Deborah Levy

 3,9 Sterne bei 154 Bewertungen
Autor*in von Heiße Milch, Heim schwimmen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Deborah Levy, geboren 1959 in der Südafrikanischen Union, ist eine britische Theater- und Romanautorin sowie Lyrikerin. Ihre Stücke werden u. a. von der Royal Shakespeare Company aufgeführt. Ihre Romane Swimming Home (2011; dt. Heim schwimmen, 2013) und Hot Milk (2016; dt. Heiße Milch, 2018) standen auf der Man Booker Prize Shortlist. Deborah Levy lebt und arbeitet in London.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Billy & Girl (ISBN: 9783311350224)

Billy & Girl

Neu erschienen am 16.09.2025 als Gebundenes Buch bei AKI Verlag.

Alle Bücher von Deborah Levy

Cover des Buches Heim schwimmen (ISBN: 9783423144971)

Heim schwimmen

(32)
Erschienen am 27.05.2016
Cover des Buches Heiße Milch (ISBN: 9783462049770)

Heiße Milch

(33)
Erschienen am 15.02.2018
Cover des Buches Was das Leben kostet (ISBN: 9783455008920)

Was das Leben kostet

(21)
Erschienen am 06.05.2020
Cover des Buches Ein eigenes Haus (ISBN: 9783455015355)

Ein eigenes Haus

(9)
Erschienen am 01.02.2023
Cover des Buches Der Mann, der alles sah (ISBN: 9783311100287)

Der Mann, der alles sah

(9)
Erschienen am 22.10.2020
Cover des Buches Augustblau (ISBN: 9783311151081)

Augustblau

(7)
Erschienen am 11.07.2024
Cover des Buches Heim schwimmen (ISBN: 9783311151166)

Heim schwimmen

(6)
Erschienen am 24.04.2025
Cover des Buches Heiße Milch (ISBN: 9783311150046)

Heiße Milch

(6)
Erschienen am 23.07.2020

Neue Rezensionen zu Deborah Levy

Cover des Buches Heiße Milch (ISBN: 9783462049770)
jadis avatar

Rezension zu "Heiße Milch" von Deborah Levy

jadi
Keine leichte Kost!

. „Heiße Milch“

… ein Roman, der mich anders berührt hat,

als ich erwartet habe!

… ein Roman, der mich mehr zum 

nachdenken gebracht hat,

als ich erwartet habe!

… ein Roman, der trotz einer gewissen Leichtigkeit,

schwer zu verdauen ist. 

Und genau wegen dieser Punkte ist er wirklich lesenswert! 4,5/5 ⭐️

. Worum geht es genau…

Mutter und Tochter… Sofia und Rose reisen nach Spanien zu einer renommierten Klinik um die selbstdiagnostizierte Lähmung von Rose zu behandeln. 

Doch diese Reise dreht sich am Ende nicht nur um die Beine von Rose, sondern auch um die Gefühlswelt von Mutter und Tochter und ihre Beziehung zu einander. Ebenso wirft Sofia einen Blick auf ihr bisheriges Leben und hinterfragt ihre Entscheidungen. 

. In „Heiße Milch“ verfolgen wir Sofia als Erzählerin und trotz der Intenstivität mit der wir sie kennenlernen, bleibt sie manchmal ein kleiner Mysterium! 

So wie die ganze Geschichte 

um das Mutter- Tochter- Duo! 

Als Leser werden wir in eine Dynamik reingezogen, die etwas wunderbares und doch beängstigendes hat. 

Die eine Symbiose zeigt, die nicht so zusammen passt, wie sie von außen betrachtet scheint!

Levy schafft mit „Heiße Milch“ eine intensive Geschichte, die nachhallt und einige Fragen aufwirft zu Mutter- Tochter, bzw. Eltern- Kind- Beziehungen…

Erwarten Eltern zu viel von ihren Kindern? Sind Kinder dazu verpflichtet ihren Eltern etwas wiederzugeben? 

Mit leichter poetischer Sprache schreibt Levy ein psychologisches Drama, das sich zwischen Abhängigkeit und Emanzipation bewegt, zwischen Liebe und Hass und dem tiefen Wunsch nach Ruhe und Freiheit.

Es ist ein Roman der großen Gegensätze!

Während wir bei Sofia eine Weiterentwicklung miterleben dürfen, bleibt ihre Mutter dort wo sie ist. 

Es ist ein Roman, der einen sehr intensiven Blick auf Beziehungen, Rollenbilder und Veränderungen wirft.  

Ich glaube als Leser kann man dieses Buch auf zwei Arten lesen… als dramatische Lektüre für alle die das Drama lieben und als lehrreiche Lektüre für alle die, eine solche Geschichte mit allen Sinnen wahrnehmen und Parallelen zum realen Leben ziehen! 

Einfach ein wirklich lesenswertes Buch! 

Cover des Buches Heiße Milch (ISBN: 9783462049770)
Lese_Lisels avatar

Rezension zu "Heiße Milch" von Deborah Levy

Lese_Lisel
„Ich bin fünfundzwanzig und hinke synchron mit meiner Mutter, um mit ihr Schritt zu halten. Meine Beine sind ihre Beine“

„Ich bin fünfundzwanzig und hinke synchron mit meiner Mutter, um mit ihr Schritt zu halten.
Meine Beine sind ihre Beine“

„She is my mother. Her legs are my legs. Her pains are my pains. I am her only and she is my only.
I wish, I wish, I wish.“

Dieses Buch hat mir gezeigt, dass es manchmal einfach Zeit und eine gewisse innere Flexibilität braucht, um sich auf eine Autorin, ihre Schreibweise und ihre Geschichte einzulassen und dass „trotzdem Weiterlesen“ sich auch auszahlen kann. Das soll jetzt nicht heissen, dass ich nie wieder ein Buch abbrechen werde oder dass man das generell nicht tun soll. Aber dass ein Weiterlesen manchmal auch sein Gutes haben kann.

Heisse Milch hat mich etwa bis zur Hälfte mehrheitlich geärgert. Ich konnte mit den vollkommen überzeichneten und schrägen Charakteren nichts anfangen, empfand die Situation als unrealistisch und das Gelaber dieses schmierigen Dr. Gómez einfach nur nervig und langweilig. Die kontroversen Diskussionen in @mariaslesekreis machten mich aber neugierig, und dann auf einmal hat mich dieses sehr spezielle Buch gepackt und fasziniert. Das Ende schließlich empfand ich als sehr passend und berührend.

Sofia Papastergiadis ist Mitte 20 und reist mit ihrer kranken Mutter Rose nach Andalusien. Hier erhoffen sich die beiden von Dr. Gómez eine Verbesserung von Roses Gesundheitszustand. Sofia ist vollkommen von ihrer Mutter und deren Pflege vereinnahmt und hat ihr eigenes Leben dafür aufgegeben. In der flirrenden Hitze Andalusiens wird sie von ihre Mutter tyrannisiert, von Medusen gebissen und von einer deutschen Aussteigerin, die mit einem Minibogen auf Eidechsen schiesst, verführt. Die ganze Atmosphäre, die Begegnungen und die Dialoge wirken surreal und bizarr. Alles scheint symbolisch, aufgeladen und schreit laut nach einer Interpretation – trotzdem blieb für mich aber vieles sehr rätselhaft.

Nach dem Sofia in Griechenland ihren Vater und dessen 40 Jahre jüngere Frau besucht hat, spitzt sich die Lage um Rose und Sofia zu... 

Ein Buch, das sich wunderbar für einen Lesekreis eignet und viel Diskussionsstoff liefert. Mir haben vor allem die Passagen über Roses Leben gefallen, über das transgenerationale Trauma, die gegenseitige Abhängigkeit der beiden Frauen und die starken Bilder. Interessant fand ich auch, wie beim Lesen sofort die Erwartung entstand, dass sich Sofia von dieser schrecklichen Mutter befreien muss. Aber geht es wirklich darum, oder will das Buch auch aufzeigen, dass man die Eltern trotz allem, was sie einem antun, liebt? Wie schwierig es ist, sich von einem kranken Elternteil zu distanzieren? Wie sehr sich erwachsene Kinder mitleiden? Was es auslöst, wenn man als Kind statt der Geborgenheit ein Trauma mit auf den Weg bekommt? Und dass ein selbstbestimmtes Leben nicht immer möglich ist?

Wie auch immer – ein sehr spezielles Buch, das ich nicht so schnell wieder vergessen werde.

Cover des Buches Heiße Milch (ISBN: 9783958620469)
AQuas avatar

Rezension zu "Heiße Milch" von Deborah Levy

AQua
Sinnlich und intensiv

Es ist nicht alles 5-Sterne-würdig an diesem Hörbuch, trotzdem habe ich mich dazu entschieden. Denn ich finde, Sprecherin und Text kommen bisher viel zu schlecht weg! 

Die Sprecherin Svenja Pages hat eine sehr schöne Stimme, der ich gerne zugehört habe. In Tempo 1,2 war die Hörgeschwindigkeit ideal. Was ihr nicht so gut gelingt, ist die wörtliche Rede. Dann wirkt ihre Interpretation aufgesetzt und wenig differenziert. Ich finde das jedoch verzeihlich, da mich ihre warme, aber sachliche Stimmmelodie ansonsten wunderbar durch den Text getragen hat. 

Die Geschichte von Deborah Levy ist flirrend, nachdenklich, zart und kraftvoll. Es ist mein erstes Buch von ihr und ich habe unbedingte Neugier auf weitere Texte von ihr bekommen. 

"Tu etwas, was dir nützt", ist wohl die Message, die manche Figuren grundverinnerlicht haben, andere dagegen sich hart erkämpfen müssen. Ein sehr berührendes, sinnliches Werk mit kraftvollen Bildern, mythisch und doch modern.

Gespräche aus der Community

Ein junger Mann, der auf der legendären Abbey Road in London angefahren wird. Seine Freundin, die ihn fotografiert, ehe sie ihn verlässt. Ein Foto, das den Mann auf seine Reise nach Ostberlin begleitet. – Ein Roman darüber, wie wenig wir uns selbst über den Weg trauen können, im Leben und in der Liebe.

30 BeiträgeVerlosung beendet
B
Letzter Beitrag von  bookflower173

Hier ist nun auch meine Rezension:

https://www.lovelybooks.de/autor/Deborah-Levy/Der-Mann-der-alles-sah-2575010395-w/rezension/2807259453/

Vielen Dank, dass ich dieses wundervolle Buch lesen durfte! Es hat mir sehr gut gefallen.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

in 215 Bibliotheken

auf 40 Merkzettel

von 3 Leser*innen aktuell gelesen

von 1 Leser*innen gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks