Davide Morosinotto

 4.6 Sterne bei 90 Bewertungen
Autorenbild von Davide Morosinotto (©Tamara Casula)

Lebenslauf von Davide Morosinotto

Davide Morosinotto, geboren 1980 in Norditalien, ist Autor, Journalist und Übersetzer. Seit er mit 17 Jahren seine erste Kurzgeschichte veröffentlichte, hat er über 30 Kinder- und Jugendbücher geschrieben, für die er zahlreiche Preise erhielt. Er lebt und arbeitet in Bologna.

Neue Bücher

Verloren in Eis und Schnee

Erscheint am 21.12.2020 als Taschenbuch bei Carlsen.

Der Ruf des Schamanen. Unsere abenteuerliche Reise in das Herz der Dunkelheit

Erscheint am 26.01.2021 als Hardcover bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH.

Alle Bücher von Davide Morosinotto

Neue Rezensionen zu Davide Morosinotto

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Rezension zu "Verloren in Eis und Schnee" von Davide Morosinotto

Tagebucheinträge
gleanserendipityvor 8 Monaten

Wir haben den zweiten Weltkrieg. Die Geschichte spielt in Russland. Der wichtigste Punkt in diesem Buch ist, dass die Zwillinge Nadja und Viktor immer zusammen waren, jedoch trennten sie sich ohne dass sie es wollten. In den Tagebucheinträgen schildern Viktor und Nadja ihre Erlebnisse. Ein Oberkommissar liest die Tagebücher ein paar Jahre später und markiert in dunkelrot, wenn irgendjemand der beiden etwas illegales getan hat. Er ist der Meinung die Zwillinge gehören angeklagt. Das einzig Gute was er tat, die Tagebucheinträge in die richtige Reihenfolge zu bringen, damit wir die Geschichte lesen können :-). 

Ich habe das Buch gelesen, ich konnte mitten in der Story sein, was bei einem guten Buch definitiv der Fall ist. Jeder, der sich für diese Zeit interessiert, sollte dieses Buch in die Hand fallen. Doch für Menschen, die nicht gerne Bücher bei denen es um Leben und Tod geht lesen, empfehle ich das Buch weniger ab (das Buch ist trotzdem sehr gut geschrieben).

Liebe Grüße

Meri

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Rezension zu "Die Mississippi-Bande - Wie wir mit drei Dollar reich wurden" von Davide Morosinotto

Schönes Kinderbuch
Die-Glimmerfeenvor einem Jahr

Te Trois, der schielende Eddie, Julie und ihr schwarzer Bruder Tit haben sich heimlich in den Sümpfen eine Hütte gebaut, in der sie sicher vor ihren Pflichten sind. Dort arbeiten sie an ihrem Einbaum, rauchen und fangen so manchen Fisch. Eines Tages angeln sie eine Dose aus dem Wasser, in der sich drei Dollar empfinden - welch unerwarteter Reichtum! Aus dem dicken Katalog von Walker und Dawn, bestellen sie sich eine Pistole mit Munition. Als das Paket endlich ankommt, befindet sich darin aber nicht die bestellte Pistole, dafür taucht bald ein geheimnisvoller Mann mit unangenehmen Fragen auf.

Das Buch ist eine richtig schöne Abenteuergeschichte voller Huckleberry Finn Romantik. Bei solch unwiderstehlichen Zutaten wie Treibsand, Alligatoren, Geheimnissen und Ausreißen von Zuhause, schlagen die Herzen von kleinen und großen Abenteurern höher. Also schnell unter die Bettdecke, Taschenlampe an und schon geht es an Bord des Mississippi-Schaufelraddampfers.

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Rezension zu "Verloren in Eis und Schnee" von Davide Morosinotto

"Der große Vaterländische Krieg" als Abenteuerspielplatz?
R_Mantheyvor einem Jahr

Was bringt einen italienischen Schriftsteller dazu, ein Kinderbuch über Geschehnisse in der Sowjetunion von 1941 zu schreiben? Und wie wird ein solches Buch in Deutschland aufgenommen? Auf die letzte Frage findet man eine überraschende Antwort, denn das Buch steht auch einige Monate nach seinem Erscheinen noch auf einem erstaunlich hohen Platz in den Verkaufsranglisten. Morosinottos Beweggründe, dieses Buch zu schreiben, liegen in seiner Familie, denn sein Großvater gehörte zu den Glücklichen, die ihre Kriegsbeteiligung in Russland nicht mit dem Tod bezahlten. So konnte er seinem Enkel viel aus dieser Zeit erzählen.

Kann man die Geschehnisse in den ersten Monaten der deutschen Blockade Leningrads überhaupt kindgerecht erzählen? Und kann sich ein Italiener die damaligen Verhältnisse in der Sowjetunion überhaupt vorstellen? Mit diesen beiden Fragen stößt man auf das eigentliche Problem dieses Buches. Ein Krieg ist ein schreckliches und für die heutigen Generationen in Westeuropa unvorstellbares Ereignis. Man kann diesen Krieg auch nicht kindgerecht schildern, weil das ein kindliches Gemüt auch mit 15 Jahren noch überfordert. Was bleibt also für ein Ausweg? Krieg als Abenteuer?

Genau das probiert Morosinotto. Die Danilow-Zwillinge sollen aus dem frontnahen Leningrad evakuiert werden. Dabei werden sie getrennt, kommen also in verschiedene Züge. Viktor gelangt nach Kasan an die Wolga, während seine Schwester im Leningrader Bezirk stecken bleibt. Sie muss in der Folge ständig vor den vorrückenden deutschen Truppen fliehen, die den Ring um Leningrad schließen wollen. Viktor hingegen beschließt, aus dem Kolchos in der Nähe von Kasan zu fliehen, um seine Schwester aufzuspüren. Inzwischen trennen sie jedoch über tausend Kilometer, und die Wirren des Krieges sorgen für ein ziemliches Chaos auf den sowieso nicht besonders gut ausgebauten russischen Transportwegen.

Morosinotto schildert über die Tagebucheinträge der Zwillinge ihre Befindlichkeiten und Erlebnisse. Das ganze Geschehen wird nun sehr unglaubwürdig, jedenfalls für diejenigen Leser, die die tatsächliche Situation zu dieser Zeit in der Sowjetunion einigermaßen gut kennen. Natürlich kann und muss man in einem Kinderbuch vieles vereinfachen. Manches kann auch unglaubwürdig sein. Schwierig wird es allerdings, wenn dies in einem historischen Kontext geschieht, der das eigentlich nicht zulässt. Krieg ist kein Abenteuer. Man kann Morosinotto jedoch auch nicht den Vorwurf machen, dass er die damaligen Geschehnisse nicht genau recherchiert hätte. Ganz im Gegenteil.

Obwohl er vieles recht genau schildert, bleibt anderes fragwürdig. Am Beispiel des ungewollten Aufenthalts Viktors und seiner Gefährten in einem sowjetischen Gulag der Stalin-Zeit kann man das vielleicht gut illustrieren: Auf der einen Seite schildert Morosinotto die schrecklichen Verhältnisse dort nicht wirklich, weil das nicht in ein Kinderbuch gehört. Aber er deutet sie wenigstens teilweise an. Auf der anderen Seite dominiert dann wieder das Abenteuer, denn die Kinder können relativ leicht und erfolgreich aus diesem Todeslager fliehen. Im wirklichen Leben hätten die Kinder das nie überlebt.

Die im Buch eingebettete Spionagegeschichte ist mit ihrem Ausgang genauso unglaubwürdig wie die albernen Bemerkungen des NKWD-Oberst Smirnow an den Rand der Tagebuchaufzeichnungen der Zwillinge. Und natürlich hat Viktor Danilow den sowjetischen Generälen nicht die Versorgungsmöglichkeit Leningrads über den zugefrorenen Ladogasee offenbart. Auch das ist eine gewisse Respektlosigkeit gegenüber den wahren Geschehnissen.

Mein Eindruck von diesem Buch ist entsprechend zwiespältig. Einerseits ist es gut geschrieben und spannend, aber andererseits geht es an den Tatsachen und der Brutalität dieser Zeit doch vorbei. Das muss es auch, schließlich sollen Kinder es lesen. Und letztlich steht es vielleicht einem Italiener nicht an, ein solches Buch so zu schreiben.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Die Mississippi-Bande - Wie wir mit drei Dollar reich wurden

Ihr habt "Tom Sawyer und Huckleberry Finn" als Kinder geliebt? Dann könnt ihr euch jetzt in "Die Mississippi-Bande" wieder an den Mississippi träumen und ein spannendes Abenteuer rund um vier Freunde gemeinsam mit euren Kindern erleben. Worauf wartet ihr noch?

Inhalt:

Alles begann mit dem Mord an Mr. Darsley. Oder vielleicht auch nicht. Wenn ich es mir recht überlege, begann es eigentlich ein paar Wochen zuvor. An dem Nachmittag, als wir durch die Sümpfe des Bayou paddelten, um ein paar Fische zu fangen. Was wir stattdessen fingen, war eine verbeulte Blechdose, in der drei Dollar lagen. Drei Dollar! Dafür würden wir uns etwas im Katalog bestellen. Noch ahnten wir nicht, dass wir mit dieser Bestellung das größte Abenteuer unseres Lebens auslösen würden ...

Lasst euch von dieser Geschichte an die Anfänge des 20. Jahrhunderts entführen. Findet heraus, was die Kinder sich im Katalog bestellt haben und wieso dieser Gegenstand ihr gesamtes Leben verändert!

Mit etwas Glück könnt ihr eins von 15 Exemplaren von "Die Mississippi-Bande" gewinnen!

Beantwortet uns einfach folgende Frage: Was würdet ihr in einem Katalog bestellen, in dem es praktisch alles zu kaufen gibt?

Wir freuen uns schon sehr auf eure Antworten!

Hier geht's zur Leseprobe

269 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Davide Morosinotto wurde am 01. Januar 1980 in Italien geboren.

Community-Statistik

in 110 Bibliotheken

auf 14 Wunschzettel

von 1 Lesern gefolgt

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