Verloren in Eis und Schnee

von Davide Morosinotto 
4,8 Sterne bei4 Bewertungen
Verloren in Eis und Schnee
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Spannende Geschichte um Zwillinge während der Belagerung Leningrads im 2. Weltkrieg

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Inhaltsangabe zu "Verloren in Eis und Schnee"

Spannender historischer Roman für Jugendliche ab 12 Jahren von Bestseller-Autor Davide Morosinotto.
Ihr dürft euch nicht verlieren!, hat die Mutter den Zwillingen Nadja und Viktor eingeschärft. Doch im überfüllten Bahnhof werden sie auseinandergerissen. Viktor verschlägt es nach Sibirien. Für ihn wird der Weg zurück zu einem Kampf gegen Hunger und Kälte. Nadja hält sich währenddessen auf einer Festung versteckt, wo sich die Lage ebenfalls zuspitzt. Abgeschnitten von der Außenwelt und ohne Nachricht voneinander versuchen die Geschwister verzweifelt, sich wiederzufinden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783522202510
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Erscheinungsdatum:13.09.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 17.09.2018 bei cbj audio erschienen.

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    Sturmherzs avatar
    Sturmherzvor einem Tag
    Kurzmeinung: Spannende Geschichte um Zwillinge während der Belagerung Leningrads im 2. Weltkrieg
    Verliert euch niemals - Haltet immer zusammen

    Eine Kindheit kurz vor und während der Belagerung von Leningrad im 2. Weltkrieg.

    Davide Morosinotto erzählt in seinem neuestem Jugendroman die Geschichte von Viktor und Nadja, Zwillingsgeschwister zur Zeit des 2. Weltkrieges in Russland.
    Als die Deutschen Leningrad (St. Petersburg) immer näher kommen und die nächtlichen Bombenangriffe immer mehr werden, entscheiden die Eltern von Nadja und Viktor das es Zeit ist die Kinder aus der Gefahrenzone heraus zu bringen. Die russische Regierung stellt dafür spezielle Züge zur Verfügung, deren Gäste fast ausschliesslich Kinder sind, die aufs Land gebracht werden sollen.
    Mutters Rat ist simpel, trennt euch nicht, bleibt immer zusammen! Die Annahme der Eltern ist nämlich das der Krieg bald vorbei sein wird und sie sich schnell wiedersehen werden. Damit die beiden Kinder nicht das Gefühl bekommen, ihre Eltern könnten etwas verpassen während die beiden weg sind, möchten sie Tagebuch schreiben. Eigens dafür schenkt ihnen der Vater Hefte um Seite für Seite das erlebte niederzuschreiben.
    Das Schicksal aber will es anders, Viktor und seine Schwester Nadja werden getrennt, in verschiedenen Zügen werden die beiden an Orte fern von Leningrad gebracht.
    Für die Zwillingen ist das der Schock ihres jungen Lebens. Für Viktor aber ist sofort klar, das er sich so schnell wie möglich auf den Rückweg machen muss, egal wie hart der Weg auch sein, egal was er auch auf sich nehmen muss, denn er muss seine Schwester Nadja wiederfinden, hat er doch der Mutter fest versprochen auf sich und seine Schwester gut acht zu geben.

    So beginnt also der neue, abenteuerliche Jugendroman von Davide Morosinotto - die Belagerung von Leningrad und die schlimmen Folgen einen Krieges stehen klar im Vordergrund, das Leid der Bevölkerung, der russische, kalte Winter und nichtzuletzt der Mut der beiden Kinder ist ebenfalls Thematik.
    Der Roman ist abwechelnd, in Tagebuchform aus Sicht von Nadja und ihrem Bruder Viktor geschrieben, oft hat es tolle Abbildungen im "Tagebuch", Karten, Gedichte und spezielle Anmerkungen eines russischen Regierungsmitgliedes der die Tagebücher auf deren Authentizität prüfen soll und so entscheiden soll ob die Geschwister schuldig oder unschuldig sind. Die russische Regierung hat die Tagebücher der Zwillinge in die Finger bekommen und riecht Hochverrat...

    Mir hat das Buch irre gut gefallen, zumal ich ja eh historische Romane, im speziellen Jugendromane sehr mag.
    Das Buch ist sehr schön gestaltet, sehr gut geschrieben und mein Geheimtipp für den kommenden Herbst.
    Da und dort hat es recht happige Szenen, daher finde ich die Empfehlung ab 12 sehr gut.

    Wie immer, go for it!

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    Debbi1985s avatar
    Debbi1985vor 5 Tagen
    Ein gutes Buch für groß und klein

    Das Jugendbuch „Verloren in Eis und Schnee: Die unglaubliche Geschichte der Geschwister Danilow“ verspricht ein spannender historischer Roman für Jugendliche ab 12 Jahren zu sein.
    Im Mittelpunkt des Romans stehen die 13-jährigen Zwillinge Nadja und Viktor. Die Handlung spielt zur Zeit des 2. Weltkrieges in Leningrad bzw. Russland. Da die Deutschen immer weiter vorrücken und Leningrad einzunehmen drohen, sollen die Kinder aus der Stadt evakuiert werden. Selbstverständlich ist es der Wunsch der Familie, dass die Geschwister stets zusammenbleiben und aufeinander aufpassen. Doch bereits am Bahnhof werden sie voneinander getrennt und kommen in unterschiedliche Züge. Während Viktor nach Sibirien fährt und in einer Kolchose landet, gelangt Nadja auf Umwegen auf eine Festung in der Nähe von Leningrad, auf der sie festsitzt. Obwohl Viktor vom Tod seiner Schwester erfährt, glaubt er nicht daran, vielmehr fühlt und weiß er als Zwillingsbruder, dass sie noch lebt. Daher macht er sich auf den Weg, seine Schwester wiederzufinden.
    Zum Abschied bekamen die Kinder von ihrem Vater rote Hefte mit Spiralbindung. Diese dienen den beiden nun als Tagebuch. Beide beschreiben ihren Alltag und ihre Erlebnisse in der Zeit, in der sie getrennt voneinander sind.
    Im Roman gibt es also zwei Ich-Erzähler: Nadja und Viktor. Neben diesen beiden wird noch ein dritter Ich-Erzähler eingeführt: Oberst Smirnow vom Volkskommissariat für innere Angelegenheiten. Ihm liegen die Tagebücher und Aufzeichnungen der Geschwister vor. Diese dienen ihm als Beweismaterial für die Untersuchung zulasten der beiden. Am Ende muss er sein Urteil fällen und die Zwillinge für schuldig bzw. unschuldig erklären. Dies bildet die Rahmenhandlung.
    Zur Verdeutlichung und Veranschaulichung der Geschichte dienen verschiedene Landkarten, Postkarten, Fotografien oder Zeichnungen. Gerade für junge Leser ist dieses Bildmaterial mit Sicherheit hilfreich. Sinnvoll wäre es jedoch eventuell auch gewesen, ein Glossar anzuhängen, damit gerade jugendliche Leser Begriffe, wie Kolchose, Defätismus, Datscha o.a. noch näher erklärt bekommen.
    Ich muss zugeben, dass es mir etwas schwer gefallen ist, in die Geschichte hineinzukommen. Dies könnte auch dem geschuldet sein, dass es letztlich drei Erzähler gibt, die abwechselnd zu Wort kommen. Vor allem die Unterbrechungen durch den Oberst empfand ich teilweise als etwas störend, wenngleich es für die Geschichte notwendig und logisch erscheint, dass er das Beweismaterial auch kommentiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam ich jedoch etwa ab einem Drittel des Romans in die Handlung hinein und wurde auch mit den Protagonisten etwas wärmer, wenngleich auch nie ganz warm.
    Trotz an und für sich interessanter Geschichte hat das Buch für mich nach den erwähnten Anfangsschwierigkeiten jedoch auch einige Längen. Spannung wird ein Stück weit genommen, da man als Leser schon zu Beginn erfährt, dass Viktors Suche am Ende von Erfolg gekrönt wird. So muss man sich nie ernsthaft Sorgen um die beiden Protagonisten machen. Doch dies könnte gerade für jugendliche Leser auch von Vorteil sein, da sie trotz der Schrecknisse des Krieges wissen, dass zumindest diese beiden Figuren, was auch sonst geschieht, überleben werden.
    Der Autor schreibt in seinem Nachwort, dass er an die Kraft und die Wichtigkeit von Geschichten und Büchern glaubt. Ebenso glaubt er daran, dass wir nicht vergessen dürfen, was in der Vergangenheit geschehen ist. Und dass wir dafür kämpfen müssen, damit es sich nicht wiederholt. Dem kann ich nur zustimmen. Wer also eine laut Autor „nahezu historische Geschichte“ gegen das Vergessen sucht, der kann sich mit Nadja und Viktor auf den Weg machen... 

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    Rubines avatar
    Rubinevor 8 Tagen
    Zwei mutige Kids im russischen Kriegswinter

    Als der zweite Weltkrieg 1941 in Russland tobt, müssen die Kinder Viktor und Nadja ihre Heimatstadt Leningrad verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Die beiden sind Zwillinge und wollen eigentlich zusammenbleiben, doch schon zu Beginn der Flucht werden sie getrennt. Nun ist jeder auf sich allein gestellt und muss versuchen, im harten Winter Russlands zu überleben. 

    Das Buch gibt einen sehr guten Einblick in die damalige Situation. Wir erleben hier mal eine andere Perspektive auf den Weltkrieg, nämlich nicht die deutsche, sondern die russische. Ich fand das total interessant, diesen Teil der Geschichte mit Nadja und Viktor mitzuerleben. 

    Da sie getrennt werden, wird auch aus zwei Perspektiven erzählt. Eigentlich sogar aus drei, denn ihre Aufzeichnungen werden von einem Kommandanten kommentiert, der schließlich darüber zu entscheiden hat, ob die beiden Kinder sich strafbar gemacht haben. Natürlich mussten sie, um zu überleben, illegale Dinge tun. Der Hunger, die Kälte, die Gewalt und die Angst sind ihre ständigen Begleiter. Und während Viktor versucht, Nadja wiederzufinden, decken sie auch noch eine politische Verschwörung auf. 

    Diese Geschichte ist wirklich großes Kino und ging mir zu Herzen. Ich mochte Nadja und Viktor sehr und bewundere es, wie sie sich durchschlagen und nicht aufgeben. Es passiert viel und es ist durchgehend spannend, manchmal sogar nervenaufreibend. Es geht auch nicht immer alles gut aus, was der Geschichte den nötigen Ernst und Realismus verpasst. Trotzdem habe ich es beim Lesen nicht als bedrückend empfunden. Der Autor geht nicht zu sehr in die Details, so dass man das Geschehen gut ertragen kann, auch wenn man ein eher sanfteres Gemüt hat. 

    Sehr bereichernd habe ich die vielen Hintergrundinfos zur politischen und gesellschaftlichen Situation Russlands empfunden sowie die abgebildeten Karten und Fotos aus damaliger Zeit. Sie runden den Text ab und man kann sich manches noch besser vorstellen. Ich wusste dank der Karten z. B. zu jedem Zeitpunkt genau, wo Nadja und Viktor sich gerade befinden und wie weit sie voneinander entfernt sind. 

    Ebenfalls begeistert bin ich von dem Schreibstil des Autors. Er schafft es auf unterhaltsame Art, dass Geschichte lebendig wird. Dadurch, dass die Kinder viele der Gefahren am eigenen Leib erfahren, konnte ich richtig mitfühlen, wie es damals gewesen sein muss. So eine große Kälte oder so einen entsetzlichen Hunger kann ich mir (Gott sei Dank) gar nicht vorstellen. 

    Ich bin sehr froh, dieses Juwel entdeckt und gelesen zu haben und kann es wirklich nur jedem empfehlen, mal einen Blick zu riskieren. Für mich war es ein absolutes Highlight, das ich bestimmt nochmal lesen werde.  

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    HighlandHeart1982s avatar
    HighlandHeart1982vor 8 Tagen
    Unglaublich fesselnd

    Nadja und Viktor, 13-jährige Zwillinge , werden bei der Evakuierung der Kinder aus Leningrad während des 2.Weltkriegs getrennt und an verschiedene Orte der Sowjetunion gebracht. Viktor macht sich vom entfernten Sibirien aus auf die Suche nach seiner Schwester.
    Das Cover ist liebevoll gestaltet, das Buch ist wie ein Tagebuch aufgebaut, dass sogar mit Fotos und Karten geschmückt wurde. Die Tagebucheintragungen enthalten Randnotizen eines Sowjetischen Offiziers, der die Tagebücher genau unter die Lupe genommen hat und zu den einzelnen Abschnitten Notizen hinzugefügt hat.
    Das allein ist schon super toll zu lesen. Die Geschichte, wenn auch fiktiv, zeichnet ein verständliches Bild der Bürger der Sowjetunion während des deutschen Feldzugs des 2.Weltkrieges. Man ist erschüttert ob dem unermesslichen Leids der Zivilbevölkerung und fiebert regelrecht mit den Zwillingen mit und hofft, dass sie sich wiederfinden.
    Die Geschichte ist unheimlich spannend und fesselnd, man fliegt nur so durch die Seiten, kann das Buch nicht aus der Hand legen. 
    Man sympathisiert mit den beiden Protagonisten Nadja und Viktor und ich bewundere sie für ihre Stärke und Mut in einer scheinbar ausweglosen Situation.
    Von der ersten bis zur letzten Seite Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau.
    Ich empfehle dieses Buch nicht nur Jugendlichen Lesern, sondern auch Erwachsenen.

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