Davide Morosinotto

 4.6 Sterne bei 75 Bewertungen
Davide Morosinotto

Lebenslauf von Davide Morosinotto

Davide Morosinotto, geboren 1980 in Norditalien, ist Autor, Journalist und Übersetzer. Seit er mit 17 Jahren seine erste Kurzgeschichte veröffentlichte, hat er über 30 Kinder- und Jugendbücher geschrieben, für die er zahlreiche Preise erhielt. Er lebt und arbeitet in Bologna.

Alle Bücher von Davide Morosinotto

Verloren in Eis und Schnee

Verloren in Eis und Schnee

 (21)
Erschienen am 13.09.2018
Verloren in Eis und Schnee

Verloren in Eis und Schnee

 (4)
Erschienen am 17.09.2018

Neue Rezensionen zu Davide Morosinotto

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B

Rezension zu "Verloren in Eis und Schnee" von Davide Morosinotto

Eine sehr gelungene und schöne Drastellung
buecherigelvor einem Tag

Meinung:
Das Buch befand sich schon länger auf der Wunschliste und es hat sich wirklich gelohnt es dort runter zu holen. Der Klappentext konnte mich direkt abholen, aber als ich dann das Buch in der Hand gehalten habe war ich nochmal ein Stück mehr begeistert. Wenn man sich im Internet ein Buch anguckt lächelt einen nur das Cover an, doch dieses Buch verbirgt auch eine sehr schöne Aufmachung im inneren. 

Das Zwillingspaar Nadja und Viktor fangen an Tagebuch zu schreiben. Der eine in rot und die andere in Blau. Doch als der Krieg ausbricht verlieren sich die beiden. Sie schreiben die Tagebücher nicht mehr zusammen, aber jeder schreibt seine eigene Geschichte. So erlebt der Leser zwei unterschiedliche Geschichten die nur das eine Ziel haben: Wieder zum anderen zurück zu finden. Beide erleben ein sehr großes und erschreckendes Abenteuer im Krieg zwischen Deutschland und Sibirien. Die Tagebücher sind mit Bilder, Landkarten und Zeitungsartikel versehen und machen Spaß beim entdecken. 

Der Autor hat dem Lese jedoch nicht einfach nur zwei Tagebüchern von Kindern im Krieg geschrieben sondern noch mehr versteckt. Am Rand der Tagebücher sind Notizen gemacht die mich, trotz des ernsten Themas, manchmal zum Schmunzeln gebracht haben. 
Die Geschichten der beiden waren Spannend, erschreckend, traurig und haben mir manchmal den Atem geraubt. Der Leser bekommt einen ganz anderen Eindruck in die Geschehnissen des Krieges von früher. 
An manchen Stellen kommt es eher unrealistisch vor, aber dennoch hat es sehr gut reingepasst und hat mir trotzdem gefallen.

 Mit Viktor und Nadja geht man durch dick und dünn un erlebt ihre Abenteuer aus der Sicht der beiden. Da die beiden erst 13 Jahre alt sind haben die Erzählungen noch etwas Kindliches und Naives aber es wurde dennoch passend zu den beiden Geschrieben, so das man das Gefühl bekommen hat, das es wirklich von zwei 13 Jährigen geschrieben wurden.

Fazit:
Ich habe das Buch gerne und schnell verschlungen und das liegt nicht nur an der optischen Aufmachung. In dem Buch findet man Spannung, Sprachlose und traurige stellen. Der Leser bekommt einen anderen Blick auf die Zeit des Krieges die besser dargestellt gar nicht sein könnte. Ich kann die Geschichte einfach nur an alle Leser ab 12 Jahren empfehlen!

~Bücherigel

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M

Rezension zu "Verloren in Eis und Schnee" von Davide Morosinotto

Eine wunderschöne Kombination aus Historik und Winter
Moebookvor 9 Tagen

Dieses Buch geht in den Social Medias immer häufiger rum, eine Mischung aus Winterlichkeit und Historik, so eine Art Buch habe ich noch nie gelesen, aus diesen Gründen musste ich es einfach haben.

Der Leningrad, während der russischen Revolution, verliert sich eine Familie, den jungen Viktor steht ein Kampf in der Kälte bevor und seiner Schwester Nadja hat es in eine Festung verschlagen. Die Geschwister suchen sich, um der Gewaltherrschaft entfliehen zu können und um das Versprechen ihrer Mutter einhalten zu können, sich nämlich nicht zu verlieren. Hierfür dokumentieren die Geschwister alles.

Ich muss ja sagen, dass ich dieses Cover ziemlich ansprechend finde! Mir gefällt die Schriftart, der Schnee und die Farben, ich musste das Buch wegen des Covers haben. 

Wie in der Inhaltsangabe beschrieben, wird das Buch in Dokumenten erzählt und da muss ich einfach loben, wie schön die Aufmachung und die Idee dahinter ist.
Es sind verschiedene Schriftfarben gewählt, die das Buch richtig bunt machen. Erzählt wird wie in einer Art Tagebuch, was total cool war. Es ist durchgehend so, dass es auch Randbemerkungen gibt, die die rechtliche Lage etc. beschreiben. Schwer zu erklären, aber anders gesagt: Diese Randbemerkungen enthalten Gesetze, gegen die momentan verstoßen wird, Lösungsansätze zu einem Problem in der Handlung etc. Es gibt auch viele Bilder.
Dazu muss ich aber auch anmerken, dass ich - wie man es anhand der Beschreibung sehen kann - mit der Zeit sehr stark verwirrt von diesen Bemerkungen war, ihre Funktion irgendwann gar nicht mehr verstanden habe und es hat auch das Lesen anstrengend gemacht, das Buch die ganze Zeit umzudrehen - vielleicht ist es aber auch nur meine Faulheit ;)

Die Charaktere waren mir sofort sympathisch. Man merkt anhand der Mutter einfach, wie sehr sie ihre Kinder liebt und wie sehr es sie emotional getroffen hat, sie zu verlieren.
Viktor ist eine starke Figur, da er in dem Schnee auch mit Hunger zu kämpfen hat und seine Schwester ebenso, sie versteckt sich in einer Festung mit Soldaten etc. 
Auch mit ihrem Ehrgeiz, sich gegenseitig zu finden, hat mich der Autor total begeistern können.

Das Setting, zum einen Schnee einzuarbeiten und zum anderen eine Handlung in einer Festung zu verfolgen, war von dem Autor richtig toll gewählt, da kann ich mich nicht beklagen.
Auch sein Schreibstil war ziemlich modern und flüssig, sodass ich sehr schnell durch die Seiten gekommen bin.

Lesefazit
Ich finde, dass das Buch sehr wichtig ist, weil es auch viele historische Themen behandelt, der Schreibstil und die Aufmachung sind super, vielleicht etwas anstrengend, aber dafür sind die Charaktere wiederum genial! Ich vergebe starke 4,5 / 5 Sternen!

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Rezension zu "Verloren in Eis und Schnee" von Davide Morosinotto

Spannender Tagebuchroman mit korrektem historischem Hintergrund
EmmyLvor 13 Tagen

Viktor und Nadja Danilow sind Zwillinge und leben mit ihren Eltern in Leningrad, als im Juni 1941 deutsche Soldaten in Russland einmarschieren. Schnell rückt die Frontlinie näher an die Stadt. Zur Evakuierung verlassen täglich Züge voller Mütter und Kinder die Stadt. Auch Viktor und Nadja sollen evakuiert werden. Vor dem Bahnhof schärfen die Eltern ihren Kindern ein, sich auf keinen Fall zu trennen. Noch bevor die Züge den Bahnhof verlassen werden die Zwillinge auseinandergerissen. Viktors Zug fährt nach Sibirien, wo er mit anderen Kindern in einer Kolchose zum Arbeiten untergebracht wird. Nadjas Zug landet unweit von Leningrad auf dem Abstellgleis. Während sich Viktor mutig auf den langen, gefährlichen Weg entlang der Frontlinie zu seiner Schwester macht, ist bei ihr die Front bereits angekommen.

Die Geschwister bekommen von ihren Eltern kleine Schreibhefte geschenkt und sollen ein gemeinsames Tagebuch über ihre Erlebnisse fern von Leningrad schreiben. Viktor schreibt mit einem roten Bleistift und Nadja verwendet einen blauen Kugelschreiber. Abwechselnd beschreiben sie die angespannte Situation bevor sie die Stadt verlassen. Als sie getrennt werden, nimmt jeder drei Hefte an sich, um alle Erlebnisse detailliert füreinander festzuhalten.

Der spannende Roman besteht aus den beschlagnahmten Tagebüchern der Geschwister Danilow. Die Bücher wurden Oberst Smirnow zur Kontrolle vorgelegt. Er sollte entscheiden, ob die Geschwister Verrat am Vaterland begangen haben. Oberst Smirnow sortierte die Einträge zeitlich passend und versah sie mit Hinweisen, Nachträgen sowie Zusammenfassungen. Seine Anmerkungen stehen in brauner Kursivschrift auf den Seitenrändern. Die von ihm verfassten Nachträge wurden auf offiziellem, datiertem Papier der UdSSR mit Schreibmaschine gedruckt. Zur Veranschaulichung ihrer Erlebnisse, sammelten Nadja und Viktor Bilder, Straßenkarten, Zeitungsausschnitte, welche sie ergänzend in die Tagebücher geklebten.

Die Buchseiten sind nicht weiß sondern haben einen verschmierten Grauschleier. Dadurch entsteht beim Lesen der Eindruck, dass es sich um kopierte, vergilbte, stark gebrauchte Seiten handelt. Der Schreibstil ist spannend und entspricht der Sprachgewandtheit seiner dreizehnjährigen Protagonisten.

Obwohl die Erlebnisse der Geschwister vom Autor erfunden wurden, hat er sich bei seinen Schilderungen so genau wie möglich an historische Tatsachen gehalten. Dieser Roman ist somit für den Gebrauch im Unterricht in Verbindung mit dem zweiten Weltkrieg sehr geeignet.

Ein spannendes, gefährliches und mutiges Abenteuer mitten auf dem Schauplatz eines grausamen Krieges. Für Jungen und Mädchen ab zwölf Jahre sehr zu empfehlen.

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Inhalt:

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Mit etwas Glück könnt ihr eins von 15 Exemplaren von "Die Mississippi-Bande" gewinnen!

Beantwortet uns einfach folgende Frage: Was würdet ihr in einem Katalog bestellen, in dem es praktisch alles zu kaufen gibt?

Wir freuen uns schon sehr auf eure Antworten!

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Zusätzliche Informationen

Davide Morosinotto wurde am 01. Januar 1980 in Italien geboren.

Community-Statistik

in 97 Bibliotheken

auf 11 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

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