Deb Spera

 4,4 Sterne bei 129 Bewertungen
Autorin von Alligatoren und Alligatoren.

Lebenslauf von Deb Spera

Im Fernsehen, Film und nun auch in der Literatur erfolgreich: Deborah Spera ist vor allem für ihre Arbeit als Produzentin beliebter Serien wie beispielsweise „Criminal Minds“ bekannt. Seit 2011 hat sie sogar ihre eigene Produktionsfirma, One-Two Punch Productions, die unter anderem die Serie „Army Wives“ produziert. 2018 erscheint auf Deutsch ihr Romandebüt, „Alligatoren“, schon Monate vor der englischen Originalfassung „Call Your Daughter Home“. Das Buch spielt in South Carolina im Jahr 1924 und handelt vom Überlebenskampf dreier gänzlich unterschiedlicher Frauen zur Zeit der Große Depression. Spera selbst wuchs in Kentucky auf und lebt heute mit ihrer Familie in Los Angeles.

Alle Bücher von Deb Spera

Cover des Buches Alligatoren (ISBN: 9783959673594)

Alligatoren

 (125)
Erschienen am 17.12.2019
Cover des Buches Alligatoren (ISBN: 9783961090679)

Alligatoren

 (4)
Erschienen am 03.09.2018

Neue Rezensionen zu Deb Spera

Cover des Buches Alligatoren (ISBN: 9783961080670)kassandra1010s avatar

Rezension zu "Alligatoren" von Deb Spera

Die Hoffnung stirbt zu letzt!
kassandra1010vor einem Monat

Gertrude, Annie und Retta – Mutige Frauen! 

Mit dunklen Geheimnissen, Rassenhass und Sumpffieber fordert Deb Spera mit ihrer Südstaatengeschichte  „Alligatoren“ dem Leser so einiges ab. Mit der verarmten und von Ihrem Mann übel zugerichteten Gertrude, Mutter von vier Kindern, beginnen wir mitten im alligatorenverseuchten Sumpf.

Ein gezielter Schuss und aus Vergangenheit wird die Zukunft.

Aber die Jahre um 1920 sind besonders hart, die Baumwollernten verloren.

Gertrude bekommt dank Retta, der schwarzen Haushältern der Coles, eine zweite Chance. Ihr Talent als Näherin ist in Annie Coles Näherei, die einzige Einnahmequelle der Plantage, gefragt.

Retta, geplagt vom Alter, schwerer körperlicher Arbeit und der unglaublichen Liebe zu ihrem Mann hat stets auch ein Auge auf die Toten, die ihren Alltag säumen, ahnt die unheilvollen Zeichen der Zeit.

Erst fegt ein Hurrikan über die Gemeinde, dann bricht das Sumpffieber aus. Tod und Krankheit sind allgegenwärtig, bis Annie beschließt, die Vorbereitungen für das alljährliche Fest selbst in die Hand zu nehmen und ein dunkles Familiengeheimnis aufdeckt.

Mit „Die Wahrheit ist ans Licht gekommen, das Geheimnis ist tot“, beschwört Spera eine Lawine an Rache, Hass und Gier herauf, die nur von Retta, Gertrude und Annie aufgehalten werden kann.

Fazit

Gewalt und Diskriminierung beherrschen diesen Roman von Deb Spera. Dennoch finden die drei großartigen Frauen Annie, Retta und Gertrude noch genügend Liebe für ihre Kinder und ihre Mitmenschen auf und lernen schnell, dass ein Miteinander, auch so unterschiedlich sie alle sein mögen, die Welt für immer verändern kann.

Kordula Leisses Stimme verleiht Gertrude die notwendige Willensstärke. Annie erhält die notwendige Hoffnung und Retta die notwendige Härte und das Durchhaltevermögen. Die 445 Minuten vergehen wie im Flug. Die Geschichte macht Hoffnung und Mut zugleich. 

Speras Bild der damaligen Frau, egal welcher Herkunft und Hautfarbe zeichnet eine gerade Linie. Mut und starker Wille wird belohnt. 

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Cover des Buches Alligatoren (ISBN: 9783959673594)NorbertSs avatar

Rezension zu "Alligatoren" von Deb Spera

Ein dramatisches Sittenbild mit Frauen- und Männerporträts
NorbertSvor einem Jahr

 

Das Titelthema hat mich bei Jellybooks gleich gepackt. Manchmal habe ich mich auch gefragt, ob mit „Alligatoren“ nicht nur die tatsächlich im Sumpf lauernden Tiere gemeint sind, sondern auch manche Männer, wie der Vater und der Ehemann von Gertrude sowie der Mann von Annie.

Ein teils bedrückendes Bild des Lebens in der zwanziger Jahren, die Schwüle ist gut eingefangen.

Anfangs fand ich die Erzählungen von Retta und Annie noch etwas langatmig, während die von Gertrude von Anfang an dramatisch wirkte.

Am Schluss fügte sich alles passend zusammen, wenngleich es auch anders hätte ausgehen können.

Vielen Dank, dass ich im Rahmen von Jellybooks mitlesen durfte!

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Cover des Buches Alligatoren (ISBN: 9783959673594)S

Rezension zu "Alligatoren" von Deb Spera

Drei Südstaatenfrauenschicksale
Starbucksvor 2 Jahren

Deb Speras „Alligatoren“ könnte nicht mehr Südstaatenroman sein, ein Roman der Sümpfe und Marschländer, der Armen und Reichen, der Gegensätze zwischen Schwarzen und Weißen. Wer den letztlich erschienenen Roman „Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens mag, der wird auch Deb Speras „Alligatoren“ so gern lesen wie ich.




Zum Inhalt: Drei Frauen aus verschiedenen Schichten, die doch miteinander verbunden sind, bilden das Grundgerüst dieses Romans: Da ist Gertrude, eine sehr arme Weiße mit einem gewalttätigen Mann, die ihre Kinder kaum durchbringen kann. Sie ist es gewohnt, in Armut zu leben, aber sie findet einen Weg, sich von ihrem Mann zu „trennen“ und ihre Kinder durch zu bringen. Retta ist die schwarze Haushälterin der Plantagenbesitzergattin Annie, die u.a. den Tod ihres Sohnes sowie das Stillschweigen zwischen ihr und ihren Töchtern verkraften muss. Retta scheint von allen noch am besten dazustehen, denn sie hat einen liebenden Mann und soweit auch ein gutes Leben im Hause der Plantagenbesitzer. Weil sie sich um Gertrudes erkrankte Tochter kümmert, finden alle zusammen, aber so allerlei Geheimnisse werden nach und nach gelüftet, und die Katastrophe bahnt sich an.




„Alligatoren“ lebt für mich vor allem vom Lokalkolorit des Lebens in den Südstaaten, wo das Leben vor allem für Frauen ziemlich hart war. Deb Spera verbindet die Schicksale der drei Frauen mit sehr vielen wichtigen Themen wie Armut, Sklaverei (Retta gehört zur ersten freien Generation von Schwarzen), Gewalt, Frauenrechte und vor allem ein weiteres Thema, das hier nicht verarten werden kann. Am Schluss gibt es noch eine überraschende Wendung und einen Showdown...




Vor allem die Sprache der Autorin, oft bildhaft, oft dicht, oft auch emotional, hat es mir angetan. Gerade der Anfang des Buches ist ungemein gelungen und macht Lust auf mehr:




„Einen Menschen töten ist leichter als einen Alligator töten, aber Geduld brauchst du für beides.“




Ich denke, „Alligatoren“ wäre es wert, auf Englisch gelesen zu werden. Die drei Frauen sprechen sehr unterschiedlich, und ich finde, die Übersetzerin hat das sehr gut eingefangen und übersetzt. Wer sich dessen nicht bewusst ist, der wird sich wohl über die sehr einfache und flapsige Sprache von Gertrude wundern, aber gerade auch die Sprache macht dieses Buch aus, und dass die Autorin gut mit Sprache umgehen kann, hat sie ja bewiesen.




„Alligatoren“ hat einen der selten vergebenen Plätze in mein Lieblingsregal gefunden, gleich neben „Der Gesang der Flusskrebse“.

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