Dayton Ward , Kevin Dilmore Star Trek – Vanguard 4

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Inhaltsangabe zu „Star Trek – Vanguard 4“ von Dayton Ward

Auf Sternenbasis 47 übernimmt ein neuer Kommandant die Führung – während sich sein Vorgänger vor Gericht verantworten muss. Unterdessen kämpft die Geheimdienstoffizierin der Station um ihr Leben und ihren Verstand, während die Spannungen mit den Klingonen zu einem offenen Krieg eskalieren.

Nicht ganz so gut wie die anderen Vanguard-Romane, aber trotzdem sehr lesenswert.

— Ameise

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  • Rezension zu "Star Trek – Vanguard 4" von Dayton Ward

    Star Trek – Vanguard 4

    Ameise

    Der mittlerweile vierte Teil der tollen "Vanguard"-Reihe erzählt die vielen begonnenen Handlungsfäden der Vorgänger nahtlos weiter. Nach dem Verschwinden des Jinoteur-Systems scheint die Gefahr durch die Shedai für das erste gebannt. Commodore Diego Reyes muss sich vor Gericht verantworten, während Admiral Nogura das Kommando über die Raumstation 47 bzw. Vanguard übernimmt. Dr. M'Benga kümmert sich derweil um T'Prynn, die am Ende des dritten Romans ins Koma fiel. Gemeinsam mit Tim Pennington bringt M'Benga seine Patientin nach Vulkan, wo eine unorthodoxe Behandlung durch einen vulkanischen Heiler ihr helfen könnte. Außerdem schafft es Ming Xiong schon wieder, in Schwierigkeiten zu geraten: Diesmal wird er von den Klingonen entführt, die sich von dem jungen Wissenschaftler neue Erkenntnisse über das Meta-Genom erhoffen... Die Inhaltsangabe lässt es schon vermuten: Auch im vierten Teil wird die Handlung an vielen Schauplätzen vorangetrieben, was man vielleicht schon als Markenzeichen der Serie sehen kann. Trotz der vielen kurzen Kapitel, die meist nur ein paar Seiten lang sind, und den anschließenden Szenenwechseln kommt "Offene Geheimnisse" meist sehr ruhig daher. Nachdem besonders die Teile 2 und 3 ein unglaublich hohes Tempo mit viel Action und Spannung an den Tag legten, schalten die Autoren hier ein paar Gänge zurück und lassen erstmal ein wenig Ruhe einkehren. An sich ist diese Vorgehensweise sehr lobenswert, aber die vergleichsweise handlungsarme Geschichte hätte locker auch mit weniger Seiten auskommen können. Es ist zwar interessant, das Gerichtsverfahren um Commodore Reyes mitzuverfolgen, aber spannend ist es nicht, zumal man wenig Neues über seinen Charakter erfährt. Genauso ist es auch mit T'Prynn: Die Szenen auf Vulkan haben zweifellos ihren Reiz, aber eine T'Prynn, die fast den ganzen Roman über im Koma liegt, kann auf Dauer nicht fesseln. Aber wenigstens wird sie ENDLICH mal von der bösartigen Katra ihres Verlobten Sten befreit. (Hey, Spoilervorwürfe sind unfair - irgendwann musste es ja mal passieren!) Nachdem sich der innere Kampf T'Prynn vs. Sten über alle vier Romane hinzog, ging mir dieses dauernde "Unterwirf dich!" (bzw. "Unterwerfe dich!", wie es im zweiten Roman in eigenwilligem Deutsch hieß), ziemlich auf den Geist. Ich bin gespannt, wie es mit der katralosen Vulkanierin weitergeht! Der größte Wermutstropfen für mich persönlich war aber die fast vollständige Abwesenheit von Cervantes Quinn. Dieser liebenswerte Verlierer war von Anfang an meine Lieblingsfigur bei den Vanguard-Romanen und tauchte hier nur mal kurz in einem einzigen Kapitel auf - und dieser Roman hat ganze 60 Kapitel! Durch die tollen Vorgängerromane wurde die Messlatte sehr hoch gelegt, an die der vierte Teil nicht ganz heranreichte. Trotzdem ist "Offene Geheimnisse" weit davon entfernt, nur durchschnittlich zu sein. Man staunt immer wieder, mit welcher Leichtigkeit die Autoren es schaffen, die Ereignisse dieses Romans in das "offizielle" Star Trek-Universum einzufügen. Das Auftauchen von "realen" Figuren aus TV-Folgen und Kinofilmen wie dem oben erwähnten Dr. M'Benga, Dr. Carol Marcus oder dem Klingonen Chang sorgt einerseits für eine gewisse Vertrautheit und gibt andererseits diesen Charakteren mehr Hintergrund. Das Schöne ist, dass der Auftritt der wenigen bekannten Figuren nicht wie an den Haaren herbeigezogen wirkt, sondern immer passend zur Handlung ist. Insgesamt macht der Roman den Eindruck eines langen Anlaufs für den fünften Teil, der sicher wieder an Tempo zulegen wird. Obwohl er nicht ganz mit den anderen Vanguard-Romanen mithalten kann, bietet auch "Offene Geheimnisse" Unterhaltung auf hohem Niveau. Da diese Reihe eine echte Fortsetzungsserie ohne abgeschlossene Handlung ist, kommt man sowieso nicht um den vierten Teil herum. Dieser schürt auf jeden Fall die Vorfreude auf Teil 5, zumal dann auch endlich wieder Quinn dabei ist! Fazit: Trotz einer kleinen Verschnaufpause und ein paar Seiten zuviel ist "Offene Geheimnisse" immer noch ein sehr unterhaltsames Buch. Star Trek-Fans, die Fortsetzungs-Romane mit offenen Enden nicht scheuen, sollten dieser tollen Serie unbedingt eine Chance geben.

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