Dean Monti

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The Sweep of the Second Hand

The Sweep of the Second Hand

 (1)
Erschienen am 01.12.2002

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Rezension zu "The Sweep of the Second Hand" von Dean Monti

Konfus und unreif: Ein Antiprotagonist sucht seine Armbanduhr
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Einleitende Worte für diesen Roman benötigt es wenig. Der Klappentext sagt alles, was man über die Handlung überhaupt sagen kann und ich wiederhole: Malcolm lebt in einer kleinen Wohnung, in dessen Wand sich Wespen eingenistet haben. Er hat sich vor geraumer Zeit von seiner Freundin getrennt, meint, ein Schlafproblem zu haben, ihm fehlt eine Armbanduhr und sein kleines Kino ist erfolglos, weil sich Malcolm auf ausländische Filme spezialisiert hat.

So richtig warm wird man nicht mit einem Roman, der sich in dieser Kürze zusammen fassen lässt. Malcolm lebt völlig ohne Antrieb, er lässt sich treiben. Um einer Frau zu beeindrucken, will er ein Filmfestival auf die Beine stellen und macht so ziemlich alles nicht, was jeder andere tun würde. Am Tag der Vorstellung kauft er vier Flaschen Schnaps und ein Rad Käse, hält sich damit für wahnsinnig überarbeitet und meint, alleine das Schnaps-Angebot bei vielleicht zwei oder drei Freunden zu erwähnen, sei schon ausreichend Werbung.

Jedes Gespräch, das er beginnt, endet konfus und ist für seine Ziele kontraproduktiv. Ein Telefonat, in dem er eigentlich eine Einladung unterbringen will, endet als Telefontherapie. Der Versuch, seine Armbanduhr bei seiner Exfreundin abzuholen, endet im Desaster, bei dem er seine eigentliche Frage gar nicht unterbringen konnte. Und von seiner Vermieterin samt ihren Wespen lässt er sich lieber piesacken, statt einen Ausweg zu suchen. Alles in allem dümpelt Malcolm auf den Wellen des Lebens herum und über die knapp mehr als 300 Seiten wird sich daran auch nichts ändern.

Witzig war das Buch entgegen der Ankündigung für mich kaum. Statt dessen habe ich mich permanent beim Fremdschämen für einen unreifen und tumben Protagonisten erwischt und hätte Malcolm am liebsten in den Allerwertesten getreten. Mehrfach. Funktioniert so etwas tatsächlich als Film, wie ein Zeitungszitat auf dem Buchumschlag suggeriert? Während ich mich bei anderen fremdsprachigen Büchern schon gefragt habe, wo die deutsche Übersetzung bleibt (damit auch ja jeder an meiner Begeisterung teilhaben kann), empfinde ich es hier keineswegs als Verlust, dass dieses Werk seit dem Erscheinen 2001 ausschließlich in der Originalfassung zu haben ist.

Das Ende bleibt konfus wie der Rest auch und Malcolm hat von einem Tag auf den anderen plötzlich keine Sorgen mehr. Der Ausgang der Geschichte bleibt offen. Damit bleibt sich das Buch wenigstens treu, denn die Ableitung der Zukunft aus dem bisherigen Plot ist denkbar einfach und hätte keine weiteren 300 Seiten gefüllt.

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