Deborah Cloyed The Summer We Came to Life

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Inhaltsangabe zu „The Summer We Came to Life“ von Deborah Cloyed

Ein sehr emotionales Buch. Sams Verzweiflung nach Minas Tod und die Vertrautheit der Figuren untereinander sind auf jeder Seite spürbar.

— Darcy
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  • Rezension zu "The Summer We Came To Life" von Deborah Cloyed

    The Summer We Came to Life

    Darcy

    03. August 2016 um 20:42

    "We passed the journal back and forth between visits, and spent most every afternoon discussing, forming our plan. In this way - as the maple trees outside her window set its leaves on fire then shook them to the ground - we spent the days, the hours, and the last minutes of Mina's life like we'd spent the twenty-four years prior - laughing, crying and together." Die vier Freundinnen Sam (Samantha), Mina, Kendra und Isabel aus Virginia kennen sich bereits seit ihrer Kindheit und sind seitdem unzertrennlich. Gemeinsam mit Jesse und Lynette, den Müttern von Isabel und Kendra, verbringen sie jedes Jahr einen unvergesslichen Urlaub an einem exotischen Ort. Sam und Mina wachsen beide ohne Mutter auf, nachdem Minas tot ist und Sams die Familie verlassen hat. Ihre Väter beachten sie kaum, sodass die Mädchen viel Zeit zu zweit verbringen. Als bei Mina im Alter von ca. 25 Jahren Krebs diagnostiziert wird und sie bald darauf stirbt, bricht für Sam eine Welt zusammen. Sie, die Physik studiert hat, sammelt verzweifelt alle möglichen Theorien über das menschliche Bewusstsein, Paralleluniversen und Wege, mit den Toten zu kommunizieren. Auch nach Monaten erscheint es ihr noch immer sinnlos und grausam, ohne ihre beste Freundin zu leben und alt zu werden. Rastlos zieht sie von einem Ort zum nächsten, immer auf der Suche nach Abenteuern um sich abzulenken. In Paris macht ihr ihr Freund Remy, ein fünfzehn Jahre älterer und erfolgreicher Regisseur, einen überstürzten Heiratsantrag, den sie annimmt, bevor sie nach Honduras geht, wo sie als Künstlerin arbeiten wird. Als ihre Freunde Sam dazu überreden wollen zusammen in den Urlaub zu fahren, lehnt sie ab, da sie sich nicht vorstellen kann nach Minas Tod noch Spaß zu haben. Daraufhin bucht der "vacation club" - bestehend aus Isabel, Jesse, Lynette und ihrem Ehemann Cornell sowie Minas Vater Arshan - einfach Flüge nach Honduras, sodass Sam gezwungenermaßen ein Ferienhaus an der Küste organisiert. Die perfektionistische Kendra kommt nicht mit, den wahren Grund hierfür verschweigt sie den anderen zunächst. Die Geschichte wird größtenteils aus Sams Sicht geschildert. Sie ist eine sehr sympathische Protagonistin, mit der ich mich gut identifizieren konnte. Man merkt, dass sie eigentlich eine intelligente, unabhängige und kreative junge Frau ist, die jedoch durch Minas Verlust, die für sie der wichtigste Mensch in ihrem Leben war, völlig aus der Bahn geworfen wurde. Ich habe mich für Sam gefreut, als es ihr durch die Nähe ihrer Lieben gelang, schrittweise zu sich selbst zurückzufinden. Mina wurde durch Sams Erinnerungen ebenfalls sehr genau und liebenswert dargestellt. Im Vergleich zu ihrer quirligen Freundin schien sie eher der sanfte, bedächtige und nachdenkliche Typ zu sein. Auch die anderen Figuren, die nicht ganz so sehr im Vordergrund standen und somit nicht so facettenreich beschrieben wurden, waren mir sympathisch; nur in ein paar wenigen Situationen fand ich ihr Verhalten etwas übertrieben. Im Verlauf des Urlaubs teilen Jesse, Lynette und Cornell und Arshan ihre erstaunlichen und teils unglaublichen Lebens- bzw. Liebesgeschichten mit der Gruppe, um Sam bei ihrer endgültigen Entscheidung bezüglich ihrer Heirat mit Remy zu helfen. Dabei werden einige Abschnitte aus einer eher neutralen Erzählperspektive wiedergegeben, was ich als eine gelungene Abwechslung empfand. Allerdings wurden meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang manchmal zu sehr politische Themen angesprochen, auf die hinterher nicht mehr eingegangen wird und die auch in keiner Verbindung zum Hauptthema der Geschichte stehen. Eine Ausnahme bildet der Fall von Cornell und Lynette, da hier ausgesagt wird, dass wahre Liebe über widrige äußere Umstände siegt. Auf der anderen Seite fand ich die Einbindung faszinierender wissenschaftlicher Theorien, die Sam für Mina (und somit auch den Leser) in leicht verständlichen Worten erklärt, sehr interessant. Im Mittelteil der Geschichte kommt es zu einem unerwarteten und erschreckenden Zwischenfall, nach dem für einige Zeit nicht klar ist, wie es nun weitergehen wird und alles in der Schwebe hängt. Die Spannung wurde durch dieses Ereignis enorm gesteigert und es führt auch dazu, dass Sam endlich keine Schuldgefühle mehr hat, ihr Leben weiterzuleben und nach vorn zu schauen. Da kam es mir etwas merkwürdig vor, dass die Figuren dem Vorgefallenen hinterher eher wenig Beachtung schenken und kaum darüber sprechen. Das Ende des Urlaubs sowie der Geschichte kam danach etwas plötzlich, dennoch konnte es mich zufriedenstellen, da alle offenen Fragen geklärt wurden. Deborah Cloyed lebt in Los Angeles. Sie ist Fotografin und Reisejounalistin, die bereits in London, Barcelona, Thailand, Honduras, Kenia und New York City gelebt hat. Sicherlich gibt es einige Parallelen zwischen ihr und ihrer Protagonistin Samantha. Der Autorin gelingt es insgesamt eine warme und herzliche Atmosphäre der Liebe und Vertrautheit zu erschaffen. Überhaupt durchläuft der Leser bei der Lektüre dieses Buches die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen - es finden sich zahlreiche urkomische wie auch tieftraurige Stellen. Ein sehr schönes, emotionales und berührendes Buch mit lebendigen und liebenswerten Figuren, das mich positiv überrascht hat.

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