David Wroblewski Die Geschichte des Edgar Sawtelle

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte des Edgar Sawtelle“ von David Wroblewski

Ein Junge flieht vor dem Mörder seines Vaters - er muss in der Wildnis überleben... Edgar wächst auf einer abgelegenen Farm in Wisconsin auf, wo seine Eltern Gar und Trudy eine Hundezucht betreiben. Für den hochsensiblen 14-Jährigen, der stumm zur Welt kam, sind die Tiere die einzigen Bezugspersonen. Als eines Tages Edgars Onkel Claude auftaucht und mit Gar wegen Erbstreitigkeiten aneinandergerät, endet Edgars Kindheit abrupt. Er findet seinen Vater tot in der Scheune und flieht darauf – nur begleitet von drei jungen Hunden – in die Wildnis, wo er lernen muss, alleine zurechtzukommen …

Sehr sehr tolle Geschichte. Hab's geliebt.

— schneekindchen
schneekindchen

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    Die Geschichte des Edgar Sawtelle
    Stefan83

    Stefan83

    31. May 2012 um 19:01

    Wroblewskis Erstlingswerk, das bereits 2008 erschienen ist und dem er bisher kein weiteres hat folgen lassen, reiht sich ein in die Kategorie der Bücher, welche sich einer klaren Beurteilung durch meine Wenigkeit widersetzen. Literarischer Meisterwurf, schnarchlangweiliger Hundeausflug - die extrem unterschiedlichen Bewertungen im Internet deuten bereits an, das sich Sawtelles Debüt schwer fassen lässt. Und auch ich bin mir jetzt mit einer Woche Abstand noch nicht wirklich im Klaren, ob es mir denn nun gefallen bzw. wie man es insgesamt einzuordnen hat. Das der Trend immer mehr Richtung Prädikat "gut bis sehr gut" geht, liegt wohl in erster Linie daran, dass mit fortgeschrittener Zeit auch das langatmige erste Drittel des Romans in Vergessenheit gerät, das mich mit ausführlichsten Beschreibungen der Hundezucht mehrmals an den Rand des Leseabbruchs getrieben hat. Bis es zur der im Klappentext erwähnten Flucht Edgars kommt, dauert es schier unendlich lang, wird die Geduld des Lesers auf eine harte Probe stellt. Selbst wenn Sawtelle hier seine schriftstellerische Klasse andeutet - allein mit seinem stimmungsvollen, zweifelos schönen Stil lässt sich die Geschichte nicht tragen. Den Auftrag zu unterhalten, vernachlässigt er hier sträflich. Stattdessen ellenlange, mit Metaphern durchsetzte Schachtelsätze, Wiederholungen, Rückblicke, Pausen immer gerade dann, wenn man hofft, dass das Ganze endlich Fahrt aufnimmt. Mit Edgars Aufbruch in die umliegenden Wälder kippt dann jedoch die Waage zugunsten des Lesers. Wo zuvor Sawtelles Beschreibungen des Familienlebens vor allem bemüht daherkamen, scheint er nun in seinem Element, brilliert bei seiner Darstellung der Natur. Gemeinsam mit Edgar und den Hunden schlägt man sich durchs Unterholz. Schwitzend, hungernd, von Mücken zerstochen. Sawtelles Hang zum bildreichen Skizzieren spielt nun endlich all seine Stärken aus. Und auch den Figuren kommt man, durch die Augen der vierfüßigen Begleiter, jetzt näher. Das Feingefühl, mit dem der Autor die Beziehung zwischen Jungen und Hunden zeichnet, lässt uns den Wunsch nach mehr Tempo vergessen, lässt uns innehalten. Langsam erkennt man die Botschaft hinter dieser Geschichte aus Schuld und Rache, Liebe und Hass, Eifersucht und Neid. Wunderschön die Passagen beim exzentrischen Henry Lamb, der Edgar Zuflucht gewährt und ihm und seinen Hunden das Herz öffnet. Hätte Sawtelle an dieser Stelle die Feder beiseite gelegt, das Buch hätte einen Platz weit oben in meiner persönlichen Lieblingsliste inne gehabt. Leider lässt der Autor Edgar umkehren und inszeniert ein feuerreiches Zusammentreffen, das letztlich wenig Überraschungen bietet und dem ohnehin schon sehr melancholischen Werk noch ein dicke Portion Düsternis hinzufügt. Dieses Finale beißt sich irgendwie mit dem bis hierhin so ruhigen Ton der Geschichte und macht sich in einer zukünftigen Verfilmung wahrscheinlich besser als auf Papier. Lange Rede, kurzer Sinn: "Die Geschichte des Edgar Sawtelle" ist ein feinsinniger, trauriger, herzzerreißend schöner, aber auch streckenweise überambitionierter Roman. Eine Mischung aus Daniel Woodrell und Jack London, die mit einem penibleren Lektor ein weit größerer Wurf hätte werden können.

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  • Frage zu "Die Geschichte des Edgar Sawtelle" von David Wroblewski

    Die Geschichte des Edgar Sawtelle
    Michellechen

    Michellechen

    Hallo! Mir hat das Buch sehr sehr sehr gut gefallen und jetzt suche ich ein ähnliches. Kann mir da jemand helfen? :)

    • 3
  • Rezension zu "Die Geschichte des Edgar Sawtelle" von David Wroblewski

    Die Geschichte des Edgar Sawtelle
    Michellechen

    Michellechen

    Man kann gar nicht beschreiben was in dem Buch alles passiert! Es ist in wunderschöner sprache geschrieben und die Hauptfiguren wachsen einem direkt ans Herz. An einigen Stellen wurde ich sehr traurig, an anderen habe ich mich mit den Charakteren gefreut. SUPER BUCH! Nur zu empfehlen! liest sich auch sehr flüssig und wird meiner Meinung nach nicht langweilig. :) Auch gut als Geschenk geeignet!

    • 3
  • Rezension zu "Die Geschichte des Edgar Sawtelle" von David Wroblewski

    Die Geschichte des Edgar Sawtelle
    LEXI

    LEXI

    20. December 2009 um 17:42

    „Die Geschichte des Edgar Sawtelle“ wird von David Wroblewski fesselnd und in wunderschöner Sprache erzählt. Der Leser wird von Beginn an in das Leben der Familie Sawtelle miteinbezogen und erlebt fasziniert das Entstehen der Hundezucht, der sogenannten „Sawtelle-Hunde“, gespickt mit vielen überaus interessanten Einzelheiten und Informationen aus der Hundezucht, die Geburt Edgar’s, das harte Leben auf der Farm, die Zwistigkeiten innerhalb der Sawtelle-Brüder Gar und Claude, den mysteriösen Tod einiger Protagonisten und die anschließende Flucht des stummen Jungen in die Wildnis. Begleitet von einigen seiner Hunden schlägt er sich durch, macht in tiefster Not die Bekanntschaft mit Henry, der ihm zur Seite steht und selbstlos hilft. Bei der Rückkehr auf die elterliche Farm ereilt ihn eine schlimme Botschaft, die Ereignisse überschlagen sich und gipfeln in eine einzige Katastrophe. Obgleich ich keine Bücher ohne „Happy end“ mag, kann ich diesem Buch einfach keinen einzigen Stern abziehen – es ist großartig, zutiefst beeindruckend und eine Glanzleistung eines Autors, den man sich unbedingt merken sollte.

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  • Rezension zu "Die Geschichte des Edgar Sawtelle" von David Wroblewski

    Die Geschichte des Edgar Sawtelle
    papalagi

    papalagi

    02. November 2009 um 14:39

    David Wroblewski hat 10 Jahre an diesem Roman geschrieben und viele eigene Erfahrungen eingebracht. Auch seine Eltern hatten einst eine Hundezucht und er selber war eine kurze Zeit auch stumm, durch eine Zungenoperation. Er hat hier einen z.T. etwas altmodischen Natur- und Familienepos entworfen, stellenweise langatmig, und doch zieht es einem beim Lesen immer weiter. Zum Teil ist die Geschichte etwas konstruiert, fast kitschig (es werden die Gedanken von Edgars Hündin Almondine wiedergegeben oder wenn der Geist des Vaters zu Edgar spricht), aber einmal in der Lektüre besteht die Gefahr, dass man die Zeit vergisst, man will wissen, was aus Edgar wird: Edgar wächst als einziger Sohn auf der Hundefarm seiner Eltern auf. Er ist von Geburt an stumm. Die Familie lebt eher ein zurückgezogenes Leben. Ihre Philosophie ist es, die speziellen Hunde, die Sawtelle-Hunde" (diese Rasse gibt es in Wirklichkeit nicht; Sawtelle eine Sprachmischung aus Sehen - Reden) aufzuziehen und soweit auszubilden, dass sie die grundlegenden Befehle beherrschen, erst dann werden sie weitergegeben. Als eines Tages Claude, der Bruder von Edgars Vater Gar, auf der Farm auftaucht, kommt es zunehmend zu Konflikten. Wir erfahren aber nie genau, was die beiden für Differenzen haben. Gar stirbt völlig überraschend an einem Gehirntumor und Edgar ist durch seine Sprachlosigkeit nicht in der Lage, rechtzeitig Hilfe zu rufen. Mit der Zeit vermutet Edgar, dass Claude am Tod seines Vaters schuld ist. Der Tod wirbelt die Familie durcheinander. Mühsam versuchen Edgar und seine Mutter die Hundezucht aufrechtzuerhalten. Nach einem weiteren schwerwiegenden Zwischenfall flieht Edgar mit drei Hunden in die Wildnis und schlägt sich durch. Bis er nach einiger Zeit zurückkehrt und alles in einer weiteren Katastrophe endet.

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  • Rezension zu "Die Geschichte des Edgar Sawtelle" von David Wroblewski

    Die Geschichte des Edgar Sawtelle
    *Arienette*

    *Arienette*

    21. October 2009 um 15:26

    Das Buch habe ich ungefähr bei etwas über der Hälfte abgebrochen - es war mir einfach zu viel "Hund" (Hundezucht, -erziehung,...) und außerdem hat es einige Längen.
    Ich bin mit ganz anderen Erwartungen an dieses Buch rangegangen und bin so etwas enttäuscht worden.

  • Rezension zu "Die Geschichte des Edgar Sawtelle" von David Wroblewski

    Die Geschichte des Edgar Sawtelle
    Mr. Rail

    Mr. Rail

    19. August 2009 um 13:46

    David Wroblewskis Bestseller "Die Geschichte des Edgar Sawtelle" spannt den Handlungsbogen von den Grund-lagen einer besonderen Hundezucht im amerikanischen Westen bis zum jüngsten Sprössling der Züchter, dem stumm geborenen Edgar. Im Laufe von Jahrzehnten haben Edgars Vorfahren eine besondere Rasse erschaffen - den sogenannten Saw-telle Hund. Weit entfernt von Vererbungslehre und Gene-tik haben ganz spezielle Hunde ihren Weg in die Zucht-linie der Sawtelles gefunden und sind auf diese Art und Weise zu unvergleichlichen Gefährten für den Menschen geworden. Edgar arbeitet seit frühester Kindheit mit den Hunden, erzieht sie und schafft es in mühevoller und herzlicher Arbeit, seinen ersten eigenen Wurf auf Gebärdensprache abzurichten. Wie seine Hündin Almondine befolgen nun auch seine jüngsten Gefährten jedes Handzeichenkom-mando und werden auf diesem Weg zu einem ausser-gewöhnlichen Team. Ein Streit zwischen Edgars Vater und dessen Bruder eskaliert und plötzlich ist Edgar Halbwaise. Seine Mutter versucht die Zucht am Leben zu halten, Edgar spürt je-doch deutlich, dass sein Onkel mehr mit dem Tod seines Vaters zu tun hat und begibt sich auf die Flucht in die Wildnis - begleitet von drei seiner Welpen. Wie überle-bensfähig ist diese Gemeinschaft - was hat das Training gebracht und erreichen sie am Ende ihr Ziel - Kanada? Für jeden Hundeliebhaber ein besonderes und anrüh-rendes Buch. Teilweise aus dem Blickwinkel der Hunde erzählt und immer spannend und amüsant, wenn das tägliche harte Training beschrieben wird. Ein absoluter Höhepunkt ist die Einkreuzung eines Nachfahren des be-rühmtesten japanischen Hundes, der aufgrund seiner be-sonderen Treue für die Sawtelle - Züchtung ausgewählt wurde. Hachikos Geschichte entspricht einer wahren Be-gebenheit und ist Legende - sie ist berührend und gibt gleichfalls Mut. Hachiko begleitete sein Herrchen jahrelang auf dem Weg zu Bahnhof und holte ihn abends pünktlich wieder ab. Noch Jahre nach dem Tod seines Besitzers wartete Hachiko pünktlich auf ihn und wurde bei den Menschen, die ihn dort sahen so berühmt, dass heute an diesem Platz ein Denkmal für Hachiko steht. Für mich hat er nie umsonst gewartet. Hunde nehmen unsere Seelen auch wahr, wenn wir lange nicht mehr unter den Lebenden sind - Hachiko hat sein Herrchen immer getroffen... Einen emotionalen Nachruf auf Hachiko findet man bei Youtube unter: "Hachiko monogatari - Bittersweet (Akita dog)". Und im Oktober kommt die Verfilmung seiner Ge-schichte (mit Richard Geere in der Hauptrolle) in unsere Kinos. Obwohl Hachiko im Buch nur eine kleine Rolle spielt, macht genau sein Part die gesamte Handlung erst greifbar. "Es ist nur ein Gefühl, aber mir erscheint es möglich, dass bei diesem Spaziergang noch jemand anders bei uns war, jemand, den nur Hachiko sehen konnte. Und in diesem Augenblick begriff ich, dass ich schon zu lange fern der Heimat war."

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