Deborah Ellis

 4 Sterne bei 108 Bewertungen

Lebenslauf von Deborah Ellis

Die kanadische Autorin Deborah Ellis schreibt v.a. Kinder- und Jugendliteratur. Neben dem Schreiben arbeitet sie als Psychotherapeutin und für ihre Organisation "Frauen für Frauen in Afghanistan", die sie nach ihrer Arbeit in afghanischen Flüchtlingslagern gründete. Durch diese Erfahrungen wurde sie auch zu ihrer Afghanistan-Trilogie inspiriert. Ihr aktueller Jugendroman "Wenn der Mond am Himmel steht, denk ich an dich" erschien 2015.

Alle Bücher von Deborah Ellis

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Die Sonne im Gesicht

Die Sonne im Gesicht

 (28)
Erschienen am 01.04.2003
Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken

Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken

 (21)
Erschienen am 11.03.2013
Klick

Klick

 (11)
Erschienen am 04.02.2009
Die Sonne im Gesicht /Im Herzen die Angst

Die Sonne im Gesicht /Im Herzen die Angst

 (5)
Erschienen am 26.09.2005
Am Meer wird es kühl sein

Am Meer wird es kühl sein

 (3)
Erschienen am 01.08.2004
Das Radiomädchen

Das Radiomädchen

 (1)
Erschienen am 01.02.2006

Neue Rezensionen zu Deborah Ellis

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Jule_Eigeners avatar

Rezension zu "Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken" von Deborah Ellis

Kein Thriller, aber trotzdem lesenswert.
Jule_Eigenervor 5 Monaten

Das Buch ist eine tolle Lektüre für zwischendurch, da es recht schnell und flüssig zu lesen ist.

Jedoch verfehlt das Buch meiner Meinung nach das Genre, da einfach die Spannung fehlt die zu einem Thriller dazu gehört.
Dieses Gänsehautgefühl, welches ich sonst bei Thrillern so liebe bleibt leider aus. Dennoch ist das Buch lesenswert, da es eine tolle Lektion über Freundschaft vermittelt.

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KiraNears avatar

Rezension zu "Die Sonne im Gesicht /Im Herzen die Angst" von Deborah Ellis

[Rezension #70] Die Sonne im Gesicht | Im Herzen die Angst
KiraNearvor 7 Monaten

Name: Die Sonne im Gesicht | Im Herzen die Angst
Autor: Deborah Ellis
Genre: Drama, Kriegsdrama
Preis: € 5,00 [D]
Seiten: 264 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2005
ISBN: 978-3570215968
Verlag: OMNIBUS/C. Bertelsmann Jugendbuch Verlag


Rückentext:
In Afghanistan regieren die Taliban. Die Macht der neuen, strengen Gesetze erfährt Parvana jeden Tag. Als Mädchen darf sie das Haus nicht mehr alleine verlassen, nicht mehr zur Schule gehen. Alles hat sich verändert ...
Eines Nachts fallen Bomben. Die US-Armee greift Kabul an und Parvana muss wie so viele Menschen fliehen. Ihr Weg durch das verwüstete Land ist gefährlich, doch sie findet Freunde, die ihr beistehen.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Der lange Titel mag ein wenig verwirrend wirken, lässt sich allerdings sehr schnell erklären. Und zwar liegt es daran, dass hier zwei kleine Bücher zu einem großen Buch zusammengefügt wurden. Es sind zwei Geschichten, die man für sich alleine lesen kann, aber auch zusammen, da die zweite Geschichte nach der ersten spielt. Zwar hatte ich so eine geringe Ahnung, wie es in den Kriegsländern so aussieht, wie das Leben so ist usw. Aber dank dem Buch habe ich mir doch ein besseres Bild machen können. Man folgt Parvana, wie sie mit ihrer Familie in einem kleinen Zimmer lebt, weil sie sonst nirgendwo hinkönnen. Sie leben von dem wenigen Geld, das ihr Vater erarbeiten kann, der Rest ist entweder zu jung zum Arbeiten und hat das falsche Geschlecht, geht man von den Ansichten der Taliban aus. Man sieht, wie Parvana und Co versuchen, trotz der harten Umstände so gut wie möglich zu überleben. Denn Leben kann man das, was sie hier leider erleben müssen, nicht nennen. Sie kochen ihr Wasser ab, und essen eher spärlich, weil einfach hinten und vorne das Geld nicht reicht.

In der zweiten Geschichte folgt man ihrer Reise durch das zerstörte Land und nicht nur einmal hatte ich gehofft, dass ist irgendwas zum Essen oder Drinken findet. Man spürt die Verzweiflung und Not in beiden Geschichten, man wünscht ihr nur das Beste, ohne zu wissen, ob es überhaupt passieren wird oder nicht. Die harte Realität schlägt hier nicht nur einmal zu und man fragt sich, warum die Autorin so grausam zu dem Mädchen oder ihren Freunden ist, aber das wäre dann weniger realistisch. Denn Krieg ist nicht schön und die Zivilisten, besonders die Kinder, leiden darunter und abgesehen von ein paar Leuten in der Führung, die sich streiten, wünscht sich niemand sowas. Es ist jetzt nicht gerade ein fröhliches Buch, aber eins, das einem auch nicht ungedingt die Dramakeule ins Gesicht hineinhält. Es zeigt einem einfach die unschönen Seiten des Kriegs und ohne dabei jetzt wie ein Oberlehrer zu klingen: Man sollte nicht immer die Augen davor verschließen.

Zusätzlich gibt es in dem Buch noch zwei Landkarten, einmal von Afghanistan selbst, und dann auch noch von den Ländern um Afghanistan herum, damit man weiß, wo auf der Welt sich das Land geografisch gesehen befindet. Am Ende gibt es ein Glossar, welches sich allerdings nur auf das zweite innere Buch bezieht. Viele Begriffe kommen allerdings auch im ersten vor, dass es nicht viel Möglichkeiten zur Verwirrung gibt.


Leseprobe:
"Ich kann diesen Brief genauso gut lesen wie Vater", flüsterte Parvana in die Falten ihres Tschadors. "Zumindest fast so gut." Sie wagte nicht, diese Worte laut auszusprechen. Der Mann, der neben ihrem Vater saß, wollte ihre Stimme gewiss nicht hören. Keiner auf dem großen Markt von Kabul wollte ihre Stimme hören. Denn Parvana war nur deshalb hier, weil sie ihrem Vater dabei helfen musste, zum Markt zu kommen und nach der Arbeit wieder zurück nach Hause. Sie saß gut verborgen auf ihrer Decke. Ihr Kopf und der Großteil ihres Gesichtes waren von ihrem Tschador bedeckt.
Eigentlich sollte Parvana überhaupt nicht auf der Straße sein. Die Taliban hatten befohlen, dass alle Mädchen und Frauen in Afghanistan in ihren Häusern bleiben sollten. Sie hatten den Mädchen sogar verboten, zur Schule zu gehen. Parvana hatte die sechste Klasse Grundschule verlassen müssen und ihre Schwester Nooria durfte nicht mehr in die Mittelschule gehen. Ihre Mutter, die bei einem der Radiosender von Kabul als Journalistin gearbeitet hatte, war von einem Tag zum anderen entlassen worden. Seit über einem Jahr waren sie nun mit der fünfjährigen Maryam und dem zweijährigen Ali alle zusammen in einem einzigen Zimmer gefangen.
Parvana konnte fast jeden Tag für ein paar Stunden ins Freie, weil sie ihren Vater beim Gehen stützen musste. Sie war immer froh hinauszukommen, auch wenn das hieß, dass sie dann viele Stunden auf einer Decke auf dem harten Boden des Marktes sitzen musste. Sie hatte sich sogar daran gewöhnt, den Mund zu halten, ganz still zu sitzen und ihr Gesicht zu verstecken.


Fazit:
Ich würde jetzt nicht unbedingt sagen, dass mich das Buch unterhalten hat, da es mir falsch vorkommen würde. Sagen wir einfach, dass es gut zu lesen war. Das Buch lag seit zwei oder drei Jahren auf meinem SUB, aber ich habe es nie wirklich anfangen wollen. Jetzt dachte ich mir: Tus endlich und ich bereue es nicht. Jemand auf Amazon meinte, dass das Buch eine gute Schullektüre wäre und dem kann ich nur zustimmen. Entweder nur eines davon oder beide, aber so ab der sechsten/siebten Klasse sollte man das schon lesen können. Zwar werde ich das Buch nicht nochmal lesen, aber ich kann es schon weiterempfehlen, besonders, wenn man sich für diese Art von Büchern interessiert. Insgesamt gebe ich dem Buch 4 Rubine.

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Bookjulie97s avatar

Rezension zu "Wenn der Mond am Himmel steht, denk ich an dich" von Deborah Ellis

emotionales Buch nach wahrer Begebenheit
Bookjulie97vor einem Jahr

Wenn der Mond am Himmel steht, denk ich an dich behandelt ein Thema, von dem ich bisher nichts gelesen habe: Homosexualität im Iran. Allgemein kenne ich noch nicht viele Bücher, die in anderen Kulturen stattfinden. Umso gespannter war ich.

Und was soll ich sagen, die Geschichte war unfassbar, romantisch, spannend und tragisch.

Farrin und Sadira sind zwei junge Mädchen. Sie wohnen zwar in einer Stadt und leben dennoch in unterschiedlichen Welten. Das macht die Beziehung zwischen ihnen noch interessanter.

Man erfährt die Geschichte von einem Er-Erzähler. Dieser beschränkt sich allerdings auf das direkte Geschehen rund um Farrin. Somit bleibt die ganze Zeit Spannung bestehen, denn man weiß nicht, was die anderen fühlen.

Die Handlung beruht auf einer wahren Begebenheit, was sie noch ergreifender macht. Ich möchte mir nicht vorstellen, dass es auf dieser Welt, in dieser Zeit solche „Gesetze“ und Geschehnisse gibt. Das ist einfach grauenvoll und für mich unfassbar.

Oft stiegen mir die Tränen in die Augen, denn die Geschichte um Farrin und Sadira und das Leben im Iran zur Zeit des Krieges nahm mich sehr mit. Deborah Ellis schaffte es mir auf knapp 250 Seiten eine Welt näher zu bringen und mir mein Herz oft schwer zu machen. Sie brachte so viel Gefühl in jeden Satz, dass man mitfühlte, als wäre man dabei.

Die beiden Mädchen sind sehr jung und dennoch haben sie bereits tolle Persönlichkeiten. Besonders Sadira mit ihrem großen, gerechten und offenen Herz begeisterte mich von Anfang an. An Farrin mochte ich besonders, wie sie sich entwickelte. In ihrem Leben musste sie sich nie viele Gedanken über den Krieg oder ihr Leben an sich machen. Sie wuchs behütet und sicher auf und ihr wurde die politische Meinung ihrer Eltern vermittelt. Doch nun fängt sie langsam an eine eigene Meinung zu entwickeln und Dinge zu hinterfragen. Sadira war in der Hinsicht ein sehr positiver Einfluss auf sie.

Zum Ende hin hätte ich mir gewünscht, dass das Buch nicht so schnell endet. Auch hätte ich mir gewünscht, dass der Zeitpunkt des Endes später stattfindet. So blieb, meiner Meinung nach, noch einiges offen.

Die Geschichte wird mich aber lange nicht loslassen, denn sie hat mich tief berührt und mir gezeigt, was für ein Glück ich habe hier aufgewachsen zu sein.

Fazit:
Das Buch von Deborah Ellis beruht auf einer wahren Begebenheit. Daran musste ich ständig denken, dass diese teilweise schrecklichen Sachen in Wirklichkeit passieren. Jeden Tag. Die Geschichte um die beiden sympathischen Mädchen hat mich sehr berührt und wird mich noch lange begleiten. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der dramatische Liebesgeschichten mag und eine andere Kultur kennenlernen möchte.

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Zusätzliche Informationen

Deborah Ellis wurde am 07. August 1960 in Cochrane, Ontario (Kanada) geboren.

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