DeLong Lucien

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DeLong LucienEin Dieb – Bekenntnisse
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Ein Dieb – Bekenntnisse
Ein Dieb – Bekenntnisse
 (6)
Erschienen am 01.05.2017

Neue Rezensionen zu DeLong Lucien

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JBreitenfelds avatar

Rezension zu "Ein Dieb – Bekenntnisse" von DeLong Lucien

Ein Leser - Bekenntnisse
JBreitenfeldvor 2 Monaten

Aus seiner tristen Existenz in der Dunkelkammer flieht der junge Protagonist in ein Leben voller Glanz und Luxus - finanziert von Diebstählen. Dabei nimmt er uns mit auf eine Reise um die halbe Welt: Jamaica, Luzern, Henley-on-Thames, Kuba, Granada... Jenseits der faszinierenden Einblicke in die kontrastierenden Merkmale dieser Regionen und den "Alltag" eines Diebes liefert dieser lesenswerte Roman eine Betrachtung verschiedener Lebensentwürfe. Während die einen alle Brücken hinter sich abbrechen, immer auf der Flucht bzw. der Jagd nach neuen Coups, leben die anderen angepasst nach einem vorbestimmten Rhythmus, als desillusionierte Aussteiger oder finanziert von einem reichen Mann. Der Dieb taucht in diese Alternativleben ein und zieht weiter - immer mit der Frage konfrontiert: Habe ich mich richtig entschieden? Dieses Wechselbad aus Glück und Tristesse hat mich an dieser Geschichte von Anfang bis Ende gefesselt.

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Rezension zu "Ein Dieb – Bekenntnisse" von DeLong Lucien

Ein Dieb - Bekenntnisse
Mauelavor einem Jahr

Das Diebesleben hat sich ausgelebt. In der Gefängniszelle sitzen reflektiert ein namenlose Dieb über seinen ersten Überfall und wie es dazu kam, sein unstetes Leben, seine dauernde Einsamkeit.

Mich hat das Buch „Ein Dieb –Bekenntnisse“ von Lucien DeLong zuerst einmal sprachlich absolut begeistert. Poetisch und anmutig, mit viel Witz, manchmal sogar im direkten Dialog mit dem Leser ist der Roman ein Genuss zu lesen. Wortwiederholungen wie z.B. „ …ganz beiläufig, ganz locker, ganz deutlich..“ (Seite 11)oder  „..so rot, so perfekt, so rund..“ (Seite 16) haben etwas mantraartiges an sich und haben mich beim Lesen richtiggehend eingelullt. Einzig auf Seite 21 und 23 kommen sprachliche Brüche vor. Auf einmal werden Worte wie „…fickte…Weiberzeug…geil...“ (Seite 21) und „…es kotze mich an …“ (Seite 23) benutzt. Nicht das das in der heutigen Zeit weiter tragisch wäre, aber ich finde diesen Stilbruch sehr schade, denn  insgesamt ist der ganze Roman in meinen Augen sprachlich sehr hochwertig. Diese beiden sprachlichen Ausrutscher beeinflussen aber leider bei mir den eigentlich total positiven Gesamteindruck negativ.

Die Geschichte selber ist interessant und gut zu lesen. Allerdings kann der Leser von einem nur rund 143 starken Roman keinen besonderen Tiefgang oder gar  Einblicke ins Gefühlsleben des Protagonisten erwarten. Dazu bilden die wenigen Seiten leider zu wenig Raum. Und so bleibt dem Leser der Protagonist eher fremd und die Erzählung etwas zu flach. Vor allem was die bereisten Länder angeht, kommen mir persönlich Landesinformationen viel zu kurz.

Schade ist auch, dass der Autor den roten Faden, den ich gefunden zu haben glaube nicht bis zum Ende durchzieht. Auf Seite 29 steigt der Dieb im Goldeneye in Jamaika ab. Dort hat einst der Autor von James Bond, Jan Fleming, ebenfalls Station gemacht. Auf Seite 32 geht es dann für unseren Dieb weiter nach Kuba ins Hotel Inglaterra, in dem eine Teil des Filmes Unser Mann in Havanna gedreht wurde. Dann ist aber leider Schluss mit dem „roten Faden“. Ich hätte es toll gefunden, wenn Lucien DeLong mit Hotels und Orten aus bekannten Filmen und Büchern weiter gemacht hätte. Das hätte dem Buch tatsächlich noch den letzten Pfiff gegeben.

Trotzdem, für ein Erstlingswerk ein gutes Buch. Darum von mir eine Leseempfehlung für alle die gerne auf hohem sprachlichen Niveau lesen und trotzdem mit einer Geschichte klar kommen, die nicht ganz so in die Tiefe geht. 

 

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Aischas avatar

Rezension zu "Ein Dieb – Bekenntnisse" von DeLong Lucien

Netter Erstlingsroman
Aischavor einem Jahr

Um es vorweg zu nehmen: Der Roman ist für ein Erstlingswerk ganz o.k., er ist flüssig zu lesen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
Das Thema klingt sehr spannend: Ein junger Angestellter in einem Reprostudio ist die Monotonie seines Lebens leid. Er setzt das Gedankenspiel seines Freundes in die Tat um und überfällt die Angestellte eines Kaufhauses, als sie die Tageseinnahmen zur Bank fahren will.
Berauscht davon, wie leicht ein Raub ihm von der Hand geht, wiederholt er ihn nach kurzer Zeit, bevor er sich ins Ausland absetzt.
Die Beute ist jedoch in der Karibik schnell durchgebracht, und so nimmt seine kriminelle Laufbahn den Anfang.
Das Ganze liest sich sehr kurzweilig und ich war bis zum Ende neugierig, wie es weitergeht. Der Schluss ist allerdings der schwächste Teil der Geschichte, er ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar.
Ich hätte mir an vielen Stellen mehr Einblicke in das Seelenleben des Protagonisten gewünscht, Einiges ist leider doch sehr oberflächlich beschrieben.
Dennoch ein empfehlenswertes Buch, ich bin gespannt, wie sich DeLong weiter entwickeln wird.

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Gespräche aus der Community

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Phantom_Verlags avatar
Hat davon nicht jeder schon einmal geträumt: „Du schnappst Dir die Kohle und haust ab"?
In einem Sportgeschäft kaufte ich eine schwarze Skimaske und Handschuhe. Zuletzt eine Gaspistole. Ich kam mir so lächerlich vor, als ich die Sachen zum ersten Mal zu Hause anzog. Wie in einem schlechten Film. Was für eine peinliche Angelegenheit! Und doch …

In dem Debüt „Ein Dieb – Bekenntnisse" von Lucien DeLong (ISBN 13-978-3-927447-07-3) steht ein junger Mann im Mittelpunkt, der zufällig eine Chance ergreift und zum „Dieb" wird, sich nach Jamaika absetzt und sich anschließend anonym, beziehungs- und haltlos durch Europa bewegt, bis er versucht, in England Fuß zu fassen.

„Es dauerte eine Weile, bis mir klar wurde, was dieses unstete Leben bedeutete: keine Freunde, keine Dauer. Es bedeutete, keine Spuren zu hinterlassen. Nicht am Tatort und nicht in der Geschichte des Lebens. Ich durfte nicht existieren, musste immer und ewig anonym bleiben. Meine Anonymität bedeutete meine Freiheit. So war die ultimative Freiheit meine größte Freude und meine größte Herausforderung.”

Und dem dann – natürlich – eine Beziehung zum Verhängnis wird.
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