Dieses Sachbuch zielt darauf ab, das eigene Verhalten hinsichtlich Diskriminierung zu hinterfragen und sich damit auseinanderzusetzen. Hierfür wird zunächst der Begriff definiert sowie die Ursprünge von Diskriminierung thematisiert. Im zweiten Teil werden zudem verschiedene Formen von Diskriminierungen aus Sicht von neunzehn Betroffenen eindrücklich geschildert. Jedes Kapitel beinhaltet Fragen, sodass die Leserschaft zur Reflexion und Änderung des eigenen Verhaltens angeregt wird. Der Inhalt wird durch gelungene Illustration ergänzt.
Für dieses Sachbuch liegt das empfohlene Alter bei 12, wobei manche Themen eventuell zu komplex aufgearbeitet sind. Für den pädagogischen Einsatz, für Lehrkräfte beispielsweise, ist es zum gemeinsamen Erarbeiten aber sehr gut geeignet. Auch Erwachsene können viele Impulse aus dem Buch mitnehmen.
Debora Antmann
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Diskriminierung geht uns alle an
Ein ganz normaler Tag
Neue Rezensionen zu Debora Antmann
Ich habe mir dieses Kinderbuch von vorablesen und dem Carlsen-Verlag gewünscht, weil ich Adultismus in der KiTa erlebt habe und mich so machtlos gefühlt habe. Darüber hinaus wollte ich mehr über den Umgang mit verschiedenen Diskrimierungsformen für meine Illustrationen und Kinderbuchgeschichten erfahren.
Ich finde dieses Kinderbuch ist ein wahrer Schatz der Aufklärung über verschiedene Diskrimierungsformen, die sowohl einzeln als auch gemeinsam auftreten können.
Als von Diskriminierung Betroffene erfahren wir, weshalb unsere Erfahrungen diskriminierend sind und weshalb diese Art der Abwertung so ungerecht ist.
Als Privilegierte erfahren wir, wie wir zu einer fairen und inklusiven Gemeinschaft beitragen können.
Ich persönlich kannte viele Begriffe gar nicht und war mir in manchen Fällen unsicher, welche Selbstbezeichnung sich Menschen wünschen.
Mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch ist, dass das Korrektorat an manchen Stellen etwas holprig ist.
Die Illustrationen und Texte sind kindgerecht und verständlich, obwohl es sich um ein komplexes Thema handelt, bei dem in diesem Buch auch in die Tiefe gegangen wird. Die Texte und Illustrationen regen zum Nachdenken und Reflektieren an und erweitern auf diese Weise den eigenen Horizont.
Ein wichtiges und bedeutsames Sachbuch, dass ich Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren von Herzen empfehlen kann. Auch für die Schulbibliothek ist dieses Sachbuch ein wahrer Schatz.
Das Buch „Diskriminierung geht uns alle an“ vermittelt auf verständliche Weise, wie vielfältig Diskriminierung in unserer Gesellschaft wirkt – sei es durch Rassismus, Sexismus oder andere Formen struktureller Ungleichheit. Die Beiträge verschiedener Autor*innen verbinden persönliche Erfahrungen mit gesellschaftskritischen Analysen und machen deutlich: Diskriminierung betrifft uns alle, ob direkt oder indirekt.
Besonders hervorzuheben ist die intersektionale Perspektive, die deutlich macht, dass Diskriminierung oft mehrere Ebenen gleichzeitig betrifft.
Kritisch zu betrachten ist jedoch die Altersempfehlung ab 12 Jahren. Zwar ist das Anliegen, junge Menschen früh für Gerechtigkeitsthemen zu sensibilisieren, absolut begrüßenswert – doch viele Texte sind sprachlich und inhaltlich komplex. Einige Begriffe und Konzepte (z. B. „strukturelle Diskriminierung“ oder „hegemoniale Machtverhältnisse“) setzen ein gewisses Vorwissen oder eine begleitende Erklärung voraus. Ohne pädagogische Unterstützung könnte das Buch Kinder ab 12 Jahren überfordern oder nicht die gewünschte Wirkung erzielen.
Fazit: Ein wichtiges, zugängliches Buch, das zum Nachdenken anregt und zu mehr Verantwortung im Umgang mit Diskriminierung aufruft.
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