Ich habe vom Anfang bis Seite 130 in einem Zug durchgelesen! Das ist ein großes Kompliment! Erotische Spannung hervorragend! Die Erzählerin hat mich ‚angeregt‘ unterhalten. Es ging soweit, dass mich interessierte, wer so schreiben kann! Im Internet ist Deanne Ashford gut dokumentiert.
Danach flacht der Roman leider etwas ab. Es kam mir vor, als ob sich vieles – vor allem bei der Erotik – wiederholt. Dann habe ich zurück geblättert und den ersten Satz noch einmal gelesen: 79 n. Chr. Ich habe gegoogelt und tatsächlich der Vesuv brach in diesem Jahr aus. Also erwartete ich noch eine Schippe ‚Spannung‘ zum Vulkanausbruch. Aber es kam im Mittelteil nichts dergleichen und ich quälte mich durch die Seiten. Kein literarisches Auftrumpfen, um Wort gewaltig die Parallele von Orgasmus und Vulkanausbruch dem Leser vor Augen zu führen. Dann endlich zu Ende des Buches ist der Vesuv-Ausbruch zwar nett geschildert, hätte aber schon viel früher angedeutet werden müssen, um einen Spannungsbogen aufzubauen. Dieser Vulkanausbruch war am Ende als literarischer Höhepunkt gedacht, kam bei mir aber gar nicht an. Für mein Gefühl ist das Buch um 130 Seiten zu lang.
C.-A. Rebaf




