Autors sucht seinesgleichen. Diese Geschichten kann man nicht einfach mal so runter lesen. Nein, sie sind geradezu prädestiniert in Ruhe diese Worte, Ereignisse, Schicksale in Häppchen angereicht zu werden. Die Worte treffen genau dort wo sie wohl hin sollen, in die Seele.

In >Sommerromanze<, mein absoluter Favorit, geht es um einen jungen Mann der eine junge Frau in einer Bibliothek kennenlernt. Die Frau ist sehr schüchtern und trägt einen unvorteilhaften, viel zu großen Pullover. 

>Doch du, du warst so klein, dass du glatt eine Nummer zu groß für mich gewesen bist. Alle Welt weiß, dass Bibliotheksfrauen per se beziehungsunfähig sind. Komplett die Finger lassen sollten Männer von Vielleserinnen. Nur Tragiker und Narren verlieben sich in Bücherfrauen.< – Seite 84

Besagter Mann ist vehement dabei die sehr zurückhaltende Frau aus der Reserve zu locken und merkt in seiner vermeintlichen Großspurigkeit nicht, dass er sie nicht retten kann. Sie ist schon seit langer Zeit verloren.

Oder > Der Unsichtbare <, ein unauffälliger Mann mittleren Alters führt ein Kiosk und bemüht sich nicht vollständig unsichtbar zu werden. Er beobachtet seine Mitmenschen aus seinem Kiosk heraus, voller Zynismus.

Und in > Abschied < beschreibt ein Mann den schmerzvollen Verlust seines Vaters. Vom Beginn seiner Krankheit bis zum Ende.

>Als wir uns im Herbst begegneten, sahen wir uns zum letzten Mal. Die Schurken in dir hatten dich bereits an dein Bett gefesselt, ich trat zu dir ins Zimmer, und matt lächelst du mich an. Du wusstest selbst nicht, ob es dein Körper oder dein Geist war, der dir das Aufstehen unmöglich machte, aber du hattest aufgehört, dich selbst danach zu fragen. < – Seite 207

Alle Geschichten sind erschütternd und so voll das Leben. David Wonschewski lässt die Bande der Poesie mit immenser Kraft durch die Seiten wirbeln. Das ist für mich große Erzählkunst. Bravo! Leseempfehlung!

Cover des Buches Das Seufzen und das Schweben (ISBN: 9783959960441)
S

Rezension zu "Das Seufzen und das Schweben" von David Wonschewski

Silvia_
Kurze, tiefsinnige Geschichten

Jede dieser Kurzgeschichten berührt auf seine eigene Weise.

Zuerst erzählt Wonschewski von den beiden emotionalen Extrema einer Person mit einer bipolaren Störung, in den nächsten Geschichten geht es um Liebe, Traumata und unerfüllte Träume. Zuletzt beleuchtet er eine Vater-Sohn Beziehung, die sich aufgrund einer Krankheit neu entwickelt.

Bei jeder dieser Geschichten ist viel Raum zum Fühlen und Denken. Sehr empathisch erzählt der Autor von den Charakteren und deren Schicksalen. 
Dieses Buch ist etwas zum bewusst genießen, ich musste nach jeder Geschichte erst einmal eine kurze Pause einlegen, um das Ganze sacken zu lassen.  

Cover des Buches Zerteiltes Leid (ISBN: 9783943876857)
Minjes avatar

Rezension zu "Zerteiltes Leid" von David Wonschewski

Minje
psychologisch interessant


"Zerteiltes Leid" von David Wonschewski erschien 2015 bei Periplaneta Berlin.

Inhalt
Janusz redet über seine Jugendliebe Uta Wensch. Doch wer ist Janusz? Ist er ein Mörder? Stalker? Ein Wahnsinniger? Ein Psychopath?

Meinung 
Cover
Das Cover ist gut gelungen. Auch wenn es einfach gestaltet ist, der Kastanienbaum nimmt eine zentrale Rolle ein im Denken von Janusz, deswegen gefällt mir das Cover.

Stil
Literarisch hochwertig. Ganz besonders angetan hat es mir das erste Kapitel des Buches, was vom Stil her sehr sehr gut ist. Aufgrund des Inhalts jedoch habe ich das Buch seit Juni 2016 immer wieder zur Seite gelegt, da ich gedacht hätte, das sich die Geschichte anders entwickelt. 
Wonschewski spielt gerne mit Wiederholungen, so nimmt er die Thematik "Daddy ist weg" und die Erinnerung an Daddy in Holland im Laufe des Romans immer wieder auf, ebenso wie das Motiv des Kastanienbaums. 

Charaktere
Janusz ist der Protagonist und aus seiner Sicht erfahren wir alles. 
Wir folgen seinen verwirrten Gedanken, seinen Wiederholungen, und machen uns Gedanken über sein Frauenbild, sein Welt- und Selbstbild und fragen uns wiederholt, ob er der Mörder nun ist oder nicht. Verdrängt er es? Oder erinnert er sich wirklich nicht daran? Weiterhin frage ich mich "Wieso"? Es wird nicht jeder, der vom Vater verlassen wurde, zum Mörder.

Offenes Ende
Am Ende des Buches wird offen gelassen, ob Janusz seine Jugendliebe ermordet hat oder nicht. Ausnahmsweise komme ich damit gut zurecht, da es im Buch im die Gedankengänge seines wirren Gehirns geht, und nicht um das Lösen eines Falls.

Fazit
Ein Liebesroman, der keiner ist. Ein Mord, und doch kein Krimi. Ein literarisches Werk, das uns Einblicke gibt in den Kopf eines Kranken.

Gespräche aus der Community

Ich möchte euch meinen Roman "Blaues Blut" vorstellen und darüber diskutieren. Ich freue mich auf eure Bewerbungen.

Ein bipolar-feministischer Entwicklungsroman von "thomasbernhardschem Furor", wie es in Rezensionen schon hieß.

Der Periplaneta Verlag verlost 20 E-Books (epub oder mobi) von "Blaues Blut" und schickt euch den Downloadlink, wenn ihr unter den Gewinnern seid.

1 Beiträge
kaethes avatar
Letzter Beitrag von  kaethe

Hallo David, Dir fehlt noch irgendwo der Button zur Leserunde. Es gibt keinen Bewerbungsabschnitt.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

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