Davide Morosinotto

 4.6 Sterne bei 66 Bewertungen
Davide Morosinotto

Lebenslauf von Davide Morosinotto

Davide Morosinotto, geboren 1980 in Norditalien, ist Autor, Journalist und Übersetzer. Seit er mit 17 Jahren seine erste Kurzgeschichte veröffentlichte, hat er über 30 Kinder- und Jugendbücher geschrieben, für die er zahlreiche Preise erhielt. Er lebt und arbeitet in Bologna.

Neue Bücher

Verloren in Eis und Schnee

 (2)
Neu erschienen am 17.09.2018 als Hörbuch bei cbj audio.

Verloren in Eis und Schnee

 (14)
Neu erschienen am 13.09.2018 als Hardcover bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH.

Alle Bücher von Davide Morosinotto

Verloren in Eis und Schnee

Verloren in Eis und Schnee

 (14)
Erschienen am 13.09.2018
Verloren in Eis und Schnee

Verloren in Eis und Schnee

 (2)
Erschienen am 17.09.2018

Neue Rezensionen zu Davide Morosinotto

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Literaturwerkstatt-kreativs avatar

Rezension zu "Verloren in Eis und Schnee" von Davide Morosinotto

Die unglaubliche Geschichte der Geschwister Danilow
Literaturwerkstatt-kreativvor 9 Tagen

Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

Verloren in Eis und Schnee“ von David Morosinotto

Die unglaubliche Geschichte der Geschwister Danilow


Russland, Leningrad 1941

Während des zweiten Weltkrieges rückt die Deutsche Armee gegen Russland vor. Die Stadt Leningrad ist betroffen und so werden die Kinder mit Zügen aus der Gefahrenzone gebracht.

Ihr dürft euch nicht verlieren!“, schärft die Mutter ihren 13-jährigen Zwillingen Nadja und Viktor noch ein. Aber bereits im überfüllten Bahnhof von Leningrad werden die beiden auseinandergerissen. Viktor befindet sich am Ende seiner Zugfahrt im entlegenen Sibirien wieder. Nadjas Fahrt endet bereits kurz nachdem sie Leningrad verlassen haben. Mit Freunden schlägt Nadja sich zur Festung Oreschek am Ladogasee durch.

Viktor erfährt durch Nachrichten im Radio, dass der Zug mit der Nr. 76 verbrannt sei. Genau in diesem Zug saß aber seine Schwester. Viktor spürt, dass seine Schwester nicht tot ist und macht sich - allen Widrigkeiten zum Trotz - auf einem langen, gefährlichen Marsch zurück nach Leningrad. Quer durch das verschneite Russland. Wird er Nadja finden ?


Fazit:

Nachdem mich Davide Morosinotto mit seinem Jugendbuch „Die Misssissippi-Bande“ schon ganz und gar in seinen Bann gezogen hatte, war ich anfangs skeptisch, ob ihm dies mit seinem neuen Buch wieder gelingen würde. Ja, und auch sein neues Buch entfaltete seine Sogwirkung. Morosinotto hat wieder eine sehr packende und spannende Abenteuergeschichte geschrieben, kombiniert mit viel Hintergrundinformationen von Russland in dieser Zeit. Die historischen Geschehnisse für seine Geschichte sind wieder sehr gut recherchiert, die abgebildeten Fotos und Landkarten in dem Buch visualisieren das Gelesene und manches ist so noch plastischer. Zudem wird so das Buch optisch zu einem absoluten Hingucker.

Mit der Trennung der Kinder lässt der Autor die Zwillinge durch Tagebucheinträge aus zwei Perspektiven erzählen. Im Buch farblich durch rot (Viktor) und blau (Nadja) gekennzeichnet. Stilistisch hervorragend gemacht.

Davide Morosinotto hat, wie er es schon bei „Die Misssissippi-Bande“ unter Beweis gestellt hat, einen tollen, sehr unterhaltsamen Schreibstil. Man kommt gut in die Geschichte hinein und kann dem Autor bis zum Schluss hervorragend folgen, denn der Spannungsbogen bricht an keiner Stelle ab. Es ist ein Buch, das alleine durch das Grundthema Krieg, natürlich auch zum Nachdenken anregt. Auch wenn es ein Jugendbuch ist, ist es aber auch durchaus lesenswert für Erwachsene. Der Autor hat aber eine gute Balance gefunden die Gräueltaten des Krieges durchaus zu benennen, sie jedoch nicht allzu ausführlich zu beschreiben. Wie ich finde, genau richtig für ein Jugendbuch.

Ich bin sehr froh, diese tolle Geschichte gelesen zu haben und kann auch diesmal nur Chapeau sagen !!!



https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2018/11/11/verloren-in-eis-und-schnee/


Besten Dank an den Thienemann Verlag für das Rezensionsexemplar.

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mesus avatar

Rezension zu "Verloren in Eis und Schnee" von Davide Morosinotto

Diese Kinder sind nicht verloren, sondern mutig und stark!!
mesuvor 14 Tagen

Die Geschichte der Zwillinge Viktor und Nadja ist unglaublich spannend und gut geschrieben. In den Wirren des Krieges werden sie getrennt und versuchen mit fast übermenschlicher Kraft einander wieder zu finden.

Sie erleben dabei grauenvolle und schreckliche Dinge, geraten in unglaubliche Gefahren, finden Freunde und vor allen Dingen sie geben niemals auf.

In eindrucksvoller Weise beschreibt der Autor ihre Geschichte in Form von Tagebüchern die den Leser an diesen besonderen Roman fesseln.

Ein echter Pageturner und eine faszinierende Geschichte dazu

Unbedingt lesen!!!!

Kommentare: 2
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lex-bookss avatar

Rezension zu "Verloren in Eis und Schnee" von Davide Morosinotto

Fakten und Fiktion
lex-booksvor 15 Tagen

„Die Mississippi-Bande. Wie wir mit drei Dollar reich wurden“ hatte unserer ganzen Familie 2017 sehr gefallen. Als der Thienemann-Verlag angekündigte, ein weiteres Buch des italienischen Autors Davide Morosinotto herausbringen zu wollen, habe ich mich daher unheimlich gefreut.

Wieder ist es ein Kinderabenteuer, wieder ein historisches. Während die „Mississippi-Bande“ jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA angesiedelt ist, geht es in „Verloren in Eis und Schnee“ zeitlich etwa 40 Jahre weiter, in einen ganz anderen Teil der Welt: Nämlich nach Russland während der Leningrader Blockade. Die Stadt (heute St. Petersburg) wurde während des Zweiten Weltkrieges 871 Tage lang von der deutschen Armee belagert und von der Versorgung abgeschnitten. Mehr als eine Million Menschen starben, meist infolge Hungers. Morosinotto kombiniert nun Fakten mit Fiktion. Es ist, wie es selbst im Nachwort schreibt, ein „nahezu“ historischer Roman:

Kurz vor den ersten Angriffen der Deutschen werden die 13jährigen Zwillinge Viktor und Nadja mit dem Zug aus der Stadt evakuiert, jedoch aufgrund eines Irrtums am Bahnhof getrennt. Viktor landet mehr als 1000 km von Leningrad entfernt in einer Kolchose in Kasan, während Nadjas Zug schon kurz hinter Leningrad aufgehalten wird. Aus zunächst unklaren Gründen heißt es offiziell, Nadjas Zug sei von den Deutschen bombardiert und zerstört worden. Alle Passagiere seien ums Leben gekommen. Viktor ist davon überzeugt, dass seine Schwester lebt und macht sich mit einer Gruppe Kinder auf den langen und beschwerlichen Weg Richtung Heimat.

Der Titel „Verloren in Eis und Schnee“ veranschaulicht gut, mit welchen Schwierigkeiten Viktor und Nadja im Laufe der Geschichte zu kämpfen haben. Denn damit sind nicht nur die eisigen Witterungsbedingungen gemeint, sondern auch die menschliche Kälte und Gräueltaten während des Krieges.

In Form von Tagebucheinträgen folgt man den Erlebnissen der Kinder, die sich – umrahmt von Kartenausschnitten, Fotografien, Skizzen und (fiktiven) Dokumenten – erstaunlich authentisch lesen. Schon die Mississippi-Bande war gestalterisch besonders. Auch hier fällt die hochwertige Aufmachung sofort ins Auge, obgleich mir nicht bekannt ist, wie groß der Anteil des Autors daran ist. Ich habe mit diesem Buch sehr viel mehr Zeit verbracht als üblicherweise mit Büchern. Teilweise habe ich minutenlang Illustrationen betrachtet.

Die Erzählweise erfordert jedoch Aufmerksamkeit. Viktor und Nadja schwenken von der Nahaufnahme ihrer persönlichen Empfindungen immer wieder in den historischen Kontext. Das Lesen gestaltet sich informativ, interessant, aber auch distanziert, beschreibend. Das Romanhafte tritt des Öfteren in den Hintergrund. Zumal viele Etappen nur knapp zusammengefasst werden.

Auch die Perspektivwechsel zwischen Viktor und Nadja sowie die gelegentlichen Einsprengsel eines gewissen Oberst Smirnows, der die Tagebücher der Kinder rückwirkend liest und mit handschriftlichen Kommentaren versieht, verlangen Konzentration.

Ein gewisses geschichtliches Interesse hilft. Bei jüngeren Kindern schadet eine Lesebegleitung durch Erwachsene nicht, da im Alter von 12 Jahren die Thematik meines Wissens nach noch kein verbreitetes Schulthema ist. So hätten ein kurzer zeitlicher Abriss oder eine erklärende Zusammenfassung der realen Abläufe im Anhang nicht geschadet.

Hat man sich einmal an den Rhythmus des Buches gewöhnt, verleiten die Fragen, wie sich die Kinder am Ende wiederfinden, was es mit dem Gerücht um den zerstörten Zug auf sich hat und ob seitens Oberst Smirnows Gefahr droht, zum Weiterlesen. Man begleitet Viktor und seine Gefährten durch karge Landschaften, erlebt, wie es die ständig kleiner werdende Gemeinschaft in einen Gulag verschlägt und befindet sich an Nadjas Seite, während sie bei der Verteidigung der Festung Schlüsselburg mithilft, eine der letzten Bastionen gegen die deutschen Truppen.

Es ist kein Heile-Welt-Buch. Krieg ist Krieg. Und kein Abenteuer, auch wenn sich die Geschichte manchmal so liest. Dass beide Kinder überleben, ist früh klar. Andere haben weniger Glück: Gefährten gehen verloren, werden ermordert, sterben durch Hunger und Kälte. Weil Ereignisse und Figuren aber kaum vertieft werden, gehen sie dem Leser nicht zu nahe. Es ist ein schriftstellerischer Balance-Akt, historische Fakten und Roman miteinander zu verweben, der Morosinotto meinem Empfinden nach erzählerisch nicht durchgehend fesselnd gelungen ist. Zweifelsohne ist es aber ein besonderes Buch, mit Mehrwert und der klaren Intention, eine Lehre aus der Vergangenheit zu ziehen.

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Gespräche aus der Community

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Thienemann_Verlags avatar

Ihr habt "Tom Sawyer und Huckleberry Finn" als Kinder geliebt? Dann könnt ihr euch jetzt in "Die Mississippi-Bande" wieder an den Mississippi träumen und ein spannendes Abenteuer rund um vier Freunde gemeinsam mit euren Kindern erleben. Worauf wartet ihr noch?

Inhalt:

Alles begann mit dem Mord an Mr. Darsley. Oder vielleicht auch nicht. Wenn ich es mir recht überlege, begann es eigentlich ein paar Wochen zuvor. An dem Nachmittag, als wir durch die Sümpfe des Bayou paddelten, um ein paar Fische zu fangen. Was wir stattdessen fingen, war eine verbeulte Blechdose, in der drei Dollar lagen. Drei Dollar! Dafür würden wir uns etwas im Katalog bestellen. Noch ahnten wir nicht, dass wir mit dieser Bestellung das größte Abenteuer unseres Lebens auslösen würden ...

Lasst euch von dieser Geschichte an die Anfänge des 20. Jahrhunderts entführen. Findet heraus, was die Kinder sich im Katalog bestellt haben und wieso dieser Gegenstand ihr gesamtes Leben verändert!

Mit etwas Glück könnt ihr eins von 15 Exemplaren von "Die Mississippi-Bande" gewinnen!

Beantwortet uns einfach folgende Frage: Was würdet ihr in einem Katalog bestellen, in dem es praktisch alles zu kaufen gibt?

Wir freuen uns schon sehr auf eure Antworten!

Hier geht's zur Leseprobe

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Zusätzliche Informationen

Davide Morosinotto wurde am 01. Januar 1980 in Italien geboren.

Community-Statistik

in 82 Bibliotheken

auf 8 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

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