Dawn Clifton Tripp Das Liebesspiel

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Inhaltsangabe zu „Das Liebesspiel“ von Dawn Clifton Tripp

1957: Jane Weld ist elf Jahre alt, als ihr Vater verschwindet. In der kleinen Stadt in Neuengland geht das Gerücht, der Ehemann seiner Geliebten Ada habe ihn aus Eifersucht getötet. Doch der Fall bleibt ungeklärt. Fast ein halbes Jahrhundert später bekommt die Suche nach der Wahrheit für Jane erneut Brisanz: Ihre Tochter Marne hat sich in einen von Adas Söhnen verliebt. Während sich die beiden jungen Leute näherkommen, treffen sich Jane und Ada jeden Freitag zu einer Partie Scrabble. Ein Katz-und-Maus-Spiel um unausgesprochene Worte und streng gehütete Geheimnisse beginnt

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  • Das Liebesspiel

    Das Liebesspiel

    KiraMinttu

    07. November 2016 um 10:40

    Ada und Luce. Luce und Ada. Vor vielen Jahrzehnten waren diese beiden Menschen für eine kleine Weile zusammen, wenn auch vor den Augen der Welt verborgen. Denn Ada gehörte zu Silas, der wiederum keinen Zweifel daran ließ, wie er mit Nebenbuhlern umzugehen gedachte. Als Luce plötzlich verschwindet und Jahre später bei Bauarbeiten ein Schädel mit Einschussloch gefunden wird, scheint das Rätsel um sein Abtauchen gelöst. Ist es das wirklich?Marne und Ray. Ray und Marne. Nichts spricht dafür, dass sie sich ineinander verlieben sollten. Denn Ray ist Adas Sohn, Marne die Enkelin von Luce. Außerdem ist Ray der beste Freund von Marnes Bruder Alex ("Vögele nie mit meinen Freunden!"), und gar nicht erwähnen möchte man Rays abstoßenden älteren Bruder Huck. Aber was sprach schon bei Ada und Luce dafür, und was kann man überhaupt dagegen tun?Dawn Tripp schreibt filigran, zart und behutsam. Wie Luftblasen tauchen neue Facetten an die Oberfläche der Geschichte, steigen am Leser vorbei und nehmen ihn mit in die Vergangenheit, bevor sie zerplatzen und ihn mit vielen Fragen in der Gegenwart zurücklassen. Die Autorin macht es dem Leser nicht leicht, in die Geschichte hineinzugleiten. Zeitsprünge und wechselnde Perspektiven veranlassen ebenso wie ihre sehr poetische Sprache immer wieder dazu, Absätze noch einmal zu lesen, zurückzublättern, innezuhalten."Das Liebesspiel" ist sicher kein Buch zum Nebenbeilesen. Es bietet nicht den gewohnten Spannungsbogen, läuft auf kein grandioses Finale hinaus. Stattdessen bleibt es dem Leser selbst überlassen, ob er all die kleinen Momente und Augenblicke, die Dawn Tripp ins Licht hält, zusammenfassen und sich am Gesamtbild berauschen möchte. Lässt man sich darauf ein, ist es ein Genuss, dieses Buch zu lesen - fehlt diese Muße, bleibt alles farblos.

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    Anni1609

    06. January 2013 um 12:14

    Anspruchsvoller Liebesroman Inhalt: Der Roman dreht sich um zwei Familien, die aufgrund eines knapp 50 Jahre zurück liegenden Mordes miteinander verbunden sind. Im Vordergrund steht dabei die Beziehung zwischen Marne, Enkelin des ermordeten Mannes, und Ray, Sohn der Geliebten des Ermordeten. Die weiteren Familienmitglieder sind mehr oder weniger in die Erzählungen verwoben. Aus verschiedenen Erzählperspektiven werden dem Leser Informationen aus Gegenwart und Vergangenheit anvertraut, die alle mehr oder weniger mit dem Mord in Verbindung stehen. Beurteilung: Grundlage des Romans ist ein weit zurück liegender Mord an Luce Weld, Vater von Jane und Großvater von Marne. In der Gegenwart stellen Jane, Marne und Ada Varick die Hauptfiguren dar. Ada Varick war die Geliebte des Ermordeten, Luce Weld. Aufgrund dieser Liebesbeziehung kam es nach Ansicht der Ortsansässigen zum Mord. Der genaue Mörder konnte nie ermittelt werden, Spekulationen gibt es Viele. Knapp 50 Jahre nach diesem Mord versucht die Autorin nun Licht in das Dunkel zu bringen. Dazu bedient sich die Autorin des Mittels eines häufigen Perspektivenwechsels. Zu Beginn der einzelnen Kapitel kann der Leser ersehen, aus welcher Perspektive die Erzählung geschildert wird. Die Gegenwart stellt dabei der 23. Juli 2004 dar. An diesem Tag treffen sich Jane und Ada zum Scrabblespiel, zumindest wird dem Leser dies über den Großteil des Buches vorgegaukelt. Die anderen Kapitel spielen dabei in der Vergangenheit zwischen 1957 und 2004. Interessant ist, dass ausschließlich Jane und Marne in der Gegenwart aus der Ich-Perspektive berichten. Alle anderen Personen und auch die Erzählungen aus der Vergangenheit sind in der 3. Person geschrieben. Damit hebt die Autorin diese beiden Personen, Jane und Marne, deutlich hervor und verleiht ihnen mehr Gewicht. Zu Beginn ist es für den Leser sehr schwierig, die Handlung nachvollziehen zu können. Aufgrund der doch eher poetischen Schreibweise, der ausufernden Schilderungen und Erzählungen und der vielen Gedankensprünge, ist es schwierig zu folgen und wirkt häufig ein wenig einschläfernd. Der Aufbau des Romans erscheint zunächst nicht logisch. Der Roman besteht vorwiegend aus zeitlichen Sprüngen und dem schnellen Wechsel der Erzählperspektiven. Zudem erschweren Sprünge zwischen Ich-Erzählern und Erzählern aus der 3. Person das Verstehen. Am häufigsten sind aber Schilderungen aus Sicht von Marne, die sich ausschließlich vom 03. Juni 2004 fortlaufend bis zum 23. Juli 2004 erstrecken, und aus Sicht von Jane, die in der Gegenwart ausschließlich am 23. Juli 2004 stattfinden. Das Ende des Romans ist eher offen gehalten. Allerdings sind alle Fragen, die sich der Leser während des Romans gestellt hat, geklärt. Neben Jane und Marne sind vor allem Ray, Huck, und Ada Varick und Luce Weld von größerer Bedeutung. Ray und Huck sind dabei Söhne von Ada Varick, mit unterschiedlichsten Charakteren. Huck ist deutlich älter als Ray und wird von der Autorin mysteriös dargestellt. Zudem scheint er ein Geheimnis zu verbergen, das es für den Leser aufzudecken gilt. Ray hingegen hat ein Auge auf Marne geworfen, die eine Annäherung von seiner Seite gerne erwidert. Der Hauptstrang der Handlung ist das Scrabblespiel zwischen Jane und Ada Varick am 23. Juli 2004. Von diesem Strang abzweigend ergeben sich die anderen Erzählungen, rund um die Vergangenheit der beiden Familien, gespickt mit vielen Informationen für den Leser, die zu einem besseren Verständnis führen. Die Dialoge erlebt der Leser häufig langatmig und aufgrund vieler Gedankensprünge der Erzähler, auch als verwirrend. Häufig werden die Sätze vom Erzähler nicht zu Ende gedacht und bleiben somit unvollständig stehen. Handlungsort ist ein entlegener, kleinerer Ort, der vor allem im Sommer als Touristenort fungiert. Im Winter sind die Einheimischen vor allem unter sich. Viele Einwohner leben von der Fischerei, die aufgrund des am Ort liegenden Flusses ausgeübt werden kann. Die Autorin hat sich bei diesem Roman eher für eine stark poetisch-lyrische Sprache entschieden, die dem Roman einen etwas altbackenen Teint verleiht. Die Sprache ist aufgrund schwerer Verständlichkeit sehr anspruchsvoll gewählt. Die Autorin verwendet häufige Gedanken-, Zeit-, Orts- und Personensprünge. Der Leser muss stets schnell umdenken und sich in neue Situationen einfinden. Die Satzlängen sind nicht signifikant lang oder kurz. Besonders zu Beginn liest sich dieser Roman eher zäh. Es fällt dem Leser eher schwer, die Handlung komplett verfolgen zu können. Vor allem durch die immens große Anzahl an Personen, die gleich zu Beginn vorgestellt werden, verliert der Leser leicht den Überblick. Zum Ende hin wird der Roman allerdings fesselnder und lässt sich flüssiger lesen. Das Ende des Romans ist nicht verblüffend. Auch wenn alle Fragen des Lesers beantwortet wurden, ist das Ende offen gehalten. Überraschungen sind wenige enthalten, allerdings hält der Roman ein paar interessante Wendungen und Informationen vor, die der Leser in dieser Art und Weise nicht erwartet. „Das Liebesspiel“ von Dawn Tripp ist in meinen Augen ein Liebesroman der anspruchsvollen Art, der mit sehr viel Poesie gespickt ist. Die Umschlagsgestaltung ist sehr gelungen, das Cover ist passend gewählt zum Roman. Das Bild mit dem Blick aus dem Fenster, hin zum Wasser, weist bereits auf eine eher ruhigere Erzählung und Geschichte hin. Der Roman ist erschienen im Hardcover und auf sehr festen Seiten gedruckt. Meiner Meinung nach ist das „Äußere“ rundum gelungen. Fazit: „Das Liebesspiel“ von Dawn Tripp zählt zur anspruchsvollen Literatur. Das Lesen ist nur möglich mit voller Aufmerksamkeit und Konzentration. Zunächst fällt es dem Leser ein wenig schwer, sich in den Roman hineinzudenken und der Handlung richtig zu folgen. Dies gelingt zunehmend im Laufe des Romans. Zum Ende hin wird die Handlung immer fesselnder und der Schreibstil erscheint dann auch ein wenig flüssiger. Alles in Allem ist der Roman lesenswert, sicher aber nicht als kurze Lektüre für zwischendurch!

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    Solifera

    11. August 2012 um 12:03

    1957, Jane ist gerade 11 Jahre alt, da haben ihr Vater Luce Weld und Ada Varick eine heimliche Liaison. Doch sie sind beide verheiratet. Ada's Mann findet es heraus und droht den beiden. Dann verschwindet Luce plötzlich und wird mit einem Loch im Kopf wieder gefunden. Was ist mit ihm geschehen? Hat Ada's Mann seine Drohungen wahr gemacht und ihn umgebracht? 2004 scheinen die beiden Familien immer noch irgendwie verbunden. Jane, Luce's Tochter, trifft sich mit Ada jede Woche zum Scrabble, einfach weil man sie eingeladen hat... oder hat sie noch andere Gründe? Alex, ihr Sohn ist mit Ray, Ada's jüngstem Sohn befreundet. Und nicht nur das. Obwohl Alex es verboten hat, scheint sich zwischen seiner Schwester Marne und Ray etwas anzubahnen, etwas verbotenes, was nicht sein soll und sein darf. Die Schreibweise des Romans ist so zauberhaft, leicht romantisch und poetisch, dass man sich einfach nur davon träumen möchte. Man verfolgt mehrere parallel verlaufenden Handlungsstränge in Gegenwart und Vergangenheit, erfährt so manch geheime Details. Jedoch waren gerade auch die vielen parallelen Erzählzeiten teils verwirrend. Auch das Scrabble-Spiel von Jane und Ada zu verfolgen war nicht recht spannend. Das Buch ist definitiv eher anspruchsvoll und man sollte es nicht einfach so "weglesen", sich einen ruhigen Moment nehmen und sich von der Magie und dem Zauber, den es umgibt, mitnehmen lassen. Ein einfühlsamer, wenngleich nicht immer spannender, Familien-Liebesgeschichten-Thriller!

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. June 2012 um 14:30

    Inhalt: Die Geschichte dreht sich um zwei Familien, die auf eine schreckliche Art und Weise miteinander verbunden sind. Luce und Ada haben eine Affäre. Doch als Adas Mann Wind davon bekommt, droht er, Luce zu töten. Auf einmal verschwindet Luce und einige Zeit später wird sein Schädel mit einem Einschussloch gefunden. Der Großteil der Geschichte dreht sich um Jane, Luces Tochter. Sie spielt regelmäßig Scrabble mit Ada, obwohl sie die Wahrheit über ihren Vater kennt. Zwischen Janes´ Tochter Marne und Adas Sohn Ray beginnt eine Liebesgeschichte. Die Familien sind durch einen Mord und eine Liebesgeschichte der nächsten Generation miteinander verbunden.. Meine Meinung: Das Buch ist sehr anspruchsvoll und auf keinem Fall eine leichte Kost. Es hat mich leider kaum in seinen Bann gezogen. Ich musste mich zwischendurch durch die Kapitel quälen. Die Geschichte wird immer wieder aus einer anderen Sichtweise erzählt und wechselt dauernd zwischen Vergangenheit und Gegenwart und Personen. es war zwischendurch auch sehr verwirrend. Ich musste mich schon sehr konzentrieren, um ein paar Antworten auf meine fragen zu finden. Ein großter Teil der Geschichte spielt in der Gegenwart, in der Ada und Jane zusammen Scrabble spielen, was eher schon etwas langweilig war. Von mir gibt es deshalb leider nur 3 Sterne.

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    irismaria

    21. May 2012 um 19:54

    Titel und Coverbild sprechen mich nicht besonders an - blasse Farben, ein Fenster, eine Blumenvase - das reizt mich nicht besonders. Die Geschichte beginnt 1957 in Amerika, es geht um Luce und Ada, die ein Verhältnis haben. Dialoge, Beschreibungen der Szene, Dawn Tripp erzählt ruhig und behutsam, mit vielen Gedankenstrichen, die Raum für eigene Vorstellungen lassen. Dann ein Zeitsprung ins Jahr 2004: nun erzählt Marne, Luce´s Enkel die Geschichte weiter, erzählt, dass Luce 1957 ermordet wurde und Ada schuld war, trotzdem hat sich Marnes Mutter mit Ada angefreundet - man ahnt schon, dass es hier um zwei Familien geht, deren Schicksal miteinander verbunden ist. Dann erfährt man, dass sich Marne in Adas Sohn verliebt - ob das gut gehen kann? Die Geschichte entwickelt sich durch die einzelnen Kapiteln und die vielen Zeitsprünge nicht richtig, die Personen kommen nicht gut rüber, Spannung entsteht kaum. Mir haben die Kapitel, in denen Ada und Jane, die Tochter des Ermordeten, Scrabble spielen, am besten gefallen, aber insgesamt hat mich das Buch nicht überzeugen können. Der erste Eindruck vom Cover hat sich doch bewahrheitet. Ich hatte eine tiefgehende Geschichte über Liebe, Hass und Freundschaft erwartet, aber leider nicht bekommen.

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    TrollMutti

    20. May 2012 um 22:44

    Langweiliges Spiel Die Verknüpfung zweier Familien durch eine Affäre und einen Mord in der Vergangenheit. In der Zukunft ist es die Liebe zweier Menschen und Scrabble-Partien. Der Klapptext ist vielversprechend und der Plot könnte zu einer fesselnden und sprachlich faszinierenden Geschichte ausgebaut werden. Könnte. Nach und nach lernt der Leser die Mitglieder der beiden Familien kennen. Nach einigen Seiten schafft man es auch sich die einzelnen Verbindungen zu merken. Mit jedem Kapitel wartet man auf DIE Wendung oder Offenbarung, doch leider habe ich bis zum Schluss vergebens gewartet. Die Geheimnisse sind irgendwie zu offensichtlich und nicht sonderlich skandalös. Die einzelnen Familienmitglieder sind jeder auf seine Art unsympathisch. Irgendwie fand ich jede einzelne Person unangenehm, naiv oder einfach nur merkwürdig (nicht auf die witzige angenehme Art). Und mit jeder Seite findet man die Familien nur noch abstoßender. Der Schreibstil ist eine Kombination zwischen moderner Lyrik und einem klassischen ruhigen Roman. Zwar braucht man ein wenig für den Einstieg, aber dann wird es recht angenehm zu lesen. Viele Passagen sind rein stilistisch wirklich gut gelungen. Die Art, wie die Autorin mit der Sprache spielt und einige Dinge sehr versteckt ausdrückt, finde ich sehr spannend. Dennoch tröstet die gute Schreibweise nicht über die doch langweilige Geschichte hinweg. Vielleicht habe ich auch nach der Ankündigung zu viel erwartet, aber dieses Buch ist nur vom Schreibstil her gut. Die Geschichte hätte viel mehr Potenzial. Für kleine Scrabble-Tipps ist es aber umso besser :-) Ein Buch, dass man zwar lesen kann (vor allem, weil es recht kurz ist), aber nicht muss.

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    Haveny

    19. May 2012 um 16:19

    Klappentext: 1957: Jane Weld ist elf Jahre alt, als ihr Vater Luce verschwindet. Niemand in ihrer kleinen Stadt in Neuengland weiß, was mit ihm geschehen ist, bis man drei Jahre später in einer Kiesgrube seinen Schädel mit einem Einschussloch findet. Es geht das Gerücht, der Ehemann von Luce’ Geliebter Ada habe ihn aus Eifersucht getötet. Fast ein halbes Jahrhundert später ist Jane noch immer auf der Suche nach der Wahrheit. Besondere Brisanz bekommt diese Suche, weil sich Janes Tochter Marne unerwartet in einen von Adas Söhnen verliebt hat. Während sich die beiden jungen Leute näherkommen, treffen sich Jane und Ada jeden Freitag zur einer Partie Scrabble, die sich zu einem Katz-und-Maus-Spiel um die unausgesprochenen Worte und streng gehüteten Geheimnisse des Ortes entwickelt. Die letzte Partie der beiden Frauen gerät zu einem Ringen – um die Antwort auf die Frage, wie viel Wahrheit die Liebe erträgt. Rezension: Ich muss wirklich sagen, dass mich das Buch positiv überrascht hat, da ich ihm anfangs eher etwas kritisch gegenüber gestanden habe. Denn der Inhalt sprach mich schon auf gewisse Weise an und auch den Schreibstil der Autorin empfand ich als gut, doch das Cover hat mich etwas abgeschreckt. Jedoch empfand ich an dem Cover als ich das Buch schließlich erhalten habe nichts, außer den Balken mit dem Namen des Verlags auf der Vorderseite, als störend, wenn das Cover auch etwas besser hätte sein können. Die Geschichte hat mich ehrlich gesagt wirklich gefesselt und auch die zitierten Stellen aus verschiedensten Gedichten und Büchern dazwischen fand ich beim Lesen wirklich gut gewählt. Auch gut fand ich, dass die Autorin die Geschichte aus unterschiedlichen Sichten schreibt und relativ oft zwischen diesen hin und her wechselt, wodurch meiner Meinung nach die Story noch um einiges verständlicher geschildert wird. Jedoch gab es an manchen Stellen bei mir auch Verständlichkeitsschwierigkeiten. Dies kam aber nur bei manchen Zeitsprüngen vor, denn an ein paar dieser Stellen verlor ich wirklich den Überblick und war mir dann wirklich nicht mehr klar darüber, geht es nun um die Gegenwart oder die Vergangenheit. Jedoch muss ich auch anmerken, dass die Autorin bei größeren und vor allem auch längeren Zeitsprüngen dies immer unter ein neues Kapitel gestellt hat, bei kurzen Stellen aber leider nicht. Insgesamt kann ich nur sagen die Story ist fesselnd und ich wollte wirklich unbedingt wissen, ob die Beziehung zwischen Marne und Ray eine Chance hat. Außerdem wollte ich unbedingt noch mehr über den Mord an Jane`s Vater wissen. Das Ende dieses Buches fand ich auch in vielerlei Hinsicht gut, da es die ganze Geschichte eigentlich schön abrundet und man sich nur denkt, was für ein schönes Ende. Andererseits lässt sie die Geschichte auch etwas offen, sodass sich jeder selbst seine Meinung bilden kann, wie es weitergeht, was ich bei den meisten Büchern eigentlich nicht wirklich besonders prickelnd finde. Hier jedoch ist es meiner Meinung nach völlig passend.

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    kissing_rose

    17. May 2012 um 11:22

    Wenn Liebe Generationen überdauert… Ada und Luce haben eine Affäre bis Luce 1957 umgebracht wird. Jahrzehnte später beginnt Ray, Adas jüngster Sohn, Marne, Luces Enkelin, schöne Augen zu machen. Doch das Geheimnis der beiden Familien lastet stets schwer auf ihren Schultern... „Das Liebesspiel“ ist mit Sicherheit kein schneller oder actionreicher Roman. Er fängt zunächst mit Spannung an und flacht daraufhin kurzzeitig wieder ab. Man muss sich in die Handlung fallen und sich ganz von ihr einnehmen lassen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man sich schnell langweilt. Schafft man es jedoch, sich vollkommen auf den Roman einzulassen, dann wird man nicht enttäuscht. Die zu Beginn aufgebaute Spannung kommt immer wieder zum Vorschein. Geheimnisse werden gelüftet und die Neugier immer wieder geweckt. Dawn Tripp schafft es einfach, aber gleichzeitig unglaublich poetisch zu schreiben. Der Roman ist in mehrere Teile gegliedert, die wiederum in verschiedene Kapitel unterteilt sind, die aus verschiedenen Perspektiven und auch Zeiten geschildert werden. So passiert es, dass man mit den Figuren in die Vergangenheit reist und herausfindet, warum sie so handeln, wie sie handeln. Dadurch ist einem so ziemlich jeder Charakter sympathisch und man fühlt sich ihm nahe, fast so, als würde man ihn schon Jahre kennen. Die Eigenheiten der Figuren sind nachvollziehbar und geben ihnen Ecken und Kanten, die in manch anderen Romanen schlichtweg fehlen. Insgesamt ist „Das Liebesspiel“ ein wunderschöner und ergreifender Roman, dem man unbedingt eine Chance geben sollte. Hat man die Schwelle erst einmal überwunden, dann möchte man den Roman nicht mehr aus den Händen legen! Denn eine Liebe, die Generationen überdauert, muss einfach ewig halten.

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    LeseMaus

    09. May 2012 um 22:15

    *Der erste Satz:* _„Erzähl, sagt sie.“_ *Das Äußere:* Man sieht aus dem Fenster auf eine Dünenlandschaft und das Meer. Ein wunderschönes Cover für das gebundene Buch, das für mich Gelassenheit und Ruhe versinnbildlicht. Leider hat sich genau das ein bisschen zu sehr im Roman durchgesetzt – aber dazu gleich mehr. *Das Innere:* Marne kehrt nach Jahren zurück nach Hause zu ihren Eltern. Anlass war ein Anruf ihres Bruders Alex. Dort angekommen, versucht sie ihren Platz in der alten, bekannten Umgebung zu finden, und verliebt sich dabei in Ray, den besten Freund ihres Bruders. Doch die Familie der beiden verbindet noch mehr, denn Marnes Großvater Luce hatte früher eine Affäre mit Rays Mutter. Eines Tages war Luce verschwunden – erst Jahre später wurde sein Schädel aufgefunden. Welches Geheimnis sein Tod umgibt und wie die familiären Bande auch heute noch fortwirken, schildert Dawn Tripp in diesem Roman. *Das Wesentliche:* Ich falle direkt mal mit der Tür ins Haus, indem ich sage, dass mir der Roman leider nicht so recht gefallen hat. Der Grund dafür ist, dass ich die ganze Zeit über nicht so recht mit den Charakteren warm geworden bin. Da ist zum einen Marne, die aus Gründen in ihre alte Heimat zurückkehrt, die sich mir beim Lesen leider nicht erschlossen haben. Ich will nicht ausschließen, dass ich den Grund von Alex‘ Anruf bei Marnes einfach überlesen habe. Sie lebt nun wieder bei ihren Eltern – doch man lernt zu Beginn nur ihre Mutter Jane kennen. Marnes Vater wird zwar am Rande erwähnt, spricht sein erstes Wort jedoch erst etwa zur Hälfte des Buches. Möglicherweise auch hier ein stilistisches Mittel, dessen Sinn ich nicht verstanden habe: vielleicht soll es bedeuten, dass die Frauen die dominierenden Personen in beiden Familien sind. Marne verliebt sich in Ray, und dieses Gefühl beruht durchaus auf Gegenseitigkeit. Dennoch machen sich beide vorrangig irgendwie gegenseitig das Leben schwer. Ihre Mütter haben jedenfalls auch an der Situation zu knabbern, da beide Familien ja schon einmal auf verhängnisvolle Art und Weise miteinander verbunden waren. Marnes Mutter Jane ist sehr gut bekannt mit Ada, der Frau, die in jüngeren Jahren eine Affäre mit ihrem Vater hatte. Sie trifft sich mit ihr regelmäßig zum Scrabble-Spielen. Dieses Spiel erscheint mehr wie ein Schachspiel: jeder Zug will überlegt sein, alle Möglichkeiten müssen ausgelotet werden, dabei sind bestimmte Grenzen zwischen den beiden jedoch nicht zu überschreiten. Jane versucht dabei auf ihre Art herausbekommen, was mit ihrem Vater geschehen ist. Es gab Gerüchte im Ort, dass Adas Mann dahinter stecken könnte – doch Ada scheint davon nichts zu wissen. Die Rückblenden in die Vergangenheit fand ich im Gegensatz zu den Textpassagen, die in der Gegenwart spielen, wesentlich spannender. Hier war einfach mehr Inhalt, mehr Handlung, und hier hat mir Dawn Tripp dann auch erzähltechnisch gut gefallen. So erfährt man in diesen Rückblenden einiges über Janes Jugend, und auch mehr über die Kindheit und Jugend von Huck, einem weiteren der vier Söhne Adas, der Marne in der Gegenwart auch immer mal wieder über den Weg läuft. Tripp verwendet eine bildhafte Sprache, arbeitet mit kurzen Sätzen und Aufzählungen. Ein Beispiel: _„Der Wald nun: blau. Diesseits des Abends. Die lang gewordenen Schatten der Bäume winden sich durch den Garten. In der Küche klingelt die Eieruhr.“_ [Seite 245] Einige dieser malerischen Sätze habe ich mir markiert, denn für solche Beschreibungen bin ich durchaus zu haben. Leider hat der lesetechnische Genuss von Dawn Tripps Schreibstil für mich jedoch nicht die recht zähflüssige Handlung aufgewogen. Am Ende werden aber tatsächlich einige interessante Geheimnisse aufgedeckt. Das langsame Hinführen zu diesen Erkenntnissen war für mich aber einfach nicht spannend genug. *Das Fazit:* In diesem Buch ist die Geschichte für mein Empfinden ohne wahre Höhen und Tiefen dahingeplätschert. Daher konnte mich der Roman leider gar nicht fesseln. Freunde von Familiengeheimnissen, die sich erst nach und nach in verschiedenen Rückblenden dem Leser offenbaren, finden aber vielleicht Gefallen daran. *Die Bewertung:* Zwei von fünf Sternen

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    olifant

    09. May 2012 um 14:34

    Geheimes Spiel - Spiel mit Geheimnissen Ihr Mann, die Drohung, ihr Tonfall..., sollten eine Warnung darstellen für Luce Weld, der 1957 eine Affaire mit der verheirateten Ada Varick hatte. Drei Jahre später wird sein Schädel aufgefunden, mit einer Schussverletzung. Doch niemand in der Kleinstadt in New England hat etwas gehört oder gesehen, dennoch fällt der Verdacht auf Adas eifersüchtigen Ehemann Silas. 50 Jahre später beginnt Luces Tochter Jane zu recherchieren, nicht ahnend dass ihre Tochter Marne bereits dem Charme eines von Adas Söhnen erlegen ist und die Geschichte sich zu wiederholen scheint. Außerdem hat sie irgendwie Frieden geschlossen mit Ada, mit der sie sich zu endlosen Scrabble-Spieleabenden trifft, und die sie zu schätzen lernt. Dawn Tripp macht den Leser neugierig auf die zu lüftenden Geheimnissse - der englische Titel "Game of secrets" transportiert dies vielleicht etwas weniger kitschig und eher mysteriös. Wie beeinflusst die Vergangenheit die Gegenwart und was verbindet und trennt die beiden Familien gleichermaßen? Wie gut kennt man seinen Nächsten wirklich? Und wie verbinden sich die verschiedenen Charaktere, Perspektiven und Zeitebenen zu einem sinnstiftenden Mosaik? Durch viele Zeit- und Perspektivsprünge konnte ich mich auf keine der Figuren richtig einlassen, da ständig jemand anderes erzählt hat und man schnell den Überblick verlieren kann. Ebenso wechseln die Jahresrückblenden häufig hin und her. Ich habe für dieses Buch sehr lange gebraucht, da sich kein Spannungsbogen entwickelte. Es kommt zu keinen wirklichen Wendungen oder Auflösungen, das Buch plätschert so vor sich hin ohne einer festen Struktur zu folgen. Die endlosen Beschreibungen der Scrabblespiele und Bepunktung der Wörter haben mich schnell gelangweilt und den Lesefluss gestört. Ich lese gerne Krimis und Familiengeschichten, aber diese lässt sich weder als das eine noch als das andere einordnen. Für meinen Geschmack beantwortet Dawn Tripp zu wenige der aufkommenden Fragen, die sich beim Lesen stellen, das Buch bleibt ohne Höhe- und Wendepunkt. Ein Liebes-Thriller ist es für mich keinesfalls, eher ein Entwicklungsroman der Figuren Jane und Ada.

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    nasa

    02. May 2012 um 09:56

    "das liebesspiel" erzählt eine familientragödie die zwei familien betrifft. da ist die familie um luce weld und die um ada varick. luce und ada haben eine affäre miteinander bis luce plöztlich verschwindet. drei jahre später findet man seinen kopf in einer kiesgrube mit einem einschussloch. vom mörder fehlt aber jede spur. allerdings munkelt man im dorf das adas eifersüchtiger ehemann silas luce umgebracht hat. viele jahre später sind jane (luces tochter) und ada gute freundinnen und ihre erwachsenen kinder marne (janes tochter) und ray (adas sohn) fangen an sich inneinander zu verlieben. man bekommt den eindruck als wären sich beide nicht einig was sie wollen auch durch die vergagenheit ihrer familien. das buch war teilweise schwer zu lesen da ständig in den zeiten gewandert wurde. die hauptzeiten sind 1957, 1962 und 2004. zudem wechselt die autorin auch immer die sicht des erzählers. mal ist es jane dann wieder marne. allerdings liest man auch einige kapitel von huck und luce. zudem wird auch immer zwischen dem erzählstil gewechselt.mal in der ich person und wieder in der dritten. dadurch wird das buch stellenweise sehr langatmig und langweilig. manchmal ist es mir schwer gefallen weiter zu lesen. dann gab es aber stellen die sich so gut lesen liesen das man nicht mehr aufhören konnte. was mich am meisten gestört hat waren die einzellnen wörter im text vom scrabbel spiel die völlig sinnlos im raum rumstanden und nichts mit der geschichte zu tun haben. zu allendem kommt noch hinzu das die autorin viele sachen nur andeutet und am ende offen lässt. auch weiß am ende der leser nicht was die autorin mit diesem buch bezweckt hat. am ende sind alle hauptdarsteller des buches noch genauso unwissend wie am anfang. für den leser eher unzufrieden stellend.

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    Curculio

    01. May 2012 um 17:22

    1957 verschwindet Luce Weld scheinbar spurlos. Er hatte eine Affäre mit Ada Varick, deren Mann Silas scheinbar davon Wind bekommen hat. Luces Tochter Jane ist gerade einmal 12 Jahre alt, als ihr Vater verschwindet. Jahre später wird bei Bauarbeiten ein Schädel mit einem Einschussloch gefunden, keiner zweifelt daran, dass es sich dabei um Luces Schädel handelt. Etliche Jahrzehnte später wird Marne, Janes Tochter, von ihrem Bruder zu ihren Eltern zurück geholt. Eine Pflicht, die sie schnell hinter sich gebracht haben will. Aber auch für sie spielt die Vergangenheit eine größere Rolle, als sie wahrhaben will. Während Marne sich in Adas Sohn Ray verliebt, bestreiten Jane und Ada ihre letzte Partie Scrabble, in denen es um Antworten geht und um die Vergangenheit. . Bei diesem Buch bin ich hin und her gerissen. Auf der einen Seite ist der Schreibstil wirklich wunderschön, wenngleich auch anstrengend und manche Stellen sind unglaublich berührend. Auf der anderen Seite ist da aber diese Handlung. Es geht sehr langsam los, die Geschichte entwickelt sich sehr ruhig einmal im Jahr 2004, mit der letzten Scrabble-Partie zwischen Jane und Ada und der langsamen Annährung zwischen Marne und Ray. Eingeflochten sind immer wieder Rückblicke in Janes Jugend, die manche Geschehnisse näher beleuchten sollen. Es geht vor allem um Jane und Ada, aber auch um Marne, die versucht ihre Mutter zu verstehen und ihren Platz im Leben zu finden. Diese verschiedenen Sichtweisen halten ein paar mehr oder weniger überraschende Geheimnisse bereit, die nach und nach aufgedeckt werden. Wie schon gesagt, fand ich die Sprache wunderschön, sinnlich und ätherisch. Auf der anderen Seite ist diese Sprache aber auch sehr anstrengend, schwermütig, melancholisch. Auch jenseits der Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, schweift die Handlung immer wieder ab zu Erinnerungen, Gedanken, sodass es mir verbunden mit dem anstrengenden Sprachstil, schwer gefallen ist der Handlung zu folgen. Es gibt so viele Andeutungen, verwirrende Satzkonstruktionen, so viel zwischen den Zeilen zu lesen, dass man nur sehr langsam vorankommt. Auch das Ende ist relativ offen gestaltet und lässt viel Freiraum für Interpretationen, wie ein großer Teil des Romans. Vieles wird hierbei nur angedeutet. Einerseits konnte ich nicht sehr lange am Stück in dem Roman lesen, andererseits hat es mich immer wieder zu der Geschichte um Jane, Ada und auch Marne gezogen, sodass ich doch immer weiter gelesen habe. Es gibt sicherlich Leute, die diese ätherische und sinnliche Erzählweise, diese gedankenverlorene, verwobene und melancholische Handlung zu schätzen wissen, mir war es allerdings etwas zu viel. Wer einen den angekündigten Liebesthriller erwartet, wird wohl bitter enttäuscht sein. In dieser Geschichte konnte ich keine Thrillerelemente ausmachen. Auch die Liebesgeschichte läuft nur im Hintergrund ab. Im Vordergrund stehen einzig und allein die Familiengeheimnisse, die ein halbes Jahrhundert in die Vergangenheit reichen und der Umgang mit ihnen. . Fazit: Alles in allem bin ich sehr zwiegespalten. Der Schreibstil ist zwar wunderschön und poetisch, wird auf Dauer allerdings auch ziemlich anstrengend. Die vielen Abschweifungen in der Handlung machen es ebenfalls ziemlich schwer der Geschichte zu folgen. Einen Thriller darf man nicht erwarten, eine Liebesgeschichte kommt auch nur am Rande vor, vordergründig geht es um Familiengeheimnisse, die teilweise Jahrzehnte zurückliegen. Vieles wird nur angedeutet und dem Leser somit selbst überlassen.

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    IraWira

    28. April 2012 um 23:49

    Das Buch "Das Liebesspiel" hat mir gut gefallen. Es hat allerdings wenig mit der Art Buch zu tun, die einem als Erstes in den Sinn kommt, wenn man den Titel liest, dadurch wäre mir dieses schöne Buch fast entgangen, weil ich erst gar nicht reinlesen wollte. Es ist ganz klar kein Liebesroman, auch wenn es immer wieder um die Liebe geht, die die Familien von Ada und Luce, bzw. Marne und Ray miteinander verbindet. Die Handlung wird durch das Scrabble-Spiel zusammengehalten, das Jane und Ada jeden Freitag seit Jahren schon miteinander spielen. Ursprünglich waren noch zwei weitere Frauen dabei, aber im Laufe der Jahre hat sich der Kreis stark gelichtet. Jane und Ada sind als Letzte übrig geblieben - Jane, die Tochter des verschwundenen Luce Weld, dessen Schädel irgendwann mit einem Einschussloch aufgefunden wurde und Ada, seine ehemalige Geliebte, deren Mann gedroht hatte, Luce und sie umzubringen. Das Spiel ist eine Fassade, im Hintergrund geht es seit Jahren immer nur um die eine Frage, die eine Information, die nie wirklich ausgesprochen wird, die aber hinter allem steckt und das Leben beider Familien überschattet: Wer hat Luce damals umgebracht? Weiß Ada, wer hinter dem Mord steckt? Im Laufe des Buches wird dem Leser immer deutlicher, wie untrennbar diese beiden Familien durch das Geschehen damals miteinander verwoben sind, viel mehr, als ihnen selbst meist bewusst ist. Auch Marne und Ray, die Kinder von Ada und Jane sind von den ganzen Verwicklungen beeinflusst und wissen nicht, wie sie zueinander finden sollen. Mir gefiel das Buch, allerdings muss man schon recht aufmerksam lesen, da die Kapitel nicht nur jeweils aus Sicht der verschiedenen Personen geschrieben sind, sondern sie springen auch noch in der Zeit, daran musste ich mich erst einmal ein wenig gewöhnen, ein genauer Blick in die Kapitelüberschrift ist meist recht lohnenswert. Ich werde allerdings nie verstehen, wer sich den deutschen Titel ausgedacht hat, da dieser im Gegensatz zu "Game of Secrets" überhaupt nicht zu dem Buch passt und für mein Empfinden völlig falsche Erwartungen weckt. Dieses ruhige und lesenwerte Buch, das sich auch mit Liebe, aber auch mit Verlust und Trauer und dem Wunsch nach Wissen, nach der Wahrheit auseinandersetzt, ist kein Liebesroman und wird vermutlich bei wenigen, die einen wirklichen Liebesroman lesen wollen, gut ankommen. Allerdings kann ich mit der Bezeichnung "Liebesthriller" auch nicht wirklich etwas anfangen, auch mit einem Thriller hat dieses Buch meiner Meinung nach wenig gemeinsam.

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    Xirxe

    27. April 2012 um 09:49

    'Das Liebesspiel' ist eine Art Familiengeschichte, die durchaus shakespearsche Ausmaße annimmt, je mehr sich der Nebel um die Geschehnisse in der Vergangenheit lichtet. Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive der vier Hauptpersonen: Luce, der 1957 verschwindet und dessen Schädel drei Jahre später mit einem Einschussloch aufgefunden wird. June, Luces Tochter, die bei seinem Verschwinden 11 Jahre alt war. Marne, Junes Tochter, die 2004 wieder in ihr Heimatdorf zurückkehrt aufgrund eines Anrufes ihres Bruders, der sich Sorgen um ihre Mutter macht. Und Huck, der Sohn von Ada, der früheren Geliebten Luces. Niemand weiß, wie Luce damals umkam, aber alle vermuten, dass es Adas brutaler Ehemann Silas war, der ihn aus dem Weg räumte. Auch um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, spielt June bereits seit einigen Jahren regelmäßig Scrabble mit Ada und 2004, nach der Rückkehr Marnes, wird manches klarer. Doch dies ist nicht das einzige Geheimnis, was diese Personen miteinander verbindet. Immer mehr Beziehungen werden offengelegt und es wird immer deutlicher, weshalb sie so und nicht anders handeln konnten. Marne verliebt sich zudem in Adas jüngsten Sohn Ray, was nicht ohne Komplikationen vonstatten geht. Macht man sich die Mühe, das Buch nach dem ersten Lesen nochmal durchzublättern (oder vielleicht sogar ein zweites Mal zu lesen), wird man mit dem Wissen um das Geschehene vermutlich viele der Ereignisse mit einem 'Aha' oder zustimmenden Kopfnicken begleiten, denn diese erschließen sich erst jetzt voll und ganz. Hört sich ja alles ganz gut an, warum dann aber nur zwei Sterne? Weil es einem die Sprache von Dawn Tripp wirklich schwer macht, dabei zubleiben. Die Autorin hat eine Vorliebe für poetische Formulierungen, schießt jedoch häufig über's Ziel hinaus. 'Augen trocken wie Steine', 'Wie kratzende Nägel in der eigenen schorfig-süßen Mitte', 'sein Ellbogen wie ein Flüstern', 'Er liebt sie...wie man vielleicht nur einen verwässerten Himmel lieben kann' - Ausdrücke, die entweder im Widerspruch zum vermittelten Inhalt stehen oder einfach nur unverständlich sind. Und je weiter man liest, umso häufiger tauchen solche Forumulierungen auf. Ich hatte immer öfter das Gefühl, dass es weniger um den Inhalt ging, sondern mehr um die Sprache an sich. Je literarischer und poetischer, umso besser. Schade, das hat mir das Lesen wirklich vermiest. Denn die Geschichte an sich ist richtig gut.

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  • Rezension zu "Das Liebesspiel" von Dawn Clifton Tripp

    Das Liebesspiel

    walli007

    22. April 2012 um 08:49

    Scrabble, ein Spiel zum Träumen Lange hat Marne in Kalifornien gelebt, doch seit ein paar Monaten ist sie zurück in ihrem Elternhaus. Ob das eine Zwischenstation ist oder ob sie bleiben wird, sie weiß es noch nicht. Was sie weiß: Ray ist ein sehr anziehender Typ. Aber er ist auch der Sohn Adas, die einmal ein Verhältnis mit Marnes Großvater hatte. Wie kann es da sein, dass Jane, Marnes Mutter, und Ada seit Jahren einträchtig einmal in der Woche Scrabble spielen. Luce, so hieß Marnes Großvater, war verschwunden. Erst Jahre nach seinem Verschwinden wurde ein Totenschädel mit einem Einschussloch gefunden. Ist das das Einzige, was von Luce geblieben ist und wer kann ihn getötet haben. Beim Lesen folgen wir den Gedanken verschiedener der handelnden Personen. Hauptsächlich sind es Jane und Marne, die zu Wort kommen. Doch auch noch ein paar weitere Akteure tragen zum Fortgang der Geschichte bei und öffnen ihre Innenwelt. Wie unterschiedlich eine Situation von unterschiedlichen Menschen wahrgenommen werden kann. Marne scheint sehr bindungsscheu und hinter ihren Möglichkeiten zurück geblieben. Dennoch wirkt sie zufrieden, ohne den Ehrgeiz etwas zu erreichen, vielleicht will sie nur ihr kleines Glück. Jane scheint ganz in ihren Gedanken versunken, der Welt entrückt. Doch das nicht völlig aufgeklärte Schicksal ihres Vaters bohrt in ihr. Wird Ada das Geheimnis enthüllen können. Für ein paar Tage des Juni 2004 begleiten wir die Protagonisten, erhalten eine verschwommene Aufklärung der Vergangenheit. Doch bleibt die Lebensgeschichte von Mutter und Tochter seltsam verworren wie hinter einem Schleier verborgen. Als könnten die beiden ihre eigenen Innenansichten nicht zu einem stimmigen Bild fügen. Zwar versöhnlich, aber wie aus der Zeit gerissen, der Schluss. Da hilft auch der treu im Hintergrund wirkende Vater nicht. Schöner ist da die Stimmung des Frühsommers, der Wind, der die Haare zerzaust. Die am Knie zerrissene Jeans.

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