Deana Zinßmeister Der Pestreiter

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Inhaltsangabe zu „Der Pestreiter“ von Deana Zinßmeister

Trier 1652: Auch vier Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg kommen die Menschen in Kurtrier nicht zur Ruhe. Ein geheimnisvoller Reiter verbreitet Angst und Schrecken, angeblich bringt er die Pest zurück. Der junge Schweizer Urs versucht deshalb verzweifelt, ein Heilmittel gegen die Krankheit zu finden. Währenddessen hofft seine Freundin Susanna, die aus ihrer Heimat im Saarland flüchten musste, mit seiner Hilfe die Schrecken ihrer Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Doch dann scheint Urs plötzlich nichts mehr von ihr wissen zu wollen ...

Es hat mich irgendwie gepackt, obwohl die Charaktere und deren Deckidentitäten mir manchmal zu unklar waren.

— Lissy
Lissy

Konnte mich leider so gar nicht fesseln.

— MikeschMaus
MikeschMaus

Rundherum sehr gelungen – daher absolute Empfehlung von mir.

— HEIDIZ
HEIDIZ

Leider ist der Funke nicht übergesprungen. Sehr schade!

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Interessanter Mix aus deutscher Geschichte, dem Kampf gegen die Pest, Hexenverfolgung und einer großen Liebe

— sommerlese
sommerlese

Fesselnd geschriebener historischer Roman. Freue mich auf den Nachfolger 'Das Pestdorf' !

— MarieKleinstadt
MarieKleinstadt

Interessanter historischer Roman über die grausame Zeit der Pest und Hexenverfolgung, gemischt mit etwas Liebe...

— Line88
Line88

Im Gegensatz zu Band 1 eher langweilig.

— Cellissima
Cellissima

Geschichte, Drama, Spannung, Liebe … verpackt in einen kurzweiligen Roman

— Ikopiko
Ikopiko

Beeindruckend: "Bin froh im Hier und Jetzt zu leben. Obwohl. Nicht nur vor 350 Jahren bestimmte eine unheilbare Krankheit Teile der Welt."

— Leschen
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  • Gut aber nicht so spannend wie der erste Teil

    Der Pestreiter
    Blubbl

    Blubbl

    11. February 2017 um 11:57


    Mir hat das Buch gut gefallen. Mir haben die Handlungen mit den Pestreiter gut gefallen. Nur hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen zu Ignatius gewünscht. Bei der letzten Handlung (Susanna mit Hönes und Dietrich....) hätte ich mir mehr erwartet. Insgesamt war das Buch gut aber ich habe mir mehr erwartet.

  • Band 2 einer genialen Pest-Trilogie

    Der Pestreiter
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    04. March 2016 um 08:33

    Der „Pestreiter“ ist die Fortsetzung vom „Pestzeichen“ – mittlerweile ist schon das „Pestdorf“ erschienen. Ich möchte gern mit der Vorstellung des Pestzeichens beginnen, welches ich vor etwa einer Woche gelesen habe – ich bin noch immer beeindruckt vom Stil der Autorin, der mir sehr gut gefällt – extrem passend zum Genre des historischen  Romans, man fühlt sich von Beginn an heimisch im Buch – in der Handlung und fiebert mit den Figuren mit.   Sehr angenehm empfand ich, dass man theoretisch das Buch lesen kann, ohne den Vorgänger gelesen haben zu müssen. Allerdings empfehle ich persönlich, zuerst das Pestzeichen zu lesen, wobei im Nachfolger wichtige Szenen und Belange aus dem Vorgänger angerissen werden, um das Verständnis wieder hervorzurufen, falls es schon länger her ist, dass man den ersten Band gelesen hat.   Im Band 1 ist es die Familie Susannas, die kurz nach dem 30jährigen Krieg ausgelöscht wird. Sie bleibt allein zurück, da sie bei ihrer Tante war, als die Familie überfallen wurde. Mutter, Bruder und Schwester wurden bestialisch ermordet und nun steht Anna allein da. Eine Waise, die zu ihrer Tante geht, die mit ihren beiden Kindern bei einem Mann lebt, der gewalttätig ist, der trinkt, aber Susanna weiß nicht, wo sie sonst hätte Unterschlupf suchen können.   Der Vater erzählt ihr bevor er stirbt noch von einem Schatz und einer Schatzkarte …. Mehr möchte ich dazu nicht verraten – nur so viel zu Band 1     Band 2 setzt dann auch gleich an und erzählt von Urs und seiner Familie, die in Trier leben, man sie schon in Band 1 kennen gelernt – Susanna lebt mit ihrem Cousin bei der Familie, nur der Vater von Urs macht ihr Angst und Urs möchte nicht Soldat werden wie sein Vater, sondern Heiler, wie sein Onkel. Dann ist da noch die Geschichte mit dem Pestreiter, der sein Vater werden soll – dieser erhält einen geheimen Brief – genau wie sein Bruder …. Auch  hier möchte ich nicht allzu viel vorwegnehmen, um nicht die Spannung zu nehmen.   Eines steht fest, das Buch ist extrem spannend und actionreich geschrieben, mit dichter Handlung, die man der Autorin zu 100 Prozent abnimmt. Mir hat die gesamte Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist durchdacht und man erlebt schrittweise spannend, was Susanna und die anderen Charaktere erleben.   Susanne wird wieder sehr mutig beschrieben, eine junge Frau, die ihren Weg geht, die ihren Cousin ziehen lässt, obwohl sie dann wieder allein ist, die die Liebe sucht …. Sie vielleicht schon gefunden hat – eine zarte aufkeimende Liebe wird beschrieben, die gut in die Handlung integriert ist … Man spürt, dass die Autorin sehr umfassend recherchiert haben muss und voll hinter der Handlung  und ihren Figuren steht, die sehr liebevolle und detailliert ausgearbeitet sind.   Überhaupt sind die Szenen sehr authentisch lebendig beschrieben, dass man sich im Trier der beschriebenen Zeit wieder findet. Außerdem erfährt man viel über die Pest und deren Auswirkungen, über die Suche nach einem Mittel gegen selbige in einer schwierigen Zeit …

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  • Mein Leseeindruck

    Der Pestreiter
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    10. November 2015 um 20:21

    Der eifrige Leser meiner Rezensionen wird inzwischen wissen, dass ich ein absoluter Cover-Käufer und Liebhaber historischer Romane bin. Auch in diesem Fall bzw. bei dem vorliegenden Buch hat mich das Cover sehr neugierig gemacht. Allein der Titel lässt schon die Gedanken ins Mittelalter schweifen. Und da ich den ersten Band bereits gelesen hatte, gab es für mich kein Halten mehr. Ich musste dieses Buch unbedingt haben. Wir treffen in der Geschichte die Protagonisten aus dem ersten Teil wieder, was den Einstieg in die Geschichte enorm erleichtert. Wer jedoch den ersten Band nicht kennt, der ist über das Personenregister, welches der Geschichte vorangestellt ist, bestimmt sehr glücklich. Viele Namen und Fakten prasseln anfangs auf den Leser ein. Stellenweise war es mir wirklich zu geschichtlich. Von einem Roman war nichts zu spüren. Dann aber plötzlich, als wäre der Knoten geplatzt, ging die Geschichte so richtig los. Leider war da das erste Drittel des Buches bereits mit geschichtlichen Fakten zugestopft, so dass man sich nun erst wieder an den Roman gewöhnen musste. Die Spannung ließ dann jedoch bald wieder auf sich warten. Ein ewiges Hin und Her, ohne wirklichen Fortgang der Story. Ich war einige Male versucht, Seiten einfach zu überblättern, habe aber dennoch gehofft und ausgeharrt. Leider erfolglos, da es im gleichen Tempo weiter ging. Ich möchte nicht behaupten, dass die Idee eines Pestreiters uninteressant wäre. Für mich war es jedoch etwas zu farblos und ist meines Erachtens durch die geschichtlichen Fakten, ein bisschen unter gegangen. Das Thema Pest, Judenverfolgung ist nach wie vor sehr interessant und wird uns wohl auch immer begleiten. Interessant wurde es an der Stadt Trier dargestellt. Ich hätte mir dennoch etwas mehr Tiefe bzw. Details gewünscht. Auch über die Pestmaske. Die Beschreibung (lange Nase) war mir etwas zu dürftig. Besonders gut gefallen hat mir die Karte des Deutschen Reiches von 1652, die zu Beginn des Buches abgebildet ist. Wahrscheinlich wird jeder Leser erstmals seinen Wohnort bzw. die nächst größere Stadt oder bekannte Städten darauf suchen. Schade hierbei ist jedoch, dass die alten Städtenamen nicht darauf vermerkt sind. In der Geschichte selbst gut es ja z.B. um Coelln.  Beeindruckt war ich von der Beschreibung des Zinßmeisters. Erst durch dieses Buch habe ich den Zusammenhang zum Nachnamen der Autorin bemerkt.

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  • Der schwarze Tod geht um

    Der Pestreiter
    sommerlese

    sommerlese

    29. October 2015 um 14:18

    Der zweite Teil der Pesttrilogie von "*Deana Zinßmeister*" ist "*Der Pestreiter*". Der historische Roman erscheint im "*Goldmann Verlag*". Trier 1652: Auch vier Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg kommen die Menschen in Kurtrier nicht zur Ruhe. Der Pestreiter verbreitet Angst und Schrecken, angeblich bringt er die Pest zurück. Um die Krankheit zu bekämpfen, versuchen mutige Männer wie der Heiler Bendicht und sein Neffe Urs ein Heilmittel zu finden und dazu begeben sich inmitten der Infizierten. Auch Karl Kaspar von der Leyen, Kurfürst und Erzbischof möchte, dass seine durch den Krieg und Hungersnöte stark dezimierte Einwohnerschaft nicht auch noch durch die Pest dahingerafft wird. Dieser Roman zeigt das Leben und Arbeiten der einfachen Leute, dafür stehen die Protagonistin Susanna und ihr Freund Urs mit seiner Familie. Aber auch die Interessen der Adligen und des Klerus werden anschaulich gezeigt. So ist es dem Kurfürsten ein besonderes Anliegen, die Pestkranken von den Gesunden zu trennen, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Aber auch die Beschaffung einer bedeutenden Reliquie soll Gläubige von fern anziehen und damit den Wert Kurtriers attraktiver machen. Deana Zinßmeister gelingt es sehr eindrucksvoll, die Schrecken und Probleme der damaligen Zeit einzufangen. Zu den einfachen Lebensverhältnissen machten den Menschen unheilbare Krankheiten wie die Pest zu schaffen und auch unter der Hexenverfolgung litten unbescholtene Bürger, die von neidischen Nachbarn denunziert wurden. Hier gab es keine objektiven Prozesse, oft wurde unter Folter ein Geständnis erpresst. Im Mittelpunkt steht die Liebesgeschichte von Susanna und Urs, die unter einigen Widerständen zu leiden hat. Wie sie schliesslich zusammenfinden, macht den eigentlichen Reiz aus. Mir hat nicht so gut gefallen, wie die Figur der Susanna als einfache Frau über finanzielle Mittel verfügte, die es ihr ermöglichten, eine eigene Wohnung zu nehmen. Das war damals sicherlich alles andere als normal. Auch wirkt Susanna auf mich schon recht emanzipiert und das passt nicht so gut zu einer Frau im Mittelalter. Die Geschichte baut sich auf der Grundlage mehrerer Handlungsstränge auf, die man erst allmählich genau zuordnen kann. Von wem gerade die Rede ist, wird häufig erst im Konsens der Handlung klar. Dennoch hat mir die Geschichte gefallen und besonders die Mischung aus Aberglauben, herrschenden Denkweisen und der Angst vor dem schwarzen Tod verleihen dem Roman eine authentische Tragweite, die die Schwierigkeiten der damaligen Zeit gut aufzeigen. Die Schauplätze muss ich extra erwähnen, so sind die Gebäudebeschreibungen, Marktplätze und besonders die Flüsterkirchen, in denen Pestkranke beichten durften, informativ und anschaulich in den Roman eingebaut. Sprachlich kann man dem Roman gut folgen, es gibt viele, manchmal zu umfangreiche Dialoge, die die Verbindungen der Figuren genauer erklären und auch zu der Geschichte passen. Man bekommt aber dadurch ein besseres Verständnis für die Belange der Personen. Dazu dient auch das umfangreiche Nachwort der Autorin, in dem sie reale Personen erklärt und Bezug nimmt auf die Schwierigkeiten der Zeit in Trier. Wer sich auf diesen Roman einlässt, erlebt unterhaltsame, aber auch informative Lesestunden, die die Schrecken der Pest deutlich vor Augen führt, mit einer Liebesgeschichte einen Schuss Romantik in das Geschehen bringt und den Leser mitten ins 17. Jahrhundert katapultiert.

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  • Der Schrecken des schwarzer Todes und eine große Liebe

    Der Pestreiter
    Jenny1900

    Jenny1900

    Trier im Jahre 1652: Der Dreißigjährige Krieg ist endlich vorbei und eigentlich hatten sich die Menschen gewünscht, wieder zur Ruhe kommen zu können. Doch die Pest wütet wieder unter der Bevölkerung. Urs und sein Onkel Benedicht versuchen deshalb ein Heilmittel zu finden. Bei dieser Suche gehen sie über die damaligen Grenzen des Möglichen hinaus und durchstehen viele Aufregungen und beweisen Mut mit ihren Ideen. Sie stehen in einem eigens eröffneten Pesthaus den todkranken Menschen bei und versuchen zumindest ihre Leiden zu lindern. Doch kämpft Urs nicht nur mit der schrecklichen Krankheit sondern versucht auch noch das Herz seiner geliebten Susanna zu erringen, was sich nicht immer als ganz einfach erweist.  Gleichzeitig treibt ein geheimnisvoller Pestreiter sein Unwesen in Trier und Umgebung. Er verlangt die Auslagerung der Kranken in spezielle Häuser außerhalb der jeweiligen Städte. Er muss mutig und selbstbewusst den tief verankerten Meinungen und Überzeugungen entgegentreten. Sind seine Taten nun ein christlicher Gnadenakt oder nur reiner Frevel? Die damaligen Meinungen gingen eher in die zuletzt genannte Richtung. Auch das Thema der Hexenverfolgung kommt zur Sprache. Der gefürchtete Pestreiter versucht nicht nur den schwarzen Tod einzudämmen sondern hat auch den Auftrag die Hexenprozesse abzuschaffen.  Ansonsten hätten wir da noch das Geheimnis um den ehrgeizigen Plan des Kurfürsten Karl Kasper das es zu ergründen gab. Und vor allem in welchen Zusammenhang stehen alle diese Ereignisse?  Nachzulesen ist das in dem spannenden historischen Roman von Deana Zinßmeister mit dem Titel „Der Pestreiter“.  Mir hat das Buch gut gefallen. Die Protagonisten waren sehr überzeugend und gut durchdacht. Das ich den ersten Teil der Reihe („Das Pestzeichen“) nicht gelesen hatte, war nicht störend, da es immer wieder eine kurze Zusammenfassung der vorhergehenden Ereignisse gegeben hat. Am Anfang war ich aber etwas verwirrt wer wann mit wem gesprochen hat. Das hat sich dann aber größtenteils in den nachfolgenden Kapiteln geklärt. Das Thema Pest ist gleichzeitig faszinierend und auch abstoßend. Man leidet richtig mit den armen erkrankten Menschen mit und hofft einfach nur, dass sie überleben mögen. Die damaligen Zustände waren sehr unhygenisch und hätten definitv verbessert gehört. Schade das man erst so spät herausgefunden hat, dass das eine der Ursachen für die schreckliche Krankheit war. Die Existenz des Pestreiters könnte ich mir gut vorstellen, so überzeugend wird er beschrieben.Ansonsten kann ich nur noch sagen, dass ich mir das Ende etwas ausführlicher gewünscht hätte, da ein paar Fragen doch leider offen bleiben. Aber vielleicht wird das ja noch im nachfolgenden Band geklärt ;)

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    • 3
    Jenny1900

    Jenny1900

    27. June 2015 um 18:03
  • Die Pest wütet wieder

    Der Pestreiter
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    05. June 2015 um 09:40

    Susanna ist bei Urs' Familie geblieben. Sie hilft, wo sie kann und wird von Urs' Mutter schon als ihre künftige Schwiegertochter angesehen. Nichts wäre Susanna lieber, als Urs zu heiraten, aber er erklärt sich ihr nicht, ganz im Gegenteil, nachdem sie ihm ihre Liebe gestanden hat, zieht er sich zurück. Urs größter Wunsch ist noch immer, Heiler zu werden und er würde gern in die Lehre von seinem Onkel gehen, wenn nicht das Verbot seines Vaters dagegen stehen würde, der gern möchte, dass sein Sohn wie der Vater Soldat wird. Urs möchte gemeinsam mit seinem Onkel das Heilmittel gegen die immer wiederkehrende Pest finden. Susanna, die ihre Liebe nicht erwidert sieht, sucht sich eine eigene Wohnung, um Urs nicht mehr sehen zu müssen und bringt sich damit in Gefahr. Karl Kaspar von der Leyen, Kurfürst und Erzbischof von Trier geht seine eigenen, nicht ganz legalen Wege, um der Pest Herr zu werden. Er bestimmt einen Pestreiter, der veranlassen soll, die Kranken von ihren Familien zu isolieren, damit die Gefahr der Ansteckung vermindert wird. Er hat sich zum Ziel gemacht, Trier wieder zu einer Stadt zu machen, in der es sich lohnt zu leben, Geschäfte zu betreiben und sich niederzulassen. Der Krieg hatte seinerzeit viele Opfer gefordert, die nunmehr fehlen. Der Autorin Deana Zinßmeister ist es wieder gelungen, mich mit ihrer Geschichte in längst vergangene Zeiten zu entführen. Geheimnisvolle Briefe und Treffen, die verschwiegen werden müssen, machen den Leser neugierig. Da anfangs keine Namen genannt wurden, wer sich mit wem getroffen hatte, blieb die Neugierde eine ganze Weile erhalten. Da wurde ein Pestreiter ernannt, die Heimholung einer Reliquie in Auftrag gegeben und eine Art Krankenstation für Pestkranke geschaffen. Die verschiedenen Handlungsstränge halten das Geschehen in Bewegung, so dass es keine Längen im Buch gibt und man als Leser immer weiter vorwärts getrieben wird. In einem weiteren Handlungsstrang geht es um Susanna, die bei Urs' Familie, den Blatters, ausgezogen ist und sich eine eigene Wohnung gesucht hatte. Aber sie ist allein, leichtgläubig und zu vertrauensselig, so dass es nicht lange dauert, bis sich Neider finden, die ihr ihre Schatzkarte entwenden wollen. Sie vertraute den falschen Männern und bringt sich in Gefahr, das soweit geht, dass sie um ihr Leben rennen muss. Diese Episode ist bereits vorab im Prolog beschrieben, so dass der Leser gleich ins Geschehen geworfen wird und nun wissen will, wie es zu dieser Situation kam.  Langsam baut sich die Geschichte auf, nachdem anfangs gerätselt werden musste, wer nun mit welcher Aufgabe beauftragt wurde und wer der Auftraggeber war. Ein historischer Roman, der es in sich hat. Er spiegelt eine Zeit wieder, die wir uns nicht mehr vorstellen können und möchten. Die Zeit nach einem Krieg, Entbehrungen und Krankheiten, ganz vorn dabei die Pest, eine der Geiseln des Mittelalters. Die Suche nach Lösungen und Heilmittel beherrschte diese Zeit, die die Autorin glaubhaft wiedergegeben hat.  Während ich ihre Beschreibungen der Stadt Trier gelesen habe, fühlte ich mich regelrecht vor Ort versetzt, hatte die üblen die Gerüche in der Nase und hatte fast das Gefühl, ich könnte das alles vor meinem inneren Auge sehen. Das ist nun der 2. Teil der Pesttrilogie. Man kann ihn als Einzelband lesen, hat aber bedeutend mehr davon, wenn man "Das Pestzeichen" vorher gelesen hat. Man ist mit den meisten Protagonisten vertraut und spürt, wie diese sich weiterentwickelt haben. Im Nachwort weist die Autorin auf einen Protagonisten aus dem Buch hin, der schon in der Hexentrilogie seinen Auftritt hatte. Tja, das heißt dann wohl, dass ich diese auch bei Gelegenheit lesen werde. Die Autorin legt mit diesem 2. Teil wieder ein Buch vor, das nicht nur spannend geschrieben ist, sondern, das auch noch ein wenig deutscher Geschichte vermittelt. Ich für meinen Teil habe die Protagonisten gern auf ihren diversen Wegen begleitet, mit ihnen gehofft und gebangt. Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle. 

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  • Leserunde zu "Der Pestreiter" von Deana Zinßmeister

    Der Pestreiter
    Goldmann_Verlag

    Goldmann_Verlag

    Ihr Lieben, heute starten wir eine Leserunde zum neuen Historischen Roman von Deana Zinßmeister "Der Pestreiter". Und das Beste: Die Autorin wird die Leserunde begleiten und euch Frage und Antwort stehen. Der schwarze Tod kehrt zurück … Trier 1652: Auch vier Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg kommen die Menschen in Kurtrier nicht zur Ruhe. Ein geheimnisvoller Reiter verbreitet Angst und Schrecken, angeblich bringt er die Pest zurück. Der junge Schweizer Urs versucht deshalb verzweifelt, ein Heilmittel gegen die schreckliche Krankheit zu finden. Währenddessen hofft seine Freundin Susanna, die aus ihrer Heimat im Saarland flüchten musste, mit seiner Hilfe die Schrecken ihrer Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Doch dann scheint Urs plötzlich nichts mehr von ihr wissen zu wollen. Wer eines der 20 Verlosungsexemplare gewinnen und mit der Autorin über ihren Roman plaudern möchte, beantwortet uns bitte folgende Frage: Was fasziniert euch an dieser dunklen Zeit, in der die Pest und grausame Kriege wüteten - warum möchtet ihr diesen Roman lesen? Wir freuen uns über eure Teilnahme, die Leserunde endet am Sonntag, 23.11.2014 um 24 Uhr. Eine Leseprobe, in die ihr schon mal hinein schnuppern könnt, findet ihr auf unserer Homepage unter http://bit.ly/1zvPaCe Mehr zu Deana Zinßmeister und ihrern Romanen findet ihr unter: http://www.deanazinssmeister.de

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    • 450
  • Gelungene Mischung aus Aberglaube, Krankheit und Tod & Liebe, Hoffnung und Mut

    Der Pestreiter
    Line88

    Line88

    22. May 2015 um 00:39

    „Der Pestreiter“ ist der zweite Teil der historischen Romanserie von Deana Zinßmeister.  Sowohl der erste Teil, „Das Pestzeichen“, als auch der zweite Roman bilden jeweils eine abgeschlossene Geschichte, bauen aber dennoch aufeinander auf. Obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe, konnte ich mich gut in die Geschichte einfinden, dennoch glaube ich, dass viele Zusammenhänge besser zu verstehen sind, wenn man den ersten Teil schon kennt. Insbesondere die Protagonisten würden dadurch schon viel früher ein Gesicht bekommen. Die Handlung spielt in Trier im Jahre 1652. Nur wenige Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg werden die Menschen erneut aufgewühlt, denn die Pest kehrt zurück. Urs und sein Onkel Benedicht versuchen deshalb ein Heilmittel gegen die Pest zu finden. Sie eröffnen ein Pesthaus, in welchem sie versuchen das Leiden der Menschen zu lindern und die Erkrankten bis zu ihrem Tod pflegen. Als Urs befürchtet, sein Onkel könne sich ebenfalls mit der todbringenden Seuche angesteckt haben, überschreitet er sogar  Grenzen… Urs versucht zudem das Herz von Susanna zu erobern, welche aus ihrer Heimat im Saarland flüchten musste, um ihre schreckliche Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Als vermögende Frau kann sie jedoch nicht Jedem in ihrem Umfeld vertrauen… Gleichzeitig versucht ein geheimnisvoller Pestreiter die an der Pest erkrankten Menschen in speziellen Häusern außerhalb der Stadt unterzubringen, um die Ausbreitung einzudämmen. Das Verständnis seitens der Bevölkerung, insbesondere der Kirche ist dabei jedoch gering, da die Isolierung der kranken Menschen als unmenschlich betrachtet wird. Die Menschen gingen zur damaligen Zeit nämlich weniger von Ansteckung aus, als vielmehr davon,  dass Gott sie hoffentlich verschonen würde, wenn er ihnen nur gut gesinnt ist. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da ich die Zeit der Pest sowohl faszinierend als auch tragisch und abstoßend finde. An vielen Stellen litt ich mit den Erkrankten und hoffte ständig für Susanna, dass ihr nichts Schlimmes widerfahren würde. Ebenso, hatte ich starkes Mitgefühl mit den Frauen, die der Hexerei beschuldigt wurden – unglaublich welches Unrecht den Frauen damals angetan wurde und wie Personen allein durch Rufmord und Missgunst den grausamen Tod dieser Frauen zu verantworten hatten. Die Protagonisten haben mir gefallen, sie waren sehr überzeugend und gut durchdacht. Ebenso ist die Existenz des Pestreiters zur damaligen Zeit für mich gut vorstellbar. Einzige Kritik sind die vielen Handlungsstränge, welche es teilweise anstrengend machten der Handlung zu folgen und etwas verwirrend waren. Dadurch entstanden viele Fragen, welche am Ende nur teilweise geklärt wurden. Da es einen weiteren Teil geben wird („Das Pestdorf“), denke ich, dass sich dann noch einiges aufklären wird. Nichtsdestotrotz, hätte ich mir das Ende etwas ausführlicher gewünscht, denn da ging alles Schlag auf Schlag und viel zu plötzlich. Die Schreibweise ist flüssig und sehr gut zu lesen. Das Cover finde ich etwas langweilig, Titel und Schriftzug gefallen mir jedoch. Während des Lesens konnte ich immer spüren wie genau Deana Zinßmeister recherchiert hat, sodass ich nicht nur einen spannenden, interessanten Roman gelesen habe, sondern gleichzeitig viel Neues über die Pest und die Hexenverfolgung gelernt habe. Super ist in diesem Zusammenhang das Nachwort, in dem sie aufklärt was genau Wahrheit und was Fiktion ist. Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Aberglaube, Krankheit und Tod & Liebe, Hoffnung und Mut.

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  • Der Pestreiter

    Der Pestreiter
    Ikopiko

    Ikopiko

    28. April 2015 um 08:53

    Nach den Grauen des 30jährigen Krieges haben Urs und seine Familie in Trier Ruhe gefunden. Susanna ist mit der Familie gereist, die mit der Zeit zu ihrer Familie geworden ist. Sie liebt Urs und war bisher der Meinung, dass dies auf Gegenseitigkeit beruht. Doch von einem Tag auf den anderen ist Urs kalt und abweisend. Er stürzt sich in seine Arbeit als künftiger Arzt. Gemeinsam mit seinem Onkel versucht er ein Mittel gegen die Pest zu finden. Dabei schweben die beiden selbst stets in großer Gefahr. Die Pest versetzt das Land noch immer in Angst und Schrecken. Die Todesfälle häufen sich. Ist es der Pestreiter, der von Dorf zu Dorf zieht? Überbringt er die Krankheit? Für Urs und seinen Onkel ist es ein Wettlauf gegen die Zeit. Mit „Der Pestreiter“ geht die Geschichte der Familie Blatter und Susanna, die wir in „Das Pestzeichen“ kennenlernen durften, weiter. Den Kämpfen des Krieges folgen nun Kämpfe gegen die Pest. Susanna, vermögend, aber teilweise auch sehr naiv, will ihr Leben selbst in die Hand nehmen, nachdem sich Urs von ihr abgewandt hat. Aber sie weiß mit ihrer Zeit nichts anzufangen und vertraut den falschen Leuten. Sie und auch Urs sind zu unreifen Backfischen geworden. Ich habe ihr Durchsetzungsvermögen und ihr Zielstreben vermisst. In einem anderen Erzählstrang konnte ich zwei Protagonisten teilweise nicht unterscheiden und dachte zeitweise, beide wären der Pestreiter.

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  • Spannende Unterhaltung...

    Der Pestreiter
    unclethom

    unclethom

    10. March 2015 um 10:59

    Der Klappentext: Der schwarze Tod kehrt zurück … Trier 1652: Auch vier Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg kommen die Menschen in Kurtrier nicht zur Ruhe. Ein geheimnisvoller Reiter verbreitet Angst und Schrecken, angeblich bringt er die Pest zurück. Der junge Schweizer Urs versucht deshalb verzweifelt, ein Heilmittel gegen die Krankheit zu finden. Währenddessen hofft seine Freundin Susanna, die aus ihrer Heimat im Saarland flüchten musste, mit seiner Hilfe die Schrecken ihrer Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Doch dann scheint Urs plötzlich nichts mehr von ihr wissen zu wollen ... Quelle: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-Pestreiter-Historischer-Roman-Band-2-der-Pesttrilogie/Deana-Zinssmeister/e445188.rhd Die Autorin: Deana Zinßmeister widmet sich seit einigen Jahren ganz dem Schreiben historischer Romane. Bei ihren Recherchen wird sie von führenden Fachleuten unterstützt, und für ihren Bestseller »Das Hexenmal« ist sie sogar den Fluchtweg ihrer Protagonisten selbst abgewandert. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Saarland. Quelle: http://www.randomhouse.de/Autor/Deana_Zinssmeister/p204214.rhd Die Rezension: Das Buch ist eine sehr gelungene Fortsetzung von „Das Pestzeichen“. Wieder sehr spannend schreibt die Autorin die Story um Susanna und Urs, die ihren gemeinsamen, aber auch jeder für sich seinen eignen Kampf gegen die Pest und Hexenwahn ausfechten. Die Figuren sind wie gewohnt klar und glaubhaft beschrieben, auch wenn die eine oder andere Handlung den Leser die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lässt. Besonders fein gezeichnet waren in meinen Augen die Dialoge, die man sich in der damaligen Zeit durchaus so vorstellen könnte. Sehr bildhaft waren auch die Beschreibungen der Schauplätze, die einem das Gefühl geben diese selbst schon gesehen zu haben. Immer wieder toll auch die die wahren geschichtlichen Bezüge und die Erklärung was real und was Fiktion ist, so macht es noch mehr Spaß einen hist. Roman zu lesen. Für mich war das Buch für gute 4 von 5 Sternen gut mit Tendenz zu 5 Sternen.

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  • Vielleicht gab es den Pestreiter wirklich

    Der Pestreiter
    Drei-Lockenkoepfe

    Drei-Lockenkoepfe

    Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg herrscht Angst und Schrecken. Es scheint als ob die Pest zurück sei.  Nach einem harten Schicksalsschlag finden Susanna und ihr Cousin Arthur Zuflucht bei Familie Blatter. Die beiden möchten nur solange bei der Familie bleiben bis Jaggi Blatter von seinem Militärauftrag zurück ist. Solange lebt auch der Bruder von Jaggi im Haus der Familie. Anschliessend möchte er eine Heilerpraxis eröffnen um ein Heilmittel für die Pest zu suchen.  Die Geschichte basiert darauf, das drei Männer einen Auftrag bekommen.  Ob es ein und der selbe ist? Bleibt lange Zeit im dunkeln. Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Eine Hand mit einem Ring. Eventuell ist es Susannas Hand mit dem Verlobungsring den sie von Urs bekommen hat!? Pestreiter ist der zweite Teil der Historischen Romanserie von Deana Zinßmeister.  Der erste Teil heisst das Pestzeichen. Beide Romane haben eine abgeschlossene Geschichte bauen aber aufeinander auf. Ich habe den ersten Teil der Serie nicht gelesen und kam eigentlich ganz gut zurecht. Alle wichtigen Details aus Pestzeichen werden in Pestreiter angeschnitten, so das kaum eine Frage unbeantwortet bleibt. Natürlich nur in einer Zusammenfassung.  Deana Zinßmeister hat hier eine wahre Recherche Leistung erbracht. Im Nachwort sind noch einmal viele Interessante Details beschrieben.  Sehr interessant finde ich was wahr und was Fiktion ist.  Anfangs habe ich einige Verständnis Probleme beim lesen gehabt. Viele Fragen sind in mir aufgekommen. Erst habe ich es auf das ungelesene erste Buch geschoben, dem ist nicht so. Die Fragen werden alle im laufe des Buches beantwortet. Also Geduld! Der Pestreiter ist ein grosses Geheimnis! Es war in der damaligen Zeit nicht einfach ein Heilmittel zu finden, da das sezieren von Leichen verboten war. Ausserdem war das medizinische Wissen sehr begrenzt.  Es gehört eine Menge Mut dazu diese Krankheit zu erforschen und sich ihr entgegenzustellen. Deana Zinßmeister hat das Leiden und das Krankheitsbild der Pest so bildlich dargestellt, das ich an einigen Stellen leichten Ekel verspürte. Man leidet mit den Kranken Menschen mit. Die Idee des Pestreiters finde ich sehr schön. Schade das dieser im Geheimen Agieren musste. Denn eigentlich tat er etwas gutes für die Menschen. Er trennte Kranke von Gesunden, so das die Ansteckungsgefahr geringer wurde. Der Pestreiter hat nicht nur die Aufgabe die Pest einzudämmen, sondern auch die Hexenverfolgung abzuschaffen.  Wie oben erwähnt gab es drei Aufträge. Einen davon fand ich nicht richtig passend zur Geschichte.  Die Suche und der Transport des heiligen Rockes von Coelln nach Trier passte für mich nicht zum Rest. Es harmonierte nicht. Es gab viele Fragen die ich nicht wirklich verstand. Warum erfahren wir so wenig über Ignatius? In welchem Zusammenhang steht er mit Susanna? Eine andere Situation konnte ich so gar nicht nachvollziehen. Als Susanna Urs ihre Gefühle verrät, geht er einfach weg. Ein paar Tage später schenkt er ihr einen Ring und alles ist gut?  Ich habe dort mehr erwartet. Eine Aussprache währe hier das mindeste.  Die Charaktere sind sehr schön beschrieben. Wobei sie anfangs bei mir Gesichtlos waren. Ich denke dies ist der Vorteil wenn man das erste Buch gelesen hat. Dort wird sicher ehr auf die bestehenden Personen eingegangen. Mein Lieblingscharakter ist der Oheim. Er ist liebevoll, hat viel Verständnis und das Herz am rechten Fleck. Wie er seinem Neffen hilft fand ich toll. Nicht nur die Ausbildung ermöglichte er ihm, sondern stand ihm als Freund mit Rat und Tat zur Seite. Das Ende des Buches überschlugen sich die Ereignisse regelrecht. Das ging mir etwas zu schnell. Der Schreibstil ist schön flüssig. Fazit: Eine spannende, historische Geschichte wie sie wirklich passiert sein könnte. Sie ist überzeugend und unterhaltsam geschrieben. Und vielleicht werden die offenen Fragen in einem Zukünftigen Band 3 noch erläutert ;-)

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    • 2
    joleta

    joleta

    27. January 2015 um 22:08
  • Der Pestreiter

    Der Pestreiter
    nataliea

    nataliea

    26. January 2015 um 11:07

    "Der Pestreiter" ist der Nachfolgeband zu "Das Pestzeichen" und dem Genre der Historischen Romane zuzuordnen. Man kann diesen Roman aber getrost und problemlos auch ohne den Vorgänger lesen. Zum Inhalt ist folgendes zu sagen: Susanna lebt nach ihrer Flucht aus der Heimat bei den Eltern von Urs. Die Situation hat sich trotz des Ende des Dreißigjährigen Krieges noch nicht verbessert. Urs möchte ein Heilmittel gegen die Pest finden und behandelt Pestkranke mit seinem Onkel außerhalb des Dorfes. Urs und Susanna fühlen sich zueinander hingezogen und trotz dieser Verliebtheit ist die Situation schwieriger als gedacht. Und dann taucht auch noch ein unbekannter schwarzer Reiter auf, der sich als der Pestreiter bezeichnet. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und leicht verständlich. Sehr interessant waren die verschiedenen Perspektivwechsel, die zum einen etwas Verwirren stiften und zugleich enorm viel Spannung aufbauen. Man rätselt lange mit ohne den Überblick zu verlieren. Sehr gut in die Geschichte integriert sind kurze Rückblenden in den Vorgängerbändern, wodurch Quereinsteiger keine Probleme haben in die Geschichte hineinzufinden und zudem auch in die Vorgeschichte schnuppern können. Sehr gelungen ist das zu Anfangs aufgelistete Register, welches das Lesen enorm erleichtert. Ich werde auf jeden Fall auch den Vorgänger lesen und kann dieses Buch somit nur weiterempfehlen!

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  • Wen wird er als nächstes holen?

    Der Pestreiter
    LiberteToujours

    LiberteToujours

    23. January 2015 um 22:11

    Die Zeiten der Pest sind nicht leicht und die Schicksale, die mit dieser Krankheit in Berührungen kommen, sind es auch nicht. Urs versucht gemeinsam mit seinem Onkel ein Heilmittel gegen diese schreckliche Krankheit zu finden und setzt sich dabei einem enormen Risiko aus. Seine Freundin Susanne möchte endlich die Schrecken der Vergangenheit hinter sich lassen. Und sein Vater hält so gar nichts von den Plänen seines Sohnes.. Sobald man mit dem Lesen beginnt, rutscht man quasi ein paar Jahrhunderte in die Vergangenheit. Der Roman macht dem Leser das ankommen wirklich leicht. Normalerweise brauche ich ein paar Kapitel, bis ich mit auf einen historischen Roman eingestellt habe, da man hier aber mit offenen Armen empfangen wird, war das hier nicht der Fall. Die Umgebung und die handelnden Personen sind so liebevoll beschrieben, dass man sich einfach fallen lassen kann. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm, man fliegt quasi durch die Seiten. Durch ein geschickt konstruiertes Versteckspiel direkt zu Beginn wird sofort Spannung aufgebaut. Man weiß als Leser genau, was passiert, hat aber keine Ahnung warum, nein, man weiß noch nicht einmal genau, wer der Handelnde ist. Die Fährten sind so geschickt gestreut, dass ich am Ende über die Auflösung wirklich überrascht war, die Spannung bleibt also über weite Strecken konstant.  Die plastische Beschreibung der Pest ist ein weiteres Plus - manchmal war es beim Lesen regelrecht unangenehm, verleiht dem Roman aber absolute Authentizität. Das einzige was mich manchmal gestört hat, waren Susannas Gedanken, Gefühle und Handlungen. Die konnte ich an manchen Stellen nicht nachvollziehen. Ich möchte hier nicht zu weit vorgreifen, deswegen belasse ich es bei einem "Manchmal war's einfach nicht stimmig" Ein guter historischer Roman über eine der interessantesten geschichtlichen Epochen, die unsere Vergangenheit zu bieten hat. Leseempfehlung!

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  • Die Fortsetzung von Das Pestzeichen

    Der Pestreiter
    claude20

    claude20

    Der dreißigjährige Krieg ist bereits seit vier Jahren vorbei, aber die Menschen kommen leider nicht zur Ruhe. Da erscheint ein geheimnisvoller Reiter, der von allen der Pestreiter genannt wird. Er verbreitet Angst und Schrecken. Indes versucht der junge Schweizer Urs gegen die Pest ein Heilmittel zu finden. Eine nicht einfache und zudem äußert gefährliche Aufgabe. Seine Freundin Susanna wird von anderen Problemen heimgesucht. Nach ihrer Flucht aus ihrer Heimat muss sie Nacht für Nacht noch immer mit den Bildern ihrer Vergangenheit kämpfen. Die einst erlebten Schrecken lassen sie einfach nicht los. Eines Tages scheinen sich ihre Albträume zu manifestieren, denn Susanna wird plötzlich verfolgt... Dieses Buch schließt direkt an die Geschichte "Das Pestzeichen" an und zeigt auf beeindruckende Weise, dass die Autorin Deana Zinßmeister ihr Handwerk versteht. Problemlos konnte ich in die vorher erzählte Geschichte anknüpfen und in die neuen Geschehnisse eintauchen. Kurze Rückblenden machten es leicht sich an vorherige Begebenheiten zu erinnern, aber nicht seitenweise mit Wiederholungen gelangweilt zu werden. Danke dafür, denn diese kurzen Zusammenfassungen bekommt nicht jeder Autor so gut umgesetzt. Auch das aufgeführte Personenregister macht es Neueinsteigern und natürlich auch Wiedereinsteigern leicht die Protagonisten in einem Blick kennenzulernen bzw. wiederzuentdecken und sich schnell in die Geschichte des Romans einzufinden. Die wie immer gewohnt unkomplizierte, aber eingängige Erzählweise, machte auch dieses Buch wieder zu einem wahren Lesegenuss. Mich beeindruckt auch immer wieder wie viel Arbeitszeit die Autorin in die Recherche von historischen Fakten, Begebenheiten und Persönlichkeiten investiert, um für den Leser einen anspruchsvollen und zudem auch sehr unterhaltsamen Roman aufs Papier zu bringen. Voller Ungeduld warte ich auf die Fortsetzung der Geschichte, denn ich bin bezaubert von der schriftstellerischen Arbeit der Autorin. Auch dieser historische Roman von Deana Zinßmeister bekommt von mir natürlich die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung. Bisher erschienene Teile der Reihe: Teil 1 Das Pestzeichen Teil 2 Der Pestreiter © claude

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    • 7
    claude20

    claude20

    11. January 2015 um 15:19
  • Geschichte erlebbar und verstehbar gemacht..

    Der Pestreiter
    Leschen

    Leschen

    20. December 2014 um 15:28

    Herbst und Winter in der Stadt Trier im Jahr 1652: Wenige Jahre nach dem Westfälischen Frieden und dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, der viele Tote auf kämpfender und nicht kämpfender Seite zu beklagen hat. Denn auch die Pest hat gewütet. Und Städte wie die Kurstadt Trier haben einen Großteil ihrer Einwohner verloren. Der neu ernannte Kurfürst und Erzbischof von der Leyen lädt Bürger anderer Städte und Regionen ein, sich im Kurfürstentum Trier niederzulassen. So auch die Schweizer Familie Blatter nebst Onkel und erwachenem Sohn, sowie die 18jäHrige Vollwaise Susanna und ihr zwölfjähriger Cousin. Zu Beginn der Geschichte leben die fünfköpfige Familie Blatter, Susanna und ihr Cousin Arthur gemeinsam in einem Haus. Jaggi Blatter ist Hauptmann im Heer des Kurfürsten. Jaggis Bruder Benedicht war in der Schweiz als Heiler tätig und will diese Berufung auch in und um die Moselstadt Trier ausüben. Sein Neffe Urs, 19 Jahre alt, hat kein Interesse am Wehrdienst. Er will es dem Onkel gleich tun, und bei ihm in die Lehre zum Heiler gehen. Susanna ist aus dem Land an der Saar nach Trier gekommen. Urs und sie haben sich auf tragische Umstände kennengelernt. Anmerkung: Wer mehr über die Geschehnisse vor der Ankunft von Susanne und der Familie Blatter in Trier erfahren möchte, der sollte "Das Pestzeichen" lesen. Susanne und Urs sind in einander verliebt. Doch für die beiden jungen Leute ist es schwierig einander näher zu kommen, und ehrlich gegenüber dem Anderen zu sein. An einem folgenschweren Tag im November des Jahres 1652 bekommen drei Männer eine heimliche Mitteilung von einem Boten überbracht. Mit dem Hinweis den Brief nach dem Lesen sofort zu Vernichten. Benedicht, Jaggi und der Mönch Ignatius bekommen einen Treffpunkt mitgeteilt, wo sich jeder von ihnen abends in der schützenden Dunkelheit einzufinden hat. Jeder von ihnen bekommt einen Auftrag. Doch weiß der Leser zuerst nicht, welcher der drei Männer, welchen der vier Aufträge zu erfüllen hat. Es geht um die Pest Hexenvefolgung und um einen geheimnisvollen Auftrag, der sich dem Leser erst im späteren Verlauf des Buches offenbart. Eines ist noch zu sagen. Kurze Zeit, nachdem die drei Männer ihre Aufträge unter strengster Geheimhaltung erhalten haben, passiert einiges im Leben der drei Männer und im Kurfürstentum Trier: Jaggi ist im Namen des Kurfürsten fortwährend unterwegs. Ignatius der Jesuitenmönch beginnt zu Lügen. Die Abgeschiedenheit ist dienlich bei der medizinischen Erforschung der Pest. Der Pestreiter sorgt für Unfrieden innerhalb der Bevölkerung im Kurfürstentum Trier, dessen Territorium sich von Merzig an der Saar, über die Moselregion bis Koblenz und im Osten an der Lahn entlang bis Limburg erstreckt. Und dann ist da noch die Hexen- und Judenverfolgung zwei Personengruppen, die als Ursache allen Übels in der damaligen Gesellschaft gelten. Bis etwa zur Hälfte des Romans und teilweise auch darüber hinaus hält sich die Ungewissheit beim Leser, welchen Auftrag Jaggi und Ignatius nun tatsächlich ganz genau ausführen. Das Einzige, was der Leser zu wissen scheint, dass der Kurfürst und Erzbischof der Auftraggeber ist... Doch darüber hinaus herrscht Unwissen. Meinung: Deana Zinßmeister schafft es gekonnt mit ihren Worten, Formulierungen, Beschreibungen eine bildhafte Vorstellung von Trier im Kopf des Lesers entstehen zu lassen. Die Jugendlichen, Frauen und Männer über ihr Buch gebückt 350 Jahre in die Vergangenheit zu katapultieren. Um die Leserschaft dann oft verwirrt zurückzulassen! Wollen doch die Leser auch Bilder im Kopf haben, wenn es um die Protagonisten geht, die in und um Trier im Verborgenen handeln. Was macht jetzt Jaggi und was macht Ignatius? Wer ist denn nun der Pestreiter? Und wer kümmert sich darum, dass die Bürgermeister und Kirchenoberhäupter der Gemeinden rund um Trier es unterlassen, die vermeintlichen Hexen zu richten und auf dem Scheiterhaufen verbrennen? Mir ist es oft schwer gefallen, mich ganz einfach ausgedrückt, auf die Handlung einzulassen. Mein unruhig, unstet ratterndes Gehirn auf die Geschehnisse zu lenken. Wollte ich doch wissen und verstehen, wer nun von den Protagonisten nun im Namen van der Leyens welchen seiner Aufträge erfüllt. Doch abschließend, nach Beendigung des Buches, bin ich und auch mein Gehirn ,-) froh mich darauf eingelassen zu haben. Denn Unwissenheit bedeutet auch viel Spannung. Das Unwissen lässt den Leser, der unbedingt hinter die Schachzüge des Kurfürsten blicken möchte, oft seine Einschätzung der Geschehnisse überdenken oder gar umwerfen, weil die Autorin ihn dramaturgisch inszeniert auf eine falsche Fährte geführt hat. Der Leser fühlt sich wie in einem Krimi, nur dass hier kein Verbrechen gegen Leib und Leben aufzuklären oder zu verhindern ist, sondern es Handlungsfäden zu entwirren gilt, die der Kurfürst mit seinen beiden Aufträgen im herannahenden Winter ausgelegt hat. Die Geschichte birgt daraufhin viele überraschende Wendungen, die sich dem Leser, der Offenheit gegenüber dem Unerwarteten hat, immer wieder neu offenbart. Nichts ist wie es zuvor in seinen Gedanken scheint. Aufbau des Buches: Am Anfang des Buches ist eine Karte des Kurfürstentum Triers und angrenzender Herrschaftsgebiete abgebildet. Anhand dieser Karte konnte ich mir sehr gut vorstellen, aus welchen Regionen und Herrschaftsgebieten die Trierer Bürger gekommen sind. Also die Bürger, die der Einladung des Kurfürsten gefolgt sind. Auch während der Ausführung der kurfürstlichen Aufträge war das Verfolgen anhand der Karte für mich persönlich hilfreich und entsprach und half meinem Vorstellungsvermögen. Es hätte mir auch gefallen, wenn eine Karte der Stadt Trier aus damaliger Zeit dahinter im Buch abgedruckt gewesen wäre. Oft habe ich auf meine Erinnerungen meines Trier-Besuches im Sommer und auf alte Karten im Internet zurückgegriffen um mein geschichtlich-geographisches Interesse zu befriedigen. ;-) Die Einführung der vielen Protagonisten der historischen Geschichte ist meiner Meinung nach durch das Personenregister am Anfang des Buches sehr gut nachzuvollziehen. Das Personenregister, das an Klassiker der europäischen Literatur erinnert, und mittlerweile in vielen historischen Roman vorkommt, war auch während des Lesens immer wieder hilfreich. Wenn ich mal unsicher war, was eine Figur der Geschichte betrifft, so habe ich einfach zurückgeblättert zum Personenregister. Hier steht auch vermerkt, welche der Personen tatsächlich gelebt hat. Hierbei ist besonders die Person des Kurfürsten und Erzbischof van der Leyen zu nennen. Auch wenn sein Handeln in dieser fiktionalen historischen Geschichte nicht komplett wissenschaftlich belegt ist, ist es ein spannender und gewiss die Handlung stark beeinflussender Charakter. Sprache: Die Autorin lässt den Leser in ihrer Wortwahl und Formulierung an ihrer guten Recherchearbeit teilhaben. Nichts desto trotz ist es nicht wissenschaftlich zu belegen, ob dieser Sprachausdruck komplett dem entspricht, was vor über für 300 Jahren gesprochen wurde. Doch die Wortwahl und die Formulierungen sind für mich als lesenden sprachwissenschaftlichen Laien stimmig und zeitgemäß. Die Sprache ist flüssig, gut zu lesen und gut zu verstehen. Die Sprache, die Deana Zinßmeister verwendet, hat mir die Geschichte hinter der fiktionalen Geschichte näher gebracht. Und schafft für mich ein gut zu verstehendes und vorstellbares Abbild der damaligen Gesellschaft und den Denkweisen, Vorstellungen und dem Aberglauben, der authentischen Protagonisten des Romans. Fazit: Wer sich auf viele ineinander laufenden Handlungsstränge einlassen kann, wer unerwartete und spannende Momente eingebettet in eine historisch-fundierte Rahmenhandlung mag und zu schätzen weiß, der wird Freude am Lesen haben. Der Krimileser kommt hier genauso auf seine Kosten wie der Liebhaber historischer Romane mit einem Funken Liebe. Ich kann diesen historischen Roman sehr empfehlen, er hat eine nachhaltige Wirkung auf mich.

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