David Yoon

 3,8 Sterne bei 73 Bewertungen
Autor von Frankly in Love, Frankly in Love und weiteren Büchern.

Lebenslauf von David Yoon

David Yoon wuchs in Kalifornien auf und lebt heute mit seiner Frau, der Autorin Nicola Yoon, und ihrer gemeinsamen Tochter in Los Angeles. Er schuf die Illustrationen für den New-York-Times-Bestseller »Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt«. Sein Debüt »Frankly in Love« stürmte auf Anhieb die New-York-Times-Bestsellerliste.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von David Yoon

Cover des Buches Frankly in Love (ISBN: 9783570314531)

Frankly in Love

 (71)
Erschienen am 09.11.2021
Cover des Buches Frankly in Love (ISBN: 9780241373439)

Frankly in Love

 (2)
Erschienen am 12.09.2019
Cover des Buches City of Orange (ISBN: 9780593422168)

City of Orange

 (0)
Erschienen am 24.05.2022

Neue Rezensionen zu David Yoon

Cover des Buches Frankly in Love (ISBN: 9783570314531)C

Rezension zu "Frankly in Love" von David Yoon

Frankly in Love - David Yoon
CallieWonderwoodvor einem Monat

Frank liebt Joy. Joy liebt Frank. Das erzählen sie jedenfalls ihren Eltern ...

Als Sohn koreanischer Einwanderer in Kalifornien lebt Frank Li zwischen zwei Welten. Obwohl er fast kein Koreanisch spricht, respektiert er seine Eltern, die ihm alles ermöglicht haben. Doch sie haben eine Regel: Frank darf nur ein koreanisches Mädchen daten. Als Frank sich in Brit verliebt, ein weißes Mädchen, schließt er mit seiner Kindheitsfreundin Joy einen Pakt: Sie werden ein offizielles Paar, während sie heimlich jemand anderen treffen. Was soll da schon schiefgehen? Doch als Franks Leben eine unerwartete Wendung nimmt, merkt er, dass er rein gar nichts verstanden hat: weder die Liebe noch sich selbst …

(Klappentext)



Von David Yoons Ehefrau Nicola Yoon habe ich schon mehrere Bücher gelesen und bin neugierig geworden, ob ihr Mann genauso gute Jugendbücher schreibt.

Den Anfang fand ich ganz okay, ich musste mich erstmal an die Art und Weise gewöhnen, wie Frank seine Geschichte erzählt. Und ehrlich gesagt bin auch im Laufe der Handlung damit nicht richtig warm geworden.

Frank schildert von seinem Leben in Kalifornien und seinem Alltag als Teenager mit koreanischen Wurzeln. Für ein besseres Leben sind sie vor seiner Geburt in die USA ausgewandert. Von ihm wird erwartet, dass er in der Highschool ausgezeichnet gut ist. Regelmäßig monatlich trifft sich Franks Familie mit anderen koreanisch-amerikanischen Familien, bei denen die Eltern ebenfalls zu einer ähnlichen Zeit Korea verlassen haben. Dazu gehören auch ein paar Jugendliche in Franks Alter und er selbst nennt die Truppe Limbos.

Zitat : "»Du heiraten koreanisches Mädchen«, sagt Mom. »Das machen alles einfacher.« »Einfacher für dich«, möchte ich hinzufügen [...]."

Ebenso wünschen sich Mom-n-Dad, dass er ein koreanisches Mädchen bzw. mit koreanischem Hintergrund heiratet. Und Frank weiß, dass es für ihn einfacher wäre, wenn er sich verliebt und diese Voraussetzung dabei erfüllt wäre. Aber dann ist da Brit und weil er die Reaktion von Mom-n-Dad erahnt, will er die Bezeichnung erstmal vor ihnen verheimlichen. Ein Deal mit Joy, für gemeinsame Dates als Deckung, die mit einem nicht koreanischen Jungen zusammen ist. Aber kann das alles gut ausgehen oder könnten neue Gefühle die Situation verändern ?

Die Idee hat mir in der Inhaltsangabe gut gefallen, in der Umsetzung leider weniger. Wie sich Frank verhält, besonders gegenüber Brit, aber auch seinen Eltern, hat mir gar nicht gefallen und ich konnte es nicht nachvollziehen. Auch ein weiterer Grund, warum mir Frank nicht wirklich sympathisch war. 

Zitat : "Nur ein Idiot hält ein Mädchen wie Brit Means geheim. Nur ein Idiot geht davon aus, das würde Sinn ergeben."

Frank könnte am am besten als Nerd und etwas schräg beschreiben, er unternimmt viel mit seinem besten Freund Q und liebt es mit seinem Audiorekorder Geräusche aufzunehmen. Nach der Schule hilft er regelmäßig im Laden seiner Eltern und das Verhältnis zu ihnen ist nicht immer leicht. Er liebt sie, muss aber feststellen, dass sie zum Teil rassistisch denken und auch keinen Kontakt mehr zu seiner Schwester haben. Mom-n-Dad fällt es zudem schwer Hilfe anzunehmen, machen alles selbst und wollen die Kontrolle behalten.

Bei der Handlung steht hauptsächlich Franks Liebesleben und die Beziehung zu seinen Eltern im Mittelpunkt. Meiner Meinung nach ist insgesamt nur wenig passiert und gefesselt war ich leider nicht. Ebenso war ich nicht von dem Schreibstil begeistert, z.B. fand ich es auch irritierend, dass Frank seine Eltern (in Gedanken) als Mom-n-Dad bezeichnet.


Fazit :

Hat leider nicht ganz meinen Lesegeschmack getroffen. Mit dem Protagonisten bin ich nicht richtig warm geworden, der Schreibstil und die Handlung insgesamt waren für mich eher eine Enttäuschung.

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Cover des Buches Frankly in Love (ISBN: 9783570314531)L

Rezension zu "Frankly in Love" von David Yoon

About rasism and love
Lieselotte1990vor 9 Monaten

Dieses Buch hat mich eine Weile begleitet. Es birgt eine dieser Geschichten, die nicht in einem Rutsch zu lesen sind, da sie sich durch Schwerfälligkeit und Tiefsinnigkeit auszeichnet. Es ist ein Jugendroman, der sich mit der Vielfältigkeit der Liebe und der Mannigfaltigkeit des Rassismus beschäftigt. Der Schreibstil ist langatmig und schräg und zugleich humorvoll und emotional. Es wird erzählt, ohne das viel passiert und doch geschieht eine ganze Menge.

Diese Geschichte mag sich zwar wie ein emotionales und bedeutungsvolles Feuerwerk á la John Green anhören, doch das ist es meiner Meinung nach nicht. Es geht zwar um eine „verbotene Liebe“, doch nichts daran ist sexy, geheimnisvoll oder verzehrend. Dieser Roman ist nun mal kein normaler Liebesroman mit weißen jugendlichen Protagonisten. Es geht hier um einen Jungen, dessen Eltern in Korea geboren und aufgewachsen sind, in ihrem Glauben an ein besseres Leben nach Amerika ausgewandert sind und ihre Kinder zu koreanisch-stämmigen Amerikanern erziehen. Dabei achten sie darauf, dass sie die besten schulischen Möglichkeiten bekommen und ausreichend Geld zur Verfügung haben. Doch die sprachliche Barriere, die auch eine emotionale zwischen Eltern und Kinder aufbaut, nimmt keiner in Angriff. Frank versteht nur wenig koreanisch und seine Eltern verstehen zwar englisch, sprechen aber nur ziemlich gebrochen und können sich so vor unangenehmen Gesprächen schützen. Es hat mich bestürzt zu lesen, wie sehr das Fehlen einer gemeinsamen Sprache diese Familie entzweit. Dazu kommt, dass der Freundeskreis der Eltern sich auf Koreaner beschränkt, die ebenfalls ausgewandert sind. Andere wollen sie nicht in ihrem Leben, nur in ihrem Laden, damit das Geschäft läuft. Sie missbilligen die Beziehung der Tochter zu einem schwarzen Mann und tolerieren Franks besten Freund Q, der ebenfalls schwarz ist, weil er keine Liebesbeziehung mit Frank führen würde. Das ist Rassismus. Frank muss damit leben, obwohl er es nicht will. Es sind schließlich seine Eltern. Er liebt sie. Sie lieben ihn. Doch reicht diese Liebe aus? Vor allem, wenn man sich als hormonbetankter Teenager Hals über Kopf in die wunderschöne, schräge und ziemlich weiße Brit Means verknallt?

In diesem Buch geht es um so viel mehr als um eine Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen. Es geht auch um die Liebe zu den Eltern, sich selbst und dem, mit dem man sich verbunden fühlt – der Vaterlandsliebe. David Yoon stellt dar, wie schwierig es sein kann, ein Migrantenkind zu sein, das zwischen zwei Welten lebt: In dem koreanischen Haushalt und der schwarz-weiß-bunten Außenwelt. Hier trifft nicht nur eine Generationenkonflikt aufeinander, sondern auch die Zerrissenheit zwischen Geburtsland und Heimatland. Ich verstehe Franks Eltern – so gut wie jemand, der keine Migration durchgemacht hat, diese Menschen eben verstehen kann. Doch ich finde es auch schade, dass Franks Eltern nicht einmal versuchen, sich in der neuen Umgebung einzufügen. Ich denke, auch sie haben Angst vor Rassismus und wählen deshalb selbst den Rassismus, um sich in Sicherheit zu wiegen. Das ist ultrakomplex und ein wahrer psychologischer Brocken und David Yoon hat es geschafft, dass zu übermitteln. In all seiner ungeschönten Klarheit.

Man muss seine Eltern hassen, ehe man sich von ihnen abnabeln kann – das sagt Joy so oder so ähnlich im Laufe der Handlung zu Frank. Ich verstehe, warum sie das sagt und denkt. Ihre Eltern machen es ihnen schwer, den zu lieben, den sie wollen. Sie beschneiden ihre Freiheit, vielleicht weil sie Angst haben vor der weiteren Entfremdung ihrer Kinder. Dieser Satz zeigt, dass Joy mit ihrer Liebe nicht weiterkommt. Das ist so traurig. Denn anscheinend fehlt auch ihr die gemeinsame Sprache mit den Eltern.

Besonders ergriffen hat mich dabei die schwierige Vater-Sohn-Beziehung von Frank junior zu Frank senior. Frank junior möchte so viel wissen, möchte seinen Vater kennen lernen, doch es fehlen die Worte und Frank senior der Mut. Zum Ende des Buches bricht die Barriere ein wenig, doch nicht genug. Und schließlich bleibt nicht genügend Zeit.

„Frankly in Love“ ist ein Roman, der mich sehr nachdenklich macht. Er zeigt mir Rassismus in einer Dimension, die ich kaum erfassen kann. Es stimmt mich traurig und öffnet gleichzeitig meinen Blick. Dann wiederrum haben mich die ewigen Erklärungen zum Koreanischen ziemlich träge gemacht und auch sonst empfinde ich es immer als ziemlich anstrengend, wenn eine Geschichte allein von seiner Tiefgründigkeit lebt. Doch im Großen und Ganzen handelt es sich hier um eine durchaus lesenswerte und horizonterweiternde Erzählung, die für allerhand Gesprächsstoff im Feuilleton und an Schulen sorgen kann.

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Cover des Buches Frankly in Love (ISBN: 9783570314531)Q

Rezension zu "Frankly in Love" von David Yoon

Interessantes Thema, aber eher mittelmäßige Umsetzung
qhanqibe2vor 9 Monaten

Ein nettes Jugendbuch über Frank, dessen Eltern koreanische Einwanderer sind, dennoch wie viele andere ihrer Art nicht sehr viel von Amerika halten und wollen, dass er nur koreanische Mädchen datet. Dass er sich da in seine Klassenkameradin Britt verliebt, passt gar nicht, also schließt er mit seiner Freundin Joy, die das gleiche Problem hat, den Pakt, vor ihren Eltern eine Fake-Beziehung zu mimen, damit er sich heimlich mit Britt und sie sich mit ihrem Freund Wu treffen kann. Doch zwischen Joy und Frank entwickelt sich mit der Zeit auch etwas und als plötzlich mehr als unerwartet ganz andere Familienprobleme auftreten, ist das Chaos perfekt. Die Geschichte liest sich ganz interessant und ist durchaus mal etwas erfrischend anderes, dennoch kommen die Gefühle der Protagonisten nicht so ganz rüber, weshalb man die Lovestory leider eher weniger fühlt, außerdem ziehen sich einige Passagen etwas. Auch das Problem mit den Eltern, den verschiedenen Kulturen und Rassismus wird zum Anfang zwar gut und für Laien sehr informativ behandelt, aber leider rückt auch das ab ungefähr dem letzten Drittel des Buches eher in den Hintergrund und man kann leider nicht so eine große Message mitnehmen, wie vielleicht zuerst gedacht. (Natürlich gibt es für so ein kompliziertes Problem keine einfache Universallösung, aber die Geschichte hat einfach vollständig den Bezug dazu verloren, was etwas schade ist.) Die Charaktere sind dabei ganz okay und relativ durschnittlich und der Schreibstil, der aus Franks Sicht erzählt, liest sich einfach und  bedingt gut. Insgesamt ist das Buch eher mittelmäßig, da man keinen großen Bezug zu den Protagonisten oder der Story entwickelt, aber es wurde mal ein sehr interessantes Thema - wenn auch nicht hundertprozentig perfekt - eingebracht, weshalb man es ruhig mal lesen kann, wenn man sich dafür interessiert.  

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